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Informationen zum Podium „Was es braucht, ist Herzblut“, 26.10.12

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Informationen zum Podium „Was es braucht, ist Herzblut“, 26.10.12
Frauenkulturarchiv Graubünden/Silke Redolfi
Podium vom Freitag, 26.10.2012, 18.30 Uhr im AUDITORIUM der Graubündner
Kantonalbank
"Was es braucht, ist Herzblut". Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner im
Gespräch mit den Bündner Unternehmerinnen Brigit Pedolin, Chur, und Irma
Caveng vom Scarnuz Grischun Surselva. Moderation: Silke Margherita Redolfi,
Leiterin Frauenkulturarchiv Graubünden.
Ein Podium zur Ausstellung BündnerinnenStolz, einem Schaufenster in der Schau "per ün
mumaint. Das Archiv im Schaufenster" zum 15-Jahr-Jubiläum des Frauenkulturarchivs
Graubünden.
Der Hintergrund
Das Podium ist ein Begleitanlass zur Ausstellung „per ün mumaint. Das Archiv im
Schaufenster“ zum 15-Jahr-Jubiläum des Frauenkulturarchivs Graubünden. Zum Jubiläum
wurde am 1. Oktober 2012 das Schaufenster „BündnerinnenStolz“ enthüllt. Im Zentrum
steht ein Werbealbum des Bündner Heimatwerks aus den 1940er-Jahren. Es gibt einen
einzigartigen Einblick in die Produktionsverhältnisse und das Angebot des äussert
erfolgreichen Heimatwerks und enthält auch Bilder von Heimarbeiterinnen. Darunter auch
die Stickerin Ursula Donau-Hänny aus Protein, die um 1945 Kreuzsticharbeiten anfertigte.
Für die betrage Frau waren die Aufträge des Heimatwerks – die Produkte wurden in Chur
und vor allem in Zürich verkauft – ein wichtiger Zusatzverdienst. Denn damals gab es noch
keine AHV. Die Ausstellung zeigt, wie wichtig die Initiative zur Gründung des Heimatwerks
1932 für Menschen in Berggebieten war, wie gross die Armut auf dem Land damals war
und wie Frauen, die keine Ausbildung hatten, durch ihre Kenntnisse der Handarbeit mit
den Aufträgen des Heimatwerks wohl zum ersten Mal ein eigenes Einkommen erzielten,
das unter anderem auch ihre Stellung im Familienverband und im Dorf änderte. Ursula
Donau und das Bündner Heimatwerk als Pioniertat von Frauen in Graubünden stehen
beispielhaft für die historische Wirtschaftskraft von Frauen und die Bedeutung der
weiblichen Arbeit in Krisenzeiten.
Das Podium stützt sich auf die historische Erkenntnis, dass Frauen seit Generationen eine
wichtige Rolle in der Bündner Wirtschaft haben und lenkt ausgehend von diesem Erbe den
Blick auf heutige Unternehmerinnen in Graubünden.
Die Idee
Seit Generationen leisten Frauen in der Bündner Wirtschaft Basisarbeit: Als Bäuerinnen,
als Wirtinnen, Hotelièren oder in der Textilindustrie sind sie Unternehmerinnen mit
Pioniercharakter und Standfestigkeit. Besonders in Krisenzeiten war ihr geschäftliches
Engagement immer wieder eine wichtige Stütze für die Familie. Marcella Maier-Kühne
beschreibt in ihrer Familiensaga "Das grüne Seidentuch" eindrücklich, wie Mutter und
Nona mit ihrer Pension in St. Moritz in den 1930er-Jahren die Familie über Wasser hielten.
Doch die Leistungen dieser Frauen sind weder historisch noch aktuell kaum je ein Thema
in der Öffentlichkeit. Dieses Podium holt für einmal die Kleinunternehmerinnen in
Graubünden ins Rampenlicht und fragt nach Erfolg, Chancen und Möglichkeiten von
Frauen und nach den Menschen hinter dem Erfolg: Wie haben sie es geschafft, an die
Spitze zu kommen? Woher nehmen sie ihren Elan? Wie geht es ihnen in der Männerwelt?
Was ist ihr Rezept für den Erfolg? Leiden die Kinder, die Familie, wenn die Mutter
Geschäftsfrau oder Berufspolitikerin ist?
Die Podiumsteilnehmerinnen
Brigit Pedolin führt seit 40 Jahren mit viel Gespür für Kundenwünsche und Ambiance
erfolgreich ihr Fachgeschäft für Vorhänge und Fensterdekoration in Chur.
Irma Caveng ist seit 20 Jahren treibende Kraft und Seele des in der ganzen Schweiz
bekannten Scarnuz Grischun Surselva.
Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner ist als Politikerin, Regierungsrätin und
derzeitige "Landesmutter" Graubündens eine der erfolgreichsten Bündnerinnen der letzten
Jahre.
Fachwissen, Zielstrebigkeit und Kompetenz sind allen drei Frauen gemeinsam. Doch: Was
das Berufsfeld und der persönliche Hintergrund betrifft, könnten sie unterschiedlicher nicht
sein. Was sagt die Bäuerin, was die Städterin über ihr Leben als Unternehmerin? Was
sagt die Regierungspräsidentin über die Faktoren des Erfolgs und über ihr "Herzblut"?
Und: welche Sicht hat sie auf Frauen als Unternehmerinnen in der Bündner Wirtschaft?
Das Ziel
Ziel des Podiums ist es, Frauen in der Bündner Wirtschaft sichtbar zu machen und zu
zeigen, dass viele dieser Kleinunternehmerinnen mit ihren Ideen, ihrer Beharrlichkeit und
ihren Initiativen für Graubünden unverzichtbar sind. Darüber hinaus soll das Podium
interessierten Menschen Mut machen, eigene geschäftliche Ideen und Ziele zu verfolgen
und zu entwickeln.
Die Moderatorin
lic. phil. Silke Margherita Redolfi ist in Bever im Engadin aufgewachsen und wohnt seit
vielen Jahren in Masein. Sie ist freiberufliche Historikerin und Autorin und leitet das
Frauenkulturarchiv Graubünden. Das Podium ist Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten des
Frauenkulturarchivs Graubünden und illustriert das Schaufenster "BündnerinnenStolz" zu
Unternehmerinnen und Arbeit für Frauen in Graubünden. www.frauenkulturarchiv.ch
Frauenkulturarchiv Graubünden/Silke Redolfi/20.10.12
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