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Betreff: Re: Was Selbstbewusstsein ist Von: "Ohne - apokalypse.de

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Betreff: Re: Was Selbstbewusstsein ist
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Thu, 31 Jan 2008 11:04:17 +0100
Es begab sich am 29.01.08, als der/die ehrenwerte wolf8967 um 23:15
in /de/sci/philosophie zum Thema "Was Selbstbewusstsein ist" eine
Mail gebar:
^^^^^^^^^^^^^^^
Ist Gebaeren schlecht i.S.v. minderwertig?
>> Ich weiß was Selbstbewußtsein ist.
Lügner! Du weißt ja noch nicht einmal, warum der Satz allein schon
zeigt, daß Du es nicht weißt.
Inwiefern zeigt der Satz das?
Gibt es für dich einen Unterschied zwischen Irrtum und Lüge?
Ich stelle oft fest:
viel zu schnell wird dieses Wort^^^^^^^^
eingesetzt.
z.B.: ich menstruier nicht mehr! Ich frag mich, wie ich das 33 Jahre
ausgehalten habe: das Menstruieren. Eigentlich, die ersten 20 Jahre
noch unauffällig, war es ein periodisch sich summierendes Trauma
(wie übrigens fast alles in meinem Leben), das auf einen Schlag - also
entschieden "von heute auf morgen" leidensgeschichtlich betrachtet
(meint, ich bin nicht wirklich der Leidenstyp) - endete mit der
Hysterektomie. Dies hat den grossen Vorteil, dass ich muss mich nicht
"wechseljährig" fühlen, denn ich werde nicht wissen, wann die
"Menopause" war.
Ist das ein Irrtum, ist das eine Lüge?
Jedenfalls ist es eine nun höhere Lebensqualität.
Einen TÜF würde das Körpersystem "Frau" wohl nicht bestehen. Manche
reden ja von einem hoch komplizierten hormonellen Uhr- und Wunderwerk
der Natur, dabei ist alles ziemlich ungesichert da im weiblichen
Bauchraum: Der Eierstock endet offen, Bauchhölenschwangerschaften
möglich, Endometriose und der ganze weitere Horror von typischen
Frauenkrankheiten => die weibliche Brust überhaupt das Gemeinste der
Natur, für den Träger selbst physisch gar nicht von Nutzen, nur ein
externes Kindesorgan, ein anhängendes, allzu schnell hässliches
Identifikationsinstrument, zu sagen: "ich bin weiblich, eine Frau",
ein primitiv-erotisch seiendes Erkennungssymbol, wird sie zum
Todbringer: der Träger stirbt am Mammakarzinom, weil das hormonale
biologische Uhrwerk falsch geht. =>Brustkrebs steht an erster Stelle
in der Erkrankungsstatistik.
Ist das Irrtum, ist das Lüge?
Ich hasse echt dieses Geschlecht! Hab mich nie gefühlt als Frau, dabei
nur minderwertig. Weibliches Verhalten hab ich verachtet und verachte
ich. Ist das kein Selbstbewusstsein?
Ich wollte oder konnte mich aber auch nicht fühlen als Mann, d.h. eine
Geschlechtsumwandlung kam niemals in Frage, auch die verachte ich.
Neutrum kann ich so ebenfalls nicht sein, es wird mir keiner abnehmen,
asexuell zu sein. Ich wollte Kinder, wollte unbedingt eine Tochter!
Was habe ich ihr angetan? Was bin ich? Wer bin? Und wieso sag ich
andauernd "ich"? Den Namen verachte ich auch als nicht wirklich
meinen/unseren.... Ich bin-ist ein massenreflexives Subjektphänomen. Und
*funktioniere* nicht in der Sozialgemeinschaft: Lernen, Arbeiten, Geld
Verdienen hat bei mir nicht geklappt.
Alles, was Selbstbewusstsein ausmacht, ist hier (mir) nicht vorhanden.
Mir wird übel von mir selbst und von dem, was ich geschrieben, was ich
schrieb und schreibe - ehrlich.
Ist das eine Lüge oder ein Irrtum? eine Ablenkung von der übermächtigen?
Bewusstseinsqual oder nur wIrres? (am praktischen Beispiel gefragt)
Cl
-kulturell nicht existent
Betreff: Re: Selbstbewußtsein, Ich, Wille, und andere Unglücksfälle
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Fri, 01 Feb 2008 08:57:03 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
Die Frage nach dem Selbstbewußtsein, dem Ich und was der Scheinfragen mehr sind,
stellt sich nicht wirklich. Die Frage, die sich stellt, ist die Frage nach dem Lebendigsein.
