close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Betongold . . . was essen wir morgen? - Pressekatalog

EinbettenHerunterladen
ISSN 0942-203X
KAPITALforum Ausgabe 04/2013 Juli-August - 20. Jahrgang
Einfach mehr
(v)Vermögen
K
KA
AP I T A L f o r u m
Kampf für
Zeitschrift
die Leser
Gegen den Einfluß der
Bankmanager auf die
gesellschaftliche
Grundordnung einer
vom Volk bestimmten
Demokratie.
für fairen und freien Finanzmarkt
Das Märchen vom Gold
Zwangsmitgliedschaften
bei den Industrie- und
Handelskammern
müssen abgeschafft
werden, denn sie sind
das Relikt der längst
vergangenen Feudalstruktur.
und
Betongold . . .
Alle Gewalt geht vom
Volke aus und nicht
von wenigen Parteien,
die den Staat im Staat
darstellen.
Für mehr und absolute
Transparenz
bei
Kapitalanlagen
und
gegen die unsinnige
Prospektflut, die von
niemandem gelesen
werden.
was essen wir morgen?
Transparenz
oder
Abschaffung der GEZGebühren. Gegen die
Ungerechtigkeit
bei
den Abgaben!
Alle zwei Monate: Liste der zehn
besten und der zehn
dubiosesten
Kapitalanlageangebote
Jetzt bestellen auf www.PresseKatalog.de
Für fairen und verständlichen
Anlegerschutz
Einfach mehr
v(V)ermögen
Aus dem Inhalt
Das Märchen vom Gold und vom Betongold
Am Golde hängt’s, zum Golde drängt’s die Gier des
Menschen nach immer mehr bleibt unbegrenzt.
Wachstum um jeden Preis - wie lange noch?
Angesichts der Tatsache, daß bisher niemand weiß,
wie alsbald acht Milliarden Menschen ernährt werden
sollen, ist die Jagd nach Gold und Immobilien eine
Kafkaeske am Abgrund.
Das einzige wahre und werterhaltende Investment ist
die Investition in die Agrarwirtschaft.
ab Seite 4
Strafanzeigen gegen Sparkassen
Provisionsgier trieb die Anlageberater vieler
Sparkassen dazu an ältere Rentner - meist über 75
Jahre Anteile an Schiffsfonds zu verkaufen, die eine
Laufzeit von mehr als zehn Jahren haben.
ab Seite 6
Kreative Steuergestaltung im europpäischen
Ausland vor dem »Aus«. Die europäischen
Steueroasen sollen abgeschafft werden - zumindest,
wenn sich die Regierung in Berlin gegenüber Europa
durchsetzen kann. Dabei ist die »Steuergestaltung« im
Ausland für den durchschnittlichen Kapitalanlager bei
weitem nicht so attraktiv, wie viele Medien den
Steuerbürgern weiß machen wollen.
Was an Steuern, durch die Tricksereien, eingespart
wird geht über die horrend hohen Gebühren wieder flöten. Hinzu kommt die Rechtsunsicherheit. Deutsche
Steuergestalter in der Schweiz operieren in einem
nahezu rechtsfreien Raum. Sie sind der Kostenwillkür
der ausländischen Bank ausgeliefert. Dagegen klagen
bringt nichts außer weiteren Kosten zum eh schon verlorenen Geld. Es wird Zeit, daß man sich in Berlin auch
über den Anlegerschutz in Luxembourg, der Schweiz
etc. Gedanken macht.
Seite 8
Bankprovisionen
Bereits wie vor der Finanzkrise, die deutschen Sparer
wissen über die horrend hohen Provisionen ihrer
Bankberater kaum Bescheid. Trotz gesetzlicher
Vorgaben, geben Banken und Sparkassen nur dann
Auskunft, wenn sie ausdrücklich dazu aufgefordert werden. Selbst in dem Fall gibt es noch erfinderische
Anlageberater bei den Banken, die dem Sparer allen
Ernstes die Mär vom Datenschutz erzählen und sich so
vor der Auskunftspflicht drücken.
