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Absage Sport Shop Anton Cup 2015

EinbettenHerunterladen
Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie
Einzelpreis Euro 2,80 Leserservice Produktion
65341 Eltville DPAG PVST 5339 Entgelt bezahlt
11. September 2014 · Nummer 37
www.produktion.de
Festo: Dank Supraleiter
keine Reibungsverluste
AMB-Special: Das sind
die Highlights 2014
Seite 18
Pöppelmann: Mit 3D-Druck
schneller zum Muster
Seite 19
Seite 32
IM FOKUS
Alles dreht sich
um den Span
Werkzeugmaschinen im Fokus
Horst Witte: Auf der
grünen Wiese im Norden
Deutschlands hat Horst
Witte ein überaus erfolgreiches Unternehmen
etabliert.
Seite 14
Samsung: Der südkoreanische Mega-Konzern
greift auch in Deutschland mit stabilen und
produktiven Werkzeugmaschinen an. Seite 17
ZAHL DER WOCHE
95 %...
...Lieferperformance hat
der Blechbearbeitungsbetrieb H.P. Kaysser aus
Leutenbach dank ERP
erreicht
ZITIERT
»Embedded Systeme
werden eher spezielle
Funktionen übernehmen,
die sinnvoll vom Rest der
Maschine zu lösen sind.«
Dr. Kai Litwinski,
IFW Hannover
SEBASTIAN MOSER,
PRODUKTION NR. 37, 2014
LANDSBERG. Im Prinzip geht alles,
aber ohne spanabhebende Werkzeugmaschinen und die dazugehörigen Werkzeuge geht nichts.
In dieser Ausgabe hat unsere Redaktion daher anlässlich der Metallbearbeitungsmesse AMB Stuttgart das Thema aus völlig neuen
und ungewohnten Perspektiven
beleuchtet. So erfahren Sie auf
den Seiten 4 und 5, warum ein
Nanolayer-Aufbau der Werkzeugbeschichtung bei der Titan-Bear-
beitung notwendig ist. Auf Seite 6
gehen wir der Frage nach, wie
Anwender von der ‚Virtuellen Maschine‘ profitieren. Mit einem
Abbild der Maschine im CAMSystem lässt sich die Einfahrzeit
auf ein neues Bauteil um bis zu
90 % reduzieren. Ein Dauerbrenner ist dagegen das Thema Maschinendesign. Auf der Seite 7
stellen wir Ihnen im wahrsten
Sinne des Wortes ausgezeichnete
Maschinen vor. Auf den Seiten 8
und 9 erfahren Sie, wie Greiferwechselsysteme und Vision-Sensoren das Handling in der spanen-
den Fertigung die Werkzeugmaschinen noch flexibler macht.
Besonders interessant ist auch die
Frage, ob die zentrale Werkzeugmaschinen-Steuerung durch intelligente Subsysteme sinnvoll unterstützt werden kann. So setzt
beispielsweise die Firma Geiss
Microcontroller beim Spannen des
Bauteils ein. Dadurch müssen
nach dem Start der Maschine keine Referenzpunkte mehr angefahren werden. Dadurch entfällt
das aufwändige Verkabeln. Mehr
dazu lesen Sie auf den Seiten 10
und 11.
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Jens Lehmann live!
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AMB Stuttgart
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Redaktion:
Tel.: (0 81 91)125-310, Fax: (0 81 91)125-312
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Tel.: (0 61 23)9238-257, Fax: (0 61 23)9238-258
2 · Newsletter · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Top aktuell
Top geklickt auf www.produktion.de
Bilfinger senkt
die Erwartungen
für 2014
Audi ruft Autos wegen
1 Bremsproblemen zurück
Der Premiumautobauer Audi ruft weltweit rund 70 000 Fahrzeuge
wegen möglicher Probleme mit dem Bremskraftverstärker zurück
in die Werkstätten. Knapp die Hälfte der Fahrzeuge betreffe Kunden in Deutschland. Das fehlerhafte Teil findet sich in Modellen der
Reihe A4, A5, A6, A7, Q5 und Q7, die zwischen März und Dezember
2012 produziert wurden und einen 3,0-Liter-Dieselmotor haben,
sagte der Sprecher von Audi. Es könne vorkommen, dass ein paar
Tropfen Öl in den Bremskraftverstärker gelangten und dadurch die
Bremskraft verminderten. Zwar könnten die Fahrzeuge auch weiter
gebremst werden, aber es brauche einen deutlich höheren Druck
auf das Pedal.
VW streicht
Sonntagsschicht
Produktion Nr. 37, 2014
Wolfsburg (kko). Einem Me-
dienbericht zufolge streicht der
einflussreiche Betriebsrat des
Autobauers Volkswagen wegen der
anhaltenden Produktionsprobleme in Wolfsburg die für das dritte Quartal geplanten Sonntagsschichten. Solange technische
Probleme immer wieder Zwangspausen und Produktionsausfälle
verursachten, seien die Zusatzschichten am Sonntag sinnlos.
EU-Kartellstrafe
gegen
Chipkonzerne
Gericht verweigert
2 Saab Gläubigerschutz
Neuer Großaktionär will
4 bei Kuka Einfluss nehmen
Einem Medienbericht zufolge will Friedhelm Loh,
der neue Großinvestor
beim Augsburger Roboterund Anlagenbauer Kuka,
künftig mitbestimmen und
Einfluss auf die personelle
Besetzung der einzelnen
Unternehmenorgane nehmen. Wie das ‚Handelsblatt‘ berichtete, strebt der hessische Unternehmer Loh „eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen.“ Loh und seine Firma
Swoctem hatten im August ihren Anteil an Kuka auf 10,018 %
aufgestockt.
Brüssel (kko). Die Chipherstel-
ler Infineon, Philips, Samsung und
Renesas haben nach Ansicht der
EU-Kommission durch Preisabsprachen gegen Kartellrecht verstoßen. Die Kartellwächter verhängten deshalb Strafen über
insgesamt rund 138 Mio Euro.
Während Infineon den Löwenanteil zahlen muss, kommt Renesas
wegen der Kronzeugenregelung
um eine Geldbuße herum.
Der schwedische Autobauer Saab steht möglicherweise vor dem
Aus. Ein Gericht wies den Antrag der Eigentümergesellschaft auf
Gläubigerschutz am Donnerstag zurück. Die von der Gesellschaft
vorgeschlagenen finanziellen Maßnahmen seien „vage und nicht
dokumentiert“. Die National Electric Vehicle Sweden AB (NEVS),
hinter der chinesische Investoren stehen, hatte am Donnerstag
Gläubigerschutz beantragt, um ihr Geschäft zu restrukturieren und
um sich Zeit für die Gespräche mit potenziellen Investoren zu verschaffen. Das Gericht merkte jedoch an, dass NEVS nicht über die
nötige Liquidität verfüge, um ihren Verpflichtungen während der
Restrukturierungsphase nachzukommen.
Der japanische Automobilhersteller Toyota darf künftig Hochdruck-Wasserstofftanks für Brennstoffzellenfahrzeuge produzieren und
die notwendigen Sicherheitsprüfungen selbst
durchführen. Eine entsprechende Genehmigung erteilte jetzt das japanische Wirtschafts- und Industrieministerium.
Toyota ist somit der erste zertifizierte Hersteller von 700-bar-Wasserstofftanks nach der 1997 vom Ministerium überarbeiteten Hochdruckgas-Sicherheitsverordnung. Nach dieser Verordnung müssen
alle Behälter zur Speicherung von Gasen, mit einem Druck größer
als 10 bar, vom Ministerium zertifiziert werden.
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Produktion Nr. 37, 2014
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Die Fabrik des Jahres präsentieren.
Produktion und A.T.
Kearney rufen Professoren auf,
für den Günter-Spur-Preis die besten wissenschaftlichen Nachwuchsarbeiten einzureichen, die
sich mit der Verbesserung des
Produktionsprozesses beschäftigen. Eingesandt werden müssen
die Arbeiten zusammen mit dem
Bewerbungsbogen, der unter http://www.produktion.de/fabrikdes-jahres/wettbewerb/ steht, an:
A.T. Kearney, Janine Marquis,
Sendlinger Str. 8, 80331 München.
Bild: Toyota
Bild: NEVS
Toyota darf Hochdruck5 Wasserstofftanks fertigen
Produktion Nr. 37, 2014
■
Bild: Friedhelm Loh Group
Bild: Audi
Mannheim (kko). Der Baukon-
Bild: Komet Group
Das Thema Industrie 4.0
wird die Wertschöpfungsketten verändern – davon
kann insbesondere der Maschinenbau profitieren. Wie
weit ist die deutsche Industrie in der Umsetzung neuer Automatisierungskonzepte? Mit dem Industrie
4.0 Award startete die Fachzeitung Produktion gemeinsam mit der
Unternehmensberatung ROI im vergangenen Jahr einen Wettbewerb, der zeigen soll, wie innovativ deutsche Unternehmen in der
Verknüpfung von Automatisierungs- und Produktionstechnik mit
Informations- und Kommunikationstechnologien sind.
Produktion Nr. 37, 2014
zern Bilfinger hat seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr
gesenkt. Nach dem Vorstandswechsel im August sei die aktuelle Geschäftslage erneut analysiert
worden, so der Konzern. Bilfinger
rechnet nun mit einem bereinigten Ergebnis (Ebita) von 270 Mio,
statt bisher 340 bis 360 Mio Euro.
Industrie 4.0-Pioniere
3 gesucht…
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Newsletter · 3
Aufträge steigen steil an
Bild: Siemens
Siemens hat einen Auftrag
für Gasturbinen aus Südkorea für ein Kraftwerk erhalten. Das Auftragsvolumen
beträgt inklusive eines
Langzeit-Servicevertrags
360 Mio Euro. Auftraggeber ist das Bauunternehmen GS Engineering & Construction Corporation. Die Inbetriebnahme des Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks sei für Sommer 2017 geplant. Der im DAX notierte Konzern liefert zusätzlich zu den zwei Gasturbinen eine Dampfturbine inklusive Kondensator, drei Generatoren und zwei AbhitzeDampferzeuger.
Evonik steigt
7 bei Steag aus
Bild: Evonik
Der Spezialchemiekonzern
Evonik steigt komplett aus
der Steag aus. Das Stadtwerke-Konsortium RheinRuhr übernimmt den Anteil
von 49 % für rund 570 Mio
Euro. Damit wird das Konsortium, das 2011 bereits
51 % erworben hatte, alleiniger Eigentümer des in Essen ansässigen Energieunternehmens.
Das Konsortium mache sich die günstige Situation auf dem Kapitalmarkt zunutze und übe die vertraglich vereinbarte Call-Option zum
Erwerb der ausstehenden 49 % aus, sagte Bernd Wilmert, Geschäftsführer der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft.
Deutscher Automarkt
8 verliert an Schwung
Der deutsche Automarkt hat im August an Schwung verloren. Insgesamt wurden 213 100 Pkw neu zugelassen, was etwa dem Vorjahresniveau entspricht, teilte der Branchenverband VDA mit. Allerdings stand im August 2014 ein Arbeitstag weniger als im Vorjahr
zur Verfügung. Seit Jahresbeginn kletterten die Neuzulassungen auf
dem deutschen Markt um 3 % auf nun knapp über 2 Mio Einheiten.
Der Auftragseingang aus dem Inland habe im August, trotz des fehlenden Arbeitstages, mit einem Rückgang um ein Prozent nur leicht
unter dem Vorjahreswert gelegen, so der VDA.
Deutsche Maschinen waren im Juli gefragt wie lange nicht mehr
Karoline Kopp
Produktion Nr. 37, 2014
Berlin. Allen politischen Krisen
zum Trotz: Die Nachfrage nach
deutschen Maschinen und Fahrzeugen ist im Juli kräftig nach
oben geschnellt. Der Anstieg der
Industrieaufträge um 4,6 % gegenüber Juni ist der kräftigste seit
mehr als einem Jahr und mehr als
dreimal so stark wie von Ökonomen vorhergesagt. Zudem fiel der
Rückgang im Juni mit revidiert
2,7 % schwächer aus als zunächst
mit 3,2 % gemeldet. Das dämpft
die Sorge vor einer Rezession in
Deutschland. Von Dow Jones
Newswires befragte Volkswirte
hatten für Juli nur ein Plus von
1,2 % vorausgesagt. Im Vergleich
zu Juli 2013 legten die Bestellungen um 5,0 % zu.
„Nach der Verunsicherung der
Wirtschaft durch die geopolitischen Entwicklungen und der
konjunkturellen Abschwächung
im zweiten Quartal liefert der
kräftige Anstieg der Bestelltätigkeit ein ermutigendes Signal für
die Industriekonjunktur“, erklärten die Experten von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Im
Frühjahr war das Bruttoinlands-
Die Industrie verbuchte fast 5 % mehr Aufträge. Rezessions-Sorgen scheinen
vorerst unbegründet. Bild: ZF
produkt überraschend um 0,2 %
und damit erstmals seit gut einem
Jahr geschrumpft. Bei zwei MinusQuartalen in Folge wird von einer
Rezession gesprochen.
Für die kräftige Erholung zu
Beginn der zweiten Jahreshälfte
sorgten vor allem außergewöhnlich viele Großaufträge. Unter
Herausrechnung der Großaufträge legten die Bestellungen um
2,1 % zu.
Hintergrund ist laut Analysten
unter anderem die Luftfahrtmes-
Meistermacher.
Ford startet Produktion
10 des neuen Mustang
Deutscher Meister
mit Borussia Dortmund 2002
Englischer Meister
mit Arsenal London 2004
Claus Aichert,
Meister Bereich Werkzeughalter
Der erste Torwart mit „Spickzettel“ im richtigen Moment
Jens Lehmann, deutsche Torwartlegende
Das erste Hydro-Dehnspannfutter, das Drehmomente bis
2.000 Nm überträgt
TENDO E compact, Werkzeughalter von SCHUNK
www.de.schunk.com/tendo-e-compact
Bild: Ford
Startschuss für die Produktion des neuen Ford Mustang in Flat Rock. Das Besondere: Zum ersten Mal in
der 50-jährigen Geschichte
des Pony Cars bietet der
US-Autobauer seinen bekanntesten Sportwagen
weltweit in über 120 Ländern an. In seiner mittlerweile 50-jährigen Geschichte fand die
Sportwagenikone über 9,2 Mio Käufer. Zusätzlich zum Standard
Linkslenker-Modell wird in der sechsten Generation auch ein
Rechtslenker angeboten. Ford will die Version mit dem Lenkrad auf
der ‚falschen Seite‘ in über 25 Rechtslenker-Märkte exportieren.
Jens Lehmann,
Markenbotschafter von SCHUNK
Made in Germany.
Volkswagen plant
9 Fabrik in Thailand
Ein Antrag von Volkswagen zum Bau einer Autoproduktion in Thailand könnte laut einem Pressebericht bald genehmigt werden. Der
Antrag auf den Bau einer Fabrik in Hafennähe vor Bangkok könnte
schon Anfang nächster Woche entschieden werden. Das meldete
die FAZ unter Berufung auf Angaben der thailändischen Investitionsbehörde BOI. Zudem wolle Volkswagen aus dem Königreich exportieren, erfuhr die Zeitung von Spitzenbeamten des BOI. Ein
Volkswagen-Sprecher bestätigte, dass der Antrag eingereicht wurde, wollte den Bericht aber nicht weiter kommentieren.
se im britischen Farnborough, weil
die Fluggesellschaften dort bei
Airbus viele Maschinen geordert
hatten.
Commerzbank-Volkswirt Ralph
Solveen schreibt auch dem relativ
späten Ferienbeginn eine stützende Wirkung zu. In der langen Urlaubszeit werden weniger Geschäfte abgeschlossen, weil sich auch
das Management eine Pause
gönnt. „Für August ist mit einer
deutlichen Gegenbewegung zu
rechnen“, erwartet Solveen.
© 2014 SCHUNK GmbH & Co. KG
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6 Siemens aus Südkorea
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4 · Trends + Innovationen · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Schichtwechsel
Neue Werkstoffe verlangen nach neuer Oberflächenbeschichtung
Dietmar Poll
Produktion Nr. 37, 2014
Landsberg. Neue Werkstoffe
wie Faserverbundstoffe, Titan und
hochwarmfeste Stähle, die mit
Hartmetallwerkzeugen bearbeitet
werden, verlangen nach neuartigen Beschichtungen, da „die Bearbeitung dieser Werkstoffe sehr
anspruchsvoll ist“, wie Ina Terwey
von Sandvik Tooling beschreibt.
Bei günstigen, kalkulierbaren Zerspanbedingungen – wie gute Stabilität, geringe bis mäßige Vibrationen und mittlere bis hohe
Schnittgeschwindigkeiten – würden laut Terwey Schneidstoffe
eingesetzt, die die Eigenschaften
eines feinkörnigen Hartmetalls
mit einer verschleißfesten TiAlNPVD-Beschichtung verbinden.
„Für ungünstige, unkalku­
lierbare Bedingungen – wie geringe Stabilität, mäßige bis starke Vibrationen und mittlere
Schnittgeschwindigkeiten – sind
Schneid­stoffe einzusetzen, die
zähe Hartmetallsubstrate mit
höchster Warmfestigkeit und
eine dünne CVD-Beschichtung,
aufgebaut aus TiCN, Al2O3- und
TiN-Schichten, auf ideale Weise
verbinden“, so Terwey weiter.
Auch bei Mapal hat man auf
den Einsatz neuer Werkstoffe
reagiert, wie Dr. Peter MüllerHummel erklärt: „PKD-Bestückungen und spezielle Beschichtungen der Werkzeuge sorgen für
lange Standwege auch bei extrem
abrasiven Materialien.“ Speziell
im Hinblick auf die verbreiteten
Stackmaterialien, bei denen Faserverbundwerkstoffe mit Metallen kombiniert werden, müsse die
Beschichtung immer ganz dezidiert auf den einzelnen Einsatzfall
abgestimmt sein. „Für die Bearbeitung von Faserverbundwerkstoffen sind hochharte Schichten
wie CVD-Diamantbeschichtung
die erste Wahl, um Kosten für die
Bearbeitung zu senken“, so Müller-Hummel weiter. Für Titan und
hochwarmfeste Stähle könne die
Standzeit durch den Einsatz thermisch isolierender PVD-Keramikschichten wie TitanAluminiumNitrid verbessert werden. „Im
Gegenzug ist TitanAluminiumNitrid für die Bearbeitung von Fa-
serverbundstoffen nicht hart
genug, und für die Bearbeitung
von Titan und hochwarmfesten
Stählen ist eine CVD-Diamantbeschichtung nicht hinreichend
thermisch stabil“, erläutert Müller-Hummel weitere Details.
Bei der Paul Horn GmbH sieht
man das ähnlich, da sich die angeführten Werkstoffe in ihren
Eigenschaften und damit im Zerspanungsverhalten grundlegend
unterscheiden, wie Markus Kannwischer darstellt: „Ein Verbundwerkstoff bestehend aus den
spröden Kohlenstoff-Fasern und
dem zähen Kunststoffbindematerial stellt bei der Zerspanung Anforderungen wie geringe Schnittkräfte und einen kühleren Schnitt.“
Die Beschichtung müsse dünn,
aber verschleißbeständig sein, da
der Kohlenstoff unbeschichtetes
Hartmetall extrem schnell verschleißen lässt. „Die Lösung dazu
besteht in einer nanokristallinen
Diamantbeschichtung des Hartmetalls. Die Beschichtung weist
eine sehr hohe Härte ähnlich dem
Naturdiamant auf. Der Kobaltanteil im Hartmetall darf einen be-
Erfolgreiche Arbeit mit Hartmetall-Werkzeugen ist nur mit der
richtigen Beschichtung möglich.
Bild: Oerlikon Metaplas
stimmten Wert nicht übersteigen“,
wie Kannwischer erläutert.
Bei Titan handele es sich um
ein zähes Metall mit sehr schlechter Wärmeleitfähigkeit und mittlerer bis hoher Festigkeit, was
folgende Anforderungen bei der
Zerspanung nach sich ziehe: Dynamische Schnittkräfte, sehr hohe Wärmeentwicklung an der
Schneide, Trend zu Aufbauschneidenbildung. „Demnach ist bei der
Beschichtung eine sehr hohe
Warmfestigkeit notwendig, die
beispielsweise durch einen hohen
Aluminiumanteil erreicht wird.
Nötig ist auch ein Nanolayer-Aufbau der Beschichtung sowie eine
glatte Schneide“, so Kannwischer.
Hochwarmfeste Stähle verlangen laut Kannwischer nach einer
ähnlichen Beschichtung wie Titan:
„Es existiert eine sehr hohe Warmfestigkeit und eine gewisse Zähigkeit. Die Beschichtung sollte sehr
glatt sein, damit die Tendenz zur
Aufbauschneidenbildung reduziert
wird. Eigenspannungen in den
Schichten sollten nicht zu hoch
sein, damit kleine Schneidkantenverrundungen möglich sind.“
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Trends + Innovationen · 5
‚Leistung von Vorschub und Standweg steigern‘
Interview: Jürgen Bek von TBT beschreibt, wie Beschichtungen der Werkstoffe das Bohrergebnis beeinflussen
Dietmar Poll
Produktion Nr. 37, 2014
Herr Bek, was sind die Anforderungen an die Verarbeitung der Werkstoffe Faserverbundstoffe, Titan und hochwarmfeste Stähle? Worauf muss besonders geachtet werden?
Für Hochleistungswerkstoffe kommen hartstoffbeschichtete Werkzeuge zum Einsatz. Es wird
eine modifizierte und bei TBT Tiefbohrtechnik
patentierte Schneide mit spezieller Geometrie
mit Schneidkanten-Präparation angebracht. Da
in diesem Prozess den Werkzeugen ein höheres
Bohrmoment abverlangt wird, werden diese Werkzeuge in der Regel in Vollhartmetall Ausführung
bis 100 x D hergestellt.
In der Flugzeugindustrie gefolgt von der Fahrzeugindustrie ist ein entscheidender Faktor die
Gewichtseinsparung. Flugzeuge werden immer
größer und müssen gleichzeitig immer leichter
und effizienter werden.
Welche Werkstoffe sind das in Ihrem Fall genau?
Bei den neuen Werkstoffen handelt es sich um
Titanlegierungen sowie Verbundwerkstoffe. Bei
diesen Werkstoffen kann mit einer entsprechenden/modifizierten Beschichtung gepaart mit
einer innovativen Schneiden-Geometrie ein optimales Bohrergebnis erzielt werden. Dabei sind
die positive Zusammenarbeit mit Oerlikon Me-
Jürgen Bek, Leitung Geschäftsbereich Bohrwerkzeuge bei TBT.
Bild: TBT
Der Anwender
TBT Tiefbohrtechnik GmbH + Co
●●
Die TBT Tiefbohrtechnik bietet ihre Dienste in der Fertigungstechnologie Tiefbohren an und wendet von Oerlikon beschichtete Werkzeuge an. TBT verfügt über Tiefbohrmaschinen mit den passenden
Tiefbohrwerkzeugen sowie über den Service Tiefbohren im Lohn.
»Die Hartmetall-Werkzeuge
müssen anderweitig beschichtet werden. Doch die angeführten Werkstoffe unterscheiden sich grundlegend.«
Markus Kannwischer
Leiter Technik & Geschäftsleitung
Paul Horn GmbH
S tu ttga rt
.2014
16.09.-20.09
E74
d
an
St
1,
le
Hal
taplas und Oerlikon Balzers sowie deren ausgezeichnete Beschichtungen hervorzuheben.
Entstehen höhere Kosten, zum Beispiel durch
spezielle Werkzeuge? Amortisieren sich diese
Kosten?
Selbstverständlich entstehen durch zusätzliche
Arbeitsgänge wie Schneidkanten-Präparation
und Beschichtung höhere Kosten. Den Kunden
aber interessieren in erster Linie die Kosten pro
Bauteil, beim Bohren entsprechend die Kosten
pro Bohrung respektive gebohrten Meter. Bei
einer signifikanten Leistungssteigerung der TBT
Tiefbohrwerkzeuge von Vorschub und Standweg
werden diese Kosten entsprechend reduziert.
Werden neue oder spezielle Beschichtungen benötigt? Was müssten die Beschichtungen leisten?
Der Trend geht deutlich in die Leistungssteigerung der Werkzeuge, um die Anzahl der Werkzeugmaschinen und den Platzbedarf zu reduzieren. Durch neue von TBT entwickelte WerkzeugGeometrien und ultraglatte Schichten von Oerlikon Metaplas lassen sich enorme Steigerungen
in der Standzeit sowie in der Vorschubgeschwindigkeit erzielen.
Wir sorgen
für spAnnung.
»Die Vermeidung von Delamination, Faserüberständen oder
Gratbildung am Bauteil stehen
im Fokus.«
Dr. Peter Müller-Hummel
Business Unit Aerospace & Composites
Mapal Dr. Kress KG
»Es sind leistungsfähige, beständige Schneidstoffe zu entwickeln.«
Dr. Ina Terwey
Produktmanagement Fräswerkzeuge
Sandvik Tooling Deutschland GmbH
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6 · Trends + Innovationen · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Zu den momentanen Trends gehört
die virtuelle Maschine. Insbesondere
bei mehrspindligen Maschinen ist
der zeitlich synchrone Ablauf der Simulation wichtig.
Bilder: Index
Die Maschine im PC
Mit der virtuellen Maschine lässt sich die volle Leistung aus der Maschine holen
Sebastian Moser
Produktion Nr. 37, 2014
Landsberg. Nur eine Maschine,
die läuft, fährt auch Gewinn ein.
Deshalb gilt es, Nebenzeiten und
sonstige Stillstandszeiten der Maschine zu minimieren. Ein erheblicher Zeitfaktor ist das Einfahren
einer Maschine auf ein neues
Bauteil. Besonders vor dem Hintergrund immer kleinerer Losgrößen bei gleichzeitig komplexeren
Geometrien summieren sich die
Stillstandszeiten dadurch erheblich. Doch Rettung ist nahe: Mit
der sogenannten virtuellen Maschine lässt sich die Bearbeitung
des neuen Bauteils am PC simulieren. Dadurch kann die Einfahrzeit an der Maschine minimiert
werden. „Die Anwender haben
damit einen enormen Zeitvorteil,
da bis zu neunzig Prozent der Einrichtezeit an der Maschine eingespart werden kann. Weiter haben
sie damit die Gewissheit, dass es
während der Bearbeitung zu keinen Kollisionen im Maschinenraum kommt.“, berichtet Eberhard
Beck, Leiter Steuerungstechnik
bei den Index-Werken in Esslingen. Und nicht zuletzt können in
der Serienproduktion beispielsweise unterschiedliche Bearbeitungsstrategien oder Zeiteinsparungen durch Sonderwerkzeuge
in der Bearbeitungssimulation
wirtschaftlich gegeneinander verglichen werden.
Dabei gibt es keine eindeutige
Definition des Begriffes virtuelle
Maschine. So kursieren derzeit in
der spanenden Fertigung drei unterschiedliche Zielrichtungen: Es
gibt ein Modell zur virtuellen Inbetriebnahme, ein Modell zur
thermischen Untersuchung und
eines zur Beurteilung des Zerspanungsprozesses. Dabei sind die
lation extrem wichtig. Dieses
Problem haben alle CAM-Anbieter,
die NC-Controller nachbilden“, so
Beck. Genau an dieser Stelle setze
die Definition der virtuellen Maschine bei Index an: „Wir nutzen
den Original-Siemens NC-Kern,
der auch auf der realen Steuerung
läuft. Losgelöst von der Leistungsfähigkeit des PC ist damit die
zeitlich synchrone Simulation
aller Bearbeitungsschritte möglich“, erklärt Beck. Die Programm-
Die Einfahrzeit der Maschine auf ein neues Bauteil lässt
sich mit der virtuellen Maschine um 90 % reduzieren
Modelle zur virtuellen Inbetriebnahme weitestgehend bereits
Stand der Technik und werden
auch von den CAM-Herstellern
angeboten. Besonders bei Fräsanwendungen sind diese virtuellen
Maschinenmodelle relativ problemlos, da sich immer nur ein
Werkzeug im Eingriff befindet.