Es ist die Frage, ob wir uns mit der Gesellschaft arrangieren oder doch besser uns mit
dem engagieren, was das Leben, die Lebendigkeit fördert. Nach allem, was ich weiß, ist
die Lebendigkeit an die Schöpferkraft des Einzelnen gebunden. Da, wo ich schöpferisch
tätig bin, da bin ich lebendig. Wie kann es gelingen, die eigene Schöpferkraft so
einzusetzen, daß sie anderen Menschen zu ihrer eigenen Schöpferkraft Zugang
verschafft, sie also nicht zu bloßen Konsumenten degradiert?
Das Einzige, was ich der Welt bieten kann, ist meine 'Psychose'.
Dachte mal, sie wäre schöpferisch, aber anscheinend ist sie's nicht,
wahrscheinlich, weil ich auch das menschliche SCHÖPFERTUM zutiefst verachte, das
die Welt zu einem Schöpfungshaufen voller überflüssiger Artikel (dinglicher und
schriftlicher) macht, WAS STROM TEUER MACHT; das überflüssige Menschen
erschafft, die überflüssigerweise nichts weiter können, als sich in ihrem Lebendigsein
präsentieren (Promikult), ein neues, ein neues und noch ein neues 'individuelles' Perfüm
kreieren. Natürlich das Klonen wird sich durchsetzen im zahlungsfähigen Überfluss.
Schöpfung und Fortpflanzung erreichen neue Dimensionen - genau das zeichnet sich
auch in deiner Artikelstellung ab....
Es stellt sich mir eh nur noch die Frage, was zuerst eintritt:
Unfall, Verhungern, Erfrieren, Hauseinbrechen, denn ich schaffe es leider einfach nicht,
psychisch vollkommen kaputt zu gehen, obwohl mir extrem danach ist.
Cl
Betreff: Re: Selbstbewußtsein, Ich, Wille, und andere Unglücksfälle
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Fri, 01 Feb 2008 18:20:56 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
Genau das ist der Punkt. Die schöpferische Tätigkeit des Einzelnen bleibt letztlich
unbefriedigt, wenn der andere Konsument bleibt. Denn wie die Dinge nun einmal liegen,
tritt beim Konsumieren nur eine verübergehende Befriedigung ein, die hernach einer
noch größeren Leere und Langenweile weichen muß. Der schöpferisch tätige Mensch
muß nun wieder etwas Neues erfinden und das Spiel bleibt das ewige Hamsterrad.
Es nützt die beste und intimste, musischste Schöpfung nichts, wenn sie
nicht von anderen anerkannt, besucht oder sonst irgendwie genossen wird.
Schöpfung hat viel mit Zeigen zu tun, mit Anbieten und Überbieten.
Ein Schöpfer 'produziert' mehrere Konsumenten; der Konsumteil ist stets
größer, als der Schöpfungsteil. Das Konsumententum macht das Menschsein
wohl aus! Schliesslich geht es immer nur ums Fressen. Der wahre Schöpfer
strebt das Übermenschliche an.
... Gedanke auf, daß das schöpferische Tätigsein ein schöpferisches Nachvollziehen einer
Schöpfung ist. Leidet der Mensch also, weil er hier und die Schöpfung da ist? Findet er
einen Weg, diese Kluft zu überbrücken?
Ich werde das ganze Jahr darüber ^^^^^^^^ nachdenken, wie ich endlich
schöpferisch werden kann, *was* ich machen kann und wo der Punkt bei
mir liegt - wie die vergangenen Jahre ....
Cl (ich heisse "Lahme")
-TÜV und Bauchhöhlenschwangerschaft - Gott, wie peinlich! nun noch mehr
Betreff: Re: Selbstbewußtsein, Ich, Wille, und andere Unglücksfälle
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Sat, 02 Feb 2008 07:46:47 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
Ohne Identitaet (C.) wrote:
Es nützt die beste und intimste, musischste Schöpfung nichts, wenn sie
nicht von anderen anerkannt, besucht oder sonst irgendwie genossen
wird. Schöpfung hat viel mit Zeigen zu tun, mit Anbieten und
Überbieten.
Das ist nicht der Punkt, den ich meine. Das schöpferische Nachvollziehen der Schöpfung
eines anderen, der ja auch wieder nur schöpferisch nachvollzogen hat, braucht den
Konsumenten nicht. Es gibt Situationen, wo der Schöpfer eins mit seiner Schöpfung
wird -Künstler nennen dies den Zustand des "Fließens"...Dies ist Rausch und
Beglückung in einem -ohne daß ein Publikum anwesend sein muß. Allerdings scheint
dieser Zustand mehr und mehr verloren zu gehen, da der Künstler unserer Tage mehr
die Anbetung sucht...
