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Abrudern und Rudererball 2012 Was braucht ein Ruder-Club

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Abrudern und Rudererball 2012
Was braucht ein Ruder-Club? Erfolge und Harmonie! Der R.C.H.B. hat beides – wie Klaus Schönhoff
und Lars Beilfuß beim Appell zutreffend zum Ausdruck brachten. So konnten sie eine höchst positive
Bilanz präsentieren. Denn während unsere jungen Rennruderer/innen eisern trainierten und auf
den Regattabahnen Gold, Silber und Bronze scheffelten, zeigten die „gesetzteren“ Jahrgänge auf
Havel, märkischen Seen (sogar bis hin zur Elbe bei Dresden), dass der Spaß am Rudern und in der
Gemeinschaft im Verein keine Frage des Alters ist. Somit hat der Rudersport auch eine soziale
Variante.
Sonnabend kurz nach 13 Uhr. Abschied von der Rudersaison. Petrus war gnädig und ließ es erst am
Nachmittag regnen. Vier Einer (darunter unsere Ausnahme-Ruderer Fini Sturm und Daniel
Schmedes), ein Doppelzweier, fünf Vierer und der Traditionsachter gingen aufs Wasser. Mit dabei
auch ein Gig-Vierer mit Schülerinnen vom Dom-Gymnasium, die mit ihrer Lehrerin, Frau Mix, einmal
in der Woche beim R.C.H.B. rudern. Ein schönes und beeindruckendes Bild, das die ansehnliche
Flotte den Passanten entlang der Havel bot.
Am Nachmittag dann der Appell, zu dem sich die R.C.H.B.-Aktiven mit Eltern, Geschwistern und
Freunden zusammen fanden. Unter großem Beifall wurden geehrt (und mit einem schönen blauen
Badetuch mit R.C.H.B.-Aufdruck bedacht):
Bei den Kindern Karla Lang, Dominik Schmedes, Sara Deterding, Laura Franke, Joel Friesecke, Sarah
Hecht, Elias Bernhardt, Leonie Berz und Thomas Heinsohn. Ebenfalls zu den Ausgezeichneten zählte
Philipp Anhalt, der in seiner Altersklasse (13 Jahre) zu den besten Leichtgewichtsruderern
Deutschlands gehört. Er belegte auf dem Bundeswettbewerb, der inoffiziellen deutschen
Meisterschaft der 12-14 jährigen Kinder, über die Langstrecke von 3000 Metern den zweiten Platz
und sicherte sich auf der Bundesregatta über 1000 Meter im Einer den dritten Rang. Außerdem
erhielt Leonie Berz den „Christiane-Endler-Gedächtnispreis“. Er wurde bereits zum achten Mal an
eine Nachwuchsruderin vergeben - zur Erinnerung an die früh verstorbene erfolgreiche Ruderin
Christiane Endler. Deren Schwester Gabriele Stolze überreichte den Preis mit Urkunde,
Sachgeschenk und einer kleinen Geldprämie.
Auch bei den Junioren konnte der R.C.H.B. drei besonders Erfolgreiche ehren: Fini Sturm, Benjamin
Anhalt und Daniel Schmedes. Mit einer Gold- und einer Silbermedaille bei den Deutschen
Jugendmeisterschaften ist Fini das Highlight der Saison! Eine besondere Anerkennung war dann
schließlich auch die Taufe ihres nagelneuen Skiffs. Fini Sturm gab ihm den Namen „Tempestas“
(lateinisch: „Sturm“). Da ein frisch getauftes Boot mit dem Wasser Bekanntschaft machen muss,
stieg sie anschließend in den Einer und glitt in ihrer unnachahmlichen Art leicht und souverän am
Steg vorbei. Unter donnerndem Applaus!
Und nun zu den Senioren. Hier war es Tobias Oppermann, der für seine außergewöhnlichen
Leistungen geehrt wurde. Zwar konnte er an der U23-WM „nur“ als Ersatzmann teilnehmen. Aber
sein Start bei der „Henley-Royal-Regatta“ in Großbritannien beleuchtet seine Spitzenklasse
eindrucksvoll. Denn immerhin gehört diese traditionsreiche Regattastrecke, auf der seit 173 Jahren
Rennen ausgetragen werden, zu den schönsten und renommiertesten im Rudersport und ist nur
besonderen Ruder-Ereignissen vorbehalten.
Die jeweilige Laudatio für die Ruderinnen und Ruderer hielten die verantwortlichen Trainer, die
einen großen Anteil an den Erfolgen haben.
Bevor es ans Kuchenbüfett ging, dankte Klaus Schönhoff noch den Herren Schmedes und Deterding.
Und zwar stellvertretend für alle Eltern, die den R.C.H.B. auf vielfältige Art unterstützen. So steht z.
