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Ein bisschen was geht immer

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Familie & Freizeit
Energieberatung
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Ein bisschen was
geht immer
Auf den ersten Blick machen Romy Vassalli und Henry Ochsenbein schon
sehr vieles richtig, um ihren Stromverbrauch zu senken. Und doch ist
dieser für einen Zwei-Personen-Haushalt noch recht hoch. Stromdetektiv
Hardy Schröder macht sich auf die Suche nach den versteckten Stromfressern.
TEXT: IRENE M. WRABEL
FOTOS: GIORGIA MÜLLER
V
om Wohnzimmer aus öffnet sich der
Blick durch eine grosse Fensterfront
hin auf die sanfte Hügellandschaft
im Knonauer Amt. Und auch diesseits der
Fenster gibt es einiges, was das Auge erfreut – unter anderem viele Gemälde, geschaffen von der Hausherrin Romy Vassalli.
Seit 1999 lebt sie mit ihrem Ehemann Henry
Ochsenbein in der geschmackvoll eingerichteten Viereinhalb-Zimmer-Wohnung. Die
beiden sind eigentlich im Pensionsalter –
«wir privatisieren», wie sie es selbst nennen.
Stromverbrauch aktuell
Am Anfang jeder Stromberatung wird die
Ausgangslage beurteilt. Romy Vassalli und
Ehemann Henry Ochsenbein liegen mit
ihrem Stromverbrauch deutlich über dem
Durchschnitt.
tief
eher tief
Durchschnitt
eher hoch
hoch
Doch man kann alle Klischees, die man damit verbindet, getrost fallenlassen, wie sich
im Verlauf des Nachmittags zeigen wird.
«Wir wissen zwar nicht so genau, wo
wir uns mit unserem Stromverbrauch einordnen können. Aber ein bisschen hoch
erscheint er uns eben schon», erläutert
Henry Ochsenbein die Motivation zur Bewerbung für die Energieberatung. «Zumal
wir denken, dass wir schon einiges berücksichtigen.» EKZ Stromdetektiv Hardy
Schröder hat sich gut vorbereitet und kann
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Familie & Freizeit
diese Vermutung schnell bestätigen. «Mit
rund 3000 kWh Jahresverbrauch sind Sie
schon ein gutes Stück über dem Durchschnitt», analysiert der Fachmann die letzte Jahresabrechnung. Das Bewusstsein für
Einsparmöglichkeiten ist aber durchaus
schon vorhanden. Allen voran werden
sämtliche Stromverbraucher vom Netz genommen, wenn das Ehepaar verreist. Und
das kommt öfter vor, was so einige Erinnerungsstücke in der Wohnung beweisen.
«Wir lieben Kreuzfahrten und die USA», erzählt Frau Vassalli. Sogar geheiratet haben
die beiden in Las Vegas.
von Frau Vassalli. Die gelernte Modezeichnerin hat erst mit 50 Jahren die Welt der
Computer entdeckt – doch dann gleich im
Sturm erobert. «Ich mache Websites und
gebe Senioren Kurse für den Umgang mit
modernen Kommunikationsmitteln», erzählt
sie. Das erklärt die perfekte Ausstattung –
die jedoch nicht so perfekt installiert ist.
Hardy Schröder fällt die umfangreiche Verkabelung gleich ins Auge. «Schalten Sie
«Alles zusammen betrachGemeinsam begibt man sich nun bei einem tet, haben wir hier ein
Rundgang durch die Wohnung auf die Suansehnliches Energiesparche. Gestartet wird im Arbeitszimmer. Und
hier tut sich ein veritables Hightech- potenzial aufgespürt!»