Dabei ist es nicht so wichtig, ob
die Zeitsimulation der Realzeit
entspricht. Insbesondere bei
mehrachsigen Drehautomaten
gibt es allerdings ein Problem: „Für
eine wirkungsvolle Kollisionsüberwachung ist der zeitlich synchrone Ablauf der Bearbeitungssimu-
laufzeit lässt sich damit problemlos mit einer Zeitabweichung von
weniger als 2 % simulieren. Soll
das Ergebnis weiter verbessert
werden, müssen Korrekturfaktoren beispielsweise für das Öffnen
und Schließen von Spannmitteln
eingeführt und parametriert werden. „Aber auch ohne diese Korrekturfaktoren ist die Simulation
so genau, dass es für die meisten
Anwender ausreicht“, so Beck.
Ein Anwender der virtuellen
Maschine ist die Firma Grieshaber
GmbH & Co. KG aus Schiltach im
Schwarzwald. Für die Programmierung der Ein- und Mehrspin-
delbearbeitung nutzte das Unternehmen früher ein 2D-CAM-System, das nur minimale Möglichkeiten der Kollisionskontrolle bot.
Bei den Mehrspindlern sah man
eigentlich erst beim Einfahren der
CNC-Programme an der Maschine,
was man programmiert hatte, wie
Thomas Dieterle aus der Technischen Planung sagt: „Entsprechend viel mussten wir noch im
NC-Code rumfummeln, mit dem
Nachteil, dass wir diese Änderungen nicht wieder in die CAMProgramme zurückführen konnten. Heute kann ich die Programme an der Virtuellen Maschine
vorbereiten, auf die reale Maschine geben, die Qualität prüfen und
sie dann wieder in die Virtuelle
Maschine laden, um den NC-Code
weiter zu optimieren.“ Somit kann
der Hersteller von Präzisionsteilen
für die Automobilindustrie seine
Rüstzeiten mit der NX Virtual
Machine von Siemens um 20 %
reduzieren.
Von einer realitätsnahen Simulation der Bearbeitung unter Berücksichtigung thermischer Einflüsse und Verformungen der
Maschine während der Bearbeitung ist man allerdings noch weit
entfernt: Prozessstabilität und
Spanfluss lassen sich noch nicht
simulieren. Es gibt noch kein allgemein gültiges Modellbild dafür,
was beim Drehen oder Fräsen an
der Schneide passiert. Daran arbeiten Firmen und Institute in
Forschungsprojekten. Dort soll in
einem zweiten Schritt auch versucht werden, Eigenschaften wie
Frequenzgänge von Maschinen
mit in der Simulation abzubilden,
um eine grobe Aussage über den
Stabilitätszustand der Maschine
zu machen. „Bis solche Modelle
voll praxistauglich sind, dürften
aber noch zehn Jahre ins Land
gehen“, so Beck. Was es bereits
gibt, ist ein virtueller Antrieb. Sofern sich aus der Zerspanung die
Kräfte zurückrechnen lassen, lässt
sich daraus schließen, wie stark
der Antrieb ausgelastet ist.
„Während die Simulation von
statischen Beanspruchungen breite Anwendung im Werkzeugmaschinenbau gefunden hat, steht
die dynamische und betriebszustandsabhängige Analyse im industriellen Umfeld noch am Anfang“, berichtet Peter Wagner,
vormals Entwicklungsleiter Maschinen bei der Nürtinger Werkzeugmaschinenschmiede Heller.
Erste Erfolge hätte sein Unternehmen aber erzielt. Durch eine systematische Verformungsanalyse
und anschließende Optimierung
konnte die Schnittleistung der
resultierenden Werkzeugmaschine um 21 % gesteigert werden.
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Trends + Innovationen · 7
‚Design verbesserte die Funktionalität‘
Licon relaunchte das Design des Bearbeitungszentrums LiFlex II 444. Die Maschine erhält 2014 den iF design award
Gunnar Knüpffer
Produktion Nr. 37, 2014
Laupheim. Bei dem Maschinen-
Hersteller Licon mt GmbH & Co.
KG waren unterschiedlichste
Maschinen-Derivate entwickelt
worden. In der über 40-jährigen
Firmengeschichte entstand eine
Ansammlung an verschiedenen
Außenschutzbaugruppen. Deswegen wollte der Geschäftsführer
Winfried Benz das Design der
Werkzeugmaschinen erneuern
und eine einheitliche Linie finden.
Denn Design ist laut des Leiter
Forschung und Technik im VDW,
Dr. Alexander Broos, wichtig als
Alleinstellungsmerkmal.
Benz schrieb ein Design-Projekt
für die Neugestaltung seines Highspeed-Bearbeitungszentrums aus.
Er lud eine Reihe von Agenturen
ein, nahm eine grobe Einstufung
vor und entschied sich dann zügig
für das Industriedesign-Firmadefortec. Zusammen entwickelten
Licon und defortec die bestehende Plattform für Highspeed-Bearbeitungszentren weiter und gaben
ihr ein neues Design. Insbesondere überarbeiteten sie die Energieschränke und die Beladeseite. Der
sich 50 Firmen bewarben, ist das
chinesische Unternehmen Shenji
Group Kunming Machine Tool mit
der CNC-Maschine TK6920B (siehe Bild unten). „Design bezieht
sich in diesem Bereich nicht nur
auf formale Ästhetik, sondern auf
die Gestaltung der Funktion beziehungsweise der Funktionsprinzipien“, erläuterte der Geschäftsführer der iF International
Forum Design GmbH, Ralph
Wiegmann. „Für uns waren
die Soft-Facts entscheidend“,
Werkzeugmaschinensagte ein Fertigungsplaner
Hersteller bewarben
eines
großen deutschen Ausich für den iF
tomobilzulieferers, der zwei
award
LiFlex II 444 gekauft hat, gegenüber Produktion. „Auch das
ganze Spann- und Bearbeitungskonzept war für uns interessant,
weil ich ein Gehäuse komplett in
Licon hat mit defortec die bestehende Plattform für Highspeed-Bearbeitungszentren weiterenteiner Spannlage bearbeiten kann.“
wickelt. Das Design soll bei weiteren Produkten angewendet werden.
Bild: Licon mt GmbH & Co. KG
50
Belader sollte einfach Einblick in
die Bearbeitung erhalten und die
Beladetüren sollten funktional
sein. „Natürlich muss der Schutz
auch kühlmitteldicht sein“, sagte
Benz im Gespräch mit Produktion.
„Durch genaues Hinsehen und
durch ein ordentliches Front-
Loading konnten wir mit Hilfe von
Design die Funktionalität für den
Bediener verbessern“, berichtete
der Licon-Chef. Für dieses erweiterte doppelspindlige Bearbeitungszentrum LiFlex II 444 erhielt
Licon bei den renommierten iF
design awards 2014 eine Trophäe
in Silber in der Kategorie ‚Product‘.
Das Bearbeitungszentrum habe
ein kraftvolles und dynamisches
Außendesign, das für eine starke
Performance und bestmögliche
Qualität stehe, hieß es. Weiterer
Preisträger beim iF award im Bereich Werkzeugmaschinen, für den
We feel steel.
Von Anfang an
immer mit Qualität.
Licon LiFlex II 444,
Highspeed-Bearbeitungszentrum
●●
●●
●●
Das Doppelspindel-Bearbeitungszentrum LiFlex II 444 ist laut iF
award-Jury eine „abtragungsstarke“ Metallbearbeitungsmaschine.
Große Sicherheitsglastüren bieten dem Nutzer einen guten Einblick
in den Beladungs- und Bearbeitungsbereich.
Ein innovatives Türschwenksystem sorgt für benutzerfreundliche
Ergonomie im Beladungsbereich und ermüdungsfreies Arbeiten.
TK6920B, Shenji Group Kunming Machine
Tool, China
●●
●●
●●
Die CNC-Werkzeugmaschine mit Portalbearbeitungszentrum und
faltbarem Arbeitsfeld wurde nach Aussage der iF award-Jury in einem ergonomischen Design entwickelt.
Die Steuerung ist flexibel und in die Maschine integriert.
Der Kontrollraum ist in der Höhe verstellbar.
Kunststoffformenstähle. Wir benutzen sie täglich: PETFlaschen, Verschlüsse, Plastikverpackungen und andere
Kunststoffteile. Doch kaum jemand macht sich dabei
bewusst, dass der Ursprung dieser Produkte in einem
Werkzeug oder einer Form aus Edelstahl liegt. Unsere
Kunststoffformenstähle sind hervorragend bearbeitbar,
korrosionsbeständig, rein und verschleißfest – je nachdem,
was beim Einsatz von ihnen verlangt wird. Das garantiert
lange Werkzeugstandzeiten, hohe Produktivität und
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Gunnar Knüpffer
schreibt über Management, Karriere, IT und
Intralogistik. Zudem
verantwortet er die
Fabrik des Jahres/GEO.
gunnar.knuepffer@produktion.de
8 · Trends + Innovationen · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Unschlagbares Traumpaar
Roboter und WZM: Dank Greiferwechselsystem und Vision-Sensoren ein hochflexibles Duo
Baumann schafft sich diese Flexibilität bei
der Armaturenproduktion im AS-SchneiderWerk auch selbst: „Wir steuern unsere AufLandsberg. Für Rolf Baumann, Fertigungsträge momentan so, dass kleinere Losgrößen,
leiter Werk 1 bei der Armaturenfabrik Franz bei denen der manuelle Aufwand hoch ist,
Schneider, ist die Prozesssicherheit das höchs- am Tag und größere Losgrößen mannlos in
te Gut in der spanenden Fertigung. Dass sein der Nacht gefertigt werden.“
Unternehmen in der Nachtschicht mannlos
Auch Greif- und Spanntechnikhersteller
produzieren kann, funktioniert nur durch Schunk trägt zu mehr Flexibilität bei. Wie
Automatisierungstechnik. Hinzu kommt, dass der Technische Geschäftsführer Dr. Markus
die Losgrößen stetig kleiner werden. „Unsere Klaiber berichtet, verhindere bei Schunk beStückzahlen sinken grundsätzlich nicht. Vie- reits die geschickte Produktarchitektur, dass
le Kunden bestellen aber heute lieber drei- bis man zu viele kundenspezifische Lösungen
viermal eine kleinere Menge, bevor sie etwas benötige. „Trotzdem muss heute oftmals auf
auf Lager halten“, erklärt Baumann.
einer Anlage eine große Teilefamilie hergeDas hat auch Auswirkungen
stellt werden“, führt Klaiber
auf die Systemintegratoren,
aus. Um den Be- und Entladedie die Automatisierungstechprozess in solchen Fällen fleWandlungsfähiger
nik für das Beladen und Entxibel zu gestalten, bietet
produzieren dank
laden von WerkzeugmaschiSchunk zum Beispiel Greifernen bereitstellen. „Unsere
automatischem Grei- wechselsysteme. Denn wandKunden wünschen sich immer
lungsfähig könne man laut
ferwechselsystem
flexiblere Anlagen“, berichtet
Klaiber nur produzieren, wenn
Jörg Hutzel, Geschäftsführensich die Anlage automatisch
der Gesellschafter bei Handvon einem Werkstück A auf
lingTech und fährt fort: „Wir setzen daher ein Werkstück B umstellen lasse. „Und da
immer häufiger Vision-Systeme in Kombina- geht es über einen Greifer hinaus. Dann ist
tion mit Robotern ein. Jede dritte oder vier- jeweils ein Greifer über eine automatisierte
te Anwendung statten wir heute mit Vision- Kupplung einem Werkstück zugeordnet, sodass man auch bei einem größeren TeilespekSensoren aus.“
Dem stimmt Olaf Kramm, Geschäftsführer trum automatisieren kann.“
der Fanuc Deutschland GmbH, zu. Ungefähr
Es gibt aber noch andere Möglichkeiten,
30 % aller Anwendungen seien heute mit um die Flexibilität zu gewährleisten. „Eine
Vision-System ausgestattet. Tendenz steigend. zweite sehr gute Technologie, die Schunk in
„Dadurch kann ich auch die Handhabung Zusammenarbeit mit uns entwickelt hat, ist
kleinerer Losgrößen automatisieren“, sagt die Servogreiftechnik“, fügt Kramm hinzu.
Kramm. Der Roboter erkennt über das Vision- Dabei verfährt man einen Servogreifer über
System, welches Bauteil angeliefert wird, und eine siebte Achse des Roboters und kann dakann so verschiedene Bauteile sicher in die mit auch verschiedene Bauteilgrößen handMaschine einlegen.
haben.
Susanne Nördinger
Produktion Nr. 37, 2014
Grundsätzlich müssen die Greifer noch intelligenter werden „Sensorik wird an Bedeutung gewinnen, um den Prozess noch sicherer
zu machen“, sagt Klaiber. Die Sensoren wiederum müssten weiter miniaturisiert werden,
damit Schunk sie direkt in den Greifer integrieren könne. Intelligente Greifer seien zudem
in der Lage, im Sinne von Industrie 4.0 mit
der Maschine zu kommunizieren und zum
Beispiel Störungen umgehend zu melden.
Baumann stellt sich das vor allem für die
mannlosen Nachtschichten hilfreich vor, „unsere komplizierten Materialien wie zum Beispiel Sonderlegierungen und Alloy-Werkstoffe werden wir aber weiterhin tagsüber und
mit Personal fertigen. Das ist gar nicht anders
möglich, da zum Beispiel der Verschleiß bei
den Werkzeugen sehr hoch ist.“
Als Systemintegrator weiß Hutzel, dass sich
viele Anwender zusätzlichen Nutzen von intelligenten Komponenten versprechen. „Immer mehr Kunden integrieren zusätzliche
Arbeitsgänge in die Roboterzelle“, berichtet
er. Der permanente Fertigungsbetrieb der
Anlagen kann hierbei recht einfach mittels
SMS-Modul überwacht werden, das Störungen
per SMS an einen ausgewählten Personenkreis
meldet. Denn am Schluss entscheidet eben
auch die Verfügbarkeit und somit die Wirtschaftlichkeit.
Susanne Nördinger
studierte Lebensmitteltechnologie an der TU
München. Ist Spezialistin für Robotik, Schweißen und Automation.
susanne.noerdinger@produktion.de
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Armaturenhersteller AS Schneider setzt bei Großserien
auf automatisiertes Be- und Entladen.
Bild: AS Schneider
Trends + Innovationen · 9
Produktion-Redakteurin Susanne Nördinger diskutierte mit Dr. Markus Klaiber, Schunk (o.li.), Jörg Hutzel, HandlingTech (o.r.), Rolf Baumann, AS Schneider (u.l.), und Olaf Kramm, Fanuc (u.r.), über automatisiertes Handling in der zerspanenden Industrie.
Bilder: Schunk
Vier Fragen zu Robotern in der zerspanenden Industrie
1
2
3
4
Inwieweit ist es heute state of
the art, Werkzeugmaschinen automatisiert zu be- und entladen?
Werden Roboter in Zukunft auch
Aufgaben von Werkzeugmaschinen übernehmen?
Welche Herausforderungen müssen beim automatisierten Handling
in der zerspanenden Industrie
noch gelöst werden?
Wie schnell muss sich eine automatisierte Lösung amortisieren?
Rolf Baumann
Fertigungsleiter Werk 1
Armaturenfabrik Franz
Schneider GmbH + Co. KG
„Bei Großserien lohnt sich das automatisierte Be- und Entladen. Bei
Kleinserien macht dies in der Regel
keinen Sinn. Die Rüstkosten sind einfach zu hoch.“
„In unserer Branche ist dies aufgrund
der Steifigkeit und Antriebsleistung
der Roboter auch in Zukunft nicht
möglich.“
„Unsere Kunden legen viel Wert auf
eine hochwertige und kostengünstige Produktion – auch bei geringen
Stückzahlen. Aus diesem Grund
müssen die Rüstkosten der Anlagen
deutlich niedriger werden.“
„Bei AS-Schneider rechnen wir mit
einer Amortisationsdauer von zwei
Jahren.“
Jörg Hutzel
Geschäftsführender
Gesellschafter HandlingTech
Automations-Systeme GmbH
„Ob sich eine Automatisierung lohnt,
liegt nicht an der Stückzahl oder an
der Form der Teile. Es gibt intelligente Zellenkonzepte, die für jeden Bedarfsfall die passende Lösung bereitstellen.“
„Einfache Zusatzarbeiten gehören zu
den häufigen Anwendungen. Den Ersatz von Werkzeugmaschinen sehe
ich nicht, auch wenn Projekte im Bereich mehrachsiger Zerspanung gut
zerspanbarer Werkstoffe vorliegen.“
„Es werden immer mehr Anforderungen an die Roboterzelle gestellt. So
nehmen die zusätzlichen Peripherieaufgaben wie Messen, Entgraten,
Beschriften und so weiter immer
mehr zu.“
„Pauschal ist das schwer zu sagen.
Wir empfehlen die Dauer von achtzehn bis vierundzwanzig Monaten.
Komplexere Anlagen können aber
auch durchaus länger amortisiert
werden.“
Dr. Markus Klaiber
Technischer Geschäftsführer
der Schunk GmbH & Co. KG
„Auch bei einem größeren Teilespektrum kann sich eine vollautomatisierte
Anlage lohnen. Dann ist je ein Greifer
über eine automatisierte Kupplung
einem Werkstück zugeordnet.“
„Roboter eignen sich auch sehr gut
für Nebentätigkeiten wie Entgraten
oder Polieren. Die Hochleistungszerspanung wird auch in Zukunft auf
Werkzeugmaschinen bleiben.“
„Sensoren aller Art bis hin zur Kamera müssen noch kompakter werden.
Denn wir wollen die Sensorik direkt
in den Greifer integrieren.“
„Ratioinvestitionen müssen sich in
einem Zeitraum von zwei bis drei
Jahren amortisieren.“
Olaf Kramm
Geschäftsführer Fanuc
Deutschland GmbH
„Es ist heute Standard, Werkzeugmaschinen automatisiert zu be- und
entladen. Die Schwierigkeit ist, bei
steigender Diversität an Bauteilen
pro Maschine ein flexibles Automationskonzept dazu zu entwickeln.“
„Es gibt seit Längerem Roboter, die
Bauteile fräsen oder entgraten, wenn
aufwendige dreidimensionale Konturen zu bearbeiten sind. Roboter werden aber nicht in typische Werkzeugmaschinen-Anwendungen eingreifen.“
„Die Infrastruktur um die Maschine
herum muss noch stärker automatisiert werden. Zum Beispiel der Griff
in die Kiste ist hier eine der Herausforderungen.“
„Unsere Kunden kalkulieren im
Schnitt zwischen ein und drei Jahren.“
10 · Trends + Innovationen · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Die Werkzeugmaschine lernt fühlen
Eine zentrale CNC-Steuerung oder viele dezentrale Subsysteme? Diese Frage spaltet die Hersteller
SABINE SPINNARKE,
PRODUKTION NR. 37, 2014
LANDSBERG. Wie viel Intelligenz
braucht eine Maschine? Ist es
sinnvoll einer mächtigen zentralen
Steuerung alle Fäden in die Hand
zu geben, oder können verteilte
embedded Systeme inzwischen
viele Aufgaben besser erfüllen?
Diese Fragen spalten die Werkzeugmaschinenhersteller: während der eine immer mehr Subsysteme in seine Maschine integriert, verlässt sich der andere
lieber auf seine zentrale Steuerung. „Da prallen zwei Welten
aufeinander“, sagt Dr. Kai Litwinski, Bereichsleiter Maschinenstrukturen, des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) im Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz
Universität Hannover.
Die einen sparen sich lieber die
Kosten und Risiken zusätzlicher
intelligenter Subsysteme und
Komponenten und geben der Zuverlässigkeit, Leistungskraft, Genauigkeit und Intelligenz einer
zentralen Steuerung den Vorzug,
andere integrieren immer mehr
kostengünstige embedded Systeme, um Zusatzfunktionen wie
Mess-, Überwachungs- oder Regelungsaufgaben zu realisieren.
Doch jede zusätzliche Komponente kostet erst einmal Geld und
muss zum Laufen gebracht werden. Lohnt sich das? Entwicklungsleiter Dr. Claus Eppler von
Chiron ist sich da nicht sicher:
„Wie sehr wird hier eigentlich mit
dem Prinzip Hoffnung kalkuliert?
Also, welche Rolle spielen bei der
Argumentation weiche Faktoren
wie Kunden-, Service- und Bedienerfreundlichkeit? Lohnt sich
zusätzliche Intelligenz auch hart
kalkuliert?“
Laut Litwinski gibt es jedoch
ganz unabhängig von der Kostensituation Rahmenbedingungen,
die den Einsatz eines zusätzlichen
intelligenten Systems durchaus
rechtfertigen, nämlich: „sobald
sich die Funktion und Maschine
Kleine Chips und Micro-Controller wie dieser ermöglichen dezentrale intelligente Systeme. Sie
sind damit auch in Werkzeugmaschinen bei manchen Subsystemen eine Alternative zu einer einzigen zentralen CNC-Steuerung.
Bild: Intel
voneinander entkoppeln lassen.“
Litwinski nennt ein Beispiel: das
IFW arbeitet derzeit an einem
Feinpositioniersystem für große
Werkstücke, wie etwa Turbinengehäuse. Mehrere Tonnen schwere Bauteile werden per Kran auf
einen Positionierteller gesetzt und
gespannt. Stimmt die Positionierung nicht, muss nachjustiert
werden und das bedeutet häufig
einen Zusatzaufwand von vielen
Stunden oder gar Tagen. In so einem Falle lohnen sich unabhängige kleine Systeme mit eigener
Aktorik direkt vor Ort. Und genau
dieses Prinzip – Maschinen mit
optionalen Subsystemen – macht
embedded systems zu einer zukunftsträchtigen Technologie,
meint Litwinski: „Hier sehe ich
große Chancen für eingebettete
Systeme als Geschäftsmodell. Sie
können unabhängig von der Maschine, rein nach Bedarf eingesetzt
GF Machining Solutions iGAP und IVU advanced
Aus der Fusion der Erodierpioniere Agie und Charmilles und
der Mikron Fräsmaschinen entwickelte sich über GF
AgieCharmilles die GF Machining Solutions. Bei GF Machining Solutions nutzt man die immens gewachsene rechnerische Leistungskraft eingebetteter Systeme, um Prozesse, wie
die Zündung und Kontrolle des Erodierfunkens, intelligenter
zu steuern. Dabei wird die Funkencharakteristik im laufenden
Prozess differenziert analysiert und anhand der Charakteristik entschieden, ob der Funke frontal an der Stirnfläche oder
an der Seitenwand zündet. Funken, die lateral oder an einer
Ecke greifen und somit nicht zielorientiert zum Prozess beitragen, werden von der schnellen Elektronik ausgeschaltet.
Das schont die Elektrode und steigert die Produktivität. „Der
Erodierfunke wird bei uns schon immer von der Generatorsteuerung und nicht durch eine zentrale Steuerung gesteuert, doch das ist jetzt wesentlich intelligenter möglich“, erklärt Joachim Seele, Leiter Sales Support, GF Machining Solutions. Desweiteren integrierten die Entwickler des Maschinenbauers das kamerabasiertes Messsystem: Es scannt das
Werkstücks während des laufenden Prozesses, berechnet die
Kontur-Abweichungen im µ-Bereich und gleicht den Fehlern
in einem Closed-loop-Prozess sofort aus. „Damit können wir
eine Genauigkeit von unter einem µ realisieren“, berichtet
Seele.
werden.“ Embedded Systeme bestechen vor allem auf Grund folgender Eigenschaften: „Mikrocontroller sind kleiner, eleganter,
billiger und speichern stromlos,“
sagt Manfred Geiß, der Geschäftsführer der Geiss AG. Er setzt in
den Maschinen Mikrocontroller
zum Positionieren und Wechseln
der Spannwerkzeuge ein.
Dafür spricht einiges: In den
Geiss-Thermoformmaschinen
spannen vier Spannwerkzeuge
die die Kunststoffplatte von allen
vier Seiten ein. Dank des stromlosen Speichers des Mikrocontrollers müssen bei Maschinenstart
keine Referenzpunkte mehr angefahren werden. Die Koordinaten
verbleiben im Speicher und die
Spannwerkzeuge bewegen sich
sofort auf die korrekte Position.
Außerdem kostet der gesamte
Mikrokontroller mit zahllosen
Ein- und Ausgängen das gleiche
wie ein CNC-Ausgang. Zusätzlich
erübrigt sich aufwändiges Verkabeln, wenn integrierte Systeme,
intelligente Sensorik oder unabhängige Messsysteme ihre Aufgaben unabhängig von der Steuerung erfüllen.
Auf der anderen Seite hat aber
auch das zentralistische Maschinenkonzept große Pluspunkte:
„Moderne Steuerungen sind sehr
leistungsstark und zuverlässig. Die
Standardmaschinenaufgaben sind
mit einer zentralen Steuerung
sicherlich leichter zu überblicken.
In der klassischen Steuerungsentwicklung sind die meisten Maschinenfunktionen für den Maschinenentwickler besser zu handhaben“, sagt Litwinski. Außerdem
treibt – neben dem zusätzlichen
Entwicklungsaufwand – jedes weitere Subsystem den ‚Pflegeaufwand‘ in die Höhe: „Mehr Intelligenz bedeutet mehr Schnittstellen
und damit einen höheren Pflegeaufwand“, so Eppler, der den
Preisverfall von Einzelachsen zum
Anlass nahm, ehemals pneumatisch gesteuerte Hilfsachsen durch
NC-gesteuerte Achsen zu ersetzen:
„Die Preise für pneumatische oder
hydraulisch gesteuerte Hilfsachsen und NC-gesteuerten Hauptachsen nähern sich aneinander
an. Vergleicht man die Energiekosten, die verbauten Komponenten
und die normativ verlangten Sicherheitsfeatures, die Inbetriebnahmekosten, Servicekosten und
Kundenfreundlichkeit, dann überwiegt eindeutig die zentrale Lösung mit der NC-Achse“, begründet
Eppler dies.
Zentralistisch oder Embedded
– es bleibt weiterhin sehr schwierig zu entscheiden, welches Maschinenkonzept das bessere ist.
Gleichwohl wird in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Hersteller und Institute intensiv die verschiedensten
Varianten erprobt, seien es optionale Zusatzfunktionen, intelligente Sensorik oder räumlich
getrennte Subsysteme. Allein
technische umsetzbarkeit und
sinkende Preise sämtlicher intelligenter Komponenten bestärken
Litwinski in seiner Einschätzung,
dass die Werkzeugmaschine intelligenter wird: „Ich denke, dass
nach und nach zusätzliche Intelligenz in die Maschine wandern
wird. Das müssen nicht immer
embedded Systeme sein, sondern
können genauso neue intelligente
Funktionen der zentralen Steuerung sein. Embedded Systeme
werden eher spezielle Funktionen
übernehmen, die sinnvoll vom
Rest der Maschine loszulösen
sind.“
Sabine Spinnarke
betreut das Ressort Automation. Innerhalb dieser Branche ist Industrie 4.0 ein heiß diskutiertes Thema.
sabine.spinnarke@produktion.de
Die beiden Elektroden erodierten die
17mm tiefen Einkerbungen in das
Werkstück. Die erreichte Qualität
(Detailaufnahme)
wäre ohne die
iGAP-Steuerung
nicht möglich.
