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Ausflug in eine andere Welt „Was mit Unku geschah“ - Hochschule

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treffpunkt campus
Studierende der Wasserwirtschaft in Kuba
Foto: Philipp Wöhner
Ausflug in eine andere Welt
In Havanna: Philipp B., Martin, Franziska, Philipp W., Florian, Frau Fischer; vorne: Adrian
Im September 2011 war es wieder
soweit: Sechs Studierende des Fachbereiches Wasser- und Kreislaufwirtschaft machten sich im Rahmen des
integrierten internationalen Studienganges mit Double-Degree auf den
langen Weg zu unserer Partnerhochschule der Universidad de Holguín
„Oscar Lucero Moya“ in Kuba. Unter
Leitung des Studiengangleiters Professor Burkhard Kuhn leisteten sie ihr
dreimonatiges Praktikum auf der karibischen Insel ab.
Mit Hilfe ihrer kubanischen Kommilitonen wurden komplexe hydraulische/
hydrologische Fragestellungen bearbeitet
und anfängliche sprachliche Barrieren abgebaut. Die einzelnen Aufgaben waren in
drei verschiedene Themengebiete unterteilt, bei denen der Fluss „Jigüe“ immer im
Vordergrund stand. Ob nun wöchentlich
Wasserproben auf Nitratgehalt und pHWert untersucht oder der Fluss in seiner
Länge vermessen wurden, in dem komplexen Gesamtprojekt war für Jeden etwas zu finden, was Spaß machte. Nach der
Arbeit im Freien wurden die gesammelten Daten akribisch ausgewertet und mit
den bekannten Programmen HEC-RAS,
sowie AutoCAD weiter verarbeitet. Dabei
wurden beispielsweise neue Kanäle und
Durchlässe entworfen, die auf ihre Umsetzung warten.
Dank der Betreuung und Unterstützung
durch Burkhard Kuhn und Kirstin Neumann, Laboringenieurin für Siedlungswasserwirtschaft und Mitarbeiterin am
Fachbereich, war der Aufenthalt in Kuba
sehr lehrreich und etwas Besonderes. Das
kulturelle Erlebnis der Insel und karibisches Nachtleben durften natürlich auch
nicht zu kurz kommen. Also erkundeten
die sechs an den Wochenenden nahezu
die gesamte Insel und verlebten den ein
oder anderen lustigen und spannenden
Abend mit Einheimischen. Im Austausch
werden im Februar 2012 nun vier kubanische Studenten für sieben Monate an die
Hochschule Magdeburg-Stendal kommen
und im Studiengang Wasserwirtschaft studieren. Für die deutschen Studierenden
geht es im Januar 2013 erneut Universidad
de Holguín, denn das Double-Degree-Studium sieht einen zweiten Aufenthalt vor.
ADRIAN GISCHKE/FLORIAN FISCHER
Zeitzeugengspräch über den Holocaust
„Was mit Unku geschah“
Im Rahmen einer Filmvorführung mit
anschließendem Zeitzeugengespräch
machte die Hochschule MagdeburgStendal den nationalsozialistischen
Völkermord an Sinti und Roma zum
Thema.
Die Veranstaltung fand im November
2011 in Kooperation mit dem Alternativen Jugendzentrum Dessau am Campus
Herrenkrug statt. Die Organisation lag
auf Seiten der Hochschule bei Prof. Dr.
Jochen Fuchs. Die Filmdokumentation
„Was mit Unku geschah“ lehnt an das
Buch „Ede und Unku“ von Grete Weiskopf an und verfolgt den Lebensweg der
30
Magdeburgerin Erna Lauenburger, genannt Unku. Sie und ihre Verwandten
wurden Opfer des Holocaust an Sinti und
Roma.
Im anschließenden Zeitzeugengespräch
erzählten Franz Rosenbach und Siegfried Heilig von den Geschehnissen in
ihrer Kindheit. Rosenbach überlebte das
Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
sowie die Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora. Auf einem
Todesmarsch gelang ihm im Alter von 17
Jahren die Flucht. Seine Eltern und viele
weitere Verwandte überlebten den Völkermord nicht.
Siegfried Heilig wurde 1934 geboren und
wuchs in Magdeburg auf. Er konnte dank
seiner Großmutter rechtzeitig vor der Deportation der Sinti und Roma mit seinen
Eltern und Geschwistern aus Magdeburg
fliehen. Seine Großmutter, Anna Heilig,
wurde in Auschwitz-Birkenau ermordet.
Am 1. März 1943 wurden insgesamt 470
Männer, Frauen und Kinder aus Magdeburg in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Seit 1998 gibt
es in der Hegelstraße einen „Denkstein“
mit einer Tafel, das an sie erinnern soll.
KATHRIN KÖNIGL
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