Und Essen muss der auch.... Er ist *vielleicht* weniger Konsument, als die anderen, weil
beschäftigt mit sich selbst und seiner Kunst, sich selbst konsumierend. Auch er ist/wird
abhängig von seinen Schöpfungen, braucht immer wieder neue, er wird süchtig danach,
und die Umwelt wird es merken. Nicht Wenige kreieren dabei quasi irgendwas in einer
Art, die das Chaos berührt, das sie selbst mit sich tragen, dies stellen sie dann der Welt
zu Verfügung, die sagt "o ja, was für eine große Kunst", "die uns erkennt", "die das
Unheil dieser Welt widerspiegelt", aber ändern tut sie nichts, die Kunst, sie ist einfach
der Punkt auf dem großen i, eigentlich auch überflüssig, jedoch gleichermaßen Zwang
im Konsumland...
Cl
Betreff: Die Lebendigkeit der anderen (Re: Selbstbewußtsein, Ich, Wille, und andere
Unglücksfälle)
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Sat, 02 Feb 2008 07:47:21 +0100
hat mir nur/viel Schaden zugefügt:
angefangen bei meinem Vater, der meine Zeugung nicht wollte,
aber auch nicht verhinderte, der einfach nur ficken wollte.
Ich erspare euch/mir den mittleren Teil und komme zum Ende:
Heute ist kriminelle Energie das systemsicher Vorherrschende, dagegen
die Sicherung von Hab und Gut, der Krieg ums (tägliche) Überleben im
Krieg auch gegen die Behörden, und noch ganz viel mehr, das im Chaos der
Gedanken mündet, wenn es nicht ein Äquivalent in der Börse findet....
Ich habe keine Lust mehr auf eure Lebendigkeit;
ich habe keine Lust mehr, zu leben
wo der Punkt bei mir liegt
Cl
--
Betreff: Re: Selbstbewußtsein, Ich, Wille, und andere Unglücksfälle
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Sat, 02 Feb 2008 15:31:11 +0100
(o/u: Unglücksfülle)
Dietmar Hilsebein schrieb:
[Kunstschaffen]
Ja, die Gefahr narzißtisch sich selbst zu konsumieren besteht. Am besten
wäre eine Schöpfung, die nie zum Ende kommt -so bliebe der Zustand des
Fließens erhalten. Und ja, das geschaffene Werk sagt viel über den
Schaffenden aus. [Beethoven]
Du meinst, ohne Ende, ohne Schöpfungsergebnis, ohne Befriedigung durch
Vollendung mit dem Wechsel in ein Neues ist oder wäre alles (weltweit)
besser?
Andererseits ist der "Wechsel" oft nur scheinbar - individuell. Die Welt "fließt" ja
sowieso, ineinander greifend geschieht so viel, ohne dass der Einzelne das mitbekommt,
der mitunter am eigenen gefühlten Stillstand - oder auch an seiner erodierenden
Ruhelosigkeit - zerbricht, obwohl man seins längst aufgegriffen weiter verwendet
(wahlweise: ausschlachtet), könnte ich mir vorstellen....
So aber wissen wir mehr über Beethoven. Und Gott? -Man hat mich
verstanden!
Wie jetzt?
Gott hat dich verstanden? Ich hab dich verstanden?
Gott ist nahe Beethoven? Viele denken zu wissen mehr über Gott, als über
Beethoven? aber ziehen dennoch Beethoven Gott vor? d.h. die Sinfonie(n)
von Beethoven, sein Werk wie Gottesklang, Gott selbst durch Beethoven
Ruhm erlangt?
Cl
--
http://
Betreff: falls ich doch lebe
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Sun, 03 Feb 2008 07:17:10 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
Also, was wir über Beethoven wissen,
Ja, ich erinnere mich - an eine Doku, einen Film, wo das
'nachvollzogen', wo er uns als Mensch vorgestellt wurde.
War selbst in letzter Zeit egm. intensiv und *neuerdings* passiver
Klassikhörer - vermutlich ist das eine Frage des Alters ab Mitte 40,
oder? Mein Vater hat dazu wohl noch länger gebraucht, er schrieb mir
dies so zu verstehen in weit weit höherem Alter. (Wir hatten wohl beide
die falschen Eltern.)
Sicher habe ich verstanden, was du mit "schöpferischem Nachvollziehen
einer Schöpfung" meintest. Man kann die "Schöpfungsintelligenz" ja aber
nicht drauf festlegen, aufs absolut Eigene, Neue, Andere zu verzichten.
die Analyse läßt uns nicht das schauen (sinnlich wahrnehmen), worauf
es ankommt. Insofern versuche ich hier eine mögliche Denkverbindung
herzustellen,
Das "Kreative" macht eh doch, was es will, teilweise lässt es sich so
irre aus, dass ein Nachvollziehen ganz unmöglich. In irgendwelchen
tiefafrikanischen Urstämmen war man dagegen geisteranbeterisch kreativ
zufrieden mit sich selbst im kultischen Gruppenensemble primitiver Rituale.
