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3er Reihe - Lehrerservice.at

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Herbst
2014
Mein Schicksal – ein Zufall?
Herr A leidet oft an Migräne. Er hat immer „Pech“.
Im Krankenhaus ist er schon bekannt, da er fast
jedes Jahr irgendeine Verletzung hat und operiert werden muss. Sein Körper sieht schon aus
wie ein „Fleckerlteppich“.
Frau B beginnt bei einer neuen Arbeitsstelle.
Schon während der Einschulung hat sie mit dem
Firmenwagen einen schweren Autounfall mit Totalschaden. Innerhalb von drei Monaten folgen
zwei weitere Autounfälle. Sie selbst hat jedes
mal einen „Schutzengel“ und kommt mit dem
Schrecken davon.
Frau C steht in der Schlange vor der Kasse des
Opernhauses. Die Oper ist ausverkauft und sie
hofft, noch einen günstigen Stehplatz zu ergattern. Da kommt ein Mann „zufällig“ direkt auf sie
zu und bietet ihr eine Karte für Euro 90,-- an. Sie
hat wenig Geld und kann sich das nicht leisten.
Der Mann schenkt ihr die Karte.
Sind diese Begebenheiten Zufälle?
Warum hat jemand wiederholt „Pech“, ein anderer aber Glück? Sollen und können wir vielleicht
aus diesen Ereignissen lernen?
Gewiss kennen Sie den Begriff „Lebensschule“.
Man sagt ja auch: „Das Leben wird dir das schon
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beibringen.“ Das geschieht auch tatsächlich,
aber nicht in einigen großen Aktionen, sondern
täglich in kleinen Raten. Diese Vorgänge bezeichnet man als Tagesschule.
Wir sind die Schüler.
Wer aber sind die Lehrer?
Welchem Lehrplan folgen sie und was ist ihr
Ziel? Geistige Naturgesetze, die schon von Alters her existieren und Gültigkeit haben, sind die
Lehrer. Sie wollen uns helfen, an unserer seelischen Weiterentwicklung zu arbeiten. Entwicklung heißt Verbesserung auf allen Gebieten des
Lebens. Sie führt zu mehr Sicherheit, Freude
und Erfolg.
Von diesem Standpunkt aus betrachtet kann es
keine Zufälle geben.
Was uns „begegnet“
sind Hinweise der Naturgesetze,
die uns zu einer Veränderung
zu unserem Wohl führen wollen.
Da die Naturgesetze nicht in Worten zu uns sprechen können, machen sie uns durch Ereignisse,
Begegnungen, Gedanken und Gefühle auf Situationen oder Verhaltensweisen aufmerksam, die
unseren Weg behindern.
Haben wir die Möglichkeit, der Führung der Naturgesetze zu folgen? Ja, wir haben einen freien
Willen und somit die Möglichkeit, jederzeit einen
anderen Weg einzuschlagen. Sogenannte „Zu2
fälle“ sind nichts anderes als Denkanstöße, die
uns den für uns besten Weg weisen wollen. Zufälle = Denkanstöße die verschiedene Aufgaben
erfüllen:
1. Zufälle/ Denkanstöße als „Warnsignale“:
Dazu gehören die ersten zwei der anfangs
genannten Beispiele. Wenn wir erste, leichtere Hinweise missachtet haben, werden die
Warnsignale von den Naturgesetzen nach einer gewissen Zeit gesteigert. Schwere Krankheiten
oder
Schicksalsschläge
kommen
also nicht aus dem Blauen! Es gehen immer
kleinere Vorwarnungen voraus.
Anhand der Lebensgeschichten meiner Patienten und Seminarteilnehmer sah ich dies immer
wieder bestätigt.
Gerade vor sogenannten „Schlüsselentscheidungen“ erhalten wir Vorwarnungen, wenn wir
in eine für unsere Persönlichkeit ungünstige
Richtung gehen wollen. Wurden diese überhört,
erhalten wir oft gleich danach massive Warnungen (siehe Frau B!). Nur leider verstehen wir die
Sprache der Naturgesetze oft nicht.
