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Gewählt,was nun - Gesamtvortrag - SEB ELG Alzey

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Seminar
Gewählt, was nun?
Klassenelternsprecher/-in
Referenten:
Dietmar Weis (Vorsitzender des SEB)
Uwe Förster (Mitglied des SEB)
Gewählt, was nun?
Elternvertreter sein bedeutet ...
... Bewährtes zu pflegen und gute Ansätze weiterzuführen.
... Verbesserungsbedürftiges aufzuzeigen.
... an Veränderungen mitzuarbeiten.
... Engagement in Elternvertretungen ist kein Krisenmanagement.
... Arbeit, selbst wenn wirklich alles in Ordnung ist.
... Umgang mit Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien.
Diese Formalien sind aber die Spielregeln,
nach denen das Miteinander auch in der Schule funktioniert.
Und sie sind für alle Beteiligten verbindlich.
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Gewählt, was nun?
Ebenen der Elternvertretung
Die verschiedenen Ebenen der Elternvertretung sind
im Schulgesetz (SchulG) verankert (§ 38 Abs. 2 SchulG)
Klassenelternversammlung - KEV - (§ 39 SchulG)
Schulelternbeirat - SEB - (§ 40 SchulG)
Regionalelternbeirat - REB - (§ 43 SchulG)
Landeselternbeirat - LEB - (§ 45 SchulG)
Bundeselternrat - BER
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Gewählt, was nun?
Klassenelternversammlung KEV - Elternabend
Klassenelternsprecher/-in (KES) lädt nach Bedarf zu den
Sitzungen der KEV (Elternabend) ein und leitet sie
mindestens eine Sitzung im Schulhalbjahr ist vorgeschrieben
auf Antrag Klassenleiter/-in oder mindestens fünf Mitgliedern der KEV
ist innerhalb von drei Wochen eine Sitzung anzuberaumen
Tagesordnungspunkte der KEV sollen jeweils die
ganze Klasse und nicht einzelne Schüler/-innen betreffen
Sitzungsort ist grundsätzlich die Schule, die KEV kann aber auch
andere Orte bestimmen
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Gewählt, was nun?
Klassenelternversammlung KEV - Elternabend
an den Sitzungen der KEV nimmt grundsätzlich Klassenleiter/-in teil
Lehrkräfte der Klasse, die eingeladen werden, haben teilzunehmen
Gäste, z.B. Referenten zu besonderen Themen, können eingeladen werden
Für eine angenehme, offene Gesprächsatmosphäre ist es wichtig eine
Sitzordnung vorzubereiten, bei der sich die Gesprächspartner/-innen
ansehen können
eine Anwesenheitsliste ist zu erstellen, damit die Beschlussfähigkeit
festgestellt werden kann (mindestens fünf Stimmberechtigte)
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Gewählt, was nun?
Klassenelternversammlung KEV - Elternabend
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Gewählt, was nun?
Klassenkonferenz
Die Klassenelternversammlung kann die Einberufung der Klassenkonferenz
(alle Lehrer/-innen der Klasse) verlangen (§ 27 Abs. 7 SchulG)
Informieren Sie sich also genau über Sachverhalte und Umstände,
sowie über die Sichtweise aller Betroffenen.
Es ist ratsam abzuwägen, ob nicht der zur Klärung einer Frage
erforderliche Personenkreis verpflichtend gemäß § 39 Abs. 5 SchulG
zu einem Elternabend eingeladen werden kann,
oder
ein Gespräch in kleinerer Runde (z.B. KES, Stellvertreter/-innen
und betroffene Lehrer/-innen) einen möglichen Lösungsweg darstellt.
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Gewählt, was nun?
Elternrechte - Elternpflichten
Gesetzliche Grundlagen
• Artikel 6, Abs. 2 GG
• Artikel 7, Abs. 1 GG
• Landesverfassung RLP
Erziehungspartnerschaft
• SchulG §2
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Gewählt, was nun?
Erziehungspartnerschaft
• Erziehungsrecht = Erziehungspflicht
• Nutzen des Bildungs- und Erziehungsangebots
• Offene, vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit
von Eltern und Schule
• Gegenseitige Information und Hilfe in wichtigen Angelegenheiten
• Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten
• Recht auf Beratung und Unterrichtung
• Anspruch auf Unterrichtsteilnahme
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Gewählt, was nun?
