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346 Was nun die praktischen Ergebnisse anbetrifft, so konnte

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346
Biochemie.
Was nun die praktischen Ergebnisse anbetrifft, so konnte zunächst
bei allen untersuchten Apfelsorten ein auffallend hoher Fructosegehalt (das
2—3fache der Glucose), sowie eine bemerkenswerte Konstanz des Fructose •
Glucose-Verhältnisses während der ganzen Lagerungszeit festgestellt werden
Bei Bramleys Seedlings ging das Verhältnis Fructose : Glucose konform der
Relation Zucker : Säure und beide Werte stiegen mit fallendem Stickstoff­
gehalt der Äpfel, woraus Verf. auf ein bestehendes chemisches Gleich­
gewicht zwischen den genannten Stoffen schließt. Die Berechtigung dieses
Schlusses erleidet insofern eine starke Beeinträchtigung, als die erwähnte
Gesetzmäßigkeit für andere Apfelrassen nicht zutrifft. Wetzei
(Leipzig).
Archbold, H. K., C h e m i c a l s t u d i e s i n t h e p h y s i o l o g y o f
a p p l e s . 8. F u r t h e r i n v e s t i g a t i o n s of t h e m e t h o d s
of d e t e r m i n i n g t h e d r y w e i g h t of a p p l e p u l p . Ann
of Bot. 1928. 42, 29—38.
Die Trocknung pflanzlicher Gewebe mit so hohem Zucker- und Säure­
gehalt wie ihn Äpfel besitzen, macht erhebliche Schwierigkeiten. Selbst
bei Trocknung im Vakuum bei einer Temperatur von 50° verliert die Sub­
stanz noch lange Zeit hindurch an Gewicht und ein befriedigender Endpunkt
der Trocknung kann nicht erreicht werden. Diesen Verlust führt Verf.
ohne nähere Begründung auf eine durch hohen Säuregehalt stimulierte
Zuckerzersetzung zurück. Eine Genauigkeit der Trockengewichtsbestimmung
bis auf 2% war jedoch auf doppeltem Wege möglich:
1. 3wöchiges Trocknen bei Zimmertemperatur,
2. Trocknen bei 50° unter Atmosphärendruck.
Im letzteren Falle hängt die notwendige Trocknungszeit vom Pflanzen­
material und der verwendeten Trocknungseinrichtung ab. Die letzten 2%
Wasser, die jedenfalls als Quellungswasser in den Zellkolloiden festgehalten
werden, sind sehr schwer zu entfernen. Der auf diese Weise bestimmte Wert
des Trockengewichts zeigt gute Übereinstimmung mit dem aus dem spez.
Gewicht der Äpfel errechneten Wert. Beide Werte sind jedoch etwas höher
als die Summe von Zucker, Säure und Alkohol-unlöslicher Restsubstanz.
Wetzet
(Leipzig),
Malfitano, G., und Catoire, M., Z u m M i z e l l a r z u s t a n d der
S t ä r k e ( B e m e r k u n g e n z u m B u c h e v o n M. Samec,
„ K o l l o i d c h e m i e der Stärke").
Kolloidztschr. 1928. 46,
3-11.
Für die Benutzer von S a m e c s bekanntem Werke (Bot. Cbl, 12, 66)
liegt hier eine sicher wichtige Ergänzung vor. — Die größte Zahl der Eigen­
schaften der Stärke kann nur die dargestellte H y p o t h e s e d e r stei­
g e n d e n K o m p l e x i t ä t erklären, die gleichzeitig die biologische
Synthese des Stoffes zu deuten vermag. Aus den theoretisch entwickelten
Formeln für die Komplexe 1.—3. Grades werden v i e r E i g e n s c h a f t e n
abgeleitet, die e x p e r i m e n t e l l e r P r ü f u n g z u g ä n g i g sind.
So werden betrachtet die stufenweise erfolgenden Vorgänge der Quellung,
Peptisation und Polymerisation und der Aufbau der Stärke aus zwei Bestand­
teilen (erdalkalische Phosphate und Silikate neben Polymeren des Glucids
C„H 0 ). Weiter wird die Quellung der Phosphorsäureionen im Zentrum
der organischen Polymere erörtert. Nur durch die Wirkung der anorga­
nischen Radikale werden die Hexosemoleküle dehydratisiert und so geordnet,
daß sie um erstere konzentrische Schichten bilden, an deren Peripherie sieb
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Gesundheitswesen
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