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Geschichte der Schneeschuhe: Schneeschuhwandern – was ist das

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Alles rund um
den Schneeschuh
Um sich bei Schneelage
besser Fortbewegen zu
können, nahm man schon
früher Schneeschuhe zu
Hilfe. Vor allem in schneereichen Gegenden ist diese
Art der Fortbewegung auf
verschneitem Untergrund
üblich gewesen. Durch die
Verteilung des Gewichts
auf eine größere Fläche,
versinken die Füße nicht
so einfach im Schnee.
Historische
kanadische
Schneeschuhe
Moderne
Schneeschuhe
Quelle:
commons.wikimedia.org/wiki/
File:Historischer_Schneeschuh.gif
Quelle:
commons.wikimedia.org/wiki/
File:Atlas_snowshoes.jpg
Geschichte der Schneeschuhe:
Ein genauer Zeitpunkt des Ursprungs der Schneeschuhe ist nicht bekannt. Man weiß nur, dass
sich Einwohner von schneereichen Gebieten schon seit sehr langer Zeit der Hilfe von Schneeschuhen bedienen. Unter den indigenen Stämmen Amerikas hat fast jeder seine eigene Art
Schneeschuh erfunden, wobei die einfachsten im hohen Norden entstanden sind. Die Schneeschuhe der Indianer wurden nur sehr langsam von den Europäern in Amerika übernommen
– vor allem Holzfäller trugen diese circa 1 Meter langen Schneeschuhe. Auch Skier wurden früher lange Zeit als Schneeschuhe bezeichnet.
Große Verbreitung
in Nordamerika
Historische
kanadische
Schneeschuhe
Quelle:
commons.wikimedia.org/wiki/
File:Schneeschuhe.jpg
Schneeschuhwandern –
was ist das?
Schneeschuhe werden heutzutage als Sportgerät gesehen und nicht mehr als das „Mittel zum Zweck“ das
sie früher waren. Seit Mitte der 1990er Jahre wird das
Wandern und Laufen mit Schneeschuhen als Trendsportart angesehen.
Schneeschuhe
=
Sportgerät
Vor allem Menschen, die nicht Skifahren wollen und
denen schnelle Abfahrten nicht wichtig sind kommen
beim sogenannten „Schneeschuhwandern“ auf ihre
Kosten. Man kann die meisten Gipfel, die im Winter mit Skiern bestiegen werden können, auch mit
Schneeschuhen besteigen.
Vorteile des
Schneeschuhlaufens:
Es gibt keine Altersgrenze!
Es ist ein Generationenübergreifender
Wintersport.
Kann sowohl als Freizeitsport, als auch als
Hochleistungssport betrieben werden – abhängig von Geschwindigkeit und Gelände in
dem man unterwegs ist.
Keine technischen Vorkenntnisse
erfor­derlich – wer laufen kann, kann
auch Schneeschuhwandern!
Attraktive Ergänzung für Langläufer –
da es ebenso ein Ausdauersport ist und
man auch steileres Gelände (in dem es
keine Loipen gibt) begehen kann.
Optimale Ergänzung zu anderen Wintersportarten und ist nur mit geringen
Investitionen verbunden. Oftmals bieten
die Hotels auch Leihmaterial an!
Nordic Walker können unter Zuhilfenahme
der Schneeschuhe ihr Training auch das ganze Jahr absolvieren – der Begriff hierfür ist
Nordic Snowshoeing.
Vorbereiten einer
Schneeschuh-Wandertour:
Ein wichtiger Aspekt, auf den es bei einer Wandertour immer zu achten gilt, ist der Naturschutz – ähnlich wie bei Skitouren abseits der Pisten und Loipen.
Meiden Sie Waldgebiete!
Halten Sie sich an Begehungsverbote!
Brechen Sie eine Tour rechtzeitig ab,
wenn nötig: Lawinengefahr, Erschöpfung,
Orientierungsprobleme, schlechte Sicht, usw.
Bereiten Sie Ihre Wanderung sorgfältig vor!
Informieren Sie sich über das Wetter und
die Lawinensituation und richten Sie Ihre
Tour danach aus.
Bei mehreren Teilnehmern sollten Sie
sich einen Überblick über die jeweilige
Leistungsfähigkeit der Teilnehmer verschaffen.
Studieren Sie die Wanderkarten genau,
um so die optimale und sicherste Tour
wählen zu können.
Kalkulieren Sie Ihren Zeitbedarf für Pausen oder
Einkehrmöglichkeiten, sowie für Ihre Reserven –
oft ist der Abstieg etwas schwieriger und dauert
länger als der Aufstieg.
Kontrollieren Sie Ihre
Lawinen- und Notfallausrüstung.
Sollte das Wetter am Tag der Tour umschlagen –
planen Sie Alternativen und gehen Sie nicht um
jeden Preis.