Wir haben es verlernt, über Ereignisse nachzudenken oder nehmen uns nicht die Zeit dazu.
Mit zunehmender materialistischer Denkweise
und Technisierung wurde unsere Intuition, unsere innere Stimme, immer mehr zugeschüttet.
Auch alltägliche Missgeschicke zählen zu diesen
„Zufällen“: Es fällt etwas zu Boden und zerbricht,
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wir verschütten etwas, wir stoßen uns den Kopf
an, wir stolpern ...
All dies sind in erster Linie Ermahnungen, dass
wir nicht konzentriert, das heißt bewusst bei der
Sache waren, welche wir gerade tun.
Konzentration ist ein Zauberwort
für unser Wohlbefinden.
Wenn wir die „Sprache“ der Naturgesetze etwas
besser kennen, dann entdecken wir auch in kleinen Missgeschicken Botschaften, die uns auf
unsere persönlichen Schwächen aufmerksam
machen sollen.
2. Zufälle/ Denkanstöße als „Versuchungen“:
Hier wird unsere Standfestigkeit und Willensstärke geprüft! Wir haben zum Beispiel erkannt,
dass eine gesunde Ernährung eine Basis für ein
angenehmeres Leben ist. Wir haben uns entschlossen, bestimmte „Esswaren“ oder Genussmittel, die dem Körper schaden, nicht mehr zu
uns zu nehmen. Daraufhin werden wir oft von
Bekannten „verführt“, genau das zu essen, was
wir nicht mehr wollten. Wir werden geprüft, ob
wir uns gleich wieder „umwerfen“ lassen.
Oder wir wissen genau, dass es heute erste Priorität ist, für eine bevorstehende Prüfung zu lernen. Wir haben aber die Schwäche, uns schnell
ablenken zu lassen. Schon kommt ein Anruf eines Freundes, ob wir nicht mit ins Kino gehen
wollen. Zufall??
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Wer Versuchungen erkennt
und ihnen widersteht,
gewinnt Selbstsicherheit
und Unabhängigkeit.
Genau das soll erreicht werden.
3. Zufälle/ Denkanstöße als „Belohnung“:
Frau C im eingangs erwähnten Beispiel erhielt
eine Belohnung. Sie arbeitete für sehr wenig
Geld für mich zu Beginn meiner Praxiszeit, als
ich sehr wenig Einkommen hatte. Sie unterstützte mich und meine Arbeit sehr engagiert, setzte
sich also selbstlos für eine gute Sache ein. Sie
bekam des öfteren etwas geschenkt, doch über
diese „Belohnung“ freute sie sich besonders.
Manchmal bekommt jemand „aus dem Blauen“
Geld, mit dem er überhaupt nicht gerechnet hat.
Er hat es sich bestimmt auch „verdient“. Oder wir
entdecken durch eine „zufällige“ Bemerkung einer Person einen Fehler, den wir dann gerade
noch korrigieren können. Oder wir „stoßen“ zufällig auf Literatur oder auf Menschen, die uns
bei einem Projekt weiterhelfen oder uns aus einer „Sackgasse“ herausführen können.
Besonders interessant sind die weltgeschichtlichen Zufälle! Seit Jahrzehnten studiere ich dieses Gebiet. Das Weltgeschehen (der Makrokosmos) spiegelt unsere persönliche „kleine“ Welt
(den Mikrokosmos), das heißt das Verhalten der
Menschen wider. Wenn man etwas besser „hinter die Kulissen“ zu blicken vermag, kann man
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aus den Zufällen viel lernen und verstehen, was
Gott uns „inkognito“ – wie Dr. Albert Schweitzer
es ausdrückte – sagen will.
Wenn wir nicht immer nach SCHULD oder nach
Schuldigen suchen, sondern unser Leben als
SCHULE betrachten und dankbar annehmen
können, so wird unser Erdendasein spannend
und interessant. Die Lehrer dieser Schule führen
und leiten uns, jedoch ohne unseren freien Willen zu unterdrücken!