B. Herr Schmedes dem Club als Rechtsanwalt bei juristischen Problemen hilfreich zur Verfügung.
Außerdem stellte er den neunsitzigen Kleinbus (einen Fiat Ducato) vor. Eine Anschaffung, die dem
Vorstand schon lange am Herzen lag. Denn nun können Mannschaften jederzeit zu Regatten und
anderen Veranstaltungen gefahren und Boote getrailert werden.
Übrigens, der Kaffee kam vom Wirt, der Kuchen traditionell von den Mitgliedern. Auch in diesem
Jahr sind wieder Flyer verteilt worden mit der Bitte, etwas Leckeres mitzubringen. Das klappte – wie
immer - prima. Die unterschiedlichsten Torten und Kuchen hatten beste Konditoren-Qualität. Ein
großes Kompliment an die fleißigen Spender.
Bevor dann am Abend der DJ loslegte, gab’s noch ein paar Ehrungen. Und zwar für die Masters Steffi
Donner, Lissy Leue und Lars Beilfuß, der sich übrigens auch wieder als Fotograf betätigte und am
Nachmittag 500 sowie am Abend 200 Fotos schoss. Außerdem für den Trainer der Junioren Ingo
Fattroth und für das jüngste Vorstandsmitglied Florian Lorbiecki, der auch noch Regatten fährt und
Ingo bei der Betreuung der Junioren hilft, wenn dieser zeitlich verhindert ist. Ebenso wurde Kay
Schwarz gedankt für seine finanzielle Unterstützung. Er spendete dem Club ein paar neue
Kinderskulls.
Last but not least – die Männer vom Traditionsachter. Lars Beilfuß: „Sie sind immer da, wenn es
irgendwo etwas zu helfen oder zu reparieren gibt.“ Auch diesmal wieder. Karl Meinicke hatte aus
Hunderten Fotos (eigene und von vielen Mitgliedern) ein buntes Kaleidoskop zusammengestellt und
vertont. So lebte die vergangene Rudersaison – gleichermaßen für Renn- und Wanderruderer - in
„Kalles Leinwandshow“ noch einmal eindrucksvoll auf. Sogar die Fotos vom Abrudern und Appell,
die erst wenige Stunden zuvor gemacht worden waren, präsentierte er uns an diesem Abend in
seinem „Film“. Ein Tempo, das ihm so leicht keiner nachmacht. Darüber hinaus gestaltet er auch
wieder den Kalender für 2013.
Desgleichen der immer lustige Helge Hübener. Er verfügt nicht nur über ein unerschöpfliches
Reservoir an komischen Witzen. Er kann auch mit handwerklichem Geschick aus Alt Neu machen.
Wie beim Gig-Vierer „Havel“. „Det Boot war Schrott“, erzählt er. „Und dann hab’ ick allet
abjeschrubbt, jedes einzelne Loch fein säuberlich mit Kunststoff zujekleistert und wieder schön
jemacht.“ Und das alles in seiner Freizeit, denn Helge ist beruflich schwer eingespannt. Das Ergebnis:
Helge hat dem R.C.H.B. ein Wander- und Übungsboot erhalten, das sicherlich noch etliche Jahre auf
Havel und Beetzsee schwimmen und vielen Ruderinnen und Ruderern Freude machen wird.
Für diese selbstlosen Einsätze wurden Kalle und Helge unter großem Beilfall von Klaus Schönhoff
geehrt.
Doch nun zum Rudererball: Im hübsch renovierten (und voll besetzten) Clubsaal standen Getränke
auf dem Tisch. Im vorderen Raum das Büfett, das jedem Hilton-Hotel zur Ehre gereicht hätte. Schon
beim Anblick lief uns das Wasser im Mund zusammen. Sandra und Jörg Lehmann, unsere Wirtsleute,
hatten sich selbst übertroffen. Das war Spitze!!
Dann auf zum Tanz! Unser DJ spielte die ganze musikalische Palette vom schmeichel-weichen Roger
Whitaker bis hin zu rockigen Rhythmen. Und siehe da: Ruderer – und vor allem Ruderinnen – sind
auch auf dem Parkett nicht zu bremsen. Ein toller Abend. Während in den letzten beiden Jahren
beim Rudererball schon gegen Mitternacht die Lichter ausgingen, haben sich diesmal die Letzten bis
kurz nach zwei Uhr morgens amüsiert.
Alles in allem: Abrudern und Rudererball waren ein rundum würdiger und schöner Abschluss einer
Saison, auf die der R.C.H.B. stolz sein kann. Ein Dankeschön dem Vorstand als Veranstalter und allen
Helfern, und ein besonderer Dank an unseren Vorsitzenden Klaus Schönhoff und seinem
Stellvertreter Lars Beilfuß. Mit ihrer Sportbegeisterung und Vereinstreue ist der R.C.H.B. – vor allem
was die Jugendarbeit angeht – auf dem Weg in die Champions League der Ruderei. Weiter so!
Horst Lietzberg
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Seele and Geist
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