Bild: GFMS
Der Scan der Kontur zeigt in grün
das Idealmaß des
Schnitts, das reale
Ergebnis (hellgrau)
und die einprogrammierte Korrektur – in rot. Im Ergebnis (unten)
sieht man, dass die
Kontur-Abweichungen auf unter 1 µ
reduziert werden
können.
Bild: GFMS
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Trends + Innovationen · 11
Maschinen werden ‚intelligent‘
Seit 10 Jahren beschäftigt sich ein Sonderforschungsbereich des Instituts für Werkzeugmaschinen (IFW) im Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover mit intelligenten Bauteilen im Lebenszyklus. Lange bevor
der Begriff Industrie 4.0 entstand, verfolgte man
dort die Idee Information und Komponente zusammenzubringen. „Wir haben beispielsweise einen Maschinenschlitten mit Sensoren ausgestattet, ohne seine mechanischen Eigenschaften zu
verändern. Er kann damit Kräfte, die im Prozess
auftreten, messen und die richtigen Reaktionen
einleiten. Wird zum Beispiel eine Kollision gefahren, detektiert er das und initiiert einen Not-Aus.
In einem weiteren Schritt könnten zum Beispiel
Abdrängungseffekte kompensiert werden“, sagt
Litwinski. „Die Maschinenkomponenten sollen
den Prozess erkennen, vergleichbar mit dem
Werker, der mit dem Daumen die Schärfe seiner
Feile überprüfen kann“, verdeutlicht der Wissenschaftler. Dazu müssen die Systeme nah am
Werkzeug sein, etwa direkt im Spindelschlitten
oder in der Spannvorrichtung, eben embedded
Systeme.
Die beiden wichtigsten Komponenten der ‚fühlenden Maschine‘: der sensorische Spindelschlitten und die Spannvorrichtung.
Bild: IFW
Die Mikroskopaufnahme zeigt einen der
zahlreichen im Schlitten eingesetzten
Mikrodehnungssensoren. Dieser wurde
vom Laser Zentrum Hannover entwickelt. Bild: IFW
Chiron: der zentralistischen Ansatz
„Wir verfolgen einen zentralistischen Ansatz. Wir haben in
unseren Maschinen mächtige
Steuerungen, wie zum Beispiel
eine Fanuc 31 IB oder eine Siemens 840 D, mit ihnen können
wir alle wesentlichen Funktion
der Maschine abdecken. Zusätzlich gibt es wenige Subsysteme, die weitere Intelligenz für ganz spezielle Funktionen vorhalten“, sagt Eppler.
Eines der Subsysteme bei Chiron steuert zum Beispiel den
Wechsel des Werkstücks; und
zwar pneumatisch mit einem
speziellen Pneumatik-Controller. „In dem Fall ist die Hauptsteuerung nicht geeignet. Unser Controller ist selbstlernend, er ist nur für diese spezielle Funktion gedacht und beschleunigt die Maschine“, so
der Entwicklungsleiter.
Insgesamt steht Eppler der
Diskussion um Industrie 4.0,
IO-Link Sensoren und Embedded Systemen zurückhaltend
gegenüber: „Das Argument,
dass der Schulungsaufwand
zum Beispiel durch den Einsatz von IO-Link-Sensoren
sinkt, lasse ich nicht gelten.
Bei ausreichender Standardisierung in der Maschine ist
dieser Aufwand für die Masse
der einfachen Schalter und
Sensoren einfach zu gering.“
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12 · Praxis · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Termintreue in der Blechverarbeitung
H.P. Kaysser erreicht eine bessere Lieferperformance dank modernisierter Organisationsstrukturen
Produktion Nr. 37, 2014
Leutenbach (ba). „Von uns als
typischem Blechverarbeitungsbetrieb erwarten die Kunden ein
extrem breites Spektrum an Leistungen“, sagt Dipl.-Ing (FH) Thomas Kaysser, geschäftsführender
Gesellschafter der H.P. Kaysser
GmbH. Das Unternehmen fertigt
Blechteile vom einfachen Biegeteil
bis zu kompletten Gehäusen für
Werkzeugmaschinen. Der Kunde
erhält alles, was er braucht, aus
einer Hand. „Zu unseren wesentlichen Handicaps zählt zunächst
die enorme Bandbreite unterschiedlichster
Werkstoffe und Technologien“, sagt Achim
Hinterkopf, kaufmänLieferperformance
nischer Geschäftsfühhat H.P. Kaysser dank
rer bei Kaysser. Die
Zahl der Legierungen
ERP erreicht
und Abmessungen der
Halbzeuge sei kaum
überschaubar. Hinzu komme die
sehr große Zahl unterschiedlichs- Die H.P. Kaysser GmbH fertigt Schrankgestelle und Maschinenteile für Werkzeugmaschinen Um die Bandbreite an
Bilder: Klaus Vollrath
ter Anlagen und Verfahren. Auch Legierungen und Abmessungen im Griff zu behalten, nutzt die Firma ein ERP-System von Infor.
für Montageaufgaben benötige
man eine sehr große Zahl an Zu- source Planning, ERP) der Firma Umplanungen der Abläufe liegt termingerecht bereitgestellt werkaufteilen. Insgesamt schätze er Infor GmbH. Heute sei man so- jetzt ganz bei der Fertigungssteu- den.
Auch die betriebsinterne Logisdie Zahl solcher Teile auf mehrere weit, dass der Fertigungsprozess erung, denn das neue Konzept
hundert Tausend, die bei der Pla- schon am Tag der Bestellungsan- kann nur funktionieren, wenn die tik wurde umgestellt, Logistiknung berücksichtigt werden müs- nahme transparent im System Produktionsabläufe stets für die funktionen und Produktion syssen. Ebenso falle für die Ermitt- angelegt und durchgeplant sei. EDV transparent sind. Auch die tematisch voneinander getrennt.
lung eines Liefertermins die ak- Dem Kunden könne man somit Zusammenarbeit zwischen Ar- Mitarbeiter in der Produktion
tuelle Auslastung und Verfügbar- einen verbindlichen Liefertermin beitsvorbereitung und Fertigungs- konzentrieren sich auf ihre Arbeit,
die Betriebslogistik sorgt dafür,
keit von Mitarbeitern und Ma- zusagen und ihm früh melden, steuerung wurde neu geregelt.
wenn dieser nicht zu halten sein
Da sich eine so tiefgreifende dass Material und Werkzeuge
schinen ins Kalkül.
Umstellung nicht ad hoc einführen rechtzeitig zur Hand sind. Dazu
„Man kann sich vorstellen, was sollte.
Heute gehört die Ressourcen- lässt, wurde das Modell zunächst gehörte auch eine Umstellung der
für eine Mammutaufgabe es war,
unsere bisher bei 75 % angesiedel- verwaltung zur Verantwortung der nur an den Laserarbeitsplätzen betriebsinternen Transportvorte Lieferperformance zu verbes- Fertigungsorganisation. Den Meis- ausprobiert. Erst als die Arbeiter gänge. Während früher große
sern“, sagt Hinterkopf. Im Zeit- tern fällt die Aufgabe zu, die Pro- dort zufrieden waren, wurde es Flächen mit wartenden Paletten
raum von zwei Jahren wurde die zesse in ihrem Bereich auf Stim- flächendeckend eingeführt. Zu den vollgestellt waren, laute das Motgesamte bisherige Fertigungsor- migkeit mit den Regelvorgaben Neuerungen gehört auch, dass to heute: ‚Alles auf Rollen‘. Dafür
ganisation umgestellt. Eine Rolle zu prüfen und Abweichungen Begleitzettel oder Prüfformulare wurden Rollgestelle konstruiert,
dabei spielte das Fertigungspla- sofort zu melden. Die Zuständig- jetzt ebenfalls zentral von der Fer- mit denen sich Paletten schnell
nungs-Programm (Enterprise Re- keit für Terminänderungen und tigungssteuerung verwaltet und bewegen lassen. Auch für Monta-
Maschinengehäuse, mit Anbauteilen
und Aggregaten bestückt.
95 %
Höchste Qualität ist
unser Massstab.
Die Heller-Bearbeitungszentren
arbeiten rund um die Uhr.
geaufgaben gibt es spezielle
Gestelle,bestückt mit allen für den
Auftrag erforderlichen Kleinteilmagazinen. Ein spezieller Logistikzug übernimmt den Transport
zwischen den Lagerplätzen und
der Produktion.
„Die verbesserte Termintreue
wird von den Kunden sehr positiv
aufgenommen“, sagt Hinterkopf.
Innerhalb der vergangenen zwälf
Monate sei es gelungen, diese von
75 auf 95 % zu steigern. Die Kundschaft reagierte mit vermehrten
Bestellungen, was vorübergehend
sogar zu einem Absinken der Lieferperformance auf nur noch 91 %
führte. Inzwischen sind jedoch die
95 % wieder in greifbarer Nähe.
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Ganter nutzt eine Logistikberatung für eine neues Lagerkonzept
Produktion Nr. 37, 2014
Ulm (rm). Ganter, Hersteller von
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Normelementen, lagert und verarbeitet an seinem Firmensitz in
Furtwangen mehr als 125 000 Artikel. In den kommenden Jahren
will das Unternehmen weitere
Märkte erschließen und sein Produktspektrum ausbauen.
Da der bestehende Standort
dafür zu klein ist, beauftragte
Ganter die Logistikberatung IWL
AG mit der Ausarbeitung eines
neuen Standortkonzeptes und den
Vorbereitungen für dessen Umsetzung. Das Ziel: Die Lagerkapazität zu steigern, ohne die Komplexität der Logistikprozesse zu
erhöhen.
Vom Ausbau des Lagers bis zum
Neubau eines Logistikzentrums
auf der grünen Wiese entwickelte
IWL daher mehrere Strategien.
Als beste Lösung für Ganter erwies
sich schließlich der mehrstufige
Ausbau des Hauptsitzes. Damit
kann die Lagerkapazität verdoppelt werden, ohne die Komplexität
zu erhöhen.
21.01.14 14:38
Planung für mehr Platz: So werden die Produktions- und Lagergebäude von
Ganter gemäß dem IWL-Konzept aussehen.
Bild: IWL AG
Um angesichts der Expansionspläne auf lange Sicht maximale
Effizienz aufrecht zu erhalten,
sieht das IWL-Konzept zwei Erweiterungsmaßnahmen vor: Das
Bestandsgebäude mit Behälterund Tablarlager bleibt bestehen,
ebenso der Warenein- und -ausgang, die Kommissionierung und
Fertigung. Die Fertigung wird um
einen Anbau erweitert, was die
Warenumschlag- und Montage-
flächen vergrößert. Um die Lagerkapazität zu steigern, errichtet
Ganter angrenzend an das Bestandsgebäude zudem ein automatisches Palettenlager in einer
separaten Halle. Auf rund 1 100 m²
stehen dort 6 000 Lagerplätze in
einem eigenen Bauabschnitt bereit. Diese Kapazität kann zu einem späteren Zeitpunkt abermals
verdoppelt werden.
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14 · Unternehmen + Märkte · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
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230
»Der Begriff ‚Fachkräftemangel‘ ist für mich das
Unwort des Jahres. Für mich gibt es das nicht!«
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Geschäftsführer
Horst Witte Gerätebau Barskamp KG
Über Horst Witte Gerätebau
Gegründet 1969 als Produktionspartner für
hochpräzise Bauteile für die Luft- und Raumfahrtindustrie, ist Witte heute einer der führenden Entwickler und Hersteller von modularen Spann-, Positionier- und Messeinrichtungen sowie Lehren. Nahezu alle führenden
Unternehmen der Automotive- und AircraftIndustrie nutzen Witte Produkte.
Bilder: Witte
eine Reise tut, dann kann er was
erleben! Denke ich mir, als ich im
Stau vor dem Elbtunnel stehe. Ich
werde ungeduldig. Endlich lichtet
sich der Stau und es geht zügig
voran Richtung Hotel. Das Hotel
ist ein rustikales altes Landgut
und das angeschlossene Restaurant überzeugt mich mit einem
delikaten Matjes-Filet. Der Abend
ist also gerettet! Am nächsten
Morgen füttere ich das Navi:
Horndorfer Weg 26 in 21354
Bleckede. Alles topfeben
hier aber üppig grün. Eine eher ruhige und beschauliche Landschaft.
Misstrauisch werde
Mitarbeiter hat
ich, als mich das Navi
die Horst Witte
auf einen Feldweg schiGerätebau Barskamp
Die Bearbeitung filigraner Bauteile für die Luftfahrtindustrie ist ein zentraler Gecken will. Aber tatsächGmbH
schäftsbereich
der Horst Witte Gerätebau Barskamp KG.
lich steht das Firmengelände der Horst Witte
Gerätebau KG mitten auf
geht, versteht meister. Anschließend war er mit mittlerweile rund 60% der
dem grünen Feld, etwas außerhalb des beschaulichen Städtder Senior- Chef mehrere Jahre für Unternehmen umsatzstärkste. Dazu kommt die
chens Bleckede. Kein schlechter keinen Spaß. Dann kommt er ins des Flugzeugbaus tätig. In dieser Vakuum-Spanntechnik, die ungeStandort für ein Unternehmen, Erzählen, wie aus einer kleinen Zeit knüpfte er gute Kontakte in fähr 15 % vom Umsatz ausmacht.
Horst Witte ist ein bekennender
denn ein Blick aus dem Fenster Schmiede ein mittlerweile weltweit die Flugzeugindustrie und folgte
über das weite Land kann einen agierendes Unternehmen mit heu- vor fast genau 45 Jahren dem Rat, Fan des Standorts Deutschland
jeden Stress vergessen lassen. Und te rund 230 Mitarbeitern wurde. sich in der Gegend von Lüneburg und fertigt ausschließlich am Firso bin ich auch nicht überrascht, Horst Witte hat die Arbeit mit selbstständig zu machen. Stetig mensitz in Bleckede. Und deshalb
dass der Seniorchef, Horst Witte, Metall von der Pike auf gelernt: ging es bergauf, bis schließlich am investiert Witte weiter kräftig in
genau diese Ruhe ausstrahlt.
Der gebürtige Bremerhavener ist heutigen Firmensitz in Bleckede Bleckede. So wird Ende des Jahres
Kein Zweifel: Der Chef des Un- gelernter Maschinenbauer. Mit die erste Halle gebaut wurde. Ein die bisher größte Werkhalle einternehmens ‚passt‘ in diese Land- dieser Ausbildung war er bei ver- Kerngeschäft war und ist bis heu- geweiht. Basis dieses Wachstums
schaft. Und hier ist er auch ver- schiedenen Unternehmen in un- te die Lohnfertigung für die Flugwurzelt: Wehe dem Mitarbeiter, terschiedlichen Funktionen tätig. zeugindustrie. Dazu kam im Lauder ohne nachzufragen auch nur Horst Witte wollte aber mehr er- fe der Jahre der Bau von Vorricheinen Ast von einem Baum absä- reichen und absolvierte eine Fort- tungen für die Automobilindustrie
gen will. Wenn es um die Natur bildung zum Techniker und Werk- und dieser Geschäftsbereich ist
ist der anhaltende Boom in der
Luftfahrtindustrie. Und was empfiehlt Witte Unternehmen, die in
der Luftfahrtindustrie Fuß fassen
wollen? „Klein anfangen und ein
paar Jahre schnuppern. Es gibt in
dieser Branche zahlreiche Kontrollvorschriften, die penibel eingehalten werden müssen. Tödlich
sind beispielsweise Materialverwechslungen, da wird der Laden
sofort dichtgemacht“, so Witte. All
das musste Witte seinen Mitarbeitern beibringen. Eine Kunst, die
sein Unternehmen mittlerweile
perfekt beherrscht, ist die Zerspanung von Bauteilen mit sehr geringen Wandstärken und engen
Toleranzen. Möglich wird dies
durch Vakuumspanntechnik.
Eine Herzensangelegenheit ist
für Witte die Ausbildung junger
Mitarbeiter: „Wir haben aktuell
zwanzig Auszubildende“, berichtet
er. Und er kritisiert die Großunternehmen: „Die bilden kaum aus, aber
nehmen dem Mittelstand dann die
Facharbeiter weg!“. Dennoch ist für
ihn der Begriff ‚Fachkräftemangel‘
das Unwort des Jahres: „Ich verstehe das nicht, denn wir suchen
uns nach wie vor die besten Bewerber aus. Den Fachkräftemangel gibt
es für mich nicht.“
An den Ruhestand denkt Horst
Witte noch nicht. „Ich bin nicht
der Typ, der den Tag auf dem Sofa verbringt.“ Dazu hat er mit
seinem Sohn, dem designierten
Nachfolger, bereits eine Regelung
gefunden: „Ich bin von sechs bis
um zwölf Uhr hier. Mein Sohn
kommt um acht Uhr und
bleibt Nachmittags länger
im Büro“.
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Unternehmen + Märkte · 15
Maschinenkomponenten aus Composites
Tagung: Vorsprung durch Funktionalisierung und Werkstoffeigenschaften
Dietmar Poll
Produktion Nr. 37, 2014
Frankfurt/Main. Während im
Flugzeugbau und in der Automobilindustrie innovative Faserverbundbauteile vermehrt in die Serienanwendungen eingehen, fristet
der Einsatz von Composite-Komponenten im Maschinenbau bislang eher noch ein Nischendasein.
Dabei liegen die Vorteile von
faserverstärkten Kunststoffen
gegenüber konventionellen Ma-
terialien auf der Hand. Werkstoffeigenschaften wie geringe Dichte
und Masse, hohe Festig- und Steifigkeit, Temperaturstabilität und
Chemikalienbeständigkeit ermöglichen Produktivitätssteigerungen
im Maschinenbau.
Maschinenhersteller berichten
im Rahmen der Tagung ‚Maschinenkomponenten aus Composites‘
am 11. November über Anwendungen, zum Beispiel über den Einsatz
von Federn, Antriebswellen, Walzen, Greifsysteme aus Composites
sowie Komponenten für Textilmaschinen und Werkzeugmaschinen. Darüber hinaus sprechen
renommierte Experten über die
Herstellung von Composite-Bauteilen, Materialentwicklungen und
Fertigungsverfahren.
Die Tagung in Frankfurt/Main
richtet sich insbesondere an Unternehmensleitung, Technische
Leitung sowie Mitarbeiter/innen
der Produktentwicklung, Konstruktion sowie des Produktmanagements.
Am 11. November 2014 findet in Frankfurt die VDMA-Tagung ‚Maschinenkomponenten aus Composites‘ statt.
Bild: VDMA
Messeverbund
für Indien
Susanne Nördinger
Produktion Nr. 37, 2014
Frickenhausen. Schall und Me-
sago kooperieren erstmals bei
einem indischen FachmessenProjekt. Im Februar 2015 soll ein
Messeverbund aus SPS IPC Drives,
Motek und Control stattfinden.
„Mit der Kooperation starten
wir nach gut zehn Jahren einen
weiteren Versuch, auf dem schwierigen indischen Markt eine interdisziplinäre Fachveranstaltung zu
etablieren“, berichtet Paul E.
Schall, Geschäftsführer P. E. Schall
GmbH & Co. KG und fügt hinzu:
„Mit der Fabtec waren wir vor zehn
Jahren der Zeit wohl voraus, doch
zusammen mit Mesago sind wir
guten Mutes, diesmal mehr und
nachhaltig Erfolg zu haben.“
„Wenn hierfür zwei erfahrene
und renommierte Messeveranstalter ihr Know-how und ihre Netzwerke einbringen, ist das zum
Vorteil für alle Marktteilnehmer“,
erklärt Johann Thoma, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mesago. Diese Kooperation von Mesago und Schall sei auf das indische Messeprojekt ausgerichtet.
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Bild: Schall
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Bild: Mesago
Paul .E. Schall möchte seine Messen
Motek und Control gemeinsam mit
der Mesago in Indien etablieren.
Johann Thoma, Mesago, weist darauf
hin, dass die Kooperation auf den indischen Markt ausgerichtet ist.
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16 · Unternehmen + Märkte · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Branche wünscht ordnungspolitisch fundierte Marktwirtschaft
CLAUS WILK
PRODUKTION NR. 37, 2014
FRANKFURT. Der Staat sollte nicht
direkt ins Marktgeschehen eingreifen, sondern sich darauf beschränken, günstige Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu
schaffen. Die Maschinenbauer
sind überzeugt, dass die Kosten
staatlicher Markteingriffe deren
Nutzen übersteigen. Das sind die
zentralen Aussagen der Studie
‚Markt vs. Staat‘, die die IMPULSStiftung des Verbandes Deutscher
Maschinen- und Anlagenbau
(VDMA) jetzt vorgestellt hat. Die
Studie basiert auf einer Umfrage
unter den VDMA-Mitgliedern, an
der sich 191 Vertreter von Mitgliedsunternehmen beteiligten.
„Das Ergebnis dieser Umfrage
ist ein klares Bekenntnis der
VDMA-Mitglieder zu einer ordnungspolitisch fundierten Marktwirtschaft“, sagte Dr. Thomas
Lindner, Vorsitzender des Kuratoriums der IMPULS-Stiftung und
Past-Präsident des VDMA. „Das
weitere Erodieren unseres Erfolgsmodells einer ordnungspolitisch
fundierten Marktwirtschaft muss
gestoppt werden. Wir brauchen
einen starken Staat, der Rahmenbedingungen vorgibt, und diese
als Schiedsrichter durchsetzt.
Aber mitspielen sollte er nicht.“
In diesem Zusammenhang kritisierte Lindner die Wirtschaftspolitik der großen Koalition: „Die
ersten Monate waren alles andere
als wirtschaftsfreundlich und
wachstumsorientiert: Mütterrente, Rente mit 63 und Mindestlohn
untergraben das Fundament für
Wachstum, Beschäftigung und
Wohlstand in unserem Land.“ Erste Auswirkungen seien bereits zu
spüren. Denn dass das Bruttosozialprodukt im 2. Quartal 2014 um
0,2 % gesunken ist, sei mit der
Belastung des Russland-Geschäftes allein sicherlich nicht zu erklären. „Was wir brauchen, ist
Die Auswirkungen staatlicher Maßnahmen auf Firmen
So bewerten Maschinenbauer die staatlichen Aktivitäten
a) Finanzhilfen/Subventionen
b) Steuervergünstigungen
16,8
18,8
77,5
54,5
5,8
ja
nein
26,7
ja
c) Regulatorische Eingriffe
(Vorschriften)
nein
d) Kredithilfen/Bürgschaften
15,9
29,4
44,4
34,8
ja
ja
nein
Direkt relevant
39,7
Nicht relevant
Indirekt relevant
C Produktion
Quelle VDMA
Die Abbildung zeigt, in welcher Form der jeweilige Typ von staatlicher Intervention für das Unternehmen relevant war.
eine Politik, die privaten Investitionen mehr Spielraum gibt, um
Deutschland auf Wachstumskurs
zu halten“, sagte Lindner.
Die große Mehrheit der StudienTeilnehmer bezweifelt ebenfalls,
dass die Politik besser als private
Investoren beurteilen kann, ob
ein neues Wirtschaftsfeld erschlossen oder eine bestimmte
Technologie gefördert werden
sollte. Zeitlich begrenzte Konjunkturprogramme werden dagegen
von vielen der Teilnehmer akzeptiert, wohl auch auf Grund der
positiven Erfahrungen mit staatlichen Maßnahmen im Zuge der
Wirtschaftskrise 2008/2009. Für
91 % der Unternehmen war mindestens eine dieser Maßnahmen
Sicherlich: Es ist vollauf zu
begrüßen, dass die Große Koalition eine ‚Digitale Agenda‘
nun verabschiedet hat und
diese auch ressortübergreifend umsetzen will. Schließlich ist die Digitalisierung
auch in den Unternehmen
längst kein reines IT-Thema
mehr, sondern eine bereichsübergreifende Aufgabe.
Die Digitale Agenda der Bundesregierung muss stärker die
Bedürfnisse von Unternehmen berücksichtigen. Denn
Kunden sehen in der Digitalisierung immer stärker einen
Treiber für den grundlegenden Wandel ihrer Geschäftsmodelle entlang der gesamten
Wertschöpfungskette.
Ein aktuelles Thema etwa ist
die Wirtschaftsspionage gegen deutsche Unternehmen.
Der von der Bundesregierung
diskutierte Schutz der „kritischen Infrastruktur“ geht
nicht weit genug.
nein
35,8
IT-Angriffe erfolgen ständig
von Bedeutung – insbesondere die
Eingriffe auf dem Arbeitsmarkt
wie Kurzarbeitergeld und Qualifizierungsmaßnahmen waren für
die Mehrheit der Unternehmen
relevant.
Beim diesjährigen Maschinenbau-Gipfel in Berlin (21. und 22.
Oktober) wird das Thema ‚Markt
versus Staat‘ ausführlich diskutiert. Mit dabei: Kerstin Andreae,
Stellvertretende Vorsitzende der
Bundestagsfraktion Bündnis 90/
Die Grünen; Jörg Hofmann, Zweiter
Vorsitzender, IG Metall, und Dr.
Thomas Lindner, Vorsitzender der
Geschäftsführung der Groz-Beckert KG und VDMA-Past-Präsident. Anmeldung unter:
08191/125-872
Durch State-of-the-art-Technologien können Unternehmen zwar eine sichere Umgebung aufbauen, die Informationssicherheit wird jedoch erst
durch eine ganzheitliche Betrachtung erreicht, was zum
Beispiel Änderungen des Benutzerverhaltens und in der
Unternehmensorganisation
notwendig macht.
Das neue Paradigma der Informationssicherheit muss
lauten: Es ist davon auszugehen, dass zu jedem Zeitpunkt
ein erfolgreicher Angriff
stattfindet.
Dementsprechend sollte die
Regierung durchaus auch an
jeden einzelnen Bürger appellieren, dessen Bewusstsein für
Wirtschaftlicher Werkzeugwechsel
Manuelle Handspannsätze
PSC Schnellwechselsystem
• Geringes Betätigungsmoment zur Erzielung hoher Spannkräfte
durch Federspannung
• Spannkraft unabhängig vom Anzugsmoment
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Michael Roemer ist als Geschäftsführer und Partner bei A.T. Kearney
verantwortlich für Digitalisierung
und neue Geschäftsmodelle.
Bild: A.T. Kearney
die Nachteile der aktuellen
Technik schärfen sowie geeignete Gegenmaßnahmen wie
Datensparsamkeit, Verschlüsselung und starke Kennwörter erläutern.
Die Regierung sollte zudem
eine nachhaltige Start-UpKultur in den Konzernen fördern. Eine solche Kultur zieht
aber in vielen traditionellen
Unternehmen ein umfassendes Umdenken in der gesamten Organisation nach sich.
Agilität und Fehlerbereitschaft im Innovationsprozess
von Start-Ups sind nur zwei
Beispiele für die andersartige
Vorgehensweise in jungen Internetfirmen. Hierzu sollten
dringend rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Konzernen effizient ermöglichen, rechtlich
unabhängige Unter-Organisationsbereiche zu gründen sowie vorübergehende Partnerschaften einzugehen.
WIR HALTEN, WAS SIE VERSPRECHEN
Maschinenbauer: Staat
soll nicht ‚mitspielen‘
GASTKOMMENTAR
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Unternehmen + Märkte · 17
Samsung: Mit dem
Service punkten
Interview: Samsung Werkzeugmaschinen Deutschland:
Geschäftsführer Marco Opitz und Vertriebsleiter Stefan Jagiello
Sebastian Moser
Produktion Nr. 37, 2014
Herr Opitz, der Name Samsung ist
weltweit bekannt. Seit wann produziert Samsung auch Werkzeugmaschinen?