Seite 9
Überdehnung als Anfang vom Ende
Eine Währungsunion verschiedener Wirtschafts- und
Sozialsysteme hat in der Geschichte kein Vorbild. Alle bisherigen Versuche dahin sind kläglich gescheitert.
Die EU droht an der Überdehnung zu zerbrechen.
Wie zuvor einige Großreiche in der Geschichte
ab Seite 9
Deutschland: Zahlmeister für Europas Arme. Nicht
genug damit, daß der deutsche Steuerzahler Jahr für Jahr
zig Milliarden ins EU-Ausland schickt, damit das sauer
verdiente Geld dort verjubelt wird. Jetzt kommen die
Wirtschaftsflüchtlinge
aus
Südosteuropa
nach
Deutschland, um den deutschen Sozialstaat zu betrügen
und erschleichen sich Billiglohn-Arbeiten ohne sich jemals
integrieren zu wollen.
ab Seite 12
Niemand braucht die
Beteiligungsbranche
Regulierungen
in
der
ab Seite 26
Pflegeversicherung, so wichtig wie die Autohaftpflicht
ab Seite 33
IMPRESSUM: Druck und Verlag: KAPITALforum AG - Hopfenrain 1 - D - 35114
Ihre Meinung zu
Kapitalanlageangeboten
auf
www.kapitalforum.info
Machen Sie mit beim
Forum!
Meinungsaustausch
bevor Sie einer
GoW-Anlage
aufgesessen sind!
GoW=Geld ohne Wiederkehr
Haina(Kloster)
Bundesrepublik Deutschland/Telefon: +49 (0) 64 56 / 8 12 00; Telefax: +49(0) 64 56 / 8 12
05 Email: red@kapitalforum.info; www.kapitalforum.info Block: www.kapitalforum.inf/forum,
twitter Vorstand: Wolf-Dietrich Hänsssler, Aufsichtsrat Georg H. L. Geiss (Vorsitzender),
Josef Steinbüchler, Camelia Varga. Redaktion: Anschrift wie Druck und Verlag: Georg H.L.
Geiss, Wolf-Dietrich Hänssler (verantworlich)Beatrice Nguyen, Silke Riemscheid, Klaus
Schmidt, Ingrid Tonk Erscheint alle zwei Monate, Einzelpreis 3,80 €, Jahresabonnement zur
Fortsetzung: 20,00 € ink. Versand innerhalb der EU, Abonnementpreise sind Endpreise inkl.
Mehrwertsteuer.
Anzeigen: Leitung Camelia Varga Anschrift wie Druck und Verlag: Leiterin: Camelia Varga,
Bernd Zimmermann, derzeit gilt Anzeigenpreisliste 01/2013
KAPITALforum ist unabhängig und frei von Interessenzwängen. Die Meinung ist die Summe der
Meinungen der Redaktionsmitglieder, der Journalisten und Gastautoren.
© beim Verlag, bei namentlich genannten Beiträgen beim genannten Autor. Jegliche Art, auch die in
Internetforen, der Vervielfältigung ist nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlages gestattet.
Zuwiderhandlungen werden unabhängig vom Schadenersatz bei den zuständigen Justizbehörden angezeigt.
Jetzt bestellen auf www.PresseKatalog.de
Für den fairen und freien Finanzmarkt
Regulierungen am Finanzmarkt sind schön und gut.
Nur helfen sie wirklich dem Kapitalanleger?
Zweifel sind angebracht. Was ist von der mit viel
Getöse angekündigten Reform der Finanzbranche
übrig geblieben? Als hätte es die Krise nie gegeben
verhökern Banken und Sparkassen, getrieben von
der
Provisionsgier,
verlustbringende
Fondsbeteiligungen an 75-jährige Rentner mit einer
durchschnittlichen Laufzeit von mehr als 20 Jahren.
Mit Auflagen gegen die Beteiligungsbranche und
einer Papierflut, die in Wirklichkeit nur Juristen verstehen ist eine Reform des Finanzmarktes nicht
durchgesetzt.