Ein Mensch, der den aufrichtigen Wunsch hat,
mit Gott und den Naturgesetzen im Einklang zu
leben, der sich bemüht, sich zu verbessern und
das zu tun, was objektiv gesehen richtig ist, bekommt Hilfe bei seinen Entscheidungen. Es „fallen“ ihm Dinge oder Ereignisse „zu“.
Sehen Sie die Zufälle als das, was sie für uns
sind: eine wertvolle Hilfe für die Weiterentwicklung unserer Persönlichkeit!
Dr. Elfrida Müller-Kainz
www.mueller-kainz.de
Weiterführende Literatur:
„Was Krankheiten uns sagen“
Dr. Elfrida Müller-Kainz/ Dr. Beatrice Steingaszner
Verlag Langen Müller Universitas, Hardcover
Verlag TRIAS, Taschenbuch
„Loslassen als Lebenshilfe und Heilung“
Dr. Elfrida Müller-Kainz/ Hedwig Hajdu
Verlag Integral, Hardcover
Heyne Verlag, Taschenbuch
„Die Macht der Konzentration“
Dr. Elfrida Müller-Kainz
Verlag Langen Müller-Herbig, Hardcover
„Erfolg und Harmonie im Leben“
Dr. Elfrida Müller-Kainz,
Eigenverlag Dr. Elfrida Müller-Kainz
„Vital und jung bleiben“
Dr. Beatrice Steingaszner,
Eigenverlag Dr. Beatrice Steingaszner
„Lebensgesetze als Wegweiser
von universeller Gültigkeit“
Dr. Elfrida Müller-Kainz/ Hedwig Hajdu
Verlag Integral, Hardcover
Vorträge – Tagesseminare – Wochenseminare –
Ausbildung – Einzelberatungen
Institut für Gesundheit und Persönlichkeitsbildung
Neues Haar neues Glück
Meine Geschichte Mein Weg
Es hat lange, sehr lange gebraucht, bis mein erstes E-Book auf den Markt gekommen ist.
es, wie in diesem Buch, eine Zeitspanne von 25
Jahren ist.
War es zuerst finanzieller Natur, dann wieder wegen Zeitmanagement, hat doch schlussendlich
die Liebe gesiegt. Warum die Liebe? Egal, was
man tut, warum man es tut, man tut es aus Liebe. Wenn man Dinge aus Liebe macht, bekommen sie eine ganz eigene Dynamik, sie fangen
an zu fließen und berühren.
Ich bin kein Supermann, ich bin wie du, also
kannst du es auch.
Ich habe die Geschichte meiner Haare meinem
langen Weg aus Liebe zu mir selber geschrieben, weil ich es mir einfach schuldig war.
In meinem Erstlingswerk erzähle ich eigentlich
einen Großteil aus meinem Leben, öffne mich in
einer noch nie gekannten Offenheit. Ja, Offenheit
kann auch verletzen, man ist offen nach allen
Seiten, und doch war etwas stärker, die Liebe.
Erreiche deinen Traum, du wirst sehen, es wird
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Edmund Streng
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Erlebt beim Lesen Traurigkeit, Hoffnung, Durchhalten, Nie-Aufgeben und schlussendlich die Erfüllung eines Traumes.
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Achtsames Selbstmitgefühl
oder
Freundschaft schließen mit sich selbst
Schon seit einigen Jahren schreibe ich immer
mal wieder über ein Phänomen, das mir in Seminaren immer wieder begegnet. Es geht um eine
Art Perfektionismus – eine Härte sich selbst oder
den Kindern gegenüber, wenn es nicht so läuft
wie gedacht.
Vor allem, wenn wir in Stress geraten,
verhalten wir uns in einer Art und Weise, auf
die wir anschließend nicht gerade stolz sind.