Opitz: Die Geschichte hat vor rund
dreißig Jahren mit der Produktion
von Werkzeugmaschinen für den
eigenen Bedarf angefangen. Man
wollte dabei das Rad nicht neu
erfinden und hat daher seinerzeit
von diversen namenhaften Herstellern wie beispielsweise von
Mori Seiki Lizenzen von bestehenden Maschinen gekauft. Damals noch nicht in der Absicht,
diese Maschinen auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Diese Idee
nahm erst vor rund fünfzehn Jahren mit der Gründung der Werkzeugmaschinensparte Samsung
Machine Engineering Company
(SMEC) und einer Vertriebsorganisation Gestalt an. Seitdem engagiert sich Samsung mit wachsendem Erfolg auf dem Weltmarkt. Erst letztes Jahr wurde viel
Geld in ein neues Firmengebäude
in Südkorea investiert und die
Viten
Marco Opitz
Marco Opitz hat Industriemechaniker, Fachbereich Geräte- und
Feinwerktechnik bei der Firma
Stegmann gelernt und war dort
anschließend Abteilungsleiter. Es
folgte eine weltweite Außendiensttätigkeit für die Firma Chiron. Danach gründete er 2006 die
Firma Motec und verkaufte mit
großem Erfolg gebrauchte Maschinen. 2010 erfolgte die Umfirmierung zur Firma Motec CNCTechnik GmbH. Bereits 2009
knüpfte er erste Kontakte zur
Werkzeugmaschinensparte des
Samsung-Konzerns. 2010 verkaufte er die erste Samsung-Maschine. In den folgenden Jahren wuchs
dieses Geschäft stetig. Anfang
letzten Jahres erfolgte als Konsequenz die Gründung der Samsung
Werkzeugmaschinen Deutschland
GmbH, deren Geschäftsführer
Opitz ist.
Stefan Jagiello
Stefan Jagiello hat Zerspanungsmechaniker gelernt und war danach als CNC-Programmierer für
einen Lohnfertiger tätig. Dann
wechselte er zu einem Werkzeugund Formenbauer, bei dem er die
CNC-Programmierungsabteilung
leitete. Dort wurde er auch immer
mehr mit dem Thema CAD konfrontiert. Anschließend machte er
seinen Techniker. Schließlich wurde er Projektleiter und Konstrukteur. Dann wechselte er in den
Vertrieb für die Firma GLM. Seit
einem Jahr ist er bei Samsung
Werkzeugmaschinen Deutschland
Vertriebsleiter.
Produktionskapazitäten wurden
versechsfacht. Mittlerweile hat
die SMEC weltweit rund fünfhundert Mitarbeiter.
Erobern den deutschen Markt:
Marco Opitz (rechts) und Stefan Jagiello von Samsung
Werkzeugmaschinen Deutschland.
Bild: Samsung
Handelt es sich bei Werkzeugmaschinen von Samsung also lediglich um Kopien von anderen Herstellern wie Mori Seiki?
Jagiello: Nein, wir haben damals
die Grundkonstruktion von Maschinen anderer Hersteller übernommen. Wir haben ein eigenes
Forschungs- und Entwicklungszentrum und investieren viel in
die Neu- und Weiterentwicklung
unserer Maschinen. Dabei wird
übrigens auch viel Wert auf unser
Know-how aus Deutschland gelegt. Mittlerweile bieten wir eine
sehr große Breite an Fräs- und
Drehmaschinen an.
Deutschland gilt als einer der anspruchsvollsten Märkte der Welt.
Wie wollen Sie hier Fuß fassen?
Opitz: Wir liefern grundsolide,
ausgereifte und hochproduktive
Werkzeugmaschinen zu einem
ausgezeichneten Preis- LeistungsVerhältnis. Solche Maschinen
liefern natürlich auch andere Anbieter. Wir wollen insbesondere
mit unserem Service punkten.
Gleichzeitig ist eine schnelle Ersatzteillieferung für uns selbstverständlich. Wir werden den
deutschen Markt offensiv und mit
dem vollen Rückhalt unseres starken koreanischen Mutterkonzerns
erschließen.
Können Sie das etwas konkretisieren?
Opitz: Der Startschuss war die
EMO Hannover 2013, auf der wir
mit einem dreihundert Quadratmeter großen Stand prominent
vertreten waren. Demnächst werden wir vier bis fünf Millionen
Euro in den Neubau einer deutschen Firmenzentrale investieren.
Zwischenzeitlich haben wir an
verschiedenen Standorten in
Deutschland Hallen angemietet,
um unsere Maschinen zu präsentieren. Nach der AMB Stuttgart
planen wir ein Open House.
Samsung macht viele Kunden neugierig. Ein wichtiger Schritt war
auch die Einführung von Siemens
CNC-Steuerungen.
Dann sind Sie ja sicher auch auf
der AMB Stuttgart prominent
vertreten?
Opitz: Leider nein. Die Messe ist
komplett ausgebucht.
Wie viele Maschinen konnten Sie
denn bisher in Deutschland platzieren?
Jagiello: Wir haben in den letzten
zwei Jahren um die fünfzig Maschinen in Deutschland verkauft.
Diese gingen überwiegend an Zulieferer der Automobilindustrie.
Die Kunden haben mit unseren
Maschinen und unserem Service
sehr gute Erfahrungen gemacht.
Mittlerweile ist dies ein Selbstläufer geworden.
23. Fakuma
Internationale
Fachmesse für
KunststoffMultifunktionsdreh-, Fräszentrum SMX Baureihe
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Verfahrweg X Achse : 3000 mm
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MATO Handels GmbH
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Doosan Infracore Germany GmbH
Tel. +49 (0)2133 5067 100
GLM-Service u. Vertrieb GmbH & Co. KG
Tel. +49 (0)2158 69239-0
INEX Werkzeugmaschinen GmbH
Tel. +49 (0)9135 723 985
Jörg Wappler Werkzeugmaschinen e.K.
Tel. +49 (0)35243 330-0
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18 · F+E · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Dank Supraleiter keine Reibungsverluste
SupraChanger von Festo bietet Potenziale für die Automatisierungstechnik
Produktion Nr. 37, 2014
Esslingen (tbö). Supraleiter
haben faszinierende Eigenschaften: Auf eine bestimmte Temperatur gekühlt, verlieren sie ihren
elektrischen Widerstand. Zudem
können sie das Feld eines nahe positionierten Permanentmagneten ‚einfrieren‘ und
also auf -180 °C wird
diesen so in einem bestimmdas supraleitende
ten Abstand fixieren. Der
Material mit Hilfe
dadurch entstehende stabivon elektrischen
le Luftspalt ermöglicht die
Kompressoren
berührungslose Lagerung und
gekühlt
Bewegung von Objekten ohne
Regelungstechnik.
Festo erforscht seit langem die
Vorteile der Supraleiter-Technologie für die Automatisierungstechnik. Mit dem SupraChanger
überträgt laut Festo erstmals eine
Applikation eine Rotationsbewegung kontrolliert und berührungslos auf einen Magneten, der dank
Supraleitung schwebt. Ein ringförmiges Supraleiter-Modul ist mit
einem Schrittmotor EMMS-AS
und einer Magnetkupplung unter
einer Tischplatte montiert. Dort
Auf eine bestimmte Temperatur gekühlt, verlieren Supraleiter nicht nur ihren elektrischen Widerstand, sie
können zudem das Feld eines in der Nähe positionierten Permanentmagneten einfrieren und den Magneten
befinden sich drei verschiedene
damit in einem bestimmten Abstand fixieren.
Bilder: Festo
Stationen, an denen je eine rotative Anwendung gezeigt wird:
Zentrifuge, Mixer, schwebender
den Supraleiter und beginnt zu was einen schnellen Werkzeug- 12 W/Kryostat. Dadurch kann der
Rundschalttisch.
SupraChanger energieeffizient
An jeder Station liegt eine Ma- schweben. Über die Magnetkupp- wechsel ermöglicht.
Die Supraleiter werden über und unabhängig von Kühlmedien
gnetscheibe, deren Schwebeab- lung bringt der Schrittmotor die
stand einmal über dem aktiv ge- Anwendung kontrolliert zum Ro- elektrische Kompressoren mit wie flüssigem Stickstoff betrieben
kühlten Supraleiter-Modul einge- tieren. Die Magneten nehmen einer langen Lebensdauer gekühlt. werden, heißt es. Anwendungen
froren wurde. Immer eine der drei immer wieder die exakt gleiche Die Kühler halten die Temperatur in der Automatisierungstechnik
Anwendungen wird über dem Position über dem Supraleiter ein. des supraleitenden Materials kon- könnten laut Festo energieeffiziSupraleiter-Modul positioniert. Sie müssen nicht elektrisch gere- stant auf etwa 93 K (-180 °C) bei ente, stabil schwebende LagerunIhre Magnetscheibe reagiert auf gelt oder manuell justiert werden, einem Energiebedarf von etwa gen sein.
93 K
Kühlt man den Supraleiter bis zu seiner Sprungtemperatur herunter und
entfernt den Abstandhalter, schwebt
der Magnet anschließend stabil über
dem Supraleiter.
Mit dem SupraChanger überträgt
erstmals eine Applikation eine Rotationsbewegung kontrolliert und berührungslos auf einen schwebenden
Magneten, meldet Festo.
Ebenso ist mit Supraleitern ein
Bewegen von Gegenständen durch
Wände hindurch in abgeschlossenen Räumen und allen Lagen
möglich. Aufgrund der berührungslosen Handhabung ergeben
sich weitere große Einsatzpotenziale.
www.festo.com
Faserverbunde trennmittelfrei fertigen
Trennmittelfreie FlexPLAS-Fertigung ermöglicht saubere Faserverbundwerkstoff-Oberflächen
Produktion Nr. 37, 2014
Bremen/Stade (tbö). Um Groß-
strukturen aus Faserverbundkunststoffen (FVK) – wie sie beispielsweise beim Bau von Flugzeugen oder Windenergieanlagen
verwendet werden – trennmittelfrei fertigen zu können, entwickelten die Experten aus den Bereichen Plasmatechnik und Oberflächen sowie Automatisierung und
Produktionstechnik am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik
und Angewandte Materialforschung IFAM die mit Plasmatechnologie funktionalisierte tiefziehfähige Trennfolie FlexPLAS.
Das Besondere an der Trennfolie ist, dass sie laut IFAM mit einer
fest haftenden, weniger als 0,3 µm
dünnen, im Fraunhofer IFAM
entwickelten plasmapolymeren
Trennschicht ausgestattet ist und
sich auf komplexe Werkzeuge aufbringen lässt. So ermöglicht sie
ein einfaches Entformen und hinterlässt dabei keinerlei Rückstände auf der Bauteiloberfläche. Zudem ist sie besonders strapazierfähig und elastisch, so das IFAM.
Die FlexPLAS-Trennfolie kann
mit wenig Kraftaufwand gedehnt
werden und hält sogar extremen
Dehnungen von bis zu 300 % ohne Funktionsbeeinträchtigung
Techniker überprüfen die in eine Form für eine gekrümmte CFK-Flugzeugrumpfschale tiefgezogene faltenfreie FlexPLAS-Trennfolie.
Bild: IFAM
stand – die ideale Voraussetzung
dafür, dass sie auch auf gekrümmte oder strukturierte Formen aufgebracht werden kann, ohne dass
sich Falten bilden. Dadurch lassen
sich nach IFAM-Angaben insbesondere auch XXL-Bauteile aus
FVK problemlos trennmittelfrei
fertigen.
Die entwickelte Folie kann mithilfe einer speziellen Tiefziehtechnik ohne eine bauliche Änderung
sowohl in Female-, als auch in
Male-Werkzeuge eingebracht werden. Mit der FlexPLAS-Trennfolie
wurden bereits große carbonfaserverstärkte (CFK-) Strukturen
im 1:1-Maßstab ohne den Einsatz
von Trennmitteln mit einem Prepreg-Verfahren bei 180 °C im Autoklaven hergestellt. Damit lassen
sich die Großbauteile im Anschluss ohne weitere Vorbehandlung lackieren, da durch die Trennfolie eine übertragsfreie Entformung möglich ist, heißt es.
Die innovative Fertigung mit
der FlexPLAS-Trennfolie lässt sich
neben der Prepreg-Technologie
auch für weitere Herstellungsverfahren wie das (Vakuum-) Infusionsverfahren oder das HandlegeVerfahren einsetzen. Dabei sind
die Trenneigenschaften der flexi-
blen Trennfolie nicht nur auf Carbonfaser- oder Glasfaser-Matrixharze beschränkt.
Zudem ermöglicht die neue
Technik ein Inmould-Coating von
Faserverbundbauteilen, wobei das
Bauteil durch das Einbringen eines
Gelcoats auf die Folie integriert
lackiert wird. Hierbei ist die Mattigkeit der lackierten Oberfläche
über die Rauigkeit der verwendeten FlexPLAS-Trennfolie einstellbar. Das Risiko für Lackierfehler
wird dadurch signifikant reduziert.
Darüber hinaus kann die Faserverbundstruktur lackiert werden,
ohne dass Trennmittelreste zuvor
aufwendig entfernt werden müssen. Verbleibt die Folie bis zum
Prozessende oder bis zur Auslieferung an den Endkunden auf dem
Bauteil, dient sie zusätzlich als
Schutzfolie.
Neben dem Ersetzen des Eintrennens der Werkzeugoberflächen lässt sich die Produktivität
durch die Verwendung der FlexPLAS-Trennfolie an verschiedenen
weiteren Teilschritten in der
Prozesskette erhöhen, teilt das
IFAM mit.
Insbesondere entfallen demnach die Ausfallzeiten für die
Grundreinigung der Formen zur
Entfernung von Trennmittelresten, wodurch die Werkzeugstandzeit erheblich verlängert und deren Verfügbarkeit deutlich erhöht
wird.
Die Weiterentwicklung der mit
dem AVK-Innovationspreis 2012
und dem Composite Innovations
Award 2013 ausgezeichneten FlexPLAS-Trennfolie zielt nicht nur
auf weitere FVK-Fertigungsverfahren wie Infusionsverfahren
und die Verarbeitung vorim­
prägnierter Fasern ab, sondern
auch auf die Bereitstellung glänzender CFK-Oberflächen, die aufwendige Schleif- und Polierprozesse erübrigt.
AMB Stuttgart 2014
Produktion
Messe-Special
11. September 2014 · Nummer 37
Heller: 5-Achs-BAZ CP 4000
jetzt mit Drehfunktion
Heule: Bohrkanten
in einem Zug entgraten
Seite 21
HWR: Spannfutter
für viele Geometrien
Seite 22
Stama: Innovation für die
Schwerzerspanung
Seite 25
ZITIERT
Seite 26
ZITIERT
Christian Grob,
Generalbevollmächtigter der Grob-Werke GmbH & Co. KG
Joachim Herberger,
Geschäftsführer
der Yamazaki Mazak Deutschland
GmbH
„Nach der EMO Hannover ist die
AMB für uns eine weitere wichtige Plattform, um unsere UniversalBearbeitungszentren und die
neuesten technischen Entwicklungen auf dem Markt zu präsentieren. Den Besuchern wird am
Grob-Messestand der Vorteil vom
Konturdrehen an einer G550 NEW
mit Siemenssteuerung demonstriert. Die Maschine ist mit einer
Aussteuerspindel ausgestattet und
bearbeitet einen Turbolader unter
Span. Des Weiteren wird auf einem 5-Achs Bearbeitungszentrum
G350 New mit einer 28 000 U/min
Spindel und Heidenhain-Steuerung eine Aluminiumbearbeitung
vorgeführt. Wir sind auf die
Marktentwicklungen der Branche
mit neuesten Technologien und
stetigen Investitionen bestens
vorbereitet.“
Armin Stolzer,
Geschäftsführer
Kasto Maschinenbau GmbH & Co. KG
„Die AMB in Stuttgart ist für Kasto die wichtigste Metaller-Fachmesse im deutschsprachigen
Raum. Ausgehend von den vielen
in Süddeutschland, in der nahen
Schweiz und im nahen Vorarlberg
beheimateten metallverarbeitenden Produktionsunternehmen
gibt es hier auch einen großen
Bedarf an moderner und leistungsfähiger Metallsäge- und Langgutsowie Blech-Lagertechnik. Deshalb sind wir hier mit einem breiten Produktspektrum vertreten.
Das Ausstellungs-Highlight zur
AMB 2014 stellt unsere neue
Bandsägenmaschinen-Baureihe
KASTOwin dar, die im MaschinenKonzept sowie in Ausstattung,
Bedienfreundlichkeit, Design und
Performance Maßstäbe setzt.“
„In den ungeraden Jahren ist die
AMB mittlerweile unbestritten die
Nr. 1 der Werkzeugmaschinenmessen in Europa. Für die Yamazaki
Mazak Deutschland GmbH ist die
AMB das Branchenhighlight und
wir erwarten ein großes Besucherinteresse für die unterschiedlichsten Maschinentechnologien. Unsere Maschinen zeichnen sich
durch eine extrem hohe Genauigkeit, Verfügbarkeit und Langlebigkeit aus. Eigenschaften, die sich
auch noch nach Jahren positiv auf
die Produktivität des Kunden auswirken.
Insgesamt zeigen wir zwölf Maschinen live unter Span, darunter
auch einige Highlights und Neuentwicklungen wie die Integrex
j-200S, das Horizontal-Bearbeitungszentrum HCN 5000-III und
die Variaxis j-600.“
Boomende Konjunktur
Winfried Benz,
Geschäftsführer der
Licon mt GmbH &
Co. KG
Trotz der Russland-Krise sind die Unternehmen optimistisch
SEBASTIAN MOSER
PRODUKTION NR. 37, 2014
LANDSBERG. Russland ist im Mo-
ment das alles beherrschende
Thema in Politik und Wirtschaft.
Die jüngst von der EU beschlossenen Sanktionen werden nicht
nur Auswirkungen auf die russische Wirtschaft haben. Rückwirkungen auf die deutsche und europäische Wirtschaft befürchtet
der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA vor
allem, wenn Russland Gegensanktionen beschließt. Dennoch blicken die meisten Werkzeugmaschinenbauer recht zuversichtlich
in die Zukunft, wie der Verein
Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken VDW in Frankfurt betont.
Zu bearbeitende Bauteile werden immer komplexer.
Bild: Messe Stuttgart
Und auch die Hersteller von
Präzisionswerkzeugen reisen guten Mutes auf die AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, die vom 16. bis 20.
September 2014 in Stuttgart stattfindet. Ihre optimistischen Wachstumsprognosen von Anfang des
Jahres erhalten sie unverändert
aufrecht. Von der AMB erwarten
sich alle positive Signale und Anregungen, wie das schwächelnde
Russland-Geschäft mindestens
wettgemacht werden kann.
Die meisten Hersteller von
Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen scheinen bislang
von dem schwächelnden Export
noch nicht allzu sehr betroffen zu
sein, heißt es beim VDW. Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer:
„Im Schnitt geht es der Branche
momentan unverändert gut; unsere Prognose eines Produktionswachstums von rund drei Prozent
scheint angesichts der Auftragsbestände bereits gesichert.“
„Die AMB 2014 ist für uns die ideale Plattform, mit kompetenten
Entscheidern in den Dialog treten
zu können, wenn es darum geht,
neue und innovative Fertigungskonzepte zu diskutieren. Licon
thematisiert auf der AMB unterschiedliche LiFLEX-Konfigurationen, in erster Linie für die einoder doppelspindelige 5-Achsbearbeitung von kubischen Bauteilen. Die Möglichkeit, aus unterschiedlichen Beladesystemen
auswählen zu können, erlaubt
eine bessere Abstimmung.“
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AMB
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20 · Messespecial AMB · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Maschinen mit Technologien für morgen
Yamazaki Mazak präsentiert Bearbeitungszentren und Multifunktionsmaschinen
PRODUKTION NR. 37, 2014
1
GÖPPINGEN (TBÖ). Die Integrex-
Baureihe von Mazak bringt Drehen und Fräsen auf einer Maschine in neue Dimensionen. Die
erstmals in Europa angebotene
Integrex j-200S ist für die Bearbeitung komplexer Werkstücke
in mittleren Serien konzipiert. Sie
verfügt über 2 Drehspindeln mit
einer Drehzahl von je 5 000 U/min
und eine Frässpindel mit Drehzahl
12 000 U/min mit einer Leistung
von 7,5 kW. Verfahrwege in X/Y
und Z von 450 x 200 x 960 mm erlauben die Bearbeitung eines großen Werkstückspektrums und die
6-Seiten-Bearbeitung eines Bauteils in zwei Aufspannungen.
Eine Automationslösung für
Multifunktionsmaschinen stellt
die Integrex i-100 S Bartac mit
integriertem intelligentem Stangenladesystem dar. Die Stange
wird automatisch um genau die
richtige Länge durch das Zentrum
des Spannfutters in die Maschine
eingeführt, um die Stangenreste
auf ein absolutes Minimum zu
verringern. Die Positionierzeit
verringert sich deutlich, da dank
automatischer Bestimmung der
2
optimalen Stangenauskragung
kein Werkstückanschlag und auch
keine besondere Programmierung
mehr nötig ist.
Ebenfalls mit deutlich höherem
Kundennutzen präsentiert sich
das Horizontal-Bearbeitungszentrum HCN 5000-III, das sich vor
allem für die Großserienfertigung
eignet. Es ist mit einer Grundfläche von 13,64 m2 sehr platzsparend, verfügt über einen Palettentisch und Spindeldrehzahlen von
12 000 und 20 000 1/min. Das
Werkzeugmagazin enthält 40, 80
oder 120 Werkzeuge. Ein längerer
Verfahrweg in Z mit 800 mm, größere Werkzeuglängen und -durchmesser, höhere Werkstückgewichte (bis zu 2 700 kg) und Spindeldrehzahlen von 12 000 (Standard)
bis 30 000 U/min gehören zu den
neuen Features. Durch Ultrahochgeschwindigkeitstechnologie gepaart mit dem Einsatz modernster
Werkzeuge minimieren sich mit
der HCN 5000-III bei der Fertigung
kleiner und mittlerer Losgrößen
die Neben- und damit die Produktionszeiten. Alle Maschinen sind
Hall 3-B11
3
optional mit der neuen MTConnect-Schnittstelle kompatibel,
einem offenene Kommunikationsprotokoll, das die Verbindung der
gesamten Fertigungseinrichtungen untereinander ermöglicht.
Damit wird die technische Verfügbarkeit mess- und vergleichbar.
www.mazak.de
Halle 5, Stand D12
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
✔ MATERIAL
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
✔ ZEIT
✔
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
1) Eine Automationslösung für Multifunktionsmaschinen stellt die vor
kurzem am Markt eingeführte Integrex i-100 S Bartac mit integriertem
intelligentem Stangenladesystem
dar.
2) Die Integrex j-200S ist durch ihr
gutes Preis-Leistungsverhältnis auch
für kleinere Betriebe sehr interessant. Sie wurde für die Bearbeitung
komplexer Werkstücke in mittleren
Serien konzipiert.
3) Ebenfalls mit einem deutlich erhöhten Kundennutzen ausgestattet
präsentiert sich das Horizontal-Bearbeitungszentrum HCN 5000-III, das
vor allem für die Großserienfertigung geeignet ist. Bilder: Yamazaki Mazak
Die Grob-Universalmaschinen ergänzen mit den Baugrößen G350,
G550 und G750 den Baukasten der G-Baureihe und eröffnen ein
noch größeres Anwendungsspektrum.
Bild: Grob
Integrierte 5-Achs-Fräsund Dreh-Bearbeitung
Wir haben eine Angewohnheit
Der Historiker Will Durant hat
die Aussage von Aristoteles so
wieder gegeben:
“Wir sind was wir wiederholt
tun. Vortrefflichkeit ist dann
nicht eine Tat, sondern eine
Angewohnheit”.
langlebige Maschinenelemente
und zuverlässige Funktionen.
Und das ist genau was wir
unseren Kunden weltweit
liefern, bereits seit über
62 Jahren.
Das ist unsere, die Hwacheon
Angewohnheit.
Made by Hwacheon
Made in Korea
Einfach in Qualität
Jeden Tag folgen wir dieser
Angewohnheit in traditioneller
Handwerksmanier, um modernen Werkzeugmaschinenbau
zu realisieren. Hieraus
resultieren beste Qualität,
Automobil
Öl & Gas
Luftfahrt
Wir sind überzeugt, dass
unser Weg der beste Weg
ist, um Qualitätsmaschinen
zu bauen. Dies angefangen
von unseren Gussbetten, den
soliden Führungsbahnen,
eigen gefertigten Spindeln
und Getrieben bis zur
speziellen Software.
Hydraulik & Wellen
Neue Energie
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976-1, JANGDEOK-DONG GWANGSAN-GU
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FAX: +82-62-951-0086
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Tel: +49-2344-1744710
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www.hommel-gruppe.de
Grob bietet Markt- und Technologie-Trends
im Bereich Werkzeugmaschinen
PRODUKTION NR. 37, 2014
MINDELHEIM (TBÖ). Grob legt
einen besonderen Fokus auf neue
Werkstoffe und Bearbeitungstechnologien und hat dafür vor über
einem Jahr eine neue Technologieund Versuchsgruppe innerhalb des
Entwicklungsbereiches aufgebaut.
Sie führt fortlaufend und systematisch Werkzeugversuche und
Werkstückbearbeitungen durch,
um Bearbeitungsverfahren weiterzuentwickeln oder neue Bearbeitungsverfahren für die Serie zu
finden und zu testen. Zudem untersucht Grob seit mehreren Jahren das Thema ‚Energieeffizienz‘
und hat bereits Anlagen mit Energieeffizienzpaketen an Kunden
ausgeliefert, berichtet der Zulieferer.
Bei 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentren ist der Markt weltweit hart umkämpft – es muss hier
eine heterogene Gruppe an Anwendern bedient werden, so Grob.
Durch seine umfassende Technologiekompetenz aus dem Systemgeschäft könne sich Grob in diesem Marktsegment behaupten,
heißt es weiter.
Neu entstanden ist ein 5-AchsBearbeitungszentrum mit horizontaler Spindel für alle Anwendungen in der Zerspanung. Darüber hinaus ergänzen die GrobUniversalmaschinen mit den
Baugrößen G350, G550 und G750
den Baukasten der G-Baureihe
weiter und eröffnen ein noch größeres Anwendungsspektrum.
Mittlerweile können die Anwender mit einer T-Option in allen
Maschinengrößen neben 5-AchsFräsbearbeitung auch Drehbearbeitung in den Prozess integrieren.
www.grob.de
Halle 5, Stand C38
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
ENERGIE
✔ SERVICE
HANDHABUNG
✔ ZEIT
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Messespecial AMB · 21
Bin-Picking-System, schnell installiert
Automationslösung von Liebherr bietet Kostenvorteile kurz nach der Installation
Produktion Nr. 37, 2014
Biberach a.d. Riss (tbö). Mit
seinem modularen Bin-PickingSystem offeriert Liebherr eine
hakenfertige Automationslösung.
Es werden nur zwei Module aneinandergestellt und in kurzer Zeit
eingelernt. So entstehen Kostenvorteile bereits kurz nach der Installation, so Liebherr.
Die Liebherr-spezifische Konstruktion der Greifer mit acht statt
der marktüblichen sechs Achsen
ermöglicht den kollisionsfreien
Zugriff und die komplette Werkstückentnahme aus den tiefen
Transportbehältern – auch bei
verschlissenen, zerbeulten oder
reparaturgeschweißten Kisten.