Die im Juli 2013 in Kraft getretene
Finanzmarktreform, die endlich EU-Recht auch in
Einfach mehr
v(V)ermögen
deutsches nationales Recht umsetzen soll, ist den Brüsseler
Bürokraten ein weitere Coup gegen die Demokratie gelungen.
KAPITALforum die Zeitschrift für den fairen und freien
Finanzmarkt ist nicht bereit die antidemokratischen
Tendenzen in der Finanzbranche zu unterstützen. Die
Redaktion versucht seit Jahren seine Leser für echte
Demokratie, für mehr Gerechtigkeit in der Wirtschaft und
gegen
Zwangsmitgliedschaf-ten
zu
sensibilisieren.
KAPITALforum-Leser stehen Beteiligungen an Projekten
und Unternehmen die bleibende Werte für die Gegenwart
und die Zukunft schaffen.
Hintergrundinformationen
zur
Weltund
Finanzwirtschaft sind heutzutage wichtiger denn je.
Daher der Aufruf an die Leser:
Wehren sie sich gegen die unsinnigen CasinoSpiele der Banken und ganz besonders der EZB.
Deutschland braucht keine bürokratische EU, die immer
mehr diktatorische Grundstrukturen aufweist. Mehr Mitglieder
bedeutet nicht zugleich mehr Gerechtigkeit. Wieviel
Armenhäuser wollen die Brüsseler Bürokraten noch in der
EU integrieren? Heute erweist sich daß die Mitgliedschaften
zur
EU
von
Rumänien
und
Bulgarien
klare
Fehlentscheidungen wahren. An Rechtssicherheit und diktatorisch, korrupten Tendenzen, weisen beide Länder ebenso
viele Defizite auf, als die Türkei. Mit einer kleinen Ausnahme,
daß die Türkei über eine fleißige und motivierte Bevölkerung,
die sich in Europa integrieren will, verfügt.
Unser Vorschlag für ein weiteres EU-Mitglied:
Agrarinvestment
bei
Kapitalsicherheit
durch eingetragenen Grundbesitz.
Gesamtrendite
Usbekistan!
nach 5 Jahren
etwa 60 %!
Klevere Anleger informieren sich vor einer
www.kapitalforum.info
Falschberatung durch Banken und
Sparkassen, kosten die deutschen
Sparer Jahr für Jahr 12 Milliarden Euro
Investition im oder bei
KAPITALforum: Link:
Unternehmen und Wert, die frei zugängliche
Bewertung von Kapitalanlageangeboten, für
den Anleger, der seine Ersparnisse bei einer
ordentlichen Rendite sichern will.
Erleben Sie das Flair
des Orients mit
KAPITALforum in
die Welt der
Scherhrazad
Hier muß Ihre Bonuskarte sein!
Fünf Hefte kaufen und das sechste
Gratis erhalten.
Dazu haben Sie die Chance eine Reise in
die faszinierende Welt des
Mittleren Ostens zu gewinnen!
Eine historische Aktie ist Ihnen sicher!
Jetzt bestellen auf www.PresseKatalog.de
KAPITALANLAGEN
Das Märchen vom Gold
und Betongold
Trotz horrender Verluste in den letzten Wochen hat Gold
seine Anziehungskraft kaum verloren. Dabei bringt Gold
weder Zinsen, noch ist es im großen Stil als Industriemetall einzusetzen. Im Gegenteil: Das gelbe Edelmetall soll
eine Scheinwährung ersetzen, die es schon lange nicht
mehr gibt.
Betongold versiegelt die Landschaft fördert den Klimawandel und ist die hauptsächliche Ursache der Flutkatastrophen in den letzten Jahren. Dabei ist die Behauptung.
daß Betongold einen bleibenden Wert darstellt schlicht
gelogen. Es mag zutreffen, daß in den Ballungsgebieten
von München, Hamburg, Berlin und Wien die Preise für
Immobilien kräftig anziehen. Die Frage bleibt: Wie lange
noch?
B
ei all den euphorischen Prognosen über Gold und Immobilien erhebt sich darüber die
Kardinalfrage der Zukunft:»Und was
essen wir morgen?« Die Zahl der
Weltbevölkerung steigt dramatisch.
