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(CSR) in Flensburg Was können Die Mürwiker ® für Unte - FFRM

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FFRM als Kommunikationsplattform für Corporate Social Responsibility (CSR) in Flensburg
Was können Die Mürwiker ® für Unternehmen in Flensburg tun? Die Mürwiker können Bühne sein
für Unternehmen, die ein Interesse daran haben, ihren Mitarbeitern ein Feld sozialen Engagements zu
eröffnen, um mit und gegenüber ihren Mitarbeitern als Unternehmen mit Sinn für die Übernahme
sozialer Verantwortung zu agieren.
Identitätsbildende Wirkungen nach innen wie außen im Sinne der Klärung der Frage „Wer sind wir als
Unternehmen?“ sind beabsichtigt. Die Mürwiker bieten sich dabei sowohl als Praxis- wie auch als
Medienpartner an.
In welchem Kontext geschähe dies?
R
Ein Unternehmen mit einer Vision: „Die Schwachen stärken die Region“
Metall bearbeiten, Akten vernichten, auf dem Bauernhof Kühe und Schweine artgerecht mästen,
Druckaufträge abwickeln: Die Mürwiker Werkstätten GmbH ist ein Unternehmen mit Produktvielfalt.
Und: Fast 1000 Menschen arbeiten in den verschiedenen Werkstätten und Betrieben. Zu den Kunden
gehören zahlreiche Unternehmen in Flensburg und Umgebung. „Die Mürwiker“ schaffen und sichern
Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderungen in der Region. Manche Produktion ist nur
noch in Deutschland, weil die Mürwiker und andere Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
daran mitarbeiten.
Geändert hat sich in den vergangenen Jahren die Rolle und der Status solcher Betriebe: In den
Sechzigern hießen sie beschützende Werkstätten, dann Werkstätten für Behinderte und heute
Werkstätten für behinderte Menschen. Das ist keine Wortklauberei. Ging es zunächst um Betreuung
arbeitet heute jeder nach seinen Möglichkeiten, jeder einzelne Mensch mit Behinderung ist über seine
Arbeit Teil der Gesellschaft. Die Menschen mit Behinderungen sind Kolleginnen und Kollegen, die
durch ihre Arbeit die regionale Wirtschaft stützen. Sie sticken Tausende von Logos für
Luftfahrtunternehmen, konfektionieren hunderttausende Bücher für einen Kirchentag, sind Zulieferer
für die metallverarbeitende Industrie oder reparieren Paletten für Flensburger Unternehmen.
Neuerdings leisten behinderte Männer und Frauen Zulieferarbeiten für die Verpackungsindustrie auf
neuem Niveau. In der Niebüller Produktionsstätte haben die Mürwiker gerade einen Blister-Automaten
und ein Hochfrequenzschweißgerät aufgestellt.
Sich mit den Fähigkeiten ihrer Kolleginnen und Kollegen mit und ohne Behinderung zu positionieren,
ist die Mission der Mürwiker nach dem Motto: Jeder ist anders, und jeder muss in seiner
Einzigartigkeit im gesellschaftlichen Alltag einbezogen werden. Die Palette reicht von Arbeit im Garten
oder auf dem Bauernhof über handwerkliche Tätigkeiten mit Holz bis zu Tätigkeiten in der
Metallbearbeitung auf CNC-Maschinen, digitaler Archivierung oder Druckerei.
Unter den gut 700 der Beschäftigten mit Behinderungen sind Menschen mit geistigen, körperlichen
sowie psychischen Einschränkungen. Die Bedürfnisse sind ganz unterschiedlich: Bei einigen
Menschen steht Pflege und Betreuung im Vordergrund, sie erledigen nur für wenige Stunden eine
einfache Tätigkeit, sind jedoch darüber hinaus kreativ tätig. Kunst von und mit Kolleginnen und
Kollegen mit Behinderung ist ein aktuelles Thema.
Andere bewegen sich in quasi-industriellem Kontext. Wer welchen Arbeitsplatz ausfüllt, wird während
einer zweijährigen systematischen beruflichen Bildung in verschiedenen Bereichen getestet. Dazu
gehören auch Praktika in externen Betrieben – ein Ziel dabei ist, Menschen mit Behinderung in
Betriebe zu vermitteln, wenn es erforderlich ist, mit ambulanter Betreuung.
