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Geschäftsbericht der CreditPlus Bank

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GESCHÄFTSBERICHT 2013
ABSATZFINANZIERUNG
Vertrauen ist wichtig für Michael Busch.
Der CreditPlus-Gebietsleiter betreut rund
350 Autohäuser im Rheinland.
E-FINANCE
Alexander Artopé von smava sieht die
Zukunft im Onlinekredit.
Was uns antreibt
ENGAGEMENT ALS GRUNDLAGE
FÜR NACHHALTIGEN ERFOLG
STANDARDS
Profil
Das Geschäftsmodell der
REFINANZIERUNG
Einlagen
Institutionelle Investoren
Banken
Privatkunden
Verbriefung von
Kundenforderungen
DIREKTGESCHÄFT
ABSATZFINANZIERUNG
Onlineshop
Point of Sale
PartnerBanking
EINKAUFSFINANZIERUNG
Internetkredite
Filialen
Automotive
KREDITFABRIK
Das Unternehmen – Kredite und mehr
CreditPlus Bank Kreditmodelle für Produkte der Branchen
Die CreditPlus Bank AG gehört über den Konsumfinanzierungs-
Automobil, Motorrad sowie Möbel und Elektrogeräte.
spezialisten CA Consumer Finance (CACF) zur französischen
Kooperationspartner im Handel sind unter anderem Apple,
Bankengruppe Crédit Agricole. Gemessen am Eigenkapital
Miele, Piaggio, Suzuki, Triumph und Viessmann. Als Tochter-
zählt Crédit Agricole zu den größten Banken Europas. Einfache,
gesellschaft der international tätigen Konsumfinanzierungs-
jedoch auch sichere und verantwortungsvolle Kreditvergabe
gruppe CACF bietet die CreditPlus Bank ihren Partnern eine
steht bei der CreditPlus Bank an erster Stelle. Darüber hinaus
hervorragende Möglichkeit, die Absatzfinanzierung auch
folgt CreditPlus dem Anspruch, ihren Kunden stets nicht nur
grenzüberschreitend mit einem hochspezialisierten Partner
attraktive Kreditmodelle, sondern auch kompetente Beratung
zu gestalten. CACF ist derzeit in 18 Ländern vertreten.
und hervorragenden Service zu bieten.
Händlereinkaufsfinanzierung
Die CreditPlus Bank ist auf Konsumentenkredite und Absatz-
Dieses Angebot richtet sich an Händler aus der Automotive-
finanzierung spezialisiert.
branche, die neue Fahrzeuge, Vorführ- und Gebrauchtwagen
finanzieren wollen. Den An- und Verkauf seiner Fahrzeuge
Absatzfinanzierung
kann der Händler dabei zu seinen Gunsten kombinieren.
Im Segment Absatzfinanzierung bietet CreditPlus ihren
Jede abgerechnete Absatzfinanzierung berücksichtigt CreditPlus
Kooperationspartnern eine auf die unterschiedlichsten
im Quartalsumsatz und errechnet eine Zinsrückerstattung für
Bedürfnisse abgestimmte Produktpalette an Kreditdienst-
den Händler. Das Besondere: Dies gilt auch für Fahrzeuge, die im
leistungen an: Gemeinsam mit Händlern erarbeitet die
Einkauf nicht über CreditPlus finanziert wurden.
CreditPlus Bank
Captive Bank
Für die Suzuki International Europe GmbH hat CreditPlus
seit 2011 die Funktion einer sogenannten Captive Bank
übernommen. Unter dem Namen Suzuki Finance ist Credit-
Die Vorteile liegen auf der Hand:
• CreditPlus trägt für den Partner das Kreditrisiko,
• bietet dem Partner die Möglichkeit, den Ratenkredit
als »Private Label«, also unter eigenem Namen, zu
Plus der Finanzierungsdienstleister für die Einkaufs- und
Absatzfinanzierung aller Suzuki-Produkte.
verkaufen,
• installiert bei den Partnerberatern integrierte Softwarelösungen, die eine schnelle und einfache Abwicklung
garantieren,
Filialgeschäft
In unseren Filialen steht die individuelle Beratung im Mittelpunkt. Integriert in ein Multi-Channel-Konzept wendet
• überlässt dem Partner eine flexible und individuelle
Preisgestaltung auf Basis eines festen Berechnungs-
sich CreditPlus hier an Kunden, die sich maßgeschneiderte
Finanzierungslösungen wünschen und persönliche Sicherheit großschreiben. Die Mitarbeiter der CreditPlus Bank
beraten – auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten –
sowohl vor Ort in der Filiale als auch telefonisch. Individuelle
Finanzierung erlaubt flexible Lösungen, so zum Beispiel
zinssatzes,
•
schickt einen Coach zum Training der Berater des
Partnerunternehmens und
• tritt wegen der Konzentration auf das Produkt Raten-
kredit nicht auf anderen Feldern als Wettbewerber des
Partners auf.
die Möglichkeit zur Sondertilgung.
Vom PartnerBanking zeigen sich immer mehr KooperationsOnlinegeschäft
partner überzeugt. Derzeit arbeiten sowohl private Banken
Bereits seit 1999 bietet die CreditPlus Bank im Internet
und Versicherungsdienste als auch Finanzinstitute aus dem
Onlinekredite an. In einfachen und verständlichen Schritten
Sparkassen- und Genossenschaftsbankensektor erfolgreich
wird der Kunde durch die Kreditantragsstrecke auf der
mit CreditPlus zusammen.
CreditPlus-Website geleitet. Dabei steht ihm für schnelle
Rückfragen eine Onlineberatung mit Live-Chat zur
Verfügung. Schaut man sich die Quellen unseres Onlinegeschäfts an, findet man eine Mischung aus Homepage,
Suchmaschinen- und Affiliate-Marketing, Vergleichen und
BERATER
CREDITPLUS
Kunde hat
Kreditwunsch
Plattformen sowie Portalgeschäft.
Seit Juni 2012 bietet die Bank darüber hinaus auch Fest-
Beratung/
Angebot
geldanlagen für private Endkunden über das Internet an.
PartnerBanking
Eingabe
Kundendaten
Seit 2003 offeriert die CreditPlus Bank ihr Spezialistenwissen in
Sachen Ratenkredit anderen Unternehmen im Finanzsektor.
Die Idee des PartnerBanking: CreditPlus übernimmt mit ihrer
Rücksprache mit
CreditPlus
Falls Entscheidung
nicht schnell und
eindeutig möglich
Kundenberater
wird eingeschaltet
»Kreditfabrik« die Produktion und das Partnerunternehmen
sorgt für den Vertrieb – unter seiner eigenen Marke, bei
Onlineentscheidung
Vertragsdruck
seinen eigenen Kunden. Dafür erhält der Partner attraktive
Provisionen.
Vertrag an die
CreditPlus Bank
PartnerBanking mit CreditPlus
Auszahlung
durch CreditPlus
STANDARDS
Profil
Das ist CreditPlus.
Sieben Eckpunkte beschreiben das Selbstverständnis
der Konsumentenkreditbank.
Die CreditPlus Bank
Gründung: 1960
Geschäftsbereiche: Absatzfinanzierung,
CreditPlus ist Spezialist.
Die CreditPlus Bank konzentriert sich ausschließlich auf das Konsumentenkreditgeschäft. Dadurch besitzt sie auf diesem Gebiet eine sehr hohe
Kompetenz und langjährige Erfahrung in allen Geschäftsprozessen.
Händlereinkaufsfinanzierung, Filialgeschäft, Onlinekredite, PartnerBanking
Vorstand: Jan W. Wagner (Vorstandsvorsitzender), Michael Euler, Heinz
Tschernisch
16 Filialen: Berlin, Bielefeld, Bremen,
Dresden, Erfurt, Essen, Frankfurt a. M.,
Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig,
Mannheim, München, Nürnberg,
Rostock, Stuttgart
CreditPlus fördert den Konsum.
Als Spezialbank für Konsumentenkredite fördern wir den privaten Konsum
und stiften volkswirtschaftlichen Nutzen.
CreditPlus gehört zu einer starken Bankengruppe.
Als Tochtergesellschaft der französischen CA Consumer Finance, die zu
einer der größten europäischen Banken gehört, sind wir dort, wo sich die
Zukunft auf internationalen Märkten entwickelt. (Nähere Informationen
zur Crédit Agricole Gruppe finden Sie auf den Seiten 102 – 105.)
Neukunden: 121.873 im Jahr 2013
CreditPlus ist kraftvoll.
Bilanzsumme: 2.768 Mio. Euro
Wachstum verpflichtet: Auch die Qualität wächst mit. Garant dafür ist die
Mitarbeiter: 544
hohe Einsatzbereitschaft und Motivation aller Mitarbeiter.
CreditPlus handelt verantwortungsbewusst.
64
KENNZAHLEN
SIEHE SEITE 64
Bei der Kreditvergabe berücksichtigen wir die individuelle Finanzsituation.
Bei finanziellen Engpässen des Kunden suchen wir mit ihm gemeinsam
eine Lösung.
CreditPlus setzt auf Partnerschaft.
Die CreditPlus Bank pflegt langfristige Partnerschaften zu beiderseitigem
Nutzen. Wir entwickeln unsere Mitarbeiter auf Grundlage einer partnerschaftlichen Führungskultur.
CreditPlus kommuniziert offen.
Wir pflegen eine offene Kommunikation. Der Austausch unterschiedlicher
Ansichten bringt uns voran.
DAS AUSFÜHRLICHE PROFIL FINDEN SIE UNTER
WWW.CREDITPLUS.DE/UEBER-CREDITPLUS/ZAHLEN-UND-FAKTEN/LEITBILD
Scannen Sie den QR-Code
ein, um zur Onlineversion
unseres Geschäftsberichts
zu gelangen.
Jan W. Wagner,
Vorstandsvorsitzender
der CreditPlus Bank
Engagement bedeutet Teilhabe.
Der Erfolg eines jeden Unternehmens steht und fällt mit dem Engagement seiner Mitarbeiter. Diese
Motivation braucht Pflege. Denn von ihrem Arbeitgeber erwarten die Mitarbeiter heute mehr als ein
regelmäßiges Gehalt. Eine zunehmende Rolle bei der Entscheidung für oder gegen einen Job spielt das
Commitment des Unternehmens – zu seinen Mitarbeitern und zur Gesellschaft.
Innerbetriebliches und soziales Engagement sind uns wichtig: Mit verschiedenen Programmen und
Projekten fördern wir beruflich engagierte Mitarbeiter. Im Rahmen unserer Initiative »Blickwechsel«
verbringen Auszubildende oder Führungskräfte eine Woche in sozialen Einrichtungen. Die Resonanz auf
die dabei gesammelten Erfahrungen ist durchweg positiv. Bei »Plus:Für Andere« unterstützen wir ehrenamtliches Engagement von Mitarbeitern sowie die Projekte, für die sie sich im Privaten einsetzen.
Wir sind stolz darauf, mit wie viel Einsatz die Menschen um uns herum – Mitarbeiter, Kunden und
Partner – Tag für Tag dabei sind. Zum Beispiel Michael Busch, der im Rheinland über 350 Autohäuser
und Motorradhändler betreut. Oder PARAVAN, ein Partner, der Mobilitätslösungen für Menschen mit
Behinderung entwickelt. Sie und viele andere haben wir in diesem Geschäftsbericht porträtiert. Gehen
Sie mit uns auf die Suche nach den Beweggründen für dieses Engagement und lernen Sie die Menschen
dahinter kennen.
Herzlichst
Ihr Jan W. Wagner
Stuttgart, den 24. März 2014
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
3
24
STAN DAR DS
2
3
8
100
102
104
106
107
107
Profil
Editorial
Highlights 2013
Filialen
Konzern
Internationale Kontakte
Glossar
Kontakt
Impressum
TITELTHEMA
DER MOTOR,
DER U NS ANTREI BT
EIN
N SPE
ECIIAL ZUM THE
EMA
»EN
NGAG EM EN
N T«
CR EDITPLUS IM MAR KT
6 Auf einen Blick
Kennzahlen 2013
14 Refinanzierung weiter optimiert
Rückblick auf das Jahr 2013
18 Wir müssen weiter am Puls der Zeit bleiben.
Ausblick: der Vorstandsvorsitzende Jan W. Wagner über
aktuelle Herausforderungen und Trends, die Ziele des
Unternehmens für das Jahr 2014 und die Bedeutung von
Engagement
20 Die Zeichen stehen auf Wachstum.
Ausblick: Vorstandsmitglied Michael Euler über aktuelle
Rahmenbedingungen der Refinanzierung und den
Stellenwert von Engagement bei CreditPlus
22 Wir greifen neue Ideen gerne auf.
Ausblick: Vorstandsmitglied Heinz Tschernisch über
aktuelle Trends im Auto- und Motorradgeschäft,
Wachstumsaussichten und Engagement im Alltag
24 Der Motor, der uns antreibt
Titelthema: Ein Special zum Thema »Engagement«
4
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
36
MOBILITÄT MÖGLICH MACHEN
Absatzfinanzierung: Andreas
Frisch verhilft Menschen zu
mehr Lebensqualität.
CR EDITPLUS U N D I H R E PARTN ER
34 Mitreißend
Absatzfinanzierung: Ralf Lenge von John Deere gibt seine
Leidenschaft für Landtechnik an andere weiter.
36 Mobilität möglich machen
Absatzfinanzierung: Andreas Frisch von PARAVAN verhilft
Menschen zu mehr Lebensqualität.
38 »Mein Ziel ist es, eine Win-win-Situation zu schaffen.«
Reportage: Gebietsleiter Michael Busch betreut rund
350 Autohäuser und Motorradhändler im Rheinland.
44 Unterwegs
Sponsoring: Thomas Ramsbacher – für den Motorradsport
und Suzuki quer durch Europa
46 Auf Menschen zugehen
Filialgeschäft: Stephanie Baierl kann sich als Kundenberaterin vollkommen entfalten.
48 Vorangehen
E-Finance: Alexander Artopé von smava sieht die Zukunft
im Onlinekredit.
50 Der Pionier
PartnerBanking: Johannpeter Halbach bietet Partnerbanken
Spezialistenwissen in Sachen Ratenkredit.
42
UNTERWEGS • Sponsoring: Thomas
46
Ramsbacher – für den Motorradsport
quer durch Europa
VORANGEHEN • E-Finance:
Alexander Artopé sieht die
Zukunft im Onlinekredit.
56
OHNE ENGAGEMENT GIBT ES
KEINEN ERFOLG.
38
Personalchefin
Beate Riepe und
Personalentwickler
REPORTAGE
Michael Maßberg im
Gespräch
MEIN ZIEL IST ES
ES, EINE WIN
WIN-WIN
WIN-SITUATION
ZU SCHAFFEN. Michael Busch betreut rund 350
Autohäuser und Motorradhändler im Rheinland.
CR EDITPLUS U N D I H R E MITAR BEITER
JAH R ESABSCH LUSS 2013
52 Auf der Überholspur
Karriere: Jochen Schmidl hat innerhalb kurzer Zeit mehr
Verantwortung übernommen.
54 Die Perspektive wechseln
Berufsausbildung: Sabrina Kehm entdeckt die Vielfalt im Job.
56 Mehr bewegen
CSR: »Plus:Für Andere« unterstützt ehrenamtliches
Engagement.
58 Ohne Engagement gibt es keinen Erfolg.
Personalchefin Beate Riepe und Personalentwickler
Michael Maßberg im Gespräch
62 Organe der CreditPlus Bank
Vorstand und Aufsichtsrat im Überblick
63 Zahlen, Daten, Fakten
Der Jahresabschluss der CreditPlus Bank
ZU R BESSER EN OR I ENTI ERU NG:
Internetverweis
Querverweis
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
5
CREDITPLUS IM MARKT
Kennzahlen
Auf einen Blick
CreditPlus 2013
0
Jahr
2009
2010
2011
2012
2013
Mio. Euro
1.929
2.182
2.504
2.336
2.312
KUNDENFORDERUNGEN (BRUTTO)
Die Forderungen an Kunden sind leicht zurückgegangen. Der in 2012 planmäßig vollzogene
Bestandsabbau hatte auch 2013 noch nachhaltigere Auswirkungen als angenommen.
0
Jahr
2009
2010
2011
2012
2013
Mio. Euro
1.033
1.083
1.113
854
913
NEUGESCHÄFT MIT KONSUMENTENKREDITEN
Wie geplant, hat die CreditPlus Bank das
Neugeschäftsvolumen im hohen einstelligen
Prozentbereich gesteigert.
0
Jahr
2009
2010
2011
2012
2013
Mio. Euro
30,4
22,4
34,0
28,9
29,8
JAHRESERGEBNIS
Das Ergebnis liegt rund 3 Prozent über dem
des Vorjahres und leicht über unserer eigenen
Prognose.
6
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
+ 20 %
+ 10 %
+8%
+ 20 %
→
Steigerung des Neugeschäftsvolumens in der Gebrauchtwagenfinanzierung
→
Steigerung des Neugeschäftsvolumens im PartnerBanking
→
Steigerung des Neugeschäftsvolumens im Filialgeschäft
→
Steigerung des Neugeschäftsvolumens im Bereich E-Finance
Entwicklung des Verbraucherindex
Zweimal im Jahr erstellt die CreditPlus Bank gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos den CreditPlus-Verbraucherindex.
Grundlage für die Berechnung bilden die Themen Entwicklung des eigenen Lebensstandards und des Haushaltsnettoeinkommens,
Anschaffungsneigung, Anschaffungspotenzial und Kaufabsichten.
105
100 %
2
104
Weiß nicht /
ohne Angabe
2
2
3
2
2
3
3
2
3
29
29
30
30
26
29
29
28
25
103
33
102
101
Ohne
Potenzial
Geringes
Potenzial
(– 624 €)
100
35
99
35
38
35
35
36
34
32
34
33
Mittleres
Potenzial
(625 – 2.499 €)
98
97
24
96
95
25
24
25
26
28
25
25
25
26
Hohes
Potenzial
(2.499 € +)
0%
2009
2010
2011
2012
2013
Febr. Sept. Febr. Sept. Febr. Sept. Febr. Sept. Febr. Sept.
2009
2010
Febr. Sept.
Febr. Sept.
2011
Febr. Sept.
2012
Febr. Sept.
2013
Febr. Sept.
VERBRAUCHERINDEX
Das Konsumklima in Deutschland befindet sich
Die Mehrheit der Konsumenten (59 Prozent) hat ein mittleres bis hohes
seit Herbst 2011 auf einem konstant hohen Niveau.
Potenzial von 625,– Euro und mehr für kurzfristige Investitionen zur Verfügung.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
7
STANDARDS
Highlights 2013
TYPISCH UNTYPISCH: CreditPlus ist laut Mitarbeitern keine gewöhnliche Bank und zeichnet sich gerade dadurch als attraktiver Arbeitgeber aus.
EmployerBrandingProjekt:
Merkmale
einer
untypischen
Bank
Ende 2012 startete die CreditPlus Bank ein Employer-BrandingProjekt mit dem Ziel herauszufinden, welche Merkmale CreditPlus
als Arbeitgeber ausmachen und mit welchen Kernbotschaften die
Bank diese kommuniziert.
Zu diesem Zweck befragte die Agentur
Mittelpunkt steht. Außerdem bestätigten
Köhler Mitarbeitergruppen zu ihrer Einstel-
sie, dass der einzelne Mitarbeiter im
lung und ihren Erfahrungen mit CreditPlus
Rahmen seiner Aufgabe Freiräume habe,
als Arbeitgeber. Die Auswertung ergab,
Verantwortung erhalte und die Möglichkeit
dass CreditPlus eine eher untypische Bank
zur Entfaltung bekäme.
ist. Sie zeichnet sich durch einen vergleichsweise lockeren Umgang unter Mitarbeitern,
Arbeitgebermarke passt zum Profil
eine hohe Kompetenz, Offenheit für Neues
Die Ergebnisse gehen überein mit dem
und ein gutes Betriebsklima aus. Die Teil-
Profil und der für die Kundenansprache
nehmer der Befragung waren sich einig,
entwickelten Marke. CreditPlus wird die
dass bei CreditPlus der Mensch im
herausgearbeiteten Kernbotschaften künftig einsetzen, um Bewerber und Interessenten gezielter anzusprechen. Die Kreativlinie
der Agentur Köhler unterstreicht diese
Kommunikation auch visuell. »Durch die
neue Arbeitgebermarke positionieren wir
die CreditPlus Bank besser und zielgerichteter als attraktiven Arbeitgeber«, zeigt sich
der Vorstand zuversichtlich. »Angesichts
des demografischen Wandels, der den Wettbewerb um gut ausgebildete Arbeitnehmer
weiter verschärfen wird, sehen wir uns so
für die Zukunft gut aufgestellt.«
S. 58 INTERVIEW MIT DER PERSONALLEITUNG
UND -ENTWICKLIUNG
8
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
»Plus:Für Andere« – Hilfe
für ehrenamtliche Helfer
Jan W. Wagner Vorstandsvorsitzender des Bankenfachverbands
CreditPlus fördert lokale Initiativen. Verantwortungs-
Der Bankenfachverband hat am 8. Mai 2013 in München einen neuen
bewusstes Handeln spielt im Unternehmensprofil
Vorstand gewählt. Den Vorsitz hat Jan W. Wagner, Vorsitzender des
von CreditPlus ein große Rolle. Im Jahr 2013 dehnte
Vorstands der CreditPlus Bank, übernommen. Wagner ist seit 2007
die Spezialbank für Konsumentenkredite ihr sozi-
Mitglied im Verbandsvorstand und folgt auf Gerd Schumeckers
ales und kulturelles Engagement weiter aus und rief
(Santander Consumer Bank AG). »Es ist für uns als CreditPlus Bank
das Programm »Plus:Für Andere«
eine schöne Bestätigung, dass man mich in dieses Amt gewählt hat«,
zur Förderung ehrenamtlicher
so Wagner. Der Bankenfachverband repräsentiert rund 60 Kredit-
Initiativen ins Leben. Mit einer
banken mit über 40.000 Mitarbeitern in Deutschland. Das entspricht
Gesamtsumme von 6.000 Euro
über 50 Prozent des deutschen Konsumentenkreditmarkts.
jährlich unterstützt sie je drei
Mitarbeiterprojekte und drei externe Vereine, die
regionale, gemeinnützige Arbeit leisten.
S. 56 VORSTELLUNG DER MITARBEITERPROJEKTE
Schäuble-Vortrag: »Vertrauen ist elementar.«
Gewitzt, souverän und optimistisch zeigte sich Finanzminister Wolfgang Schäuble bei
einem Gastvortrag am 12. Juli 2013 an der Universität Hohenheim. Unter dem Titel
»Vertrauen durch einen neuen Ordnungsrahmen« sprach er über die essenzielle Rolle von
Vertrauen im Finanzsektor und stellte die Finanzmarktpolitik der Bundesregierung vor.
Durch die Finanz- und Staatsschuldenkrise sei der Wirtschaft einer ihrer wichtigsten
Pfeiler verloren gegangen: das Vertrauen der Anleger und Bürger. Nun liege es in den
Händen der Politik, so Schäuble, dieses Vertrauen wiederherzustellen. Die Regulierung
Ein bunt gemischtes Publikum folgte in
der Universität Hohenheim aufmerksam
den Ausführungen Wolfgang Schäubles.
der Finanzmärkte sei Schwerpunkt der Finanzpolitik geworden. In einer lebhaften Diskussionsrunde beantwortete der Bundesminister sachlich und verständlich die kritischen
Fragen der Anwesenden. Im Anschluss fanden sich die Zuhörer zu einem Empfang im
Schloss Hohenheim ein. Diesen hatten CreditPlus und Stuttgart Financial gesponsert.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
9
STANDARDS
Quo vadis,
Direktgeschäft?
Open-SpaceForum erörterte
Zukunftsstrategien.
Die CreditPlus Bank
verfügt über ein erfolgreiches Geschäftsmodell
für das Direktgeschäft,
das einen großen Teil
zum Ertrag der Bank
beisteuert. Wie dieses
Erfolgsmodell auch
zukünftig weiter gut im
Wettbewerb zu positionieren ist, erörterten
CreditPlus-Mitarbeiter
im Rahmen einer OpenSpace-Konferenz.
10
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Highlights 2013
Vom 13. bis 15. September 2013 trafen sich
in Frankfurt über 100 CreditPlus-Mitarbeiter mit dem Ziel, neue Ideen und Impulse
für das Direktgeschäft zu entwickeln.
Die Rolle des Internets als Kommunikationskanal und die Zusammenarbeit mit
Vergleichsplattformen gehörten zu den
wichtigsten Themen.
Neben Mitarbeitern der Bereiche Zentraler Kunden-
Kess zeichnet sich
durch einfache
Bedienung und neue
Softwarefunktionen
aus. Die Landingpage
ist der webbasierte
Einstieg in das neue
Krediterfassungssystem.
Kess kommt an.
Neues Frontend bewährt sich. Bereits zum Jahresbeginn 2013 hatte
die CreditPlus Bank den rund 4.300 Händlern aus dem Bereich
Automotive das neue Krediterfassungssystem Kess zur Verfügung
service, Filialgeschäft und E-Finance Marketing waren
gestellt. Seit Juni 2013 nutzen auch die ca. 8.000 Elektro- und
auch Mitarbeiter aus angrenzenden Bereichen einge-
Möbelhändler das Programm. Die Rückmeldungen sind positiv.
laden, ihre Fachkompetenz einzubringen. Mit viel
»Der Handel lobt die Schnelligkeit und Benutzerfreundlichkeit«,
Engagement und Kreativität diskutierten die Arbeits-
sagt Klaus Tragesser, Direktor und stellvertretender Leiter Absatz-
gruppen Themenkomplexe wie Arbeits- und Öffnungs-
finanzierung der CreditPlus Bank.
zeiten, die Bearbeitung der Onlinekreditanfragen, die
Optimierung der Software, die Telefonie in den Filialen
sowie den Datenaustausch mit Vergleichsportalen.
Unter den Teilnehmern gab es positive Resonanz
zu Format und Inhalten. Sie lobten die entspannte
CreditPlus fördert
Institut Français Stuttgart.
Atmosphäre ebenso wie die Bereitschaft der Teilneh-
Kooperation auf Gegenseitigkeit. Für zunächst
mer, Lösungsansätze zu entwickeln und Verände-
zwei Jahre hat CreditPlus dem Institut Français
rungen mitzugestalten. Auch Stefan Wiedemann,
(IF) in Stuttgart und den »Französischen Wochen«
Leiter des Filialgeschäfts bei CreditPlus, äußerte sich
Unterstützung zugesagt. Im Gegenzug profitiert
zufrieden über den Verlauf der Veranstaltung: »Es
die Bank vom regionalen französischen Netzwerk
liegen spannende und arbeitsintensive Tage hinter
und kann das neue Gebäude des IF für Meetings
uns, die uns gezeigt haben, in welchen Bereichen wir
und Events nutzen.
an uns arbeiten müssen.« Im nächsten Schritt gehe es
darum, gemeinsam mit dem Vorstand zu entscheiden,
Es liegen
spannende
und arbeitsintensive
Tage hinter
uns!
welche Themen CreditPlus aufgreifen und weiter verfolgen solle.
Dabei spiele die Abschätzung von
notwendigem Aufwand und zu
erwartendem Ertrag eine wichtige
Rolle.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
11
STANDARDS
Highlights 2013
SEPA
Rund 100 Mitarbeiter nutzten die
Gelegenheit, sich umfassend über
die Neuerungen zu informieren.
Am 20. Juni kamen weitere 60 Mitarbeiter in Offenbach zu einer ähn-
Optimal vorbereitet
lichen Informationsrunde zusammen. Die Rückmeldungen fielen
durchweg positiv aus. Die Teilnehmer lobten die anschauliche und
2014 tritt der neue innereuropäische
Zahlungsverkehr in Kraft. Die Umstellung
auf SEPA betriff t jeden Kontoinhaber, ob
Unternehmen oder Privatperson – und
natürlich jede Bank. CreditPlus nutzte das
zurückliegende Jahr, um ihre Mitarbeiter
frühzeitig auf SEPA vorzubereiten.
Die ersten Informationsveranstal-
abwechslungsreiche Darstellung,
tungen zum Thema SEPA fanden
die das vielschichtige Thema
bereits im Oktober 2012 statt. In
beleuchtete.
diversen Workshops und Informationsrunden wurde SEPA vorge-
Die Veranstaltungen boten fun-
stellt, außerdem wurden die Aus-
diertes fachliches Wissen zur
wirkungen für die CreditPlus Bank
Bedeutung des Projekts aus Sicht
erläutert. Anfang April 2013 lud
der CreditPlus Bank. Im Anschluss
die CreditPlus Bank in Stuttgart zu
an die Präsentationen bestand die
einer ersten großen Mitarbeiter-
Möglichkeit zur Diskussion, von der
veranstaltung über SEPA und das
die Teilnehmer regen Gebrauch
CreditPlus Bank SEPA-Projekt ein.
machten. Um die Informationen
aus beiden Veranstaltungen auch
in die Filialen zu transportieren,
integrierte die Gesamt-FilialleiterKonferenz am 27. Juni die Inhalte
zum Thema SEPA ebenfalls in ihr
Programm.
ENGAGIERTE REDNER,
KONZENTRIERTE ZUHÖRER:
Die Informationsveranstaltungen
zur SEPA-Einführung stießen
auf großes Interesse bei den
CreditPlus-Mitarbeitern.
12
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Diese Karte ist von Google Maps (fürdas Layout farblich verändert) und
wie alle Karten urheberrechtlich geschützt. Die Kosten für die Nutzung
ermitteln wir gern, wenn die Karte Verwendung finden wird.
Umzug ins Quadrat:
CreditPlus-Filiale in Mannheim
D7
Großzügige Räume, zentrale Lage. Die CreditPlus-Filiale Mannheim
ist in die Innenstadt umgezogen. Im Quadrat D7 3-4 ist das siebenköpfige Team um Filialleiter Marcus Sattler noch besser zu erreichen.
»Wir freuen uns, dass wir unsere Filiale für unsere Kunden vergrößern konnten«, so S r. »In dieser Toplage werden wir künftig noch
mehr Interessierte in unserem Haus begrüßen.« Die Mannheimer
Kartendaten © 2014 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google
Kreditexperten betreuen zurzeit rund 27.000 Kunden.
Zwanzigjähriges Jubiläum:
Filiale Rostock
Seit 1993 ein Team. Filialleiter Heiko Hannemann und seine
engagierte Rostocker CreditPlus-Mannschaft blicken auf
zwei Jahrzehnte erfolgreiche Zusammenarbeit zurück:
Gemeinsam haben sie viele Herausforderungen gemeistert.
Zu Beginn ihrer Tätigkeit war CreditPlus noch ein mittelständisches Bankhaus mit dem Portfolio einer Universalbank.
Seit der Spezialisierung auf Konsumentenkredite sind die
Aufgaben neu verteilt. Die Beratung und alle Prozesse sind
auf dieses Produkt ausgerichtet.
Bereits im Sommer startete die SEPA-Test-
61 Anwendungen) haben sich ausgezahlt:
mit zusätzlichem Personal im Zahlungs-
phase bei CreditPlus. Parallel dazu begann
Die einzelnen Rollouts konnten planmäßig
verkehr, in der Mahnbearbeitung und im
das SEPA-Team mit den Vorbereitungen auf
durchgeführt werden, aufgetretene Fehler
Servicecenter.
den Rollout und die Post-Production-Phase.
und Probleme ließen sich ohne große
Rollout-Pläne machten die Risiken schon im
Beeinträchtigungen oder Störungen der
Die erfolgreiche Umsetzung des SEPA-
Vorfeld sichtbar. Die intensiven Vorbereitun-
Produktion bereinigen. Für die Anlauf-
Projekts hat bewiesen, dass die CreditPlus
gen und getroffenen Risikomaßnahmen
phase machte sich CreditPlus auf Mehr-
Bank in der Lage ist, große Herausforderun-
des SEPA-Rollout-Marathons (insgesamt
belastungen gefasst und plante frühzeitig
gen erfolgreich zu bewältigen.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
13
CreditPlus-Vorstand
Michael Euler,
Jan W. Wagner (Vorsitz)
und Heinz Tschernisch
(von links nach rechts)
Rückblick
CREDITPLUS IM MARKT
REFINANZIERUNG
WEITER
OPTIMIERT
SELBSTFINANZIERUNGSQUOTE LIEGT BEI KNAPP
100 PROZENT.
Europa rückt enger zusammen. Daraus resultierten in den zurückliegenden Monaten mit der
Umstellung auf SEPA und der Vorbereitung auf
Basel III die größten Herausforderungen. Bis zum
Jahresende nahm die Umstellung von Systemen
und Prozessen einen Großteil der Ressourcen in
Anspruch. Im Konzern entwickelte die CreditPlus
Bank ihre Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft CA Consumer Finance weiter.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
15
CREDITPLUS IM MARKT
A
Rückblick
REGULATORISCHE ANFORDERUNGEN:
FLEXIBEL REAGIEREN
Funktionen und koordinieren die Aktivi-
bewies CreditPlus bei der aufwendigen Umstellung auf das neue
Zusätzliche Anstrengungen kamen auf die
nicht leicht, einen gemeinsamen Nenner
Zahlungsverkehrssystem SEPA. Ab 2014 ist
CreditPlus Bank durch neue regulatorische
zu finden«, berichtet Wagner. »Gerade als
es für alle europäischen Länder verpflich-
Vorgaben zu. »Es ist nicht allein das Regel-
es um einheitliche Prozesse und Definiti-
tend. Die Einführung des SEPA-Standards
werk, das wir bewältigen müssen, sondern
onen ging, wurden nationale und kul-
gestaltete sich komplex: Bedingt durch die
auch seine grundsätzlich sehr späte Fest-
turelle Unterschiede augenfällig. Mit dem
Spezialisierung auf das Konsumentenkre-
legung«, berichtet Vorstand Michael Euler.