Wenn aber das eigen Gemachte einem nach aussen hin die Lebensgrundlage
nimmt, wenn man überhaupt keine Möglichkeit mehr sieht, zu
funktionieren, zu verdienen, damit sich zu integrieren (mit einer Angst
vor dem G*ld wie vor dem schlimmsten Teufel) .... Es ist schlicht
utopisch/unmöglich, die Schaffenskraft allgemein auf etwas zu reduzieren
oder in eine Richtung lenken zu wollen. Genauso unmöglich ist es, sie
hervor zu zwingen, "wenn sie nicht will", selbst wenn die Ideen 100fach
rudimentär dazu vorhanden. Das hochtrabende "Schöpfertum" habe ich
bewusst mal begrifflich verlassen, gleichzeitig selbst staune ja, was
die Leute alles machen, wie sie das zeitlich und vor allem auch
finanziell schaffen, und komme zu dem Schluss: mir fehlt sehr sehr sehr
viel Lebensenergie bzw. diese aus dem Innern schafft den Schritt nicht
nach außen, auf ihr lastet ein geradezu unheimlicher Druck, und es
beschleicht mich das immer noch mehr defensive Gefühl, eigentlich nicht
gelebt zu haben, fast nicht zu existieren, wie mein Vater es wollte.
http://
Betreff: Re: falls ich doch lebe
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Sun, 03 Feb 2008 09:43:48 +0100
(mit einer Angst vor dem G*ld wie vor dem schlimmsten Teufel)
In einer Welt, wo das Geld regiert, wo man sich über Geld definiert, wo
man nur mit Geld funktioniert, es i.G. immer nur ums Geld geht, *jeder
von jedem so viel er kriegen* kann, wo sogar das Geld konsumiert wird,
gehortet und gestapelt wie das Brot, das soziale Miteinander tot, ohne
Rücksicht auf die allgemeine Not, in so einer Welt wollte ich nicht Geld
verdienen....
Betreff: Re: falls ich doch lebe
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Mon, 04 Feb 2008 08:33:06 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
, was wir über Beethoven wissen,
Meine früheste Erinnerung an die Musik Beethovens geht in die Zeit zurück als mein
Bruder im Nachbarzimmer Beethoven hörte. Da muß ich so acht Jahre alt gewesen sein.
Ich hing an der Wand und lauschte. Seit dieser Zeit hat mich die Musik Beethovens
nicht mehr wirklich losgelassen. "Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen, ganz
niederbeugen soll es mich gewiß nicht" -dieser Satz Beethovens gab mir immer Kraft,
wenn ich manches Mal verzagen wollte. Und dieser Satz ist es auch, den man das
Leitmotiv der Musik Beethovens nennen könnte.
Die Freude an der eigenen Kreativität aber ist unabhängig von weltlicher Anerkennung.
Ja mehr noch: Die Gier nach Ruhm und Anerkennung führt eher dazu, der Gesellschaft
nach dem Maule zu kreieren.
Ja, du hast Recht. Wobei auch ein Laden mit Verkauf Ausdruck der
Kreativität eines Menschen sein kann oder dieses "Ganz von vorne
Anfangen", "Persönlich was ganz anderes Machen", "Im Ausland ein neues
Leben Beginnen" usw. - wie der Helmut Leitner hier einbrachte: "Leben
als kreativem Prozess" - "Lebendigkeit" als Qualität von Systemen".
Dem Psychologen sagte ich damals: ich "würde gerne einen Laden
aufmachen" (oder sagte ich "haben" oder "besitzen"?); er meinte nur:
"WAS wollen SIE denn mit einem Laden!?"
Die einzige Diagnose im Übrigen von ihm war trocken: "Sie sind gespalten."
Ich bin in die klassische Musik (als System) nie wirklich reingekommen.
Außer die 'Klassikhits', die jeder mag, "Für Elise" z.B. oder gewisse
bekannte Passagen aus Sinfonien, einzelne Stücke etc. brachte sie mir
kaum Mitschwingen bzw. wenn (Chopin), dann auch nur wieder eher hinein
in die allg. Melancholie des Zuhörens ohne folgenden Lebensdrang.
Etliche Klangmuster aus der Klassik machen mich schnell innerlich
aggressiv, insgesamt überwiegt das Gefühl von "langweilig oder nervend":
Es fangen wieder meine seelischen Blutungen an - sie hören nie auf?
Heulend stehe ich am Grab meines Lebens, meiner Gefühle. Es bleibt nur
noch die Frage, wann und wie ich st....
"Das soll mein Hochgefühl für 2008 sein: nicht zu bluten; wenn die
Stimmung kippt, will ich daran denken." sagte ich zu meinem Gynäkologen.
Sie ist immer am Kippen, also ist dieses Hochgefühl immer da....
Ein Missgefühl für mich, die Welt, das Haus, in dem ich lebe....
- ich weiss durchaus, dass es auch anderen so (ähnlich) geht - das
Missgefühl für die Welt ist auch immer ein Missgefühl für sich selbst,
weil die Welt fließt in jedem Moment der Wahrnehmung durch das Lebende
durch - ist abstrahierte Umwelt ....
