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Hier ist was los im Gottesdienst - Ev. Kirchengemeinde Knittlingen

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Knittlinger Modell ist das Ergebnis einer langen gemeinsamen Anstrengung
Hier ist was los im Gottesdienst
KNITTLINGEN (Dekanat Mühlacker) – Die Zahl der Gottesdienstbesucher in der Kirchengemeinde
Knittlingen steigt seit Jahren stetig an. Erfolgreich ist vor allem das Konzept der Zielgruppen- und altersspezifischen Angebote. 2011 fanden über 220 öffentliche Gottesdienste statt.
Der kleine Joshua Kastner und seine
Eltern sitzen vor dem Altar zusammen
auf Sitzpolstern. 40 Kinder sind es insgesamt. Sie singen, halten sich an den
Händen und beten gemeinsam das
„Vater unser“. Die Kleinen bekommen
die Geschichte von Jesus und dem
blinden Bartimäus erzählt und gehen
durch einen Stofftunnel, um die Dunkelheit zu erleben.
Es ist Sonntagnachmittag, in der Knittlinger St.Leonardskirche findet die
„Mini-Kirche“ statt, ein ökumenischer
Gottesdienst für Kleinkinder. Er dauert
30 Minuten und ist jedes Mal gut besucht: In den vergangenen beiden Jahren kamen bis zu 50 Kinder und zwischen 50 und 90 Erwachsene in die
sieben Jahresgottesdienste. Die MiniKirche ist ein kindgerechtes Angebot:
„Es wird viel vorgespielt“, sagt Pfarrer
Hans Veit. Mitglieder des Minikirchenteams schlüpfen in die Rollen von Jesus oder Bartimäus.
Die Mini-Kirche ist ein Baustein des
erfolgreichen Knittlinger GottesdienstKonzeptes, das Angebote für alle Alters- und viele Zielgruppen bereithält.
Es gibt Kindergarten-, Kinder-, JugendFamilien- und Schulgottesdienste. Es
gibt die klassischen Gemeindegottesdienste am Sonntagvormittag, parallel
dazu läuft eine Kinderkirche oder können die Eltern ihren Nachwuchs im
Gemeindehaus betreuen lassen. Danach trifft man sich beim Kirchencafé,
am Nachmittag bei der Mini-Kirche,
ehe der Abendgottesdienst, ebenfalls
mit Kinderprogramm, den Kirchensonntag abschließt.
Dazu kommen weitere Gottesdienste,
die die Gemeinde bei Vereinen, in
Schulen oder Pflegeheimen feiert. Im
vergangenen Jahr fanden 221 öffentliche Gottesdienste, also vier pro Woche, statt. „Das Angebot ist generationenübergreifend und sehr vielseitig“,
lobt Daniel Kastner, der 30-jährige Vater des kleinen Joshua, die Gemeinde.
Die Vielfalt des Gebotenen sei auch
eine „gute Gelegenheit, die Nachbarn
zu einem Gottesdienst einzuladen“.
Die 33-jährige Kerstin Schwing ist
ebenfalls voll des Lobes: „Hier wird
viel gemacht und überlegt: Wie kann
man verschiedene Zielgruppen erreichen?“
Seit Jahren steigt die Zahl der Menschen, die die Knittlinger Gottesdienste besuchen: Allein an Heiligabend kamen etwa 1300 Besucher in
die vier für alle Altersgruppen angebotenen Gottesdienste an diesem Tag –
das sind, auch wenn es Doppelbesucher gab, etwa 50 Prozent der 2600
Mitglieder zählenden Gemeinde.
Die ist einen langen Weg gegangen,
um diese starke Resonanz zu bekommen, erzählt Pfarrer Veit. Man habe
zunächst analysiert: „Welche Zielgruppen erreichen wir?“ Die Kirche
komme mit ihrem klassischen Angebot an relativ wenige Milieus heran, so
Veit. „Die Ausrichtung der Gottesdienste auf unterschiedliche Zielgruppen, die Vielfalt der Gottesdienstformen führt dazu, dass verschiedene
Milieus angesprochen werden“, sagt
Pfarrer Veit. Diese Angebote, sagt der
Pfarrer, müssten mit anderen vernetzt
werden: Der Jugendgottesdienst beispielsweise mit der kirchlichen Jugendarbeit, die Mini-Kirche mit der
Eltern-Kind-Arbeit. Nicht unerheblich
sei auch die „gute Zusammenarbeit
mit Vereinen oder Schulen“.
Veit betont, wie wichtig es ist, die Gemeindeglieder an den Gottesdiensten
zu beteiligen: „Jeder kann sich mit seinen Wünschen und Vorstellungen einbringen.“ Dass zum Beispiel die MiniKirche sonntags um 16 Uhr beginnt,
war ein Wunsch der Eltern. Zudem ist
für jeden Zielgruppengottesdienst ein
eigenes Team zuständig, das für viele
Gemeindeglieder „kirchliche Heimat“
sei und in dem sie „ihr Christ-Sein,
ihre Kirchenmitgliedschaft leben“.
Wolf-Dieter Retzbach
Das Team der
Mini-Kirche und
ihre Besucher.
Pfarrer Hans Veit
bei der MiniKirche: „Die Vielfalt führt dazu,
dass verschiedene Milieus
angesprochen
werden.
Fotos:
Wolf-Dieter Retzbach
Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg 10 / 2012
EG_EGN_10_27 27
29.02.2012 14:19:53
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Bildung
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