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Frauen erneut ohne Punktgewinn Wir wussten, was uns nach dem

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Frauen erneut ohne Punktgewinn
Wir wussten, was uns nach dem hart erkämpften Aufstieg in die 2. Bundesliga erwartet. Dennoch waren
wir optimistischer als vor 3 Jahren, da sich die Mannschaft mit Anett Banisch am Spitzenbrett und dem
Einbau von Alexandra Müller und Susann Domaske als talentierten jungen Spielerinnen deutlich
verstärkt hatte und auch unsere fünf am Aufstieg beteiligten Stammspielerinnen Tanja Pflug, Katja
Mädel, Christina Radde, Angelika Schwebbach und Andrea Jäschke immer für eine Überraschung gut
sind. Es war klar, dass gegen die Spitzenmannschaften und Aufstiegsanwärter Guben, Berlin und Allianz
Leipzig nicht viel zu holen sein würde, aber gegen die anderen 4 rechneten wir uns durchaus Chancen
aus. Leider kam es wieder einmal anders. Anett konnte nur 3 Spiele machen, nicht zuletzt wegen der
weiten Anfahrtswege und Verpflichtungen im Heimatverein Sangerhausen. In den letzten entscheidenden Runden mussten wir ohne sie auskommen. Das schlimmste Handicap bestand jedoch darin , dass
Alexandra, in die wir einige Hoffnungen gesetzt hatten, gar nicht spielten konnte oder wollte. Susann
dagegen war immer einsatzbereit, spielte durch, musste jedoch leider viel Lehrgeld zahlen und verfehlte
trotz einiger Chancen etwas zählbares. Weil sie durch die o. g. Umstände häufig an Brett 3 saß, war sie
folglich zu weit vorne eingesetzt. Unser Stamm-Fünfer spielte solide, keine enttäuschte, aber natürlich
war wie immer wesentlich mehr drin. Zur ersten Doppelrunde in Berlin-Pankow blieb Merseburg seiner
Linie treu, niemals geschlossen pünktlich am Brett zu sitzen - ist das überhaupt schon mal vorgekommen? Wäre die ursprünglich geplante Regelung des Partieverlustes bei Zuspätkommen zur Anwendung
gebracht worden, hätte man uns wohl durchgenullt. Gegen Potsdam ergab sich ein erwartet knapper
Kampf. Leider hatte der Mannschaftsleiter schlicht vergessen, Christina zu sagen, dass sie auf Gewinn
spielen soll (muss), dann hätte es vielleicht gleich zu Beginn den ersten Mannschaftspunkt in der 2.
Bundesliga gegeben. Als er von einem Abstecher nach Erkner zurückkehrte, hatte sie remisiert, später
stand es 2,5 : 3,5 – ein verhängnisvoller Fehler! Den bundesligagestählten Pankower Frauen hatten wir
am nächsten Tag nichts entgegenzusetzen, Andrea holte das Ehrenremis. Auch diesmal schafften es
nicht alle pünktlich ans Brett, da der Weg von der Pension zum Spiellokal nur schwer zu finden war. In
der Adventszeit empfingen wir in der vorweihnachtlich geschmückten Mampfe die Mannschaften aus
Leipzig und Dresden zur Heimdoppelrunde mit dem sympathischen alten Bekannten Albrecht Beer als
Schiedsrichter. Aber auch er brachte uns kein Glück. Nach hartem Kampf verloren wir 2 : 4 gegen
Leipzig-Lindenau, während Allianz Leipzig am Sonntag eine Nummer zu groß war - 1 : 5 , aber als
Lichtblick eine Energieleistung von Angelika , die die routinierte Anita Just nach ca. 7 Stunden zur
Aufgabe zwang. Die Einzelrunde gegen Dresden sollte auf Antrag der sächsischen Mannschaft
vorgespielt und eventuell in Halle ausgetragen werden, da einige Dresdener Spielerinnen am PorzellanCup teilnehmen wollten. Uns wäre dies entgegen gekommen, Anett hätte gespielt, aber leider wurde die