Was soll ich tun?
Cl
Betreff: Re: falls ich doch lebe
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Mon, 04 Feb 2008 14:18:44 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
Ohne Identitaet (C.) wrote:
Die Freude an der eigenen Kreativität aber ist unabhängig von weltlicher
Anerkennung. Ja mehr noch: Die Gier nach Ruhm und Anerkennung führt
eher dazu, der Gesellschaft nach dem Maule zu kreieren.
Ja, du hast Recht. Wobei auch ein Laden mit Verkauf Ausdruck der
Kreativität eines Menschen sein kann oder dieses "Ganz von vorne
Anfangen", "Persönlich was ganz anderes Machen", "Im Ausland ein neues
Leben Beginnen" usw.
Sicher, natürlich. Ich kann doch auch keine Sinfonien schreiben. Wenn du dir und den
Menschen mit deinem Laden eine Freude machst und die Freude als Motivation im
Vordergrund steht, dann werden mehr Kräfte mobilisiert als wenn man an Geld denkt.
In "Gehirn und Geist" las ich einmal, daß das Denken ans Geld die selben Hirnregionen
aktiviert, die auch das Ich-gefühl aktivieren. Ich, Ich, Ich -jämmerlich!
Existenzangst? Wille zum Überleben? Motivation als zur Tugend gemachte
Not? Sehr schnell ist man wieder beim Konsum, beim alltäglichen Grund
zur Freude, nicht? Ich wüsste gar nicht, was ich unbedingt verkaufen
wollte in dem Laden. Dann wollte ich .... mich nicht als Verkäufer
prostituieren: "hier kauft meine Waren", "ich brauche euer Geld", das
wär' mir ja alles peinlich, und peinlich finde ich die meisten Verkäufer
auf dieser Welt!
Die einzige Diagnose im Übrigen von ihm war trocken: "Sie sind gespalten."
Wir sind alle gespalten -die meisten Menschen wollen es nur nicht wahrhaben. "Der
Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch, -ein Seil über einem
Abgrunde. Ein gefährliches Hinüber, ein gefährliches Auf-dem-Wege, ein gefährliches
Zurückblicken, ein gefährliches Schaudern und Stehenbleiben." (F.Nietzsche)
11:30 Uhr heute:
Halte ein in der Sonne und sehe wie phänomenal den Blutstrom in meinen
Lidern, so eine fließend-kristallene endlose Weite, ein kapillares Meer
in wechselnden kräftigen Farben, sich zusammen ziehend, (scheinbar) in
ein Zentrum führend - steht dort eine Antwort? mache die Augen auf,
alles ist wie immer, die Natur um mich herum scheint still zu stehen.
Vielleicht wird das das Sterbegefühl sein: "alles wie immer", kein
besonderes Gefühl. Vielleicht werde ich es selbst gar nicht merken, das
eigentliche Sterben. Das Davor ist viel schlimmer, oder anders gesagt:
ich sterbe schon seit zwanzig Jahren.
Was soll ich tun?
Ich höre dir zu. Rat-schläge erteile ich nicht.
So ging die Frage an mich. Aber du hast Verantwortung für das, was du
dir vertraut machst, sagte der kleine Prinz ....
Also einiges würde mich schon auch interessieren, aber dann denke ich, ach, das
interessiert doch keinen, da kommt doch keiner, das ist total überflüssig, ein Patent für
ein Klo mit Streckstange z.B., fördert den Stuhlgang, Patent kostet Geld - aus
Erfahrung: Ich hatte mal eine Gewerbeanmeldung und hab nur Gewerbesteuer bezahlt;
ich hatte mal einen Stand auf dem Flohmarkt und habe nur Standgebühr bezahlt; ich
hatte mal einen Kreditantrag und eine Geschäftsidee, die wurde zum Glück von der
Bank nicht anerkannt; ich hatte Vertrauten, der hat da auch nicht realistisch mit
gedacht, hat gesagt: "gute Idee, klar mach das" und dann war's das. Ich war ja immer
umgeben von intellektuellem Größenwahn und Geschwafel - die waren i.G. *alle*
unfähig und haben sich auf unterem (Lebens)Niveau durchgeschlagen, wie sollte ich da
was lernen, zumal ein familiärer Zusammenhalt bereits emotional nie existierte, und ich
sag dir was, das setzt sich fort: auch die Kinder haben wenig Interesse für Haus und
Hort, müssen auch erst IHR Leben weben. Ich fühle mich allein, ich bin allein! und von
der Verantwortung zerdrückt, ich kann nicht mehr entscheiden, das Haus kann ich
nicht mehr leiden, ich kann nicht raus, bin wie __gelähmt__, kein Bauherr, heisse sogar
Claudia.