Eine Vielzahl an Branchen, wie
die Baumaschinen-, Automobilund Nutzfahrzeugindustrie oder
der Maschinenbau, profitiert von
Bin-Picking-Lösungen zur intelligenten Werkstückentnahme –
Das 5-Achsbearbeitungzentrum CP 4000 von Heller verfügt über eine Bearbeitungseinheit PCU 63 (Drehmoment 242 Nm und 44 kW).
Bild: Heller
durch höhere Produktivität, mehr
Effizienz in der Fertigung und die
damit verbundene Lohnstückkostenreduzierung.
Die automatische Bedienung ist
ohne Abweichungen in der Lage,
einen kontinuierlichen Produktionsfluss aufrechtzuerhalten, wodurch laut Liebherr die Produktivität steigt und Stückkosten sinken. So entstehen Arbeitsplätze,
welche die Gesundheit der Werker
schonen. Sie sind nach der Um-
stellung für das Wechseln der
Teile und das Umrüsten sowie das
Bedienen und Warten der BinPicking-Einheit zuständig – mit
einem deutlich höheren Grad an
Ergonomie, heißt es weiter.
www.liebherr.com
Halle 8, Stand C71
Effizienz-Navi
Preis
Material
Energie
Service
Handhabung ✔ Zeit
✔
Lebensdauer Kosten senken mit Produktion
Mit dem modularen Bin-Picking-System bietet Liebherr eine hakenfertige Automationslösung an. Bild: Liebherr
Die Revolution in
der CNC-Fertigung !
Hochproduktiv
dank Drehoperation
In das 5-Achsbearbeitungzentrum CP 4000
von Heller ist eine Drehoperation integriert
Produktion Nr. 37, 2014
Nürtingen (tbö). Das 5-Achsbe-
arbeitungzentrum CP 4000 von
Heller verfügt über eine Bearbeitungseinheit PCU 63 mit einem
Drehmoment von 242 Nm und
44 kW. Komplettbearbeitung definiert Heller bei der CP 4000 so,
dass bei diesem Maschinenkonzept neben der 5-Achs-Bearbeitung mit Spindeldrehzahlen bis
24 000 min-1, das Drehen mit der
fünften Achse im Werkzeug einen
hohen Stellenwert einnimmt. Horizontal und vertikal lassen sich
so mit der C-, optional A- und der
B-Achse problemlos Außen- und
Innendrehkonturen herstellen.
Der Rundtisch mit direktem
Torque-Antrieb bringt Drehzahlen
bis 1 000 min-1 und die notwendige
Leistung, wenn das Werkstück
gegen das Werkzeug rotiert. Hohe
Schnittleistungen erreicht Heller
mit der eigens entwickelten und
extrem steifen Schwenkkopfgeometrie. Drehmomentsteifer und
formschlüssiger geht es mit einer
Spindelfixierung.
Für hochproduktives Zerspanen
setzt Heller mit der Siemens Sinumerik 840 Dsl eine Steuerung
ein, die laut Anbieter anspruchsvolle Fräs-Dreh-Aufgaben, hochpräzise Geschwindigkeits- und
Beschleunigungsführung und eine
variable Anpassung an Genauigkeit und Oberflächengüte ermöglicht.
Heller bietet die Baureihe C in
zwei Varianten an (CP/Palettenwechsler oder CT/Tischbeladung).
Der Arbeitsraum der CP 4000
misst 800 x 800 x 1 045 mm (X, Y,
Z), für Palettengrößen von 500 x 600 mm und Werkstücke mit einer
Maximalhöhe von 1 000 mm. Als
weiteres Highlight ist die Funktionalität zur Identifikation von
Unwuchten am Werkstück und
am Rundtisch zu sehen, so das
Unternehmen.
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Der Rundtisch mit direktem Torque-Antrieb bringt Drehzahlen bis
1 000 min-1 und die notwendige Leistung, wenn das Werkstück gegen das
Werkzeug rotiert.
Bild: Heller
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22 · Messespecial AMB · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Formbohren senkt
Stückkosten
Schwanog verspricht mit PWP-D-System Stückkostenreduzierungen
Rohre und Stangen
sicher bearbeiten
Vorderendfutter Rota TB2 von Schunk arbeitet auch bei hohen Drehzahlen zuverlässig
PRODUKTION NR. 37, 2014
PRODUKTION NR. 37, 2014
LAUFFEN/NECKAR (SNÖ). Das
VS-OBERESCHACH (TBÖ). Für das
Formbohre mit Wechselplatten
bietet Schwanog das Wechselplattensystem PWP-D-System an, das
durch breitere Wechselplatten die
Anwendung von Bohrlöchern bis
28-mm-Durchmesser ermöglicht.
Es besteht aus einem Werkzeughalter und einer Formbohr-Wechselplatte, in die teilespezifische
Konturen geschliffen werden.
Statt das komplette Vollhartmetall-Halbzeug zu profilieren, muss
nur die wesentlich dünnere Wechselplatte nach Zeichnung geschliffen werden. Dies bedeute einen
erheblichen Kostenvorteil, so der
Hersteller. Auch das Beschichten
wird laut Schwanog deutlich günstiger, da nicht der ganze Vollhartmetallbohrer sondern nur die viel
kleinere Wechselplatte beschichtet werden muss. Schwanog
spricht von einer Stückkostenreduzierung um bis zu 40 % als Stan-
Das Wechselplattensystem ermöglicht die Anwendung von
Bohrlöchern bis 28-mm-Durchmesser.
Bild: Schwanog
dardwert. Dazu komme die Flexibilität, denn alle Formbohrer sind
auf allen Drehmaschinen und
Fräs- und Bohrzentren einsetzbar
und ermöglichen dabei Anwendungen mit Bohrtoleranzen von
≥ ±0,02 mm. Die Werkzeugwechsel-Systeme punkten aber auch
bei der Standzeiterhöhung – selbst
bei außergewöhnlichen Anwen-
dungen. Ein Beispiel dafür sei die
Zusammenarbeit mit dem Bohrtechnik-Hersteller Perforator.
www.schwanog.com
Halle 1, Stand A77
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✔ ZEIT
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LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
PRÄZISION
UND QUALITÄT
IM FOKUS.
pneumatisch betätigte Vorderendfutter ROTA TB2 eignet sich laut
Hersteller Schunk zur Bearbeitung
von Rohren und Stangen für die
Erdölindustrie, den Bergbau und
die Bauwirtschaft. Bei kompakten
Außenmaßen verfügt es über eine
große Durchgangsbohrung von
bis zu 560 mm. Bereits mit einem
Luftdruck von 6 bar lassen sich
hohe Spannkräfte von bis zu
280 kN erzielen.
Design und Führung der Grundbacken wurden so optimiert, dass
der Fliehkraftverlust auch bei
hohen Drehzahlen minimal ist.
Um die Taktrate bei der Bearbeitung zu erhöhen, verfügt es über
ein doppelt wirkendes Rückschlagventil mit groß dimensionierten
Kanalbohrungen. Das beschleunigt den Spannvorgang. Das Drehfutter eignet sich für sämtliche
Drehmaschinen, bei denen eine
große Durchgangsbohrung erfor-
auf der AMB
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derlich ist, auch für solche ohne
eigene Spannhydraulik.
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Kosten senken mit Produktion
Das Vorderendfutter gibt es in den
Baugrößen 470 bis 1 000 mm mit
Bohrungsdurchmessern von 185
bis 560 mm.
Bild: Schunk
Bohrkanten
in einem Zug
entgraten
PRODUKTION NR. 37, 2014
CH-BALGACH (SNÖ). Das Entgrat-
werkzeug ‚Cofa‘ kann ebene und
unebene Bohrungskanten in einem Arbeitsgang vor- und rückwärts entgraten. Es erhält weitere Eigenschaften, wie zum Beispiel
auswechselbare Messer für größere Entgratstärken. Nach der
Abrundung des Sortiments nach
unten bis zum Durchmesser 2 mm
hat Heule nun das Messer-Konzept der größeren Werkzeuge
überarbeitet. Dies ermöglicht größere Entgratstärken bis zu R1.5.
Zudem ist das Entgraten von Gewindebohrungen möglich. Das
neue Gewindewerkzeugsortiment
deckt die ISO-Dimensionen M8
bis M30 (Bohr-Durchmesser
6,7 mm bis 26,3 mm) ab. Das neue
Design-Konzept mit Messerhalter
und Messer steigert zudem die
Wirtschaftlichkeit.
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Die leicht austauschbaren Messer
erlauben unterschiedliche Entgratstärken, ohne daß hierfür ein weiteres Werkzeug nötig ist.
Bild: Heule
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Messespecial AMB · 23
5-Achs-Spanner für bessere Spannwerte
Das System von Kipp wurde zum Spannen auf modernen 5-Achs-Maschinen entwickelt
PRODUKTION NR. 37, 2014
SULZ AM NECKAR (TBÖ). Mit der
neuen Spannphysik des ‚5-AchsSpanners kompakt‘ setzt Kipp laut
eigener Aussage Maßstäbe. Das
System spannt komplexe Werkstücke auf modernen 5-Achs-Maschinen. Dank der Trennung der
Spannkraft von der Werkstückauflage ergeben sich erheblich
bessere Spannwerte. Das Werkstück zentriert sich stets mittig
durch den symmetrischen Aufbau
des 5-Achs-Spanners. Zudem übertragen sich nur geringe Drehmomente auf den Maschinentisch.
Werkstücke werden durch einen
beidseitigen Niederzugeffekt der
Spannbacken fest auf die Auflagefläche gedrückt. Die intelligente Spanntechnologie erhöht die
Steifigkeit der Spannung für den
Einsatz höchster Schnitt- und
Vorschubkräfte. Dank der guten
Zugänglichkeit an das Werkstück
können kurze Standard-Werkzeuge eingesetzt werden. Die Einspannweite lässt sich beliebig
erweitern, Anwender wählen zwischen glatten Spannbacken oder
Spannbacken mit Spannpins.
www.kipp.com
Eingang Ost-E1-313
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MATERIAL
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
✔ ZEIT
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
The Art of Grinding.
Der ‚5-Achs-Spanner kompakt‘ von Kipp wurde für das Spannen komplexer
Werkstücke auf modernen 5-Achs-Maschinen entwickelt.
Bild: Kipp
A member of the UNITED GRINDING Group
S141
Die speziellen ANGX-Platten des
EMP13 verbinden durch ihre starke
Verdrallung die Vorteile einer negativen, stabilen Wendeplatte mit der
Schärfe von positiven Platten.
Die Universelle
für kurze bis lange Werkstücke.
AMB 2014
STUTTGART
Bild: Cutting Tools
Eckfräser mit
90-GradGenauigkeit
16.– 20.09.2014
Halle 8, Stand C12
PRODUKTION NR. 37, 2014
DÜSSELDORF (TBÖ). Der Eckfrä-
ser von Cutting Tools hat eine
Doppelnegativstruktur mit einem
positiven Spanwinkel. Die speziellen ANGX-Platten verbinden
durch starke Verdrallung die Vorteile einer negativen, stabilen
Wendeplatte mit der Schärfe positiver Platten. So wird der
Schneidwiderstand reduziert und
bei einer 90-Grad-Genauigkeit
hoch präzise gefräst (Einstellwinkel Kappa). Dem Anwender stehen
vier hoch positive Schneiden pro
Wendeschneidplatte zur Verfügung. Die Platten besitzen eine
universelle Geometrie für die
Stahl- und Gussbearbeitung. Die
Schneidstoffe (YBG205/YBM253
für Stahl und YBD152 für Guss)
der Wendeschneidplatten bestehen aus einem äußerst zähen
Hartmetallsubstrat und einer
High-Tech-Beschichtung aus mehreren Hartstofflagen. Durch das
Zusammenspiel von Wendeplatten und Werkzeugkörper überzeugt der EMP13 durch weiche
Schnitte und niedrige Schnittkräfte, was der Prozessicherheit zugute kommt. Er ist als Aufsteckfräser und Schaftfräser in Durchmessern von 50 bis 160 mm erhältlich. Die ANGX-Platten erreichen
maximale Schnitttiefen von 11,2
(ANGX11) und 14,5 (ANGX15).
www.zccct-europe.com
Halle 2, Stand A19
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Kosten senken mit Produktion
Wenn Sie auch beim Innenschleifen nicht auf
modernste Technologie verzichten wollen, dann
nehmen Sie sich kurz Zeit – für die S141. Mit einer
Einspannlänge von bis zu 1300 mm erschliesst sie
neue Märkte. Die unvergleichliche STUDER-Präzision basiert auf dem Maschinenbett aus Granitan®
und dem Führungsbahnsystem StuderGuide®. Bei
der Entwicklung wurde höchstes Augenmerk auf die
Ergonomie gelegt, in Bezug auf das Schleifen, das
Einrichten wie auch das Warten der Maschine.
www.studer.com – «The Art of Grinding.»
24 · Messespecial AMB · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Sichere Spannkraft bei Werkzeugwechsel
Neue manuelle Handspannsätze von Ott-Jakob sind universell in der Fertigung einsetzbar
PRODUKTION NR. 37, 2014
LENGENWANG (HI). Ott-Jakob,
Spezialist für automatische Werkzeugspanner, bietet nun auch
Lösungen für das manuelle Spannen und Wechseln von Werkzeugen. Für statische Werkzeuge mit
Schnittstelle HSK-T sind manuelle Spannsysteme der Baureihe QCS
lieferbar. Angetriebene Werkzeuge mit PSC/Coromant-CaptoSchnittstelle deckt die Reihe CTC,
statische Werkzeuge die Baureihe
SVC ab. Die drei Systeme erlauben
den Einsatz von Kühlschmiermitteln. Manuelle Werkzeugwechsel
sind einfach; die vorher eingerichteten Werkzeuge können innerhalb kürzester Zeit eingewechselt
werden, Stillstandzeiten werden
verringert, die Produktion kann
schneller wieder anlaufen, so das
Unternehmen. Auch zeichnen sich
die Spannsysteme durch hohe
Wiederholgenauigkeit und sichere Spannkraft aus.
Die Baureihen unterscheiden
sich sowohl in ihren Konstruktionsmerkmalen als auch in ihrem
Funktionsprinzip. Während bei
den PSC/Coromant-Capto-Systemen die Spannkraft durch Feder-
QCS
Das manuelle
Spannsystem
generiert Kraft dank
Archimedischer
Spirale
SVC-Schnellwechselsysteme sind für
statische Werkzeuge mit PSC/Coromant
Capto-Aufnahme geeignet. Bild: Ott-Jakob
kraft aufgebaut wird, vertraut das
QCS auf Kraftgenerierung mittels
Archimedischer Spirale. Die Bedienung erfolgt mit einem herkömmlichen Inbusschlüssel und
der auf dem Gehäuse vorgegebenen Kraft-Weg-Kontrolle. Durch
ihre Konstruktion sind Schnell-
wechselsysteme für HSK-Schnittstellen robust. CTC-Schnellwechselsysteme für die PSC/Coromant
Capto-Werkzeugschnittstelle mit
angetriebenen Werkzeugen werden mithilfe eines Drehmomentschlüssels bedient, um den Federspannmechanismus nicht zu
Innovations in plastic packaging
AMB
Stutt
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überlasten, wobei CTC laut OttJakob die einzigen Schnellspannsysteme sind, welche durch
die Kühlmittelbohrung betätigt
werden.
Zum Lösen der Federspannung
und zum Entnehmen des Werkzeugs ist ein geringes Drehmo-
ment ausreichend – gespannt wird
mit Federkraft und speziell entwickelten Spannzangen. SVCSchnellwechselsysteme für statische Werkzeuge mit PSC/Coromant Capro-Aufnahme werden
unter Verwendung eines regulären
Innensechskantschlüssels bedient:
der Anwender überwindet die erforderliche Federkraft, der Schlüssel wird weiter bis zu einem deutlich spürbaren Anschlag gedreht.
Die beiden Baureihen für die
PSC/Coromant-Capto-Schnittstelle bieten laut Unternehmen gegenüber Konkurrenzprodukten
einen weiteren Vorteil: Federkraft
in Kombination mit Spannzangen
macht diese Werkzeughalter für
die PSC/Coromant-Capto-Schnittstelle zu den kleinsten, die am
Markt erhältlich sind. Durch die
kurze Auskraglänge bleibt mehr
Platz für das Werkstück. Optimale Drehmomentübertragung und
hohe Steifigkeit sind die Folgen.
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HANDHABUNG
ZEIT
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LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
Fräser für Edelstahl und
Sonderlegierungen
Hahn + Kolb zeigt auf der AMB auch neue
Feinspindelwerkzeuge von Wohlhaupter
PRODUKTION NR. 37, 2014
LUDWIGSBURG (HI). Der Werk-
zeug-Dienstleister und Systemlieferant Hahn + Kolb zeigt das
Atorn-Fräsprogramm für das Bearbeiten von Edelstahl und Sonderlegierungen. Mit dem digitalen
Feinspindelwerkzeug ‚DigiBore‘
von Wohlhaupter läßt sich durch
µ-genaue Maßkorrekturen die
Produktivität deutlich steigern.
Auf der AMB werden aber auch
komplett neue Lösungen von
Wohlhaupter zu sehen sein. So
präsentiert Hahn + Kolb auch das
Atorn-Wendeschneidplattenprogramm für die Drehbearbeitung,
das sich durch besonders hohe
Standzeiten auszeichnet.
Eine große Auswahl an VHMHochleistungsfräsern charakterisiert das neue Atorn-Fräsprogramm für Edelstahl und Sonderlegierungen. Hahn + Kolb bietet
damit hochverschleißfeste Werkzeuge, die sich durch die Kombination ihrer Geometrie, einer
speziellen Ultra-MS-Beschichtung
und einem Ultrafeinkorn-Hartmetall-Substrat auszeichnen. Das
Ergebnis sind eine extreme Temperaturbeständigkeit, eine hohe
Standzeit und ein großes Zeitspanvolumen für prozesssicheres
und präzises Fräsen mit tadellosen
Oberflächengüten, so das Unternehmen.
Die digitalen Feindrehwerkzeuge ‚DigiBore‘ von Wohlhaupter
eignen sich für die Fertigbearbeitung in der Einzel- und Serienfertigung mit einem Durchmesser
zwischen 3 und 208 mm. Es wird
nur ein Feindrehkopf benötigt. Die
optoelektronische Verstellwegmessung zur Schneide garantiert
dabei hohe Präzision bei µ-genauen
Maßkorrekturen in und an der
Maschine. Das erhöht die Qualität
der Bohrung,senkt den Ausschuss
und steigert dadurch die Produktivität.
www.hahn-kolb.de
Halle 1, Stand A33
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
ZEIT
✔
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
Die neue Atorn-Fräsergeneration
punktet laut Hahn + Kolb bei der Bearbeitung von Edelstahl und Sonderlegierungen.
Bild: Hahn + Kolb
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Messespecial AMB · 25
Die Steuerung, die schon im Vorfeld Fehler entdeckt
Die TNC 640 punktet mit guten Bearbeitungsergebnissen und einfacher Bedienung
PRODUKTION NR. 37, 2014
TRAUNREUT (TBÖ). Die Simula-
tionsgrafik der Steuerung TNC
640 hilft laut Heidenhain, Ungereimtheiten im Programm schon
vor einer Bearbeitung zu entdecken. Mit der Standardfunktion
ADP (Advanced Dynamic Prediction) ermöglicht die TNC 640 beim
drei- und fünfachsigen Fräsen
eine optimierte Bewegungsführung der Vorschubachsen. Sie
berechnet die Kontur dynamisch
voraus und kann so rechtzeitig
die Achsgeschwindigkeit an die
Konturübergänge anpassen. Damit schafft sie höhere Bahngeschwindigkeiten und kürzere
Bearbeitungszeiten.
Mit der TNC 640 lassen sich
Fräs- und Drehbearbeitungen in
beliebiger Reihenfolge auf der
selben Maschine kombinieren.
Dazu wechselt sie programmgesteuert zwischen Dreh- und Fräsbetrieb, unabhängig von Maschinen- und Achskonfiguration.
Dadurch spart die TNC 640 nicht
nur Platz und Geld für eine zusätzliche Maschine, sie vermeidet
auch Ungenauigkeiten, die beim
Umspannen eines Werkstücks
entstehen können, so das Unternehmen.
www.heidenhain.de
Halle 4, Stand E12
Die Steuerung
TNC 640 bietet
in der aktuellen
Softwareversion
4 eine ganze Reihe neuer und
verbesserter
Funktionen, wie
etwa die detailgetreue 3D-Simulationsgrafik.
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
ENERGIE
SERVICE
✔
HANDHABUNG
✔ ZEIT
✔
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
Bild: Heidenhain
‚InoFlex‘ von HWR vereinfacht nach
Firmenangaben das Spannen vieler
Werkstücke.
Bild: HWR
Spannfutter
für viele
Geometrien
PRODUKTION NR. 37, 2014
OYTEN (HI). Mit der Spannfutter-
reihe ‚InoFlex‘ von HWR lassen
sich runde, rechteckige und auch
geometrisch unförmige Werkstücke ausgleichend und zentrisch
spannen. Mit Spannkräften, die
gleich oder teilweise höher sind
als bei herkömmlichen 3-Backenfuttern, garantiert ‚InoFlex‘ stets
ein sicheres Spannen, teilt das
Unternehmen mit.
Mit dem Backenfutter ‚InoFlex
4‘ setzt HWR Spanntechnik einen
neuen Standard in der Spanntechnik, heißt es. Aus der ausgleichenden Hand- und Kraftspannung als
Standardbaureihe von 160 mm bis
1000 mm resultiert ein hoher Kundennutzen wie zum Beispiel das
Spannen von Gussteilen, Schmiedeteilen, Brennzuschnitten, verformungsempfindlichen Bauteilen, oder einfachen Sägezuschnitten unterschiedlichster Geometrie. Und das im gesamten Spannbereich des Futters mit nur einer
Standardgreiferbacke.
‚InoFlex‘ vereint in sich die
Vorteile und Funktionen von
2-, 3- und 4-Backenfuttern sowie
von Schraubstöcken und vermeidet durch den patentierten Ausgleich Nachteile wie Überbestimmtheit der Spannpunkte.
Durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die sich durch InoFlex
ergeben, können zusätzliche und
komplizierte Arbeitsschritte einfach wegfallen, so HWR.
www.hwr-spanntechnik.de
Halle E 2, Stand 317
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
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ENERGIE
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HANDHABUNG
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Kosten senken mit Produktion
SIE BEWEGEN
D I E M E N S C H H E I T.
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Sie brauchen mehr als Hammer, Zange oder Schraubendreher. Wir bringen das
volle Programm. Zerspanungswerkzeuge, Handlingsysteme und Messtechnik.
Aber auch maßgeschneiderte Systemlösungen, große und kleine Maschinen sowie
komplette Betriebseinrichtungen. Zusammen mehr als 60.000 Produkte.
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26 · Messespecial AMB · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Werkzeuge für hochpräzise Bohrungen
Die Werkzeugfabrik Andreas Maier bietet eine neue Reibahle an
igkeit der Bohrung bis 0,005 mm
und eine Oberflächenqualität von
SCHWENDI (TBÖ). Die Hartmetall- Ra = 0,3 bis 0,4 µm.
Werkzeugfabrik Andreas Maier
Der Reibahlenkopf besteht aus
(HAM) präsentiert die neu entwi- dem Hartmetall-Körper, an dem
ckelte Reibahle MT3. Sie eignet drei Schneidplatten auf der einen
sich laut Unternehmen vor allem Hälfte des Schneidenteils und auf
für die sehr präzise Bohrungsbe- der anderen zwei Führungsleisten
arbeitung mit hohen Anforderun- eingelötet sind. Schneidplatten
gen an Formgenauigkeit und Ober- und Führungen können aus verflächenqualität. Die Reibwerkzeu- schiedenen Materialien (CBN,
ge erzielen Durchmessertoleran- Keramik, PKD) kombiniert werHURCO-Produktion-AMB_72x280
mm_3 mm Beschnitt_4c
den. Euroskala
Die Konstruktion unterscheizen
von ±0,003 mm, FormgenauPRODUKTION NR. 37, 2014
det sich dadurch von herkömmlichen Reibahlen und ist patentrechtlich geschützt. MT3 eignet
sich besonders für die Bearbeitung
von Stählen unterschiedlicher
Güte wie INOX und Titan.
www.ham-tools.com
Halle 1, Stand G17
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
✔
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
✔ ZEIT
✔
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
Die Reibahlen
MT3 von HAM
überzeugen
durch sehr gute
Bearbeitungsergebnisse.
Bild: HAM
Durchstarten
Schwer zerspanbare
Prozesse meistern
Fräs-Dreh-Zentrum von Stama bietet mehr
Freiräume in der Bearbeitungsgestaltung
PRODUKTION NR. 37, 2014
SCHLIERBACH (TBÖ). Die Auto-
powRgrip®
High-tech
Werkzeugspannsystem
+
schnell.
einfach.
sicher.
motive-Industrie, die Fluidtechnik
und die Luftfahrt, aber auch Werkzeughersteller, Gießereien, Energieerzeuger und Drehereien wird
das Thema ‚schwer zerspanbare
Prozesse‘ in Zukunft immer öfter
beschäftigen. Stama hat nun ein
Fräs-Dreh-Zentrum der HSKA100er-Klasse entwickelt.
Der ‚Turbolader‘ zeigt die Anforderungen recht deutlich. Jedes
überflüssige Gewicht, das eingespart werden kann, bedeutet weniger Energiebedarf. Und um aus
dem Treibstoff ein Maximum an
Effizienz zu holen, werden Drücke
und Temperaturen im Motor hö-
her. Beides führt zum Einsatz
neuer hochwarmfester und legierter Werkstoffe. In der Regel sind
diese härter, zäher, fester und
schwer(er) zu zerspanen. Konstruktiv werden die Toleranzen enger und das Werkstück präziser.
Fertigungstechnisch kommen
alle Fräs-, Bohr- und Drehoperationen zum Einsatz. Zu all dem
muss die Lösung wirtschaftlich
auf dem Weltmarkt bestehen.
In der HSK-A100-Schwerzerspanung sind enorme Kräfte am
Werk. Steifigkeit sowie Stabilität
der Werkzeugmaschine sind für
hohe Präzision am Werkstück
unabdingbar. Das nach FiniteElemente-Methode neu konstruierte Maschinengrundgestell, der
=
Optimiert für die doppelspindlige Schwerzerspanung assymmetrischer Werkstücke schafft die Maschine Turbinengehäuse und Abgaskrümmer aus einem Guss.
Bild: Stama
b
HURCO Gm
tand C
H Halle 5 | S
72
16. - 20.9.2014
Halle C2 Stand 2C03
Engineered & Made in Switzerland
powRgrip® System
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Rumpf mit den beiden (Twin)Motorspindeln und die Schwenkbrücke mit den beiden Drehspindeln (5. Achse) und Torquetischen
(4. Achse) sind konstruktiv aufeinander abgestimmt.
So werden Torsionen jeder Art
minimiert und konstante Präzision gewährleistet, heißt es. Eben
diese Grundgenauigkeit des neuen MT 838 überträgt sich unter
Schwerzerspanungsbedingungen
1:1 auf die Präzision des Werkstücks.