Immer auf dem neusten Stand
paradies auf. Ein Tischcomputer, zwei
Laptops und zwei iPads befinden sich auf
den Schreibtischen, ein Drucker ergänzt
die hochmoderne Büroausstattung. Genutzt wird dieser Gerätepark vorwiegend
Energieglossar
LED-Lampen für den Haushaltgebrauch
sind in den Verkaufsregalen noch eine relativ neue Erscheinung. Zwar deckt das
angebotene Sortiment noch nicht alle
Lichtbedürfnisse ab. Als Ersatz für eine
60-Watt-Glühbirne etwa findet man jedoch
bereits verschiedene Modelle, die wahlweise ein warmweisses oder ein tageslichtweisses Licht abgeben.
Im Heimbereich wird warmweisses Licht
als angenehm und gemütlich empfunden.
Kaltweisses LED-Licht hingegen kann
schnell bläulich und steril erscheinen. Dieses kann jedoch für den Arbeitsplatz eine
gute Lösung sein, da es durch seine Nähe
zum Tageslicht aktiviert. Die Farbtemperatur wird auf der Verpackung in Kelvin
angegeben und meistens durch die Angabe «warmweiss/warm white» bzw. «kaltweiss/tageslichtweiss/cold white/daylight» ergänzt.
Warmweiss: 2500 bis 3000 Kelvin
Kaltweiss: 3500 bis 4000 Kelvin
■ Tageslichtweiss: 5000 bis 6500 Kelvin
■
■
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Kabelsalat im Homeoffice:
Hier lässt sich einiges
an Stromkosten einsparen.
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HARDY SCHRÖDER, EKZ ENERGIEBERATER
die Geräte denn ab, wenn Sie sie nicht
brauchen?» – «Ich fahre die Computer halt
herunter», antwortet Frau Vassalli ahnungsvoll.
Der Stromdetektiv macht sich an die
Messungen, sein Verdacht bestätigt sich.
«Im Standby verbrauchen die Geräte eben
immer noch Strom», erläutert er. Alle im
Büro stehenden Geräte haben zusammengenommen einen Standbyverbrauch von
rund 40 Watt. «Aber ich kann doch nicht
am Abend alle Geräte einzeln ausstecken!»
«Müssen sie auch nicht», beruhigt Schröder Frau Vassalli. Er schlägt vor, alle Geräte an eine Steckerleiste anzuschliessen
und davor eine Stromsparmaus anzuschliessen. «Damit können sie mit einem
Handgriff alles abschalten.»
Gleiche Lichtausbeute bei weniger
Stromverbrauch
Auf dem Weg in den nächsten Raum, die
Küche, fällt dem EKZ Fachmann die
Raumbeleuchtung ins Auge. «Im Schnitt
entfallen rund 17% des Energieverbrauchs
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zum Sparen
Ein Fall für die Entsorgung: Der alte Tiefkühler ist ein echter Stromfresser.
in Haushalten auf die Beleuchtung.» Eine
ganze Menge – und mindestens dieser Anteil könnte auch hier zutreffen. Alle Räume sind mit Deckenspots, bestückt mit
Halogen-Leuchtmitteln, ausgestattet. In der
Küche finden sich diese ebenfalls wieder,
zum einen an der Decke, zum anderen
aber auch als Beleuchtung für den Arbeitsbereich an der Unterseite der Hängeschränke. «Diese Halogenlämpchen lassen
sich sehr gut durch LED-Spots ersetzen»,
erklärt Hardy Schröder. LED-Leuchtmittel
sind zwar in der Anschaffung teurer als ihr
Halogen-Pendant, doch sie amortisieren
sich schnell: Ein 8-Watt-LED-Spot leuchtet
genauso hell wie ein 35-Watt-Halogenspot
– was natürlich Strom spart. Ihre wahre
Stärke entfalten LEDs aber in der Lebensdauer: Während ein Halogenspot im
Durchschnitt nach etwa 2000 Stunden für
immer erlischt, brennt die LED bis zu
30 000 Stunden lang. «Der Ersatz lohnt
sich also wirklich!», freut sich Henry
Ochsenbein – und denkt dabei wohl an
seine Gattin, die gerne überall die Lichter
brennen lässt, wie er zuvor bereits augenzwinkernd anmerkte: «Ich lösche halt immer hinter ihr wieder ab.» Nächste Station
ist das Schlafzimmer, doch abgesehen vom
eben schon erwähnten Beleuchtungsthema
finden sich hier kaum Stromverbraucher.