Betreff: Re: falls ich doch lebe
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Mon, 04 Feb 2008 20:31:10 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
Die Existenzangst, wenn sie den Menschen überflutet, läßt ihn ans Geld denken. Gesetzt,
die Hirnforscher beobachteten richtig, dann könnte es eine Verbindung zwischen
Gelddenken und Isolation im eigenen "Ich" geben.
Ja, das Problem ist wohl, das ich war schon immer isoliert (mit mir).
Jede Tätigkeit war eine Scheintätigkeit, jede Handlung war eine
Scheinhandlung, jede Leistung war eine Scheinleistung, jedes Gefühl war
ein ....
..., die Zeit, das physische Leben und seine Krisen sind gar nicht
vorhanden für den Lehrer der "frohen Botschaft" ...
..... aber die Zeit finde ich schon existenziell für mich, als Bewegungsform und
energetisches Erleben/Wiederbeleben m/eines Bewusstseins.
Celeritas
Betreff: Re: falls ich doch lebe
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Mon, 04 Feb 2008 21:55:27 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
Nun, was Nietzsche hier auszudrücken versucht, ist, daß Jesus in anderen Dimensionen
dachte. Ich könnte mich mit dem Gedanken anfreunden, daß, selbst wenn diese andere
Dimension nicht existent ist, es befreiend wirkt, sie dennoch anzunehmen. Oder anders
ausgedrückt: Wenn es Gott nicht gibt, so müßte er erfunden werden. Denn der Alltag
drückt uns nieder, er läßt uns in Schleifen und Zirkeln denken. Doch ich möchte nicht
verwechselt werden: der Kirchengott ist tot und bleibt tot! Die Geschichte des
realexistieren Christentums läßt sich durch eine einzige Frage zu Fall bringen: und das
soll eine frohe Botschaft sein? Religion als Opium für das Volk -ja. Doch wo Religion
fehlt, treten eben andere Opiate an deren Stelle. Doch keine Sentimentalität. "Versöhne
dich mit der Vergangenheit, in dem du sagst: so wollte ich es!"(F.Nietzsche). Heute sind
wir zur Freiheit berufen, uns unseren eigenen Gott zu finden, der ein Gott der Lebenden
und nicht der Toten ist. Jeder Einzelne von uns muß sich nun sein Gut und sein Böse
selber geben. Das macht einsam und so mancher ist dabei verrückt geworden. Doch
lieber noch einsam und verrückt als im Strom der Teilnahmslosen zu schwimmen oder
wieder in der Herde auf den Wiesen zu grasen und nach einem Hirt Ausschau zu halten.
Wollte noch fragen: was Beethoven in der Musik, war [wer] in der Philosophie?
(was bist du? was bin ich?)
Ich habe noch keinen Grund, so zu jammern, es geht vielen anderen viel
schlimmer, selbst ein Vergleich ist nicht angebracht, fast verneig' ich
mich vor deren Kraft. Es kann noch schlimmer kommen, sehr, und es ist
keine Besserung in Sicht, will den Gott nicht an die Wand malen, alles,
was ich 'tue', ist gemeint als "gute Tat" auf der anderen Seite Teufelssaat.
Cl
Betreff: was ich verstanden habe
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Tue, 05 Feb 2008 09:32:08 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb über Beethoven, was er schrieb:
, ach es dünkte mir unmöglich, die Welt eher zu verlassen, bis ich das alles
hervorgebracht, wozu ich mich aufgelegt fühlte; und so fristete ich dieses elende Leben wahrhaft elend;
und gab ihm den grösst möglichen Sinn....
Seine Kreativität war existenziell. Sein Leben war seine Musik,
seine Kompositionen wie ein philosophisches Werk und Erleben.
, - o Menschen, wenn ihr einst dieses leset, so denkt, daß ihr mir unrecht getan, und der
Unglückliche, er tröste sich, einen seinesgleichen zu finden, der trotz allen Hindernissen
der Natur, doch noch alles getan, was in seinem Vermögen stand, um in die Reihe
würdiger Künstler und Menschen aufgenommen zu werden." (Beethoven,
Heiligenstädter Testament 1802)
Der Antrieb seines Schaffens waren also durchaus auch die anderen,
die ihn Aussicht auf Bewürdigung in Voraussehung erträumen liessen.
Wie sollte es auch anders sein. Allenfalls Autisten machen was in
völliger Immunität gegen das soziale Aussen nur für sich allein.
(was bist du? was bin ich?)
Diese Fragen führen zu nichts!
Warum nicht?
[...]
Und diese?:
An den vorherrschenden Musikrichtungen bzw. Musizierweisen bzw. an
der Gesamtheit der Tondichtungen einer Zeit/Epoche erkennt man die
Art/Qualität der Philosophie dieser Zeit/Epoche?