Bei den neuen Werkstoffen stoßen HSK-A63-Zentren laut Stama
leistungsseitig an ihre Grenzen,
auf Kosten der Werkzeugstandzeiten und allgemein verkürzter
Lebensdauer der Maschine durch
hohen Verschleiß. Mit der MT 838
TWIN sollen die Anwender in der
HSK-A100-Klassse die nötige Flexibilität, Stabilität und Kraftreserven erhalten, um für extreme
Zerspanungsanforderungen gerüstet zu sein. Mit großer Leistungsdichte und Dynamik bieten das
Grundkonzept der Maschine und
die Multifunktionalität die nötige
Freiheit bei der Abfolge und Wahl
der optimalen Zerspanungsoperationen, verspricht der Hersteller.
www.stama.de
Halle 9, Stand B32
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
ENERGIE
✔ SERVICE
HANDHABUNG
✔ ZEIT
✔
LEBENSDAUER
✔
Kosten senken mit Produktion
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Messespecial AMB · 27
Maschinen wirksam
vor Druckwellen schützen
Eine neue Druckentlastungsklappe von Möller
ist ebenso kostengünstig wie widerstandsfähig
Links: Möller hat
eine Druckentlastungsklappe
(geöffnet) entwickelt, die einfach aufgebaut
und gleichzeitig
sehr kostengünstig ist.
PRODUKTION NR. 37, 2014
BIELEFELD (TBÖ). Wenn Öle als
WMS - Wir stecken überall drin!
AMB Stuttgart - Halle5 , Stand C56
16.09. - 20.09.2014
Rechts: Die neue
Druckentlastungsklappe (geschlossen) hat
harte Funktionstests mit Bravour bestanden.
markkom.de
Kühl-Schmierstoffe eingesetzt
werden, kann es zu explosionsfähigen Atmosphären kommen. Ein
Funken reicht, um Verpuffungen
(Explosionen) auszulösen. Daher
muss an Maschinen eine Auslassöffnung vorgesehen sein, durch
welche die Explosionsdruckwelle
gerichtet entweichen kann. Diese
Öffnung wird durch eine Druckentlastungsklappen geschlossen.
Druckentlastungsklappen bestehen aus einem Halterahmen
und Blechleisten, die lamellenartig
die Innenfläche des Rahmens verschließen. Beide sind dreh- oder
klappbar am Rahmen befestigt,
damit die Druckentlastungsklappe bereits bei geringem Überdruck
öffnet. Da Verbrennungsabgase
mehrere hundert Grad heiß sein
können, muss die Druckentlastungsklappe temperaturbeständig
ausgeführt sein. Da auch Flammen
durch die Druckentlastungsklappe schlagen können, muss diese
aus nicht-entflammbarem Material hergestellt und feuerbeständig
sein. Zudem müssen die Lamellen
Werkzeugmaschinen Service vom Spezialisten
24/7 Hotline bis zur Generalüberholung,
alles aus einer Hand!
Bild: Möller
nach der Verpuffung selbsttätig
durch ihr Eigengewicht schließen.
Existierende Druckentlastungsklappen sind sehr teuer und funktional nicht optimal. Grund für
MöllerWerke, eine Druckentlastungsklappe zu entwickeln, die
einfach aufgebaut und gleichzeitig
kostengünstig ist. Das Ergebnis
ist eine Druckentlastungsklappe
aus einem zweiteiligen Tragrahmen mit drehbar gelagerten Fe-
derstahllamellen. Sie ist sehr stabil und extrem haltbar. Harte
Funktionstests habe die neue
Druckentlastungsklappe mit Bravour bestanden.
www.moellerwerke.de
Halle 9, Stand B56
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
✔ MATERIAL
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
✔ ZEIT
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
Spannen in allen denkbaren Varianten
Baukasten-System von Hainbuch verspricht Hilfe
bei den verschiedensten Spannmitteln und Spannungen
PRODUKTION NR. 37, 2014
MARBACH (TBÖ). Der Spannmit-
telhersteller Hainbuch setzt auf
ein rüstfreundliches BaukastenSystem, das es dem Anwender
ermöglicht, schnell, präzise und
mit minimalem Aufwand umzurüsten. Hier bleibt das Basisspannmittel auf der Maschine montiert
und dient als Schnittstelle für
weitere Spannmittel.
Ob Außen- oder Innenspannung, Sägeabschnitte oder Stangenbearbeitung, der Niederzugeffekt der montierten Adaptionsspannmittel ermöglicht eine solide Spannung mit optimalen Eigenschaften wie hoher Steifigkeit,
Schwingungsdämpfung und hohen Schnittwerten.
Um dieses Baukastensystem
auch für Materialabmessungen bis
Durchmesser 200 mm nutzbar zu
machen, wurde nun das Backenmodul ins Leben gerufen. Großer
Vorteil dabei: Die beiden Partner
aus Toplus oder Spanntop-Futter
und Backenmodul ergeben zusammen nicht nur ein Backenfutter
mit der bewährten Keilstangenmechanik, sondern eine Spannlösung für alle Fälle, so das Unternehmen. Denn auch Dorne und
Spannköpfe lassen sich in die
Grundeinheit einsetzen.
Damit schließt sich der Kreis
und führt laut Anbieter in eine
neue Spanndimension, die Anwendern bei geringerem Gewicht und
kleinerer Störkontur noch mehr
Möglichkeiten eröffnet: die 3-in1-Kombination mit Innen-, Außen-
und Backenspannung. Auch die
Wellenbearbeitung ist mit dem
neuen Familienmitglied, der Stirnmitnehmer-Adaption, kein Problem mehr. Damit kann man eine
Welle über deren gesamte Länge
bearbeiten, wobei das Umspannen
entfällt.
www.hainbuch.de
Halle 1, Stand E12
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
✔ ZEIT
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
Übung macht den
Rundtakt-Meister
Flexibilität und Produktivität
in perfekter Balance
Als Spezialist für Rundtaktmaschinen hat Pfiffner
wieder Maßstäbe gesetzt: Mit der neuen PT-Baureihe gelang erstmals der Spagat zwischen höchster Flexibilität und effizienter Produktivität. So verbinden sich Präzision und Wirtschaftlichkeit – mit
zukunftsweisenden Vorteilen für unsere Kunden.
Überzeugen Sie sich live von den Qualitäten der neuen
PT-Rundtaktmaschine auf der AMB in Stuttgart.
16. bis 20. September 2014
Halle 3 | Stand C18
Informieren Sie sich
am besten gleich unter
www.pfiffner.com/pt
Mit der neuen ‚Backenmodul-Generation‘ im Baukastensystem von Hainbuch findet man immer das passende Spannmittel.
Bild: Hainbuch
www.pfiffner.com
28 · Messespecial AMB · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Profil zeigen auch in schwierigen Fällen
Sonderwerkzeuge von Hommel + Keller ermöglichen konische Rändelungen und Beschriftungen aller Art
2
1
4
1) Hommel+Keller bietet Werkzeug
für Rändelungen an.
2) Für konische Rändelprofile: die
Sonderausführung 161 der ‚Zeus‘Rändelformwerkzeuge RD2.
3) Die Beschriftungswerkzeuge der
Serien 431 und 432 sind mit einem
rückfedernden System ausgestattet,
das Flexibilität und Standzeit bei der
Bearbeitung erhöht.
4) Eine Vielzahl an Werkzeugaufnahmen, etwa für Coromant Capto, lässt
den Zerspaner mit nur wenigen Systemen auskommen. Bilder: Hommel+Keller
3
PRODUKTION NR. 37, 2014
ALDINGEN (TBÖ). Viele Anwen-
dungen verlangen nach konischen
Rändelungen – etwa Scheibenwischerwellen oder Gewindeeinsätze. Konische Rändelprofile anzubringen ist mit einem Standardwerkzeug so gut wie unmöglich.
Daher hat Hommel+Keller die
Sonderausführung 161 der ‚Zeus‘Rändelformwerkzeuge RD2 entwickelt. Dieses Tool besteht aus
zwei Werkzeugträgern mit insgesamt zwei Rändelrädern, die ein-
ander gegenüberliegen. Dadurch
werden der seitliche Anpressdruck
beim Ausrändeln kompensiert und
die Kräfte auf Werkstück und
Maschine reduziert. Das Resultat
ist laut Hersteller eine schonende
Bearbeitung mit geringem Anpressdruck, die sehr hohe Präzision möglich macht, auch bei sehr
kleinen Werkstückdurchmessern.
Die Rändelräder der Sonderausführung 161 realisieren nach DIN
82 achsparallele Rändel und
Kreuzrändel mit Winkeln von 30
und 45 Grad. Dabei sind sie für
Neigungswinkel zwischen 6 und
8 Grad ausgelegt, wobei auch andere Neigungswinkel auf Wunsch
möglich sind.
Ebenfalls aus der Fertigung
nicht mehr wegzudenken ist das
Beschriften von Bauteilen mit
Artikelbezeichnungen, Produktionsdaten oder Chargenzuordnungen. Beschriftungswerkzeuge von
Hommel+Keller lassen sich auf
sämtlichen gängigen Bearbeitungszentren einsetzen. Dabei ist
alles machbar, sogar das Beschriften innerhalb einer Nut. Für plan-
seitige Beschriftungen eignen sich
Beschriftungswerkzeuge der Serien 431 und 432. Sie sind mit einem rückfedernden System ausgestattet, das es ihnen erlaubt, die
Beschriftung exakt am Bauteil zu
positionieren. Zudem sind Feder
und Federgehäuse so modifiziert,
dass sie im Vergleich zu den Standardausführungen mehr Platz
haben. Das reduziere die Reibung
während der Bearbeitung und erhöhe die Standzeiten der Federn.
Soll eine Applikation reibungslos verlaufen, kommt es auch auf
Druckluft-Profis
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Kaeser setzt auf Leistung und Effizienz
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Halle
die Werkzeugaufnahme an. Hommel+Keller bietet eine Werkzeugaufnahme für Rundschäfte, modulare Vierkantprofile, Hohlschaftkegel und Coromant Capto
an. Damit verschaffe man dem
Zerspaner ein sehr hohes Maß an
Flexibilität, so das Unternehmen.
www.hommel-keller.de
Halle 1, Stand B16
HSK-A100
mit voller
Dreh-Power
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Die Firmengruppe
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PRODUKTION NR. 37, 2014
COBURG (HI). Kaesers Schrauben-
kompressoren der Serie ASD und
BSD punkten durch hohe Leistung
und Zuverlässigkeit bei niedrigem
Energie- und Platzbedarf. Bei Anlagen mit Drücken bis 15 bar und
Liefermengen von 2 bis über 8 m3/
min sind sie Einsparprofis mit bis
zu 6 % verbesserter spezifischer
Leistung. Der Kompressorblock
enthält das strömungstechnisch
optimierte Sigma-Profil. Die BDSKompressoren sind mit Super
Premium Efficiency IE4-Motoren
ausgestattet. Für anwendungsgerechte trockene Druckluft sorgt
der energiesparende Drucklufttrockner der Secotec TF-Serie mit
seiner Latent-Speichertechnik. Er
hat eine um 98 % höhere Speicherdichte als herkömmliche Speichermedien und braucht 46 % weniger
Stellfläche. Er benötigt weniger
als 87 W je m3/min zu trocknender
Druckluft, ist einfach platzier- und
installierbar und extrem wartungsarm.
www.kaeser.com
Halle 4, Stand C27
Die neuen Schraubenkompressoren
der Serie BSD sparen laut Kaeser
dank effizienter Motoren Energie ein.
16.07.14 17:06
Bild: Kaeser
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Messespecial AMB · 29
Rauheitsmessung in der Maschine
Das TC64-RG erkennt schlechte Oberflächen bereits in der Originalaufspannung
PRODUKTION NR. 37, 2014
RAVENSBURG (TBÖ). Blum-Novo-
test, Anbieter hochwertiger Messund Prüftechnologie, präsentiert
das Rauheitsmessgerät TC64-RG.
Mit dem Produkt ermöglicht das
Unternehmen nach eigenen Angaben erstmals eine automatisierte Prüfung von Werkstückoberflächen in Werkzeugmaschinen.
Winfried Weiland, Leiter Marketing: „Sieht man sich eine technische Zeichnung im Detail an,
können heutzutage fast alle dimensionalen Größen prozessnah
in der Werkzeugmaschine gemessen werden. Eine Ausnahme stellt
das Merkmal ‚Oberflächenrauheit‘
dar. Am aufgespannten Werkstück
konnte solch eine Prüfung bisher
nur per manuellem Arbeitsgang
realisiert werden, oder es war ein
nachgelagerter Kontrollschritt
außerhalb der Maschine notwendig.“ Beide Vorgehensweisen passten nicht in eine automatisierte
Fertigung, da sie den Serienprozess stören und fehleranfällig
seien.
Weiland: „Mit dem TC64-RG
schließen wir diese Lücke in der
Prozesskette. Schlechte Oberflä-
Das Rauheitsmessgerät TC64-RG von Blum ermöglicht eine automatisierte
Prüfung von Werkstückoberflächen in Werkzeugmaschinen. Bild: Blum
chen werden jetzt bereits in der
Originalaufspannung erkannt.“
Aufgrund der rauen Bedingungen
in Werkzeugmaschinen galt die
automatisierte, maschinenintegrierte Erfassung der Oberflächenqualität lange als technisch unmöglich. Zudem erwarten Kunden
aus der hochproduktiven Serienfertigung kürzeste Messzeiten bei
gleichzeitig höchster Zuverlässigkeit und Präzision. Nun hat Blum
auf Basis der erstmals im Jahr
2010 vorgestellten DIGILOG-Technologie den neuen TC64-RG entwickelt.
Wie alle anderen TC-Messtaster
ist auch der TC64-RG voll werkzeugmaschinentauglich, kühlmittelbeständig und nach IP68 geschützt. Auch die Messgeschwindigkeit sei beachtlich. Standardoberflächen aus den Bereichen
Fräsen, Drehen und Schleifen
können innerhalb von wenigen
Sekunden µm-genau geprüft und
entsprechend der Rauheitskenngrößen Ra, Rz und Rmax ausgewertet werden, heißt es. Die ermittelten Rauheitswerte werden
entweder für eine spätere Verwendung protokolliert, als Statuswert
ausgegeben oder über das GrafikInterface visualisiert.
Erste Anwendungen wurden
schon in der Produktion von Motorenkomponenten, wie etwa Verdichterräder, Pleuel und Zylinderbohrungen, realisiert. Dabei steht
nicht immer nur die perfekte
Oberflächenqualität im Vordergrund. Bei den Letztgenannten
handelt es sich beispielsweise um
‚Funktionsflächen‘, die einem genau definierten Rauheitswert entsprechen müssen. Ist dieser zu
gering, erfüllt die Oberfläche nicht
mehr ihre Funktion eines ‚Schmiermittelspeichers‘.
Aber auch in der Produktion von
Getriebegehäusen oder bei der
Zerspanung von Luftfahrtkomponenten, wie beispielsweise Turbinenschaufeln, wird der TC64-RG
eingesetzt. Da die Verfahrbewegungen durch die NC Achsen realisiert werden, ist im Gegensatz
zu externen Geräten auch die
Prüfung von Freiformflächen
möglich.
Die Generierung des Messwertes erfolgt über ein verschleißfreies, optoelektronisches Messelement im Inneren des Gerätes.
Zudem arbeitet auch der TC64-RG
mit dem patentierten shark360Messwerk. Die integrierte Planverzahnung bewirkt während der
Messung eine definierte Auslenkrichtung bei konstanten Auslenkkräften. Eine eventuell auftretende Torsionskraft wird durch die
Planverzahnung aufgenommen
und hat somit keinen Einfluss auf
das Messergebnis, so Blum.
www.blum-novotest.com
Halle 1, Stand H71
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
✔ ZEIT
✔
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
Halle 5 – C32
Messungen mit Saphir QD sind laut Dr. Schneider einfach und liefern schnell
relevante Daten.
Bild: Schneider
Neue Messsoftware für
individuelle Ansprüche
Saphir QD von Dr. Schneider erkennt selbst
spiegelverkehrt aufgelegte Teile zuverlässig
PRODUKTION NR. 37, 2014
BAD KREUZNACH (HI). Dr. Heinrich Schneider Messtechnik entwickelte die neue Mess- und Auswertesoftware Saphir QD sowie
eine neue Projektorenbaureihe.
Messungen mit Saphir QD sind
laut Schneider sehr einfach: Messgerät einschalten und die Software
wartet nach wenigen Klicks auf
das Teil, welches man ohne Ausrichtung innerhalb des Messbereiches auflegen kann. Sobald die
Hand aus dem Bildfeld verschwunden ist, erkennt die Software das
Teil, führt die Messung durch und
erstellt den Bericht inklusive grafischem Protokoll als Overlay auf
dem Livebild mit farblicher Kennung der gemessenen Elemente
– und das bei ständig wechselnden
Teilen. Auch spiegelverkehrt aufgelegt werden diese erkannt und
die Messung durchgeführt. Neben
der Ein-Teile- haben die Entwickler die Mehr-Teile- wie auch die
Multi-Teile-Messung in die Saphir
QD integriert. Es ist nicht nötig,
der Steuerung vorab mitzuteilen,
wieviel Teile man messen möchte.
Die Software erfasst alle im Messbereich befindlichen Teile und
misst diese. Neben der schnellen
Messung haben sich die Experten
von Schneider Messtechnik bei
Saphir QD aber auch die Programmierung vorgenommen. Wird ein
Teil aufgelegt und es gibt hierfür
noch kein Programm, wird auch
sofort die Kontur erkannt.
www.dr-schneider.de
Halle 1, Stand J71
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
ZEIT
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LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
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30 · Top-Technik: Konstruktion · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
In den Wind gedreht
Morgan Rekofa liefert Schleifringübertrager für Windenergieanlagen
Produktion Nr. 37, 2014
Antweiler / AHr (ba). Ob On-
oder Offshore, in allen Windenergieanlagen werden die Rotorblätter über Schleifringe gesteuert.
Bei der Rotorpositionierung sind
Schleifringübertrager des Herstellers Morgan Rekofa ein verlässlicher Partner.
Schleifringübertrager werden
in weit über 50 Applikationen
eingesetzt. Eine der an Stückzahl
größten ist in der Windbranche
zu finden. Bei diesen kundenspezifischen Produkten handelt es
sich um elektromechanische Bauteile, die Ströme und Datensignale, aber auch Medien, von einem
Stator auf einen endlos drehenden
Rotor übertragen. Eine winkeleinschränkende Schleppkette wird
ersetzt, so etwa von der Gondel
an die Nabe, wodurch die Motoren
der Rotorblätter versorgt werden.
Hierbei ist nicht die Aufgabe an
sich die Schwierigkeit, nämlich
Motoren- und Erregerströme bis
400 Ampere und Datensignale wie
FastEthernet an den Rotor zu
bringen, sondern die Standzeit.
Gerade in Offshore-Anlagen
kann die Instandhaltung schnell
einen fünfstelligen Betrag pro
Anlage kosten. Daher lautet die
Vorgabe der Hersteller: 20 Jahre
Laufzeit und Wartungsfreiheit.
Mit dem für Windenergieanlagen
entwickelten Modell 80A ist es
der Morgan Rekofa gelungen, alle
Kundenanforderungen in einem
Drehverteiler umzusetzen: Extrem
hohe Laufleistung, Schutzklasse
bis IP68, hohe Ergonomie für die
engen Bauräume in der Gondel,
integrierte Encoder, Temperaturbereich -30 °C bis +100 °C. Durch
die Encoder ist es den Windenergieanlagen möglich, stetig Drehzahl und Position des Blattes zu
messen. Wird der Wind zu stark,
dreht der Blatt-Motor (Pitch-Antrieb) das Rotorblatt aus dem
Wind. Dieser wird von der Gondel
1
2
1) Morgan Rekofa hat den Drehverteiler
80A speziell für Windenergieanlagen entwickelt. Er zeichnet sich durch eine extrem
hohe Laufleistung, eine Schutzklasse bis
IP68 und hohe Ergonomie für die engen
Bauräume in der Gondel aus. Ein Encoder
ist integriert, der Drehverteiler hält Temperaturen von -30 °C bis +100 °C stand.
2) Mit Golddraht bestückt, hält der 80A
bis zu 100 Mio Umdrehungen aus – bei einer Lebenszeit von 15 Jahren.
3) Eine Schmierung ist nicht notwendig,
der 80A erfüllt die Anforderungen der UL/
CSA, VDE.
Bilder: Morgan Rekofa
3
Baumüller entwickelt eine neue, flexible und dezentrale
Antriebslösung für viele Branchen
Nürnberg (tbö). In seinem neu-
en, dezentralen Antriebskonzept
b maXX 2500 kombiniert Baumüller Umrichter der Serie b maXX
3000 mit den robusten Servomotoren der Baureihen DSD, DSP
und DSC. Damit bietet der Hersteller eine flexible, wirtschaftliche und vor allem kompakte Lösung für die Verpackungsindust-
Mit dem b maXX 2500 bietet Baumüller ein dezentrales Antriebskonzept für zahlreiche Branchen.
Bild: Baumüller
zeit wurde auf speziellen Versuchsaufbauten simuliert, bevor
in externen Labors zusätzliche
Vibrations- und Schocktests liefen. Erst danach wurden Dauertests bei verschiedenen Kunden
vereinbart. Der monatelange Entwicklungsaufwand hat sich gelohnt: Erste Aufträge über diese
modular aufgebaute und für jeden
Kunden anpassbare Standardtype
wurden bereits ausgeliefert, so
dass die Morgan Rekofa in der
Windbranche zweistellige Zuwachsraten schreibt.
Der global tätige Entwickler
Morgan Rekofa, ansässig in Antweiler/Eifel, begann die Schleifringübertrager-Produktion schon
in den 1960er Jahren am Standort
Deutschland. Das Unternehmen
wurde 1998 vom Konzern Morgan
Advanced Materials PLC gekauft
und ist seitdem stetig gewachsen.
Es ist heute unter anderem in der
Automobilindustrie Marktführer
und strebt diesen Titel in den
nächsten drei Jahren auch in der
Windbranche an.
www.morganelectricalmaterials.
com
Effizienz-Navi
Preis
Material
Energie
Service
Handhabung Zeit
Lebensdauer Kosten senken mit Produktion
Antriebskonzept,
kompakt kombiniert
Produktion Nr. 37, 2014
aus endlos rotierend über den
Schleifringübertrager versorgt.
Schäden werden so vermieden.
Bei der Entwicklung des 80A
wurde wenig dem Zufall überlassen. Im hauseigenen Versuchslabor liefen erste Prototypen des
Schleifringübertragers monatelang im Klimaschrank. Die Stand-
rie, die Textilindustrie, die Logistik und als Hilfs- und Nebenantrieb für zahlreiche weitere Industriezweige.
Eine Besonderheit am b maXX
2500 ist laut Anbieter das innovative Kühlsystem. Die Oberfläche
des Gerätes ist mit einer Struktur
versehen, die aus kleinen Pyramiden besteht. Damit konnten die
Entwickler die Oberfläche des
Antriebs deutlich vergrößern und
so eine verbesserte Wärmeabfuhr
ermöglichen. Dank der schrägen
Flächen der pyramidenförmigen
Kammern kann der Maschinenbauer den Antrieb nun außerdem
in mehreren verschiedenen Positionen einbauen, verspricht Baumüller. So kann die Motorwelle
sowohl nach oben als auch nach
unten und zu allen Seiten ausgerichtet werden. Der wärmeabführende Kamineffekt bleibt bei allen
Varianten der gleiche und es müssen keine Leistungsverluste befürchtet werden, heißt es weiter.
Der b maXX 2500 wird bis zu
einer Leistung von etwa 6,5 kW
erhältlich sein, die Leistungsversorgung des Gerätes beträgt 760 V .
Es verfügt außerdem über Schutzklasse IP65 und ist mit verschiedenen Anschlussmöglichkeiten
über Verteilerbox oder Stecker
verfügbar. Der Maschinenbauer
kann so flexibel die für seine Anwendung passende Anschlussart
wählen. Baumüller vereint in dem
neuen Antriebskonzept alle Vorteile der b maXX-Umrichter und
der Servomotoren, das damit auch
über Echtzeit-Ethernet-Kommunikation sowie integrierte Sicherheitstechnik verfügt.
www.baumueller.de
Effizienz-Navi
Preis
Material
Energie
Service
Handhabung ✔ Zeit
Lebensdauer Kosten senken mit Produktion
Dezentral, entschlankt
und leistungsstark
Antrieb mit Feldbus und Sicherheitstechnik
kommt zum Preis eines Schrittmotors
Die Pegasus-Baureihe dezentraler
Servoantriebe von
a-drive bietet High
End Performance
zum Preis eines
einfachen Schrittmotors Systems.
Bild: a-drive
Produktion Nr. 37, 2014
Taunusstein (tbö). Die Kosten-
vorteile dezentraler Lösungen
sind bekannt: Motor und Ansteuerelektronik sind optimal aufeinander abgestimmt, Inbetriebnahme- und Installationaufwand reduzieren sich. Dazu kommen ein
kleinerer Schaltschrank, kurze
Anregelzeiten und schnelle Regelungen. Jetzt bietet die PegasusBaureihe von a-drive zusätzlich
noch High-End-Performance zum
Preis eines einfachen Schrittmotors-Systems.
Dies ist laut Hersteller das Ergebnis eines konsequenten, mechatronischen Engineerings: Es
wurde auf alles verzichtet, was
nicht wirklich erforderlich ist. Was
Sinn macht, wurde standardisiert.
Viele Komponenten wurden neu
entwickelt oder dank Informatik
sinnvoll optimiert, so das Unternehmen. Das Ergebnis seien mi-
nimale Kosten, maximale Performance und eine sehr breite Abdeckung der Anwendungen. Bei der
Steuerung wurde bewußt auf
PLC-Funktionalität verzichtet, um
die Baugröße minimal zu halten
und um keine aufbauenden I/OErweiterungen zu haben. Integriert ist der schnelle PID-Regler
für Kraft, Geschwindigkeits- und
Lageregelung. Abläufe und Synchronisation werden laut a-drive
über eine schnelle Feldbus-Kommunikation besser gelöst. Standardmäßig on Board ist ‚EtherCAT
in and out‘, um im Ring mehrere
Antriebe kostengünstigst zusammenschalten zu können. Die Synchronisation erfolgt über die
DS402-kompatible Schnittstelle.
www.a-drive.de
Effizienz-Navi
Preis
✔ Material
Energie
Service
Handhabung Zeit
Lebensdauer Kosten senken mit Produktion
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Top-Technik: Werkstoffe · 31
Temperaturbeständiges TPE mit hoher Haftung
Thermolast Compound von Kraiburg TPE genügt Anforderungen der Autobauer
PRODUKTION NR. 37, 2014
WALDKRAIBURG (SNÖ). Kraiburg
TPE bietet mit ‚Thermolast‘ thermoplastische Elastomere für den
Automotivebereich. ‚Thermolast
V‘ sind teilvernetzte thermoplastische Elastomere, einzuordnen
unter den TPV-(SEBS+PP). Aufgrund der chemischen Vernetzung
während des Produktionsprozesses steigt die Dauergebrauchstemperatur der TPV-(SEBS+PP) auf
bis zu 140 °C. Die Materialien sind
daher vergleichbar mit TPV(EPDM+PP) und klassischen Elastomermischungen auf Basis von
EPDM, CR, NBR sowie HNBR. Die
spezielle Rezeptur bewirkt einen
guten Druckverformungsrest. Die
Werte des Kurzzeit-Druckverformungsrests liegen bei den TPV(SEBS+PP) von Kraiburg im Bereich klassischer TPV-(EPDM +
PP)-Materialien. Dank sehr hoher
Temperaturstabilität zeigen die
Compounds auch bei anhaltender
Dauer und hohen Temperaturen
gute Werte. Vergleicht man die
Ergebnisse des Langzeit-Druckverformungsrests mit den Werten
von TPV-(EPDM + PP), zeigen sie
eine überzeugendere Performance.
www.kraiburg-tpe.com
Das thermoplastische Elastomer
Thermolast V
bietet gute Haftung zu PP oder
PA und einen
laut Herstellerangaben exzellenten LangzeitDruckverformungsrest.