«Wegen des Elektrosmogs», merkt Frau
Vassalli an und erweist sich auch hier
wieder als bestens informiert.
Perfekt tiefgekühlt mit −18 Grad
Bevor es zurück ins Wohnzimmer geht,
führt Herr Ochsenbein den Gast noch in
den Keller. Neben einem gut sortierten
Weinregal – «mein Hobby» – findet sich
hier auch noch ein betagter Tiefkühlschrank. Dieser funktioniert zwar trotz sei-
nes hohen Alters noch einwandfrei, doch
der Ersatz würde sich im Hinblick auf die
Stromrechnung mittlerweile durchaus lohnen. «Ein solches Gerät verbraucht rund
600 kWh im Jahr, die Tiefkühler der neuesten Generation liegen bei rund einem
Drittel im Verbrauch», weiss Hardy Schröder. Zudem reicht eine Temperatur von
−18 Grad, der ochsenbeinsche Tiefkühler
ist auf −21 Grad gestellt. Hier lassen sich
pro Grad 2,5% Stromkosten sparen. «Der
wird ersetzt», beschliesst Henry Ochsenbein kurzerhand. «Ich habe ohnehin immer Bedenken, dass er den Geist aufgibt,
wenn wir verreisen.»
Zurück in der guten Stube, wird schliesslich noch die Unterhaltungselektronik unter
die Lupe genommen. Die Vorliebe des Ehepaars für moderne Geräte trägt hier seine
Früchte: Das brandneue TV-Gerät glänzt
mit einem Standbywert von weniger als
0,1 Watt. «Das ist vernachlässigbar», konstatiert der Energieberater zufrieden.
Kleinvieh macht auch Mist
Hardy Schröder zieht ein Fazit seines Besuchs. «Wir haben zwar keine grossen
Stromfresser gefunden, weil die beiden
schon vieles richtig machen. Aber wenn
man alles zusammen betrachtet, haben
wir auch hier wieder ein ansehnliches Einsparpotenzial aufgespürt.» Der Standbyverbrauch des Büros, der Ersatz der Halogenlämpchen durch LEDs und vor allem
der Ersatz des betagten Tiefkühlers im
Keller können die Stromrechnung durchaus unter den Durchschnittswert eines
vergleichbaren Haushalts sinken lassen.
Das Ehepaar Vassalli Ochsenbein freut’s
sichtlich – denn die nächste Reise kommt
bestimmt! ■
So sind Sie dabei. Schildern Sie uns Ihre
Wohnsituation in einem Brief oder einem
Mail (Haus oder Wohnung, Anzahl Räume,
Baujahr Haus, Anzahl der Personen usw.),
und senden Sie uns dazu Fotos der Stellen,
an denen Sie Energieverluste vermuten,
an:
Saft & Kraft Energieberatung
Mühlebachstrasse 52
Postfach
8032 Zürich
energieberatung@saft-kraft.ch
Einsendeschluss: 13. Dezember 2013
Die Redaktion wird aufgrund der eingesandten Unterlagen den Gewinner der
Energieberatung auswählen. Für die eingehenden Unterlagen übernimmt die
Redaktion keine Verantwortung, sie retourniert keine Briefe und keine Fotos.
Die ausgewählten Personen werden telefonisch oder via E-Mail benachrichtigt.
Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen. Über die Auswahl wird
keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende von Saft & Kraft, der Linkgroup AG
und den EKZ sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Gut zu wissen: Auf der Website www.ekz.ch
gibt es weitere Informationen zur Energieberatung.
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