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Alles Alois oder was? - HVB Club

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Alles Alois oder was?
Die sechs Aufführungen der Theatergruppe waren auch in diesem
Jahr ein voller Erfolg. Nach dem
letztjährigen Ausflug in die „unwirkliche Zukunft“ mit dem Stück
„IQ875“ brachte sie diesmal eine
bayerische Komödie auf die Bühne,
die ein durchaus ernstes Thema
aus dem richtigen Leben aufgreift:
Was das "verflixte" Geld aus einem
Menschen macht, wenn er plötzlich
zu viel davon hat.
Bauer Alois Zirngiebl, brillant gespielt von Hauptdarsteller Rupert
Mitterer, fühlt sich quasi wie im
„Wunderland“ als er plötzlich und
unerwartet im Lotto einige Millionen
Euro gewinnt. Der Reichtum steigt
ihm zu Kopf und er wendet sich in
seinem Größenwahn von seinen
alten Freunden ab, lässt seinen
Bauernhof in Stich und zieht in die
für seine gestiegenen Ansprüche
eher angemessene Großstadt. Von
da an wirft er mit dem Geld gerade
so um sich und hat auch für seine
ihm treu ergebenen Bediensteten
kein freundliches Wort übrig. Doch
sowohl Jean, sein Diener - Ernst
Hoff - als auch Anna - Karin Hoff - ,
die ihre Rollen mit jede Menge
Herzblut spielen, lassen sich nicht
aus der Fassung bringen. Seine
Tochter Maria, gespielt von Anja
Hackbarth, ist über die charakterliche Veränderung ihres Vaters nicht
gerade erbaut und der Streit vorprogrammiert. Zumal sie auch in
einen Bauernjungen - Alfred
Schmidt - verliebt ist, eine
Messalliance, die ihr Vater natürlich
nicht billigt. Seine Tochter hat
schließlich etwas Besseres verdient.
Die HVB Club
Theatergruppe
präsentierte mit
großem Erfolg den
bayerischen
Schwank "Alois im
Wunderland"
unversucht. Geld spielt natürlich
keine Rolle. Dabei gerät er in die
Fänge zweier mit allen Wassern
gewaschenen Betrüger - von Graf
Alberti - Günter Edin - sowie Greta
Garbor - Heidi Rehberg. Die gewiefte Greta setzt gekonnt alle
„weiblichen Waffen“ ein, um an das
Geld des neureichen Millionarios zu
kommen. Alle gut gemeinten Warnungen seiner Freunde schlägt
Alois in den Wind. Er gerät in Streit
mit seinem besten Freund Ignaz
Pangerl - Uwe Haupt. Alois
schwebt im siebten Himmel als er
seine Adelsurkunde in Händen hält.
Dank des beherzten Einsatzes
seines Dieners fliegt der Schwindel
jedoch noch rechtzeitig auf und die
Kommissarin - Johanna Haberlander – legt den Betrügern ihr Handwerk. Alois, völlig entsetzt über
diese Vorkommnisse, besinnt sich
und schämt sich seiner Arroganz
und Selbstüberhebung. An dieser
Stelle nimmt das Stück für den
Zuschauer eine überraschende
Wendung. Denn Alois merkt plötzlich, dass man sich mit Geld nicht
alles kaufen kann. Vor allem keine
Freundschaften. Alois fasst sich ein
Herz und macht seiner Bediensteten Anna einen Heiratsantrag. Seine
Tochter darf natürlich ihren armen
„Lover“ heiraten. Und die Freundschaften…….Tja, das wird wohl
noch ein bisschen dauern, bis sich
da wieder alles eingerenkt hat!
Besonders ist zu erwähnen, dass in
diesem Stück Manuel Fischer sein
Regiedebüt gegeben und einen
wesentlichen Teil zum Gelingen der
Aufführungen beigetragen hat. Die
musikalischen Einstimmungen vor
und zwischen den Akten gestaltete
ebenfalls Manuel Fischer mit Begleitung an der Gitarre - Uwe Haupt.
Es war ein rundum gelungener
Theaterabend und das Ambiente in
den neuen Räumlichkeiten inklusive
der Bewirtung trugen ebenfalls zum
Erfolg beim Publikum bei. Summa
summarum: Ein höchst sehenswertes Theaterstück mit ernsthaftem
Hintergrund, das unterhaltsame
Momente mit Tiefgang verband und
sowohl zum Lachen wie auch zum
Nachdenken anregte.
Nukleus des Stücks ist die ewig
aktuelle Frage nach dem Glück.
Was ist Glück? Und ist Geld wirklich alles im Leben? Die Frage muss
sich am Ende jeder selbst beantworten. Für „Alois im Wunderland“
war am Schluss sicherlich eines
ganz klar: Geld alleine macht nicht
glücklich - die Liebe aber gehört
gewisslich dazu.
Nicole Böcher
Alois möchte sich zu seinem 60sten
Geburtstag ein besonderes Geschenk machen. In seiner Verstiegenheit versucht er einen Adelstitel
zu erwerben und lässt dabei nichts
Rückblicke - 2009 I Club Aktuell 01/2010 I 09
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Seele and Geist
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