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Die Geldwerkstatt informiert: Was der Ankauf von Staatsanleihen

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Die Geldwerkstatt informiert: Was der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB wirklich bedeutet
In letzter Zeit kann man häufiger lesen, dass die EZB nun auch vermehrt
Krediten an Verbraucher und Unternehmen weitergeben, erst dann gelangt
Staatsanleihen (auf-)kaufen würde. Was bedeutet das eigentlich?
es in den Wirtschaftskreislauf, in die Realwirtschaft und kann dort
Preissteigerungen verursachen.
Geldpolitisch zählt das Aufkaufen von Staatsanleihen durch die Zentralbank
zum sogenannten Quantitative Easing (mengenmäßige Erleichterung bzw.
Tatsächlich gelangt ein Großteil dieses Geldes aber gar nicht in die
Lockerung). Damit bezeichnet man Maßnahmen seitens der Zentralbank, die
Realwirtschaft
zum Einsatz kommen, wenn man weiterhin eine expansive Geldpolitik will,
Finanzkapital in die Spekulation und treibt Börsenkurse, Rohstoff- und
der Leitzins aber bereits auf null oder nahe null gesenkt wurde. Das Mittel
Immobilienpreise nach oben. In der Geldtheorie bezeichnet man das als
der Zinspolitik (billiges Geld, billige Kredite) ist also bereits ausgereizt,
„Asset Price Inflation“. Eigentlich ein irreführender Begriff, denn es handelt
folglich versucht man z.B. durch den Kauf von Staatsanleihen zusätzliches
sich nicht um Inflation, sondern um durch Ausweitung der Geldmenge
Geld in den Markt zu pumpen. Quantitative Easing bedeutet also Inflation
(Inflation) verursachte Preissteigerungen, da das zusätzlich vorhandene Geld
(Ausweitung der Geldmenge). Dieses zusätzliche Geld entwertet das bereits
bei gegebenem Angebot die Nachfrage erhöht. Diese Preissteigerungen
vorhandene Geld. Da man uns damit also im wahrsten Sinne des Wortes
werden im Übrigen in der offiziellen Teuerungsrate leider überhaupt nicht
„erleichtert“, ist der Begriff „mengenmäßige Erleichterung“ schon eine
erfasst. Hier erfasst man nur Preisänderungen bei Konsumgütern bzw. eines
herrliche Wortschöpfung!
bestimmten Warenkorbes von Konsumgütern.
Die EZB kauft also Banken von denen erworbene Staatsanleihen ab. Das
Warum kauft die EZB nun überhaupt die Staatsanleihen? Die Banken könnten
notwendige Geld dafür entsteht bei der Zentralbank aus dem Nichts. Es wird
diese Papiere ja schließlich auch an der Börse verkaufen. Wenn sich hier
einfach gedruckt. Heutzutage werden dafür aber keine Geldscheine mehr
nicht genügend Abnehmer finden bzw. die Papiere nur mit einem
gedruckt, das Ganze passiert virtuell. Die EZB tippt eine Zahl auf die
Preisabschlag zu verkaufen sind, dann ist das das ganz normale Marktrisiko.
Habenseite des jeweiligen Kontos der Bank bei der Zentralbank und erhält im
Niemand hat die Banken gezwungen Ländern Geld zu leihen, an deren
Gegenzug die Staatsanleihen. Nun ist also nicht mehr die jeweilige Bank
Bonität und Zahlungsfähigkeit (nun) Zweifel bestehen. Die Bank hätte dann
Gläubiger des jeweiligen Staates, sondern die EZB. Auf jeden Fall befindet
aber Abschreibungsbedarf auf vorhandene Wertpapiere, würde also Verluste
sich durch diese Transaktion nun zusätzliches Geld im System. Erst wenn
machen. Da trifft es sich doch sehr gut, dass man diese Papiere nun an die
allerdings die Banken dieses zusätzliche Geld über die Gewährung von
EZB verkaufen kann und sich damit elegant dem Anlagerisiko entzieht.