Noch ist die Ernährung der Menschen
gesichert. Die Betonung liegt auf
»noch«. Seit Jahren steigen die Preise
für Lebensmittel enorm. Der Preisanstieg ist das Resultat aus Angebot und
Nachfrage. Betongold ist mit die Ursache für die Verknappung der landwirtschaftlichen Anbauflächen. Einen wei-
teren Teil trägt der Klimawandel bei.
Allein im Süden Spaniens - wir brauchen gar nicht bis Afrika gehen - verwüsten täglich landwirtschaftlich nutzbare Flächen in der Größe von 10
Fußballfeldern. Das 100-fache dieser
Fläche verbrauchen wir weltweit für die
Fleischproduktion und für die Erzeugung von Energiepflanzen zur Herstellung von Diesel- und Heizöl.
Die Chinesen zeigen den Weg
Es ist an der Zeit, daß wir umdenken.
Noch ist es nicht zu spät, aber die Uhr
tickt weiter und die Zeitbombe Welthunger kann jeden Moment explodieren. Anstatt auf Betongold zu setzen,
sollte man sich darauf beschränken,
was die Not der Zukunft lindert: Die
Produktion von Lebensmitteln. Landwirtschaftlich nutzbare Flächen steigen
seit Jahren im Preis, weil die Nachfrage wesentlich höher ist als das Angebot
und die Schere geht noch weiter auseinander. Zudem werfen landwirtschaftlich nutzbare Flächen steigende
und sichere Gewinne ab. Das haben
die Chinesen mit ihrer rasant wachsenden Bevölkerung schon lange erkannt.
Seit Jahren kaufen sie weltweit landwirtschaftlich nutzbare Flächen auf der
ganzen Welt, sogar in Europa, wie zum
Beispiel in den fruchtbaren Gegenden
Rumäniens. Teils bewirtschaften sie die
Flächen selber oder lassen die im
Lohnverfahren bewirtschaften. Eine
weitere Variante sie verpachten die
Flächen und sichern sich die Erträge
über Jahrzehnte hinweg. Dabei bauen
die Chinesen nicht nur auf die steigende Bevölkerungszahl, sondern rechnen
fest mit den dramatischen Auswirkungen des Klimawandels. Die zunehmende Erwärmung der Erde läßt die Erträge im Reisanbau sinken. Auf
Wohnungen können die Menschen verzichten. Was nützt die tolle Luxusvilla
mit Solaranlage auf dem Dach, Hackschnitzelheizung im Keller und
Schwimmbad im Garten, wenn man
drin sitzt und verhungert?
Das einzige Investment mit
Kapitalsicherheit und
garantierten Renditen
Maisanbau am Hohenstaufen, in Europa überwiegend als Futtermittel zur Fleischerzeugung. Ursprünglich kommt die Nutzpflanze aus Amerika
4
Die Preise für landwirtschaftliche Nutzflächen bei durchschnittlicher Bodenqualität sind allein in Bayern in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent
gestiegen. Selbst in einigen Regionen
der östlichen Länder wie Vorpommern
und in der Lausitz stiegen die Preise
um 10 Prozent. Zur gleichen Zeit fielen
dort die Immobilienpreise - also das
berühmt Betongold - um acht Prozent.
Dabei hat es sich herausgestellt, daß
einige Immobilien kaum zu verkaufen
sind. In Nordhessen gibt es Hauseigentümer, die ihren Besitz bereits seit
fünf Jahren verkaufen wollen und trotz
Preisnachlässen um mehr als 40 Prozent keine Käufer finden. Inzwischen
haben einige ihr Angebot über die Bundesgrenze hinweg ausgebaut und den
alten Kleinbauernhof der Eltern in den
KAPITALforum 04/2013
Jetzt bestellen auf www.PresseKatalog.de
KAPITALANLAGEN
Das Märchen vom Gold . . .
