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G8 / G9 – Retten was zu retten ist - Landeselternbeirat von Hessen

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Landeselternbeirat
von Hessen
14.5.2013
G8 / G9 – Retten was zu retten ist
Wann hört die Politik endlich auf, den Elternwillen zu ignorieren?
Seit der Einführung von G8 kritisieren Eltern deren Umsetzung und fordern die Rückführung zur sechsjährigen
Mittelstufe.
In vielen Diskussionen mit der Kultusministerin und den bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprechern
haben Eltern auf die Missstände hingewiesen. Schülerinnen und Schüler haben eindringlich darum gebeten,
ihnen wieder mehr Zeit zu geben. Viele kritische Stimmen haben erkannt, dass den Schülern ein Jahr Reife
für Ihre „Reifeprüfung“ fehlt.
Erfreut haben die Eltern daher zur Kenntnis genommen, dass kurz vor der Landtagwahl auch die hessische
Landesregierung einen Reformbedarf bei dem verkürzten gymnasialen Bildungsgang erkannt hat. Die Möglichkeit für Gymnasien zu G9 zurückzukehren ist grundsätzlich begrüßenswert. Es funktioniert jedoch nicht,
wenn nicht auch genügend Lehrkräfte, Räume und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Genau
deshalb kehren viele Gymnasien erst gar nicht zurück. In Städten und Kreisen wie Wiesbaden, Groß-Gerau,
Rüsselsheim, Hochtaunuskreis etc. werden die Gymnasien zum nächsten Schuljahr nicht zurückkehren. Aber
alle Umfragen zeigen deutlich: 80-95% der Eltern wünschen sich am Gymnasium G9 für Ihre Kinder!
Der Schulversuch (Y-Modell) ist nur ein erneuter Versuch – ein Versuch an unseren Kindern! Die Wahlfreiheit
ist keine, die Mitbestimmungsrechte der hessischen Eltern werden beschnitten, Schulen werden gezwungen
zu selektieren. Ähnlich wie bei der Mittelstufenschule, sollen Schülerinnen und Schüler in der Klasse 5 und 6
gemeinsam in der Struktur von G8 unterrichtet werden. Ab der Klasse 7 entscheidet die Schule, ob die Schülerin oder der Schüler den gymnasialen Bildungsgang G8 oder den gymnasialen Bildungsgang G9 besucht.
Die Wahlfreiheit der hessischen Eltern zum Besuch von G8 oder G9 wird damit ad absurdum geführt und zeigt
deutlich, welchen Stellenwert die Landesregierung den Elternrechten und der gemeinsamen Erziehung von
Schule und Eltern beimisst.
Völlig unverständlich ist die sture Haltung, warum die jetzigen Klassen 5 und 6 nicht zu G9 zurückkehren dürfen. Hier ist dringend eine gesetzliche Änderung bereits zum kommenden Schuljahr notwendig!
In einer Pressekonferenz hat der Landeselternbeirat heute eine gemeinsame Resolution des Landeselternbeirats und aller hessischen Kreis- und Stadtelternbeiräte vorgestellt. Darin fordern wir:
1. ein dem Elternwillen entsprechendes, gymnasiales Angebot an G9 in allen Kreisen und kreisfreien Städten zu schaffen.
2. die sofortige Schaffung der rechtlichen Grundlagen, wirksam zum kommenden Schuljahr, für eine
dem Elternwillen entsprechende Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler der jetzigen laufenden
Klassen 5 und 6 zu G9 zu wechseln, wenn ihre Schule sich bereits für den Wechsel zu G9 entschieden hat.
3. Ausreichend Mittel für die Rückkehr zu G9 zur Verfügung zu stellen und die Lehrerzuweisung an
den gestiegenen Bedarf anzupassen.
Am kommenden Donnerstag befasst sich der Landtag erneut mit dem Hessischen Schulgesetz, die Eltern
hoffen, dass in diesem Rahmen ihre Forderungen aufgenommen und umgesetzt werden.
Landeselternbeirat von Hessen
Telefon 0611 4457521-0
Dostojewskistraße 8
65187 Wiesbaden
Telefax 0611 4457521-10
www.leb-hessen.de
geschaeftsstelle@leb-hessen.de
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