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Ich kann immer nur nehmen, was da ist“ Bunt und voller Phantasie

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er im Mittel- sei „natürlich denkbar“, bei
der Fülle an Kreativen sicher
r ist es dage- auch Fortsetzungen mit weinicht weit be- teren Kompositionen. „Aber
st bis drama- wir stehen mit der Idee ja
euralgischen erst am Anfang!“
17 Songs umfasst das Reinein geht es
ammertal, in pertoire, das heute im KulBeziehungen, turForum sitzen muss. Wie
eelenlose ar- früh sich der Meister zum
e geht. Auch Üben zu begeben pflegt, ist
er gute Ideen hinlänglich bekannt, und so
eine Saiten, sind am Sonnabend um 9
upft, überra- Uhr die meisten Kaffeebeausspucken, cher schon wieder in den Geder
eraner immer schirrspülmaschinen
den Brüchen
Beats aus der
piepen. Das
etwas weni-
on rappenden
Foto Peter
m Midtempo,
n was die eiMusikmagaion von Tom
en, ist für die
r zitternden
ards Stimme
chwer selbst
stellenweise
rtragen. Zum
Geschmacks-
Kantine im Nordkolleg verstaut. Arrangeur und BigBand-Leiter Dr. Jens Köhler
bittet zur Tuttiprobe. Um ein
Gefühl für die Lieder zu bekommen, werden sie im
Schelldurchgang angespielt,
bevor es in die Registerproben geht. „Darf schneller
sein“, meldet sich Edgar
Herzog zu Wort, als das Orchester den letzten Ton von
The Real McCoy ausgeatmet
hat. „Klar, du sagst an“, ist
„Doc“ Köhler sofort kooperationsbereit, stammt der
Song doch aus Herzogs Feder. Der Saxofonist, gebürtiger Neumünsteraner und neben vielen Projekten wie
dem „Ensemble Oblique“
Dozent am Hamburger Konservatorium, zeigt sich in der
Sektionsprobe der Saxofo-
tesse vor allem um Dynamik sich zu Beginn bei The Real
und Sound besorgt. Immer McCoy noch nicht so recht
wieder schärft er mit Feuer- einstellen wollte.
Ob sich dieses Programm
eifer seinen Schülern die
musikalischen Pointen ein: anders darstelle als andere,
„Sha-ka-doo-WAA!! – hier beantwortet Sebastian Hofferwartungsgemäß
noch ein kleiner Akzent auf mann
der Vier“ – gesagt, getan, sachlich: „Es ist ein schönes
Spektrum und es sind besonverbessert.
Ruhiger und ebenso ge- dere Stücke, na klar, aber eischleswig-holwissenhaft geht
es 50
Meter ne spezielle
Kieler
Nachrichten,
03.11.2011,
Kulturteil
entfernt bei Sebastian Hoff- steinische Note – nein. Dafür
mann zu. Der Ex-Altenhol- ist Jazz auch zu universell.“
zer, der seit 15 Jahren in
Hamburg wohnt, ist kein
� Heute, 20 Uhr, KulturForum
exaltierter Pädagoge. Seine
(Andreas-Gayk-Str. 31)
Bunt und voller Phantasie
Kunsthandwerk aus der Werkstatt Drachensee in der Galerie kielkind
Von Sabine Tholund
Kiel. Die Galerie kielkind
trotzt dem Novembergrau
mit einer Ausstellung, die gute Laune macht. Unter dem
Titel grenzenlos präsentieren
Uta Kalthoff und Sven
Schwarz das Kunsthandwerk
der Werkstatt Drachensee –
mit bunten Bildern und witzigen Tierfiguren, ungewöhnlichen Lampenkreationen und fröhlichen Objekten.
Die Werkstatt Drachensee
beschäftigt Menschen mit Behinderung, darunter zwei
Kunsthandwerksgruppen
mit je zwölf Teilnehmern. Die
eine arbeitet mit Papier, die
andere mit Stoff. Ina Göhring
und Janet Sielaff leiten die
beiden Gruppen. Die Kommunikationsdesignerin und
die Kunstpädagogin geben
Ideen und Motive vor – als
Anregung für die Teilnehmer,
Fantasie und Kreativität
spielen zu lassen. Die Ergebnisse dieser besonderen Art
der Kooperation sind mehr
als interessant. Da sind etwa
die kunterbunt bemalten Giraffen in unterschiedlichen
Formaten. An den Beinen der
teils fertigen, teils in der
Werkstatt zusammengesetzten
Rohlinge
wachsen
Schlingpflanzen mit leuchtenden Blüten empor, auf ihren runden Bäuchen strahlen
sonnige Frühlingslandschaften, die Köpfe leuchten in den
Farben des Sternenhimmels.
Mit floralen Ornamenten verziert sind zierliche Torsi, die
durch Lampenschirm mit puscheligem Felldekor nebst
entsprechendem technischen
Innenleben zur Stehlampe
umfunktioniert sind. Im Nebenraum bilden farbenfrohe
Papier- und Stoffblumen
sommerliche Landschaften.
Unglaublich intensiv in ihrer Farb- und Formensprache
sind die Gemälde und Zeichnungen, darunter dekorative,
heiter-verspielte Motive, die
in
klaren
Primärfarben
leuchten. Inhaltlich verschlüsselt erscheinen akribisch ausgeführte Bilder, in
denen Tier- und Menschwesen mit floralen Elementen
zum kaleidoskopartig zersplitterten Ornament verschmelzen. Gemalt hat sie eine junge Frau mit AspergerSyndrom. „Sie malt den ganzen Tag“, sagt Ina Göhring.
Anhand älterer, vergleichs-
Leiten die beiden Kunsthandwerkgruppen der Werkstatt Drachensee: Ina Göhring (links) und Janet Sielaff.
Foto Peter
weise einfach komponierter
Bilder lässt sich bei der begeisterten Malerin eine verblüffende künstlerische Entwicklung erkennen. „Das
Selbstwertgefühl
in
der
Gruppe wächst, wenn die
Leute sehen, dass ihre Arbeiten öffentlich gezeigt werden“, so Janet Sielaff. Wer ei-
n immer nur nehmen, was da ist“
bei euch immer lange vor der CD da?
Judith Heusch: Haben wir das wirklich? Das wundert mich auch, aber so
erin und
oon, sprach spontan und schnell wie beim letzten
Album haben wir auch noch nie gearline Neider
beitet. Das war, weil das Album vor
Jahre waren dem Kinostart von „In der Welt habt
drei Lieder von uns in dem Film, und beschäftigt bin. Aber irgendwann
ich würde das gerne wieder machen. komme ich dann rein, denn Text und
Musik gehören für mich immer zuUnd über ihn, den Produzenten der sammen. Da kann also nur dieses Bild
Lindenstraße, sind Sie zur Serie ge- auftauchen, dieses Gefühl entstehen.
kommen?
Ja. Nachdem wir den Rohschnitt vom Die Natur spielt in Ihrer Musik eine gro-
ne Arbeit kauft, holt sich neben einem unkonventionellen
Kunst-Stückchen garantiert
auch einen Lichtblick aus
dem Grau der dunklen Jahreszeit ins Haus.
� Eröffnung heute, 18 Uhr. Bis
20. 11. di/do/fr 15-18 Uhr, am
6.11. und 13.11. 14-17 Uhr
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Bildung
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