Niederlanden angeboten. Dort, im
Gegensatz zu Deutschland, gibt es
Menschen die das urbane Leben in den
Ballungszentren satt haben. Sie werden von der ländlichen Idylle angezogen. Gewiß, das sind keine gestreßten
Manager oder Grünkohl-Liebhaber, die
aussteigen wollen, sondern nüchtern
denkende Menschen, denen klar
geworden ist, daß mit dem urbanen
Betongold das Ende unserer Zukunft
schneller herbeizementiert wird.
zu 18 Prozent abwerfen. Dabei bleibt
der Wert der Investition erhalten. im
Gegenteil, er steigt. Die Wertsteigerung
resultiert in diesem Fall nicht aus Spekulationen wie bei Gold, sondern richtet
sich an den ursprünglichen Werten des
Geldes, also der Produktivität, man
kann auch sagen am Mehrwert. Selbst
Brachland hat noch einen Nutzen. Es
dient nicht nur zur Landschaftspflege,
sondern es kann auch die Geschwindigkeit des Klimawandels dämmen. Wo
sonst erzielt man einen Mehrwert
durchs »Nichtstun«? Ja bei der GoldAgrarinvestment mit Renditen
spekulation! Nur, Gold man nicht essen
von mehr als 20 Prozent
und man kann auf den Barren auch
keine Radieschen pflanzen. AckerTendenz steigend, kann man sagen,
flächen haben seit Urbeginn einen Nutdenn mit der zunehmenden Verknapzen. Seit der
Seßhaftwerdung
der
Menschen
stieg ihr Wert kontinuierlich und bis
zur
unsinnigen
Gegenwart, als
ein paar »Tüftler«
auf
die
Idee
kamen Energiepflanzen zur Herstellung von Diesel- oder Heizöl
anzupflanzen,
bauten
die
Bewohner auf den
Flächen eßbare
Pflanzen
an.
Damit hatten sie
ihr Auskommen
über Jahrhunderte. Bis ins vorige
Jahrhundert gab
es keine Probleme. Zugegeben
das Leben der
Landwirte war entbehrungsreich
und hart. Das hat
sich
geändert.
Landwirte sind die
Garanten für den
Abschreckendes Beispiel für Betongold: Älteres Bankgebäude
Fortbestand der
in Bukarest Rumänien
Weltbevölkerung.
Parallel zur steipung und der steigenden Nachfrage
genden Nachfrage knapper werdennach Agrarprodukten, wird der Bodendem Boden sind Landwirte heute mehr
wert auch in den kommenden Jahren
denn je von der Maschinentechnik
sich den geänderten Verhältnissen
abhängig. Das bedeutet: Hohen
anpassen. Experten rechnen in Europa
Kosteneinsatz, der bei der derzeitigen
mit einer durchschnittlichen PreissteiPreispolitik der Nahrungsmittelkonzergerung von mehr als 30 Prozent in den
ne sich nur noch schlecht für einen kleikommenden zehn Jahren. Die erwirtneren Betrieb rechnet. Das war der
schafteten Renditen werden gleichzieGrund, daß seit Ende des Zweiten
hen und einen jährlichen Ertrag von bis
Weltkrieges in Mitteleuropa sechs von
zehn Landwirten ihren Betrieb aufgaben. In Deutschland erwischte es allen
voran die kleinen Nebenerwerbsbetriebe in Württemberg. Die wurden durch
zigfache Erbteilung allmählich so klein,
daß sie kaum noch eine Person
ernähren konnte. Ähnlich war die Situation in Hessen. In Bayern, Niedersachsen und Österreich schlug man traditionsgemäß andere Wege ein: Nur ein
Nachkomme konnte den Hof übernehmen. So blieb die Betriebsgröße über
Generationen hinweg erhalten. Ein
Sonderweg schlug die Landwirtschaft
in den östlichen Bundesländern, Brandenburg, Mecklenburg und SachsenAnhalt - politisch bedingt - ein. Zuerst
kam in den 50er Jahren die Enteignung
der großen Privatbetriebe und dann der
Zusammenschluß zu sozialistischen
Produktionsgenossenschaften.
