close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Das EDL- G – was für ein Gesetz? - Stadtwerke

EinbettenHerunterladen
Infomagazin April 2011
der Stadtwerke Senftenberg GmbH
e
om m
tr är
• Srnw
as Fe
G
Stadtwerke
Senftenberg
GmbH
gesagt
»
Vier Jahre für einen
zahmen Kompromiss
Das EDL- G – was für ein Gesetz?
A
m 12. November 2010 trat das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie
des Europäischen Parlaments und
des Rates über Energieeffizienz und Energiedienstleistungen (EDL-G) in Kraft. Das
EDL-G enthält Regelungen für Energieversorgungsunternehmen, die Informationspflichten und ein angepasstes Rechnungsdesign umfassen.
Geschäftsführer der Stadtwerke Senftenberg, Detlef Moschke: „Das EDL-G richtet
sich an Energieunternehmen und verpflichtet diese insbesondere darauf, die Endkunden über Energieeffizienzangebote und deren Wirksamkeit zu unterrichten. Damit soll
durch bessere Aufklärung der Endkunden
und die Schaffung von mehr Transparenz
die Entwicklung des Marktes für Energiedienstleistungen gefördert werden.“
Mit dem Gesetz soll ferner der nationale
Energieeinsparrichtwert erreicht werden.
Für Deutschland sieht dieser vor, dass bis
2017 9 % Endenergie (d. h. auf Verbrauchsseite) im Vergleich zum Durchschnitt der
Jahre 2001 bis 2005 eingespart werden
sollen. Das Gesetz verpflichtet die Energieunternehmen ihre Endkunden über die
verfügbaren Angebote aufzuklären. Sofern
erforderlich, müssen die Unternehmen
auch für ein ausreichendes Angebot an so
genannten Energieaudits sorgen. Dabei
handelt es sich um ein systematisches Verfahren zur Ermittlung und Quantifizierung
von Möglichkeiten zur Energieeinsparung.
Wir möchten an dieser Stelle alle unsere
Kunden informieren, dass im Zusammenhang mit einer effizienteren Energienutzung durch Endkunden bei der Bundesstelle für Energieeffizienz eine Liste geführt
wird, in der Energiedienstleister, Anbieter
von Energieaudits und Anbieter von Energieeffizienzmaßnahmen veröffentlicht sind.
Weiterführende Informationen zu der so
genannten Anbieterliste und den Anbietern selbst erhalten Sie unter www.bfeeonline.de. Umfassende Informationen
über das Thema Energieeffizienz erhalten
Sie bei der Deutschen Energieagentur unter www.energieeffizienz-online.info.
Als der Bundesrat am 12. November 2010 das Energiedienstleistungsgesetz auf den Weg brachte,
wurden nunmehr auch in Deutschland verpflichtende europäische
Vorgaben aus dem Jahr 2006 in
nationales Recht umgesetzt. Wer
jetzt aber annimmt, das Gesetz ist
besonders konkret und umfassend
formuliert, der wird in der Praxis
eines Besseren belehrt. Entstanden
ist eher ein zahmes, von der Wirklichkeit längst eingeholtes und vor
allem in Bezug auf die Umsetzung
fragliches Gesetz.
So sind die Informationspflichten
über Angebote von Energiedienstleistungen im Zuge des parlamentarischen Verfahrens deutlich
begrenzt worden. Wenig Konkretes sagt das Gesetz auch über die
Pflicht der Unternehmen zur Sicherstellung von Energieaudits. Die
Details sollen erst über eine Rechtsverordnung in der zweiten Jahreshälfte 2011 geregelt werden. Diskutiert wird z.B. noch, ob so genannte
weiße Zertifikate vergeben werden.
Dabei erhalten Energieunternehmen CO2-Gutschriften, wenn sie
bei ihren Kunden Energiesparmaßnahmen durchführen. Man sollte
sich letztendlich fragen, ob dieses
Gesetz nicht eher mehr Bürokratie
als effizienten Nutzen bringt.