Kommunikation in der Schule
• Eltern – Eltern
KES – KEV – SEB (Information, Beratung)
• Eltern – Schulleitung
Schulelternsprecher/-in – Schulleiter/-in
• Eltern – Lehrer/-innen
KEV, KES – Klassen-/Fachlehrer/-innen
Gespräche, SEB-Sitzungen, Konferenzen,
Schulbuchausschuss, Schulausschuss
• SEB – SV
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Gewählt, was nun?
Mitarbeit in der Schule
Sie können ihr Engagement einbringen bei ...
... der Projektwoche
... den Arbeitsgruppen des SEB
... den schulischen Veranstaltungen
... ???
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Gewählt, was nun?
Überlebensstrategien in der Elternarbeit
Wir sind Marathonläufer, keine Sprinter!
Hohe Frusttoleranz und ein nachsichtiger Umgang
mit sich und anderen - frei nach dem Motto:
Sie entscheiden, über wen oder was Sie sich ärgern.
Große Portion Humor - frei nach dem Motto:
Über sich und andere lachen,
hilft manches Problem leichter zu lösen.
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Gewählt, was nun?
Informationen im Internet
Homepage des ELG (www.elg-alzey.de)
Landeselternbeirat RLP (//leb.bildung-rp.de)
Bildungsserver RLP (//bildung-rp.de)
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Der Elternabend
Agenda: Elternabend
Vorbereitung
Themen festlegen
Einladen
... Tagesordnung
Moderation
... Grundgedanke
... Vorbereitung
... Leitungstechniken
Struktur
... Einstieg
... Organisation
... Themen bearbeiten
... Abschluss
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Vorbereitung
Vorbereitung
• Gespräche mit Eltern und Lehrern
• Terminabsprache mit Eltern und Klassenleitung, ggf. Referenten
• Sammeln von Besprechungspunkten
• Buchen des Raumes (Hausmeister)
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Themen festlegen
Mögliche Themen
• Sollen viele Klassenmitglieder betreffen (keine Einzelprobleme)
• Leidensdruck aus gegebenem Anlass
• Wunsch zur Mitarbeit in Projekten
• Informationen die Klasse betreffend
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Themen festlegen
Beispiele:
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Arbeitsgemeinschaften, Ergänzungsunterricht
Arbeitsplan der Klasse
Betriebspraktikum
Bevorstehender Lehrerwechsel
Bildungsziele der einzelnen Fächer
Disziplinschwierigkeiten
Einführung einer neuen Fremdsprache
Einführung neuer Schulbücher
Entwicklungsprobleme der Altersstufe
Fachlehrkräfte berichten über Inhalte des Unterrichts
Ferienarbeit von Schülerinnen und Schülern
Fernsehkonsum, Computerspiele, Internet
Fördermaßnahmen
Gesundheitserziehung/Ernährung/Umweltschutz
Gewicht von Schulranzen – Hausaufgaben
Klassenarbeiten, Tests
Klassenfeste – Mitarbeit der Eltern
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Themen festlegen
Beispiele:
•
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•
•
Lehrerversorgung der Klasse/Schule
Lehrpläne/Richtlinien
Ordnungsmaßnahmen
Plötzliches Versagen in der Schule
Probleme mit einzelnen Lehrkräften
Projekte
Rauchen und Alkohol in der Schule
Sammlungen in der Schule
Schüleraustausch
Schulgebäude/Schulgelände
Taschengeld
Teilung bzw. Aufteilung der Klasse
Umwelterziehung
Unfallschutz/Unfallverhütung
Unterrichtsteilnahme von Eltern
Wandertage/Unterrichtsgänge/Klassenfahrten
Wettkämpfe und Wettbewerbe in der Schule
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Einladung
Wer lädt ein?
• Klassenelternvertreter/in
Wer wird eingeladen?
• Alle Eltern
• Klassenleitung und nach Bedarf die Fachlehrer
• ggf. Schüler, Klassensprecher, Schulsprecher,
• Info an Schulleitung, SEB und Hausmeister
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Einladung
Wie und wann wird eingeladen?
• immer schriftlich (Verteilung und Kopien über Sekretariat)
• min 14 Tage vorher (Zeit für Verteilung zusätzlich einplanen)
Was enthält die Einladung?
