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Kompressionstherapie: Was ist richtig? Was ist wichtig? Tipps und

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ICW AG Wundzirkel Nordschwarzwald
Kompressionstherapie:
Was ist richtig? Was ist wichtig?
Tipps und Tricks
Nagold
03.03. 2011
Bernd Assenheimer Lehrer für Pflegeberufe
Universitätsklinikum Tübingen
ICW Vorstandsmitglied
Inhalte
 Definition Kompressionstherapie
 Historie
 Indikationen
 Risiken
 Voraussetzungen
 Technik
 Schulung, Beratung
 Perspektiven
Bernd Assenheimer UKT
2
Venenleiden in der Historie
Venöse Beinleiden gehören zu den
ältesten dokumentierten
Erkrankungen der Menschheit
Bildlich dargestellt ist ebenfalls aus
vorchristlicher Zeit die
Basistherapie bei venösen
Rückflussstörungen
Votivtafel Amynos
und ein krankes Bein
4. Jhd. vor Chr.
Bernd Assenheimer UKT
– die Kompression oder der
Kompressionsverband
3
Kompressionstherapie
4
Kompressionstherapie 1908
5
Definition Kompressionstherapie
Ein phlebologischer Kompressionsverband ist
ein Verband mit elastischen oder
unelastischen Binden, der die Extremität
umschließt und mindestens ein großes
Gelenk einschließt.
Bernd Assenheimer UKT
6
Definition
Die Kompressionstherapie ist die
Basistherapie bei chronischen
Venenerkrankungen.
Die Kompression des Beines führt zu einer
Verengung des Gefässquerschnittes, einer
Aktivierung der Muskelpumpe, Entstauung bei
Ödemen, verhindert Stauungsdermatitiden,
verbessert subjektive Beschwerden
7
KOMPRESSIONSTHERAPIE
 Die Kompressionstherapie ist die Basistherapie,
speziell Einfluss auf die Strömungsfaktoren
 Pathologisch erweitertes Volumen der Venen wird
verkleinert
 Insuffiziente Venenklappen verbessern ihre
Funktion wieder
 Fliessgeschwindigkeit erhöht sich
 Die fibrinolytische Aktivität der Venenwand wird
erhöht, das Thromboserisiko vermindert
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8
Anatomie Körperschichten und Gefäße
9
Varikosis und Kompressionstherapie
„Krampfadern“!
Bernd Assenheimer UKT
10
Indikationen zur Kompressionstherapie
Bernd Assenheimer UKT
11
Varikosis zur Ulceration
12
Kompressionstherapie
Bernd Assenheimer UKT
13
Ödembildung
14
Kompressionstherapie
Wirkung
Risiken und Gefahren
Polsterung
Bernd Assenheimer UKT
15
Physikalische Effekte
Richtige Anwendung der Kompression kann:
• venösen Abfluss beschleunigen
• arterielle Durchblutung erhöhen
• venöse und lymphatische Ödeme entstauen
• Lebensqualität des Patienten erhöhen
Falsche Anwendung der Kompression kann :
• Schmerzen verursachen
• Verletzungen herbeiführen
• Beinulzerationen hervorrufen
• Verlust eines Beines verursachen
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16
Die Wadenmuskel Pumpe
Klappen
geschlossen
Muskel Pumpe
Entspannt
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Kontrahiert
17
!!!!
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18
VENEKLAPPENFUNKTION kann sich verbessern
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19
Kompressionstherapie und Lymphdrainage
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20
Kompressionstherapie bei Ödemen
Zehen und Vorfußkompression
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21
CAVE: Keine Verbandklammern „Schwiegermütter“
SCHNÜRFURCHEN durch KOMPRESSIONSVERBAND
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22
Kompressionstherapie
Punktuelle Unter-,aufpolsterung
•Watte
•Schaumstoff
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23
Kompressionstherapie „Lokale Polsterung“
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24
Kompressionstherapie „Knie“
Verstärkung
mit
Kohäsivbinde
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25
Hautpflege und Kompressionstherapie
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26
Kompressionstherapie
Hautpflege
Tendenz zur Hauttrockenheit
unter Verbänden
Juckreiz
Spannungsgefühl
Verbessert die Akzeptanz
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Sanierung von Hauterkrankungen
•Stauungsdermatitiden
•Mykosen
•Nageldeformierungen
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Kompressionstherapie
Welche Verbandtechnik Sie einsetzen ist
sekundär,
das Prinzip muss stimmen
und der Patient muss den Verband
akzeptieren!
KOMPRESSIONSVERBAND UND
KOMPRESSIONSSTRUMPF
Zur Initialbehandlung ist immer der
Kompressionsverband angezeigt
individuelle Anlage
Ödemrückbildung
Ödemneubildung wird verhindert
Zur Sicherung des Behandlungserfolgs, Erhalt der
Beschwerdefreiheit und zur Verhinderung
einer Progredienz sind Kompressionsstrümpfe
von Vorteil
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DER PHLEBOLOGISCHE
KOMPRESSIONSVERBAND
Viele unterschiedliche Techniken unterscheiden
sich nur gering im Wirkprinzip
Als therapeutische Maßnahme verlangt die
Anwendung des Verbandes besondere
Kenntnisse und Erklärungen
Der Verband kann als Wechselverband oder
Dauerverband angelegt werden
Der Verband muss mindestens ein grosses Gelenk
einschliessen
Der Effekt eines Verbandes ist stark abhängig von
der Anlegetechnik
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DER PHLEBOLOGISCHE
KOMPRESSIONSVERBAND - ANLEGETECHNIK
 Unabhängig von der Anlegetechnik müssen
folgende Prinzipien beachtet werden:
 Verwendung von zwei Binden, ggf. eine B.
 90 ° Stellung des Sprunggelenks
 Zehengrundgelenke eingebunden, Ende Linie
Fibulaköpfchen-Knietaille
 Ferse bedeckt
 Binden immer im Kontakt mit der Haut abrollen
 Oberschenkelverband bis zum proximalen
O`schenkel, Knie wird solitär eingebunden
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Grundsätze beim Bandagieren
Funktionsstellung der Gelenke einhalten – nicht im
Spitzfuss
Ggf. Knochenvorsprünge polstern
Immer von distal nach proximal!
Binde mit dem Bindenkörper nicht mit den Fingern
führen!
Testen ob nach Verband eine Durchblutungsstörung
vorliegt! (Patient instruieren!!!)
Druckstellen beachten (Polsterung!!!)
Das Verbandergebnis hängt vom
Können und der Erfahrung des
Verbandanlegers ab!!
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DER PHLEBOLOGISCHE
KOMPRESSIONSVERBAND - ANLEGETECHNIK

