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Ministerium für Umwelt,
Gesundheit und
Verbraucherschutz
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
Postfach 601150 | 14411 Potsdam
Heinrich-Mann-Allee 103
14473 Potsdam
Per Email:
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Landesärztekammer Brandenburg
Landeszahnärztekammer Brandenburg
Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg
Kassenzahnärztliche Vereinigung Brandenburg
Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg e.V.
Städte- und Gemeindebund Brandenburg
Landkreistag Brandenburg
Gesundheitsämter des Landes Brandenburg.
Epidemiologische Einsatzgruppe des Landes Brandenburg
Für den Rettungsdienst zuständige Ämter und Fachbereiche der Landkreise und kreisfreien Städte des Landes Brandenburg
Regionalleitstellen des Landes Brandenburg
Ärztliche Leiter Rettungsdienst des Landes Brandenburg
Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH
Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz
Landesrettungsschule Brandenburg e. V.
Brandenburgisches Bildungswerk für Medizin und Soziales e. V.
Landesverbände der Brandenburgischen Hilfsorganisationen
Bearb.: Frau Schirrmeister
Gesch.Z.: 2/23-6271/A08
Biogefahren - Ebola
Hausruf: 0331 / 866-7634
Fax:
0331 / 866-7634
gundel.schirrmeister@mugv.brandenburg.de
Internet: www.mugv.brandenburg.de
Nachrichtlich per Email:
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Staatskanzlei
Ministerium des Innern
Ministerium für Arbeit, Soziales und Familie
Abteilung Gesundheit im LUGV
Brandenburgisches Landesinstitut für Rechtsmedizin
Potsdam, 27. Oktober 2014
Hinweise des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
zur Vorgehensweise bei Verdacht auf Ebolafieber
Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund zunehmender Nachfragen hinsichtlich der Infektionsgefahren durch die
aktuelle Ebola-Epidemie in Westafrika und der erforderlichen Schutzmaßnahmen
weist das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV) auf
Folgendes hin:
Dienstgebäude
Heinrich-Mann-Allee 103
Albert-Einstein-Straße 42-46
14473 Potsdam
14473 Potsdam
Telefon
Fax
Tram-Haltestelle
Linien
Zentrale
Vermittlung über
(0331) 866-70 70/71
(0331) 866-7240
Kunersdorfer Straße
Hauptbahnhof
91,92,93,96,X98,99
91,92,93,96,X98,99
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1. Fachinformationen
Allgemeine und spezielle Fachinformationen über Ebolafieber entnehmen sie bitte
der Website des Robert Koch-Institutes:
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/Ebola_node.html
2. Risikoeinschätzung
Das Risiko einer Einschleppung von Ebolafieber in das Land Brandenburg ist
gegenwärtig gering und entspricht damit der Einschätzung des Robert KochInstitutes für Deutschland. Von 100 Flugreisenden aus Westafrika hat nur etwa
eine Person Deutschland als Ziel. In den betroffenen Ländern finden Ausreisekontrollen statt. In den letzten Monaten haben nur zwei Personen mit einer Ebolavirus-Infektion die betroffenen Länder mit dem Flugzeug verlassen. Direktflüge mit
dem Ziel Berlin-Brandenburg finden nicht statt. Die Flughäfen Berlin-Tegel und
Schönefeld sind nicht als „Sanitätsflughafen“ benannt, sodass dort keine Flugzeuge mit Ebola-Verdacht landen dürfen.
Trotz der vor Ort durchgeführten Ausreisekontrollen kann nicht ausgeschlossen
werden, dass ein Infizierter in der Zeit zwischen Ansteckung und dem ersten Auftreten von Krankheitszeichen (Inkubationszeit) einreist, weil die Infektion in dieser
Zeit nicht erkannt werden kann. Es ist deshalb wichtig, beim Auftreten von ersten
Krankheitszeichen bei diesen Personen frühzeitig zu reagieren. Daher sollten
Personen, die innerhalb von drei Wochen nach ihrer Rückkehr aus betroffenen
Gebieten Krankheitszeichen entwickeln, sich umgehend telefonisch bei einem Arzt
melden. Ärzte sollten bei Reisenden aus den Ausbruchsgebieten an diese Möglichkeit denken und die erforderlichen Schritte einleiten. Empfehlungen dazu hat
das Robert Koch-Institut veröffentlicht: Ziel ist es, durch Isolierung des Patienten
weitere Infektionen zu verhindern, schnell eine Diagnose zu erhalten und den
Patienten richtig zu behandeln.