Ergebnis sind wir nun aber zufrieden. Die
ditgeschäft mussten alle auf die CreditPlus
»Das hängt in erster Linie damit zusam-
Zusammenarbeit mit der Muttergesell-
Bank zugeschnittenen Systeme einzeln
men, dass diese Anforderungen auf multi-
schaft hat sich noch einmal intensiviert.«
angepasst werden. »Hier ist uns ein großer
nationaler Ebene geplant, diskutiert und
Kraftakt gelungen. Dieser bedurfte eines
durchgeführt werden. Damit erhöht sich
hohen Engagements aller Beteiligten, aber
letztlich der Druck auf unsere Mitarbeiter,
BASEL III:
OPTIMIERUNG DER REFINANZIERUNG
wir sind daraus als Team gestärkt hervor-
gerade weil sie flexibel auf alle Eventuali-
»Im Bereich der Bankenaufsicht gab es
gegangen«, bewertet Jan W. Wagner, Vor-
täten vorbereitet sein müssen.«
zwei weitere große Themen, die das Jahr
usdauer und Durchsetzungswillen
standsvorsitzender der CreditPlus Bank,
täten der Tochtergesellschaften. »Es war
2013 geprägt haben«, so Wagner. »Zum
einen die Umsetzung der novellierten
auf SEPA nutzte CreditPlus, um unter-
CORPORATE CENTER:
KONZERNWEITE ZUSAMMENARBEIT
schiedliche Frontend-Systeme im Betrieb
Auch die weitere Integration der CreditPlus
auf Basel III entsprechend der Kapital-
zu reduzieren und zu vereinheitlichen.
Bank in den Gesamtkonzern war mit der
anforderungen und konzerneigenen Vor-
Damit ergeben sich künftig funktionale
Etablierung neuer Standards verbunden.
stellungen.« Bei der Refinanzierung nach
Verbesserungen für Partner und End-
Das Ziel war es, die Tochterunternehmen
Basel III verfolgte CreditPlus das Ziel, sich
kunden im Bereich PartnerBanking und
europaweit durch die Einrichtung eines
von einer konzerninternen Refinanzierung
Absatzfinanzierung. »Wir sind froh, diese
Corporate Centers konformer aufzustellen.
Schritt für Schritt zu lösen. »Das ist uns
Hürde genommen und erfolgreich zum
Wesentliche Dienstleistungsbereiche wie
gelungen. Die Selbstfinanzierungsquote
Abschluss gebracht zu haben«, sagt Vor-
Finanzen, Risikomanagement, Audit und
liegt bei knapp 100 Prozent«, berichtet
stand Heinz Tschernisch.
Vertrieb verfügen nun über zentrale
Michael Euler. Dafür baute CreditPlus die
den Umstellungsprozess. Den Wechsel
MaRisk, zum anderen die Vorbereitung
Im Jahr 2013 erzielte die CreditPlus
Bank in nahezu allen Geschäftsbereichen deutliche Zuwächse.
0
0
Jahr
2009
2010
2011
2012
2013
Jahr
2009
2010
2011
2012
2013
Mio. Euro
1.033
1.083
1.113
854
913
Mio. Euro
30,4
22,4
34,0
28,9
29,8
NEUGESCHÄFT
16
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
JAHRESERGEBNIS
bestehenden Refinanzierungsquellen
Ratenkredite online angeboten haben«, so
motivierend und beeindruckend, mit
weiter aus – schwerpunktmäßig das Ein-
Jan W. Wagner. »Inzwischen hat sich das
welchem Engagement die Teilnehmer
lagengeschäft. Das galt sowohl für den
natürlich geändert.« Im zurückliegenden
nach zukunftsweisenden Antworten
privaten als auch den institutionellen
Jahr stellte die CreditPlus Bank daher
gesucht haben«, resümiert Jan W. Wagner.
Sektor. »Im Juli 2013 haben wir unsere
entscheidende Weichen, um die eigene
»Die Konferenz eröff nete uns einen offenen
zweite ABS-Transaktion über brutto
Wettbewerbsfähigkeit in diesem Segment
Raum für Diskussionen. Jeder konnte sich
400 Millionen Euro in den Markt gebracht,
zu stärken. Dabei setzte sie nicht auf ein
völlig unabhängig von der Hierarchie
diesmal auf der Basis von Automotive-
kleines Gremium von Experten, das Ideen
einbringen. Das ist ein überzeugendes
Forderungen und mit einem Fixkupon.«
und Strategien ausarbeitete, sondern auf
und innovationsförderndes Modell.« Die
Zufrieden zeigt sich Euler mit der Risiko-
ein neues Format.
überwältigende Resonanz und eine Vielzahl greifbarer Resultate bestärken den
steuerung: »Das lief besser, als wir es
Vorstand darin, die Ideen und Vorschläge
mit deutlich mehr Risikosituationen
OPEN SPACE:
ZUKUNFTSWEISENDE IMPULSE
gerechnet. Dass wir in dieser Hinsicht so
Alle Mitarbeiter des Direktgeschäfts und
einzubinden. Weitere Open-Space-Konfe-
positiv überrascht wurden, hängt auch
aus angrenzenden Bereichen hatten auf
renzen sind bereits in Planung. Der Vor-
mit der guten konjunkturellen Entwick-
einer dreitägigen Open-Space-Konferenz
stand weiß aber auch: »Ohne Engagement
lung in Deutschland zusammen.«
die Chance, sich in die Strategieentwick-
würde eine solche Veranstaltung nicht
lung aktiv einzubringen. Mehr als Hundert
funktionieren.«
erwartet hatten«, erläutert er. »Wir hatten
ONLINEMARKT:
VOM WACHSTUM PROFITIEREN
beteiligten sich daran. Wie lassen sich
Ein wichtiges Standbein der CreditPlus
Endkunden bei Onlineanfragen schneller
Bank ist der Onlinemarkt für Konsumen-
beurteilen? Wie sind Kundenwünsche
tenkredite. Dieser ist durch weiterhin
besser zu bedienen und welche Daten sind
hohe Wachstumsraten gekennzeichnet.
dazu notwendig? Diese und andere Fragen
»Wir waren eine der ersten Banken, die
prägten die Veranstaltung. »Ich fand es
der Mitarbeiter künftig noch intensiver
Kreditbedürfnisse und Kreditfähigkeit der
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
17
WIR MÜSSEN
WEITER AM PULS
DER ZEIT BLEIBEN.
Ausblick
CREDITPLUS IM MARKT
DIE VERÄNDERUNG DER ALTERSSTRUKTUR STELLT
UNS VOR GROSSE HERAUSFORDERUNGEN.
Vorstandsvorsitzender Jan W. Wagner über aktuelle Herausforderungen und Trends, die Ziele
des Unternehmens für das Jahr 2014 und die Bedeutung von Engagement bei CreditPlus
Herr Wagner, der Ifo-Geschäftsklimaindex
Die CreditPlus Bank als Spezialbank ist
Der aktuelle Geschäftsbericht steht unter
stieg zum Ende des zurückliegenden Jahres
auf diesen Markt angewiesen. Lässt sich
dem Leitthema »Engagement«. Muss ein
überraschend deutlich. Auch die aktuelle
die Nachfrage beleben?
Unternehmen wie CreditPlus seine Mitar-
Lage schätzen die Unternehmen besser
Ja, das können wir. Zum Beispiel, indem
beiter zum Engagement motivieren? Oder
ein als erwartet. Sind die Deutschen in
wir bestimmten Branchen eine Verkaufs-
ist das bereits vorhanden?
Konsumlaune?
förderung per Absatzfinanzierung anbie-
Ich glaube, dass tief in jedem Menschen
Das Konsumklima ist seit Herbst 2011 auf
ten. Erinnern Sie sich an die Situation der
die Bereitschaft da ist, für etwas zu bren-
einem konstant hohen Niveau. Diejenigen,
Motorradbranche zu Beginn der 1990er-
nen. Es liegt aber am Unternehmen, ihn
die Geld zur Verfügung haben, investieren
Jahre? Damals war es unüblich, Motorräder
mitzunehmen. Dafür muss ich ihn über
gerne in Sachwerte wie beispielsweise
zu finanzieren. Heute ist es eine Selbstver-
alle wesentlichen Unternehmensbelange
Immobilien. Das betriff t aber nicht die
ständlichkeit. Das war eine Pionierleistung
informieren und vermitteln, dass seine
Mehrzahl der Deutschen. Im Gegenteil –
von CreditPlus! Es gibt Produkte, für die die
Leistung sinnvoll und wichtig ist. Kommu-
neu geschaffene Arbeitsplätze sind oft im
älter werdende Bevölkerung verstärkt
nikation ist also genauso bedeutend wie
Niedriglohnsektor angesiedelt. Ein Kon-
Finanzierungen in Anspruch nehmen
Wertschätzung. Dies sind Grundvoraus-
sumentenkredit kann hier keine Wunder
wird – höherwertige Brillen oder Hörgeräte
setzungen für Engagement. Außerdem
bewirken. Viele Verbraucher wären gar
zum Beispiel. Wir müssen uns an diesen
muss der Mitarbeiter die Chance bekom-
nicht in der Lage, die Rückzahlung eines
Bedürfnissen orientieren, weiter am Puls
men, sich und seine Ideen einbringen zu
solchen Kredits zu gewährleisten.
der Zeit bleiben und Trends antizipieren.
können. Beispielsweise im Rahmen von
Welche Rolle spielt dabei die demografische
Welche Ziele leiten Sie durch das Geschäfts-
Open-Space-Konferenzen. Das haben wir
Entwicklung?
jahr 2014?
bereits mehrfach ausprobiert – und waren
Die Veränderung der Altersstruktur stellt
Nach Abschluss der SEPA-Umstellung ste-
mit dem Ergebnis immer sehr zufrieden.
uns vor große Herausforderungen. Wir
hen für 2014 wieder Projekte an, mit denen
Gibt es etwas, für das Sie sich außerhalb
wissen alle, dass das Konsumverhalten der
wir an Effizienz gewinnen wollen. Insbe-
der CreditPlus Bank engagieren?
20- bis 40-Jährigen anders ist als das der
sondere im Bereich des Filial- und Internet-
Ja, ich engagiere mich zum Beispiel im
40- bis 60-Jährigen. Diesem Thema müssen
geschäfts. Ein weiterer Schwerpunkt liegt
Rotary Club. Dort fördern wir über die
wir uns in den nächsten Jahren widmen
auf der Refinanzierung bzw. Eigenfinan-
Stiftung eine Reihe von sozialen Projekten
und unser Geschäftsmodell daran ausrich-
zierung. Wir werden das private Einlagen-
und unterstützen Berufseinsteiger.
ten. Aktuell erkennen wir noch keine
geschäft und das Geschäft mit institutio-
Veränderung der Konsumnachfrage durch
nellen Investoren weiter ausbauen. Auf
die demografische Entwicklung. Vielmehr
diesem Wege erhoffen wir uns nachhaltige,
stellen wir fest, dass der Konsumenten-
aber auch günstige Refinanzierungsquel-
kreditbestand in Deutschland nahezu
len. Weiterhin ist es für uns wichtig, im
stagniert – und das trotz positiver Kon-
Risikomanagement »state of the art« zu
sumstimmung.
bleiben.
Belebung der Nachfrage:
Jan W. Wagner orientiert
sich an den Bedürfnissen
der Kunden.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
19
DIE
ZEICHEN
STEHEN
AUF
WACHSTUM.
Ausblick
CREDITPLUS IM MARKT
WIR KÖNNEN UNS VOR ALLEM DURCH UNSEREN
GUTEN SERVICE POSITIONIEREN.
Vorstandsmitglied Michael Euler über aktuelle Rahmenbedingungen der Refinanzierung und
den Stellenwert von Engagement bei CreditPlus
Die Prognosen für das Jahr 2014 sind
Rahmenbedingung. Die Anforderungen
Allerdings dürfte die Zinsstrukturkurve
vielversprechend. Stehen die Zeichen auf
betreffen sowohl die Kapitalseite als auch
langsam wieder steiler werden.
Wachstum?
die kurzfristige Liquidität und verteuern
Engagement über das normale Maß
Nicht nur das Geschäftsklima, auch das
absehbar die Refinanzierung. In diesem
hinaus: Erleben Sie das auch außerhalb
Konsumklima, also der private Verbrauch,
Rahmen wollen wir weiterhin möglichst
von Projekten wie der SEPA-Umstellung?
entwickelt sich auf hohem Niveau weiter.
unabhängig von konzerninternen Quellen
Das Engagement in der gesamten Bank
Ich erwarte eine deutlich steigende gesamt-
agieren, also unsere Selbstfinanzierungs-
– und damit meine ich wirklich alle – ist
wirtschaftliche Leistung in Deutschland.
quote nahe bei 100 Prozent halten. In die-
aus meiner Sicht überdurchschnittlich.
Auch 2014 werden wir gegenüber anderen
sem Jahr werden institutionelle und pri-
Zu einem bestimmten Teil lässt sich das
Ländern der Eurozone das Zugpferd für
vate Einlagen für uns noch wichtiger. Der
sicherlich auf unsere Größe zurückführen.
die Konjunktur sein. Dementsprechend
Anteil privater Einlagen wird sich mittel-
In einer relativ kleinen Bank wie CreditPlus
optimistisch sind wir als Bank.
fristig sogar mehr als verdoppeln. Darüber
ermöglichen es die Strukturen, dass jeder
Insgesamt also rosige Aussichten für die
hinaus wollen wir natürlich die Ausfall-
praktisch jeden kennt. Gerade diese Nähe
CreditPlus Bank?
risiken weiter so gut im Griff behalten wie
macht viel aus. Das wird spätestens beim
Generell schon, wir haben den im Jahr 2012
derzeit. Diese gesamte Entwicklung wird
überdurchschnittlichen Einsatz unserer
vorgenommenen Forderungsabbau im
allerdings auf die Profitabilität drücken
Mitarbeiter in der täglichen Arbeit sichtbar.
vergangenen Jahr zum Teil wieder kompen-
und unsere Ertragslage 2014 belasten.
Die meisten in unserem Team arbeiten sehr
siert. Auch für 2014 stehen die Zeichen wei-
Welche Rolle spielt in diesem Kontext die
ergebnisorientiert – und nicht nach der
ter auf Wachstum, aber das gilt natürlich
Zinspolitik der Europäischen Zentralbank?
Stechuhr.
für die unmittelbare Konkurrenz genauso.
Wenn die derzeit sehr weit geöffneten
Darf die CreditPlus Bank dieses Engage-
Andere Banken sind gewachsen, als wir
Schleusen der europäischen, aber auch der
ment bei ihren Mitarbeitern voraussetzen?
geschrumpft sind – CreditPlus ist nun ein-
amerikanischen Geldpolitik erste Anzei-
Ganz sicher nicht – Engagement ist niemals
mal nicht allein auf dem Markt. Ich glaube
chen einer Verengung zeigen, werden die
per Vertrag einzufordern. Der Impuls für
aber, dass wir uns trotz eines etwas kleine-
Märkte reagieren. Das ließ sich schon an
Engagement muss immer vom Einzelnen
ren Portfolios vor allem durch unseren
den Börsen des letzten Quartals 2013 erken-
ausgehen oder zugelassen werden. Das
Service positionieren können. Das bietet
nen. Tendenziell werden sich die stark um-
geschieht nur, wenn man Spaß an der Sache
eine gute Ausgangsposition für die kom-
worbenen Einlagen für die Banken verteu-
hat und sich mit Menschen umgeben kann,
menden Monate und Jahre.
ern, die Zinsen werden steigen. Damit wird
die authentisch sind.
Welche Ziele haben Sie für Ihren Verant-
Druck auf die Zinssätze im Kundengeschäft
wortungsbereich definiert?
entstehen, die Margen müssen also eher
Die bedeutendste Herausforderung wird
schrumpfen. Die Zinspolitik der EZB spielt
sein, das Wachstum des Kundengeschäfts
insofern eine Rolle, als dass sie die Zinsen
mit entsprechenden Refinanzierungsmit-
im Geldmarkt direkt, aber auch langfristig
teln zu ermöglichen. Die vollständige
indirekt, deutlich beeinflusst. Solange
Einhaltung neuer regulatorischer Anfor-
wir keine Sprünge in der Zinslandschaft
derungen ist hier eine wesentliche
erleben, lässt sich das aber beherrschen.
SEPA-Umstellung vollendet:
Michael Euler zeigt sich
zufrieden mit dem Engagement
der Mitarbeiter.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
21
CREDITPLUS IM MARKT
Ausblick
SO KÖNNEN WIR AUCH
AUF MARKTVERÄNDERUNGEN
GANZ SCHNELL REAGIEREN.
Heinz Tschernisch ist viel unterwegs – bei Partnern in ganz Deutschland. Ein Gespräch mit dem
CreditPlus-Vorstand über aktuelle Trends im Auto- und Motorradgeschäft, Wachstumsaussichten
und Engagement im Alltag
22
Der Absatz von Pkws war im vergange-
Frontend-System, das die Händler für ihre
sich auch außerhalb ihrer täglichen Arbeit
nen Jahr leicht rückläufig. Wie war der
Anfragen nutzen, der Rollout zunächst auf
mit ihren Ideen einbringen. Und natürlich
Geschäftsverlauf im Automotivebereich
das gesamte Automotive- und später auf
versuchen wir dann, diese Vorschläge,
bei CreditPlus?
das Warenfinanzierungsgeschäft. Über das
soweit es möglich und sinnvoll ist, umzu-
Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte
gesamte Jahr sind wir in allen Teilmärkten
setzen. Darüber hinaus sehe ich auch das
konnten wir eine deutliche Belebung im
gewachsen, obwohl wir einer anspruchs-
persönliche Engagement unserer Mitar-
Autogeschäft feststellen. Die Neuzulas-
vollen Konkurrenz und einem harten Kon-
beiter außerhalb des Unternehmens sehr
sungen insgesamt haben zwar weiter abge-
ditionenwettbewerb ausgesetzt waren.
positiv – sei es im sozialen Bereich oder in
nommen, aber die CreditPlus Bank lebt ja
Dafür haben wir viel getan. Natürlich
Vereinen. Es ist uns sehr wichtig, auch
eher vom Handel mit Gebrauchtwagen.
haben wir auch Maßnahmen getroffen, um
dieses Engagement zu fördern.
Wir haben einen Hersteller im Portfolio,
diese Entwicklung zu forcieren – in der
Wie sieht Ihr persönliches Engagement
mit dem wir im Neuwagengeschäft eng
Absatzfinanzierung im Automotive-
außerhalb von CreditPlus aus?
kooperieren. Im Gebrauchtgeschäft arbei-
bereich und in der Warenfinanzierung,
Ich habe meinen Lebensmittelpunkt in
ten wir in allen Herstellerbereichen. Hier
aber auch im PartnerBanking.
einer Kleinstadt. Ohne bürgerliches Enga-
gibt es Marktgewinner und Marktverlierer,
Wo liegen Ihre Wachstumsambitionen für
gement läuft da gar nichts. Bei uns in der
aber es ist uns gelungen, unsere Chancen
die kommenden Monate?
Nachbarschaft müssen alle mit anpacken,
wahrzunehmen.
Im Absatzfinanzierungsgeschäft wollen
wenn beispielsweise eine Aktion im Kin-
Wie sieht es am Motorradmarkt aus?
wir in allen Märkten wachsen – insgesamt
dergarten ansteht. Diese Art von Engage-
Der Motorradmarkt hat im letzten Jahr
um knapp zehn Prozent. Im PartnerBan-
ment ist sehr belebend und fördernd für
erfreuliche Belebungstendenzen gezeigt.
king rechnen wir mit einem Wachstum
die Gemeinschaft. Da bin ich gerne dabei.
Nach langen Jahren mit rückläufigen
von knapp sieben Prozent. Auch für die
Zulassungszahlen sehen wir erstmals
Händlerfinanzierung planen wir ein
wieder eine positive Entwicklung. Generell
knapp zweistelliges Wachstum. Wir sind
ist es so, dass die europäischen und anglo-
ein Unternehmen mit mittelständischen
amerikanischen Hersteller deutlich mehr
Strukturen und als solches nehmen wir für
Marktanteile gewonnen haben, während
uns in Anspruch, schnell auf Marktverän-
die östlichen oder fernöstlichen Marken
derungen reagieren zu können. Wir sehen,
tendenziell eher verloren haben. In Summe
dass die Händler uns als Partner brauchen.
ergibt sich ein leicht positives Wachstum
Das ist eine gute Ausgangssituation. Inso-
von knapp zwei Prozent.
fern können wir auch in stagnierenden
Wenn Sie auf das vergangene Geschäftsjahr
Märkten noch zulegen. Ich sehe den nächs-
zurückblicken, was hat Ihren Verantwor-
ten Monaten daher optimistisch entgegen.
tungsbereich geprägt?
Wie erleben Sie Engagement bei Ihren
Mit der Marke Triumph haben wir einen
Mitarbeitern?
wichtigen neuen Partner an unserer Seite.
Es ist für mich zum Beispiel ein Zeichen
Gleich im Januar begann für unser neues
von Engagement, wenn unsere Mitarbeiter
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Wachstum in allen Bereichen:
Heinz Tschernisch blickt voller
Optimismus auf das Jahr 2014.
WIR
GREIFEN
NEUE
IDEEN
GERNE
AUF.
CREDITPLUS IM MARKT
ENGAGEMENT
24
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Titelthema
Die Schuhverkäuferin Petra Schilling gehört zu ihnen. Ebenso der
CreditPlus-Gebietsleiter Michael Busch. Menschen, die sich engagieren. Für ihr Unternehmen. Für die Gesellschaft. Menschen, die
ihre Sache mit viel Energie vorantreiben und auch andere dafür
begeistern. Manches ist nicht gleich auf den ersten Blick sichtbar.
Wir haben uns auf die Suche nach solchen Menschen gemacht.
Ein Special zum Thema »Engagement« – und ein Dankeschön an
alle, die etwas bewegen.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
25
CREDITPLUS IM MARKT
Titelthema
,
»ICH HAB KEINE
DOLLARZEICHEN IN
DEN AUGEN.
,
ICH HAB HERZ.«
Mit ihrem rollenden Schuhgeschäft steuert Petra Schilling kleine Orte in Hessen an.
Die Leute kennen sie, und sie kennt ihre Kunden. Das zahlt sich aus.
wo die Menschen wohnen. Mittwochs und
samstags zum Beispiel auf den Markt nach
Groß-Gerau. Gegen zehn am Morgen fährt
Petra Schilling auf ihren Standplatz und
klappt die Luken des großen, roten Hängers
hoch, in dem sich die Regale, die Ware und
Feierabend noch jemand ein Paar Haus-
der gemütlich mit Teppich ausgelegte Ver-
schuhe braucht, dann klappt sie den Wagen
m Morgen, wenn Petra Schilling
kaufsraum befinden. Die Vielfalt ihres
auch noch einmal auf. Warum? Könnte sie
den Schlüssel ins Zündschloss ihrer
Angebots wird sichtbar: flache, fußfreund-
es nicht viel leichter haben, als angestellte
blauen Zugmaschine steckt, ist
liche Schuhe für ältere Menschen und ele-
Schuhfachverkäuferin mit einem Job von
Power dahinter. Der satte Klang von 530
gante Modelle für die Jugend. Pantoffeln,
nine to five? Was ist es, das sie antreibt?
Pferdestärken füllt die Fahrerkabine, und
Taschen, Kreatives. Einen Moment später
los geht es, auf die Straße. »Wenn dazu die
klettern die ersten Kunden die schmale
Es gibt viele wie Petra Schilling, die arbei-
Sonne scheint, bin ich der glücklichste
Treppe empor.
ten, ohne auf die Uhr zu schauen. Rund
A
Mensch auf der Welt«, sagt die 46-Jährige
26
1,4 Milliarden Stunden sind die Deutschen
mit der blonden Kurzhaarfrisur. Dann
Eine Verkaufskanone nennen die Leute
derzeit tätig, ohne dafür entlohnt zu wer-
will sie verkaufen; dann macht sie das,
Petra Schilling. Wer ihr eine Weile zusieht,
den. Im Schnitt macht jeder Beschäftigte
was sie am besten kann: ein Lächeln in
merkt schnell: Die macht nicht, was sie
12,3 Überstunden pro Monat, von denen
die Gesichter ihrer Kunden zaubern.
muss. Sondern sie macht, was sie will. Ihr
9,1 durch Freizeit ausgeglichen oder bezahlt
Engagement für das Unternehmen und für
werden. Das geht aus einer Untersuchung
In den Dörfern und Städtchen in Hessen ist
ihre Kunden kennt kaum Grenzen. »Das
des Instituts für Wirtschaftsforschung in
»Schilling’s Schuh-Container« eine Institu-
Geschäft ist mein Leben«, sagt sie. All ihre
Halle hervor. Besonders viel leisten Voll-
tion: Das rollende Geschäft kommt dahin,
Kraft steckt sie da hinein, und wenn nach
beschäftigte und Führungskräfte.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
»Man greift in das Persönliche ein.
Wenn man mit Füßen zu tun hat, erzählen
die Menschen Geschichten.«
PETRA SCHILLING, JEDEN TAG MIT IHREM »SCHUH-CONTAINER« UNTERWEGS
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
27
CREDITPLUS IM MARKT
Titelthema
Unternehmen mit engagierten Mitarbeitern übertreffen die Mitbewerber
um 47 bis 202 Prozent.
Ein klares Profil macht es
leicht, sich für ein Unternehmen stark zu machen.
F
ragt man Petra Schilling, wieso sie
die harte Tour gewählt hat und als
Selbstständige mit dem Schuh-Con-
tainer jeden Tag ein anderes Ziel ansteuert,
dann erzählt sie als Erstes die Familiengeschichte. Vom Opa, dem Holzschuhmacher,
der starb, als ihr Vater gerade erst 16 war.
Vom Vater, der trotz seiner Gehbehinderung reisender Händler werden wollte. Von
der Zeit, als sie zusammen über die Dörfer
»ETWAS ZU
ERREICHEN IM
LEBEN, DAS MICH
STOLZ MACHT«
gezogen sind. Und dann davon, wie sie nach
seinem viel zu frühen Tod vor 21 Jahren
den rollenden Laden übernommen und es
geschaff t hat, ihn solide bis heute zu füh-
und Frauen, die sich für andere einsetzen,
ren – nach ihrer Devise: »Ich hab keine
ohne auf den eigenen Vorteil zu schielen.
Dollarzeichen in den Augen. Ich hab Herz.«
Ihr Handeln ist geprägt von Engagement.
Das ist Hingabe an die eigene Tätigkeit.
28
Die Frage, wie es kommt, dass Menschen
Innere Einstellung. Ein ehrliches Interesse
sich engagieren, reicht weit zurück. Schon
am Erfolg. Engagement ist der Motor, der
die Bibel erzählt vom reichen Lazarus, der
dafür sorgt, dass jemand mehr tut als er
aus freien Stücken seinen Mantel mit dem
oder sie muss. Und das auch noch gerne.
Armen teilt, und vielen anderen Männern
Oder, um es in der sachlichen Sprache der
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
2
Betriebswirtschaftler auszudrücken: Engagement ist das emotionale und intellektuelle Mitwirken von Mitarbeitern, die durch
ihren Einsatz zum Unternehmenserfolg
beitragen. Für die Wirtschaft wie für die
Gesellschaft ist Engagement unverzichtbar.
Es ist das Extra, das dafür sorgt, dass der
Was die Engagierten antreibt:
1.
.
Berufliche Weiterentwicklung
Reputation des Unternehmens
Laden brummt.
D
ie Wissenschaft versucht, Engagement nicht nur zu erklären, sondern auch messbar zu machen.
Aon Hewitt, eines der großen Beraterunternehmen, führt weltweit Mitarbeiterbefragungen durch. Für eine eigene Studie zum
Engagement wurden die Daten von 2.500
Unternehmen mit mehr als 3,8 Millionen
Beschäftigten ausgewertet. Das Ergebnis
stimmt optimistisch: Europaweit steigt das
Engagement der Mitarbeiter, derzeit sind
57 Prozent als engagiert einzustufen. In
Deutschland ist diese Zahl in den zurückliegenden drei Jahren gesunken. Inzwischen gelten nur noch 46 Prozent der Mitarbeiter als engagiert.
Projektleiter Dr. Wolf-Bertram von Bismarck
erklärt das so: »Entwickelt sich die Wirtschaft positiv, sinkt – zeitlich versetzt – in
der Regel das Engagement der Mitarbeiter
in dem Land.« Also: Wir krempeln die
Ärmel hoch, wenn die Lage ernst ist. Und
kümmern uns um andere Dinge, wenn
sich die Lage entspannt. Die Studie gibt
auch Aufschluss darüber, was die Engagierten antreibt: Auf Platz eins liegt die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln,
oder, wie Petra Schilling es ausdrückt:
»Etwas zu erreichen im Leben, das mich
stolz macht.« Auf Platz zwei folgt die Reputation des Unternehmens – Schilling’s
Schuh-Container ist da in bester Gesellschaft.
Auf dem Markt in Groß-Gerau ist der
Schuh-Container schon von Weitem zu
erkennen: Der Wagen leuchtet rot, Petra
Schillings Stimme tönt munter, Kunden
bleiben stehen, um ihr zuzusehen, wie sie
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
29
CREDITPLUS IM MARKT
Titelthema
VERMUTLICH
IST DER MENSCH
VON NATUR
AUS AUF
ENGAGEMENT
ANGELEGT.
Stefan Klein hat neue Erkenntnisse
der Hirnforschung ausgewertet.
30
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
sich für ein Unternehmen stark zu machen.
Allerdings gibt es Grenzen – nämlich da,
wo Mitarbeiter das Gefühl beschleicht,
dass ihr Engagement ausgenutzt wird.
Geld, das zeigt die bereits zitierte Studie,
zielsicher ein Paar mattlederne beige Halb-
kommt derzeit auf Platz drei unter den
schuhe hervorholt. Sogar die Größe passt.
Faktoren, die Engagement bewirken. In den
Vielleicht ist das Petra Schillings Geheim-
Jahren zuvor war die Vergütung deutlich
nis: dass ihr Unternehmen so klar und
unwichtiger gewesen. Jetzt aber gewinnt
unverwechselbar ist. Die Leute kennen sie,
Lohn wieder an Bedeutung: Nachrückende
und sie kennt ihre Kunden. Auch die Unter-
Generationen reagieren damit vermutlich
nehmenskultur ist klar umrissen: eine
auf Nullrunden und Entlassungswellen,
Kreuzung aus fahrendem Volk und Fach-
ökonomische Sicherheit liegt ihnen am
schweren Krankheit. Und so erfährt sie
geschäft, über die Jahrzehnte gewachsen.
Herzen.
selbst, wie das ist, wenn andere für sie da
Das macht das Konzept so erfolgreich.
sind: Ein Bekannter setzt sich hinter das
Petra Schilling ist diesbezüglich noch ganz
Lenkrad der Zugmaschine, wenn sie es
Die Beratungsfirma Watson Wyatt sagt:
alte Schule. »Geld? Nicht so wichtig«, sagt
nicht kann. Ihre Cousine hilft im Verkauf.