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
✔
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
ZEIT
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
Fettfreie, dünne Folien
mit hohem Härtegrad
Bild: Kraiburg TPE
pure performance
absolute precision
Chemisches Entfettungsverfahren erleichtert Produktion von Aluminiumfolien
PRODUKTION NR. 37, 2014
Hydro ist nun in der Lage, Material bis zu
einer Dicke von 15 µm chemisch zu entfetten.
Bild: Hydro
GREVENBROICH (SNÖ). Hydro Aluminium ist es gelungen, Aluminiumfolien
chemisch zu entfetten. Damit ist es dem
Unternehmen möglich, auch für dünne
Folien Härtegrade zu ermöglichen, die
es bisher erst ab 50 µm gab – bei absoluter Fettfreiheit. Dadurch ergeben sich
neue Möglichkeiten, über umweltfreundliche und günstigere Lacksysteme
nachzudenken, aber auch gezielt mechanische Eigenschaften in Abhängigkeit des Anwendungsfalles einzustellen.
Bei der Fertigung von Walzprodukten
sind Schmierstoffe zur Reduktion der
Reibung unabdingbar. Walzöl verhindert
jedoch nicht nur Reibung, sondern hat
auch Einfluss auf Beschichtungsarbeitsgänge. Meist muss es vor dem Beschichten auf einen definierten Wert reduziert
werden, da die Beschichtung sonst nicht
hinreichend haftet. Diese Eigenschaft
der Benetzbarkeit wird bei Folien durch
thermisches Entfetten erzielt (Glühung
in einem separaten Ofen oder während
der Beschichtung.) Entsprechende Temperaturen sind einzustellen. Sie haben
Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften. Auch ist bei der Glühung der
Temperatureinfluss in einer gewickelten
Rolle über ihre Lauflänge und Breite
unterschiedlich.
Eine Alternative zum thermischen
Entfetten ist das chemische. Hierbei
wird das Walzöl durch eine flüssige Lösung abgewaschen und dies konstant
über Länge und Breite des Materials.
www.hydro.com
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
✔
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
ZEIT
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
Alternative Werkstoffe für
Maschinenbetten und Gestelle
Eine sorgfältige Analyse erleichtert die Suche nach dem richtigen Werkstoff
PRODUKTION NR. 37, 2014
WANGEN BEI GÖPPINGEN (SNÖ). Für
Maschinenbetten oder -untergestelle
werden zunehmend Mineralguss, Ultrahochleistungsbeton (UHPC) und Hartgestein eingesetzt, teil Rampf mit. Die
Gestaltungsregeln dieser Gestellwerk-
Maschinenbetten müssen nicht
immer aus Metall bestehen.
Rampf liefert alternative Materialien.
Bild: Rampf
stoffe sind sich sehr ähnlich. So basiert
fast jede Konstruktion aus diesen Materialien auf einer quaderförmigen
Grundstruktur. Funktionsräume und
Gewichtsreduzierungen werden durch
Abtragen quaderförmiger oder zylindrischer Körper erreicht. Bei UHPC-Beton
und Mineralguss durch Formgestaltung,
bei Hartgestein durch sehr aufwendige
mechanische Bearbeitung.
Befestigungs- oder Lastgewinde werden bei alternativen Gestellwerkstoffen
nicht in das Material geschnitten, sondern als Gewindebuchsen eingegossen
(Mineralguss, UHPC) oder eingeklebt
(Hartgestein). In Mineralguss- oder
UHPC-gestellbauteile können Rohre,
Schläuche, Kabel und andere Funktionselemente eingegossen werden.
Bei anderen Werkstoffen ist
dies oft nur mit hohem nachträglichen Bearbeitungsaufwand oder gar nicht möglich.
Designfunktionen können
alternative Gestellwerkstoffe unterschiedlich und manchmal sogar besser als Grauguss erfüllen. Mineralguss, UHPC und Hartgestein haben glatte und optisch hochwertige Oberflächen, die sich als Sichtund Designflächen nutzen lassen. Für
bewegte Gestellbauteile bietet laut
Rampf CFK dank hoher Steifigkeit, Festigkeit und Dämpfung bei geringer Dichte das höchste Leichtbaupotenzial. In
der spezifischen Zugfestigkeit übertrifft
CFK Stahl, Aluminium und GFK um ein
Vielfaches. Daher und dank hoher Gestaltungsfreiheit dominieren CFK-Werkstoffe auch die bisher wenigen Anwendungen in hochbelasteten und bewegten
Gestellbauteilen im Maschinenbau.
Aufgrund ihrer zellularen Struktur
absorbieren Metallschäume Schwingungs- und Ruckenergien und sind daher ideal für Baugruppen, bei denen
Leichtbau und Schwingungsdämpfung
unverzichtbar sind, so Rampf. Dabei
können trotz geringerer Masse Biegesteifigkeit und Schwingungsdämpfung
erhöht werden. Auch zeichnen sich Bauteile aus Metallschäumen (vor allem
Aluminiumschaum) durch hohe Temperaturbeständigkeit, sehr gute Abschirmung elektromagnetischer Wellen und
problemloses Recycling aus.
www.rampf-gruppe.de
EFFIZIENZ-NAVI
PREIS
MATERIAL
✔
ENERGIE
SERVICE
HANDHABUNG
ZEIT
LEBENSDAUER
Kosten senken mit Produktion
FERTIGEN SIE
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DIE BERGHOFF-METHODE
Industrielles Outsourcing rund um
die mechanische Bearbeitung von der Rohmaterialbeschaffung
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Messtechnik inklusive Zertifikat
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32 · Top-Technik: Werkstoffe · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Mit 3D-Druck schneller zum Muster
Pöppelmann nutzt Polyjet-Matrix-Technologie, um komplexe Kundenmuster zu erstellen
Produktion Nr. 37, 2014
Lohne (snö). Per Rapid Prototyping können die Kunden des
Kunststoffspezialisten Pöppelmann schon sehr früh ein realistisches Muster ihres Produkts in
den Händen halten. Daher setzt
das Unternehmen aus dem niedersächsischen Lohne gleich mehrere 3D-Drucker ein, mit denen
die per CAD-System konstruierten
Artikel innerhalb weniger Stunden
greifbar werden. Neu ist bei Pöppelmann beispielsweise der Einsatz der Polyjet-Matrix-Technologie, mit der Mehr-KomponentenPrototypen in einem Arbeitsschritt gedruckt werden können.
Da die Anfertigung eines Werkzeugs für die Serienproduktion
relativ zeitaufwendig ist, ist es
wichtig, dass zu diesem Zeitpunkt
die Produktentwicklung auch
wirklich auf dem Stand der Serienreife ist. Mit einem Rapid-Prototyping-Muster haben Hersteller
und Kunde bereits ein maßgenaues Produkt in der Hand, mit dem
letzte Korrekturen zuverlässig
ermittelt werden können.
3D-Druck
Pöppelmann setzt D-Drucker
ein, mit denen per CAD konstruierte Artikel innerhalb weniger
Stunden greifbar werden
Die 3D-Drucker bei Pöppelmann können innerhalb weniger Stunden nach Fertigstellung der
CAD-Daten die Prototypen aufbauen. Diese Vorserienmuster können auch komplexe Strukturen
detailgetreu abbilden.
Bild: Pöppelmann
Zudem kann der Kunde sehen,
ob das Produkt seinen Anforderungen und Vorstellungen entspricht. Die 3D-Drucker bei Pöppelmann können innerhalb weni-
Kupfer mit hoher
Leitfähigkeit erzeugen
Im Kokillenguss erzeugtes Kupfer bietet höhere Leitfähigkeit als Kupfer aus Sandguss
Produktion Nr. 37, 2014
Solingen (snö). Kupfer-Kokil-
lenguss eignet sich laut Piel &
Adey (PIAD) für die Elektrotechnik, Energieerzeugung und -verteilung. Mit Sandguss gegossenes
Material büßt sehr an Leitfähigkeit ein. Anlass für
PIAD, den Kokillenguss zu entwickeln.
Dieser ist nun so ausgereift, dass er auf
alle Kupfer-Legierungen anwendbar ist. Im
Kokillenguss kann
Kupfer ohne Desoxydationselemente vergossen werden. Dies
garantiert eine Leitfähigkeit von mindestens 55 m/mm² Ohm.
Anwendungen sind
Schaltelemente für Mittel- und
Hochspannungstechnik.
www.piad.de
Effizienz-Navi
Preis
Material
✔
Energie
Service
Handhabung Zeit
Lebensdauer Kosten senken mit Produktion
Kupfer-Werkstücke,
die im Kokillenguss
produziert wurden,
zeichen sich durch eine hohe Leitfähigkeit
aus und eignen sich
daher zum Beispiel
für die Elektrotechnik.
Bild: Piel & Adey
www.linn.de
ger Stunden nach Fertigstellung
der CAD-Daten die Prototypen
aufbauen. Diese Vorserienmuster
können auch komplexe Strukturen
detailgetreu abbilden. Da Pöppel-
Effizienz-Navi
Preis
Material
Energie
Service
Handhabung Zeit
✔
Lebensdauer Kosten senken mit Produktion
Den Leichtbau noch leichter machen
Grafe hat einen speziellen Kunststoff entwickelt, der gegenüber
herkämmlichen Kunststoffen 30 % an Gewicht einspart
Produktion Nr. 37, 2014
Blankenhain (tbö). Der Einsatz
von Kunststoffen in der Fortbewegungstechnik eröffnet eine
Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten
zur Einsparung von Gewicht. Mit
Hilfe eines speziellen Composites
der Grafe Polymer Technik wurde
ein Potenzial erarbeitet, welches
eine Gewichtsersparnis von bis zu
30 % gegenüber der herkömmlichen Verwendung von technischen Kunststoffen bietet, heißt
es. Die Modifizierung findet so
statt, dass die Basisperformance
des ausgewählten technischen
Kunststoffs im Wesentlichen erhalten bleibe.
Der Anspruch an Designfreiheit,
Einfärbbarkeit sowie höchster
Oberflächengüte und Prozesssicherheit können laut Hersteller
mit dieser Entwicklung realisiert
werden. Dies gelinge durch die
Kombination spezifischer Füll-
www.linn.de
ALUPRO
IHRE BAUSTEINE
FÜR GRUNDLEGENDEN
ERFOLG.
mann über mehrere 3D-Drucker
mit unterschiedlichen Technologien verfügt, können die Prototypen je nach Bedarf aus harten,
weichen oder Hart-/Weichkom-
ponenten gedruckt werden. Je
eher das Kunststoff-Unternehmen
in den Konstruktionsprozess von
Neuteilen eingebunden wird, desto schneller lassen sich die gewünschten Komponenten zur
Serienreife bringen. Schon in den
Entwicklungsschritten vor dem
3D-Druck wird die Entwicklungszeit bei Pöppelmann durch den
Einsatz moderner Technik verkürzt.
Bei der computerbasierten Konstruktion kommen unter anderem
CATIA V5, Strukturberechnungen
(FEM), Füllanalysen, 3D-Simulationen und Digital-Mock-up
(DMU) zum Einsatz. Ein schneller
Datenaustausch im CAD/CAMVerbund ermöglicht die problemlose Übernahme von bestehenden
dreidimensionalen Kundendaten.
Den Mitarbeitern stehen deshalb
allein 60 CAD-Arbeitsplätze bei
Pöppelmann zur Verfügung.
www.poeppelmann.com
stoffe und Additive in der polymeren Matrix bei gleichzeitig
spezifischer Verfahrenstechnologie. Mit einem großen deutschen
Systemlieferanten konnten erste
Bauteile einer Sitzverkleidung
umgesetzt werden. Die zählbaren
Ergebnisse waren gemäß der be-
teiligten Partnerunternehmen
hervorragend, so Grafe.
www.grafe.com
Effizienz-Navi
Preis
Material
✔
Energie
Service
Handhabung Zeit
Lebensdauer Kosten senken mit Produktion
Das spezielle Composite von Grafe verspricht eine Gewichtsersparnis von bis
zu 30 % gegenüber der herkömmlichen Verwendung technischer Kunststoffe.
Bild: Grafe
www.linn.de
www.linn.de
Spezieller Kunststoff für
‚Hygienic Design‘
Werkstoff von Murtfeldt verhindert
Bildung von Biofilm in der Getränkeabfüllung
Produktion Nr. 37, 2014
ALUMINIUMBEARBEITUNG
01
02
03
04
05
FRÄSEN
SÄGEN & STANZEN
OBERFLÄCHENVEREDELUNG
KLEBEN & MONTAGE
BERATUNG & SERVICE
ALUPRO GmbH & Co. KG
Wiesenstrasse 15 // D-51580 Reichshof (Allenbach)
Tel.: +49 (0) 2261 94 87 -0 // Fax: +49 (0) 2261 94 87 -19
E-Mail: info@alupro.de // Internet: www.alupro.de
Dortmund (snö). Der Werk-
Universal-InduktionsHärteanlage. Wellen,
Zahnräder, Lager, Bolzen
36/14
Universal-InduktionsHärteanlage. Wellen,
Zahnräder, Lager, Bolzen
37/14
stoff ‚S‘ plus+ AB von Murtfeldt
enthält Substanzen, die das
Wachstum von Bakterien und anderen Mikroben verhindern.
Dadurch wird das Entstehen
Universal-Induktionsunangenehmer Gerüchen ebenso
Härteanlage. Wellen,
wirksam verhindert wie die BilZahnräder, Lager, Bolzen
dung eines Biofilms. Zudem be-
39/14
weist der Werkstoff laut Hersteller in vielen Einsätzen Abriebfestigkeit, gute Chemikalienbeständigkeit und zeigt keine Feuchtigkeitsaufnahme.
Er eignet sich daher für hygienekritische
Bereiche und kommt
Schutzgas/Vakuumzum Beispiel bei
FlaschenaufnahKammeröfen.
Glühen,
Löten,
mebacken
in
GetränkeabfüllmaOxidieren, Reduzieren.
schinen
zum Einsatz.
Bis 1200
°C, 3000 l.
www.murtfeldt.de
40/14
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Top-Technik: Werkstoffe · 33
Kunststoff für den Einsatz bei extremen Bedingungen
Schmelzeextrudierbare Perfluorkunststoffe von Dupont widerstehen Dauereinsatz bis 300 °C
Produktion Nr. 37, 2014
Neu-Isenburg (snö). Neu bei
Dupont ist ECCtreme ECA, eine
Klasse schmelzeextrudierbarer
Perfluorkunststoffe, die die vorteilhaften mechanischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften von PTFE mit hoher
Temperaturbeständigkeit verbinden. So besitzt der Werkstoff nach
UL 746B die RTI-Einstufung (RTI
= Relativer Temperaturindex) bei
300 °C bei einer Dicke von 0,75 mm.
Mit seiner Dauergebrauchstemperatur von 300 °C übertrifft er
damit die bisherige Obergrenze
von 260 °C für herkömmliche
Perfluorkunststoff-Isoliermaterialien.
ECCtreme ECA-Typen können
auf herkömmlichen Extrusionsanlagen für HochtemperaturFluorkunststoffe mit Standardparametern verarbeitet werden.
Nachgeschaltete Wärmebehandlung verbessert die thermische
Beständigkeit des Werkstoffs. Das
Material eignet sich zur Ummantelung von Kabeln und Leitungen,
die unter extremen Bedingungen
zum Einsatz kommen, etwa in der
Öl- und Gasindustrie, Luft- und
Raumfahrt, Energieerzeugung,
Halbleiterfertigung und Automobilindustrie.
www.dupont.com
Effizienz-Navi
Preis
Material
✔
Energie
Service
Handhabung Zeit
Lebensdauer Kosten senken mit Produktion
Dank Hartmetall längere
Standzeiten erreichen
Der Kunststoff
ECCtreme ECA eignet sich zum Beispiel
für für Kabelummantelungen in extremen
Einsatzbedingungen
in der Öl- und Gasindustrie, Luft- und
Raumfahrt, Automobilindustrie sowie
der Energieerzeugung.Bild: Dupont
D-995-drytech 72x280_D-995-drytech 72x280 01.09.14 14:22 Seite 1
Schmierfrei
lagern leicht
gemacht
Komponenten von Durit bieten niedrigen Verschleiß
Produktion Nr. 37, 2014
Wuppertal (snö). Durit bietet über
Werden etwa die Außenkörper und der Abscheidekegel von Hydrozyklonen aus Hartmetall gefertigt, müssen die Komponenten
nicht mehr alle zwei Monate ausgetauscht
werden. Dies war bisher bei Komponenten
aus gehärtetem Edelstahl der Fall.
Bild: Durit
60 verschiedene Hartmetall-Sorten mit
Härten von 770 bis 2 000 HV 30. Der
Werkstoff lässt sich mit Stahl, Aluminium oder Gusswerkstoffen kombinieren. Hierzu ein Beispiel aus der Kunststoffindustrie: Bei der Anwendung geht
es um das Abscheiden von Feststoffen
aus Quenchöl zur Herstellung von
Kunststoff-Vorprodukten. Dabei sind
häufig Hydrozyklone im Einsatz. Diese
Abscheider eignen sich zum Abtrennen
von Feststoffpartikeln aus unterschiedlichen Suspensionen oder zum Trennen
von Emulsionen wie Öl-Wasser-Gemische. Bisher bestanden Außenkörper
und Abscheidekegel im Unterlauf am
Hydrozyklon aus gehärtetem Edelstahl.
Aufgrund von Verschleiß mussten die
Komponenten etwa alle zwei Monate
komplett ausgetauscht werden.
Da der Hauptverschleiß im Bereich
der höchsten Strömungsgeschwindigkeit auftritt, wurde das untere Drittel
des Behälters durch einen Vollhartmetalleinsatz ergänzt. Der Abscheidekegel
wurde im Unterlauf durch eine Hart-
metallvariante ausgetauscht. Dank dieser Maßnahmen läuft diese Anlage seit
drei Jahren störungsfrei, berichtet Durit. Mit qualitativ hochwertigen Werkstoffen wie Hartmetall lassen sich laut
Angaben von Durit die Standzeiten von
Komponenten und Werkzeugen erhöhen. Der Sinterwerkstoff Hartmetall
besteht vorwiegend aus Wolframkarbid
als Hartstoff und Kobalt als Hauptbindemittel. Steigen die Anforderungen an
die Korrosionsbeständigkeit, kommen
Nickel und Nickel/Chrom als Binder zum
Einsatz. Im Allgemeinen beeinflussen
der Bindemittelanteil und die Korngröße der Karbide die Eigenschaften des
Werkstoffs: Mit zunehmendem Bindemittelanteil steigt die Zähigkeit, während die Verschleißfestigkeit abnimmt.
Feines Korn erhöht zum Beispiel die
Härte und damit die Verschleißfestigkeit, grobes Korn wiederum die Zähigkeit und dadurch die Schlagfestigkeit.
www.durit.de
Effizienz-Navi
Preis
Material
✔
Energie
Service
Handhabung Zeit
✔
Lebensdauer Kosten senken mit Produktion
Schnellere Prüfung, höhere Produktivität
Web:
Shop
Finder
3D-CAD
Lebensdauer
hitzebeständig
wasserbeständig
chemikalienbeständig
leise
Instron präsentiert eine neue Version der MPX-Pendelschlagwerke
für die sichere und effiziente Prüfung von Metallen nach Charpy und Izod
nology) bezüglich eines Zeitraums von
maximal 5 s zwischen der Entnahme der
Probekörper aus der Temperierkammer
und dem Abschluss der Prüfung, so Instron. Anders als die meisten anderen
Pendelschlagwerke auf dem Markt, die
zum Wechseln der Gewichte noch immer
den Ausbau der gesamten Hammerapparatur erfordern, bietet die Serie MPX
dank austauschbarer Hammergewichte
eine schnelle und einfache Anpassung
der Schlagenergie, ohne dass der Hammerschaft ausgetauscht werden muss.
Für Bediensicherheit während des Versuchs ist die Serie mit einem Sicherheitsund Schutzsystem laut Anforderungen
des europäischen CE-Zertifikats und der
ISO 13849 ausgestattet.
www.instron.de
Produktion Nr. 37, 2014
Pfungstadt (tbö). Die motorbetriebenen Pendelschlagwerke der Serie MPX
von Instron sind auf die Pendelschlagprüfung von Metallen nach Charpy und
Izod ausgelegt. Die Schlagenergien reichen von 300 bis 900 J. Die Serie MPX
beginnt automatisch mit der Prüfung,
sobald die Tür geschlossen wird. Teil
des Prüfsystems ist die Software ‚Fracta‘ zur Berechnung der Schlagenergie.
Bei höheren Ansprüchen an Analyse
und Protokollierung der Messdaten erlaubt ein Upgrade auf eine instrumentierte Charpy-Schlagfinne und die Impulse-Datenerfassungssoftware eine
direkte Messung von Schlagkraft und
Hammergeschwindigkeit.
Die Systeme erfüllen nationale und
internationale Normen für die Prüfung
bei Nicht-Umgebungstemperaturen, so
auch die Anforderungen des NIST (National Institute of Standards and Tech-
Die motorbetriebenen Pendelschlagwerke der Serie MPX von Instron sind auf die
Pendelschlagprüfung von Metallen nach
Charpy und Izod ausgelegt. Bild: Instron
Effizienz-Navi
Preis
Material
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Handhabung ✔ Zeit
✔
Lebensdauer
Kosten senken mit Produktion
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34 · Top-Technik: Automatisierung · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
Vom groben Klotz zum filigranen Zwerg
Dass auch hinter unscheinbaren Produkten Jahrzehnte der Arbeit stecken, zeigen die Produkte von Binder
Produktion Nr. 37, 2014
Der Weg zum kleinen
Steckverbinder
Neckarsulm (sp). Franz Binder,
Inhaber einer kleinen Werkstatt
für Drehteile, entwickelte im Jahr
1967 seinen ersten Steckverbinder,
einen Erdungsstecker. Mit diesem
Produkt stieg Binder in das Rundsteckverbinder-Geschäft ein. Im
Laufe der Jahrzehnte verbesserte
und variierte er seine Produktpalette und ist heute mit Steckverbindern für Sensoren und Automatisierungstechnik weithin bekannt und in manchen Bereichen
sogar Marktführer. „Alles was an
konfektionierbaren M12 Steckverbindern in der Industrie zu finden
ist, stammt meistens von Binder“,
sagt Produktmanager Achim
Klett. So verbergen sich hinter
den Produkten anderer Hersteller häufig Produkte von
Binder. Im Jahr 1968 folgte
mit der Serie 681 der erste
Steckverbinder für Industrieanwendungen mit einem
M16er-Verriegelungsgewinde
und einem Schutzgrad von (noch)
IP 40. Auch andere Hersteller setzten auf das M16-Gewinde.
Im Laufe der Jahre etablierten
sich M16-Steckverbinder bei Industrieanwendungen immer mehr
und erfuhren zahlreiche technische Weiterentwicklungen. Darunter war zum Beispiel die Erhöhung des Schutzgrades auf IP 67,
schirmbare Varianten und eine
größere Bandbreite an Polzahlen,
die bei Binder von 2- bis 24-polig
reicht. Diese Steckverbinder sind
bereits deutlich kleiner als das
erste Binder-Produkt. Hierdurch
konnten kleinere Steckverbinder
mit einer höheren Belastbarkeit
gefertigt werden.
Diese Tendenz zur Verkleinerung zeigt sich dann im Jahr 2005
1968
Eine Konstruktionszeichnung aus
dem Jahr 1968.
70er
1967
In den 70er Jahren wurde der
Steckverbinder verfeinert.
entstand der erste
Steckverbinder
von Binder
2002
Der Erdungsstecker für einen Ölgrenzwertgeber wirkt auf den Betrachter noch eher klobig.
Bilder: Binder
2002 entsteht ein Winzling: Der
Steckverbinder 707.
mit der Serie 720. Diese war eine
Antwort auf die hohen Komponentenkosten bei Steckverbindern, welche größtenteils aus
höherwertigen Metallkomponenten mit veredelten Oberflächen
bestehen. Bei dieser Serie sind bis
auf die Metallkontakte sämtliche
Komponenten wie Kontaktträger,
Hülse und Druckschraube aus
hochwertigem UL-approbiertem
Kunststoff gefertigt. Dies setzt
Auch im Brandfall sicher
kommunizieren
zwar anfangs relativ hohe Investitionskosten für die Werkzeuge
voraus, rechnet sich dann längerfristig jedoch hinsichtlich geringerer Stückkosten im Vergleich
zu den Steckerversionen mit mehr
metallenen Komponenten. Hinzu
kommt bei dieser Serie noch die
modulare Aufbauweise, welche bei
der Verarbeitung und den Kombinationsmöglichkeiten der Baukomponenten mehr Flexibilität
und Kosteneinsparungen mit sich
bringt.
2014 schließt sich der Kreis aus
den gewonnenen Erkenntnissen
der letzten Jahrzehnte und Binder
entwickelt die Serie 696 HEC
(=Harsh Environment Connector).
Auch dieser besteht aus hochwertigem Kunststoff und vereinigt
die Eigenschaften vieler Varianten
in einem Produkt.
www.binder-connector.de
Heute
Der HEC vereint die Eigenschaften seiner Brüder
Mazet regelt mit Smartphones und Tablets
verschiedene Lichtstimmungen über spektral
unterschiedliche LEDs hinweg.
Bild: Mazet
Glasfaserkabel Helucom von Helukabel
widersteht bis zu 90 Minuten lang Bränden
Produktion Nr. 37, 2014
Hemmingen (snö). Mit der Serie
Helucom FS90 bietet Helukabel
ein Glasfaserkabel, mit dem auch
im Falle eines Brandes die Datenkommunikation für 90 min sichergestellt bleibt. Das ist zum Beispiel
für Rechenzentren, im Bergbau
und in allen anderen Umgebungen
wichtig, wo Signalsicherheit im
Brandfall zu gewährleisten ist.
In Anlehnung an die Norm IEC
60331-25 hat Helukabel das Kabel
unter einer Flammeinwirkung von
750 °C über 90 min erfolgreich auf
Funktion und Datentransfer getestet. Als maximale Dämpfungserhöhung wurde bei Singlemode
E9/125 µm 0,12 dB und bei Multi-
mode G50/125 µm 0,27 dB eingehalten.
Gleichzeitig hält die Kabelserie
die Normen IEC 60332-1 + 603323, Flammwidrigkeit, IEC 61034
Rauchgasdichte, IEC 60754-2 Halogenfreiheit und EN50267-2-3
Korrosivität ein. Ab Standardlager
stehen vier verschiedene Kabeltypen bereit: 4 G50/125 µm OM2
(803917), 12 G50/125 µm OM2
(803918), 4 E9/125 µm G652.D
(803919) sowie 12 E9/125 µm
G652.D (803920).
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Die Kabelserie Helucom FS90 eignet sich beispielsweise für den Einsatz in
Firmen-Rechenzentren.