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/Kurzinformation_Ebola_in_Westafrika
.html)
3. Empfohlene Erstmaßnahmen für Ärztinnen und Ärzte
Tritt im Rahmen der ärztlichen Tätigkeit der Verdacht auf das Vorliegen einer
hochkontagiösen gefährlichen Infektionskrankheit (HKLE) auf, ist die betroffene
Patientin/ der betroffene Patient unverzüglich an Ort und Stelle räumlich zu isolieren. Zur ersten anamnestischen Abklärung eines Ebolafieber-Verdachts ist > 1 m
Abstand zum Patienten halten!
Alle Kontaktpersonen sollten vor Ort bleiben, bis die Prüfung abgeschlossen ist,
ob ein „Begründeter Verdacht“ vorliegt. In jedem Fall sollten die Personalien der
Kontaktpersonen festgehalten werden, um ggf. später erforderlich werdende aufwendige Suchaktionen zu vermeiden.
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Gesundheit und
Verbraucherschutz
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Bei weitergehenden Untersuchungen und zur Patientenversorgung ist das medizinische Personal auf das unbedingt benötigte Personal zu reduzieren und hat Infektionsschutzkleidung anzulegen. Empfohlen wird die Vorhaltung von „Infektionsschutzsets“ bestehend aus: Einmalschutzanzug mit Kapuze, Schutzbrille, FFP3 –
Atemschutzmaske, Überziehschuhe, 2 Paar Handschuhe, möglichst aus Nitril.
In Zweifelsfällen kann das örtlich zuständige Gesundheitsamt zur Klärung hinzugezogen werden. Detaillierte Hinweise und Informationen zum „Hygienemanagement bei ausgewählten Infektionserkrankungen in der medizinischen Erstversorgung“ stehen auf der Website des MUGV als Poster mit Anlagen zum Download
bereit:
http://www.lugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.341145.de
4. Prüfung des Erstverdachtes auf Ebolafieber:
Folgendes ist zur Klärung, ob es sich um einen „Begründeten Verdachtsfall“ handelt zu prüfen:
 Typische Krankheitssymptome: Fieber > 38,5°C oder erhöhte Temperatur
mit Ebolafieber-typischen Begleitsymptomen (z.B. Durchfall, Übelkeit,
Erbrechen, Hämorrhagien)
 Reiseanamnese (Aufenthalt in Ebola betroffenen Gebieten in Westafrika)
 Verdacht auf Kontakt mit Ebolaviren innerhalb der letzten 21 Tage
Weitere Details sind dem ständig aktualisierten Flussschema des RKI zu entnehmen: „Hilfestellung für den Arzt in Deutschland zur Abklärung, ob ein begründeter
Ebolafieber-Verdachtsfall vorliegt“
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/EbolaSchema.pdf?__blob=publication
File
5. Hinzuziehen des Gesundheitsamtes, Beratung mit dem Behandlungszentrum
Sollte es sich um einen begründeten Verdachtsfall auf Ebolafieber handeln, ist das
örtlich zuständige Gesundheitsamt unverzüglich hinzuziehen, damit es die gemäß
Infektionsschutzgesetz (IfSG) vorgeschriebenen Ermittlungen zum Infektionsgeschehen durchführen und die erforderlichen seuchenhygienischen Maßnahmen
anordnen kann. Die Gesundheitsämter sind außerhalb der regulären Dienstzeiten
über die örtlich zuständigen Regionalleitstellen zu erreichen.
Bei Verdacht auf Vorliegen einer hochkontagiösen lebensbedrohlichen Erkrankung sollte frühzeitig ein Arzt-zu-Arzt-Gespräch mit der Sonderisolierstation 59 der
Charité Berlin (Behandlungszentrum) geführt werden, um die medizinische Indikation zur Patientenübernahme zu beraten.