Mit
dem Untergang der DDR gingen auch
die Produktionsgenossenschaften Pleite, aber man machte nicht den Fehler,
wie in Rumänien und gab die landwirtschaftlichen Flächen an die zurück, die
am eindrucksvollsten jammerten, sondern schloß sich in GmbHs oder freien
Genossenschaften gleichberechtigter
Partner zusammen. So erhielt man die
Betriebsgröße und die Marktstellung,
welche auch ein landwirtschaftlicher
Betrieb zur Gewinnerzielung braucht.
Für die nun angebotenen Agrarinvestments ist die rumänische Praxis aus
1990 bis 92 Jahren ein Glücksfall. Bei
der Reprivatisierung entstanden oft so
kleine Parzellen, daß diese bis 1999
oftmals für weniger als 500 DM pro
Hektar angeboten wurden. Doch seit
2006 ziehen die Preise stetig, Jahr für
Jahr um 10 bis 15 Prozent an. Wo kann
man bei absoluter Kapitalsicherheit
eine bessere Rendite erzielen?
Agrarinvestment oder
Produktionsgenossenschaften
Das wären die Alternativen, die sich
anbieten, bis die Nachfrage das Angebot überholt hat. Wann wird das sein?
Genau vorhersagen kann das niemand. Vielleicht sogar noch in diesem
Jahrzehnt. Sicher ist, daß ab 2030
Agrarflächen unbezahlbar werden und
daß nicht mehr die verarbeitenden
Lebensmittelkonzerne die Preise diktieren, sondern die Agrarwirtschaft. Anleger, die sich bereits jetzt an Agrarinvestments beteiligen stehen auf der
sicheren Seite, denn sie behalten
Grund und Boden in ihrem Eigentum.
Hinzu kommen die ansteigenden RenKAPITALforum 04/2013
Jetzt bestellen auf www.PresseKatalog.de
5
KAPITALANLAGEN
Das Märchen vom Gold . . .
diten, welche derzeit noch und das für
längere Zeit weiter, innerhalb der EU
und der Schweiz, durch Fördermaßnahmen gestützt werden. Landwirtschaft heute dient nicht nur zur Nahrungsmittelerzeugung, sie ist die
Bremse für den Klimawandel und der
Garant für eine intakte Kulturlandschaft. Die Alternative zum Agrarinvestment wäre die Produktionsgenossenschaft. Die hatten wir schon, sie ging
1990 an der Mißwirtschaft der Funktionäre unter. Wer garantiert, daß künftige
Produktionsgenossenschaften
nicht auch wieder diktatorisch für wenige zu Lasten vieler gelenkt werden?
nen Spekulationsobjekt seiner selbst
willen verkommen. Gut daran ist nur,
daß es über die Metallbörsen einen
Markt gibt, der den aktuell festgelegten,
Gegenwert auszahlt. Ansonsten entbehrt der Goldpreis weitgehendst einer
realen Wertevorstellung. Er ist den
Launen der Finanzwirtschaft ausgeliefert.
Anders dagegen ist die Entwicklung
der Preise für Gewerbe- und Wohnimmobilien. Bei Gewerbe- und Büroimmobilien herrscht in den meisten Ballungszentren Europas seit Jahren ein
höheres Angebot als je nachgefragt
wird. Entsprechend sind die Preise bei
durchschnittliche Preisentwicklung für Ackerland in
Mitteleuropa pro Hektar seit 1945
in Euro
18.000
16.000
14.000
8.000
7.000
6.000
5.000
Preis
pro
Hektar
bei mittlerer
Bodenqualität
von 60
BP und
einer
Niederschlags
menge
von 500
Jahr
4.000
3.000
2.000
1.000
500
<500
1945
1955
1965
1975
Ganz anders war die Preisentwicklung
bei Gold und Wohnimmobilien. Mit der
Finanzkrise verdreifachte sich der
Preis für die Feinunze Gold und stürzte
dann in den letzten Monaten um mehr
als 30 Prozent wieder ab. Gold ist
längst kein Ersatz mehr für schwankende Währungswerte. Gold ist zum rei-
1985
1995
2005
2015
Leerständen von bis zu 40 Prozent in
Frankfurt/Main gefallen. Der vermehrte
Zuzug der Landbevölkerung in die
Großstädte und Ballungszentren - vermutlich bald beendet - zieht enorme
Preissteigerungen in den beliebten
Zentren wie Hamburg, München, Berlin
oder Wien nach sich. Während die
Anzeige
KAPITALforum
Profiverkäufer dringend gesucht
Verdienst pro Monat mindestens
5.500 Euro
das sollte Ihnen ein Anruf oder eine Email wert
sein.