Empfohlene Ausrüstung
für Ihre Schneeschuh-Tour:
1
2
Als Grundausrüstung für Ihre Schneeschuhwanderung
benötigen Sie:
• ein Paar Schneeschuhe
• zwei Skistöcke mit großen Schneetellern
Neben dieser Grundausrüstung werden weitere Utensilien empfohlen, wie:
• Guter Rucksack mit eventueller Befestigungsmöglichkeit
für Ihre Schneeschuhe
• Gute Bergsteigerschuhe und dazu passende Gamaschen
• Atmungsaktive und wetterfeste Winterkleidung
• Eine Notfallausrüstung, sowie eine Lawinenausrüstung
3
Notfallausrüstung:
• Erste-Hilfe Set
• Handy (für Notrufe)
• Rettungsdecke
• Biwaksack
4
Lawinenausrüstung:
• Verschüttungssuchgerät
• Lawinenschaufel
• Lawinensonde
• Airbagrucksack
• Avalanche-Ball
Verschiedene Arten
von Schneeschuhen:
O
C
M
Originals
Classics
Moderns
Diese Schneeschuhe sind dank ihrer
großen Auftrittsfläche besonders
für tief verschneite Gebiete geeignet.
Aluminiumrahmen und sind mit
einer Kunststoffhaut bespannt.
An alpine Schneeund Geländeverhältnisse angepasst.
sehr robust und
können, je nach
ihrer Größe,
hauptsächlich in
einfachem Gelände und Tiefschnee
eingesetzt werden.
Die Moderns bestehen aus Hartplastik und sind
bis zu -40° C kältefest.
Um die gängigen Schneeschuhmodelle nützen zu können benötigt man keine besonderen Bindungsschuhe wie bei Skiern, durch Riemenbindungen sind sie für alle festen Wanderstiefel
geeignet – diese sollten aber schneetauglich sein!
Gesundheit und
Schneeschuhwandern:
Schultermuskulatur
Das Schneeschuhwandern kann, je nach
Intensität in der es betrieben wird, als gemäßigtes Ausdauertraining gesehen werden. Es wirkt sich somit positiv auf aus:
Herz-Kreislauf-System
Brustmuskulatur
Rückenmuskulatur
Armmuskulatur
Bauchmuskulatur
Gut zu wissen:
Durch das Schneeschuhwandern wird der
Hormonhaushalt aktiviert
und fördert somit das Immunsystem, den Stressabbau und die persönliche
Ausgeglichenheit.
Beinmuskulatur
Die Zeit in der abgasfreien
Luft und der traumhaften
verschneiten Landschaft ist
eine tolle Abwechslung zum
stressigen Berufsalltag.
Tipps für den
Schneeschuhkauf:
Beachten Sie beim Schneeschuhkauf die folgenden Punkte, um ein möglichst komfortables,
effizientes und ermüdungsfreies Vorankommen auf Ihrer Tour sicherzustellen:
1
Wo bin ich mit den Schneeschuhen unterwegs?
Es gibt verschiedene Modelle von Schneeschuhen, die jeweils für spezielle Zwecke gefertigt wurden – werden Sie
sich vor dem Kauf über das Einsatzgebiet der Schneeschuhe klar um das optimale Schuhwerk zu bekommen.
Einsatzgebiete können sein:
• Fitnesstraining im Winter
• Winterwandern
• Winterbergsteigen
• Expeditionen / Schneeschuhtrekking
2
Wonach richtet sich die Größe?
• Körpergewicht (inkl. Rucksack!)
• Schrittlänge
• Verwendungszweck
• Leider benötigt man bei höherem Körpergewicht
auch größere Schuhe – um ein unnötiges einsinken
zu vermeiden.
3
4
5
6
Wie schwer dürfen die Schuhe sein?
Gute Materialien haben leider oft auch mehr Gewicht, man
sollte hier abwägen – für einen 70 Kg schweren Menschen
kann das Paar Schneeschuhe schon 1,7 Kg/Paar wiegen
Brauche ich Harscheisen?
Wenn Sie auf Harsch und Eis unterwegs sind – JA.
Die Harscheisen sollten Sie an Ihre Tour und Wetterbedingungen anpassen – mehr oder weniger ausgeprägt, oder
austauschbar wenn nicht benötigt.
Wo sollte der Drehpunkt bei beweglichen
Bindungen liegen?
Am besten zentral unter dem Fußballen
TIPP: Steighilfen erleichtern das Gehen in steilen Hängen.
Wenn Sie welche haben, werden Sie sie nicht mehr missen
wollen, wenn Sie keine haben, geht die Welt auch nicht unter.
Was gilt es sonst noch zu beachten?
Riemen und Verschlüsse sollen auch mit Handschuhen/
Fäustlingen, sowie bei leichten Vereisungen noch gut zu
öffnen sein!
Quellen: Jägerhof, Wikipedia
s
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