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Gesundheit und
Verbraucherschutz
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Telefonische Erreichbarkeit der Infektionsmedizin der Charité Berlin:
Prof. Dr. med. Norbert Suttorp:
Dr. med. Frank Bergmann/
Dr. med. Caroline Isner:
Dringende Fälle:
Rettungsstelle Innere Medizin CVK:
Tel: 030/ 450 55 – 30 51 /-30 52
Fax: 030/ 450 55 – 39 57
Tel: 030/ 450 65 – 33 54
Tel: 030/ 450 50
Die 7 in Deutschland vorgehaltenen Spezialstationen für hochkontagiöse lebensbedrohliche Erkrankungen („Behandlungszentren“) stehen auch dafür bereit, erkrankte Helfer aus den Ebola Gebieten aufzunehmen. Der Transport und die jeweilige Verteilung wird über das Auswärtige Amt in Absprache mit der Ständigen
Kommission der Kompetenz- und Behandlungszentren (STAKOB) beim Robert
Koch-Institut und den betroffenen Bundesländern koordiniert.
6. Patiententransport in das Behandlungszentrum
Nach erfolgter Absprache zur Patientenverlegung in ein Behandlungszentrum (für
Brandenburger Patienten ist dafür die Sonderisolierstation 59 der Charité Berlin
bestimmt) ordnet die örtlich zuständige Amtsärztin/ der örtlich zuständige Amtsarzt
gemäß § 30 Abs.1 Infektionsschutzgesetz die entsprechende Absonderung an
und fordert den Einsatz des Spezialrettungswagens Infektionsschutz (RTW-I) bei
der hierfür zuständigen Regionalleitstelle Lausitz an:
Tel: 0355 / 632 – 0
Die weitere Vorgehensweise ist dort in Alarm- und Einsatzplänen hinterlegt.
Der RTW-I ist an der Rettungswache in Königs Wusterhausen stationiert und hat
eine Vorlaufzeit von bestenfalls 1 Stunde bis zum Ausrücken zum Einsatzort.
Die Sonderisolierstation der Charité benötigt 2 Stunden Vorlaufzeit bis zur Aufnahmebereitschaft.
In dringlichen Fällen kann die Entscheidung zur Durchführung des Transportes
auch auf Grundlage der medizinischen Indikation durch den Ärztlichen Leiter der
MedCrew des RTW-I im Klinikum Dahme-Spreewald GmbH (Dr. med. Frank
Mieck) oder die diensthabende ärztliche Vertretung getroffen werden. Die Pflicht
des örtlich zuständigen Gesundheitsamtes zur Durchführung der Maßnahmen
nach Infektionsschutzgesetz bleibt davon unberührt.
Mit Emailschreiben vom 15. September 2014 wurden die beteiligten Behörden,
Gesundheitseinrichtungen und weitere Stellen in den Ländern Brandenburg und
Berlin aktuell informiert über die „Vorgehensweise bei Verdacht oder Nachweis
einer hochkontagiösen lebensbedrohlichen Erkrankung (HKLE), die den Einsatz
des Spezialtransportwagens Infektionsschutz „RTW-I“ des Landes Brandenburg
erfordert“.
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7. Fachliche Unterstützung und Beratung
Erreichbarkeiten des zuständigen Referates 23 im Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV) während der Dienstzeit:
H. Dr. Widders, Referatsleiter Infektionsschutz
Tel: 0331/ 866 – 7630
Email: ulrich.widders@mugv.brandenburg.de
Fr. Schirrmeister, Referentin für Katastrophen- und Zivilschutz
Tel: 0331/ 866 – 7634
Email: gundel.schirrmeister@mugv.brandenburg.de
Fr. Dr. Seewald, Referentin für Infektionsschutz
Tel: 0331/ 866 – 7635
Email: margret.seewald@mugv.brandenburg.de
Erreichbarkeit des zuständigen Dezernates G 2 im Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV)
H. Detlef Berndt, Referatsleiter Infektionsschutz
Tel: 033702/ 71170
Email: detlef.berndt@lugv.brandenburg.de
Erreichbarkeit außerhalb der Dienstzeiten:
H. Dr. Widders, Referatsleiter Infektionsschutz
Blackberry: 0160 / 905 23 930
Es besteht außerdem die Möglichkeit über das MUGV/Referat 23 infektionsmedizinische Expertisen durch die „Epidemiologischen Einsatzgruppe“ des Landes
Brandenburg anzufordern.
Beim Robert Koch-Institut (RKI) sind ständig aktualisierte spezifische Fachinformationen und Empfehlungen abrufbar:
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/Ebola-Virus.html
Die Informationsstelle des Bundes für Biologische Sicherheit (IBBS) ist beim RKI
erreichbar:
Telefon: 030 / 18 754 – 0
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Thomas Barta
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