Detlef Moschke, Geschäftsführer der
Stadtwerke Senftenberg
LausitzEnergie kompakt I April 2011 I Seite 2
Hintergrundwissen »
Eine tragische Erinnerung
25 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl erinnern die Ereignisse von Fukushima
eindringlich daran, dass kontrollierbare Kernkraft ein Forschungsthema bleibt
Interview mit Detlef Moschke, Geschäftsführer der Stadtwerke Senftenberg GmbH
Redaktion: Herr Moschke, holt uns Fukushima 25 Jahre nach dem schicksalhaften Atomunglück von Tschernobyl
wieder auf den Boden der Realität?
D. Moschke: Die weltweite Nachfrage
nach Energie wird bis 2030 um mehr als
50 % steigen. Vor allem interessieren sich
zunehmend Schwellen- und Entwicklungsländer für die Kernenergietechnik.
Bisher ging man davon aus, dass die
Kernenergie helfen könnte, den Zugang
zu bezahlbarer Energie zu gewährleisten. 29 Länder setzen nach Angaben der
Atomenergiebehörde bereits heute auf
diese Technik und betreiben über 440
Reaktorblöcke mit einer Gesamtleistung
von 375 Gigawatt. Der Klimawandel galt
bis vor kurzem als Menschheitsbedrohung Nr. 1 und die CO2-arme Kernenergie war weltweit auf der Erfolgsspur. Wie
es aussieht, hat uns die Nuklearkatastrophe im Land der Roboter und Hochtechnologie an die Unberechenbarkeit
dieser Technik erinnert.
Redaktion: Welche Auswirkungen wird
das Unglück auf die Entwicklung der Kernenergie haben?
D. Moschke: Die Unglücke des Atomzeitalters, Harrisburg, Tschernobyl und
jetzt natürlich Fukushima, sind Symbole
dafür, dass die absolute Beherrschbarkeit der Kernkraft immer noch ein Traum
ist. Wie bei jeder Technik von Menschen-
hand wird es wohl immer ein Restrisiko
geben.
Redaktion: Welche Entwicklung sehen Sie
für Deutschland?
D. Moschke: Auch wenn Tschernobyl
bereits 25 Jahre zurückliegt, Fukushima
ist gegenwärtig. Die Angst vor Kernkraftwerken ist rational nachvollziehbar und emotional verständlich. Grüne
Energielösungen stehen darum aktuell
im Fokus, doch eine Ökologie, die sich
mittelfristig nicht ökonomisch trägt und
subventioniert werden muss, stellt keine
nachhaltige Entwicklung dar. Wer den
Ausstieg vom Ausstieg aus dem Ausstieg der Atomkraft möchte, muss auch
ehrlich sagen, wie die Lücken geschlossen werden sollen, nicht nur technisch,
sondern auch wer die Kosten dafür tragen soll. Wenn die im Atomkraftwerke-Verlängerungsdeal ausgehandelte
Brennelementesteuer nicht mehr den
Löwenanteil dieser Kosten abdeckt,
muss deutlich nachgefragt werden, ob
die Kosten der Stromkunde oder der
Steuerzahler übernehmen muss.
2011 jährt sich am 5. Juli zum 20. Mal die Gründung der Stadtwerke Senftenberg.
In Weiterführung der Chronik erinnern wir an die Höhepunkte der letzten fünf Jahre
22. Juli 2006
Die Stadtwerke Senftenberg feiern ihr 15. Jubiläum und laden zu
einem Tag der offenen Tür in ihr
saniertes und bei laufendem Betrieb umgebautes Gebäude ein.
In einer Fotoausstellung präsentieren
sie die Siegerfotos ei-
nes Schülerwettbewerbs. Das zu
diesem Ereignis herausgegebene
Buch „Energie für Senftenberg“
unternimmt einen attraktiven
Streifzug durch die 110 jährige
Geschichte der Senftenberger
Energieversorgung.
September 2006
An der Straße der
Energie wird ein von
den Stadtwerken gestaltetes Fassadenbild mit dem Titel:
„Hier bin ich zu Hause – hier lade
ich meine Batterien auf“ eingeweiht.
Oktober 2006
An der Gasübernahmestation
Peickwitz wird ein neues
BHKW errichtet. Die auf
der Basis der Kraft-Wärme-Kopplung arbeitende Anlage dient der Erdgaserwärmung bei der
Druckentspannung vor
seiner Weiterverteilung.