Anruf unter 06456 81200
oder
Kurzbewerbung an: service@kapitalforum.info
6
Immobilienpreise, bedingt durch die
hohen Leerstände in Vorpommern,
Sachsen-Anhalt. Nordhessen, Kärnten
oder im Norden des Großherzogtums
Luxembourg stark nachgeben - teils
sogar unverkäuflich geworden sind.
Preisentwicklung für Büroimmobilien
seit 1945 in europäischen Ballungszentren pro Quadratmeter
in
Euro
6.000
5.500
4.000
3.500
2.500
2.000
1.500
500
<500
1945 1965 1975 1985 1995 2013
Strafanzeigen gegen
Sparkassenvorstände
Sparkassenvorstände haben oftmals seltsame Ansichten von Bankgeschäften. Die Einbindung der
Komunalpolitik in die Bankbücher
treibt außergewöhnliche Blüten.
Zehntausende von Kunden deutscher
Großbanken wie unter anderem der
Commerz- und Postbank wurde in den
vergangenen Monaten schmerzlich
bewußt, daß sie Opfer von Falschberatung und Provisionsgier verantwortungsloser Berater wurden. Dabei ging
es vor allem um Schiffsbeteiligungen.
Nun geraten Sparkassen in den Sog
untergehender Schiffsfonds- der Schadensumfang dürfte sich auf circa 30
Milliarden Euro belaufen. Ohne Aussicht auf Rückzahlung oder gar einen
Gewinn versinkt ihr Geld oft in unterschiedlichen
Beteiligungen. Über
Jahre finanzierte die HSH -Nordbank
Schiffs-und Immobilienbeteiligungen.
weshalb dieser Bereich auch als
Standbein des norddeutshen Geldinstituts gilt, hält Helge Petersen, Fachanwalt für Bank-und Kapitalmarktrecht
aus Kiel, fest. Als Anteilseigner der
HSH Nordbank schlüpften zum Beispiel die Sparkassen in die Rolle, das
nötige Eigenkapital über ihre Kunden
zur Verfügung zu stellen. Beim Nachweis der Falschberatung stünden
KAPITALforum 04/2013
Jetzt bestellen auf www.PresseKatalog.de
KAPITALANLAGEN
Rückforderungsansprüche in Höhe von
bis zu 30 Milliarden im Raum. „Unbestritten ein Horrorszenario, welches
erhebliches Potenzial für negative Auswirkungen auf den gesamten Bankensektor birgt”, beschreibt Helge Petersen die aktuelle Situation. Er geht
davon aus, daß fast alle Kunden wegen
der technisch mangelhaften Produktberatung, bei denen nur die Initiatoren,
Kreditgeber und Verkäufer abgesichert
waren, mit Hilfe von guten Rechtsanwälten zumindest Teile ihrer eingelegten Gelder zurück erhalten werden. Die
HSH Bank gibt in einer geheimen Studie, die der Anwaltskanzlei von Petersen vorliegt, im Grunde zu, daß der
Großteil der finanzierten Schiffe keine
Aussicht auf Erholung haben. So sind
sie nicht in der Lage den Kapitaldienst
aus den ins bodenlose fallenden Charterraten zu tragen. Das führt erfahrungsgemäß fast automatisch zur Kündigung des Darlehens und den
Totalausfall für den Anleger. Weiter gibt
die Bank, insgeheim zu, daß der größte Teil der finanzierten Schiffe weniger
als 5 Jahre alt ist, also mitten in der
Krise hinein am Markt vorbei gebaut
wurden und damit gegen den Anlegerkunden verkauft worden war.