Unternehmen mit engagierten Mitarbeitern
sie. »Wenn wir heute sterben, nehmen wir
»Ich habe immer allein gekämpft«, sagt sie,
übertreffen die Mitbewerber um 47 bis 202
nichts mit.« Dann schweigt sie für einen
»war nie auf Hilfe angewiesen. Jetzt brau-
Prozent. Ein klares Profil macht es leicht,
Moment. Petra Schilling leidet an einer
che ich sie. Ich musste erst lernen, damit
umzugehen.« Mittlerweile tut es ihr gut zu
spüren, dass andere sie unterstützen. Und
wieder stellt sich die Frage: Warum tun die
Das Angebot ist vielfältig: Pantoffeln, Schnürschuhe, Stiefeletten – für alle Kunden ist
etwas dabei. Vor allem für die, für die der Weg in die nächste Stadt zu weit ist.
das? Warum engagieren sich Menschen?
In Deutschland sind rund 23 Millionen
Menschen ehrenamtlich aktiv. Das ergab der
ZiviZ-Survey 2012, für den 4.000 Organisationen bundesweit befragt wurden. 69 Prozent gaben an, genug Freiwillige zu finden,
60 Prozent können sogar die Vorstandsposten gut besetzen. »Von einer generellen
Krise des Ehrenamts kann man also nicht
sprechen«, sagt Holger Krimmer vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
Im Gegenteil: Die Zahl der Vereine steigt.
Und damit auch die Zahl der Aktiven.
Gleichzeitig werden immer mehr Stiftungen errichtet und Genossenschaften ins
Leben gerufen, sei es für kulturelle Zwecke
oder für den Erhalt eines kommunalen
Hallenbades.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
31
CREDITPLUS IM MARKT
Titelthema
»WENN MENSCHEN FREIWILLIG ETWAS FÜR
ANDERE TUN, WERDEN HIRNZELLEN AKTIV,
DIE LUSTGEFÜHLE MACHEN«, SAGT KLEIN.
»ES SIND DIE GLEICHEN SCHALTUNGEN,
DIE AUCH AKTIV SIND, WENN SIE EINE TAFEL
SCHOKOLADE ESSEN.«
W
ie Engagement sich ausdrückt,
ist einem steten Wandel unterworfen. Jene, die gerade in die
Unternehmen kommen – und die gerne als
Generation Y bezeichnet werden –, ticken
anders als die Generationen vor ihnen. Sie
wollen alles auf einmal, eine Familie, einen
Beruf, der ihnen Freude macht und Sinn
gibt, dazu einen geregelten Feierabend. Sie
wollen sich nicht zwischen diesen beiden
Polen entscheiden, sondern glauben, dass
in ihrem Leben beides möglich ist. Ohne
Vermutlich ist der Mensch von Natur aus
sagt sie. »Man greift in das Persönliche ein.
auf Engagement angelegt. Zu diesem
Wenn man mit Füßen zu tun hat, erzählen
Trotzdem engagiert sich auch diese Genera-
Schluss kommt jedenfalls der Wissen-
die Menschen Geschichten.« Jetzt, wo sie
tion. Vor allem in Vereinen. »Ich will durch
schaftsjournalist Stefan Klein. Er hat neue
krank ist, engagieren sich andere für sie,
mein Engagement die Gesellschaft zumin-
Erkenntnisse der Hirnforschung ausgewer-
ehemalige Kunden, Freunde, die Familie,
dest im Kleinen mitgestalten«, sagen 61
tet – und festgestellt, dass die Engagierten
sogar der Inhaber des Autohauses, bei dem
Prozent der über 14-Jährigen, die ehrenamt-
auch selbst profitieren. »Wenn Menschen
sie ihre Zugmaschine warten lässt. Der
lich aktiv sind. Und auch in den Unterneh-
freiwillig etwas für andere tun, werden
Funke ist übergesprungen – der gleiche
men bringen die Jungen sich ein. Nur eben
Hirnzellen aktiv, die Lustgefühle machen«,
Funke, der Schilling’s Schuh-Container so
anders: Sie wollen nicht 60 Stunden oder
sagt Klein. »Es sind die gleichen Schaltun-
erfolgreich macht.
mehr pro Woche im Büro sitzen, als Letzter
gen, die auch aktiv sind, wenn Sie eine
gehen und als Erster kommen. Sie wollen
Tafel Schokolade essen.«
Kompromisse einzugehen.
ihre Projekte erfolgreich umsetzen, gut
32
verkaufen, einen exzellenten Umsatz
Petra Schilling kennt dieses Glück. Zum
erzielen und schnell fertig werden, damit
Beispiel, wenn ältere Menschen zu ihr
sie zu Hause sind, wenn sie dort gebraucht
kommen, denen der Weg in die nächste
werden. Als Torwart beim Kicken mit den
Stadt eine Last ist. Die Füße der Menschen
Söhnen zum Beispiel.
zu berühren, sei etwas ganz Besonderes,
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Engagement
→
23 Mio.
Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich.
→
4,6 Mrd.
Arbeitsstunden werden jährlich für ehrenamtliche Zwecke aufgewendet.
→
53 %
→
49
→
Menschen wagten im vergangenen Jahr den Schritt
in die Selbstständigkeit.
der deutschen Unternehmen bieten Weiterbildungsmöglichkeiten an.
→
Mio. €
investierten die deutschen Hochschulen im
letzten Jahr in die Gründungsförderung.
→
18.162
Stiftungen sind bis heute in Deutschland
errichtet worden.
243.000
1,3
Mio.
Mitglieder verzeichnen die Freiwilligen, Jugend-,
Berufs- und Werkfeuerwehren.
→
17
Mrd. €
schütten die Stiftungen in jedem Jahr
an Erträgen aus.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
33
CREDITPLUS UND IHRE PARTNER
Absatzfinanzierung
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34
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
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»Hier in Mannheim haben wir es geschaff t,
uns manchmal zum ersten Mal: Wie
Umgeben von einer fast zwei
Marke und Technik vollständig für die
riecht Heu? Was ist der Unterschied
Meter hohen Mauer aus rotem
Menschen zu öff nen. Und die Neugierde
zwischen Getreide und Raps?«, berichtet
Ziegelstein, systematisch abgeschottet – so
auf das, was wir tun, ist groß«, sagt Lenge.
Lenge. Das Forum bietet darüber hinaus
sah das Werksgelände von John Deere in
Mehr als 32.000 Menschen nahmen im
die Möglichkeit, erste Kontakte zu poten-
Mannheim bis vor einigen Jahren aus. Wer
zurückliegenden Jahr an einer Werksfüh-
ziellen Kunden zu knüpfen. Kaufinteres-
daran vorbeilief, hätte nicht erahnen kön-
rung teil. Schätzungsweise noch einmal
sierte haben dann beim Händler die
nen, was sich hinter dieser Mauer abspielt.
so viele schauten sich die Ausstellung zur
Gelegenheit, die zuvor begutachtete
»Mit ein bisschen Glück konnte sich man-
Geschichte von John Deere und der Land-
Maschine zu erwerben. »Das Forum ist
cher einen Reim darauf machen, wenn die
wirtschaft an. Hier erhalten sie zudem
eine hervorragende Informations- und
großen Tore aufgingen und ein Traktor
Einblicke in neueste Technologien – zum
Präsentationsfläche«, so Lenge. »Hier
herausrollte«, erzählt Ralf Lenge, Leiter des
Beispiel via GPS parallel fahrende Trak-
machen wir nicht nur unsere Produkte
John Deere Forums. Mit der Eröffnung des
toren, bei denen nur einer am Lenkrad
erlebbar, sondern auch John Deere als
Forums im Jahr 2007 hat sich das verän-
sitzen muss.
Marke.«
dert. Die Ausstellungs- und Veranstal-
Kindern und Jugendlichen mehr über
tungsplattform lockt die Menschen ins
Landwirtschaft und Technik zu vermitteln
Werk und macht das Innenleben des ame-
– diese Aufgabe liegt Lenge besonders am
rikanischen Landmaschinenherstellers
Herzen. »Wir haben verschiedene Proben
transparent.
von Gras oder Getreide. Kinder lernen bei
Björn Hausner schätzt John Deere als starken Partner.
Seit über zehn Jahren arbeitet die CreditPlus Bank sehr erfolgreich mit John
Deere in der Absatzfinanzierung von Produkten im Bereich der privaten Rasenund Grundstückspflege zusammen. Die Bank stellt den John-Deere-Vertriebspartnern ein Onlineportal zur Kreditabwicklung bereit – und ermöglicht so
einen schnellen, unkomplizierten Service. Björn Hausner, Junior Key Account
Manager bei CreditPlus, lobt die Partnerschaft: »Unsere gute Zusammenarbeit
erreichen wir durch zuverlässiges Engagement auf beiden Seiten, besonders
vor Ort bei den Händlern. Wir sind stolz darauf, einer so starken Marke bei
Finanzierungsfragen zur Seite stehen zu dürfen.«
Mitreißend
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
35
CREDITPLUS UND IHRE PARTNER
B
Absatzfinanzierung
ei PARAVAN ist Engagement quasi schon
mit ins Produkt eingebaut: Das schwäbische Unternehmen hilft Menschen mit
körperlichen Behinderungen, ein Stück Mobilität wiederzuerlangen und zu erhalten. Das reicht
vom elektrischen Rollstuhl bis zum komplett
umgebauten Automobil. Dabei entscheiden
PARAVAN-Lösungen nicht selten über mensch-
liche Schicksale: »Im Rollstuhl end lich selbstständig von A nach B kommen, unabhängig
Auto fahren wie jeder andere auch – das ist
für unsere Kunden ein großes Stück Lebensqua lität«, erklärt Andreas Frisch, PARAVANVer triebsleiter.
Für viele Menschen mit Behinderung ist der
Traum von der mobilen Freiheit allerdings gar
nicht so leicht umsetzbar. Die gesetzlichen
Kostenträger übernehmen für die Mobilitätslösungen ihrer Versicherten häufig nur Teilkosten, sodass der Betroffene selbst Differenzzahlungen leisten muss. Und das sind bei einem
behindertengerecht umgebauten Auto schnell
Beträge im fünfstelligen Bereich. Seit 2013 hat
PARAVAN deshalb die CreditPlus Bank ins Boot
geholt: »Die klassische Finanzierung mit Fahrzeugherstellern war in unserem Modell kaum
zu realisieren«, erklärt Andreas Frisch. »Umgebaute Fahrzeuge bergen bezogen auf den
Restwert ein höheres Risiko, da sie sich nicht
so leicht wiederverkaufen lassen. CreditPlus
hat sich hier als wertvoller Partner erwiesen,
der dieses Risiko bewusst gemeinsam mit uns
eingeht.«
FÜR
UNSERE
KUNDEN
ZÄHLT DIE
FREIHEIT
IM ALLTAG.
36
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Andreas Frisch
verhilft Menschen
zu mehr
Lebensqualität.
P
ARAVANs kontinuierliches Engagement
lässt sich auf ein wegweisendes Schlüsselerlebnis des Firmengründers und heutigen
Geschäftsführers Roland Arnold zurückführen:
PARAVAN entwickelt elektronisch-digitale
Fahr- und Lenksysteme (hier: z. B. Joystick)
mit Straßenzulassung für Menschen mit
Behinderung.
Auf einem trostlosen Autobahnparkplatz beobachtet er 1997, wie eine Frau im strömenden
Regen versucht, ihren querschnittsgelähmten
Mann ins Auto zu hieven. Arnold will der Frau
helfen, beide rutschen aus. Das Erlebnis wird
zur Geburtsstunde PARAVANs, befeuert von
Ideenreichtum und dem Wunsch, Menschen
in Not zu helfen. »Heute sind wir Technologieführer bei Mobilitätslösungen für Menschen
mit Handicap«, freut sich Andreas Frisch. Seit
der Unternehmensgründung 1998 ist PARAVAN
dafür rund 50-mal ausgezeichnet worden,
unter anderem mit dem Deutschen Unternehmerpreis und dem Innovationspreis der
Deutschen Wirtschaft.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
37
CREDITPLUS UND IHRE PARTNER
DIENSTAG, 14:00
MICHAEL BUSCH BETREUT
RUND 350 AUTOHÄUSER UND
MOTORRADHÄNDLER. ALLE
IM RHEINLAND, ZWISCHEN
KREFELD UND KÖLN, AACHEN
UND DÜSSELDORF.
38
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Reportage
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CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
39
CREDITPLUS UND IHRE PARTNER
Reportage
DIENSTAG, 16:30
Bessere Aussichten
Der Markt für Motorräder hat sich im zurückliegenden
Jahr zwar leicht erholt, von deutlichen Zuwächsen ist
die Branche aber weit entfernt. Bei den Kraftfahrzeugen
sieht es nicht viel besser aus. »Der Absturz auf dem
europäischen Automarkt scheint gebremst – weiter
runter wird es wohl nicht gehen«, meint Peter Fuß,
Autoexperte der Unternehmensberatung Ernst & Young.
Nach seiner Auffassung dauert es noch mindestens
zwei Jahre, bis sich die Situation verändert – und die
Händler aufatmen können.
40
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
»Die Besuche bei den Händlern sind immens
wichtig. Sie festigen unsere Geschäftsbeziehung.«
Michael Busch
D
er Dienstwagen ist natürlich ein Suzuki. Von Jüchen geht es damit nach Kempen, vorbei an
Mönchengladbach und Krefeld. Die Grenze zu den Niederlanden ist nicht mehr weit. Michael
Busch steuert ein Industriegebiet östlich des Stadtkerns an. Vor dem Autohaus Scharfenberg
stehen drei Reihen mit Škoda. Gebrauchtfahrzeuge. Die Farben Schwarz und Silbermetallic überwiegen.
Hinter der breiten Schaufensterfront sind die Neuwagen zu sehen. Blank poliert. Glänzend. Einladend.
DIENSTAG, 15:30
Das Autohaus präsentiert sich mit einer gut sortierten Modellpalette. Gleich zu Beginn des Gesprächs
entschuldigt sich Michael Scharfenberg. Die Kaffeemaschine funktioniert nicht. Es gibt Wasser.
Scharfenberg und Busch suchen sich einen ruhigen Platz im Verkaufsraum. Der Schreibtisch ist umgeben von Grünpflanzen. Direkt davor: ein Škoda Yeti. Michael Busch klappt seine schwarze Ledermappe
auf und zieht den Ratingbericht 2013 heraus. Ein besonderer Service von CreditPlus. Der Ratingbericht
liefert eine detaillierte Analyse des Geschäftsjahres – individualisiert für jeden Händler auf der Basis
der Verkaufs- und Umsatzzahlen. Aufmerksam folgt Michael Scharfenberg den Ausführungen des
Gebietsleiters. Für ihn ergeben sich vertiefte Einblicke, die über die herkömmliche Bilanz hinausgehen
und obendrein zusätzliche Potenziale offenbaren.
F
ür die Visite bei Rudolf Geenen lohnt es sich kaum, in den Suzuki zu steigen. Der Motorradhändler
ist gleich um die Ecke zu finden, daneben das Straßenverkehrsamt. Hinter den Schaufenstern blitzt
polierter Chrom, rund dreißig Maschinen sind im Verkaufsraum ausgestellt. Mittendrin steht eine
GSX-R 750 aus der Lucky-Strike-Edition. Bei diesem Anblick macht vermutlich manches Bikerherz einen
kleinen Sprung. Rudolf Geenen trinkt Tee, Michael Busch bekommt einen Kaffee. Endlich. Der Tag war
lang. Gemeinsam gehen der Händler und der CreditPlus-Gebietsleiter die Verkaufszahlen der vergangenen Monate durch, setzen sich intensiv mit der Ertragssituation auseinander und diskutieren Marketingfragen. Michael Busch hört aufmerksam zu – und liefert vielfältige Impulse. Er weiß: Jede verkaufte
Maschine zählt.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
41
CREDITPLUS UND IHRE PARTNER
Reportage
MITTWOCH, 10:00
A
m nächsten Morgen. Ein Industriegebiet in Neuss. Um 10 Uhr ist
Michael Busch mit dem Verkaufsleiter eines EU-Reimporteurs verabredet. Einen Kontakt gab es schon, eine Zusammenarbeit hat sich bis-
lang nicht ergeben. Busch will einen neuen Versuch starten. »Berührungsängste
habe ich keine. Warum auch? Die Akquise ist ein Teil meiner Aufgaben.« Doch
der Verkaufsleiter ist unterwegs. »Der musste einen Fahrzeugbrief abholen und
steckt jetzt im Stau«, erzählt sein Chef in breitem rheinischen Dialekt. »Vielleicht
versuchen Sie es einfach später noch mal?« Michael Busch nickt, klemmt die
schwarze Ledermappe unter den Arm und verabschiedet sich. Das nächste Ziel
ist nur eine Querstraße entfernt.
10:30
V
or knapp einem Jahr haben sich die Brüder Deniz und Ugur
Öz mit einem Handel für jüngere Gebrauchtwagen an der
Siemensstraße niedergelassen. Auf dem Hof der ehemaligen
Spedition sind vor allem Mittelklassefahrzeuge zu finden, fast alle
schwarz. Im Verkaufsraum fällt der Blick auf einen kleinen Kamin
mit silbernem Teekessel. »Möchten Sie eine Tasse?«, fragt Ugur Öz.
Michal Busch entscheidet sich für einen Kaffee. Zusammen mit Öz
lässt er sich auf einem dunklen Ledersofa nieder. Konzentriert folgt
der Autohändler den Ausführungen zur »Geschäftspartner-Info«.
Er hat eine ganze Reihe von Fragen, die Michael Busch detailliert
beantwortet. Für Small Talk bleibt kaum Raum, Ugur Öz ist ausschließlich an den Zahlen interessiert. Seit zwei Jahren arbeiten
Deniz und Ugur Öz mit der CreditPlus Bank erfolgreich zusammen.
Inzwischen wird die Geschäftsbeziehung durch eine Händlereinkaufsfinanzierung noch verstärkt.
42
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
12:00
D
er Verkaufsleiter des EU-Reimporteurs ist noch
immer unterwegs. Also geht es über die Südbrücke
nach Düsseldorf. Frank Pagalies grinst über beide
Ohren. »Komm mal mit, ich muss dir was zeigen.« Im Oktober war der Rheinländer im Rahmen der bundesweiten
Licht-Aktion interviewt worden. Das Video ist jetzt auf
Youtube zu sehen. »Super, oder?«, freut sich Pagalies und
macht sich auf den Weg zur Sparkasse. »Das Geschäftliche
regelt ihr, ja?«, sagt er und deutet auf seinen Mitarbeiter
Andy Beck. »Tschö.« Der muss sich zunächst um zwei Kunden kümmern, die sich für einen schwarz-weißen Suzuki
Swift interessieren. Mit Michael Busch tauscht sich Beck
dann über Fragen der Einkaufs- und Absatzfi nanzierung
aus. Und auch über die Prämien, die CreditPlus den Autohäusern und ihren Verkäufern bietet. Ein Routinetermin.
Z
urück auf der anderen Rheinseite. In
Neuss. Der Vertrag mit dem Autohaus
Burghartz + Giesen wird um ein weiteres
Jahr prolongiert. Michael Busch lässt sich die
Bilanz und die betriebswirtschaftliche Auswertung vorlegen. Nicht alle Unterlagen hat
Michael Giesen da, also greift er zum Telefon
und ruft seinen Steuerberater an. Der verspricht,
die fehlenden Papiere direkt zur Sachbearbeitung der CreditPlus Bank nach Offenbach zu
schicken. Michael Busch nimmt sich Zeit, es
geht längst nicht nur um die Prolongation,
sondern zugleich um die Ertragssituation und
die Perspektiven für das Jahr 2014. Zwei Stunden dauert das Gespräch. »Für mich ist es
selbstverständlich, mich für meine Kunden zu
engagieren. Davon profitiert letztlich auch die
CreditPlus Bank. Mein Ziel ist es, eine Win-winSituation zu schaffen. Wenn das gelingt, bin ich
zufrieden.«
14:00
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
43
CREDITPLUS UND IHRE PARTNER
Sponsoring
ede Matratze fühlt sich anders an.
J
Drei Jahre später beendete er seine Profi-
Thomas Ramsbacher ist viel unter-
karriere mit zwei deutschen Titeln und der
wegs – und wacht fast jeden Morgen
Europameisterschaft. Als Teammanager
in einem anderen Hotelzimmer auf. Der
setzt sich Ramsbacher vor allem für den
Suzuki-Gebietsverkaufsleiter und Moto-
Nachwuchs ein. »Ich möchte jungen
cross-Teammanager besucht Händler,
Menschen die Chancen geben, die sie aus
ist auf dem Weg zu einem Rennen oder
finanzieller Sicht sonst nicht haben – so
zu Sponsoren wie CreditPlus. Heute geht
wie ich damals. Voraussetzung für Siege ist
es in Richtung Süden. »Vor zwei Tagen
aber ein entsprechendes Engagement der
war ich in Barcelona, gestern dann mal
Fahrer. Ich definiere das für mich als den
zu Hause und heute fahre ich zu einem
unbedingten Willen, Erfolg zu haben. Das
Händler im Allgäu. Von dort geht es wei-
ist es, was mich antreibt.« Geprägt von
ter nach Zürich«, erzählt Ramsbacher.
seiner eigenen Vergangenheit, legt er beim
Seit 13 Jahren ist der ehemalige Motocross-
Nachwuchs großen Wert auf die schulische
Profi für Suzuki International Europe tätig.
und berufliche Ausbildung – für die Zeit
Rund um den Globus pflegt er eine Viel-
nach den Rennen.
zahl von Kontakten.
N
eben seiner Arbeit als Gebietsverkaufsleiter managt er das
Suzuki Motocross Werksteam
»Rockstar Energy Suzuki Europe«.
»Meine Kontakte in der Branche sind
wichtig, denn von ihnen bekomme ich oft
den entscheidenden Tipp für ein neues
Talent.« Zu Suzuki kam er während seiner
eigenen Motocross-Karriere. Weil ihm
selbst die finanziellen Mittel fehlten, entschied er sich früh, zweigleisig zu fahren:
Neben den Rennen an den Wochenenden
studierte er und stieg schließlich bei
Suzuki ein.
44
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
ENGAGEMENT IST DER WILLE, ERFOLG ZU HABEN.
Thomas Ramsbacher – für den
Motorradsport quer durch Europa
Erhält Ramsbacher einen Hinweis auf
einen Fahrer mit Potenzial, schaut er ihn
sich genauer an. Stimmen die Voraussetzungen wie Begeisterung für den
Sport und natürlich das Können, gehen
bei ihm »alle Lichter« an. Die meisten
sind noch sehr jung, zwischen neun und
zwölf Jahren, wenn sie ins Team kommen.
Thomas Ramsbacher betreut nicht nur die
Fahrer, sondern auch die Familien, und
»
gewährt Unterstützung dort, wo sie
»
gebraucht wird.
Sicher könnten wir auch für Geld
fertige Fahrer einkaufen, aber es ist
viel schöner, ein junges Talent zu
fördern. Das ist es auch, was unser Team
ausmacht.«
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
45
CREDITPLUS UND IHRE PARTNER
46
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Filialgeschäft
AUF MENSCHEN ZUGEHEN
Stephanie Baierl kann sich als
Kundenberaterin vollkommen
entfalten.
MEINE BESTE
BESTÄTIGUNG
SIND TREUE
KUNDEN.
V
on beruflichem Engagement will
Stephanie Baierl eigentlich gar
nicht reden. »Ich kann in meinem
Job so sein, wie ich bin, und das zählt für
mich«, bringt die Kundenberaterin in der
Nürnberger CreditPlus-Filiale ihr Selbstver-
mit denen Menschen konfrontiert werden,
ständnis auf den Punkt. Die Arbeit macht
können sie einschätzen und adäquate
Stephanie Baierl Spaß, Kundenservice liegt
Wege aufzeigen.«
ihr einfach im Blut. Um erfolgreich zu sein,
ankommt, ist leicht nachzuvollziehen.
Q
Neben menschlichem Einfühlungsver-
Engagement bedeutet für sie eher, auch
mögen und fachlichem Wissen braucht
über den Job hinaus für die Kolleginnen da
Stephanie Baierl die Fähigkeit, anschaulich
zu sein. In Nürnberg beruht das auf Gegen-
zu erklären: »Wenn der Kunde wieder-
seitigkeit. »Wir ziehen alle an einem Strang«,
kommt, ist das die beste Bestätigung für
beschreibt sie den Teamspirit. Für ihren Job
meine eigene Leistung.«
nimmt Stephanie Baierl lange Wege in Kauf.
muss sie sich immer wieder neu auf ihre
Kunden einstellen. Dass ihre natürliche,
freundliche Art bei den Menschen gut
ualitäten wie Zuverlässigkeit oder
die Bereitschaft, Verantwortung
in der Filiale zu übernehmen, sind
für Stephanie Baierl selbstverständlich.
Obwohl sie in Nürnberg wohnt, fühlt sie
Häufig erhält sie bei Kreditanfragen auch
sich noch immer stark mit ihrer Heimat in
Einblick in persönliche Schicksale. Da sind
Sachsen-Anhalt verbunden. Jeden Freitag
Vertrauen und Sensibilität gefragt. Im Mit-
fährt sie 300 Kilometer in die Lutherstadt
telpunkt ihrer Arbeit steht die Finanzierung
Eisleben, um bei ihrer Familie zu sein. Mon-
von Lebenssituationen. Unabhängig davon,
tags früh um vier Uhr geht es für sie zurück
ob es um die kurzfristige Liquidität für eine
nach Bayern. »Ich mache das tatsächlich
Anschaff ung oder die Überbrückung eines
gerne«, sagt Stephanie Baierl über ihr Pend-
finanziellen Engpasses geht – für Stephanie
lerleben. Nach einem erholsamen Wochen-
Baierl zählt immer die individuelle Lösung.
ende freut sie sich auf ihre Kolleginnen in
»Durch unsere Spezialisierung auf Raten-
Nürnberg: »Wir haben ein nettes Team und
kredite kennen wir fast alle Situationen,
verstehen uns auch privat super!«
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
47
CREDITPLUS UND IHRE PARTNER
ALEXANDER ARTOPÉ
SIEHT DIE ZUKUNFT IM
ONLINEKREDIT.
48 CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
E-Finance
»«
DIALOG IST DER SCHLÜSSEL
ZUM GEMEINSAMEN ERFOLG.
VORANGEHEN
Wer auf smava.de nach einem Kredit sucht, erhält innerhalb
von Sekunden passende Angebote unterschiedlicher Kreditanbieter, darunter auch die CreditPlus Bank.
der Kommunikation. Hinzu kommt beiderseitiges Engagement.
Nicht nur Einkaufen im Web wird bei den Menschen immer be-
es andererseits wichtig, inhaltlich zusammenzuarbeiten, sich für
liebter – auch die Kreditvergabe via Internet ist ein wachsender
Belange und Themen der PartnerBank zu interessieren.«
Das bedeutet für mich auf persönlicher Ebene, den Dialog für effektive, zielgerichtete Ergebnisse zu suchen. Auf fachlicher Ebene ist
Markt im Onlinebusiness. Noch vor wenigen Jahren kamen Kreinfrage. Heute nutzen Kunden aus allen Bevölkerungsschichten
CreditPlus setzt auf eine hybride Ver triebsstruktur aus
Filialen und der Kreditvergabe über das Internet.
und Altersgruppen Onlinekreditportale wie smava. Alexander
»Als Kooperationspartner ist die CreditPlus Bank unentbehrlich. Sie
Artopé, smava-Geschäftsführer, hat die aktuellen Entwicklungen
hat eine breite Angebotspalette und einen sehr guten Abwicklungs-
am Markt immer im Auge: »Jede relevante Bank im Konsumenten-
prozess. Unsere Kundenanfragen werden schnell und kompetent
kreditgeschäft benötigt eine starke Onlinepräsenz, um als Anbieter
bearbeitet. Im Ergebnis haben wir dadurch eine höhere Kunden-
wahrnehmbar zu sein. Die CreditPlus Bank ist aus meiner Sicht ein
zufriedenheit und steigern gemeinsam die Kreditvolumina«, erklärt
echtes Vorbild, denn sie hat sehr früh auf das Internet gesetzt.«
Artopé. »Darüber hinaus gibt es bei unseren Ansprechpartnern der
smava ist seit Ende 2012 ein enger Partner und wichtiger Ver-
CreditPlus Bank auf allen Ebenen ein breites Verständnis für das
triebskanal im Onlinegeschäft von CreditPlus. Regelmäßig tauscht
Thema ›Online‹. Sie kennen die strategische Bedeutung und verfü-
Artopé sich mit Mitarbeitern der Bank über die Perfor mance des
gen über ein enormes Know-how. Es macht viel Spaß, mit so einem
Angebots aus und holt Feedback ein: »Eine Kooperation lebt von
Partner zusammenzuarbeiten.«
dite aus dem Internet eher für jüngere, technikaffi ne Menschen
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
49
CREDITPLUS UND IHRE PARTNER
PartnerBanking
Vom PartnerBanking zeigen sich immer
mehr Kooperationspartner überzeugt.
Derzeit arbeiten sowohl private Banken
und Versicherungsdienste als auch Finanzinstitute aus dem Sparkassen- und
Genossenschaftsbankensektor erfolgreich
mit CreditPlus zusammen.
S
tuttgart, am frühen Morgen. Es ist
noch dämmrig – und auf den Straßen schwillt jetzt allmählich der
Verkehr an. Wenn Johannpeter Halbach
um diese Zeit sein Büro betritt, weiß er an
manchen Tagen schon, dass er nicht lange
bleiben wird. So auch an diesem Mittwoch.
Eine kurze Besprechung mit seiner Assistentin muss genügen, dann ist er wieder
weg. Während Johannpeter Halbach mit
Banken in ganz Deutschland über das PartnerBanking von CreditPlus spricht, hält
ihm Barbara Linden den Rücken frei.
I
n Halbachs Terminkalender steht eine
Präsentation vor dem Vorstand einer
regionalen Bank, die Interesse am Part-
nerBanking signalisiert hat. Immer häufiger suchen kleine Banken das Know-how
eines Spezialisten wie CreditPlus, weil das
Kreditgeschäft nur eines ihrer vielen Produkte ist. Hier kommt Halbach ins Spiel:
»Meine Aufgabe ist es, Kontakte zu potenziellen Partnern zu knüpfen, das Produkt
anschaulich darzustellen und Vertrauen in
unsere Leistungsfähigkeit zu vermitteln.«
MAN MUSS NEUGIERDE MITBRINGEN.
50
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Johannpeter Halbach
bietet Partnerbanken
Spezialistenwissen in
Sachen Ratenkredit.
Das ist echte Pionierarbeit, die Engagement
verlangt. In einer von Sparkassen und
Volksbanken dominierten Bankenlandschaft muss er häufig Überzeugungsarbeit
leisten, um die Vorbehalte gegenüber dem
»Spezialisten von außen« abzubauen.
B
erufliches Engagement bedeutet für
Johannpeter Halbach, dass er für
seine Aufgabe »brennt«, sich mit ihr
identifiziert: »Für mich ist es wichtig zu
wissen, dass mein persönlicher Beitrag
zum Erfolg des Unternehmens sinnvoll ist.«
Darüber hinaus gehört Halbach zu den
CreditPlus-Mitarbeitern, die an Stuttgarter
Brennpunktschulen Finanzkompetenz vermitteln: »Gesellschaftliches Engagement
bedeutet auch, dass wir unser Wissen
weitergeben. Bei der finanziellen Allgemeinbildung der Schüler gibt es noch viel Nachholbedarf in Deutschland.«
E
ine »Kreditmanufaktur« nennt
Halbach die CreditPlus Bank. Während die Vertriebspartner die Bera-
tung übernehmen, triff t CreditPlus die Entscheidung, kümmert sich um die Abwicklung und trägt das Risiko. Beratung und
Fallbearbeitung greifen wie ein Räderwerk
ineinander. Das Besondere bei CreditPlus:
Es handelt sich nicht um einen rein automatisierten Vorgang. Entgegen allen Trends
betreuen hier Menschen das Tagesgeschäft.
»Das schaff t Raum für Dialog, vor allem
in Grenzfällen«, sagt Halbach. Ein Erfolgsmodell. Umsatzsteigerungen von 20 Prozent
sprechen für sich.
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CREDITPLUS UND IHRE MITARBEITER
Karriere
Jochen Schmidl
hat innerhalb
kurzer Zeit mehr
Verantwortung
übernommen.
52
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
EXZELLENZ, ETHIK
UND ENGAGEMENT
SIND MIR WICHTIG.
