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"Gentechnik gegen den Welthunger. Duerfen wir alles, was wir

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BASF Plant Science
BASF Plant Science
"Gentechnik gegen den
Welthunger.
Duerfen wir alles, was wir
koennen?“
Jena, 02.11.2009
Dr. Jens Lerchl
SunGene GmbH
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BASF Plant Science
BASF Plant Science
Pflanzenbiotechnologie
- BASF SE
- BASF Plant Science
- Situation in der Welt
2
BASF Plant Science
Die BASF – Auf einen Blick
BASF – The Chemical Company
Das weltweit führende
Chemieunternehmen
Bietet intelligente Systemlösungen und
hochwertige Produkte für fast alle
Branchen
Umsatz 2008: 62 Milliarden €
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT)
2008: 6,9 Milliarden €
Mitarbeiter (zum Jahresende 2008):
96,924
3
BASF Plant Science
Fokus auf Wachstumsclustern
Pflanzenbiotechnoloogie
Weiße Biotechnologie
Nanotechnologie
Rohstoffwandel
Energiemanagement
F&E- Aufwendungen für
Wachstumscluster mehr als
900 Mill. € zwischen 2006
und 2008
Markteinführung der ersten
Projekte aus den
Wachstumsclustern 2007
Voraussichtliche Umsätze
durch Wachstumscluster:
2010: € 0.5 – 1 Milliarden
2015: € 2 – 4 Milliarden
F&E-Aufwendungen
insgesamt 2008: 1 Mia. Euro
4
BASF Plant Science
Pflanzenbiotechnologie bei
BASF Plant Science
Plant
Science
Sweden
DNA
LandMarks CropDesign metanomics
Ames Iowa
Limburgerhof
SunGene
RTP North
Carolina
Monsanto
Facts & Figures
Globales F+E-Netzwerk
“Verbund“ innovativer Technologien
~ 700 Mitarbeiter in F+E
8 Standorte in 5 Ländern
Zahlreiche Kooperationen weltweit
Gründung in 1998
Investitionen 1998 - 2009: 1,15 Mia. €
F+E Standorte
Wichtige Kooperationspartner
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BASF Plant Science
Herausforderungen an die globale
Landwirtschaft
Lebensmittel
UN Schätzung: 9.2 Milliarden Menschen in 2050
Futtermittel
Bessere soziale Standards
besonders Asien
steigender Fleisch-Bedarf,
Biokraftstoffe/Energie
Getreide als Kraftstoffquelle steigt um ~20% pro Jahr
Bedarfsdeckung: Verdopplung der landwirtschaftlichen
Produktion in den nächsten 20 Jahren
Landwirtschaftliche Nutzfläche ist begrenzt
Innovationspotenzial von Züchtung, Düngung,
Pflanzenschutz und Mechanisierung ist begrenzt
Biotechnologie bietet neuartige Möglichkeiten mit
einem enormen Potenzial
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BASF Plant Science
Pflanzenbiotechnologie – Heute
Heute
Millionen ha
120
100
80
Anbaufläche
gentechnisch
optimierter
Pflanzen
60
40
20
Effizientere
Landwirtschaft
Insektenresistenz
Resistenz gegenüber
Herbiziden
Quelle: ISAAA-Report
0 1997
2003
2008
125 Millionen Hektar (= Anbaufläche EU 27)
0,1 Millionen Hektar in Europa
13 Mill. Landwirte, 25 Länder
Kulturen: Mais, Soja, Baumwolle, Raps
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BASF Plant Science
Pflanzenbiotechnologie – In der Zukunft
Heute
Zukünftig
Höherer Ertrag
Protein, Öl, Stärke
Schutz vor Belastung
Hitze und Trockenheit
Kälte
Versalzung
Effizientere
Landwirtschaft
Insektenresistenz
Resistenz gegenüber
Herbiziden
Gesunde Ernährung
Vitamine und Enzyme
Langkettige Fettsäuren
Protein und
Aminosäuren
Nachwachsende
Rohstoffe
Schutz vor Schädlingen/
Stärke und
Krankheiten
Biopolymere
Schadpilze
Bioenergie
Schadwürmer
(Nematoden)
Pharmazeutische
Viren und Bakterien
Produkte
Antikörper
Kombination von Merkmalen
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BASF Plant Science
BASF Plant Science
Pflanzenzüchtung und
Pflanzenbiotechnologie
9
BASF Plant Science
Der Züchtungsprozess
Pflanze A
Pflanze B
X
X
X
X
Wiederholte
Kreuzung &
Selektion
Züchtung:
„Vermischung“ der Gene durch