• Termin: Wochentag, Datum, Uhrzeit (Beginn und Ende)
• Ort
• Tagesordnung
• Abriss mit Rückmeldemöglichkeit
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Beispiel: Einladung
Dietmar Weis
Ringstraße 28
55597 Wöllstein,
Tel: 06703 4957
weis-woellstein@t-online.de
den 13.09.2005
An
zur Kenntnisnahme
Alle Eltern der Klasse 8B
Frau Raab
Frau Weigand
Alle Fachlehrer der Klasse 8B
Schulleitung
Liebe Eltern der Klasse 8 B, sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit lade ich Sie herzlich zur 1. Klassenelternversammlung der 8B ein. Diese findet am
Donnerstag, dem 29.September 2005 um 19:00 Uhr im
Klassenraum der 8B, Raum 332
statt.
Tagesordnung:
1.
2.
3.
4.
5.
Begrüßung
Festlegung der Tagesordnung
Vorstellung der neuen Fachlehrer
Skifreizeit Sattelalm
Klassenangelegenheiten
Ich hoffe, dass es Ihnen möglich sein wird, an unserem Elternabend teilzunehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Dietmar Weis
Klassenelternsprecher
Wir haben von der Einladung zur Klassenelternversammlung am 29.09.2005 um 19:00 Uhr Kenntnis
genommen und
nehmen mit
Personen teil.
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Name
Datum
Unterschrift
Bitte diesen Abschnitt den Kindern für Frau Raab/Frau Weigand bis zum 26.09.05 mitgeben! Danke!
Moderation
Grundgedanke der Moderation
• Nicht Partei ergreifen
• Beiträge weder werten noch kommentieren
• Alle Teilnehmer gleichermaßen zu Wort kommen lassen
• Kein Teilnehmer hat Recht oder Unrecht
• Inhaltliche Wertung oder Stellungnahme unterlassen
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Moderation
Vorbereitung der Moderation
• Ziel festlegen
• Rahmenbedingungen schaffen: Raum, Sitzordnung,
Namensschilder, Medien, leibliches Wohl
• Auseinandersetzen mit den erwarteten Schwierigkeiten
im Gesprächsverlauf
• Eigene Wünsche, Zielsetzungen prüfen (realistisch, Zeit?)
• Eigenen Informationsstand klären
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Moderation
Leitungstechniken der Moderation
• Regeln bei Beginn vereinbaren bzw. festlegen und später durchsetzen
z.B. ausreden lassen, nicht länger als 3 min reden, Wortmeldungen
beachten
• Resultate und Aussagen visualisieren
• Teilnehmende und deren Beiträge wertschätzen
• Im Ablauf: Gespräche anstoßen, nachfragen, zusammenfassen, alle
mit einbeziehen, Zeit managen, Ergebnisse transparent machen, bei
Störungen eingreifen, bei Konflikten vermitteln, Ziel und Abschluss
erreichen
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Struktur
Einleitung des Elternabends
• Begrüßen und „Anwärmen“
• Non-verbales Verhalten sehr wichtig: Entgegengehen, Blickkontakt
• Veranstaltung eröffnen – Interesse wecken
• Regeln ansprechen (beim ersten Mal)
• Orientierung: Ziel, Erwartungen, Wünsche
• Annahme weiterer Tagesordnungspunkte
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Struktur
Organisatorisches
• Ausgangslage und Prioritäten bekannt geben
• Protokollant vereinbaren
• Formales klären
• Ziel und Zeitplan angeben
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Struktur
Themen bearbeiten
• Ersten Veranstaltungspunkt präsentieren
• Meinungen anhören, Ansichten klären
• Lösungsalternativen gegenüberstellen
• Ergebnisse festhalten
• Maßnahmen planen (Wer macht was bis wann?)
• Analog mit weiteren Punkten verfahren
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Struktur
Abschluss
• Resultate zusammenfassen
• Positiv abschließen
• Ausblick (Punkte festhalten die später zu behandeln sind)
• neuen Termin vereinbaren
• Dank und Verabschiedung
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Elternabende
Nacharbeit
• Klassenraum in ursprünglichen Zustand bringen
• Schriftliche Weitergabe wichtiger Beschlüsse an nicht anwesende
Eltern, Schulleitung, SEB
• Umsetzung der Beschlüsse
Tipp
• Arbeitsteilung mit den Stellvertretern
• Stammtische fördern den Klassenverbund und müssen
nicht nur in der Schule stattfinden
30
Gewählt, was nun?
Fragen?
31
Gewählt, was nun?
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Vielen Dank
für ihre Aufmerksamkeit!
32
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