Der Verband sollte Morgens bei größtmöglichem
Entstauungszustand angelegt werden

Der Verband darf keine Druckstellen, Schnürfurchen oder
Schmerzen hervorrufen

Die Problemzonen (Sprunggelenk, Kniekehle) müssen bei
Bedarf und starker Ödemneigung auf- oder unterpolstert
werden

Der Druck des Verbandes nimmt von distal nach proximal
ab

Patienten und ggf. Angehörige sollten frühzeitig in die
Anlegetechnik eingeweiht und geschult werden
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DER PHLEBOLOGISCHE KOMPRESSIONSVERBAND
MATERIAL
Kurzzugbinden 8/10 cm breit, diese besitzen einen
hohen Arbeitsdruck und geringen Ruhedruck
Ruhedruck = Andruck ohne Muskeltätigkeit
Arbeitsdruck = unter Muskelbetätigung auftretender
Andruck Gehvorgang!
Kompressionsverbände können bei korrektem Sitz
auch 2 Tage belassen werden, ggf. länger
Waschanleitungen des Herstellers beachten
Rechtzeitiges Erneuern (ca. alle 6 Monate)
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KOMPRESSIONSTHERAPIE BEI
VENÖSER INSUFFIZIENZ
Unterschiedliche Beschreibung/Darstellung
von Kompressionsverbandtechniken:
Pütter
Sigg
Fischer
Fischer/Schneider
4 Layer S&N „Mehrlagenverband“
L&R
Hartmann
…….?!
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DER PHLEBOLOGISCHE VERBAND PRAXIS
MATERIAL:
-Idealbinde Kurzzug
-Dauerelastische Binde
-Haftbinde
-Klebebinde
-Zinkleimbinde
„Mehrlagenverband“
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Kompressionstherapie
Kurzzugbinden
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Mehrlagenkompression
Mehrlagenverband
PROFORE™
•Vorteil
längere Verweildauer
Internationaler
Standard
>6 Tage
•Einfaches ™
Handling
PROFORE
LITE
Die
sichere Wahl
•Kostenreduktion
•Studie Ukat, Münter,
Vanscheidt; ™
Fortschritte der
PROGUIDE
Medizin U&V Kompression
2002
Kontrollierte
Die Applikation von PROFORE
1
2
3
4
5
PROGUIDE™ – Anwendung (I)
Keine besondere Wickeltechnik
notwendig
Spiralförmiges Wickeln beider Binden
50% Überlappung von ProGuide #1
und #2
Farbige Linie von ProGuide #2 dient
zur Orientierung
Verbandende mit Pflasterstreifen
befestigen
DRUCK NIMMT VON
DISTAL NACH
PROXIMAL AB
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1. Tour
„Steigbügel“
Verbandtechniken
Bernd Assenheimer UKT
43
Innen nach Außen
Außen nach Innen
ANLEGETECHNIK
Bernd Assenheimer
UKT
KOMPRESSIONSVERBAND
44
z.B. Stuhl
„Selbstanlegetechnik“
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Und es geht doch mit PROGUIDE™
© D. Sauter S&N
Kompressionstherapie
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47
Verhalten bei Venenerkrankungen
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Kompressionstherapie „Selbstmanagement“
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49
Kompressionstherapie und Mobilisation
„Gangbild“
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„Gehen“
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Kompressionstherapie
Perspektiven
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51
Kompressionstherapie
Bernd Assenheimer UKT
52
Bernd Assenheimer UKT
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Die Applikation von PROFORE
1
2
3
4
5
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54
Kompressionstherapie
Bernd Assenheimer UKT
55
Zwei-Strumpf-System Saphenamed®
Bernd Assenheimer UKT
56
Kompressionstherapie
Fazit
 Das Anlegen eines effizienten
Kompressionsverbandes muss erlernt
und geübt werden
 Begleitmaßnahmen müssen bedacht
werden
 Der Patient trägt den Verband!
 Kompressionstherapie besteht meist ein
Leben lang
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57
Bernd Assenheimer UKT
58
Bernd Assenheimer
Universitätsklinikum Tübingen
Schule für Pflegeberufe
Otfried Müller Str. 39/1
72072 Tübingen
ICW Vorstandsmitglied
Bernd.Assenheimer@med.uni-tuebingen.de
Bernd Assenheimer UKT
59
Kompressionstherapie und PFLEGE
Bernd Assenheimer UKT
60
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Gesundheitswesen
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