Kreuzung und wiederholte Selektion
Nur innerhalb einer Art oder
zwischen nahe verwandten Pflanzen
Bruch der Kreuzungsbarriere durch
erzwungene Kreuzungen
Mutationszüchtung + Gewebekultur
Aber:
Kein oder wenig Wissen über die
Funktion der Gene
Hauptsächlich getrieben durch
„Versuch und Irrtum“
Ergebnis: Mischung aus den
gewünschten und unerwünschten
Genen
Aufwendiger, schwieriger Sichtungsund Selektionsprozess
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BASF Plant Science
Das Prinzip der Pflanzenbiotechnologie
Pflanze A
Pflanze B
DNA
Genisolierung
& -transfer
Biotechnologie
Einbau einzelner, spezieller Gene
und Eigenschaften sog. „Traits“
möglich
Genquellen können frei genutzt
werden, unabhängig von Kreuzung
Vorteile
Bietet neue Möglichkeiten,
um neue „Traits“ einzubauen
um bereits vorhandene „Traits“
zu optimieren
Pflanze A*
um unerwünschte „Traits“
abzuschalten
Spezifisch und schnell
Direkte und kontrollierbare
Optimierung von Nutzpflanzen
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BASF Plant Science
Zeitschiene für die Entwicklung
gentechnisch optimierter Nutzpflanzen
Entdeckung
< 6 Jahre
• Finden und
Charakterisieren der
Gene
Phase I
Phase II
Phase III
Phase IV
< 4 Jahre
< 3 Jahre
< 2 Jahre
< 3 Jahre
• Trait Entwicklung &
Züchtung
• Feldversuche
• Studien für die
Zulassung &
Einreichung des
Dossiers
• Genehmigung zum
kommerziellen
Anbau
• Saatgutvermehrung
• Start Marketing
• Optimierung der
Gene
• Übertragung der
Gene in erste
Nutzpflanzen
• Trait Entwicklung
• Vorstudien für die
Zulassung
• Übertragung der
Gene in
Nutzpflanzen
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BASF Plant Science
Effizientere Landwirtschaft –
Schutz vor Schadpilzen
Kraut- und Knollenfäule bei
Kartoffeln ist ein großes Problem
Wildkartoffeln mit Resistenz
gegen den Pilz
Übertragung der Resistenzgene
auf kommerziell angebaute
Kartoffelpflanzen
Feldversuche 2005 gestartet
Kontrolle
BASF
Vorteile:
Effizientere
Schädlingsbekämpfung
Gesunde Pflanzen und Knollen
Gesicherte Ernte
Einnahmen der Landwirte sichern
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BASF Plant Science
Effizientere Landwirtschaft –
Ertragssteigerung z.B. Reis
Höherer
Saatgutertrag
Higher
seed
count
+50%
LargerGrößere
panicles
Rispen
+30%
BASF
Kontrolle
BASF
Kontrolle
Mehr
Mehr Biomasse
Biomasse
+40%
Ziel: Ertragssteigerung von mehr
als 20%
Mehrere Gene zur
Ertragssteigerung sind erfolgreich
identifiziert
Positive Ergebnisse bei den
Feldversuchen
Vorteile:
Ertragssicherung und -steigerung
bei Nutzpflanzen
BASF
Kontrolle
Kontrolle
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BASF Plant Science
Nachwachsende Rohstoffe –
Die Stärkekartoffel Amflora für technische Zwecke
Reine Amylopektin-Stärke
für industrielle Anwendungen
Zielkunden: Papier-, Klebstoff- und
Textilindustrie
Im EU Genehmigungsverfahren
Vorteile:
Stärkekartoffel
Kartoffelstärke
Inhalt
100 %
Amylopektin
Weniger Energie- und
Ressourcenverbrauch
Höhere Produktqualität und
Prozesseffizienz
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BASF Plant Science
BASF Plant Science
Pflanzenbiotechnologie
- Sicherheit
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BASF Plant Science
Zulassungsprozesse für gentechnisch
veränderte Pflanzen in der EU
Gesetzliche Grundlagen:
Dir. 2001/18/EC
Reg. EC 1829/2003*
Import und Vermarktung
sowie Anbau in der EU
Verwendung als
Lebens- und Futtermittel
Seit 2004:
71 GVO-Anträge eingereicht
davon 56 bisher nicht entschieden
15 Importanträge genehmigt
kein Anbauantrag genehmigt
2009 erst ein Antrag für Import genehmigt
Die einzige GV-Anbau-Genehmigung stammt aus dem Jahr 1998: MON 810
* „one door – one key“
Einreichung aller Anträge unter Reg. EC 1829/2003