Seit zwei Jahren arbeitet Jochen Schmidl
bei der CreditPlus Bank in Stuttgart, zwei
sehr intensive Jahre. Innerhalb kürzester
Seine Motivation basiert auf dem Streben
er als interner Dienstleister die Bank bei
nach den drei »E’s« für glückliche Arbei-
der Weiterentwicklung ihrer IT-unter-
tende von Prof. Gardner. Sie lauten: Exzel-
stützten Geschäftsprozesse. »Im Projekt-
Zeit hat er sich vom Projektmanager zum
lenz, Ethik und Engagement. »Das bedeutet
geschäft gibt es naturgemäß verschiedene
Gruppenleiter eines dreizehnköpfigen Teams
in der Konsequenz vor allem, Freude an
Interessen und Erwartungshaltungen der
weiterentwickelt. Seine Zielstrebigkeit und
seiner Arbeit zu haben. Denn nur mit ihr
unterschiedlichen Beteiligten«, erklärt er.
sein Engagement blieben nicht unbemerkt:
können wir Projekte zum Erfolg führen.«
»Neben unserer Expertise in Business
Schmidl erhielt eine Einladung zum Leader-
Dieses Ideal verfolgt der studierte Infor-
Analyse und Test haben wir in unserer
ship Plus Programm (LPP), dem internen
matiker konsequent bei seiner täglichen
Schnittstellenfunktion deshalb auch den
Förderprogramm für gegenwärtige und
Arbeit: »Angefangen habe ich als Projekt-
Anspruch, lösungsorientiert zu moderieren.
angehende Führungskräfte. Im Zentrum
manager unter anderem im Bereich Busi-
Das macht unser Aufgabenfeld abwechs-
stehen: Erfahrungsaustausch, Weiter-
ness Intelligence und Data Warehouse.«
lungsreich und spannend.« Neben dem
bildung und -qualifizierung.
Schon bald folgte der Wechsel als Leiter der
Tagesgeschäft arbeitet das Team kontinu-
Gruppe Business Analyse und Test Center.
ierlich an der methodischen Weiterent-
Gemeinsam mit seinem Team unterstützt
wicklung.
Das LPP absolviert Schmidl berufsbegleitend und es fordert von ihm auch
während der Freizeit einiges an Einsatz.
Trotzdem durchläuft er es gern, denn er
sieht für sich klare Vorteile und Chancen:
»Das neue Netzwerk hat mir bereits bei
meiner täglichen Arbeit sehr geholfen.
Durch die gewonnenen Kontakte in andere Abteilungen habe ich immer einen
direkten Ansprechpartner. Das erleichtert
die Zusammenarbeit enorm.«
Bewegung
statt Stillstand:
Dieses
Engagement
fördert er
auch in
seinem Team.
AUF DER
ÜBERHOLSPUR
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
53
CREDITPLUS UND IHRE MITARBEITER
Berufsausbildung
DIE PERSPEKTIVE
WECHSELN
SABRINA KEHM
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Engagem
54
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
»
Sie möchten wissen, welchen Ausbil-
Für mich bedeutet Engagement, dass ich
Wir Azubis bei CreditPlus übernehmen Ver-
dungsberuf ich gewählt habe? Dann
mich anstrenge, jede Aufgabe möglichst gut
antwortung. Von Anfang an. Jenseits des
raten Sie mal! Ich gebe Ihnen einen Tipp:
zu bewältigen. Egal, was es ist. Als Azubis
Bankalltags sind wir zum Beispiel für die
Zurzeit habe ich mit der Aufdeckung von
wechseln wir alle drei Monate die Abtei-
Organisation der Weihnachtsfeier zuständig
Betrugsfällen zu tun. Polizistin, denken Sie?
lung, da ist eine engagierte Grundeinstel-
– für Essen, Spiele, Deko, Redebeiträge. Da ist
Leider falsch. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn
lung Voraussetzung. Gerade bin ich beim
Teamwork gefragt. Auch das Projekt ›Blick-
ich verrate, dass ich auch mit Vorschulkin-
›Betrug‹, sehe gefälschte Identitätsnach-
wechsel‹ ist alles andere als alltäglich. Jedes
dern arbeite, Feiern organisiere und Vorstel-
weise, fingierte Gehaltsabrechnungen und
Jahr arbeiten wir einige Tage in sozialen Ein-
lungsgespräche führe. Nein, ich bin weder
erlebe hautnah die Zusammenarbeit mit
richtungen. Zuletzt war ich in einer Kinder-
Erzieherin noch im Eventmanagement und
der Staatsanwaltschaft. Das ist aufregend!
tagesstätte und habe erfahren, was enga-
mache auch keine Ausbildung im Bereich
Ich stelle mich gern neuen Herausforde-
gierte Arbeit in diesem Bereich bedeutet
Human Resources. Ich werde Kauffrau für
rungen. Im August habe ich sogar für Cre-
– vor allem für Kinder aus sozial benachteilig-
Bürokommunikation – bei CreditPlus. Da
ditPlus gebloggt. Thema: der Kennenlerntag
ten Familien. Einen solchen ›Blickwechsel‹
sind Sie überrascht, oder?
mit den künftigen Azubis. Der hat Spaß ge-
kann ich nur empfehlen. Ich habe viel gelernt
macht und den Neuen über ihre Nervosität
– für meinen Beruf und für mich.
Dass hier die Azubis Vorstellungsgespräche
hinweggeholfen. Apropos helfen: Ich fi nde
führen, hat mir imponiert und persönlich
es wichtig, dass eine Bank den Menschen
sehr geholfen: Schon bei meinem eigenen
partnerschaftlich begegnet– ob Mitarbei-
Vorstellungsgespräch bekam ich aus erster
tern oder Kunden. In der Mahnabteilung
Hand einen Ausblick auf drei abwechslungs-
habe ich erlebt, wie Kunden unverschuldet
reiche Ausbildungsjahre – ein wesentlicher
in Zahlungsschwierigkeiten kamen. Eine
Grund, warum ich mich für CreditPlus ent-
engagierte Bank findet hier meistens eine
schieden habe. Als Azubi im dritten Lehrjahr
Lösung.
»
führe ich jetzt selbst Gespräche mit Bewerbern. Und meine Meinung zählt bei der endgültigen Entscheidung.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
55
CREDITPLUS UND IHRE MITARBEITER
Corporate Social Responsibility (CSR)
»PLUS:FÜR ANDERE«
UNTERSTÜTZT
EHRENAMTLICHES
ENGAGEMENT.
Bei CreditPlus spielt verantwortungsbewusstes Handeln
eine große Rolle: Die Bank setzt sich für soziale und kulturelle Projekte ein, bislang vor allem im Bereich der finanziellen Allgemeinbildung. Im zurückliegenden Jahr hat die
CreditPlus Bank das Engagement ausgedehnt und das Programm »Plus:Für Andere« ins Leben gerufen. Damit will
die Bank die ehrenamtliche Tätigkeit ihrer Mitarbeiter und
auch externer Initiativen unterstützen. Die Gewinnerprojekte wurden mit jeweils 1.000 Euro prämiert.
MEH
MEHR
HR
BEWEGEN
Caroline Hoff, Sachbearbeiterin im Servicecenter bei CreditPlus
MEIN ENGAGEMENT:
MÜZE SÜD FAMILIENZENTRUM STUTTGART E. V.
Es sind oft Kleinigkeiten, die nichts kosten, aber wirklich helfen. Wir sorgen dafür, dass sich die Menschen
aufgehoben fühlen. Das Mütterzentrum MüZe im Süden Stuttgarts ist ein beliebter Anlaufpunkt in der Nachbarschaft. Hier treffen sich Mütter, Väter und Kinder zu
gemeinsamen Aktionen, Veranstaltungen oder auch
nur auf ein Schwätzchen im hauseigenen Café. Es ist ein
Ort für Gespräche – und zugleich ein Ort, um sich über
Probleme auszutauschen. Caroline Hoff stieß durch die
Geburt ihrer Tochter zum ersten Mal auf das MüZe und
engagiert sich seitdem für die Einrichtung. Im MüZe initiieren und organisieren die Mütter selbst. Hier fi ndet
zum Beispiel eine Mutter mit fehlenden Deutschkenntnissen Hilfe bei Problemen mit der Sprache. Jeder kann
sich einbringen. Ein Garten ersetzt den fehlenden Park
im Stadtteil. CreditPlus unterstützt das MüZe beim Ausbau der Gartenanlage.
56
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Helmut Eppler, Gebietsleiter Möbel/Elektro bei CreditPlus
MEIN ENGAGEMENT: CHRISTLICHES
BUBENZELTLAGER GEYERBAD
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt mir besonders am Herzen. Mir
ist es wichtig, den Kindern traditionelle christliche Werte zu vermitteln und
sie positiv für das weitere Leben zu prägen. Helmut Eppler engagiert sich für
den Süddeutschen Gemeinschaftsverband (SV) Bezirk Albstadt, ein freies Werk
innerhalb der Evangelischen Landeskirche. Der SV organisiert unter anderem
Sport- und Musikevents für Kinder und Jugendliche. Bis zu 70 Jungen im Alter
zwischen neun und 14 Jahren begleitet Helmut Eppler als freiwilliger Mitarbeiter
ins Zeltlager Geyerbad. Außerdem hilft er bei den Faschings-Alternativ-Tagen
(F.A.T. United), die rund 300 Jugendlichen eine sinnvolle Alternative
zum Faschingstrubel bieten. Damit diese
Veranstaltungen attraktiv bleiben, ist ein
hoher technischer Aufwand notwendig.
CreditPlus unterstützt daher die Anschaffung von Solarplatten für das Zeltlager
und einer professionellen Crêpes-Platte
für die F.A.T.
Ute Hermsdorff, Assistentin Händlerfinanzierung bei CreditPlus
MEIN ENGAGEMENT: SÄNGERKREIS OFFENBACH
Musik bietet uns die Möglichkeit, Kindern einen
unbeschwerten Zugang zum Leben zu geben.
Denn gerade ihnen lässt sich durch Musik vieles
besser näherbringen und erklären. Seit dem Kindergarten liebt Ute Hermsdorff Musik. Heute ist
sie im Vorstand des Sängerkreises Offenbach, dem
mehrere Chöre aus der Region angehören, aktiv.
Ihr Anliegen: Kinder und Jugendliche für Musik zu
begeistern und zum Singen und Musizieren zu
animieren. Denn Musik beflügelt nicht nur, sie
hält auch gesund. Sie stärkt die Stimmmuskulatur,
unterstützt positive Lebenskräfte, verbessert die Konzentration und sorgt für Stressabbau. Außerdem
ist der Chor echtes Teamwork und funktioniert nur
gemeinsam: Jeder braucht den anderen und umgekehrt. CreditPlus unterstützt den »Kinder- und
Jugendchortag« des Sängerkreises.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
57
CREDITPLUS UND IHRE MITARBEITER
Personalleitung und -entwicklung
Beate Riepe
58
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Michael Maßberg
Für die CreditPlus Bank ist Engagement ein wesentlicher Baustein des unternehmerischen Erfolgs. Personalchefin Beate Riepe und Personalentwickler
Michael Maßberg erzählen, wie dafür Freiräume im Alltag geschaffen werden.
Frau Riepe, lässt sich das Engagement
erfüllung hinausreicht. Engagiertes Han-
es geht, die notwendigen Rahmen-
Ihrer Mitarbeiter unterm Strich in Zahlen
deln bedeutet, sich freiwillig selbst zu
bedingungen zu schaffen. Allerdings
ablesen?
verpflichten: Man beschränkt sich nicht
dürfen wir solche Mehrleistungen nicht
RIEPE: Beim Thema Engagement ist das
auf den eigenen Horizont, sondern schaut
von jedem per se erwarten. Unser Ziel ist
schwierig. Natürlich wirken sich Einsatz
über den Tellerrand hinaus.
es, insgesamt zufriedene, motivierte
und Begeisterung positiv auf die Geschäfts-
Das setzt Freiräume voraus, in denen sich
Mitarbeiter zu haben und an den Schlüssel-
zahlen aus, da sehen wir eindeutige Zusam-
die Mitarbeiter derart entfalten können.
positionen begeisterte, engagierte Vor-
menhänge. Wir können Engagement nicht
Wie schaffen Sie den dafür erforderlichen
denker. Eine solche Mischung ist die beste
messen, denn es ist eher ein Gefühl – eine
Rahmen?
Voraussetzung für den Erfolg.
Stimmung, dass alles gut funktioniert.
RIEPE: Unser wichtigstes Werkzeug ist
Gibt es für die Mitarbeiter bestimmte
Was genau verstehen Sie unter »Engage-
die Kommunikation, um unsere Ziele
Anreize oder Bonussysteme bei entspre-
ment«?
und Strategien für den Gesamterfolg zu
chender Leistung?
RIEPE: Engagement setzt sich aus drei Ele-
vermitteln. Erkennen Mitarbeiter den
RIEPE: Über die jährliche Leistungsbeur-
menten zusammen: der Motivation, dem
Sinn dahinter, sind sie in der Lage,
teilung haben wir ein System monetärer
aktiven Handeln und – ganz wichtig – der
über ihre reinen Kernaufgaben hinaus
Boni etabliert. Bei Mitarbeitern ohne
Freude daran. Greifen diese drei Elemente
tätig zu werden. Dafür nutzen wir
Personalverantwortung kann der Bonus
ineinander, entsteht ein gutes, vielleicht
verschiedene Kommunikationswege
bis zu einem weiteren Monatsgehalt aus-
sogar sehr gutes Ergebnis.
wie beispielsweise unser Mitarbeiter-
machen. Mitarbeiter können die Höhe ihres
MASSBERG: Die Intensität, das Feuer und
magazin info:plus. Daneben spielen
Bonus aktiv beeinflussen und engagierte
die Leidenschaft, mit der ein Mitarbeiter an
die Führungskräfte eine ganz wichtige
Mitarbeiter liegen in der Regel im obersten
eine Aufgabe herangeht, sind entscheidend
Rolle.
Drittel. Darüber hinaus kann es im Einzel-
für seinen Erfolg. Engagement ist eine
Funktioniert das auf allen Ebenen?
fall Prämien für außergewöhnliches
Leistung, die über die reine Aufgaben-
MASSBERG: Wir versuchen, überall wo
Engagement geben.
Ohne Engagement …
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
59
CREDITPLUS UND IHRE MITARBEITER
Personalleitung und -entwicklung
Motivation ist ein wichtiger Baustein für
RIEPE: Das ist ein ausgewählter Zirkel.
Engagement. Das haben Sie bereits deutlich
Die Aufnahme ins LPP ist kein Freifahrt-
gemacht. Was tun Sie, um die Motivation
schein. Auf dieser Ebene setzen wir
zu fördern?
Leistungsbereitschaft und persönliches
MASSBERG: Das läuft zum einen über die
Engagement über das normale Maß
Boni. Viel motivierender sind allerdings
voraus.
besondere Honorierungen. Ein Beispiel ist
unser Leadership Plus Programm (LPP) für
Über das LPP qualifizieren Sie also Ihre
Nachwuchsführungskräfte. Hier nehmen
Nachwuchsführungskräfte?
wir Mitarbeiter auf, die durch außerge-
RIEPE: Genau, aber wir geben generell
wöhnliche Leistungen auffallen und bereit
jedem im Unternehmen die Chance, sich
sind, Verantwortung zu übernehmen.
weiterzubilden. Dazu haben wir Angebote
Innerhalb des Programms entwickeln sie
entwickelt wie unsere Akademie mit einer
ihre Fähigkeiten weiter, unter anderem
Vielzahl von Vorträgen, Veranstaltungen
durch persönliche Coachings oder exklu-
und Möglichkeiten zum Networking. Das
sive Vorträge und Veranstaltungen.
Programm wird sehr gut angenommen.
… gibt es keinen Erfolg.
60
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
ENGAGEMENT SETZT SICH AUS DREI ELEMENTEN
ZUSAMMEN: DER MOTIVATION, DEM AKTIVEN
HANDELN UND DER FREUDE DARAN.
MASSBERG: Zusätzlich bieten wir über
Die Teilnahme an diesen Weiterbildungs-
Bank oder andersherum. Mein Anspruch
unseren Schulungskatalog verschiedene
und Schulungsangeboten ist freiwillig.
dabei ist, immer das Beste zu geben – und
Möglichkeiten zur Weiterbildung und per-
Hier zeigt sich auch, wer sich über das
das ist eine Lebensaufgabe.
sönlichen Entwicklung an, angefangen bei
Normalmaß einsetzt.
RIEPE: Da kann ich nur zustimmen. Ich
Seminaren zur Körpersprache über Projekt-
Kommen wir zu Ihnen. Bleibt Ihnen über-
habe zwar zehn Patenkinder in Indien, die
management bis hin zu IT-Schulungen.
haupt noch Freiraum für ein Engagement
ich in ihrer Ausbildung finanziell unter-
Wir greifen auch bewusst auf das Fach-
neben Ihren Aufgaben für CreditPlus?
stütze. Man muss aber nicht immer so weit
und Expertenwissen unserer Mitarbeiter
MASSBERG: Engagement lässt sich bei mir
weg gehen. Wer aufmerksam ist, kann
beim Peer-to-Peer-Learning zurück. In die-
beruflich und privat nicht trennen. Ich
auch in seiner unmittelbaren Umgebung
sem Rahmen geben unsere Mitarbeiter
setze mich bei CreditPlus mit Konflikten
viel Hilfe leisten. Schon kleine Dinge, wie
ihre Expertise an Kollegen weiter.
und Selbstreflexion auseinander. Das sind
die Bereitschaft, Nachbarn und Freunden
RIEPE: Das ist eine Win-win-Situation. Die
Bereiche, die auch in der Familie und im
zu helfen, machen die Welt ein Stück bes-
Kollegen partizipieren vom Fachwissen des
Freundeskreis immer wieder ein Thema
ser. Davon bin ich überzeugt.
Experten. Der wiederum entwickelt seine
sind. Ich suche nach Lösungen und trage
Themen im Dialog mit den Kollegen weiter.
Konzepte aus dem privaten Bereich in die
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
61
CREDITPLUS UND IHRE MITARBEITER
Organe der CreditPlus Bank
Vorstand
Aufsichtsrat
Amir Djourabtchi
Vorsitzender,
Jan W. Wagner
Michael Euler
Heinz Tschernisch
CA Consumer Finance,
Vorstandsvorsitzender
Vorstand
Vorstand
Paris, Frankreich
Jan W. Wagner, Jahrgang 1954,
Michael Euler, Jahrgang 1957,
Heinz Tschernisch, Jahrgang
Alexandre Deshoux
ist verheiratet und hat zwei
ist verheiratet und hat drei
1961, ist verheiratet. Bei der
stellvertretender Vorsitzender,
Kinder. Bei der CreditPlus
Kinder. Bei CreditPlus ist er für
CreditPlus Bank verantwortet
CA Consumer Finance,
Bank ist er verantwortlich für
die Ressorts Recht/Permanente
er die Vertriebseinheiten
Paris, Frankreich
die Vertriebseinheiten Filial-
Kontrolle, Zentraler Mahn-
Zentrale Absatzfinanzierung
geschäft und Internetplatt-
bereich, Kreditrisikomanage-
und PartnerBanking sowie
David Drapeau
form sowie für die Bereiche
ment, Händlerfinanzierung,
das Servicecenter.
CA Consumer Finance,
IT, Projektmanagement und
Treasury, Strategische Planung
Bankorganisation, Personal,
und Steuerung, Rechnungs-
Er ist seit dem 1. April 2003
Revision, Marketing sowie
wesen/Controlling sowie
für die CreditPlus Bank tätig,
Stéphane Gabalda
Unternehmenskommunikation.
Büroorganisation/Verwaltung
zunächst als Leiter Zentrale
CA Consumer Finance,
verantwortlich.
Absatzfinanzierung und
Paris, Frankreich
Generalbevollmächtigter
Er wurde 1997 in den Vorstand
der CreditPlus Bank berufen,
Seit dem 1. März 2004 ist er
und seit dem 1. April 2009 als
Winfried Menz
seit dem 1. Januar 2001 ist
Vorstandsmitglied der
Vorstand. Zuvor arbeitete der
bis 18.04.2013
er Vorstandssprecher/Vor-
CreditPlus Bank. Zuvor war
Volljurist in leitender Funktion
CreditPlus Bank
standsvorsitzender. Zuvor
der gelernte Bankkaufmann
bei einer Sparkasse sowie
war der studierte Betriebs-
und studierte Betriebswirt
mehrere Jahre als Firmen-
Christina Barthel
wirt in leitenden Funktionen
als Geschäftsführer für
kundenbetreuer und Filial-
ab 18.04.2013
im Corporate Banking und
deutsche Finanzdienstleister
leiter bei der Dresdner Bank.
CreditPlus Bank
im internationalen Bank-
internationaler Automobilher-
geschäft tätig. Jan W. Wagner
steller tätig. Als examinierter
Rainer Stoll
ist Aufsichtsratsmitglied der
Steuerberater und Wirt-
CreditPlus Bank
FGA Bank in Deutschland und
schaftsprüfer verfügt er
Österreich, der Eurofactor AG
zudem über Erfahrung mit
in Deutschland sowie Mitglied
internationaler Mandant-
des Group Executive Commit-
schaft.
tee von CA Consumer Finance
in Frankreich. Seit Mai 2013 ist
er zudem Vorstandsvorsitzender des Bankenfachverbands.
62
Paris, Frankreich
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Inhalt
JAHRESABSCHLUSS 2013
Zahlen, Daten, Fakten
64
Kennzahlen
86
Bilanz
65
Lagebericht
88
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
65
CreditPlus Bank – das Unternehmen
90
Anhang
65
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
65
Bankenbranche
90
Vorschriften zur Rechnungslegung
65
Konsumentenkreditmarkt
90
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
66
Geschäftsentwicklung
90
Entwicklung des Anlagevermögens
70
Projekte
92
Wesentliche Erläuterungen zur Bilanz
70
Investitionen
71
Personal- und Sozialwesen
71
Dank an Betriebsrat, Arbeitnehmervertreter
und Mitarbeiter
71
und zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
95
Sonstige Angaben
98
Bestätigungsvermerk
99
Bericht des Aufsichtsrates
Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen
72
Mitgliedschaften
72
Nachtragsbericht
72
Risiken und Chancen der CreditPlus Bank
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
63
JAHRESABSCHLUSS 2013
Kennzahlen
Kennzahlen der CreditPlus Bank AG
2013
2012
2011
2010
2009
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Absatzfinanzierung
447.324
432.313
603.207
572.191
545.738
Filialgeschäft
297.407
276.063
297.595
279.461
248.229
Zentrale Plattform
168.313
145.354
212.270
231.588
238.829
Händlereinkaufsfinanzierung
577.705
592.434
817.549
114.506
88.902
1.490.749
1.446.164
1.930.621
1.197.746
1.121.698
396.226
405.131
435.844
425.624
398.426
2.767.569
2.991.160
3.647.205
2.290.921
1.924.105
160.698
151.651
152.091
131.364
99.419
2.268.141
2.292.213
2.746.925
2.142.445
1.895.418
Neuzugang
Neuzugang gesamt
Privatkundenkredite (Anzahl)
Bilanz nach HGB
Bilanzsumme
Eigenkapital gem. § 10 KWG
Forderungen an Kunden
GuV nach HGB
Andere Verwaltungsaufwendungen
29.708
27.923
29.737
28.594
24.070
Aufwand für Risikovorsorge
20.948
27.280
26.381
25.583
25.715
Ergebnis
29.807
28.906
34.013
22.351
30.351
Zinsüberschuss
64.025
74.308
105.951
100.988
95.344
Provisionsüberschuss
59.916
51.113
25.148
10.369
14.847
Personalaufwand
30.405
29.546
29.081
27.457
25.900
493
486
486
446
404
Ø Anzahl Mitarbeiter im Geschäftsjahr
64
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Lagebericht
CreditPlus Bank – das Unternehmen
JAHRESABSCHLUSS 2013
2013 lag der Index mit einem Wert von 105 zum dritten Mal in Folge
auf dem Höchststand seit Beginn der Studie im Februar 2006. Grundlage für die Berechnung bilden die Themen Entwicklung des eigenen
Die CreditPlus Bank AG ist eine hoch spezialisierte Konsumenten-
Lebensstandards und des Haushaltseinkommens, Anschaffungsnei-
kreditbank mit den Geschäftsfeldern Absatzfinanzierung, Privat-
gung, Anschaffungspotenzial und Kaufabsichten.
kredite und Händlerfinanzierung. Das Kreditinstitut mit Hauptsitz
in Stuttgart hat bundesweit 16 Filialen und beschäftigte zum 31.12.2013
Im Dezember legten die Konjunkturerwartung und die Anschaffungs-
544 Mitarbeiter. CreditPlus gehört als deutsche Tochtergesellschaft der
neigung laut GfK-Konsumklimastudie sogar noch einmal zu. Nach
französischen Konsumfinanzierungsgruppe CA Consumer Finance
Einschätzung der Konsumenten nimmt die deutsche Wirtschaft mehr
(CACF) zu 99,9 % zum Crédit Agricole Konzern.
und mehr an Fahrt auf. Lediglich die Einkommenserwartung musste auf hohem Niveau leichte Einbußen hinnehmen. Der Anstieg des
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Konsumklimas ist auch darauf zurückzuführen, dass die Sparneigung
ihren historischen Tiefstand aus dem Vormonat im Dezember noch
einmal deutlich unterboten hat.
Deutsche Wirtschaft wächst moderat
Bankenbranche
Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 0,4 % gewachsen.
Das ist deutlich weniger als in den vergangenen Jahren: 2012 waren
es noch 0,7 %, 2011 sogar 3,3 %.
Umfeld für Banken bleibt herausfordernd
Dabei war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor: Die privaten
Im deutschen Bankensektor hat sich die Stimmung gegen Ende 2013
Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,9 %, die des Staates
eingetrübt. Dies zeigen die Ergebnisse des Ernst & Young Banken-
um 1,1 %. Eher enttäuschend verlief das Jahr vor allem für die Expor-
barometers 2014. Nur 35 % der befragten Banken gehen davon aus,
teure: Die Exporte stiegen nur um 0,6 %, nach einem Plus von 3,2 %
dass sich die Lage im neuen Geschäftsjahr verbessern wird. Im Juni
im Vorjahr.
waren immerhin noch 43 % positiv gestimmt. Viele Banken liegen
Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelte sich 2013 trotz des
Vorgaben und weiterhin niedrige Leitzinsen erschweren eine nach-
schwachen Wirtschaftswachstums leicht positiv. Im Jahresdurch-
haltige Erholung der Rentabilität. Anders als in der Vergangenheit
schnitt waren 41,8 Mio. Menschen erwerbstätig. Damit erreichte die
können Banken sinkende Zinserträge aufgrund neuer Eigenkapital-
Zahl das siebte Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Allerdings
vorschriften nicht mehr so leicht durch Ausweitung der Bilanzsumme
verlangsamte sich der Jobaufbau im Vergleich zu den Vorjahren. Die
und Erträge in anderen Geschäftsbereichen ausgleichen.
mit ihren Erträgen weiter unter Vorkrisenniveau. Neue regulatorische
Arbeitslosenquote lag bei 6,9 %.
Konsumklima stabil auf hohem Niveau
Der private Konsum ist für die CreditPlus Bank, ein auf Konsumen-
Konsumentenkreditmarkt
Bestand an Konsumentenkrediten nahezu konstant
tenkredite und Absatzfinanzierung spezialisiertes Kreditinstitut, ein
entscheidender Faktor ihrer Geschäftstätigkeit.
Der gesamte Bestand an Konsumentenkrediten in Deutschland, in dem
Das Konsumklima in Deutschland befindet sich seit Herbst 2011 auf
im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt leicht gesunken. Er verringerte
die Ratenkredite enthalten sind, ist in den ersten drei Quartalen 2013
einem konstant hohen Niveau. Dies zeigen die Ergebnisse des Credit-
sich von 224,6 Mrd. EUR (per 30.9.2012) um 0,3 % auf 223,9 Mrd. EUR
Plus-Verbraucherindex, den die Bank zweimal jährlich in Zusammen-
(per 30.9.2013).1
arbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos erstellt. Im Herbst
1
Quelle: Bankenfachverband, Bundesbankstatistik (per 30.9.2013). Als Vorjahreswerte werden nicht die vor einem Jahr von der Bundesbank veröffentlichten Bestandsdaten ausgewiesen, sondern die kumulierten Veränderungen der vier Vorjahresquartale berücksichtigt.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
65
JAHRESABSCHLUSS 2013
Lagebericht
Der Bestand der Ratenkredite wuchs dagegen um 1,1 %, und zwar von
3,9 % Großbanken
145,5 Mrd. EUR (per 30.9.2012) auf 147,0 Mrd. EUR (per 30.9.2013).
7,8 % Übrige Banken
Neue Anbieter im Onlinekredit- und Einlagengeschäft
Regional- und sonstige
Kreditbanken 45,1 %
18,6 % Institute des
Genossenschaftssektors
Ende 2013 hat die Targobank bekannt gegeben, dass sie einen Großteil
der Valovis Bank, ehemals Karstadt-Quelle-Bank, übernimmt. Durch
24,6 % Institute des
Sparkassensektors
den Zukauf wird die Targobank nach eigenen Angaben der drittgrößte Anbieter von Kreditkarten in Deutschland und verbessert die
Marktposition bei der Konsumfinanzierung.
Der ohnehin sehr wettbewerbsintensive Geschäftsbereich der Onlinekredite verstärkt sich durch neue Akteure am Markt. Zum einen bauen Online-Vergleichsplattformen, die die Angebote verschiedener
Geschäftsentwicklung
Banken transparent machen, ihren Marktanteil weiter aus. Zum anderen entstehen neue Start-up-Unternehmen, wie beispielsweise die
Vermittlungsplattform »Lendico«. Auf dieser Plattform können sich
Nach dem konzernweiten Forderungsabbau und somit auch rückläu-
Privatleute von Privatleuten (peer-to-peer) Geld leihen. Vorbild ist der
figem Neugeschäft bei CreditPlus im Jahr 2012 basierte die Geschäfts-
amerikanische Markführer »Lending Club«.
entwicklung 2013 wieder auf einer Wachstumsstrategie. Dennoch hat
Seit Mitte 2012 bietet CreditPlus Festgeldanlagen für private Endkun-
Portfolioentwicklung ausgewirkt. Der Geschäftsverlauf hat unseren
den an. Dies ist für die Bank eine weitere Möglichkeit zur Refinan-
Erwartungen entsprochen.
sich der starke Rückgang aus dem Vorjahr noch wesentlich auf unsere
zierung. Auch in diesem Geschäftsbereich hat der Wettbewerb durch
zahlreiche, insbesondere ausländische Wettbewerber deutlich zugenommen.
Spezialbanken bauen Marktführerschaft bei Ratenkrediten weiter aus
Neugeschäft mit Konsumentenkrediten wächst
um 6,9 %
Im Jahr 2013 ist das gesamte Neugeschäftsvolumen mit Konsumentenkrediten im Vergleich zum Vorjahr wie prognostiziert um rund
6,9 % auf 913,0 Mio. EUR gestiegen (2012: 854,7 Mio. EUR).
Mehr als ein Drittel der Konsumenten nimmt einen Ratenkredit nicht
bei der klassischen Hausbank, sondern bei einem Institut aus der
Gruppe der Regional- und sonstigen Kreditbanken auf, zu der auch
Absatzfinanzierung 3,5 % über Vorjahr
die CreditPlus Bank zählt. Bis zum Ende des dritten Quartals 2013 hat
diese Bankengruppe ihren Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr um
Im Geschäftsfeld Absatzfinanzierung lag das Neugeschäft um 3,5 %
0,7 Prozentpunkte auf 45,1 % ausgebaut.2 Es folgen die Institute des
über Vorjahresniveau.
Sparkassensektors mit 24,6 % und die Institute des Genossenschaftssektors mit 18,6 %. Der Marktanteil der Großbanken lag bei 3,9 %. Die
übrigen Banken konnten einen Anteil von 7,8 % verzeichnen.
Entwicklung Neugeschäft Absatzfinanzierung
in Mio. Euro
546
2009
572
2010
603
2011
2012
2013
2
66
Quelle: Bankenfachverband, Bundesbankstatistik (per 30.9.2013).
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
432
447
Segment Automotive nach wie vor größter Anteil in der
Neugeschäft bei Elektrogeräten 47 % über Vorjahr
Absatzfinanzierung
Seit vielen Jahren arbeitet die CreditPlus Bank in der Elektrogeräte-
Rund 70 % des Neugeschäftsvolumens in der Absatzfinanzierung
Branche mit renommierten Partnern zusammen. Durch das positive
haben wir mit der Finanzierung von neuen und gebrauchten Pkws
Konsumklima und erfolgreiche Marketingaktionen einiger Partner
und Zweirädern erzielt. Das Neugeschäftsvolumen in diesem Seg-
konnten wir 2013 in diesem Segment mit einem Plus von 47 % deut-
ment lag auf Vorjahresniveau (- 1 %). Dabei entwickelte sich die Finan-
lich über unsere eigenen Erwartungen wachsen.
zierung von Pkws mit einem Plus von 3 % positiv. Insbesondere bei
der Finanzierung von Gebrauchtwagen konnten wir deutlich zulegen
(+ 20 %). Angesichts des rückläufigen Pkw-Marktes ist das ein gutes
Neugeschäft in den Filialen wächst um 7,7 %
Ergebnis. 2013 wurden in Deutschland 2,95 Mio. Neuwagen registriert.