Mit der Sanierung Anlegereinlagen
versenken
Strafanzeigen gegen Sparkassen . . .
denen die Anleger, oft Rentner im
hohen Alter ab 75, meist erst nach
Jahrzehnten wieder aussteigen können und die bereits bei Zeichnung dem
Untergang geweiht waren .Unsere
Kanzlei vertritt Hunderte von Mandanten solcher Beratungsfälle, bei denen
der Verdacht begründet ist, daß die
Berater und Beraterinnen ganz offenbar methodisch und systematisch vorgegangen sind, gibt Petersen Einblicke
in seinen Arbeitsalltag. Dabei gelingt es
uns verstärkt, in Prozessen diese
anfechtbare Vertriebspolitik nach zu
weisen. Trotz dieser Entwicklung
sträubt sich die Sparkasse grundsätzlich gegen den Vorwurf der Falschberatung, obgleich diesbezügliche Zweifel
mehr als deutlich zutage treten Ohne
in die nähere Prüfung des Einzelfalls
einzusteigen, wird vom zuständigen
Ombudsmann der Sparkasse jeglicher
Entschädigungsanspruch bereits dem
Grunde nach abgelehnt Es liegt die
Vermutung nahe, so Helge Petersen,
daß hinter diesem Verhalten die Angst
steht, einen Präzedenzfall zu schaffen,
der sich dann quer durch die gesamte
Republik erstreckt und die Handlungen
sämtlicher Berater des SparkassenVerbandes
hinterfragt.
Petersen
schätzt, daß die überwiegenden Anfragen von Kunden bei Sparkassen und
Ombudsmann aus Prinzip abgewehrt
werden. Die kunden denken, daß sie
eine neutrale Stelle anlaufen, dabei treten sie in die Abwehrfalle eines der
größten Skandale in der Geschichte
der Sparkassen. Eine Beschwerde
wurde mit der Androhung von strafrechtlichen Konsequenzen und Kammerverfahren plump vom Sparkassenverband abgewehrt. „Klar, daß das nur
Ansporn sein kann, das System Sparkassenverband zu hinterfragen”, meint
Petersen.
Die Fondsgelder sind verbraten
keine Hoffnung auf Erfolg
In der Schiffahrtsbranche leiden Reeder unter der schlechten weltwirtschaftlichen Lage, in deren Folgen Charterraten
kontinuierlich
sinken,
Emmissionshäusern, allen voran HCI,
MPC oder auch Atlantic, droht der
finanzielle Kollaps. Nach vorsichtigen
Schätzungen stehen aktuell weitere
rund 1.000 Fonds/Beteiligungen vor
der Pleite. „Kleinanleger sitzen dabei im
wahrsten Sinne des Wortes mit im Boot”,
beschreibt Petersen die prekäre Lage.
Sanierungen machen keinen Sinn,
meint Petersen. Sie sorgen nur dafür,
daß die Bank ihr Geld bekommt. Dann
verdienen die Beteiligten Fondsinitiatoren weiterhin auf Kosten der geschädigten Anleger Geld. Das Anlegerschädigersystem
bleibt
intakt.
Die
Kapitalerhöhungen stellen einzig
sicher, daß die schädigenden Banken
weiter ihr Geld bekommen und der
geschädigte Anleger darf noch drauf
zahlen, obwohl er sein Geld bereits
verloren hat.
Ältere Kleinanleger
dankbare Opfer der Sparkassen
Wie bei den Großbanken sind vermutlich auch bei den Sparkassen die meist
älteren Kleinanleger die willkommenen
Opfer der schlechten Sparkassenberatung. Ohne eigene Anlagekenntnisse
mit sicherheitsorientierter Ausrichtung
und in der Hoffnung auf eine kleine
Rendite werden ihnen anscheinend
zumindest grob fahrlässig Anlagen
empfohlen, die hoch risikoreich sind
und im Ergebnis ihr Kapital verschlingen. Bestes Beispiel Schiffsfonds, aus
Kapitalanleger werden aus Provisionsgier schnell einmal aufgehängt und mit ihnen
ihre Ersparnisse
KAPITALforum 04 /2013
Jetzt bestellen auf www.PresseKatalog.de
7
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
2
Dateigröße
788 KB
Tags
1/--Seiten
melden