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Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt
Sicherheitsprüfungen für gentechnisch optimierte Pflanzen sind
weltweit vorgeschrieben, Europa hat die weltweit schärfste
Gesetzgebung
Betrachtet wird: Gesundheit von Mensch + Tier wie auch
Umweltsicherheit
Genehmigungen werden nur erteilt, wenn die Behörden
schlussfolgern:
Gentechnisch optimierte Pflanzen sind so sicher wie herkömmlich
gezüchtete Pflanzen
Prüfungen beinhalten:
molekulare und agronomische Analyse
Studien zur Zusammensetzung der Pflanze
Fütterungsstudien
Studien zur Umweltsicherheit
Monitoring und Rückverfolgbarkeit
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BASF Plant Science
Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt
Mehr als 40000 Feldversuche und
Sicherheitsforschungsprojekte
Bis 2009 mehr als 800 Mio. Hektar gentechnisch
veränderter Pflanzen geerntet + verarbeitet
Meinung der Wissenschaft
Geprüfte, gentechnisch veränderte
Pflanzen sind mindestens so sicher
wie konventionell gezüchtete
Pflanzenbiotechnologie ist per se keine
„Risikotechnologie“
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BASF Plant Science
Pflanzenbiotechnologie ist
Zukunftstechnologie
Politische Forderungen
Zulassung von allen GV-Produkten mit positiver Sicherheitsprüfung
Anerkennung der EFSA als einzige wissenschaftliche Autorität im EUZulassungsprozess
Umsetzung der bestehenden Gesetzgebung - keine Novellierung
Keine willkürlichen GVO-Anbauverbote in EU-Staaten
gegenseitige Anerkennung von internationalen GVO-Zulassungen
praktikable Lösungen für Schwellenwerte bei GVO-Importen und Saatgut
Wir brauchen die richtigen Rahmenbedingungen
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BASF Plant Science
BASF Plant Science
Pflanzenbiotechnologie
-Kommunikation
-Meinungen und Irrtümer
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Kommunikation Pflanzenbiotechnologie
hoher emotionaler Faktor, denn die Gentechnik ist ein
=> Überzeugungskonflikt, kein Interessenkonflikt
negative Einstellung in vielen Regionen z.B. Gentechnik freie Zonen
relativ geringes Wissen über Gentechnik
Meinungsführerschaft bei Umweltorganisationen
geringe Glaubwürdigkeit der Industrie
Schwierige Ausgangslage,
aber garantierte Aufmerksamkeit!
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BASF Plant Science
Kommunikation Pflanzenbiotechnologie
Quelle: dpa
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BASF Plant Science
Meinungen zur Gentechnik
in der Öffentlichkeit
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BASF Plant Science
Umfrage Grüne Gentechnik
Sind Sie alles in allem für oder gegen den Einsatz der Gentechnik in
der Landwirtschaft?
Allgemeine Einstellung zur Grünen Gentechnik
14%
Befürworter
37%
Unentschiedene
49%
Gegner
Repräsentative Umfrage, Allensbach Institut 2007
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BASF Plant Science
Umfrage Grüne Gentechnik und Beispiel
Sind Sie dafür oder dagegen, dass Amflora bei uns in Deutschland angebaut
und in der Industrie verwendet wird?
Allgemeine Einstellung zur Grünen Gentechnik
Einstellung zu Amflora-Anbau
14%
Befürworter
26%
37%
Unentschiedene
Unentschiedene
Befürworter
49%
Gegner
43%
31%
Gegner
Schlussfolgerung:
bei konkretem Nutzen wesentlich höhere Akzeptanz der Grünen Gentechnik
und ihren Produkten; auch bei Gegnern
26
BASF Plant Science
Molière
Wird sind nicht nur verantwortlich für das,
was wir tun
sondern auch für das, was wir nicht tun.
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BASF Plant Science
BASF Plant Science
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!
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