Das sind 4,2 % weniger als im Vorjahr. Der Markt für Gebrauchtfahr-
Das Filialgeschäft spielt eine wesentliche Rolle für den Ertrag der
zeuge wuchs dagegen leicht mit einem Plus von 3 %.
CreditPlus Bank. Das Neugeschäftsvolumen in diesem Geschäftsbereich entwickelte sich entsprechend unseren Erwartungen positiv.
Das Neugeschäftsvolumen im Bereich Zweiradfinanzierung sank um
Im Vergleich zum Vorjahr wuchs es um 7,7 %.
10 %. Der Motorradmarkt in Deutschland entwickelte sich 2013 leicht
positiv. Die Neuzulassungen von Motorrädern über 125 cm3 Hubraum
Die CreditPlus Bank ist derzeit in 16 großen Städten Deutschlands mit
stiegen um 2,65 %. Allerdings konnten aufgrund ihrer Modellpolitik
einer eigenen Filiale vertreten. Die Mitarbeiter in den Filialen konzen-
nicht alle Hersteller von diesem Trend profitieren.
trieren sich ausschließlich auf ihre Kernaufgaben Beratung und Verkauf. Sämtliche administrativen und organisatorischen Tätigkeiten
Entsprechend der stabilen Entwicklung des Neugeschäftsvolumens
sind im Servicecenter angesiedelt. Die telefonische und schriftliche
in der Absatzfinanzierung entwickelte sich auch das Neugeschäft in
Betreuung der Kunden nach Vertragsabschluss erfolgt dort.
der Händlereinkaufsfinanzierung nahezu auf Vorjahresniveau (- 2,5 %).
Neugeschäftsvolumen im Segment Möbel und Küchen um 8 %
Entwicklung Neugeschäft Filialkredite
rückläufig
in Mio. Euro
Das Neugeschäftsvolumen mit der Finanzierung von Möbeln und
Küchen sank 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 8 %. Mit einzelnen
Partnern haben wir jedoch einen Finanzierungsumsatz über Vorjahresniveau getätigt.
248
2009
280
2010
300
2011
Der Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandel hat im Jahr 2013
einen 1,2 % niedrigeren Umsatz erzielt als im guten Möbeljahr 2012.
Die Konzentration in der Branche entwickelt sich weiter: Die Top Ten
276
2012
297
2013
im deutschen Möbelhandel erwirtschafteten rund 44 % des Branchenumsatzes und haben damit weiter Marktanteile hinzugewonnen.
Bei der Finanzierung von Möbeln ist es unsere Strategie, mit kleinen
Plattformgeschäft 16 % über Vorjahresniveau
und mittleren Möbel- und Küchenhändlern zusammenzuarbeiten,
die Wert auf eine langfristige Partnerschaft legen und die Qualität
Ein großer Teil der Onlinekredite sowie die von Partnern aus dem
unserer Abwicklung schätzen. Wir wollen unsere Finanzierung den
Geschäftsbereich PartnerBanking angebahnten Kredite werden bei
Kunden anbieten, die einen echten Finanzierungsbedarf haben.
der CreditPlus Bank zentral bearbeitet. So entstehen Kostenvorteile,
die die CreditPlus Bank an ihre Kunden weitergibt. Im Jahr 2013 haben
wir das Neugeschäftsvolumen über die zentrale Plattform im Vergleich zum Vorjahr um 16 % gesteigert.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
67
JAHRESABSCHLUSS 2013
Lagebericht
Neugeschäftsvolumen im Bereich E-Finance wächst um 20 %
Der Zinsüberschuss sank von 74,3 Mio. EUR in 2012 um 13,8 % auf
Der Onlinekreditmarkt ist innerhalb des Konsumentenkredit-
64,0 Mio. EUR.
geschäfts ein Wachstumssegment. Die CreditPlus Bank hat sich sehr
früh, als einer der ersten Anbieter, auf dieses Geschäftsfeld speziali-
Aufgrund einer geänderten Refinanzierungsstruktur verringerten
siert. Schaut man sich die Quellen unseres E-Finance-Geschäfts an,
sich die Verbindlichkeiten gegenüber Banken. Damit einhergehend
findet man eine Mischung aus Homepage, Suchmaschinen- und
sanken die Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten von
Affiliate-Marketing, Vergleichen und Plattformen sowie Portal-
17,8 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR. Die um 7,9 Mio. EUR gestiegenen Zins-
geschäft. Gerade das Zusammenspiel der einzelnen Quellen und
aufwendungen gegenüber Kunden sind auf einen Anstieg im Bereich
Werbeformen ermöglicht eine optimale Ausschöpfung des vorhan-
der privaten und institutionellen Einlagen zurückzuführen.
denen Potenzials. Im vergangenen Jahr haben wir die Einbindung in
Vergleichsplattformen weiter verbessert. Zudem haben wir im Rah-
Daraus resultiert ein Rückgang der Zinsaufwendungen um 24,7 % von
men kleinerer Tests weitere Erfahrungen mit Marketingaktionen
51,7 Mio. EUR auf 39,0 Mio. EUR.
in Social Media und mit dem mobilen Nutzungsverhalten von Kunden und Interessenten gesammelt. Insgesamt haben wir das Neu-
Die Zinserträge in Höhe von 103,0 Mio. EUR liegen um 23,1 Mio. EUR
geschäftsvolumen um 20 % gesteigert.
unter dem Vorjahreswert.
Neugeschäftsvolumen im Geschäftsbereich PartnerBanking 10 %
Aufgrund der Mitte 2013 gestarteten zweiten Verbriefungstrans-
über Vorjahr
aktion werden die Zinserträge der verbrieften Forderungen in Höhe
Das Neugeschäftsvolumen im PartnerBanking ist 2013 im Vergleich
von 11,1 Mio. EUR an die Verbriefungs-Zweckgesellschaft weiterge-
zum Vorjahr um 10 % gewachsen.
leitet. Im Direktgeschäft verbleiben die Erträge auf dem Niveau des
Vorjahres. Die Erträge aus dem Händlergeschäft sanken aufgrund
Bereits seit 2003 kooperieren wir mit Finanzinstituten, die beim Pro-
rückläufiger Bestände um 7,1 Mio. EUR.
dukt Ratenkredit von unserem Know-how als Spezialist in diesem
Segment profitieren wollen. Das können kleinere Banken sein, die
Die Zinserträge aus Schuldverschreibungen und festverzinslichen
mit dem Produkt Ratenkredit bisher nur geringe Volumina erzielen
Wertpapieren stiegen von 10,7 Mio. EUR in 2012 auf 13,0 Mio. EUR um
und deshalb nicht die nötigen Skaleneffekte erreichen. Oder es sind
20,9 %.
große Institute, die sich bewusst für die Zusammenarbeit mit einem
Spezialisten entschieden haben.
Die Provisionsaufwendungen stiegen von 24,2 Mio. EUR in 2012 auf
27,8 Mio. EUR und damit um 15,1 %. Grund ist vor allem der gestiegene
In der Zusammenarbeit mit den Partnern hat sich der Einsatz unseres
Provisionsaufwand für Internetkredite.
Vertriebscoaches sehr bewährt. Neben Software-Schulungen bietet
er den Mitarbeitern der Partner gezielte Hilfestellung für das Ver-
Die Provisionserträge erhöhten sich von 75,3 Mio. EUR in 2012 auf
kaufsgespräch speziell zum Produkt Konsumentenkredit an.
87,7 Mio. EUR und damit um 16,5 %. Der Anstieg ist im Wesentlichen
auf zusätzliche Provisionserträge aus der Mitte 2013 gestarteten Forderungsverbriefung zurückzuführen.
Ertragslage
Für das Geschäftsjahr weisen wir einen Jahresüberschuss in Höhe
Provisionserträge
von 29,8 Mio. EUR aus. Damit liegt das Ergebnis 2013 um 3,1 % über
in Mio. Euro
dem Ergebnis des Vorjahres (28,9 Mio. EUR) und leicht über unserer
eigenen Prognose.
2009
Für die Entwicklung waren die nachfolgenden Sachverhalte maß-
2010
geblich:
2011
2012
2013
68
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
35
37
53
75
88
Der Provisionsüberschuss lag mit 59,9 Mio. EUR über dem Niveau des
Die Forderungen an Kunden sind leicht zurückgegangen und betrugen am Bilanzstichtag 2.268,1 Mio. EUR gegenüber 2.292,2 Mio. EUR in
Vorjahres.
2012. Während die Forderungen aus den Filialen und aus der HändDer Aufwand für Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte
lereinkaufsfinanzierung gegenüber dem Vorjahr anstiegen, war bei
und Sachanlagen erhöhte sich im Geschäftsjahr um 2,4 Mio. EUR auf
den Forderungen aus dem Internet- und aus dem Händlergeschäft ein
4,8 Mio. EUR. Grund ist eine Sonderabschreibung auf Software in Höhe
Rückgang um 4,9 % zu verzeichnen. Der in 2012 planmäßig vollzogene
von 2,1 Mio. EUR.
Bestandsabbau hatte nachhaltigere Auswirkungen als angenommen.
Aufgrund des gestiegenen Aufwands für Post- und Fernmeldege-
Zum Bilanzstichtag hält die CreditPlus Bank 379,9 Mio. EUR an Schuld-
bühren sowie für Marketing erhöhten sich die anderen Verwaltungs-
verschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (Vorjahr: 365,1 Mio. EUR). In dieser Position werden 229,7 Mio. EUR Class-
aufwendungen um 4,6 %. Der Personalaufwand stieg um 2,9 %.
B-Wertpapiere ausgewiesen, die im Vorjahr der Position »Sonstige
Die Risikokosten sanken um 23,2 % auf 20,9 Mio. EUR (Vorjahr:
Vermögensgegenstände« zugeordnet waren.
27,3 Mio. EUR). Die im Vorjahr angepasste Wertberichtigungsermittlung im Konsumentenkreditgeschäft hatte 2012 einen einmaligen
Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um
Zuführungseffekt für Forderungen ohne Zahlungsstörungen in Höhe
84,6 % auf 94,0 Mio. EUR sowie der Anstieg im Bereich der Verbind-
von 4,2 Mio. EUR zur Folge. Außerdem sank der Mahnbestand im Ver-
lichkeiten gegenüber Kunden um 180,8 Mio. EUR auf 1.218,6 Mio. EUR
gleich zum Vorjahr um 6,1 %.
ist auf die geänderte Refinanzierungsstrategie zurückzuführen.
Der Return on Equity nach Steuern, bezogen auf das durchschnittliche
In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbind-
Eigenkapital, sank von 19,8 % in 2012 auf 18,8 % in 2013. Dies ist auf
lichkeiten aus den Verbriefungen enthalten.
ein gestiegenes Eigenkapital zurückzuführen. Die Cost-Income-Ratio
Der Rückgang der Rechnungsabgrenzungsposten um 43,6 % ist haupt-
erhöhte sich von 43,4 % in 2012 auf 46,6 % in 2013.
sächlich mit der Ende 2012 eingestellten Erhebung von Bearbeitungsgebühren zu begründen.
Rückgang der Bilanzsumme um 7,5 %
Der Kapitalrücklage wurden im Geschäftsjahr 15,0 Mio. EUR zugeführt.
Die Bilanzsumme der CreditPlus Bank sank von 2.991,2 Mio. EUR in
Hinsichtlich der Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals ver-
2012 um 7,5 % auf 2.767,6 Mio. EUR in 2013.
weisen wir auf die Ausführungen im Anhang.
Bilanzsumme
Zum Bilanzstichtag bestanden keine verbindlichen Kreditzusagen der
in Mio. Euro
Muttergesellschaft.
2009
2010
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Bank ihren Zahlungs-
1.924
verpflichtungen jederzeit und fristgerecht nachkommen.
2.291
3.647
2011
2012
2013
2.991
2.768
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
69
JAHRESABSCHLUSS 2013
Lagebericht
Innerhalb der letzten drei Jahre hat die CreditPlus Bank ihre Refinanzierungsstruktur grundlegend geändert und auf eine nahezu 100%ige
Neue Frontends für die Absatzfinanzierung und das
PartnerBanking
Eigenfinanzierung umgestellt. Quellen für die Refinanzierung sind
das Einlagengeschäft mit institutionellen Investoren und privaten
2013 wurde die neue Software Kess für rund 4.300 Händler aus dem
Endkunden sowie die Forderungsverbriefung. Im Jahr 2013 hat die
Segment Automotive sowie für 7.200 Elektro- und Möbelhändler
CreditPlus Bank eine ABS-Transaktion auf der Basis von Automotive-
ausgerollt. Das neue Frontend hat die vorige Finanzierungssoftware
Forderungen in Höhe von 400 Mio. EUR durchgeführt.
Bendix-Online abgelöst. Kess bietet viele nützliche Funktionen, die
die Kreditanfrage für den Handel noch einfacher macht: Der Händler
kann verschiedene Finanzierungsvarianten direkt einander gegenü-
Solvabilität
berstellen und dem Kunden damit mehr Übersicht und Service bieten.
Die Eigenmittel der Gesellschaft nach § 10 KWG setzen sich aus-
Auch unseren Partnern aus dem PartnerBanking haben wir mit Part-
schließlich aus den Bestandteilen des haftenden Eigenkapitals zu-
nerPlus ein neues, verbessertes Frontend zur Verfügung gestellt. Die
sammen. Drittrangmittel liegen nicht vor. Das haftende Eigenkapital
Resonanz der Händler und Partner ist durchweg positiv.
beträgt nach Bilanzfeststellung 163,6 Mio EUR. Der Anteil der anrechenbaren längerfristigen nachrangigen Verbindlichkeiten beläuft
Die CreditPlus Bank verringert schrittweise die Anzahl ihrer Frontend-
sich dabei auf 19,6 %.
Systeme, um so langfristig Kosten in sechsstelliger Höhe zu sparen
und die Betriebssicherheit weiter zu erhöhen.
Die quartalsmäßig gemeldete Gesamtkennziffer nach § 2 Abs. 6 SolvV
lag in 2013 im Durchschnitt bei 12,6 %. Zum Bilanzstichtag betrug die
160,7 Mio EUR.
Umsetzung der Mindestanforderungen an das
Risikomanagement (MaRisk)
Projekte
14. Dezember 2012 die endgültige Fassung des überarbeiteten Rund-
Kennziffer 12,7 % und das haftende Eigenkapital vor Bilanzfeststellung
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am
schreibens zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement
(MaRisk) veröffentlicht. Die Änderungen gehen insbesondere auf
Umsetzung der Single Euro Payments Area (SEPA)Regularien
die Umsetzung von Basel III in der EU (CRD IV), die EBA Guidelines
on Internal Governance (GL 44), die CEBS Guidelines on Liquidity Cost
Benefit Allocation (GL 36) und zwei Empfehlungen des European
Bereits im vierten Quartal 2012 hat die CreditPlus Bank ein Projekt zur
Systemic Risk Board (ESRB) zurück.
Umsetzung der SEPA-Regularien aufgesetzt. CreditPlus ist vor allem
durch die hohe Anzahl an Lastschriften beim Rateneinzug von den
Die neue Fassung der MaRisk ist zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten.
SEPA-Regularien betroffen. Besonders das Einholen, die Verwaltung
Die CreditPlus Bank hat die Anforderungen aus der vierten MaRisk-
und Archivierung der SEPA-Mandate im Lastschriftverfahren erfor-
Novelle im Rahmen eines Projekts erfolgreich umgesetzt.
derte die Anpassung von Prozessen und Schnittstellen sowie die Integration in die bestehende Systemlandschaft.
Investitionen
Das Projekt wurde im Dezember 2013 erfolgreich abgeschlossen. Es
war eines der größten Projekte der Bank.
Für die Umstellung unserer Systeme auf SEPA sind uns Kosten in
Höhe von rund 7,4 Mio. EUR entstanden. Die Kosten für die Entwicklung des neuen Frontends für den Bereich PartnerBanking beliefen
sich auf rund 1,2 Mio. EUR. Mitte 2013 haben wir ein weiteres Verbriefungs-Projekt abgeschlossen, für das wir rund 450.000 EUR ausgegeben haben. In eine neue Speicherlösung haben wir rund 400.000 EUR
investiert.
70
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Personal- und Sozialwesen
Trainings für professionelles Telefonieren, emotionale Intelligenz im
Businessalltag, Kredit- und Projektleiterschulungen, Englischkurse,
Teamentwicklung, Zeitmanagement und auch Social Media für
Per 31.12.2013 waren bei der CreditPlus Bank 544 Mitarbeiter 3
Einsteiger. Zudem sind immer auch individuelle, bedarfsorientierte
beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Beleg-
Coachings zu bestimmten Themen möglich. Rund alle zwei Jahre fin-
schaft um 3 % (2012: 528). Ein Fünftel der Mitarbeiter war im Jahr 2013
det für alle Mitarbeiter auf freiwilliger Basis eine ganztägige Akade-
in den Filialen (106) tätig. Das übrige Personal ist in der Zentralen
mie der CreditPlus Bank statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung haben
Absatzfinanzierung (129 inklusive Abteilung Händlerfinanzierung),
die Mitarbeiter die Möglichkeit, aus einem breitgefächerten Angebot
den zentralen Abteilungen (218), der Internetplattform (38) und dem
Workshops, Vorträge und Sportkurse nach ihren Interessen zu besuchen.
Service-Center (53) beschäftigt.
Wir stellen unseren Mitarbeitern zahlreiche Angebote zur Work-LifeBalance zur Verfügung. Diese reichen von Gesundheitskursen über
Personalbestandsentwicklung
Kinderbetreuungsangebote bis hin zu Vorsorgeuntersuchungen und
flexiblen Arbeitszeitmodellen.
2009
453
2010
2011
2012
2013
508
539
Dank an Betriebsrat, Arbeitnehmervertreter
und Mitarbeiter
528
544
Dem Betriebsrat und den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat
danken wir für die verantwortungsbewusste und vertrauensvolle
Zusammenarbeit. Allen Mitarbeitern danken wir für ihren hohen
11 Mitarbeiter befanden sich zum Jahresende in einer Ausbildung.
Einsatz, ihr großes Engagement und ihre Treue zum Unternehmen.
Das Ausbildungsangebot umfasst die Bereiche Bürokommunikation,
Fachinformatik für Anwendungsentwicklung und die Kombination
von Studium und praktischer Ausbildung an der Dualen Hochschule
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Baden-Württemberg.
Die Fluktuationsquote lag im Jahr 2013 bei 5,78 %. Damit ist sie im
Vergleich zum Vorjahr um annähernd 3 Prozentpunkte gesunken
(2012: 8,48 %) und liegt bei einem für die Branche eher unterdurchschnittlichen Wert. 4
Die Altersstruktur der Mitarbeiter ist sehr ausgewogen und verteilt
sich relativ gleichmäßig über eine Bandbreite von den unter 25-Jährigen bis zu den 65-Jährigen. Der Anteil der 50- bis 65-Jährigen macht
Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt, der folgende abschließende Erklärung enthält:
»Unsere Bank hat nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt
waren, in dem die in dem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, in jedem Fall eine angemessene Gegenleistung
erhalten.«
rund 22 % der Belegschaft aus.
Für in- und externe Aus- und Weiterbildungen haben wir 2013 eine
mittlere sechsstellige Summe investiert. Das interne Schulungsprogramm der CreditPlus Bank umfasst eine breite Palette an Fach- und
persönlichkeitsentwickelnden Seminaren. Dazu zählen beispielsweise
3
4
Mitarbeiter nach Köpfen inklusive Auszubildende.
Vergleiche Jahresbericht 2011/2012, Arbeitgeberverband des privaten
Bankgewerbes.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
71
JAHRESABSCHLUSS 2013
Lagebericht
Mitgliedschaften
Insgesamt arbeiten wir mit umfangreichen Risikoüberwachungsund Frühwarnsystemen, mit denen wir die Risikostrategie der
CreditPlus Bank umsetzen. Unternehmensweit gelten Grundsätze für
Die Bank gehört dem Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin,
den bewussten Umgang mit Risiken, denen das Risikomanagement-
den regionalen Bankenverbänden an den Filialstandorten, dem
system aller Bereiche gerecht werden muss.
Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken
e. V. und der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH,
Verantwortlich für die Entscheidung über Maßnahmen, mit denen
Berlin, an. Ferner ist sie Mitglied im Bankenfachverband e.V., Berlin,
wir die Risiken steuern, und dafür, dass unsere Risikopolitik durch-
im Verband der Auslandsbanken in Deutschland e. V., Frankfurt a. M.,
gesetzt wird, ist der Vorstand. Er wird dabei von unserem Risikobe-
im Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes e. V., Köln, im
auftragten und den entsprechenden Fachabteilungen unterstützt, die
Prüfungsverband deutscher Banken e. V., Köln sowie in der Banken-
sowohl ihn als auch die verantwortlichen Führungskräfte regelmäßig
arbeitsgemeinschaft e. V., München.
und zeitnah mit standardisierten Berichten informieren. Diese beinhalten Kennzahlen und Analysen, auf die Vorstand und Führungs-
Nachtragsbericht
kräfte ihre Entscheidungen zur Risikosteuerung stützen. Daneben
haben wir verschiedene Risikokomitees eingerichtet, die sich in regelmäßigen Abständen treffen und risikorelevante Entscheidungen
bündeln.
Berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor.
Grundlegend für eine stringente Umsetzung der Risikostrategie ist
Risiken und Chancen der CreditPlus Bank
darüber hinaus, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür sensibilisiert werden, welche Risiken unser Geschäft mit sich
bringt. Um neben Schulungen auch aus dieser Richtung unser Risikomanagement zu unterstützen, stellt der Vorstand unsere risikopoli-
Risiken
tischen Grundsätze in Form eines Risikohandbuchs im Intranet für
alle jederzeit zugänglich zur Verfügung.
Unser Risikomanagement und Risikocontrolling
Wir sind als Unternehmen auf dem bundesdeutschen Markt fest eta-
Als weiterer Baustein unseres internen Kontrollsystems gewährleistet
bliert, weil wir uns auf unsere Kernkompetenzen fokussiert haben.
die Organisationseinheit »Permanente Kontrolle« eine flächende-
Dabei wächst unser Marktanteil zwar in kleinen Schritten, aber nach-
ckende Überwachung der prozessimmanenten operativen Kontrollen.
haltig. Durch unsere Konzentration auf das Geschäft mit Konsumen-
Und schließlich beaufsichtigt im Auftrag des Vorstands die interne
tenkrediten konnten wir in den vergangenen Jahren unsere Chancen
Revision der CreditPlus Bank das Risikomanagementsystem. Selbst-
durchgängig nutzen. Selbstverständlich bringt diese Einschränkung
ständig und unabhängig überprüft sie auch dessen Funktionsfähig-
auf ein bestimmtes Marktsegment Risiken mit sich, die wir aber be-
keit und Wirksamkeit.
wusst eingehen. Um sie zu begrenzen, haben wir umfangreiche Prozesse etabliert, die im Hinblick auf eine professionelle Bewältigung
Übergreifend haben wir Compliance-Regelungen eingeführt, die so-
dieser Risiken von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Cre-
wohl den aktuellen MaRisk gerecht werden als auch solche, die im
ditPlus Bank sind. Ein ausgefeiltes Risikomanagement ist für uns ein
Programm »FIDES« unseres obersten Mutterkonzerns Crédit Agricole
zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie, mit der wir uns
enthalten sind.
auch in Zukunft als Spezialist für Konsumentenkredite positionieren
werden.
72
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Unsere Risikotragfähigkeit
Sekundäres Deckungskapital
Als Deckungskapital für alle Risiken steht unser internes Kapital zur
• Sonderposten (gemäß § 340g HGB)
Verfügung. Dessen Zusammensetzung folgt dem Going-Concern-Ansatz. Bilanzielles Fremdkapital (mit Nachrangabrede) bleibt unberücksichtigt, da es ausschließlich im Liquidationsfall als Deckungsmasse
zur Verfügung steht. Ebenso ziehen wir den geplanten Gewinn nach
Steuern der kommenden 12 Monate hinzu, abzüglich der erwarteten
Risiken.
Tertiäres Deckungskapital
• Kapitalrücklage
• Gewinnrücklage
• Gesetzliche Rücklage
• Abzüglich immaterieller Vermögenswerte
Quartäres Deckungskapital
• Eingezahltes Kapital (Stammaktien)
Berechnung der Risikotragfähigkeit
Dieses Kapital steht allerdings nicht in vollem Umfang zur Deckung
Primäres
Deckungskapital
Sekundäres
Deckungskapital
Tertiäres
Deckungskapital
Quartäres
Deckungskapital
Internes Kapital
Sonstiges Risiko*
der Risiken zur Verfügung. Damit wir regulatorischen Anforderungen, wie haftendem Eigenkapital nach Kreditwesengesetz (KWG)
Adressausfallrisiko
Marktpreisrisiko
Operationelles
Risiko
Erwartete + unerwartete
Verluste
und Grundsatz I respektive Eigenmittel nach Solvabilitätsverordnung
(SolvV), gerecht werden können, haben wir es um entsprechende
Beträge reduziert. Das restliche interne Kapital setzen wir hingegen
vollständig ein, um Risiken zu decken, die wir im Folgenden näher erläutern.
Unsere Identifikation und Bewertung von Risiken, unsere Risikolimits
und unsere risikoartenübergreifenden Stresstests sowie inverse
Stresstests
Risiken zu identifizieren bedeutet für uns, gezielt nach Faktoren zu
*»Restgröße«, schwer quantifizierbar (CP: Pauschale für Projektrisiken)
suchen, die unsere Geschäfte negativ beeinflussen können und ihre
Wirkung im Gesamtzusammenhang des Unternehmensgeschehens
zu erkennen. So können wir alle Arten von Risiken möglichst vollständig erfassen sowie beziffern und sie – bezogen auf ein Jahr – in »Geld-
Im Einzelnen setzt sich das gesamte Deckungskapital der CreditPlus
einheiten« bewerten.
Bank aus vier Bestandteilen zusammen:
Grundsätzlich bewerten wir jede Art von Risiko nach den Kategorien:
Primäres Deckungskapital
• Plangewinn t+12 (gemäß HGB inklusive erwarteter Risiken, nach
»Expected Loss« (erwarteter Verlust) und »Unexpected Loss« (unerwarteter Verlust).
Steuern)
• Bisheriger Gewinn und Verlust im laufenden Kalenderjahr
Unter »Expected Loss« werden alle Risiken gefasst, die mit sehr hoher
(gemäß HGB nach Steuern und so lange, bis die Ergebnisverwen-
Wahrscheinlichkeit eintreten und einen entsprechenden jährlichen
dung erfolgt ist)
Verlust für die CreditPlus Bank verursachen.
•
• Rückstellungen für eventuelle Verpflichtungen (Rückstellungen
Wertberichtigung für Kreditausfallrisiken (gemäß HGB)
für Kreditgeschäfte, Rückstellungen für Drohverluste usw.)
Um den »Unexpected Loss« zu ermitteln, nutzen wir diverse Szenarien und Wahrscheinlichkeiten, die sich aus einem Stresstest auf der
Ebene von einzelnen Risiken ergeben. Mit ihnen können wir festlegen,
wie hoch der Verlust im Extremfall sein könnte. Diese Auswirkungen
rechnen wir zu Vergleichszwecken auf eine jährliche Größe um.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
73
JAHRESABSCHLUSS 2013
Lagebericht
Deckungskapital der CreditPlus Bank
Primäres Deckungskapital
• Plangewinn t+12 (gemäß HGB
inklusive erwarteter Risiken und
nach Steuern)
Sekundäres Deckungskapital
• Sonderposten (gemäß § 340g HGB)
• Bisheriger Gewinn und Verlust im
laufenden Kalenderjahr (gemäß HGB
nach Steuern und so lange, bis die
Ergebnisverwendung erfolgt ist)
Tertiäres Deckungskapital
• Kapitalrücklage
• Gewinnrücklage
• Gesetzliche Rücklage
• Abzüglich immaterielle Vermögens-
Quartäres Deckungskapital
• Eingezahltes Kapital (Stammaktien)
werte
• Wertberichtigung für Kreditausfallrisiken (gemäß HGB)
• Rückstellungen für eventuelle
Verpflichtungen (risikobehaftete
Rückstellungen wie Kreditgeschäfte,
Rückstellungen für Drohverluste usw.)
Im Hinblick auf die neuen Vorschriften der MaRisk zur Steuerung von
Multivariater Ansatz:
Risiken und der entsprechenden Controllingprozesse (AT 4.3.2/BTR)
Hier wird im Rahmen einer Szenarioanalyse der Einfluss von gleich-
nutzen wir eine zweite Stufe, um den »Unexpected Loss« herleiten zu
zeitigen Extremveränderungen mehrerer Risikofaktoren auf die
können. Dazu verwenden wir Stressszenarien, die unabhängig von
Zielgröße untersucht. Es werden keine Korrelationen berücksichtigt
bestimmten Risikoarten sind und außergewöhnliche, aber plausible
(konservativer Ansatz). Das freie interne Deckungskapital wird ent-
Ereignisse simulieren. Dabei ist es auf dieser Ebene nicht unser Ziel,
sprechend dem »Unexpected Loss« proportional verteilt und auf ein
einen »Unexpected Loss« durch Risikokapital zu decken. Vielmehr
Szenario rückgerechnet, das sich aus der gleichzeitigen Steigerung der
wollen wir mögliche Auswirkungen von extremen Szenarien erkennen,
Risikotreiber ergibt.
um vorab die geeigneten Maßnahmen zu definieren, mit denen wir
einen solchen Extremfall identifizieren und ihm begegnen können.
Wir unterscheiden zwischen folgenden fünf Hauptkategorien von
Risiken, denen wir jeweils bestimmte Unterkategorien zuordnen:
Im Rahmen sogenannter »inverser Stresstests« nach MaRisk (AT 4.3.3)
wird als Ausgangsbasis das vorhandene Risikotragfähigkeitskonzept
der Bank herangezogen. Das freie interne Deckungskapital wird zur
Ermittlung der Belastungsgrenze des Going-Concern-Ansatzes verwendet. Hier besteht die aufsichtsrechtliche Anforderung zur Berechnung von zwei Ansätzen.
Univariater Ansatz:
Adressausfallrisiko (BTR 1, MaRisk)
• Kreditrisiko im Kundengeschäft
• Kreditrisiko bei der Händlerfinanzierung
• Kontrahentenrisiko durch Banken
• Länderrisiko
• Anteilseignerrisiko
• Adressausfallrisiko aus Zweckgesellschaften
Bei diesem Ansatz wird der isolierte Einfluss einer Extremveränderung
eines Risikofaktors auf die Steuerungsgröße (beispielsweise Steigerung
der Ausfallwahrscheinlichkeit beziehungsweise Verlustquote oder Steigerung der Zinssätze oder der Liquiditätsspreads) untersucht. Durch
Allokation des freien internen Deckungskapitals auf jeweils eine einzige Risikokategorie ist die Rückrechnung innerhalb der Risikokategorie
auf die Veränderung der jeweils einzelnen Steuerungsgröße möglich.
74
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Marktpreisrisiko (BTR 2, MaRisk)
• Zinsänderungsrisiko
• Kursrisiko
• Währungsrisiko
• Marktpreisrisiko aus Warengeschäften
• Marktpreisrisiko aus Zweckgesellschaften
Risikokategorien der CreditPlus Bank
Adressausfallrisiko
(BTR 1, MaRisk )
• Kreditrisiko im Kundengeschäft
• Kreditrisiko bei der
Händlerfinanzierung
• Kontrahentenrisiko durch
Banken
• Länderrisiko
• Anteilseignerrisiko
• Adressausfallrisiko aus
Marktpreisrisiko
(BTR 2, MaRisk)
• Zinsänderungsrisiko
• Kursrisiko
• Währungsrisiko
• Marktpreisrisiko aus
Liquiditätsrisiko
(BTR 3, MaRisk)
• Risiko der steigenden
Beschaffungskosten
• Liquiditätsrisiko aus
Zweckgesellschaften
• Interner Betrug
• Externer Betrug
• Beschäftigungspraxis und
Arbeitsplatzsicherheit
• Kunden, Produkte und
Warengeschäften
•
Operationelles Risiko
(BTR 4, MaRisk)
Geschäftsgepflogenheiten
Marktpreisrisiko aus
Zweckgesellschaften
• Sachschäden
• Geschäftsunterbrechungen
Sonstiges Risiko
• Risiken aus ausgelagerten
Aktivitäten und Prozessen
(Outsourcing)
• Risiken aus Projekten
• Strategische Risiken
• Reputationsrisiken
• Rechtsrisiken
und Systemausfälle
Zweckgesellschaften
• Ausführung, Lieferung und
Prozessmanagement
Liquiditätsrisiko (BTR 3, MaRisk)
• Risiko der steigenden Beschaffungskosten
• Liquiditätsrisiko aus Zweckgesellschaften
Um die einzelnen Risikokategorien zu gewichten, setzen wir unterschiedliche Methoden ein. Diese werden wir nachfolgend näher erläutern und mögliche Konzentrationen von Risiken darstellen und
bewerten.