(Stichwort:
© Die Geldwerkstatt von Holger Lang – Alle Rechte vorbehalten
Kreditklemme).
Vielmehr
fließt
es
als
Die Geldwerkstatt informiert: Was der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB wirklich bedeutet
Was uns also so gerne als Staatshilfe verkauft wird, ist in Wahrheit
Ist es grundsätzlich denkbar, dass die EZB schon längst als „Lender of last
Bankenhilfe. Staatshilfe ist es allenfalls dadurch, dass es hilft den Markt zu
Resort“ fungiert? Meines Erachtens ja. Das ist denkbar. Die EZB darf
beruhigen. Es ist für die Banken (Hauptkäufer von Staatsanleihen) natürlich
Staatsanleihen ja (eigentlich) nicht direkt von den einzelnen Staaten
beruhigend zu wissen, dass man die Papiere ggf. auch an die Notenbank
erwerben, sondern nur indirekt, in dem Sie sie den Banken abkauft. Denkbar
verkaufen kann. Das sorgt für Ruhe. Und das ist auch den einzelnen EU-
wäre es, dass Banken die Staatsanleihe nur pro forma kaufen, um sie dann
Regierungen überaus wichtig. Schließlich müssen die Euro-Staaten in 2011
direkt an die EZB weiter zu reichen. Die bezahlt die Staatsanleihen, in dem
rund von 1,2 Billionen Euro umschulden und ca. 400 Milliarden neue Schulden
Sie das Geld dafür einfach druckt. Dieses zusätzliche Geld wandert zu den
aufnehmen. Insgesamt also 1,6 BILLIONEN EURO. Würden Banken den Staaten
Banken, die es schwerpunktmäßig als Finanzkapital verwenden, so dass es
keine Kredite mehr geben (also Staatsanleihen kaufen), dann bliebe nur noch
nur indirekt und mit zeitlicher Verzögerung zu Preissteigerungen auf den
die EZB als sog.
„Lender of last Resort“, als Kreditgeber der letzten
realen Gütermärkten kommt. Da man über Jahrzehnte den Menschen
Zuflucht. So nennt man das in der Geldtheorie. Was würde die EZB dann
eingetrichtert hat, dass Inflation gleich Teuerung ist sind an den
machen? Geld drucken! Geld drucken! Geld drucken!
Preissteigerungen selbstverständlich nicht die EZB (und der Bankensektor)
schuld, sondern die Profitgier von Spekulanten und Konzernen.
Problem könnte dann aber sein, dass die Bevölkerung diesem Geld nicht
mehr traut. Es wechselt wie heiße Kartoffeln den Besitzer, weil jeder es
Fazit: Quantitative Easing bedeute Ausweitung der Geldmenge durch Drucken
schnellstmöglich
Die
von zusätzlichem Geld. Also Inflation. Der „Hüter“ unserer Währung sorgt
Umlaufgeschwindigkeit des Geldes steigt rasant, der Geldwert sinkt rapide
also absichtlich für (mehr) Geldentwertung. Inflation ist meines Erachtens
und
wertlos,
die übelste und hinterhältigste Beraubung des Volkes. Von daher wäre auch
Ersatzwährungen greifen um sich. Endergebnis: Staatsbankrott und eine
„Vereinfachte Massenberaubung“ eine richtige und absolut zutreffende
Währungsreform! Viel Geld wird dann vernichtet. Vor allem beim „normalen“
Übersetzung für Quantitative Easing.
die
Preise
in
Waren
und
explodieren!
Güter
Der
tauschen
Euro
wird
will.
Folge:
zunehmend
Bürger. Für die Superreichen ist es nur ein kleiner Nadelstich. Mit dem was
noch da ist, mit dem, was einem noch alles gehört ist man ganz schnell
wieder vorne dabei. Außerdem sitzt man ja weiterhin an den Schalthebeln
der Macht. Die Verlierer sind die kleinen Leute.
© Die Geldwerkstatt von Holger Lang – Alle Rechte vorbehalten
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