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SÜDKURIER NR. 239 | KOLL
DONNERSTAG, 16. OKTOBER 2014
6
Hochrhein
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Von der Idee zum Traumhaus
Report Bauen (2): Bei der
Planung ist der Architekt ein
wichtiger Ansprechpartner
und sollte schon bei der Wahl
des Grundstückes mit einbezogen werden
VON FRANK LINKE
................................................
Ein eigenes Haus im Grünen oder in der
Stadt, das steht bei vielen ganz oben auf
der Wunschliste. Weil die Verwirklichung dieses Traums ordentlich Geld
kostet und deshalb für gewöhnlich nur
einmal im Leben in Angriff genommen
wird, will das Abenteuer Bauen im Detail reiflich überlegt sein. Die ersten zu
klärenden Fragen sind folgende: Wie
will ich wohnen und wie sehen die ersten Schritte dorthin aus?
Wenn der Entschluss einmal gereift
ist und feststeht, stellt sich damit zunächst die Frage nach dem geeigneten
Grundstück. Bereits an dieser Stelle
sollte der Bauherr einen Architekten
hinzuziehen. Der kann den Bebauungsplan auf seine Möglichkeiten, aber
auch auf seine Beschränkungen hin abklopfen. In diesen Plänen ist festgehalten, was auf dem jeweiligen Grundstück
überhaupt gebaut werden darf.
Und wie kommt man nun zu einem
passenden Architekten? „Der Bauherr
trifft mit seiner Bauabsicht meist eine
Lebensentscheidung, da sollte man einen Architekten wählen, dem man vollumfänglich vertrauen kann“, sagt der
Bad Säckinger Architekt Franz Michler
dazu. Der Architekt wird schließlich gemeinsam mit seinem Bauherrn dessen
räumliche Wünsche besprechen. Je
mehr Informationen der Architekt erhält, umso besser. Michler: „Der Architekt ist immer nur so gut wie sein Bauherr.“ Bei dieser Gelegenheit empfiehlt
es sich auch gleich, den Kostenrahmen
festzulegen. Die finanziellen Mittel, die
einem Bauherrn zur Verfügung stehen,
spielen schließlich eine nicht unerhebliche Rolle.
Ist das Raumprogramm geklärt,
macht sich der Architekt an den Vorentwurf, orientiert auch am Grundstück
unter Beachtung der Ausrichtung des
Hauses zur Sonne, des Geländeverlauf
und der Anbindung an die Straße. „In
dieser Entwicklungsphase sollten sich
Architekt und Bauherr ausreichend Zeit
lassen“, empfiehlt Michler. Der Vorentwurf sollte solange überarbeitet werden, bis alles passt und der Bauherr seine Raumwünsche wiederfindet.
Im Grundriss sollten alle Räume
sinnvoll ineinander übergreifen. Zu allen Vorentwürfen sollten jeweils Kostenschätzungen mit geliefert werden.
Sobald der fertige Bauplan steht, wird
der Architekt den komplexen und entsprechend zeitaufwändigen Bauantrag
ausarbeiten und diesen schließlich bei
der städtischen Baubehörde einreichen. Vom ersten Gespräch über die
Entwurfsphase bis dahin dauert es etwa
drei Monate. Und bis die Baugenehmigung erfolgt und der Bauherr den Roten
Punkt in den Händen halten kann, verstreichen in der Regel nochmals etwa
acht Wochen. Während der Bauantrag
läuft, wird der Architekt bereits die Ausschreibungen für die Handwerker vorbereiten.
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Die richtige Planung bildet das
Fundament des Bauvorhabens.
B I L D : P I XE L ROB OT , M AKSYM DYKH A – FOT O L I A /
MON TAGE : B E RN DT
„Bauherr muss seine Wünsche artikulieren“
Franz Michler, Architekt in Bad Säckingen,
erklärt, wie Bauwillige
den richtigen Architekten für ihr Vorhaben
finden und worauf sie
bei der Planung
achten sollten.
Herr Michler, wie findet man den
richtigen Architekten?
Man sollte sich am besten im Freundes- und Bekanntenkreis umhören
und nach deren Erfahrungen und
Empfehlungen fragen. Ob es eine Basis
gibt für eine gute Zusammenarbeit
zwischen Bauherr und Architekt, findet
man nur im persönlichen Gespräch heraus.
Was ist ein guter Architekt, wenn es
etwa um den Bau eines Einfamilienhauses geht?
Ein guter Architekt sollte versuchen, im
Sinne einer ordentlichen Baukultur zu
planen. Das heißt Funktionalität, Gestaltung und Kosten in Einklang zu
bringen.
Kommt es vor, dass sich ein Bauherr
grob verschätzt, wenn es um Wünsche
und Kosten geht?
Ja, das kommt schon vor. Deshalb ist
eine vertrauensvolle Zusammenarbeit
zwischen Bauherr und Architekt wichtig. Der Bauherr muss seine Wünsche
und Anregungen artikulieren und das
Gefühl haben, dass der Architekt diese
verstanden und in die Planung aufgenommen hat. Der Architekt wird alles
versuchen, damit sich Kosten und
Wünsche am Ende soweit als möglich
decken.
Wie lange wird am Vorentwurf gearbeitet?
Der Vorentwurf sollte intensiv diskutiert und dann überarbeitet werden, bis
alles passt. Der Architekt plant also
grundsätzlich so lange, bis die Wünsche des Bauherrn auf dem Papier umgesetzt sind. Somit sollten dann alle
Ansprüche und Wünsche umgesetzt
sein, damit man ein Leben lang Freude
an seinem Haus hat.
An was sollte ein Häuslebauer in spe
unbedingt denken? Was wird von Bauherrenseite oft vergessen?
Viele Bauherren sind fixiert auf ihren
aktuellen Lebensabschnitt. Ein Haus,
das heute für eine Familie mit drei Kindern passt, entpuppt sich später vielleicht als Last. Man sollte sich also Gedanken darüber machen, was sein
wird, wenn die Kinder aus dem Haus
sind oder man selbst älter sein wird. Eine barrierefreie Ausrichtung ist also
immer sinnvoll, will man das Haus
auch im Alter noch bewohnen. Möchte
man dann das Haus verkaufen, entpuppt sich vielleicht der Bauplatz auf
dem Land wegen der demographischen Entwicklung als wenig einträglich.
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