Operationelles Risiko (BTR 4, MaRisk)
Darunter verstehen wir die Gefahr, dass Prozesse, menschliches Han-
Adressausfallrisiko
deln und Systeme unangemessen sind oder versagen und es so zu
Kreditrisiko im Kundengeschäft (wesentliches Risiko nach AT 2.2,
Verlusten kommt oder durch externe Ereignisse kommen könnte.
MaRisk)
Unser Verfahren zur Berechnung der erwarteten Verluste im
• Interner Betrug
• Externer Betrug
• Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit
• Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten
• Sachschäden
• Geschäftsunterbrechungen und Systemausfälle
• Ausführung, Lieferung und Prozessmanagement
Sonstiges Risiko
Retailgeschäft beruht auf einem konzerneinheitlichen Verfahren.
Das Gruppenwertberichtigungsverfahren basiert auf den Zahlungseingängen gekündigter Forderungen und Kündigungswahrscheinlichkeiten, die wir aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit
ableiten. Das Verfahren deckt Ausfälle aus zu erwartenden Kündigungen über den Zeithorizont von einem Jahr hinaus ab. So können
wir den voraussichtlichen Ausfall mathematisch genau beziffern. Die
Gruppenwertberichtigung wird von uns auf der Basis aktueller Werte
laufend vorgenommen. Sofern wir darüber hinaus weitere drohende
• Risiken aus ausgelagerten Aktivitäten und Prozessen
Verluste erkennen, berücksichtigen wir sie ebenfalls und ergreifen
• Risiken aus Projekten
• Strategische Risiken
• Reputationsrisiken
• Rechtsrisiken
drohende Kreditausfälle auf einen externen Betrug zurückzuführen
(Outsourcing)
entsprechende Vorsorgemaßnahmen. Sollte sich herausstellen, dass
sind, werden sie in der Kategorie »operationelles Risiko« ausgewiesen.
Generell werden von uns alle Kreditanfragen im monatlichen Turnus
auf Portfolioebene und im Einzelfall bewertet. Die gegenwärtigen
Wertberichtigungen in Höhe von 43,2 Mio. EUR decken die zu erwartenden Verluste der nächsten 12 Monate zu mehr als 170 % ab. (Berechnung: Wertberichtigungsbestand zu Plan-Risikokosten).
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
75
JAHRESABSCHLUSS 2013
Lagebericht
Um einen »Unexpected Loss« abzuschirmen, haben wir die Risiko-
Kreditrisiko im Kunden- und Händlergeschäft
aktiva mit 4 % Deckungskapital unterlegt – zusätzlich zu den regula-
Mit Blick auf die strategische Ausrichtung der CreditPlus Bank und
torischen Anforderungen und gemäß einer Value-at-Risk-Darstellung
das wirtschaftliche Umfeld haben wir für das Adressausfallrisiko
mit einem Konfidenzniveau von 99 %.
diverse Stressszenarien definiert. Zu diesen Szenarien gehören beim
Kundengeschäft Faktoren wie ein Anstieg der Arbeitslosigkeit/die
Das Privatkundengeschäft stellt mit einem Portfolioanteil von rund
Wanderungen in den Mahnbestand und im Händlergeschäft bei-
92 % (Stand Dezember 2013, Vorjahr 93 %) den Schwerpunkt unserer
spielsweise gleichzeitige Auswirkungen auf den Fahrzeughandel.
Geschäftstätigkeit dar.
Kontrahentenrisiko durch Banken (wesentliches Risiko nach
Wir gehen im Privatkundengeschäft im Hinblick auf die Spezialisie-
AT 2.2, MaRisk)
rungsstrategie der CreditPlus Bank bewusst Risikokonzentrationen
Die Auswirkungen der Staatsschulden- und Finanzkrise waren auch
ein. Um das Kreditrisiko zu begrenzen, definieren wir für jeden Ein-
im Jahr 2013 im Bankenumfeld weiterhin wahrnehmbar, auch wenn
zelfall ein Kreditlimit, das auf den uns bekannten Daten des Kunden
die Risiken in diesem Segment für uns aufgrund der Mitte 2011 begon-
beruht. Zusätzlich ermitteln wir auf Portfolioebene diverse weitere
nenen und im Jahr 2013 weiterhin vorangetriebenen Umorientierung
Kennzahlen.
in der Refinanzierung der Bank als rückläufig zu betrachten sind. Da
wir nach wie vor strenge Kriterien an die Kontrahenten der CreditPlus
Kreditrisiko bei der Händlerfinanzierung (wesentliches Risiko
Bank anlegen, können wir den »Expected Loss« weiterhin mit »null«
nach AT 2.2, MaRisk)
quantifizieren.
Jede neue Geschäftsverbindung mit einem Händler wird mit einem
eigenen Ratingsystem (Ratingklassen und Risikomatrix) bewertet
Darüber hinaus bestehen rückläufige Risikopositionen (auslaufende
und fortlaufend einer Berechnung der Verlusterwartung unterworfen.
Geschäfte, weniger Neugeschäfte) aus Derivate-Kontrakten, also Erfüllungsrisiken. Da wir aufgrund der Umorientierung auf der Refinanzie-
Zur Abdeckung des »Expected Loss« bilden wir Einzelwertberichti-
rungsseite in den letzten zwei Jahren regelmäßig auch als Empfänger
gungen.
von Festzinssätzen auftreten, hat dies dazu geführt, dass die Barwertentwicklung im Gesamtportfolio der Derivate unabhängig von der
Um einen »Unexpected Loss« abzuschirmen, haben wir – zusätzlich
Veränderung der Marktzinsen größtenteils gegenläufig ist. Ein Projekt
zu den regulatorischen Anforderungen – die Risikoaktiva mit 4 %
zur Umsetzung der neuen Anforderungen aus EMIR (European Market
Deckungskapital unterlegt.
Infrastructure Regulation) mit Zielorientierung eines Clearings von
Im Geschäftsfeld Händlerfinanzierung kann es vor allem bei Kredit-
wurde aufgesetzt. Die Kontrahenten der CreditPlus Bank unterziehen
nehmereinheiten zu Risikokonzentrationen kommen. Deshalb haben
wir derzeit halbjährlich einer Risikobewertung.
Risikopositionen über einen sogenannten CCP (Zentraler Kontrahent)
wir die Herauslage an einzelne Kreditnehmer oder Kreditnehmereinheiten durch entsprechende Limits begrenzt und das Geschäftsvolu-
aktiva mit 4 % Deckungskapital unterlegt und den entsprechenden
im Automotive-Segment beschränkt. Im Übrigen führen wir individu-
Solvabilitäts-Koeffizienten berücksichtigt. Derivate lassen wir nach
elle Kreditlinien, die von der Bonität abhängen. Wir haben ein Limit
der Laufzeitmethode einfließen und bewerten die originären Posi-
definiert, mit dem wir die Größe des Portfolios ins Verhältnis zu den
tionen monatlich, die derivativen einmal im Quartal.
Gesamtforderungen setzen.
76
Um einen »Unexpected Loss« abzuschirmen, haben wir die Risiko-
men insgesamt auf einen prozentualen Anteil der Absatzfinanzierung
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Die Anzahl der Kontrahenten im Bankenbereich ist relativ gering. Das
Um den »Unexpected Loss« zu ermitteln, setzen wir ein Modell ein,
gilt insbesondere für diejenigen mit einem Rahmenvertrag für Deri-
mit dem wir die Zinsdifferenz berechnen (Interest-Rate-Gap-Modell).
vate. Aus diesem Umstand ergeben sich automatisch Konzentrations-
Dabei gehen wir davon aus, dass sich die gesamte Zinskurve parallel
risiken, die wir aber durch eine bewusste Auswahl sehr guter Boni-
um ± 200 Basispunkte verschiebt (Untergrenze bei 0 %), und kalkulie-
täten deutlich minimieren können. Die Verschlechterung der Bonität
ren auf dieser Basis den Effekt auf das Zinsergebnis. Die ermittelten
einzelner Banken hat sich bei der kritischen Auswahl unserer Partner
»Unexpected Loss« betragen 0,8 Mio EUR.
niedergeschlagen. Zudem begrenzen wir das Kontrahentenrisiko
durch ein individuelles Limit, das durch den Aufsichtsrat genehmi-
Konzentrationsrisiken sind in dieser Risikokategorie nicht festzustellen.
gt wird. Darüber hinaus ist die CreditPlus Bank in das internationale
Alarmsystem der Gruppe mit unterschiedlichen Warnstufen und entsprechenden Maßnahmenkatalogen eingebunden.
Die von der BaFin geforderte Begrenzung des Zinsänderungsrisikos
im Anlagebuch im Verhältnis zu den Eigenmitteln bei einer Verschiebung der Zinskurve um ± 200 Basispunkte von maximal 20 % wurde
Adressausfallrisiko aus Zweckgesellschaften
von der CreditPlus Bank jederzeit eingehalten und beträgt zum Stich-
Die vorhandenen Zweckgesellschaften aus der Verbriefung von
tag 3,36 %.
Kundenforderungen verursachen keinerlei zusätzliches Ausfallrisiko.
Dieses wird bereits in der Kategorie Kreditrisiko (Kundengeschäft)
Kursrisiko (wesentliches Risiko nach AT 2.2, MaRisk)
vollständig berücksichtigt.
Bei dieser Risikokategorie berechnen wir den »Expected Loss« anhand
Länder- und Anteilseignerrisiken sind derzeit nicht gegeben.
Portfolios. Da die CreditPlus Bank strategisch darauf ausgerichtet ist,
Marktpreisrisiko
Bonitäten aufweisen, und diese variabel verzinslichen Anleihen bis
Die CreditPlus Bank ist ein Nichthandelsbuchinstitut, ein Handels-
zur endfälligen Rückzahlung zu halten, erwarten wir keine Ausfälle.
der von uns erwarteten Marktpreisschwankungen des Wertpapiergrundsätzlich nur in Kapitalmarkt-Floater zu investieren, die beste
buch führen wir nicht. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen
sich daher ausschließlich auf das Anlagebuch.
Die Kurswerte stehen nach wie vor unter dem Einfluss volatiler
Finanzmärkte. Wie sich die Credit-Spreads weiter entwickeln werden,
Zinsänderungsrisiko (wesentliches Risiko nach AT 2.2, MaRisk)
ist nur schwer einzuschätzen. Deshalb setzen wir als »Expected Loss«
Für den »Expected Loss« ermitteln wir auf der Basis eines gruppen-
vorsichtshalber einen Wert von 100 Basispunkten des Nominalwerts
internen Rechenmodells monatlich das Zinsänderungsrisiko der
des Gesamtportfolios an. Er beträgt zum Stichtag 0,2 Mio EUR.
CreditPlus Bank. Dieses Modell ist fest implementiert und wird auf
Konzernebene regelmäßig überprüft. Ein explizites Zinsänderungs-
Die in diesem Bereich getätigten Geschäfte basieren auf einer ein-
risiko ergibt sich nur aus offenen Positionen, die wir bewusst einge-
fachen Struktur. Eine regelmäßige Überprüfung des Verfahrens ist
gangen sind, um einen positiven Strukturbeitrag zu erwirtschaften.
daher nicht notwendig. Unsere Bewertungen führen wir monatlich
Wir können daher den »Expected Loss« immer mit »null« beziffern.
durch und lehnen uns damit an das Verfahren der Deutschen Bun-
Aufgrund der flachen Zinskurve haben wir im vergangenen Jahr er-
desbank an, in deren Pfanddepot sich die Papiere der CreditPlus Bank
neut offene Aktiv-Positionen meist sehr zeitnah schließen können,
befinden.
da damit verbundene Strukturbeiträge nur gering ausgefallen wären
und für uns nicht im Fokus standen. Wir bewerten das Zinsände-
Den »Unexpected Loss« berechnen wir anhand der unerwarteten
rungsrisiko 14-tägig im Rahmen des Treasury-Ausschusses.
Marktpreisschwankungen des Security-Portfolios. Auch hier haben
wir – mit Blick auf die immer noch starken Schwankungen der
Finanzmärkte – vorsichtshalber einen Wert in Höhe von 1.500 Basispunkten des Nominalwerts angesetzt. Die Bewertung nehmen wir
ebenfalls monatlich vor und beträgt zum Stichtag 2,3 Mio EUR.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
77
JAHRESABSCHLUSS 2013
Lagebericht
Da die CreditPlus Bank derzeit lediglich einen Kapitalmarkt-Floater
Sollte es zu einem vorübergehenden Liquiditätsengpass kommen, bei-
mit 15 Mio. EUR Nennwert (Stand Dezember 2013) im Portfolio hat, er-
spielsweise durch eingeplante, aber ausgebliebene Zahlungseingänge,
geben sich automatisch Konzentrationsrisiken. Diese haben aber auf
können wir diesen Engpass durch eine Übernachtkreditaufnahme bei
das reine Kursrisiko keinen zusätzlichen Einfluss.
der Bundesbank ausgleichen. Hier halten wir im Pfanddepot einen
jederzeit ausreichenden Bestand an unbelasteten Sicherheiten (mit
Um das Kursrisiko zu begrenzen, haben wir individuelle Limits festgesetzt.
AAA-Rating). Darüber hinaus haben wir noch unverbindlich zugesagte Geldhandelslinien bei Banken. Auch durch unsere Zugehörigkeit zur Crédit Agricole Gruppe ist unsere jederzeitige Versorgung mit
Währungs- oder Marktpreisrisiken aus Warengeschäften gibt es derzeit nicht.
Liquidität auf Gruppenebene gesichert. Zur Stärkung der Refinanzierungsbasis soll zudem der Ausbau des Einlagengeschäfts mit institutionellen und privaten Kunden weiterverfolgt werden.
Marktpreisrisiko aus Zweckgesellschaften
Die vorhandene Zweckgesellschaft aus der Verbriefung von Kunden-
Die Abteilung Treasury der CreditPlus Bank erstellt – analog zum
forderungen verursachen keinerlei zusätzliche Marktpreisrisiken. Die-
Planungshorizont der Gesamtbankplanung – eine detaillierte Liqui-
se werden bereits in der Kategorie Zinsänderungsrisiko (Kundenge-
ditätsplanung auf Tages- und Monatsbasis. Als Basis dienen dabei
schäft) vollständig berücksichtigt. Kursrisiken können nur für externe
die zu erwartenden bekannten Cashflows sowie die Annahme einer
Investoren entstehen. Für die CreditPlus Bank als Käufer von (eigenen)
entsprechend geplanten Neuproduktion. Die Liquiditätsplanung wird
ABS-Tranchen sind mögliche Wertverluste ausschließlich durch das
regelmäßig an unsere Muttergesellschaft berichtet.
zugrunde liegende Kundenportfolio definiert. Diese werden bereits in
der Kategorie Kreditrisiko (Kundengeschäft) vollständig berücksichtigt.
Aufgrund dieser Gesamtstruktur ist ein klassisches Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiko (wesentliches Risiko nach AT 2.2, MaRisk)
höheren Beschaffungskosten für liquide Mittel kommen könnte,
Das Einlagengeschäft der Bank setzt sich aus Einlagen institutioneller
wenn der Kapitalmarkt unvorhergesehenen Schwankungen unter-
Investoren und seit Juni 2012 auch aus Einlagen privater Endkunden
worfen wird. Genau diesen Mehraufwand quantifizieren wir deshalb
zusammen. In beiden Segmenten bieten wir ausschließlich fest ter-
als »Unexpected Loss«. Dabei setzen wir voraus, dass mögliche Mehr-
minierte Einlagen an. Ein Liquiditätsengpass durch einen unvorherge-
kosten, die durch die Refinanzierung entstehen, an Kunden weiter-
sehenen Abzug von Einlagen kann also grundsätzlich nicht entstehen.
gegeben werden können – durch die Preisgestaltung auf der Aktiv-
Zudem können wir die Anforderungen, die der Liquiditätsgrundsatz
seite und mit einer Zeitverzögerung von sechs Monaten.
nicht zu erkennen. Es besteht lediglich die Möglichkeit, dass es zu
stellt, wegen der Struktur unseres Geschäfts mit Kundenkrediten problemlos erfüllen. Wir beziffern den »Expected Loss« daher mit »null«.
Eventuelle Liquiditätsanforderungen, die sich in Abhängigkeit von
Die Bewertung nehmen wir gemäß der Liquiditätsverordnung mo-
Ratingveränderungen als Auswirkung für Zweckgesellschaften erge-
natlich vor. Daneben wurde im vergangenen Jahr zusammen mit der
ben würden, berücksichtigen wir, indem daraus abzuleitende Mehr-
Muttergesellschaft begonnen, die voraussichtlichen Auswirkungen
kosten für die Bank (»Unexpected Loss«) aufaddiert werden.
der LCR (Liquidity Coverage Ratio gem. Basel III) zu ermitteln. Proberechnungen wurden daneben auch zusammen mit den Experten des
Noch rund 4 % (Stand Dezember 2013) der finanziellen Fremdmittel
Bankenfachverbandes Berlin durchgeführt. Hieraus konnten wir die
zur Refinanzierung werden durch unsere Muttergesellschaft bereit-
notwendigen Schritte zur Erreichung der ab 2015 geplanten Kennziffer
gestellt. Über 57 % der finanziellen Fremdmittel entstammen dem
ableiten und in die weitere Planung integrieren.
Einlagengeschäft, knapp 37 % mittelbar und unmittelbar aus der Verbriefungstransaktion. Die Ende 2011 noch bestehende Risikokonzentration (73 % wurden damals durch die Muttergesellschaft bereitgestellt) konnte in 2013 weiter reduziert werden. Für 2014 ist der weitere
Ausbau des Einlagengeschäfts (insbesondere mit privaten Kunden)
78
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Operationelle Risiken – Ursachen
Geschäftspolitische
Fehler
Änderung externer
Rahmenbedingungen
Mangelnde Qualifikation
der Mitarbeiter
Mängel in Technik
und DV-Systemen
Operationelle Risiken können an jeder
Stelle im Unternehmen auftreten
Mängel in Aufbau- und
Ablauforganisation
Inkaufnahme von Risiken
bei sinkenden Margen
Unzureichendes
Reporting und MIS
Unzureichende Kontrollen
geplant. Eine zusätzliche Deckung durch Risikokapital ist daher nicht
Treten nun im Verlauf des Jahres tatsächlich Schadensfälle auf, die
erforderlich.
wir den Ereigniskategorien des operationellen Risikos zuordnen, wer-
Um das Liquiditätsrisiko zu begrenzen, haben wir in erster Linie Limits
und ausgewertet. Wir haben die Eigentümer der Prozesse verpflich-
gesetzt, kurzfristig überschüssige liquide Mittel bei anderen Banken
tet, solche Schadensfälle zeitnah und unaufgefordert dem ORM zu
den diese von unserem Operational Risk Manager (ORM) gesammelt
5
anzulegen. Darüber hinaus existieren keine erkennbaren Risikopotenziale, denen wir durch weitere Limits begegnen müssten.
melden. Stellt sich ein solcher Fall als bedeutend heraus, analysieren
der ORM und der Eigentümer des Prozesses unverzüglich und gemeinsam die Ursachen.
Das von den neuen MaRisk (Fassung vom 14.12.2012) geforderte Liquiditätspreis-Verrechnungssystem hat die CreditPlus Bank zwischen-
Leider stellen wir eine deutliche Häufung von Schadensfällen durch
zeitlich umgesetzt und verwendet dies in der Vor- und Nachkalkula-
externen Betrug fest. Diese haben einen Umfang von unverändert 93 %
tion (Steuerung der Gesamtbank).
(Dreijahresdurchschnitt) aller Fälle angenommen. Damit kommt es
Operationelles Risiko (wesentliches Risiko nach AT 2.2, MaRisk)
tionsmaßnahmen im Kreditankauf wurden deshalb kontinuierlich
Um die operationellen Risiken unserer Prozesse zu analysieren,
verbessert. Regelmäßige Schulungen finden für Vertriebsmitarbeiter
bewerten wir – gemeinsam mit den Verantwortlichen für die
und für einzelne interne Abteilungen statt. Durchgeführt werden
zu einer Risikokonzentration in dieser Ereigniskategorie. Die Präven-
Prozesse – einmal im Jahr die erwarteten und unerwarteten Risiken
diese Schulungen durch die Experten der Gruppe »Externe Betrugs-
in den einzelnen Ereigniskategorien sowohl auf der finanziellen
bekämpfung«.
(Financial Impact) als auch auf der nichtfinanziellen Ebene (NonFinancial Impact). Bei sehr hohem Risiko muss der jeweilige Bereich
Unser Limitsystem, das wir bei der Bewertung der operationellen
einen Aktionsplan erstellen.
Risiken anwenden, machen wir vom internen Kapital abhängig.
Darüber hinaus beschränken wir die operationellen Risiken präventiv,
indem wir die Gefahrenpotenziale sorgfältig analysieren – zum Beispiel bei der Anschaffung und Veränderung von Systemen oder wenn
wir mit neuen Partnern Geschäftsbeziehungen eingehen.
5
Siehe Ausführungen unter der Überschrift »Kontrahentenrisiko durch
Banken«.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
79
JAHRESABSCHLUSS 2013
Lagebericht
Sonstige Risiken
Auch ein Limitsystem kann man bei strategischen Risiken nicht zum
Risiken aus ausgelagerten Aktivitäten und Prozessen
Einsatz bringen. Hier kommt es mehr auf den fachmännischen Ge-
Da wir die Bewertung der operationellen Risiken bereits auf der Ebene
samtverstand der Entscheidungsträger an, der diese Art von Risiken
von Prozessen vornehmen, berücksichtigen wir die entsprechenden
begrenzt. Darüber hinaus wirkt es sich limitierend auf strategische
erwarteten und unerwarteten Risiken und Verluste in der dortigen
Risiken aus, dass wir zur Crédit Agricole Gruppe gehören und Mitglied
Kategorie. Hier führen wir nur solche Risiken auf, die wir im Rahmen
in verschiedenen Fachverbänden der Branche sind.
des AT 9 der MaRisk als besondere Risiken betrachten müssen, inklusive damit verbundene erwartete oder unerwartete Verluste.
Rechtsrisiken
Die Identifizierung und Behandlung von Rechtsrisiken ist Aufgabe der
Risiken aus Projekten
hauseigenen Rechtsabteilung. Sie informiert den Vorstand und die be-
Erwartete Verluste bewerten wir im Rahmen der Masterplanung und
treffenden Fachbereiche über die für die CreditPlus Bank relevanten
integrieren sie direkt in die Kalkulation der Projektkosten. Auf diese
Rechtsänderungen und -risiken. Durch die Verwendung standardi-
Weise fließen sie bereits in die GuV-Planung der CreditPlus Bank ein
sierter Verträge werden rechtliche Risiken bei Vertragsabschluss
und werden nicht mehr gesondert oder mit »null« ausgewiesen. Für
im Direkt- und Händlergeschäft begrenzt. Darüber hinaus berät die
das gesamte Projektportfolio geben wir über ein bestimmtes Budget
Rechtsabteilung die Mitarbeiter der CreditPlus Bank hinsichtlich
den Rahmen vor, innerhalb dessen sich die Steuerung der einzelnen
rechtlicher Fragestellungen, beispielsweise im Rahmen von Kon-
Projekte im Verlauf eines Jahres bewegt. Damit stellen wir sicher, dass
flikten mit Kunden oder anderen Dritten.
es zu keiner Budgetüberschreitung kommt. Vorsichtshalber berücksichtigen wir aber von vornherein eine Überschreitung des Gesamt-
Die Zulässigkeit der Bearbeitungsgebühr, die auch die CreditPlus
budgets in Höhe von 2 % als ungeplanten Mehraufwand. Die Bewer-
Bank bis 2012 regelmäßig mit ihren Kunden vereinbart hat, ist wei-
tung nehmen wir analog zum Turnus der Planungen vor.
terhin umstritten. Dabei ist die Rechtsprechung bundesweit nicht
Risiken aus Projekten begrenzen wir, indem wir regelmäßig den
beim Bundesgerichtshof (BGH) eingelegt. Am 13. Mai 2014 wird dort
Soll- mit dem Ist-Zustand des Projektplans vergleichen. Durch eine
in zwei Verfahren mündlich verhandelt. Erst dann wird mit einer ab-
zeitnahe Steuerung und ein umfangreiches Reporting innerhalb der
schließenden Entscheidung in dieser Angelegenheit zu rechnen sein.
CreditPlus Bank und gegenüber unseren Aktionären stellen wir sicher,
Aufgrund der jetzigen Rechtslage hält die CreditPlus Bank daran fest,
dass Abweichungen von den Entscheidungsträgern bereits in einem
dass das Bearbeitungsentgelt, das im Kreditvertrag in konkreter Höhe
einheitlich. Gegen verschiedene Entscheidungen wurde Revision
sehr frühen Stadium erkannt werden und sie entsprechende Maß-
ausgewiesen wurde, einen Teil der Gegenleistung für die Bereitstel-
nahmen ergreifen können.
lung des Kredits darstellt und daher als sogenannte Preishauptabrede
weiterhin als zulässig anzusehen ist. Die Beschwerden und auch die
Strategische Risiken
öffentliche Aufmerksamkeit in diesem Bereich sind weiterhin hoch.
Den »Expected Loss« in dieser Kategorie berücksichtigen wir bereits
im Rahmen der jährlich revolvierenden Geschäftsplanung, die Teil der
Reputationsrisiken
GuV-Planung ist. Er wird deshalb nicht mehr gesondert oder mit »null«
Eine hohe Reputation ist gerade im Kreditgeschäft, wie es die Cre-
ausgewiesen. Die Bewertung führen wir im Turnus der Planungen
ditPlus Bank betreibt, von größter Wichtigkeit. Sie ist nicht nur ein
durch.
Grundpfeiler der hervorragenden Kundenbindung, sondern auch ein
Einen »Unexpected Loss« kann man in dieser Risikokategorie nicht
Risiko eines Reputationsverlustes müssen wir somit immer im Blick
starker Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Mitbewerbern. Das
sinnvoll beziffern. Wir weisen ihn daher mit »null« aus. Um hier trotz-
behalten – können es aber nicht sinnvoll in Zahlen ausdrücken. Des-
dem eine Abdeckung zu gewährleisten, dient die Restgröße des nach
halb weisen wir den »Expected Loss« und den »Unexpected Loss« mit
Abzug aller sonstigen Risiken von der Deckungsmasse übrig blei-
»null« aus. Um auch hier trotzdem eine Abdeckung zu gewährleisten,
benden internen Kapitals.
dient die Restgröße des nach Abzug aller sonstigen Risiken von der
Deckungsmasse übrig bleibenden internen Kapitals.
80
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Steuerung, Bewertung und Reporting
Bezüglich der einzelnen Risikokategorien sind die Aufgaben wie folgt
verteilt:
wird gesteuert durch
wird bewertet/reportet von
wird reportet an
Kreditausschuss,
Zentraler Mahnbereich
Rechnungswesen/Controlling,
Kreditrisikomanagement
Kreditausschuss,
Gesamtvorstand
Kreditausschuss
Rechnungswesen/Controlling,
Kreditrisikomanagement
Kreditausschuss,
Gesamtvorstand
Kreditrisikomanagement,
Treasury
Rechnungswesen/Controlling
Gesamtvorstand
Länderrisiko
entfällt
entfällt
entfällt
Anteilseignerrisiko
entfällt
entfällt
entfällt
Adressausfallrisiko aus
Zweckgesellschaften
entfällt
entfällt
entfällt
Adressausfallrisiko
Kreditrisiko
(Kundengeschäft)
Kreditrisiko
(Händlerfinanzierung)
Kontrahentenrisiko
(Banken)
Marktpreisrisiko
Zinsänderungsrisiko
Treasury, Treasuryausschuss
Rechnungswesen/Controlling
Gesamtvorstand
Kursrisiko
Treasury, Treasuryausschuss
Rechnungswesen/Controlling
Gesamtvorstand
Währungsrisiko
entfällt
entfällt
entfällt
Marktpreisrisiken aus
Warengeschäften
entfällt
entfällt
entfällt
Marktpreisrisiko aus
Zweckgesellschaften
entfällt
entfällt
entfällt
Treasury, Treasuryausschuss
Rechnungswesen/Controlling
Gesamtvorstand
Organisationseinheiten,
diverse Beauftragte
Organisationseinheiten,
Operational-Risk-Manager
Gesamtvorstand,
Aktionär
Organisationseinheiten,
diverse Beauftragte
Prozesseigentümer,
Operational-Risk-Manager
Gesamtvorstand
Lenkungsausschuss
Bankorganisation/
Projektmanagement
Gesamtvorstand,
Aktionär
Gesamtvorstand,
Strategische Planung und Steuerung
Gesamtvorstand,
Rechnungswesen/Controlling,
Strategische Planung und Steuerung
Aktionär,
Aufsichtsrat
Gesamtvorstand
Unternehmenskommunikation
Gesamtvorstand,
Aktionär
Liquiditätsrisiko (gesamt)
Operationelles Risiko
Sonstiges Risiko
Risiken aus ausgelagerten
Aktivitäten und Prozessen
(Outsourcing)
Risiken aus Projekten
Strategische Risiken
Reputationsrisiken
Der Risikobeauftragte berichtet vierteljährlich in einem Risikobericht
und abhängig von der Risikotragfähigkeit an den Gesamtvorstand
und dieser im selben Turnus an den Aufsichtsrat.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
81
JAHRESABSCHLUSS 2013
Lagebericht
Darüber hinaus haben wir ein aktives und effizientes Beschwerde-
Chancen
management eingerichtet, um Reputationsrisiken möglichst früh zu
erkennen und zu begrenzen. Unser Referat Unternehmenskommu-
Leichte Impulse durch privaten Konsum
nikation überwacht zudem sehr genau die externe Berichterstattung
Experten sagen für 2014 eine gute wirtschaftliche Entwicklung
über die CreditPlus Bank.
voraus und rechnen mit einem Wirtschaftwachstum von 1,8 %. Neben
Umgekehrt dient unser definiertes »CreditPlus-Profil« dazu, den Be-
Konsum zu einer kräftigen Belebung der deutschen Konjunktur bei-
kanntheitsgrad und die Reputation der CreditPlus Bank zu fördern. Es
tragen. Steigende Beschäftigung, spürbare Lohnerhöhungen sowie
ist unser Leitbild, aus dem wir einen unverwechselbaren Marktauf-
eine moderate Inflation sorgen den Forschern zufolge dafür, dass
stark steigenden Investitionen und Exporten werde auch der private
tritt mit definierten Leitsätzen als »Rahmenbedingung« ableiten.
die Verbraucher mehr Geld ausgeben. Zusätzliche Impulse erhält die
Binnennachfrage durch das niedrige Zinsniveau, das Sparen weniger
Auf der Ebene des Gesamtkonzerns gibt es zusätzlich einen Verhal-
attraktiv erscheinen lässt und darüber hinaus die Kreditfinanzierung
tenskodex, der die Grundsätze ethischen Handelns für alle Mitar-
von Anschaffungen fördert. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen
beiterinnen und Mitarbeiter jeder Unternehmenseinheit der Crédit
wird damit gerechnet, dass der private Konsum um 1,4 % steigt.
Agricole Gruppe verbindlich festschreibt – also auch für uns. Er beinhaltet Richtlinien über korrektes Verhalten beispielsweise gegenüber
Da die Geschäftstätigkeit der CreditPlus Bank sehr eng mit der Ent-
Kunden und Kooperationspartnern und ist ein zentraler Bestandteil
wicklung des privaten Konsums und der Arbeitslosigkeit verknüpft
der Identität des Crédit Agricole Konzerns.
ist, erwarten wir aufgrund der prognostizierten konjunkturellen Entwicklung leicht positive Einflüsse.