Cl
Betreff: Re: was ich verstanden habe
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Tue, 05 Feb 2008 16:08:41 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
Ohne Identitaet (C.) wrote:
Dietmar Hilsebein schrieb über Beethoven, was er schrieb:
, ach es dünkte mir unmöglich, die Welt eher zu verlassen, bis ich
das alles hervorgebracht, wozu ich mich aufgelegt fühlte; und so
fristete ich dieses elende Leben - wahrhaft elend;
und gab ihm den grösst möglichen Sinn....
Seine Kreativität war existenziell. Sein Leben war seine Musik,
seine Kompositionen wie ein philosophisches Werk und Erleben.
, - o Menschen, wenn ihr einst dieses
leset, so denkt, daß ihr mir unrecht getan, und der Unglückliche, er
tröste sich, einen seinesgleichen zu finden, der trotz allen
Hindernissen der Natur, doch noch alles getan, was in seinem Vermögen
stand, um in die Reihe würdiger Künstler und Menschen aufgenommen zu
werden." (Beethoven, Heiligenstädter Testament 1802)
Der Antrieb seines Schaffens waren also durchaus auch die anderen,
die ihn Aussicht auf Bewürdigung in Voraussehung erträumen liessen.
Wie sollte es auch anders sein. Allenfalls Autisten machen was in
völliger Immunität gegen das soziale Aussen nur für sich allein.
Als Beethoven noch Gehör besaß und noch mehr Pianist als Komponist war, war er
sicher auch in der Gefahr, sich völlig in der Gesellschaft des Adels zu verlieren. So wie
Goethe, der ein am Hof ausgerichtetes Verhalten an den Tag legte, was Beethoven
mißviel. Sicher hast du recht, wenn du schreibst, daß es Beethoven auch um die anderen
ging, ja mehr noch: daß es ihn um eine andere, besser Welt ging. Freilich, wenn der
Ruhm eintritt, dann wird so manchen Angst und Bange. Da mußt du einen Dickschädel
wie Beethoven besitzen, um nicht völlig abzudrehen.
(was bist du? was bin ich?)
Diese Fragen führen zu nichts!
Warum nicht?
Weil eine Aufzählung von Eigenschaften oder eine Kette von Zugehörigkeiten
dennoch die Identität nicht erklären kann.
Muss doch auch nicht. Die ^Antwort befriedigt mich nicht. Ich wollte
bloß nicht ständig über andere reden, ob Genie oder nicht, mich
interessieren doch eigentlich deine Gedanken, wenn ich mit dir rede,
und nicht der Beethoven, der Nietzsche, sonstige Größen - die dich als
Anhänger ausweisen oder als Zeitgeistinterpretator - das wollte ich
vermutlich damit kurz anmerken.
Und diese?:
An den vorherrschenden Musikrichtungen bzw. Musizierweisen bzw. an
der Gesamtheit der Tondichtungen einer Zeit/Epoche erkennt man die
Art/Qualität der Philosophie dieser Zeit/Epoche?
Das sehe ich auch so. Komponisten waren immer von der Philosophie ihrer Zeit
beeinflußt oder besser: sowohl Komponisten als auch Philosophen sind vom Weltgeist,
der kein Zeitgeist ist, beeinflußt.
von Dir <fo9i36$rt0$01$1@news.t-online.com>
Zum besseren Verständnis Weltgeist/Zeitgeist: Der Weltgeist Hegels und
der Wille Schopenhauers sind identisch. Zeitgeist entsteht durch den
Glauben derer, die der Weltgeist auf dem Weg durch die Zeit hinter
sich läßt. Oder anders ausgedrückt: das Genie als Träger des
Weltgeistes hinterläßt Glaubensanhänger, die den Zeitgeist bestimmen.
Nur, dass heute keiner mehr den Weltgeist trägt. Der Weltgeist ist tot,
aus einem Grab erinnert er an den ein' oder and'ren Philosoph'n; es
herrscht .... vielleicht nicht mal ein würdig als solchen zu
bezeichnender Zeitgeist .... (denn) die herrschende Klasse ist nicht
mehr unter sich, alles mischt sich, Pop und Klassik, Techno, Hardcore,
Kinderlieder, neu-reich mit ur-reich, ehrwürdig mit unwürdig (sowieso
schon immer); und im Chaos geht die Politik nieder - ach vergiss, was
ich grad' hier schrieb, ich weiss es doch auch nicht so genau. Der
Vorgedanke war noch der: "Weltgeist" ist ein typisch männlicher Begriff,
der Neutralität, gar Weisheit überhaupt nicht angediegen - so kommen wir
nicht weiter = müssen wir ja nicht . ((sollte auch besser den Computer
auslassen und Strom sparen))
Cl
Betreff: Re: was ich verstanden habe
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Tue, 05 Feb 2008 17:33:33 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
Ohne Identitaet (C.) wrote:
interessieren doch eigentlich deine Gedanken, wenn ich mit dir rede,
und nicht der Beethoven, der Nietzsche, sonstige Größen - die dich als
Anhänger ausweisen oder als Zeitgeistinterpretator - das wollte ich
vermutlich damit kurz anmerken.
