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Ida Hiller – den Frauen gehört die Zukunft – machen sie was - FaU

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Erster FaU UnternehmerInnen Erfolgstag – ein Resümee
Am 11. Oktober fand der erste FaU UnternehmerInnen Erfolgstag in den Räumen des SüdWest-Parks Nürnberg statt. Ca. 60 Unternehmerinnen und einige wenige Unternehmer der
Region nutzten die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.
Nach einleitenden Worten des FaU Vorstandes Petra Hartz und Conny Kozub eröffnete Ida
Hiller, Frauenbeauftragte der Stadt Nürnberg, ganz offiziell die Veranstaltung. Sie berichtete,
dass sie schon lange die großartigen Initiativen und Projekte von FaU e.V. beobachte und
auch immer gerne unterstütze. Ihr Schluss-Appell an alle Teilnehmer lautete: „Make friends –
make business“. Denn, so Frau Hiller, „ ...den Frauen gehört die Zukunft – also machen Sie
was draus“. Im Anschluss daran wurde die Workshop-Reihe eröffnet. Es fanden jeweils drei
Vorträge parallel statt. Die Themen waren:
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Stimmtraining / Körpersprache
Extreme Situationen im Geschäftsleben meistern
Strategien zur Kundengewinnung
Effizienz im Büro
Geschäftsräume- Wohlfühlräume
Blitzschnell Arbeitsenergien aufbauen
Nach einer ausgedehnten Mittagspause, die für alle NetzwerkerInnen wieder reichlich Zeit
zum Kennenlernen und zum Besuch der Sponsorenstände bot, fand das Seminar von Margit
Hertlein „Schlagfertigkeit ist erlernbar“ statt.
Leuchtend Orange stand Frau Hertlein vor ihren Zuhörern. Die Erwartungen an die Referentin
waren groß, denn wer hat nicht selbst schon oft genug Situationen im Berufs- oder Privatleben
durchlebt, in denen wir uns nicht ein Quäntchen mehr Schlagfertigkeit gewünscht hätte.
Wieso kommt es dazu, dass wir oft nicht schlagfertig genug auf einen persönlichen Affront
unseres Gegenübers reagieren können? Was hindert uns daran, Paroli zu bieten? Wo ist das
Schnürchen, das uns vor anderen zum Hampelmann macht?
Frau Hertlein begann ihre Ausführungen damit, dass sie mit dem Vorurteil aufräumte,
Schlagfertigkeit bedeute lediglich eine Sammlung von klugen, witzigen Sätzen parat zu
haben, die dann in bestimmten Situationen ausgespielt werden. Sie meinte viel mehr, dass
Schlagfertigkeit auch damit zu tun hat, nicht Ziel eines Angreifers zu werden bzw. sich von
Angriffen emotional nicht so sehr berühren zu lassen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass jeder
verbale Angriff darauf abzielt, das Gegenüber zu „überrumpeln“, es hat mit „mundtot
machen“ zu tun oder aber auch damit, dass mit ein verbaler Angriff gezielt von etwas
anderem abgelenkt werden soll.
Am Beispiel der Hertlein´schen Hampelfrau zeigte die Referentin auf, dass jeder Mensch
bildlich gesehen mit einem Schnürchen geboren wird. Wird daran gezogen, dann passiert es,
dass man quasi willenlos zu zappeln beginnt. Hertlein versuchte aufzuzeigen, dass bei ihrem
Hampelmann-Prinzip entscheidend ist, ob dieses Schnürchen sichtbar ist oder, ob es dem
Gegenüber schwer fällt, dieses Schnürchen überhaupt zu finden. Am Schnürchen ziehen heißt
demzufolge, dem Gegenüber die Gelegenheit zu geben, angreifen zu können. Ist das
Schnürchen erst gar nicht sichtbar, hat das Gegenüber keine Chance angreifen zu können bzw.
uns aus der Ruhe zu bringen.
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Ziel des Ganzen, so Hertlein, müsse daher sein, sich davor zu schützen, überhaupt Opfer eines
verbalen Angriffs zu werden. Wie aber schafft man es, aus dieser Opferrolle heraus zu
kommen?
In einem Katalog hält sie Lösungsmöglichkeiten parat, die helfen bei verbalen Angriffen
richtig zu reagieren. Sie empfiehlt:
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sich auf bestimmte wiederkehrende Angriffe vorzubereiten
z.B. Kontersätze für klassische also wiederkehrende Situationen (z.B. Frauen und
Technik) parat zu haben
durch einen ganz persönlicher Satz oder ein inneres Bild dazu beizutragen, in den
Angriffssituationen gelassen zu reagieren, sich innerlich entspannen zu können und
damit den Kopf frei haben, um nachzudenken („Netter Versuch, mich kannst Du nicht
aus der Ruhe bringen“)
sich durch ein einfaches Ja oder Nein von unendlichen Rechtfertigung zu erlösen. Es
hilft, das Gegenüber quasi Schachmatt zu setzen und dem Ganzen Wind aus den
Segeln zu nehmen
einfaches Hinterfragen des Geäußerten. Sätze wie, „Wie meinst du das eigentlich?“
gelten als aktives Zuhören und können Situationen klären
das Torero-Prinzip: Es besagt, dass verbale Angriffe an mir vorbei geführt werden,
mich dadurch erst gar nicht erreichen können. Jeder kann für sich entscheiden, ob er
überhaupt auf gewisse Anspielungen eingeht oder nicht.
Manchmal hilft auch das „Schlucken“, das Hinnehmen. Auf die Dauer allerdings ist es
sehr ungesund, denn meistens wiederholen sich dann die Angriffe gemäß dem Motto:“
Mit der oder mit dem kann ich´s ja machen.“.
bewusster Einsatz von Körpersignalen. Damit wird die Ranghöhe einer Person
definiert. Ranghohe Personen werden in der Regel nicht übergangen. Sie werden ernst
genommen und daher sehr selten angegriffen. Rangniedrige Signale, wie z.B. wenig
Blickkontakt, gesenkter Kopf, starke Kopfbewegung, wenig Körperberührungen etc.
erhöhen die Wahrscheinlichkeit von verbalen Angriffen.
Gelingt es also, das Schnürchen an der Hertleinschen Hampelfrau verschwinden zu lassen,
dann gibt es keine Angriffsfläche mehr für verbale Angriffe, Schlagfertigkeit muss erst gar
nicht mehr unter Beweis gestellt werden.
Beim Publikum kam das sehr fundierte, sprachlich brillant vorgetragene und in der Tat
mitreißende Seminar sehr gut an. Gerne hätte man der vor Energie sprühenden Dame in
Orange noch länger zugehört.
Aber das Programm des Erfolgstages sah ja noch ein weiteres Highlight vor. Die Modenschau
des FaU-Mitgliedes Nantia Persch. Vorgestellt wurde toll kombinierbare Herbstmode im
Businessstyle, die geschickt mit modischen Accessoires aufgepeppt wurde. Hairstylist Horst
Schmidt aus Stein zeigte bei der Modenschau die Haar-Trends für die Wintersaison 06/07.
In außergewöhnlicher Atmosphäre fand ein gelungener Tag sein Ende – auf ein Neues in
2007.
Aus der Nürnberger Zeitung vom 12.10.2006 – „FaU - erster Frauenerfolgstag“
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