Verzicht auf Korrelationseffekte
Die Bewertungen aller in den vorhergehenden Abschnitten beschrie-
Chancen im Branchenumfeld durch Fokussierung, Erfahrung und
benen Risiken werden von uns – gemäß der konservativen Ausrich-
Multi-Kanal-Vertrieb
tung der CreditPlus Bank – aufaddiert. Wir verzichten also auf eine
Der Trend im Konsumentenkreditgeschäft geht weiter klar zur
Prüfung der Korrelation zwischen den einzelnen Risikoarten, die ein
Spezialisierung. Die Spezialbanken haben den mit Abstand größ-
geringeres Gesamtrisiko zur Folge hätte.
ten Marktanteil in diesem Segment.6 Durch die Fokussierung auf
Konsumentenkredite ist die CreditPlus Bank sowohl in ihren Arbeits-
Kapitalallokation
abläufen und der Marketingstrategie als auch in ihrer Software auf
Vernünftigerweise können wir nur in dem Maße Risiken eingehen,
wenige Produkte und Kundengruppen ausgerichtet. Die Kreditver-
wie diese auch durch unser internes Kapital als gesamte Risikoabde-
gabe und -abwicklung ist – vergleichbar mit industriellen Fertigungs-
ckungsmasse ausgeglichen werden können – nach Abzug der Mittel,
prozessen – stark standardisiert. Durch diese Spezialisierung hat sich
die wir für regulatorische Zwecke benötigen. Das interne Kapital hat
die CreditPlus Bank auf dem Gebiet der Konsumentenkredite und der
also eine Limitfunktion, mit der sich Risiken begrenzen lassen. Da die
Absatzfinanzierung eine besondere Kompetenz erworben. So stellen
Risiken mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit eintreten können
beispielsweise unsere auf jahrelanger Erfahrung basierenden Scoring-
und gleichzeitig das interne Kapital in wechselndem Maße verfügbar
Systeme oder unser Mahnwesen gegenüber Marktteilnehmern, die
ist, haben wir es in einzelne Deckungskategorien unterteilt und die-
sich neu in dem Geschäftsfeld der Konsumentenkredite engagieren
sen die jeweiligen Risiken zugeordnet. Zum Stichtag 31.12.2013 konn-
wollen, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil dar.
ten wir eine Überdeckung von rund 59,1 % verzeichnen.
6
82
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Siehe Ausführungen unter D 3.
Gerade bei Konsumentenkrediten kommt es darauf an, durch Mengen-
Chancen in den einzelnen Geschäftsbereichen
bündelung Skaleneffekte zu erzielen, die zu konkurrenzfähigen Ange-
Ähnlich wie 2013 planen wir für 2014 ein Wachstum in allen Geschäfts-
boten und zur Steigerung des Ertrags genutzt werden können.
bereichen der Bank, das insgesamt im oberen einstelligen Prozentbereich liegen sollte.
Darüber hinaus verfügt die CreditPlus Bank über ein vernetztes MultiKanal-System, das die Vertriebskanäle Filialen, Internet, Absatzfinan-
Im Geschäftsfeld Absatzfinanzierung wollen wir das Neugeschäfts-
zierung und PartnerBanking optimal miteinander verbindet. Dies
volumen mit der Pkw-Finanzierung weiter ausbauen. Nach einem
schafft Synergien und bietet den Kunden alle erdenklichen Zugangs-
schwachen Jahr 2013 auf dem deutschen Automarkt rechnen Branchen-
wege zum gewünschten Kredit. Zudem macht es die Bank unabhän-
experten für 2014 mit einem wieder leicht steigenden Absatz im
giger von Entwicklungen in einzelnen Segmenten.
niedrigen einstelligen Prozentbereich. Begründet wird diese Erwartungshaltung mit aufgestautem Ersatzbedarf, der in Zeiten positiver
Vertriebskooperationen und Partnerschaften bieten zusätzliches
Konjunkturentwicklung befriedigt würde. Für das Gebrauchtwagen-
Potenzial
geschäft sagen Experten mit etwa 6,8 Mio. Besitzumschreibungen
Die CreditPlus Bank verfügt über ein großes und stabiles Partner-
für das vierte Jahr in Folge eine stabile Entwicklung voraus. Zudem
netzwerk. Dies macht uns unabhängig von einzelnen Partnern und
wird damit gerechnet, dass die Restwerte aufgrund der positiven
Branchen. Im Rahmen dieser Partnerschaften und strategischen
wirtschaftlichen Rahmendaten wieder steigen.
Allianzen stellt die Bank ihr Know-how und ihre Abwicklungskompetenz zur Verfügung. Insbesondere in der Absatzfinanzierung und den
Um unseren Marktanteil weiter auszubauen, haben wir 2013 einige
Bereichen Internetkredite und PartnerBanking arbeitet eine Vielzahl
Neuerungen für den Pkw-Handel eingeführt. So erleichtert das zu
von Partnern mit uns zusammen. Unsere Partner haben ein stabiles
Beginn des Jahres ausgerollte neue Frontendsystem »Kess« mit vielen
Geschäftsmodell und profitieren durch ihre Geschäftspolitik von der
neuen Funktionen die tägliche Arbeit des Händlers. Die Resonanz ist
guten Entwicklung in der deutschen Wirtschaft. Dies stärkt auch die
sehr positiv. Die Händler loben vor allem die Benutzerfreundlichkeit
CreditPlus Bank. Seit 2011 arbeiten wir zudem in der Captive-Funktion
und Schnelligkeit des Systems. Mit dem Rollout von »Kess« haben wir
für einen Importeur aus der Automobilbranche. Diese strategische
allen Automotive-Händlern zudem ein neues Versicherungsprodukt,
Partnerschaft stärkt unser Portfolio und stabilisiert unseren Forde-
die »KombiGap«, zur Verfügung gestellt. Diese sichert sowohl das
rungsbestand durch Finanzierungen mit längeren Laufzeiten und
finanzierte Fahrzeug als auch den Kunden selbst ab. Die »KombiGap«
einem geringen Risiko.
kombiniert somit eine Restschuldversicherung für den Todesfall oder
Chancen durch Einbindung in europäische Konsumfinanzierungs-
Totalverlust des versicherten Fahrzeugs.
bei Arbeitsunfähigkeit mit einer Differenzkaskoversicherung für
gruppe CA Consumer Finance (CACF)
Die Einbindung der CreditPlus Bank in die internationale Konsum-
Unsere strategische Partnerschaft mit Suzuki International Europe
finanzierungsgruppe CACF bietet CreditPlus selbst, aber auch ihren
wollen wir weiter ausbauen. Dazu haben wir unter anderem ein
Partnern eine Reihe von Chancen. Alle Unternehmen der Gruppe sind
attraktives Incentive-Programm für die Suzuki-Händler aufgesetzt.
Konsumfinanzierungsspezialisten in ihrem jeweiligen Land. Der fort-
Diese können nun für jedes Geschäft Punkte sammeln und gegen
laufend in der Gruppe stattfindende Know-how-Transfer ermöglicht
hochwertige Preise aus einem Prämienshop einlösen.
es, Erfahrungen und Anregungen – beispielsweise hinsichtlich der
Entwicklung bestimmter Produkte oder der Gestaltung von Arbeits-
In der Zweiradfinanzierung wollen wir die führende Position der
abläufen – zu erhalten und weiterzugeben. Unseren Partnern bieten
CreditPlus Bank weiter festigen. Zum 1. Januar 2013 haben wir den
wir durch die Zugehörigkeit zur Gruppe die Möglichkeit, Konsum-
Motorradhersteller Triumph, eines der traditionsreichsten Unterneh-
finanzierung grenzüberschreitend im Rahmen einer gesamteuro-
men der Branche, als neuen Kooperationspartner gewonnen. Gemein-
päischen Lösung zu gestalten. Insbesondere unsere europaweit tätigen
sam haben wir das neue Finanzierungskonzept »Triumph Finance
Partner in der Absatzfinanzierung, wie Apple oder Piaggio, nutzen
powered by CreditPlus« für alle Triumph-Händler gestartet.
dieses Angebot gerne.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
83
JAHRESABSCHLUSS 2013
Lagebericht
Im Segment Möbel/Küchen werden wir weiterhin mit mittelgroßen
Für 2014 planen wir ein Wachstum und einen Bestandsaufbau im
Händlern zusammenarbeiten.
hohen einstelligen Prozentbereich. Für diese Zuwächse sind wir bereit,
gewisse Margenminderungen in Kauf zu nehmen. Eine wesentliche
In der Elektrogeräte-Branche fokussieren wir uns auch 2014 auf
Determinante unserer Ergebnisentwicklung werden die Refinanzie-
Nischenmärkte. Zudem sehen wir bei einzelnen Kooperationspart-
rungskosten sein. Die konzerninternen und regulatorischen Vorgaben
nern aufgrund gezielter Marketing- und Vertriebsaktivitäten weiteres
machen die Refinanzierung zunehmend komplexer und teurer.
Potenzial. Durch unsere vollautomatische Webshop-Finanzierungslösung wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern vom wachsen-
Die Umsatzrückgänge aus dem Jahr 2012 werden unsere Geschäft-
den Markt des E-Commerce profitieren.
sentwicklung und das Ergebnis auch 2014 noch geringfügig bela-
Im Filialgeschäft werden wir die Segmentierung unserer Zielgruppen
Vorjahresergebnis liegt.
sten. Wir rechnen mit einem Gewinn, der um 10 bis 20 % unter dem
mittels Data-Mining 2014 weiter fortsetzen und so durch eine noch
gezieltere Ansprache Effizienzgewinne im Marketing erzielen. Darüber
hinaus planen wir, die Kundenkommunikation über die verschie-
Stuttgart, den 21. Februar 2014
denen Print- und Onlinekanäle noch besser zu verknüpfen. Zudem
werden wir unsere Beratungs- und Verkaufsprozesse fortlaufend
optimieren, um den Filialmitarbeitern möglichst viel Freiraum für
persönliche Kundengespräche vor Ort zu schaffen.
Im Bereich Onlinekredite werden wir die Einbindung in Vergleichsplattformen weiter ausbauen. Zudem werden wir unsere Website im
Hinblick auf ihre Nutzerfreundlichkeit – auch für mobile Endgeräte –
Jan W. Wagner
und die Auffindbarkeit in Suchmaschinen optimieren.
Für unseren Geschäftsbereich PartnerBanking sehen wir gerade mittelfristig gute Chancen. Der steigende Kostendruck wird einige Universalbanken dazu bringen, ihre Position im Konsumentenkreditgeschäft zu überdenken. Das Outsourcing dieses Produkts und die
Zusammenarbeit mit einem Spezialisten können bessere Kosten- und
Ertragsstrukturen schaffen. Der Konsumentenkredit eignet sich her-
Michael Euler
vorragend für ein Outsourcing, da er ein standardisierbares Produkt
ist und ein Outsourcing-Projekt sehr schnell ohne großen Aufwand
durchgeführt werden kann. Dies haben wir als Outsourcing-Partner
bereits erfolgreich unter Beweis gestellt.
Die Refinanzierung für das geplante Neugeschäftsvolumen ist auf
Basis unserer eigenen Refinanzierungsmöglichkeiten sichergestellt.
Notwendige Kapitalerhöhungen zur Unterlegung des Wachstums
wurden vom Aktionär zugesagt.
84
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Heinz Tschernisch
JAHRESABSCHLUSS 2013
Bilanz
Bilanz der CreditPlus Bank AG zum 31. Dezember 2013
TEUR
31.12.2013
31.12.2012
TEUR
TEUR
Aktiva
1. Barreserve
a) Kassenbestand
39
35
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 24.925.001,96 (Vj. EUR 24.063.205,43)
24.925
24.063
24.964
24.099
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) Täglich fällig
b) Andere Forderungen
711
1.149
5.908
4.445
6.619
5.594
2.268.141
2.292.213
379.912
365.095
262
262
3. Forderungen an Kunden
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 0,00 (Vj. EUR 5.617,00)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) Von anderen Emittenten
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 139.280.495,15 (Vj. EUR 303.743.584,98)
5. Beteiligungen
darunter: an Kreditinstituten EUR 102.258,38 (Vj. EUR 102.258,38)
6. Immaterielle Anlagewerte
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
d) Geleistete Anzahlungen
7. Sachanlagen
8. Sonstige Vermögensgegenstände
9. Rechnungsabgrenzungsposten
10. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Summe der Aktiva
86
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
5.356
4.117
220
516
5.576
4.633
3.213
3.278
76.542
293.858
2.244
2.026
95
102
2.767.569
2.991.160
TEUR
31.12.2013
31.12.2012
TEUR
TEUR
Passiva
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) Täglich fällig
b) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
927
0
93.061
610.690
93.988
610.690
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Andere Verbindlichkeiten
aa) Täglich fällig
ab) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
3.412
2.799
1.215.209
1.035.012
3. Sonstige Verbindlichkeiten
4. Rechnungsabgrenzungsposten
1.218.621
1.037.811
1.165.477
1.050.069
20.472
36.279
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
5.484
b) Steuerrückstellungen
9.298
8.665
c) Andere Rückstellungen
17.223
13.133
6. Nachrangige Verbindlichkeiten
7. Fonds für allgemeine Bankrisiken
5.333
32.005
27.131
45.612
49.593
2.488
2.488
8. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital
b) Kapitalrücklage
36.000
36.000
119.212
104.399
3.600
3.600
95
102
c) Gewinnrücklagen
ca) Gesetzliche Rücklage
cb) Andere Gewinnrücklagen
d) Bilanzgewinn
Summe der Passiva
1. Verpflichtungen aus unwiderruflichen Kreditzusagen
30.000
33.000
188.907
177.101
2.767.569
2.991.160
49.979
49.714
Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten auftreten.
JAHRESABSCHLUSS 2013
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Gewinn-und-Verlust-Rechnung der CreditPlus Bank AG
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
31.12.2013
31.12.2012
TEUR
TEUR
1. Zinsaufwendungen
38.962
51.733
2. Provisionsaufwendungen
27.796
24.156
TEUR
Aufwendungen
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter
25.610
24.879
4.795
4.667
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
darunter: für Altersversorgung EUR 355.328,46 (Vj. EUR 388.877,04)
b) Andere Verwaltungsaufwendungen
29.546
27.923
60.114
57.469
4.777
2.328
447
622
20.948
27.280
7. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken
0
2.488
8. Außerordentliche Aufwendungen
0
0
13.890
13.207
30
0
29.807
28.906
196.770
208.188
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und
bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen
im Kreditgeschäft
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
10. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 9 ausgewiesen
11. Jahresüberschuss
Summe der Aufwendungen
88
30.405
29.708
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
TEUR
31.12.2013
31.12.2012
TEUR
TEUR
Erträge
1. Zinserträge
a) Kredit- und Geldmarktgeschäfte
90.010
115.307
b) Festverzinsliche Wertpapiere und Schuldbuchforderungen
12.976
10.734
102.987
126.040
81
82
87.712
75.269
5.991
6.797
196.770
208.188
29.807
28.906
186
4.072
a) aus der gesetzlichen Rücklage
0
0
b) aus der Rücklage für eigene Anteile
0
0
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen
0
0
d) aus anderen Gewinnrücklagen
7
23
a) in die gesetzliche Rücklage
0
0
b) in die anderen Gewinnrücklagen
0
0
30.000,00
33.000,00
2. Laufende Erträge
a) Beteiligungen
3. Provisionserträge
4. Sonstige betriebliche Erträge
Summe der Erträge
1. Jahresüberschuss
2. Entnahmen aus der Kapitalrücklage
3. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
4. Einstellungen in Gewinnrücklagen
5. Bilanzgewinn
Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten auftreten.
JAHRESABSCHLUSS 2013
Anhang
Vorschriften zur Rechnungslegung
der Obergesellschaft Crédit Agricole S. A., Montrouge, Frankreich,
sowie in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind unter den angegebenen Adressen
erhältlich.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und
gemäß § 2 der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinsti-
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
tute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte am 21. Februar 2014.
Die Forderungen an Kunden und Kreditinstitute werden gemäß
Die Muttergesellschaft CA Consumer Finance S. A. hat ihren Sitz
§ 340e HGB mit ihrem Nennbetrag ausgewiesen. Unterschiedsbeträge
in Rue du Bois Sauvage, 91038 Évry Cedex, Frankreich. Diese ist zu
mit Zinscharakter werden in den passiven RAP eingestellt und anteilig
99,99 % im Besitz der Crédit Agricole S. A., 12, Place des États-Unis,
über die Zinsbindungsdauer aufgelöst. Bearbeitungsgebühren aus
92127 Montrouge, Frankreich. Die Bank wird in den Konzernabschluss
Kreditverträgen werden analog abgegrenzt.
Entwicklung des Anlagevermögens
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Beteiligungen
1. Januar 2013
Zugänge
Abgänge
31. Dezember 2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
262
0
0
262
15.876
4.744
11.653
8.968
516
3.291
3.586
220
16.392
8.035
15.239
9.188
325
Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gew. Schutzrechte, ähnl. Rechte u. Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geleistete Anzahlungen
Summe immaterielle Anlagewerte
Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude*
325
0
0
2. Büromaschinen
748
23
4
766
5.781
720
3
6.498
3. EDV-Ausstattung
4. Büromöbel
1.877
48
0
1.924
5. Einbauten
2.014
61
1
2.075
6. Personenkraftwagen
2.243
437
472
2.209
589
0
1
588
1.225
62
1
1.285
Summe Sachanlagen
14.802
1.351
483
15.671
Gesamtsumme
31.456
9.386
15.722
25.121
7. Wirtschaftsgut 150 EUR bis 1.000 EUR
8. Geringwertige Wirtschaftsgüter
* Es handelt sich hierbei um vermietete Grundstücke und Gebäude.
1
In diesem Betrag sind 2.111 TEUR außerplanmäßige Abschreibung enthalten.
Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten auftreten.
Allen erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wird durch die Bildung
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu den Anschaf-
von Einzel- und Gruppenwertberichtigungen ausreichend Rechnung
fungskosten bewertet und werden planmäßig linear abgeschrieben. In
getragen.
2013 erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle
Anlagewerte nach § 253 Abs. 3 S. 3 HGB.
Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich sowohl um Wertpapiere der Liquiditätsreserve
Bei den Sachanlagen werden die Anschaffungskosten um planmäßige
als auch des Anlagevermögens. Die Bewertung der Wertpapiere der
Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungs-
Liquiditätsreserve erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip,
dauer gekürzt, soweit es sich um abnutzbares Anlagevermögen handelt.
die Bewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens – nach dem
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis 410 EUR werden
gemilderten Niederstwertprinzip.
im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.
Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.
Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Abschreibungen
Nettobuchwerte
1. Januar 2013
Zugänge
Abgänge
31. Dezember 2013
31. Dezember 2013
31. Dezember 2012
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
0
0
0
0
262
262
4.117
11.760
3.5051
11.653 1
3.612
5.356
0
0
0
0
220
516
11.760
3.505
11.653
3.612
5.576
4.633
176
6
0
181
144
149
487
79
3
564
203
261
5.124
441
3
5.561
937
658
1.492
56
0
1.548
377
385
1.603
126
1
1.728
347
411
898
433
328
1.003
1.206
1.345
520
69
1
588
0
69
1.225
62
1
1.285
0
0
11.524
1.272
338
12.458
3.213
3.278
23.284
4.777
11.990
16.070
9.051
8.172
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
91
JAHRESABSCHLUSS 2013
Anhang
Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Bewer-
verpflichtungen insgesamt ein ausreichend hoher Gegenleistungs-
tung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstel-
anspruch gegenübersteht. Da aus der Bewertung der gesamten Zins-
lungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit
position des Bankbuchs kein Verpflichtungsüberschuss resultiert, ist
dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins-
eine Drohverlustrückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB nicht zu
satz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei der Bemessung der
bilden.
Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen.
Im Rahmen des § 246 Abs. 2 HGB werden Vermögensgegenstände, die
Wesentliche Erläuterungen zur Bilanz und
zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich
der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen
oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, mit
Aktivseite
den Rückstellungen verrechnet. Hierbei wurde der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände in Höhe von 249 TEUR mit korres-
Es bestehen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von insgesamt
pondierenden Rückstellungen in Höhe von 249 TEUR (beizulegender
6.619 TEUR. Davon sind 711 TEUR täglich fällige Forderungen gegen-
Zeitwert/Erfüllungsbetrag) verrechnet. Die Anschaffungskosten be-
über Kreditinstituten und 5.908 TEUR anteilige Zinsen aus Swaps.
tragen 89 TEUR. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge daraus
Außer anteiligen Zinsen in Höhe von 2.372 TEUR sind keine Forde-
betragen jeweils 7 TEUR. Bezüglich der Deferred Compensation wur-
rungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.
den die Pensionsverpflichtungen im Rahmen einer Gehaltsumwandlung (294 TEUR) mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung
Die Forderungen an Kunden in Höhe von 2.266.250 TEUR ohne antei-
saldiert. Hierbei ergibt sich aktuell ein aktiver Unterschiedsbetrag aus
lige Zinsen in Höhe von 1.892 TEUR gliedern sich nach Restlaufzeiten
der Vermögensverrechnung von 95 TEUR. Die Anschaffungskosten
wie folgt:
hierbei betragen 56 TEUR.
TEUR
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versiche-
bis zu drei Monate
rungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines
mehr als drei Monate bis zu einem Jahr
Diskontierungssatzes von 4,9 % gemäß der Rückstellungsabzinsungs-
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren
verordnung, eines Gehalts- und Karrieretrends von zusammen 2,0 %
mehr als fünf Jahre
221.517
565.654
1.265.421
213.658
p. a. sowie eines Rententrends von 2,0 % p. a. Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck
ermittelt. Als versicherungsmathematische Methode wurde die
Auf Fremdwährungsbeträge lautende Vermögensgegenstände beste-
Projected-Unit-Credit-Methode verwendet.
hen zum Bilanzstichtag nicht.
Die sich rechnerisch ergebenden aktiven latenten Steuern in Höhe
Die Bank betreibt kein Auslandsgeschäft.
von 1.291 TEUR resultieren aus temporären Differenzen in Höhe von
4.164 TEUR und wurden gemäß dem Wahlrecht des § 274 HGB im Ge-
Die Position Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
schäftsjahr nicht bilanziert. Die aktiven latenten Steuern resultieren
Wertpapiere umfassen unter anderem Wertpapiere, die börsenfähig
im Wesentlichen aus der Bewertung der Pensionen und ähnlicher
und börsennotiert sind. Nachfolgend sind diese im Einzelnen auf-
Verpflichtungen, Rückstellungen für allgemeine Rechtsrisiken sowie
geführt:
dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,99 % zugrunde gelegt.
Retail Consumer CP Germany 2011-1 UG (Class A Notes)
ISIN XS0643705295
Für sämtliche bilanziellen und außerbilanziellen Finanzinstrumente
Landwirtschaftliche Rentenbank ISIN XS0633559686
des Bankbuchs wurde nach den Grundsätzen der verlustfreien Bewer-
92
tung der Nachweis erbracht, dass aus den kontrahierten Zinspositionen
Darin enthalten ist eine Schuldverschreibung in Höhe von 135.135 TEUR
zukünftig keine Verluste entstehen werden. Die Bank ermittelte im
von dem verbundenen Unternehmen Retail Consumer CP Germany
Rahmen der verlustfreien Bewertung für Zinsänderungsrisiken
2011-1 UG (haftungsbeschränkt). Aufgrund der in 2013 begonnenen
im Bankbuch nach der GuV-Methode, ob dem Wert der Leistungs-
Amortisationsphase werden hiervon in 2014 83.355 TEUR fällig.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Ebenfalls sind in dieser Position Class B Wertpapiere aus verbrieften
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (ohne anteilige
Forderungen enthalten, die börsenfähig, aber nicht börsennotiert sind.
Zinsen) bestehen 40.000 TEUR gegenüber dem Gesellschafter.
Diese wurden im Vorjahr unter sonstigen Vermögensgegenständen
ausgewiesen. Hierbei werden Wertpapiere in Höhe von 200.000 TEUR,
Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter
welche von dem verbundenen Unternehmen Retail Consumer CP
Laufzeit oder Kündigungsfrist in Höhe von 1.200.289 TEUR (ohne an-
Germany 2011-1 UG (haftungsbeschränkt) und in Höhe von 29.600 TEUR,
teilige Zinsen und sonstige sofort fällige Positionen in Summe von
welche von dem verbundenen Unternehmen Retail Automotive CP
14.920 TEUR) gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Germany 2013 UG (haftungsbeschränkt) begeben wurden, ausgewiesen.
Anteilige Zinsen sind in oben genannten Beträgen nicht berücksichtigt.
In der Position Beteiligungen sind Anteile an der Schufa Holding AG
in Höhe von 159 TEUR enthalten, die börsenfähig, aber nicht börsennotiert sind. Zudem werden Anteile an der Liquiditäts-Konsortialbank
GmbH in Höhe von 102 TEUR ausgewiesen.
TEUR
bis zu drei Monate
21.993
mehr als drei Monate bis zu einem Jahr
139.620
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren
686.420
mehr als fünf Jahre
352.256
Die immateriellen Anlagewerte in Höhe von 5.576 TEUR beinhalten
entgeltlich erworbene Software sowie geleistete Anzahlungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus
Verbriefungstransaktionen in Höhe von 1.161.045 TEUR. Weitere wesent-
Zum Anlagevermögen wird auf die beigefügte Entwicklung des Anlagevermögens verwiesen.
liche Positionen sind noch nicht abgeführte Restschuldversicherungsprämien (2.621 TEUR), Verbindlichkeiten aus abzuführenden Steuern
(811 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten unter anderem For-
(700 TEUR).
derungen aus Verbriefungstransaktionen. Darin enthalten sind zwei
an die mit uns verbundenen Verbriefungszweckgesellschaften ver-
Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
gebenen nachrangigen Kredite in Höhe von insgesamt 49.000 TEUR
sowie weitere Forderungen gegenüber den Zweckgesellschaften von
Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Bearbeitungsgebühren
17.413 TEUR. Zudem sind in den sonstigen Vermögensgegenständen
aus Konsumentenkrediten (13.600 TEUR) und Händlersubventionen
Provisionen und Bonifikationen aus Vermittlungstätigkeiten der Bank
(6.872 TEUR).
sowie Forderungen aus einem Aktienprogramm der Obergesellschaft
enthalten. Davon sind 7.799 TEUR Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die anderen Rückstellungen in Höhe von insgesamt 17.223 TEUR teilen
sich auf in Personalrückstellungen (3.546 TEUR) und Rückstellungen
für sonstige Verpflichtungen (13.677 TEUR).
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von
1.453 TEUR für Schuldscheindarlehen enthalten.
Die Bank hat nachrangige Namensschuldverschreibungen in Höhe
von insgesamt 45.500 TEUR ausgegeben (ohne anteilige Zinsen von 112
TEUR). Die nachrangigen Verbindlichkeiten stellen sich zum Stichtag 31.
Passivseite
Dezember 2013 wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter
Betrag in TEUR
aktueller
Zinssatz
Fälligkeit
Ursprungslaufzeit
9.000
5,3410 %
09.05.2014
13 Jahre
3.500
1,3240 %
22.07.2014
10 Jahre
Laufzeit oder Kündigungsfrist in Höhe von 80.000 TEUR (ohne anteilige Zinsen von 13.061 TEUR) gliedern sich nach Restlaufzeiten wie
folgt:
TEUR
bis zu drei Monate
25.000
5.000
1,3770 %
15.12.2014
10 Jahre
mehr als drei Monate bis zu einem Jahr
25.000
5.000
1,3190 %
22.02.2015
10 Jahre
mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren
30.000
5.000
2,1880 %
21.05.2020
10 Jahre
0
18.000
2,5730 %
22.03.2021
10 Jahre
mehr als fünf Jahre
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
93
JAHRESABSCHLUSS 2013
Anhang
Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind in voller Höhe Verbindlich-
Die Provisionsaufwendungen für das Aktiv- und Passivgeschäft
keiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Eine vorzeitige Kündi-
sind gegenüber 2012 um 15,1 % gestiegen. Dies ist im Wesentlichen
gung von Seiten des Gläubigers ist ausgeschlossen.
auf höhere Provisionsabrechnungen in den Bereichen Internet- und
Im Fall der Insolvenz oder Liquidation der Bank wird der Rückerstat-
2013 angefallen ist ein einmaliger Provisionsaufwand im Rahmen der
tungsanspruch aus den Namensschuldverschreibungen erst nach
Platzierung von Verbriefungswertpapieren.
nicht subventioniertes Händlergeschäft zurückzuführen. Ebenfalls in
den Forderungen aller anderen, nicht nachrangigen Gläubiger erfüllt.
Eine Aufrechnung des Rückzahlungsanspruchs des Gläubigers gegen
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Ver-
Forderungen der Bank ist bei allen Namensschuldverschreibungen
gleich zum Vorjahr um 4,6 %. Der Anstieg beruht in der Hauptsache
ausgeschlossen. Besicherungen der Forderungen aus Namensschuld-
auf gestiegenen Marketingaufwendungen.
verschreibungen finden nicht statt.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der Zinsanteil aus
In 2013 kam es in der Position Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß
der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 358 TEUR
§ 340g HGB zu keinen Veränderungen (2.488 TEUR).
enthalten.
Das gezeichnete Kapital beträgt zum Jahresende 36.000 TEUR, das in
In den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle
36 Millionen Stammaktien im Nennwert zu je einem Euro verbrieft ist.
Anlagewerte und Sachanlagen ist eine außerplanmäßige Abschrei-
Die Aktien werden zu 100 % von CA Consumer Finance S. A., Évry Cedex,
bung auf immaterielle Anlagewerte in Höhe von 2.111 TEUR enthalten.
Frankreich, gehalten.
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und beIn die Kapitalrücklage wurde in 2013 ein Betrag von 15.000 TEUR
stimmte Wertpapiere sowie die Zuführungen zu Rückstellungen im
eingestellt.
Kreditgeschäft sanken im Vergleich zum Vorjahr um 23,2 %. Im Vorjahr
kam es aufgrund einer Umstellung bei der Wertberichtigungsermitt-
Die Hauptversammlung am 18. April 2013 hat einen Jahresüberschuss
lung zu einer einmalig höheren Zuführung zur Wertberichtigung auf
des Vorjahres in Höhe von 28.905.701,09 EUR festgestellt und eine
Forderungen ohne Zahlungsstörungen von 4.224 TEUR. Ebenfalls im
Ausschüttung von 33.000.000 EUR beschlossen. Der Differenzbetrag
Vorjahr enthalten ist die Auflösung der nach § 340f HGB gebildeten
(4.094.298,91 EUR) wurde der Gewinn- und der Kapitalrücklage ent-
Reserve in Höhe von 2.488 TEUR.
nommen.
Im Berichtsjahr kam es zu keiner Zuführung in die Reserve nach
Der Bilanzgewinn für das Berichtsjahr ermittelt sich wie folgt:
§ 340g HGB, die in der Position Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken ausgewiesen wird.
Jahresüberschuss:
€ 29.806.606,82
+ Entnahme aus Kapitalrücklage
€
186.174,92
+ Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen €
7.218,26
= Bilanzgewinn
Erträge
€ 30.000.000,00
Die ausgewiesenen Zinserträge in Höhe von 102.987 TEUR sind im
Der Vorschlag für die Gewinnverwendung sieht vor, den Bilanzgewinn
an die Alleinaktionärin in Form einer Bardividende auszuschütten.
Vergleich zum Vorjahr um 18,3 % gesunken. Im Geschäftsjahr wurden
ab der Jahresmitte auf Grund der zweiten Verbriefungstransaktion
zusätzlich Zinsen an die Verbriefungszweckgesellschaft Retail Automotive CP Germany 2013 UG (haftungsbeschränkt) weitergeleitet.
Aufwendungen
Seit 2013 werden die Zinserträge der Class B Wertpapiere bei den
Zinserträgen für festverzinsliche Wertpapieren und Schuldbuchfor-
Der Zinsaufwand in Höhe von 38.962 TEUR hat sich gegenüber dem
derungen ausgewiesen. Im Vorjahr waren sie in den Zinserträgen für
Vorjahr um 24,7 % verringert. Aufgrund einer geänderten Refinanzie-
Kredit- und Geldmarktgeschäfte enthalten. In Summe betragen die
rungsstruktur wurde weniger über Kreditinstitute refinanziert, ent-
Zinserträge für Class B Wertpapiere in 2013 8.440 TEUR.
sprechend reduzieren sich die Zinsaufwendungen gegenüber Banken
94
um 89,9 %. Das private und institutionelle Einlagengeschäft wurde
Die gegenüber dem Vorjahr um 16,5 % höheren Provisionserträge
weiter ausgebaut, die entsprechenden Zinsaufwendungen gegenüber
resultieren vor allem aus Erträgen aus Serviceleistungen, welche im
Kunden stiegen um 28,3 %.