Verlegung nicht genehmigt. So fuhren wir zum geplanten Termin nach Dresden und kamen heftig mit 1,5
: 4,5 unter die Räder, nahezu chancenlos. Dadurch hatten wir in der letzten Doppelrunde in Guben nur
noch geringe Chancen auf den Klassenerhalt. Aber unsere Frauen verkauften sich teuer, holten gegen
die favorisierten, überwiegend polnischen Gastgeberinnen 2,5 Punkte – wenn auch mit einem kampflosen Punkt für Andrea - und waren gegen Rüdersdorf einem Sieg sehr nahe , als Angelika mit schwarz
im Budapester Gambit nach 8 Zügen erstickt mattgesetzt hatte (bekannte Falle) und Andrea wenig später
2 Bauern gewann. Katja konnte einzügig gewinnen, Susann hatte exzellente Remischancen. Dennoch
reichte es nicht, und der Mannschaftsleiter musste wieder keinen ausgeben. Wie vor 3 Jahren blieben
wir ohne Punkt, waren erneut nicht chancenlos, aber infolge der Besetzungssorgen hätten wir mehr
Glück gebraucht. Vielleicht klappt’s ja beim nächsten Mal. Am Kampf- und Mannschaftsgeist lag’s
jedenfalls nicht, die Stimmung war stets gut. Anett (0,5 aus 3) spielte gegen stärkste Gegnerinnen am
Spitzenbrett, stand uns in den entscheidenden Kämpfen gegen Dresden und Rüdersdorf leider nicht zur
Verfügung. Tanja (2 aus 7) ließ einige Male ihr Können aufblitzen. Um die 50 % hätten es werden
können, wenn sie auch mal gegen nominell nicht so starke Spielerinnen punkten könnte. Gegen die
Besseren spielt sie meist auch stärker. Auch Katja (2 aus 7) ließ einige gute Chancen aus, besonders
zuletzt gegen Rüdersdorf, 3 bis 4 Punkte waren möglich, aber die Gegnerinnen an den vorderen Brettern
sind schon sehr stark. Susann (0 aus 7) war noch überfordert, musste auch oft zu weit vorn spielen. 3
Partien verlor sie völlig chancenlos, in den anderen gab es schon Möglichkeiten, besonders die letzte
Partie war einige Zeit sogar vorteilhaft für sie. Wir hoffen, dass ihr diese Serie nicht die Lust am
Schachspielen genommen hat; auf jeden Fall konnte sie viel lernen und sollte einfach einen neuen
Anlauf nehmen. Christina (2 aus 6) spielte wie gewohnt solide, müsste nur in leicht besseren Stellungen
hin und wieder mehr riskieren, dann würden sich auch Siege einstellen. Angelika (2 aus 6) spielte
kämpferisch, errang kurioserweise einen extrem langen und einen extrem kurzen Sieg. Insbesondere
gegen Lindenau war wohl mehr möglich. Lobenswert ihre Einsatzbereitschaft und die weiten Wege, die
sie geht, um der Mannschaft zu helfen. Einen "Lauf" hat zur Zeit Andrea (4 aus 6), die wohl irgendwann
festgestellt hat, dass man Partien auch gewinnen kann und das bei den Männern ebenfalls in die Tat
umsetzte. Wohl ihre beste Saisonleistung seit langem. Abschließend möchte ich mich recht herzlich bei
allen bedanken, die die Mannschaft unterstützt haben, wobei ich besonders Thomas Hartung als stets
einsatzbereiten Fahrer und Betreuer hervorheben möchte. Herzlichen Dank auch an Achim Wiegand,
der für die Doppelrunde in Guben als Fahrer einsprang (und dabei viel riskierte). Im Herbst geht es mit
frischen Kräften wieder los. Ob trotz des sportlichen Abstiegs ein Freiplatz für die 2. Bundesliga beantragt
wird, müssen wir noch ausdiskutieren, aber wir spielen mit dem Gedanken.
Erfreuliche Überraschung: Nach der Saison gab es doch noch einen Sieg für unsere Frauen – aber lesen
sie auch die anderen Informationen unter Aktuelles!
Dirk Wildenrath – Mannschaftsleiter und der guter Geist im Frauenteam
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