Achso. Die Sache ist die: Dies ist eine Philosophiegruppe und ich halte es für
Geschwurbel, Gedanken niederzuschreiben, die ohne Bezug im luftleeren Raum
schweben. Auch möchte ich keine Gedanken kauen und wiederkäuen, die andere schon
besser formulierten.
Ach so .... (gut) (du könntest ja mal versuchen, einen eigenen Bezug herzustellen und am
besten zu formulieren.)
Wenn ich hier den Begriff Hegels verwende und ihn mit dem Willen Schopenhauers
gleichsetze, so verstehe ich unter Weltgeist die sublimierte zum Licht strebende
Triebnatur, die kosmisch ist und auch
ja ja .... (((bestimmt meint er jetzt dieses Geschwurbel)))
sich im Geschlechtstrieb manifestiert. Der Weltgeist kennt den Tod nicht, möglich aber
ist, daß er durch die Verweigerung des Menschen
Achso,
du meinst die Weltseele!
reine, blindwütige Triebnatur bleibt. Oder wie es Goethe ausdrückt:
"Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem Schlag,
Und ist so wunderlich als wie am ersten Tag.
Ein wenig besser würd' er leben,
Hättst du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben;
Er nennt's Vernunft und braucht's allein,
Nur tierischer als jedes Tier zu sein.
Er scheint mir, mit Verlaub von Euer Gnaden,
Wie eine der langbeinigen Zikaden,
Die immer fliegt und fliegend springt
Und gleich im Gras ihr altes Liedchen singt;
Und läg' er nur noch immer in dem Grase!
In jeden Quark begräbt er seine Nase."
(Geschwurbel^, das Berühmtheit trägt) heisst für heute praktisch übersetzt:
Das Konsumieren von Gedanken verbraucht viel Strom weltweit heutzutage.
Eine riesige Gedankenlast über den Erdball rast.
Bringt sie (noch) mehr Fortschritt, bringt sie (noch) mehr Chaos?
Wie sieht sie aus in den einzelnen Köpfen?
Kann sie bei den Grundfragen, -problemen der Menschheit überhaupt noch
irgendwie helfen? oder wird sie diese einfach weg blenden?
Überflüssig, sowas zu sagen! Wer so'n Quatsch sagt, will sich bloss in
den Vordergrund tragen, noch mehr Strom nicht sparen. Natürlich hat das
sicher alles seinen Sinn, auch wenn ich so frag, "ob ich überhaupt bin".
--
Betreff: Re: was ich verstanden habe
Von: "Ohne Identitaet (C.)" <von.der@apokalypse.de>
Datum: Tue, 05 Feb 2008 21:15:44 +0100
Dietmar Hilsebein schrieb:
Das, was Goethe beschreibt muß ja nicht so bleiben. Ich verstehe allerdings deine
Aufregung nicht so ganz. Was erwartest du? Erwartest du von der Philosophie einen
Rat-schlag als Schalter, der umgelegt wird und die Welt in Ordnung bringt? Dann
hättest du recht, wenn du von Konsumieren der Gedanken sprichst, die die Hoffnung
hegt, durch bloßes Konsumieren die innere Leere zu besiegen. Das aber ist nicht
Aufgabe der Philosophie. Philosophieren bedeutet zunächst, schöpferisches
Nachvollziehen der Gedanken anderer, welches, wenn es schöpferisch sein will, die
eigene Denkleistung einbezieht. Eine Heilsbotschaft ist von der Philosophie nicht zu
erwarten -das ist Aufgabe der Religion, die ihre Schäfchen sammelt.
Wir gehen von unterschiedlichen Voraussetzungen aus, d.h. die
Bedingungen des Denkens bei dir und mir SICH doch ziemlich
unterscheiden, trotz zunächst vielleicht guten Nachvollziehens ....
Das ist ja auch nicht gleich schlimm, und ich will mich doch deshalb
nicht aufregen, womit denn? Man muss nicht alles in die Länge zieh'n.
Cl
-Das Fleisch ist willig, aber der Geist ist schwach, ich werde alles tun,
damit ich ihn gefügig mach'. Alles für den Herrn? Die Dinge singen hört
er so gern. Aber er sieht mich nie wieder, ich hör' seine Lieder. Wer
weiss schon, was der Morgen bringt, ob es, ob was und wie's gelingt.
http://www.apokalypse.de/L2.pdf
http://www.apokalypse.de/L11.pdf
http://www.apokalypse.de/L12.pdf
http://www.apokalypse.de/L13.pdf
http://www.apokalypse.de/L14.pdf = in Folge da ist dort was von ja wirklich aller aller
höchster Intellektualität, ER, der Weltgeist-Wille mitten und verschieden im Erselbst,
dass er sich jeden Morgen im Spiegel vor sich selbst verneigen wird.
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Seele and Geist
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