Rahmen der nunmehr zwei Verbriefungen erbracht werden.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge
lich übertragen. Diese Gesellschaft ist ein mit der CreditPlus Bank AG
aus Kreditnehmern belasteten Aufwendungen in Höhe von 3.025 TEUR,
verbundenes Unternehmen. Im Gegenzug zur Forderungsabtretung
Auflösungen von Rückstellungen aus Vorjahren in Höhe von 1.345 TEUR
erhielt die Bank die Kaufpreiszahlung in Höhe von 400.000 TEUR und
sowie Erträge aus der Schadenbearbeitung von Restschuldversiche-
erwarb Class B Wertpapiere in Höhe von 29.600 TEUR.
rungen in Höhe von 1.137 TEUR enthalten.
Anteilseigner und Konzernabschluss
Steuern
Das Aktienkapital unserer Gesellschaft befindet sich vollständig in
Die ausgewiesenen Ertragsteuern (ohne Steuererstattungen aus Vor-
Händen der CA Consumer Finance S. A., Évry Cedex, Frankreich. Die
jahren) betreffen das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit mit
CA Consumer Finance S. A., Évry Cedex, Frankreich, erstellt den Kon-
13.890 TEUR.
zernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Die Crédit
Agricole S. A., Montrouge, Frankreich, erstellt den Konzernabschluss für
Sonstige Angaben
den größten Kreis der Unternehmen. Die CreditPlus Bank AG braucht
gem. § 319 Abs. 3 SolvV die Offenlegungsbestimmungen (gem. §§ 26a
Abs. 1 Satz 1 und Satz 2, 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 10 KWG i. V. mit §§ 319 – 337
SolvV) nicht anzuwenden, da durch die Mutter die Veröffentlichung
Sonstiges
der Zahlen auf Gruppenebene auf der Internetseite erfolgt.
Die Bank war im Berichtszeitraum als Vermittler von Bausparverträgen,
Die CreditPlus Bank AG macht nach § 291 Abs. 1 und 2 HGB von der be-
Restschuldversicherungen sowie von Baufinanzierungen tätig.
freienden Wirkung zur Aufstellung eines (Teil-)Konzernabschlusses
und (Teil-)Konzernlageberichts Gebrauch. Der befreiende Konzern-
Aus unserer Beteiligung an der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH,
abschluss und Konzernlagebericht der CA Consumer Finance S. A.,
Frankfurt am Main, besteht eine Nachschusspflicht bis zu 800 TEUR
Évry Cedex, wird gemäß § 291 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 325 HGB
und eine quotale Eventualhaftung für die Erfüllung der Nachschus-
in deutscher Sprache beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers
spflicht anderer dem Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin,
eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
angehörender Gesellschafter.
Nach § 291 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe c HGB werden im Folgenden
Die Bank hat 150 Zins-Swaps über einen Gesamtbetrag von 2.082.426 TEUR
wesentliche Unterschiede zwischen den im befreienden Konzern-
zum Zweck der Abdeckung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossen.
abschluss der Mutter angewandten Rechnungslegungsvorschriften
Bewertet nach der Marktzinsmethode ergibt sich für diese Zins-Swaps
(IFRS) und den diesem Jahresabschluss zugrundeliegenden deutschen
per 31. Dezember 2013 ein positiver Marktwert von 771 TEUR.
Vorschriften erläutert:
Die Bank verbrieft seit dem 22. Juli 2011 Teile ihrer Forderungen. Dazu
Finanzanlagen
hat sie in einer ersten Verbriefungstransaktion ein Forderungsvolumen
Bei den Finanzanlagen sind folgende Posten zu unterscheiden:
in Höhe von 1.000.000 TEUR an die Gesellschaft Retail Consumer
CP Germany 2011-1 UG (haftungsbeschränkt) rechtlich übertragen.
Diese Gesellschaft ist ein mit der CreditPlus Bank AG verbundenes
• Aktien und nichtfestverzinsliche Wertpapiere,
• festverzinsliche Wertpapiere.
Unternehmen. Im Gegenzug zur Forderungsabtretung erwarb die
Bank börsennotierte Wertpapiere (Class A, AAA geratet) in Höhe von
Finanzanlagen des Umlaufvermögens werden gemäß HGB nach
800.000 TEUR und Class B Wertpapiere in Höhe von 200.000 TEUR.
dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Nach den Rechnungs-
In 2012 wurden 450.000 TEUR der Class A Wertpapiere und in 2013
legungsvorschriften der Mutter gibt es bezüglich der vorgenannten
150.000 TEUR an Investoren verkauft. Seit Juli 2013 befindet sich diese
Posten Abweichungen zum deutschen Anschaffungskostenprinzip.
Verbriefung in der Amortisationsphase. Der Buchwert der im Bestand
der CreditPlus Bank AG geführten Class A Wertpapiere verringert sich
Die gemäß IAS 39 zu der Gruppe der zur Veräußerung verfügbaren
dadurch per 31. Dezember 2013 auf 135.135 TEUR.
Finanzinstrumente (AfS) kategorisierten Finanzinstrumente werden
In einer zweiten Verbriefungstransaktion wurde am 27. Juli 2013 ein
werden bis zu ihrer Realisierung erfolgsneutral in der Neubewer-
Forderungsvolumen in Höhe von 400.000 TEUR an die Gesellschaft
tungsrücklage des Eigenkapitals abgebildet.
zum Fair Value bilanziert. Bewertungsdifferenzen zu Vorperioden
Retail Automotive CP Germany 2013 UG (haftungsbeschränkt) recht-
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
95
JAHRESABSCHLUSS 2013
Anhang
Derivate
Abgrenzungspositionen
Nach IAS 39 sind Derivate in der Bilanz zu erfassen und erfolgswirk-
Generell werden bei der CreditPlus Bank AG gemäß IAS Erträge aus
sam zum Fair Value zu bewerten. Gemäß HGB ist eine Erfassung
Bearbeitungsgebühren, Subventionen, Provisionsaufwendungen,
derivativer Geschäfte in der Bilanz nicht vorgesehen, soweit kein Ver-
der variable Lohnanteil der Filialmitarbeiter und Provisionserträge
pflichtungsüberschuss vorliegt..
aus Restschuldversicherung bezüglich Konsumentenkrediten abgegrenzt. Abweichend hiervon werden nach HGB nur die Subvention
Latente Steuern
und der Ertrag von ab 2010 vereinnahmten Bearbeitungsgebühren
Gemäß § 306 HGB werden latente Steuern nur auf Ergebnisunter-
abgegrenzt.
schiede zwischen Handels- und Steuerrecht, welche sich in den Folgejahren voraussichtlich wieder ausgleichen, gebildet. Im Einzelabschluss nach HGB besteht für die Aktivierung von latenten Steuern
Dem Vorstand gehörten im Berichtsjahr an:
ein Wahlrecht, das von der CreditPlus Bank AG nicht in Anspruch
genommen wird, während nach IFRS latente Steuern grundsätzlich
Jan W. Wagner,
gebildet werden
Stuttgart – Vorstandsvorsitzender (CEO)
Pensionsrückstellungen
Michael Euler,
Für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen verwendete die Bank
Bad Homburg – Vorstand (CFO, CRO)
im Berichtsjahr einen Abzinsungssatz von 4,9 %. Dies entspricht dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für
Heinz Tschernisch,
Restlaufzeiten von 15 Jahren. Für die Abzinsung nach IAS 19 ist abwei-
Warstein – Vorstand (CCO)
chend hiervon der Marktzinssatz zum Bilanzstichtag heranzuziehen.
Bewertungsanpassungen aus der Veränderung von Bewertungsparametern werden konzernergebnisneutral behandelt, während sie
Jan W. Wagner war in 2013 Aufsichtsratsmitglied bei folgenden
in HGB ergebniswirksam zu behandeln sind.
Gesellschaften:
Wertberichtigung
Eurofactor AG,
Die Forderungen gegenüber Kunden gliedern sich bei der CreditPlus
82041 Oberhaching, Deutschland
Bank AG in zwei Sparten, die einem unterschiedlichen Wertberichtigungsansatz unterliegen. Dies sind zum einen die Forderungen aus der
FGA Bank Germany GmbH,
Händlereinkaufsfinanzierung und zum anderen aus Konsumenten-
74076 Heilbronn, Deutschland
krediten.
FGA Bank GmbH,
In der Händlereinkaufsfinanzierung wird sowohl in HGB wie auch in
1121 Wien, Österreich
IFRS eine Einzelwertberichtigung je Händler vorgenommen.
Credium a.s.,
Die Konsumentenkredite werden gruppenwertberichtigt. Gemäß
15800 Prag, Tschechien
IAS 39 und den »Standards for IFRS Application« von CACF sind Forderungen nur dann als beeinträchtigt anzusehen und es ist nur dann
Ferner:
darauf eine Wertberichtigung zu bilden, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass ein Verlustereignis eingetreten ist und dieses Ereig-
CA Consumer Finance, 91038 Évry Cedex,
nis Auswirkungen auf die geschätzten künftigen Zahlungsströme hat.
Frankreich – Mitglied in Group Executive Committee
Deswegen werden Forderungen ohne Zahlungsstörungen nicht wert-
96
berichtigt. Im Gegensatz dazu werden in HGB dem Vorsichtsprinzip
Bankenfachverband e.V., 10179 Berlin,
folgend alle Konten wertberichtigt.
Deutschland – Vorstandsvorsitzender
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Michael Euler war in 2013 Mitglied des Beirats des Bankenfachver-
Die Gesamtbezüge des Vorstands in 2013 belaufen sich auf 972 TEUR.
bands e. V., 10179 Berlin, Deutschland.
Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des GeschäftsDem Aufsichtsrat gehörten im Berichtsjahr als Vertreter der
führungsorgans und deren Hinterbliebene umfassen 1.991 TEUR. Die
Aktionärin an:
Gesamtbezüge dieses Personenkreises im Geschäftsjahr betragen
277 TEUR.
Amir Djourabtchi,
Paris, Frankreich – Vorsitzender
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betragen 8 TEUR.
Leiter der Direktion Niederlassungen und Beteiligungen
für Internationales von CA Consumer Finance
Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers
braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im
Alexandre Deshoux,
Konzernabschluss der Crédit Agricole S. A. einbezogen wird.
Maisons-Laffitte, Frankreich – stellvertretender Vorsitzender
Länderbeauftragter bei CA Consumer Finance
Im Berichtsjahr waren bei der Bank durchschnittlich 493 Mitarbeiter
beschäftigt, davon 102 in Filialen im gesamten Bundesgebiet, 123 am
David Drapeau,
Standort Offenbach und 268 am Standort Stuttgart.
Paris, Frankreich – Aufsichtsratsmitglied
Internationaler Finanzbereich bei CA Consumer Finance
Stuttgart, den 21. Februar 2014
Stéphane Gabalda,
Paris, Frankreich – Aufsichtsratsmitglied
Internationales Kreditrisikomanagement bei CA Consumer Finance
und als Vertreter der Arbeitnehmer:
Winfried Menz,
Nüsttal-Silges – stellvertretender Filialleiter
Jan W. Wagner
bis 18.04.2013
Christina Barthel,
Winnenden – IT-Entwicklerin
ab 18.04.2013
Rainer Stoll,
Stuttgart – Anwendungsinformatiker, stellvertretender Gruppen-
Michael Euler
leiter IT-Produktion und Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Heinz Tschernisch
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
97
JAHRESABSCHLUSS 2013
Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden
Bestätigungsvermerk erteilt:
wiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst
die Beurteilung der angewandten Bilanzie-rungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die
»Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des
Verlust-rechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchfüh-
Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hin-
rung und den Lagebericht der CreditPlus Bank AG, Stuttgart, für das
reichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prü-
Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vor-
fung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung
schriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungs-
der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
mäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter
Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und
chendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vor-
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutref-
genommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
fend dar.«
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des
durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Stuttgart, 4. März 2014
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken,
mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der
Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätig-
Ernst & Young GmbH
keit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesell-
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
schaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.
Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungs-
98
legungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für
Prof. Dr. Caduff
Müller
die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht über-
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Bericht des Aufsichtsrates
JAHRESABSCHLUSS 2013
Bericht des Aufsichtsrates
Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Vorstand hat über die Beziehung der Gesellschaft zu verbundenen
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2013 über die Vermögens-,
Unternehmen einen Bericht gemäß § 312 AktG vorgelegt, der gleich-
Finanz-, Ertrags- und Liquiditätslage der Gesellschaft, über die Ent-
falls der Prüfung durch den Abschlussprüfer unterzogen wurde und
wicklung des laufenden Bankgeschäftes und über bedeutsame
folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten hat:
Geschäftsvorfälle laufend, auch außerhalb der Sitzungen, mündlich
»Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen
und schriftlich vom Vorstand berichten lassen. In mehreren Sitzungen
wir, dass
hat der Aufsichtsrat die Berichte des Vorstandes zur Projektierung und
1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,
Abwicklung der Geschäftstätigkeit entgegengenommen und diese
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der
Berichte mit den Mitgliedern des Vorstandes diskutiert. Bei einzelnen
Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.«
wichtigen Entscheidungen hat sich der Vorstand an den Aufsichtsrat
oder einzelne seiner Mitglieder gewandt, die Rat und Empfehlung geben
Feststellung des Jahresabschlusses
konnten. Nach Vorlage und Bericht durch den Vorstand wurden die
Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung des Jahresab-
nach Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates vorbe-
schlusses und des Lageberichtes sowie des Berichtes über die Bezie-
haltenen Geschäfte jeweils geprüft und den Anträgen entsprechend
hung zu verbundenen Unternehmen durch den Abschlussprüfer zu.
erledigt. Der Aufsichtsrat hat auf diese Weise seiner Aufgabe zur Über-
Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, den Lagebericht
wachung der Geschäftsleitung genügt.
und den Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen, einschließlich der am Schluss dieses Berichtes abge-
Sitzungen des Aufsichtsrates
gebenen Erklärungen geprüft. Anlass zu Einwendungen besteht nicht.
Im Geschäftsjahr 2013 trat der Aufsichtsrat in zwei ordentlichen
Sitzungen zusammen. In diesen hat er sich sowohl mündlich als auch
Er hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bericht des Vor-
schriftlich vom Vorstand über die Lage und die Geschäftsentwick-
standes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in seiner
lung des Unternehmens, die Geschäftspolitik und über alle wichtigen
Sitzung vom 26. März 2014 in Anwesenheit des Abschlussprüfers
Geschäftsvorgänge gemäß § 90 AktG unterrichten lassen. Der Auf-
gebilligt und schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes über die
sichtsrat hat sich so von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsfüh-
Ergebnisverwendung an. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG
rung überzeugt.
festgestellt.
Zusammenarbeit mit Wirtschaftsprüfern
Für die im Jahre 2013 geleistete Arbeit dankt der Aufsichtsrat dem Vor-
Die ordentliche Hauptversammlung vom 18. April 2013 hat die Ernst
stand und den Mitarbeitern der Bank.
& Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zum
Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählt und anschließend durch den Aufsichtsrat beauftragt. Anlässlich der Aufsichtsrats-
Stuttgart, den 26. März 2014
sitzung vom 10. Dezember 2013 haben Aufsichtsrat und Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte und Prüfungsplanung abgestimmt.
Amir Djourabtchi
Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres-
Vorsitzender
abschluss für das Geschäftsjahr 2013 unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der CreditPlus Bank AG geprüft und
den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung am 26. März 2014
eingehend mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2013 befasst. An dieser Sitzung nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner
Prüfung. Er stand dem Aufsichtsrat für Fragen zur Verfügung.
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
99
STANDARDS
Filialen
Die CreditPlus Bank
in den Regionen
Wer ein maßgeschneidertes Kreditangebot braucht oder das
persönliche Gespräch der Beratung via Internet vorzieht, wendet
sich an eine der bundesweit 16 Filialen von CreditPlus. Die Bankfilialen liegen durchweg zentrumsnah in deutschen Großstädten.
Hamburg
Bremen
Hannover
REGIONALBEREICH SÜD
Berlin
Mannheim
Wilmersdorfer Straße 131
D7, 3–4
10627 Berlin
68159 Mannheim
Telefon: (030) 201 79 101
Telefon: (0621) 539 44 900
Telefax: (030) 31 10 01 40
Telefax: (0621) 129 84 30
E-Mail: fllberlin@creditplus.de
E-Mail: fllmannheim@creditplus.de
Bielefeld
Essen
Köln
Dresden
München
Wettiner Platz 10
Augustenstraße 96a
01067 Dresden
80798 München
Telefon: (0351) 316 41 800
Telefon: (089) 878 06 580
Telefax: (0351) 867 92 70
Telefax: (089) 210 110 11
E-Mail: flldresden@creditplus.de
E-Mail: fllmuenchen@creditplus.de
Erfurt
Nürnberg
Anger 10
Theatergasse 14
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100 CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
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(HAT 64 Hochhaus am Turm)
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München
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
101
STANDARDS
Konzern
Engagement aus Tradition
Die Konzernmutter Crédit Agricole im Profil.
Sie ist einer der großen Akteure des euro-
Crédit Agricole S. A. – die zentrale Unter-
Organisation Novethic, die die 31 größten
päischen Bankensektors: In Frankreich
nehmenseinheit
Banken und Versicherungsunternehmen
gehört die Crédit Agricole Gruppe zu den
Crédit Agricole S. A. (CASA) mit Sitz in Paris
Europas in Bezug auf CR und verantwor-
Marktführern. Ihre Geschäftsgebiete um-
ist die börsennotierte, zentrale Unterneh-
tungsbewusste Berichterstattung bewertet
fassen neben dem gesamten Spektrum
menseinheit des Crédit Agricole Netzwerks.
hat, gehört Crédit Agricole zu den Spitzen-
des Retailgeschäfts Versicherungen, Asset-
Sie steht für die finanzielle Geschlossenheit
reitern.
Management, Leasing und Factoring
der gesamten Gruppe und zeichnet für
ebenso wie Konsumfinanzierung, Firmen-
die Geschäftsentwicklung und das Design
Sozial, ökologisch, freiwillig
kunden und Investmentbanking. Crédit
sämtlicher Produkte und Services verant-
Gerade aufgrund der führenden Markt-
Agricole erreicht mit weltweit 11.300 Filialen
wortlich. Seit 2001 ist CASA an der Euro-
position im Bankensektor fühlt sich Crédit
51 Millionen Kunden.
next-Börse in Paris gelistet und gehört dem
Agricole verpflichtet, mit gutem Beispiel
französischen Börsenindex CAC40 an.
voranzugehen und verantwortungsvollem
Genossenschaftliche Strukturen
Wirtschaften, Ethik und Gerechtigkeit
Crédit Agricole besitzt ein solides genossen-
Traditionelle Werte
weltweit zu einem höheren Stellenwert zu
schaftliches Fundament. 1894 gründeten
Bis heute fühlt sich die Crédit Agricole
verhelfen. Im Rahmen dieser Zielsetzung
Gewerkschaftsmitglieder in Frankreich
Gruppe den genossenschaftlichen Grundsät-
haben sich die Gruppe und ihre Tochterun-
lokale, genossenschaftlich organisierte
zen verpflichtet und lässt sich von drei
ternehmen freiwillig und aus Überzeugung
Banken mit dem Ziel, landwirtschaftliche
zentralen Werten leiten: Präsenz vor Ort,
einer Vielzahl von bestehenden sozialen
Familienbetriebe zu unterstützen. Heute
Verantwortungsbewusstsein und Solidari-
und ökologischen Initiativen angeschlossen.
bilden 6,9 Millionen Mitglieder die Basis
tät. Ihr ist es wichtig, den Geschäftsregionen,
Darüber hinaus haben sie eigene, verbind-
für die genossenschaftliche Struktur von
den Kunden und der Gesellschaft auf lange
liche Richtlinien entworfen – darunter eine
Crédit Agricole. Diese besitzen das Kapital
Sicht einen Dienst zu erweisen. Es gilt,
Charta der Vielfalt gegen Diskriminierung
der 2.512 Lokalbanken in Form von Anteilen
nachhaltige Lösungen für die Probleme der
sowie eine Menschenrechtscharta (RESPECT).
und wählen jedes Jahr ihre Vertreter. Die
Zukunft zu finden. Mit ihren Partnern
Lokalbanken wiederum sind zu 39 genos-
übernimmt Crédit Agricole eine zentrale
Umweltschutz mit System
senschaftlichen Regionalbanken zusam-
Rolle, wenn es darum geht, sich den großen
Das ökologische Engagement der Gruppe
mengeschlossen. Jede einzelne fungiert als
sozialen, kulturellen und ökologischen
findet seinen Ausdruck in vielfältigen Pro-
unabhängiges und vollwertiges Kreditin-
Herausforderungen zu stellen, denen die
jekten zur Nachhaltigkeit auf allen Ebenen.
stitut. Darunter sind Banken für Privatkun-
Menschen heute gegenüberstehen.
Mit der Unterzeichnung der Climate Principles bekennt sich der Konzern seit dem Jahr
den, für Bauern, Kleinunternehmer, Firmen
und Behörden. Allen gemeinsam ist die
Bestnoten für Corporate Responsibility
2008 zur Bekämpfung des Klimawandels,
feste lokale Verankerung. Weltweit gilt die
Seit über 30 Jahren zeichnet sich Crédit
während das DEMETER-Programm gleich
Gruppe, laut International Cooperative
Agricole durch eine dynamische und
eine ganze Reihe von Umweltschutzpro-
Alliance, als zweitgrößte Genossenschaft
innovative Sozial- und Umweltpolitik aus.
jekten umfasst, beispielsweise die Verringe-
überhaupt.
Corporate Responsibility (CR) nimmt in
rung des Energie- und Papierverbrauchs
der Unternehmensstrategie einen zentralen
oder die Einbeziehung von Umweltkriterien
Platz ein. Im Ranking der französischen
in alle Finanzierungsaktivitäten.
102 CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Die Umweltschutzerziehung und die
Förderung des ehrenamtlichen Engage-
Das ist Crédit Agricole
ments der Mitarbeiter sind zwei weitere
Initiativen, die Crédit Agricole verfolgt.
Und mit der Beteiligung am Lehrstuhl für
quantitative Finanzwissenschaft und
nachhaltige Entwicklung an der Universität
Die CreditPlus Bank ist eine hundertprozentige Tochter
des Konsumfinanzierungsspezialisten CA Consumer
Finance und gehört somit zur französischen Bankengruppe Crédit Agricole.
Paris-Dauphine und der École Polytechnique
leistet die Gruppe einen ebenso wichtigen
CA Consumer Finance S. A. (CACF): Die Muttergesellschaft
Beitrag zur Umweltforschung wie die
von CreditPlus ist der Spezialist für Konsumentenkredite
Crédit Agricole CIB mit ihren Versuchen zur
innerhalb der Bankengruppe. CACF ist in 18 Ländern
Bestimmung der CO2-Emissionen ihrer
vertreten und gehört zu den Marktführern im europäischen
Finanzierungs- und Investitionsprojekte.
Konsumentenkreditmarkt. CACF legt großen Wert auf
eine verantwortliche Kreditvergabe.
Solidarität – im Einklang mit den eigenen
Wurzeln
Crédit Agricole S. A.: Als führende französische Banken-
Die Gruppe Crédit Agricole hat nicht ver-
gruppe ist Crédit Agricole in jedem Banking- und Finanz-
gessen, dass gegenseitige Hilfe das Herz-
geschäftsfeld tätig. Mit ihrer starken Stellung im
stück ihrer eigenen Existenz ist – und damit
Heimatmarkt nimmt Crédit Agricole eine herausragende
die Basis ihres wirtschaftlichen Erfolgs.
Position im Retailbanking in Europa ein und gehört zu
Solidarität prägt daher auch alle Sponsoring-
den international größten Bankengruppen. Innerhalb der
Aktivitäten. Gelebt wird dieser Ansatz vor
Crédit Agricole Gruppe sorgt die börsennotierte Unter-
allem durch die unternehmenseigene
nehmenseinheit Crédit Agricole S. A. für eine stimmige
Hilfsorganisation Crédit Agricole Solidarité et
Konzernstrategie sowie eine einheitliche Finanzpolitik.
Développement. Über eine ebenfalls weltweit
tätige Stiftung, die Grameen Crédit Agricole
Marktführer in Frankreich und einer der Hauptakteure
Foundation, unterstützt Crédit Agricole spe-
im europäischen Bankenmarkt
ziell Mikrofinanzinstitute, die benachteiligten
Kunden, weltweit: 51 Millionen
Menschen in ländlichen Regionen dabei
Mitarbeiter, weltweit: rund 150.000
helfen, eine Geschäftsidee umzusetzen und
Eigenkapital: 76,3 Mrd. Euro
so der Armut zu entkommen.
Gewinn: 5,1 Mrd. Euro
(Kennzahlen Crédit Agricole Gruppe per 31.12.2013)
WEITERE INFORMATIONEN ZU CRÉDIT AGRICOLE UNTER
WWW.CREDIT-AGRICOLE.COM ODER WWW.CA-CONSUMERFINANCE.COM
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
103
JAHRESABSCHLUSS 2013
104 CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Lagebericht
Internationale Kontakte
STANDARDS
Internationale Kontakte
CA Consumer Finance gehört zu den größten internationalen Anbietern
für Konsumentenkredite und ist in 18 Ländern weltweit vertreten.
Als einer der Hauptakteure in Europa bietet CA Consumer Finance als Tochtergesellschaft der
Crédit Agricole S. A. eine umfangreiche Auswahl an Finanzierungs- und Versicherungslösungen an
und deckt damit sämtliche Bereiche der Konsumfinanzierung ab. In allen Vertriebskanälen
nimmt CA Consumer Finance eine bedeutende Stellung ein, darunter sind der Direktvertrieb,
die Absatzfinanzierung sowie Partnerschaften und das Broker-Geschäft.
Innovation und operative Effizienz, vor allem aber die Zufriedenheit ihrer Kunden und Partner,
stehen im Mittelpunkt des Handels.
Frankreich
• CA Consumer Finance
• FGA Capital
Deutschland
• CreditPlus Bank
• FGA Capital
Italien
Marokko
Großbritannien und Nordirland
• FGA Capital
Schweiz
•
China
Polen
Schweden
Forso Nordic
Finnland
• Agos Ducato
• FGA Capital
Norwegen
•
Belgien
Niederlande
CA Consumer Finance
Nederland BV
• Forso Nordic
• Forso Nordic
Dänemark
•
• FGA Capital
Österreich
Credibom
Griechenland
• FGA Capital
• FGA Capital
• FGA Capital
• GAC-Sofinco Automobile
Finance Co.
Irland
• FGA Capital
• FGA Capital
• FGA Capital
Portugal
Vereinigtes Königreich
• Wafasalaf
• FGA Capital
• Forso Nordic
• FGA Capital
CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
105
STANDARDS
Glossar
Glossar
Absatzfinanzierung
Unter Absatzfinanzierung versteht man unterschiedliche Maßnahmen zur Finanzierungserleichterung von Konsumgüterwünschen, die
Händler ihren Kunden aus Gründen der Absatzförderung gewähren. Charakteristisch ist, dass
die Finanzierungsleistung in direktem Zusammenhang mit einem Waren- und/oder Dienstleistungsgeschäft steht. Einen besonderen Stellenwert hat
die Absatzfinanzierung in der Automobilbranche.
Viele große Autohersteller haben dafür eine eigene
Bank gegründet oder haben mit Banken oder
Leasinggesellschaften entsprechende Rahmenverträge abgeschlossen.
BaFin
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist die zuständige Aufsichtsbehörde
über Finanzdienstleistungsunternehmen, darunter
auch die Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds. Sie wurde 2002 durch Zusammenlegung
des Bundesaufsichtsamts für das Kreditwesen, des
Bundesaufsichtsamts für das Versicherungswesen
(BAV) und des Bundesaufsichtsamts für den Wertpapierhandel eingerichtet. Sie hat ihre Dienstsitze
in Bonn und Frankfurt am Main und unterliegt der
Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums
der Finanzen.
Captive Bank
Als Captives werden herstellergebundene Autobanken bezeichnet. Dabei handelt es sich um
Finanzdienstleistungsinstitute, die zur Finanzierung des Absatzes mit einem Automobilhersteller
wirtschaftlich verbunden sind, aber rechtlich
selbstständig am Markt auftreten. Fast jeder
Automobilhersteller verfügt über eine eigene
Leasing- und Finanzierungsgesellschaft, die in der
Regel als hundertprozentige Tochtergesellschaft
des Herstellers in den Konzern eingebunden ist.
Beispiele sind die Ford Bank, VW Financial Services
oder die FGA Bank.
Davon zu unterscheiden sind die herstellerungebundenen Autobanken, auch Non-Captives
genannt. Dazu zählt beispielsweise Santander
Consumer Finance oder auch die CreditPlus Bank.
Aber auch Non-Captives übernehmen für
Hersteller, die keine eigene Finanzierungsgesellschaft haben, die Funktion einer Captive Bank,
wie CreditPlus für Suzuki unter dem Namen
Suzuki Finance.
106 CreditPlus Bank • Geschäftsbericht 2013
Compliance
Unter Compliance (engl. Befolgung) versteht
man die Selbstverpflichtung eines Unternehmens
und insbesondere seiner Führungskräfte, sich an
die von dem Gesetzgeber, den Aktionären oder
dem Aufsichtsrat aufgestellten Verhaltens- und
Managementregeln zu halten. Häufig umfassen
diese Regeln auch ethische Aspekte und
Bestandteile der Unternehmensphilosophie.
Bei CreditPlus gelten die Compliance-Regelungen
aus dem Programm »FIDES« von Crédit Agricole.
Data Mining
Unter Data Mining – deutsch etwa: »aus einem
Datenberg etwas Wertvolles extrahieren« –
versteht man die systematische Anwendung
statistischer Methoden auf einen Datenbestand
mit dem Ziel, neue Muster zu erkennen.
FIDES
»FIDES« (lat. Treue, Glaube, Schutz, Vertrauen)
ist der Name des Compliance-Programms der
Crédit Agricole Gruppe. Es umfasst drei wesentliche Aspekte: eine Organisation, die auf einem
Compliance-Management-Gremium basiert,
ein Regelwerk der entsprechenden Prozesse und
ein Modell zur Sensibilisierung des Bewusstseins
inklusive bestimmter Trainingsmaßnahmen.
Händlereinkaufsfinanzierung
Mit einer Händlereinkaufsfinanzierung, wie sie
die CreditPlus Bank seit 2007 anbietet, können
Händler aus der Automotivebranche den Einkauf
von Autos, Zweirädern und Wohnmobilen als
Neu-, Gebraucht- und Vorführwagen finanzieren
lassen.
MaRisk
Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement, abgekürzt MaRisk, sind Verwaltungsanweisungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für die Ausgestaltung des Risikomanagements in deutschen Kreditinstituten.
Die MaRisk konkretisieren den § 25a KWG und
sind die Umsetzung der bankaufsichtsrechtlichen
Überprüfungsprozesse für die in Basel II geregelten Eigenkapitalvorschriften.
PartnerBanking
Im Bereich PartnerBanking kooperiert die
CreditPlus Bank mit Finanzinstituten, die für
das Produkt Ratenkredit das Know-how
eines Spezialisten nutzen wollen. Dabei übernimmt der Partner den Vertrieb des Kredits
und CreditPlus dessen Abwicklung. Sinnvoll
ist das PartnerBanking auch bei Unternehmen,
die im Ratenkreditgeschäft wegen zu kleiner
Volumina nicht die erforderlichen Skaleneffekte
erzielen oder den Ratenkredit nicht zu ihren
Kernprodukten zählen.
SEPA
SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payments
Area, zu deutsch: einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. Der SEPA-Raum dient dazu, europaweit
standardisierte Verfahren für den bargeldlosen
Zahlungsverkehr (Überweisungen, Lastschriften)
anzubieten.
Social Media
Social Media bezeichnet digitale Medien und
Technologien, in denen Internetnutzer Erfahrungen, Meinungen, Eindrücke oder Informationen
austauschen und Wissen sammeln. Die Nutzer
nehmen durch Kommentare, Bewertungen und
Empfehlungen aktiv auf die Inhalte Bezug und
bauen auf diese Weise eine soziale Beziehung
untereinander auf. Jeder kann zum Autor werden
und Texte, Inhalte oder Wissen bereitstellen.
Verbraucherindex
Der von Ipsos für die CreditPlus Bank ermittelte
Verbraucherindex misst das Konsumklima in
Deutschland und bildet es mithilfe von geeigneten
Kennzahlen ab. Die dazu erforderlichen Daten
werden per Telefoninterview bei einer repräsentativen Zufallsstichprobe erhoben. Die Ergebnisse
bieten Einblick in das Verbraucherverhalten und
die Konsumbereitschaft der Bevölkerung in
Deutschland.
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