Einige Arbeitskräfte sind als „flexibles Team“ extern bei Firmen tätig, die kurz- oder längerfristig
Arbeitskräfte brauchen, etwa Reifendienste, bei denen zum Saisonwechsel Hunderte von Rädern
eingelagert werden müssen, Verpackungs- und Logistikunternehmen. Die Mürwiker sind
konkurrenzfähig durch die Qualität ihrer Arbeit. Menschen mit Behinderung sind am Markt erfolgreich,
wenn sie unterstützt werden.
Das Ganze funktioniert jedoch nur, weil unseren Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung
professionelle und ehrenamtliche Helfer als Netzwerk zur Seite stehen.
Dieser notwendige Rahmen bietet die Möglichkeit soziale Verantwortung im Sinne von Geben und
Nehmen praktisch zu leben und im Sinne von CSR zu nutzen.
Hier sind die unterschiedlichsten Formen denkbar: Z. B. Begleitung einer Arbeitsgruppe bei der
Einführung einer neuen Produktion, Begleitung zum Landessportfest, Roadie für die Mürwiker-Band,
Helfer bei sportlichen oder künstlerischen Aktivitäten, beim Kochen, Backen, Vorlesen,
Spazierengehen, Vorbereitung unterschiedlicher Festivitäten etc.
Aber nicht nur Mitarbeiter aus Firmen können bei den Mürwikern als Ehrenamtler wirken. Auch Die
Mürwiker ® können in Betriebe kommen.
Der neueste Trend in der Behindertenhilfe ist Folgendes:
Vom 16. bis 19.04.2008 war eine Abteilungsleiterin der Mürwiker mit Kollegen befreundeter
Einrichtungen aus Schleswig-Holstein unterwegs. Sie besuchte in Bamberg die „Virtuelle Werkstatt“
INTEGRA.
Virtuelle Werkstatt meint Folgendes: Menschen mit Behinderung arbeiten nicht in einer Werkstatt als
einem Gebäude, das den Mürwikern gehört oder von ihnen gemietet wurde, sondern allein bzw. zu
zweit in regulären Betrieben auf sogenannten Einzelaußenarbeitsplätzen. Von den Mürwikern würden
sie lediglich betreut werden. Der Betrieb selbst hat jedoch keinerlei Rechtsbeziehung zu der Kollegin
oder dem Kollegen, da es sich weiterhin um einen Mitarbeiter der Mürwiker handelt. Berechnet wird
nur die fertige Arbeit per Rechnung seitens der Mürwiker.
So weit, so gut. Der wirtschaftliche Nutzen? In jeder Firma steht eine Maschine, die nicht mehr benutzt
wird, weil der Normalarbeitnehmer, der an ihr stehen müsste, zu teuer für ihren weiteren Betrieb ist.
Zur Schaffung eines WfbM- Arbeitsplatzes ist sie jedoch geeignet und wieder wirtschaftlich einsetzbar.
Entlohnung geschieht im Rahmen der realen Wertschöpfung.
Der gesellschaftliche Nutzen? Menschen mit Behinderung werden nicht ausgesondert, sondern
stehen mitten im Arbeitsleben.
Der Clou könnte sein, dass über den unmittelbaren gegenseitigen wirtschaftlichen Nutzen hinaus, im
FFRM organisierte Betriebe als Kern solcher Aktivitäten auch als Unternehmerclub fungieren, der sich
über gesellschaftliches Engagement vermarktet. Nach außen (Presseberichte über die Aktivitäten)
und nach innen (gemeinsame Veranstaltungen zur Netzwerkbildung für die Teilnehmer dieses Clubs).
Nicht auszuschließen ist dadurch die Gewinnung neuer Mitglieder für FFRM.
Eintrittskarte für den Club wäre ein Arbeitsplatz und ein Pate im Betrieb, der als Ansprechpartner für
den Betreuer zur Verfügung steht.
Denkbar sind ein bis zwei große Mitgliederversammlungen mit Pressebegleitung und weitere kleinere
Foren, bei denen sich bestimmte Branchen treffen.
In diesem Sinne übernehmen regionale Unternehmen soziale Verantwortung für die Region und
schaffen gemeinsam mit den Mürwikern sowohl Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung als auch
den Erhalt von Arbeitsplätzen für Nicht-Behinderte. Dabei verknüpfen sich wirtschaftliche Vorteile,
soziale Verantwortung und die Stärkung regionaler Netzwerke.
Die Mürwiker können somit Schnittstelle zwischen Wirtschaft und sozialem Engagement zum Nutzen
aller sein.
Denkbar ist auch dies Projekt nicht ur auf die Mürwiker zu beziehen, sondern auch andere soziale
Einrichtungen in das Programm aufzunehmen.
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Bildung
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