Seite 3 I April 2011 I LausitzEnergie kompakt
vor Ort
»
Rettung für die Rettung
Stadtwerke bauen Trafostation und schließen Hubschrauberlandeplatz an das Stromnetz an
Der Tagebau geht, die Stadtwerke
kommen – so könnte man das
Bauvorhaben zur Errichtung einer
Trafostation der Stadtwerke Senftenberg an der Ackerstraße kurz
beschreiben.
Einst wurde die ADAC-Rettungseinsatzzentrale Senftenberg über das
Emis Energy-Netz des Tagebaus
Meuro versorgt. Doch nach dem
Ende des Kohleabbaus und dem
planmäßigen Rückbau des Strom-
versorgungsnetzes musste zügig
eine neue Lösung für Teile von Senftenberg Nordost gefunden werden.
Die Stadtwerke Senftenberg schafften mit einer aufwändigen Ertüchtigung und Umsetzung einer Trafostation die nötigen Voraussetzungen,
den Hubschrauberlandeplatz an der
Ackerstraße stabil an das Stromnetz
der Stadt anzuschließen.
Die Errichtung der äußerst kompakten Station und das Verlegen von im-
merhin 1.200 m 20-kV-Kabel erfolgte in einer Bauzeit von drei Monaten.
Das Gesamtinvestitionsvolumen der
Baumaßnahme bewegte sich im unteren sechsstelligen Euro-Bereich.
Nach Abschluss der Arbeiten im April 2011 ist die Stromversorgung der
Hubschrauber-Einsatzzentrale mit
ihren beiden Hubschrauber-Rettungsteams nachhaltig und zuverlässig gesichert – die Rettung ist
gerettet.
Elektrisch fahren – Mobilität neu erleben
Serienreife Elektrofahrzeuge auf die
Straße zu bringen, interessierte Kunden mit innovativen Fahrzeugen zusammenzuführen und die Leistungsfähigkeit von Elektrofahrzeugen bekannt
zu machen, sind die erklärten Ziele der
Heduschka GmbH. Das Lausitzer Zentrum für Elektromobilität ist die Idee,
alltagstaugliche und bezahlbare Mobilität in ländlichen Regionen „erlebbar“
zu machen. Die bereits verfügbaren
Elektrofahrzeug-Lösungen
decken
Der Cobra E1 und ein Mini Truck „Elektrodrive“ an der E-Tankstelle.
mit Tagesreichweiten von
100 –160 km zuverlässig
über 85 % aller Fahrten ab.
Ein Elektroauto macht
somit besonders im
Nahverkehr Sinn – für
Berufspendler, Unternehmensflotten und im
Kommunalbereich. Elektromobilität hilft Ressourcen
sparen. Der Umstieg auf Elektromobilität ist ein Ausweg aus der Abhängigkeit von der Ölwirtschaft.
Das Lausitzer Zentrum für Elektromobilität ist als Händler von innovativen
Elektrofahrzeugen aktiv. Seit 1990 besteht das Familienunternehmen als
freie Kfz-Werkstatt in Senftenberg. Mit
ihren derzeit zehn Mitarbeitern bearbeitet die Heduschka GmbH mehrere
Geschäftsfelder. Die Heduschka GmbH
beschäftigt sich seit Jahren mit der
Entwicklung und Erprobung von al-
ternativen
Antriebstechnologien und der Nutzung
von alternativen Kraftstoffen, wie BioEthanol, engagiert sich in Projekten,
beispielsweise mit der FH Lausitz und
der BTU Cottbus. Verantwortungsbewusstes Handeln heißt für den Familienbetrieb auch, vom örtlichen
Energiedienstleister, den Stadtwerken
Senftenberg, den Strom zu beziehen.