Bild: Helukabel
LEDs gleichmäßig wiedergeben
Drahtlose Regelung von LEDs mit dem Smartphone oder Tablet
Produktion Nr. 37, 2014
Jena (hi). Die Mazet GmbH, Entwicklungs- und Fertigungsdienstleister für Embedded Systeme und
Optoelektronik, stellt eine drahtlose Regelung von LEDs mit
Smartphone oder Tablet vor. „Eine LED-basierte RGBx-Lichtbox
zeigt, wie Smartphone oder Tablet
Farbe, Farbtemperatur und Helligkeit exakt steuern“, sagt Frank
Krumbein, Produktmanager für
Farb- und Spektralsensorik. Je
nach Wireless-Verbindung ließen
sich damit auch mehrere Lichtboxen gleichzeitig steuern. Dabei
könnten alle in einer spezifischen,
aus RGBW gemischten Farbe erscheinen oder ein Szenario unterschiedlicher Farben bilden. Bei
gleicher Farbe auf allen Lichtboxen erkennt das menschliche Auge keine Farbunterschiede. Auch
treten keine Differenzen auf,
wenn sich die Betriebsbedingungen ändern oder LEDs verschiedener Typen oder Bins zum Ein-
satz kommen. Für die konstante
Farbgebung sorgt ein True-ColorFarbsensor der Jencolor-Baureihe.
Wireless-Übertragungstechnik
und Bedienungssoftware auf Android-Basis ergänzen. MazeT bietet Elektronik und Regelung als
seriengefertigte OEM-Module an.
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36 · Technik-Know-how · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
1
2
1) Die Zeichnung
zeigt ein in ein
vertikales BAZ
eingebautes
Motorspindelschutzsystem
Typ MS³.
2) Bereits bei
moderaten Geschwindigkeiten
werden Kraftspitzen im zweistelligen kN-Bereich erreicht,
zeigten Versuche
an der TU Darmstadt. Bilder: Jakob
19 %
aller Schäden an
Standard-Bearbeitungszentren
entstehen durch
Bedienungsfehler
Antriebstechnik
Kollisionen wirksam verhindern
Motorspindelschutz von Jakob Antriebstechnik schützt Werkzeugmaschinen vor Schäden
Produktion Nr. 37, 2014
KLeinwallstadt (ba). Laut einer Befragung von 34 Unternehmen durch das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) Hannover lassen
sich 19 % aller Schäden an Standard-Bearbeitungszentren auf
Bedienungsfehler zurückführen.
Meist deutet das Schadensbild auf
Schäden durch mechanische Überlast hin. Versuche am Institut für
Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen
(PTW) der TU Darmstadt ergaben,
dass bereits bei moderaten Geschwindigkeiten Kraftspitzen im
zweistelligen kN-Bereich erreicht
werden, Kräfte die gerade auf
empfindliche Spindelkomponenten Einfluss nehmen.
Häufig betroffen sind Motorspindel oder Spindelkomponenten. Circa 85 % dieser Schäden
sind wiederum auf Lagerschäden
zurückzuführen, etwa die Hälfte
aller Lagerschäden auf Verschleiß.
Immerhin 40 % der Lagerschäden
entstehen durch Kollisionen. Nach
einer Kollision treten zudem sehr
oft Folgeschäden auf. Wenden sich
Anwender für die Reparatur an
den Spindelhersteller, fallen etwa
70 % des Neupreises als Kosten
an. Entscheidend sind aber eher
die Folgekosten durch Stillstandzeiten und damit verbundene
Produktionsausfälle.
Hier gibt es zwei Lösungen: die
Kollisions- oder die Schadensvermeidung beziehungsweise -reduktion. Häufig werden Drehmomentbegrenzer oder Sicherheitskupplungen zwischen Motor und
Übersetzungsgetriebe eingebaut,
um diese zu schützen. Damit können diese jedoch nicht an allen
Stellen vermieden werden. Nachgelagerte Antriebselemente
sind weiterhin dem vollen
Kraftfluss ausgesetzt.
Ein weiterer Nachteil
ist die Notwendigkeit
einer eigenen Sicherheitskupplung für
jede einzelne Antriebsachse sowie die
Einschränkung, dass
sich solche Kupplungen
nur für den Einsatz in Vorschubachsen mit Kugelgewindetrieben eignen.
Effizienter schützen lässt sich
ein Bearbeitungszentrum durch
das Motorspindelschutzsystem
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MS³ von Jakob Antriebstechnik.
Es entschärft sowohl axiale als
auch radiale Kollisionen zuverlässig und unterbricht im Überlastfall
den Kraftfluss unmittelbar. Das
ringförmige System wird an der
Trennstelle zwischen Motorspindel und Maschine installiert.
Es besteht aus einem Doppelflansch, der kraftschlüssig durch
Permanentmagnete und formschlüssig durch eine Kegelplan-
Klare Konstruktion: Das Motorspindelschutzsystem MS³.
Bild: Jakob Antriebstechnik
schnittstelle gefügt ist. Das System basiert auf dem abrupten
Haftkraft- und Steifigkeitsabfall
durch unmittelbare Trennung der
Motorspindel von der Maschine
beim Erreichen einer definierten
Lastgrenze oder Kraftspitze. Je
nach Kollision koppelt die Motorspindel durch axialen Aushub oder
radiales Ausschwenken aus. Der
motorspindelseitige Flansch löst
sich, ein Luftspalt entsteht, und
die Haftkraft der Magnete
sinkt rapide. Im System integrierte Federn erfüllen
zwei Funktionen. Sie
übernehmen Abstützung und schwimmende Führung der Motorspindeleinheit und
absorbieren die kinetische Energie der
Kollision.
Zusätzlich erfassen
Sensoren den Fügezustand der Trennstelle
und senden bei Trennung ein Signal an die
CNC-Steuerung, durch welches die Vorschubachsen unmittelbar reversieren und die
Motorspindel freigefahren wird.
Anschließend fügen sich die Hälf-
Ede
lstah
l
bis 6
0mm
Abkanten
Schweißen
Stär
ke
ten des Schutzsystems wieder
selbsttätig in die Ausgangsposition zusammen. Durch eine KegelPlananlage sind Messungen zufolge hohe radiale Wiederholgenauigkeiten (unter 5 μm) erreichbar.
Motorspindelschutzsysteme
Typ MS³ überstehen auch mehrfache Kollisionen im Lebenszyklus
einer Werkzeugmaschine problemlos. Dazu wurden über 100
unterschiedliche Kollisionssituationen auf einer Testmaschine
gefahren. Auch nach Abschluss
der Untersuchungen war die Motorspindel noch voll einsatzfähig
und es konnten keinerlei relevanten Qualitätseinbußen bei der
Bearbeitung festgestellt werden.
Mit einem einzigen Motorspindelschutzsystem ist die Werkzeugmaschine also sicher gegen kostspielige Schäden im Falle einer
Kollision gewappnet. Bereits nach
einer schadenfrei überstandenen
Überlastsituation hat sich der
Einbau eines solchen Systems
auch finanziell amortisiert. Aufgrund der speziellen Anforderungen muss MS³ an die jeweilige
Motorspindel und Werkzeugmaschine angepasst werden.
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Entscheider lesen
Produktion
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Technik und Wirtschaft
für die deutsche Industrie
11. September 2014· Nr. 37 · Produktion ·
Management · 37
KMU-Geschäftsführer
schlechter versorgt
Erst jeder zweite Mittelständler bietet betriebliche Altersvorsorge an
Erik Bethkenhagen
Produktion Nr. 37, 2014
Gummersbach (tbö). Der deut-
sche Mittelstand hat Nachholbedarf bei der betrieblichen Altersversorgung: Nur rund die Hälfte
der mittelständischen Unternehmen bietet ihren Mitarbeitern
diese an, während 98 % der Großunternehmen Versorgungswerke
für ihre Mitarbeiter installiert
haben. Dies ist das Ergebnis einer
Studie der Managementberatung
Kienbaum.
Vor allem kleine und mittlere
Unternehmen scheuen demnach
den administrativen und finanziellen Aufwand, eine betriebliche
Altersversorgung für Mitarbeiter
einzurichten. Demnach erhalten
81 % der Geschäftsführer eine betriebliche Altersversorgung. Damit
sind sie mit Abstand am häufigsten vom Unternehmen im Alter
versorgt. Mit 77 % profitiert auch
ein Großteil der Führungskräfte
von diesem Instrument, ebenso
wie 68 % der Fachkräfte.
Je nach Unternehmensgröße ist
die betriebliche Altersversorgung
unterschiedlich stark verbreitet
und weicht vom Durchschnitt ab:
Während nur jede dritte Fachkraft
und jede zweite Führungskraft in
Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern von einem entsprechenden Angebot profitiert, tun dies
in Konzernen mit mehr als 5 000
Mitarbeitern 76 % aller Fach- und
84 % aller Führungskräfte.
In kleinen Unternehmen mit bis
zu 50 Mitarbeitern erhalten rund
68 % der Geschäftsführer eine
betriebliche Rente. In größeren
Firmen mit 2 000 bis 5 000 Mit-
arbeitern steigt dieser Anteil auf
87 %. Beitragsorientierte Systeme
sind deutlich stärker verbreitet.
Leistungszusagen: 62 % der Geschäftsführer erhalten eine solche
beitragsorientierte Zusage, 38 %
von ihnen eine Leistungszusage.
Bei den Führungskräften liegt das
Verhältnis bei 75 zu 25 % zugunsten der beitragsorientierten Zusage.
Die gesetzlich vorgeschriebenen
Rahmen, in denen die jeweilige
Zusage erfüllt wird, variieren nach
Mitarbeitergruppe stark: Fachkräfte werden häufiger über Direktversicherung, Pensionskasse
und Pensionsfonds versorgt. Geschäftsführer und Führungskräfte hingegen erhalten häufiger
Direkt- und Unterstützungskassenzusagen.
www.kienbaum.de
Der deutsche Mittelstand hat Nachholbedarf bei der betrieblichen Altersversorgung: Nur rund die
Hälfte der mittelständischen Unternehmen bietet Mitarbeitern diesen Benefit, während bereits
98 % der Großunternehmen Versorgungswerke installiert haben.
Bild MH / Fotolia.com
Migranten
gründen öfter
Produktion Nr. 37, 2014
Frankfurt am MAin (ba). Laut
einer KfW-Studie waren im Jahr
2013 21 % von 868 000 Gründern
Migranten, haben also eine ausländische Staatsangehörigkeit
oder die deutsche Staatsbürgerschaft erworben. Damit tragen sie
etwas mehr zum Gründergeschehen bei, als es ihrem Anteil an der
Bevölkerung entspricht (18 %). Im
Durchschnitt der Jahre 2008 –
2013 beschäftigten 42 % von Beginn an Mitarbeiter. Personen mit
früherer oder aktueller türkischer
Staatsangehörigkeit sind am
stärksten unter den Gründern
vertreten (Ø 2008 – 2013: 21 %).
Auch auf Gründer mit früherer
oder aktueller russischer (10 %),
polnischer (7 %) oder italienischer
(5 %) Staatsangehörigkeit entfallen relativ hohe Anteile. Der Anteil
Migranten, der bei der Gründungsfinanzierung auf Schwierigkeiten
stößt, ist 2013 im Vergleich zum
2012 von 34 % auf 25 % zurückgegangen. Dennoch haben Migranten häufiger mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen als der
Durchschnitt aller Gründer.
Um das Thema „Wertanalyse in Wertschöpfungsprozessen“ geht es umter
anderem bei den Kirchheimer Wertanalyse-Tagen.
Bild: Gina Sanders / Fotolia
Value Management
in Kirchheim-Teck
Am 17. und 18. September kommen Wertanalyse-Experten in der Teckstadt zusammen
Produktion Nr. 37, 2014
Kirchheim / TEck (ba). Wert-
analyse ist seit langem weltweit
anerkannt und in der DIN EN
12973 – Value Management – manifestiert. Und hat eine immer
größere Anhängerschaft, nicht
zuletzt durch das jahrzehntelange
Engagement eines Kirchheimer
Wertanalyse-Enthusiasten: Reiner
Wiest, seit 1985 Berater und Trainer für Wertanalyse/Value Management, der heute noch aktiv
und mit Herzblut dabei ist, obwohl
er seinen Ruhestand längst verdient hätte. In Kirchheim wurden
im Laufe der Jahre zahlreiche
Wertanalytiker ausgebildet, so
dass man durchaus von einer
Keimzelle sprechen kann.
Eben dieser Gedanke war im
vergangenen Jahr Anlass für die
Veranstalter, einem langgehegten
Wunsch nachzukommen und ein
zweitägiges Treffen zu organisieren, an dem Erfahrungen ausgetauscht, Gemeinsamkeiten erforscht und Begleitumstände
diskutiert werden können. Und
aufgrund der überwältigenden
Resonanz wird die Veranstaltung
in diesem Jahr wieder durchgeführt. „Diesmal geht es natürlich
auch wieder um die Kernthemen
der Wertanalyse und ihre praktische Umsetzung“, so Mitveranstalter Steffen Kernstock, „aber
als Schwerpunkt konzentrieren
wir uns besonders auf das Thema
‚Wertanalyse bei Wertschöpfungsprozessen‘, inspiriert vor allem aus
der Teilnehmer-Umfrage vom vergangenen Jahr.“
Speziell wollen sich die Veranstalter der innerbetrieblichen
Wertanalyse-Aufbauorganisation,
der Customerorientierten und
auch der unternehmensinternen
Dienstleistung, sowie der Gestaltung von ablauforganisatorischen
Prozessen und natürlich auch der
Erweiterung des innovativen Denkens und Handelns widmen.
Eine Podiumsdiskussion zu Innovationen und Energieeffizienz
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Handwerkzeug · 39
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für beengte Arbeitsplätze
Handliche Benzin-Motorsäge
Wer sich beim Ausschneiden von
Gehölzen im heimischen Garten
oder beim Zusägen von Brettern
für das Kellerregal nicht mit überflüssigem Gewicht plagen möchte,
findet bei Stihl eine Lösung. Das
Unternehmen präsentiert eine
nach eigenen Angaben perfekt ausbalancierte Motorsäge. Die Stihl
MS 193 C-E wiegt lediglich 3,5 kg
(Motoreinheit) und ist dank ihrer
kompakten Bauweise besonders
handlich. Ergonomische Griffflächen erlauben ein sicheres und
komfortables Handhaben der Säge.
Die von Stihl entwickelte 2-Mix-Technologie verbrennt laut Unternehmensangaben den Kraftstoff besonders effizient. Sie sorgt zudem für
volle Durchzugskraft und eine hohe
Schnittleistung, heißt es. Zudem mache sie die Motorsäge sparsam,
denn gegenüber herkömmlichen
Zweitaktmotore von Stihl verbraucht
die Maschine dank dieser Technologie bis zu 20 % weniger Kraftstoff.
Damit wird sie auch umweltfreundlich, denn sie stößt laut Hersteller bis
zu 70 % weniger Abgase aus als vergleichbare Modelle.
Mit dem ‚Rain System‘ von Kärcher kann die
Gießkanne im Schuppen bleiben. Auch bei
längerer Abwesenheit in der Ferienzeit
braucht man sich keine Gedanken um zu viel
oder zu wenig Wasser im Garten zu machen.
Herzstück des Systems ist ein 1/2"-Schlauch
mit verschiedenen Tropf- und Sprühmanschetten. Mit einer Nadel werden sie einfach
in den Schlauch gesteckt. Die Tropfmanschetten mit Mengenregulierung dienen der
punktgenauen Bewässerung, während sich
mit den Sprühmanschetten eine größere Fläche erreichen lässt. Ein Tropfschlauch, der
auf bis zu 50 m verlängert werden kann, erlaubt die sparsame und besonders gleichmäßige Wasserausbringung über die gesamte
Schlauchlänge, etwa entlang von Blumenrabatten oder Hecken. Für den Einstieg bietet
Kärcher ein Starter-Set an: Die ‚Rain Box‘ enthält alles, was nötig ist, um mit dem Aufbau
des ersten eigenen Bewässerungssystems
beginnen zu können.
Technische Details
‚SensoTimer‘ ermöglicht eine
zeit- und zugleich bedarfsabhängige Steuerung
Sensoren messen Feuchtigkeit
an der Pflanzenwurzel
Bewässerung startet, wenn
Feuchtigkeitswert unterschritten wird
Im Vergleich zur ausschließlich
zeitabhängigen Steuerung wird
Wasser gespart
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ST6 eco!ogic‘)
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und 30 Grad mühelos neigen. Damit ist je
nach Lichteinfall oder Sitzposition stets der
optimale Blickwinkel eingestellt, sodass das
tägliche Aufgabenpensum entspannter bewältigt werden kann. Zusätzlich kann der AiO per
VESA-Halterung an der Wand befestigt werden, um ihn zum Beispiel in Konferenzräumen
oder Empfangsbereichen einzusetzen.
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ISSN: 0344-6166
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Chefredakteur:
Eduard Altmann (verantwortlich)
stellv. Chefredakteur:
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E-Mail: redaktion@produktion.de
Redaktion (Print und Online):
Susanne Bader (ba) -812, Gunnar Knüpffer
(gk) -107, Karoline Kopp (kko) -696
Sebastian Moser (sm) -443,
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(pd) -695, Sabine Spinnarke (sp) -445,
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Sekretariat:
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Maschinen und Werkstücke werden immer kompakter, so dass
herkömmliche Schraubwerkzeuge
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Metal-Knarren ‚Zyklop‘ von Wera
liefern gute Resultate, auch wenn
es mal eng wird. Sie liegen gut in
der Hand. Die beiden neuen Knarrenmodelle, aus Vollmetall (ChromMolybdän) gefertigt, unterscheiden sich in der Art und Weise der
Richtungsänderung, die entweder
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Durchsteckvariante hat Wera einen
leichtgängigen Vierkant verpasst,
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Geschäftsführung:
Fabian Müller
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Leitung Online-Dienste:
Stefan Waldeisen
Leitung Zentrale Herstellung:
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Leitung Herstellung Fachzeitschriften:
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40 · Wirtschaftsfakten · Produktion · 11. September 2014 · Nr. 37
MASCHINENBAU-AKTIEN-INDEX
Das Businessklima im Euroraum: Krisen belasten die Stimmung
Erholung für
Maschinenbauer
0,30
560
540
520
520
500
500
480
480
460
440
-0,23
Aug
-0,21
Sep
Okt Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun
© Produktion
N
D
J
F
M
A
M
J
J
A
Maschinenbau-Aktien-indeX
Name
Indexmit- Kurs
Kurs
Wochen
Marktkapiglied
(EUR) (EUR) perfortalisierung
28.08. 04.09. mance
(in Mio.)
(in %)
AIXTRON (XET)
TecDAX
9,94
9,98
0,4%
1124
BAUER (XET)
SDAX
14,92 14,78
-1,0%
253
DEUTSCHE BET. (XET)
SDAX
21,61 21,69
0,3%
297
DEUTZ (XET)
SDAX
4,53
4,70
3,8%
568
DUERR (XET)
MDAX
58,15 59,90
3,0%
2073
GEA GROUP (XET)
MDAX
34,14 34,60
1,3%
6659
GESCO (XET)
SDAX
75,02 73,10
-2,6%
243
DMG MORI SEIKI (XET)
MDAX
21,83 22,77
4,3%
1794
HEIDELBERGER DRUCK (XET)
SDAX
2,41
2,36
-2,2%
607
JENOPTIK (XET)
TecDAX
10,20 10,02
-1,7%
574
JUNGHEINRICH PFS. (XET)
SDAX
46,21 45,05
-2,5%
721
KION GROUP (XET)
SDAX
30,70 31,56
2,8%
3121
KRONES (XET)
MDAX
70,01 69,99
0,0%
2211
KUKA (XET)
MDAX
45,99 47,39
3,0%
1607
LPKF LASER & ELTN. (XET)
TecDAX
12,97 14,32
10,4%
319
MAN (XET)
MDAX
90,20 90,80
0,7%
12800
MANZ (XET)
TecDAX
72,08 77,86
8,0%
384
MTU AERO ENGINES (XET) HLDG. MDAX
65,28 68,46
4,9%
3560
NORDEX (XET)
TecDAX
13,92 14,56
4,6%
1177
NORMA GROUP (XET)
MDAX
37,64 36,10
-4,1%
1150
PFEIFFER VACUUM (XET) TECH. TecDAX
69,00 69,70
1,0%
688
RATIONAL (XET)
MDAX
241,40 236,70
-1,9%
2691
SALZGITTER (XET)
MDAX
28,46 29,46
3,5%
1770
SCHALTBAU HOLDING (XET)
SDAX
46,78 47,95
2,5%
295
SIEMENS (XET)
DAX
95,23 98,59
3,5%
86858
STRATEC BIOMEDICAL (XET)
TecDAX
38,58 41,06
6,4%
484
THYSSENKRUPP (XET)
DAX
21,17 21,89
3,4%
12388
VOSSLOH (XET)
SDAX
50,52 50,72
0,4%
676
WACKER NEUSON (XET)
SDAX
15,98 16,80
5,1%
1178
WINCOR NIXDORF (XET)
MDAX
40,95 41,04
0,2%
1358
Quelle: Datastream, LBBW Research, Produktion
Bemerkung: Es handelt sich hierbei um XETRA-Schlusskurse vom vergangenen Donnerstag.
Stammdaten zum Index: Anzahl der Werte: 30, Startpunkt 1.1.2000, Startwert 100, Indexart:
Preisindex, Gewichtung: Gleichgewichtung;
Werte, die nach dem 1.1.2000 notiert sind: Bauer, Nordex, Wacker Neuson, Wincor Nixdorf, Deutsche Beteiligungen, MTU Aero Engines, Schaltbau Holding, LPKF Laser & Electronics sowie Kion Group.
Dow Jones
17300
17080
16860
16640
16420
16200
25.07. 08.08. 22.08. 29.08. 05.09.
Hang Seng
Entwicklung Ölpreis /
Barrel (159 l)
112
110
108
106
104
102
100
25.07. 08.08. 22.08. 29.08. 05.09.
Euro Stoxx
3340
3252
3164
3076
2988
2900
Einkäufer-Index: Aufwärtstrend schwächer
CLAUS WILK,
PRODUKTION NR. 37, 2014
107,20
101,80
25.07. 08.08. 22.08. 29.08. 05.09.
Russland will China an
Riesenölfeld beteiligen
FRANKFURT (DJ/ILK). China könn-
te beim russischen Riesen-Ölfeld
Wankor mit einsteigen, wie der
russische Präsident Wladimir Putin jetzt andeutete. „Wankor ist
sehr vielversprechend“, sagte Putin bei einem Treffen mit Chinas
Vize-Premier Zhang Gaoli. „Generell sind wir vorsichtig, ausländische Partner hereinzulassen, für
unsere chinesischen Freunde gibt
es aber natürlich keine Restriktionen.“
ROHSTOFFPREISE
Aluminium je Tonne:
2107,25 $
Kupfer je Tonne:
6966,85 $
Gold je Feinunze:
1263,80 $
Silber je Feinunze:
19,10 $
LANDSBERG. Der Aufwärtstrend
im deutschen Industriesektor hat
sich im August deutlich abgeschwächt. Das zeigt der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der binnen
vier Wochen von 52,4 auf aktuell
51,4 Punkte nachgab. Damit sank
das viel beachtete Konjunkturbarometer zugleich auf den tiefsten
25.07. 08.08. 22.08. 29.08. 05.09.
25.07. 08.08. 22.08. 29.08. 05.09.
Stand seit elf Monaten. Der Dynamikverlust wurde maßgeblich
bedingt durch einen verringerten
Anstieg bei Produktion und Auftragseingängen.
Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank
Hessen-Thüringen: „Deshalb haben wir unsere Wachstumsprognose für 2014 auf 1,5 Prozent reduziert. Eine signifikante Beschleunigung hatten wir sowieso
nicht erwartet.“
BRANCHENBAROMETER AFRIKA/NAHOST
Wirtschaftsentwicklung
BIP 2013
Land
BIP 2014
(reale Veränd. geg. Vorjahr in %)
Ägypten
2,1
2,3
Algerien
3,1
3,0
Angola
3,6
5,0
Ghana
7,1
5,7
Irak
4,2
5,9
Israel
3,3
3,1
Katar
6,5
6,4
Kenia
4,8
5,6
Libyen
-9,4
-7,8
Marokko
4,4
2,9
Nickel je Tonne:
18820,00 $
Nigeria
7,0
5,9
Zinn je Tonne:
21505,00 $
Saudi-Arabien
3,8
4,0
Südafrika
1,9
2,1
Tunesien
2,5
2,9
VAE
4,6
4,4
WECHSELKURSE
€
1,30 $
€
78,21 Rupie
€
136,33 Yen
€
47,74 Rubel
€
7,95 Yuan
€
4,20 Zloty
€
0,80 £
€ 313,55 Forint
KONJUNKTUR
WASHINGTON (DJ/ILK). Die USWirtschaft hat sich im zweiten
Quartal stärker belebt als von
Ökonomen erhofft. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer
ersten Datenrevision berichtete,
erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 4,2 % gegenüber
dem Vorquartal.
Marktpotenzial
Chemie
Quelle: Germany Trade and Invest, Bonn
© Produktion
Libyen und Algerien sind, was die Aufnahmefähigkeit ihrer Chemiemärkte
betrifft, die Sorgenkinder in Afrika und Nahost. Nahzu alle anderen Teilmärkte bieten durchweg gute Chancen für deutsche Anlagenbauer, Ausrüster und
Teilelieferanten. Ein Fragezeichen steht in jedem Fall hinter dem Irak.
DIE PRODUKTION TOP-EVENTS:
7. Deutscher Maschinenbau-Gipfel
Die US-Wirtschaft
prescht deutlich voran
TecDax
1360
1312
1264
1216
1168
1120
Industrie ist alamiert
Berlin, 21.-22.Oktober 2014
Infos: www.maschinenbau-gipfel.de
TRIE 4.0
US
INT
25500
25100
24700
24300
23900
23500
ENERGIE+ROHSTOFFE
EL
B RIK
O
Jul Aug
Quelle: DIW, RIW, IFW
FA
S
0,16
-0,04
460
440
0,17
0,36
0,24
0
IND
540
0,28
0,40
5/9/14
MaschinenbauAktien-indeX
DAX 30
0,36
0,26
Maschinenbau-Aktien-indeX vs DAX 1 Jahr
560
Positiv-Phase bezüglich der
konjukturellen Erwartungen
fallen die Euroländer in ihrer
Lagebeurteilung jetzt wieder
auf ein niedrigeres Niveau
zurück. Vor allem in Finnland
und Estland, zwei Länder mit
ausgeprägtem Russlandgeschäft, trübte sich die derzeitige wirtschaftliche Lage laut
dem ifo-Institut deutlich ein.
Nur in Irland, den Niederlanden und Österreich zeichnet
sich eine leichte Verbesserung
auf gedämpftem Niveau ab.
Tröstlich: Deutschland sticht
weiterhin mit einer sehr guten wirtschaftlichen Verfassung heraus.
2014
2013
Mario Draghi hatte im Vorfeld der Notenbanksitzung hohe Erwartungen geweckt. Die
nun angekündigten Maßnahmen des EZBRats haben die Finanzmärkte erneut überrascht. Dies zeigte beispielsweise der Euro,
der auf den niedrigsten Stand seit 14 Monaten gegenüber dem US-Dollar fiel. Der DAX
kletterte über die Marke von 9 700 Punkten,
was in einem Wochenplus von 2,8 % resultierte. Der Maschinenbau-Aktien-indeX von
Produktion und LBBW blieb mit einem Zuwachs von 1,9 % nur leicht dahinter zurück.
Insbesondere die Aktien der Maschinenbauer, die zuvor am meisten unter Druck standen, erholten sich überproportional.
Harald Rehmet,
Senior Analyst
der LBBW
LANDSBERG (ILK). Nach einer
Index auf Basis von Industrieumfragen im Euroraum
Hohe Punktezahl = günstiges Konjunkturklima
LI G E N TE
2. Fachkongress Industrie 4.0
Amberg, 2.-3. Dezember 2014
Infos: www.produktion.de/termine/1-fachkongress-industrie-4-0/
Die Fabrik des Jahres/GEO
März 2015
Infos: www.produktion.de/fabrik-des-jahres/
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