➘
www.lausitzer-elektromobile.de
LausitzEnergie kompakt I April 2011 I Seite 4
Fußball-Spielplan
»
vor Ort
»
Konzertvorbereitungen auf Hochtouren
Die Stadtwerke Senftenberg drücken allen Kickern des FSV „Glückauf“ bei ihren
kommenden Spielen die Daumen:
Ansetzungen Männer:
26. Spieltag, 7.5.2011, 15.00 Uhr
FSV „Glückauf“–FV Motor Eberswalde
27. Spieltag, 14.5.2011, 15.00 Uhr
SV Babelsberg 03 II–FSV „Glückauf“
28. Spieltag, 21.5.2011, 15.00 Uhr
FSV „Glückauf“–FC Strausberg
29. Spieltag, 28.5.2011, 15.00 Uhr
SG Blau-Gelb Laubsdorf–FSV „Glückauf“
Ansetzungen Frauen:
19. Spieltag, 8.5.2011, 14.00 Uhr
Werderaner FC Viktoria 1920–FSV „Glückauf“
20. Spieltag, 22.5.2011, 14.00 Uhr
FSV „Glückauf“–ESV Lok Guben
Hallo Schüler-, Studenten- und Laien-Band, die Stadtwerke
Senftenberg bieten euch die Chance in einem Wettbewerb
das Vorbandprogramm für das große SILLY-Konzert zu gewinnen. Also wer bis jetzt noch unschlüssig war, sollte sich
noch schnell bewerben. Im Online-Voting im Mai wird dann
eine Vorauswahl
getroffen. Die endgültige Entscheidung,
wer beim SILLY Open Air Konzert am
9. Juli 2011 im Wassersportzentrum auf
der Bühne stehen darf, liegt dann in der
Verantwortung einer Jury.
Nutzt die Chance, stellt eure Demos
zum Voting ins Netz und gewinnt einen
Konzertauftritt mit Livemitschnitt und
Studionachbereitung!
Übrigens: Auch alle Nichtmusiker und
Musikfreunde sind herzlich eingeladen,
das tolle Konzert-Highlight zu erleben.
Sichern Sie sich jetzt beim Kartenvorverkauf an der Kasse der Stadtwerke
Ihre Tickets. Stadtwerke-Kunden zahlen nur 8,00 EUR je Karte (Solange der
Vorrat reicht!) gegenüber 26,50 EUR
im regulären Vorverkauf.
Kontakt
Passend zum schöner werdenden Wetter und Spielen im Freien wollen wir heute alte
Kreide in Wasser baden und erhalten dadurch eine Kreide, die besonders schön leuchtet. Probiert es aus! Zuckerkreide hört sich lecker an, ist aber gar nichts zum Essen. In
Zucker gebadete und mit Fixativ oder Haarspray fixierte Kreide malt viel leuchtender
als normale Kreide und haftet besser auf dem Untergrund.
Drum & Dran:
Bunte Tafelkreide, pro
Farbe eine Tasse Wasser,
Zucker, einen Teelöffel,
Pappe, Papier, Fixativ
oder Haarspray, eine
Schürze
So geht’s:
Zuckerkreide ist nicht
nur glänzend und schön
geschmeidig, sondern
manchmal auch eine
ganz schöne Schmiererei. Deshalb solltest
du eine Schürze oder
ausgewählte Kleidung
nutzen, die beschmutzt
werden darf.
»
Stadtwerke Senftenberg GmbH
Laugkstraße 13–15
01968 Senftenberg
www.stadtwerke-senftenberg.de
Erreichbarkeit bei Störungen
und Havarien:
Tel.: 03573 63192
Verkauf/Kundenbetreuung:
Tel.: 03573 709310
Fax: 03573 709315
Herausgeber:
Stadtwerke Senftenberg GmbH
Laugkstraße 13–15
01968 Senftenberg
www.stadtwerke-senftenberg.de
Redaktion: Petra Domke
Tel.: 033439 54853
E-Mail: petra.domke@t-online.de
Satz & Layout: Petra Lindemann
Tel.: 033432 70459
www.plus-kommunikation.de
Fotos: Stadtwerke Senftenberg,
S. Rasche, P. Domke, ADAC, Archiv,
Deutscher Bundestag/S. M. Neumann
Grafik Kinderecke: art-meta.net
Druck: Druck & Satz, Großräschen
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
2
Dateigröße
1 059 KB
Tags
1/--Seiten
melden