Es lohnt sich sicher, den inneren Kommentaren
zu lauschen, die in und nach solchen Situationen
ablaufen. Würden wir so zu einer guten Freundin
sprechen, die es gerade schwer hat? Oder was
würden wir zu jemandem sagen, der so von unseren Kindern spricht? Ist das nicht erstaunlich,
dass wir dies immer wieder tun, obwohl diese
Härte uns das Leben noch schwerer macht, als
es ohnehin schon ist?
Für viele von uns ist das Elternsein eine ganz besonders intensive emotionale Herausforderung –
vermutlich weil es kaum eine andere Beziehung
gibt, die uns in einem solchen Ausmaß bis in die
tiefsten Schichten unseres Wesens berührt. Wir
kommen in Kontakt mit unserem weichen Kern,
jenseits aller Schutzmauern, die wir um unser
Herz errichtet haben. Damit kommen wir aber
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unweigerlich auch mit unseren tiefsten Verletzungen und unerfüllten Bedürfnissen in Berührung.
So kommt es immer mal wieder zu Gefühlsturbulenzen, die wir in dieser Art – wenn überhaupt
– nur selten erlebt haben. Gerne verwende ich
für diese Herausforderung das Bild des Wellenreitens: Wenn wir im Gleichgewicht sind, können
wir die Wellen nehmen wie sie kommen. Wir sind
präsent, flexibel, in Kontakt mit uns, unserem
Herz und dem Kind – wir sind sozusagen im grünen Bereich.
Anders sieht es aus, wenn wir aus dem Gleichgewicht geraten – in den roten Bereich. Dies kann
äußere Gründe haben – zu hohe Belastungen,
Ereignisse, die uns aus der Bahn werfen, Schlafmangel oder andere Formen von Stress. Oder
innere Gründe wie Gefühle der Überforderung,
der Ungeduld, der Hilflosigkeit, Ohnmacht oder
der Scham. Meist ist es eine Kombination von
beidem und unser Bedrohungssystem mit seiner
Stressreaktion drängt uns zu Verhaltensweisen,
die alles andere als angemessen sind.
Wenn der innere Stress Überhand gewinnt –
wenn wir in den roten Bereich geraten - werden
wir kühl oder eng und hart, verlieren unser Einwww.andersblick.info
fühlungsvermögen und unsere Fähigkeit, flexibel
und angemessen auf eine Situation zu antworten. Bildlich gesprochen könnte man sagen, der
Höhlenmensch in uns übernimmt die Regie, da
er sich für alles verantwortlich fühlt, was bedrohlich sein könnte. Das mag in der Savanne vor
ein paar tausend Jahren für das Überleben sinnvoll gewesen sein oder bei echter Lebensgefahr
auch noch heute, allerdings ist er vollkommen
ungeeignet, einfühlsam, flexibel und liebevoll mit
einer emotional herausfordernden Situation umzugehen.
Für die Regulation solch starker Emotionen sind
laut der aktuellen Gehirnforschung vor allem Bereiche im Frontalhirn zuständig, die sich sehr viel
später in der Evolution entwickelt haben als unser Bedrohungssystem. Wie gut uns das gelingt,
hängt von verschiedenen Faktoren ab – unserem Naturell, unseren Erfahrungen in der eigenen Kindheit und anderen Faktoren, die auch für
die Neurowissenschaften noch ein Rätsel sind.
Eines ist jedoch durch vielfältige Studien belegt
– wir können diese Fähigkeit trainieren. Bevor
ich darauf näher eingehe, möchte ich noch die
Hauptfaktoren beschreiben, die unsere Fähigkeit
beeinflussen, uns im Einklang mit unseren inneren Werten zu bewegen und uns entsprechend
zu verhalten.
1. Herausforderungen
2. Unsere Schwachpunkte
3. Unsere Ressourcen
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Auf die Herausforderungen, die das Leben uns
präsentiert, haben wir relativ wenig Einfluss – so
wie wir beim Surfen wenig Einfluss auf das Meer
und die Wellen haben. Das Leben geschieht,
während wir dabei sind, andere Pläne zu schmieden, wie John Lennon gesagt haben soll.
Auch auf unsere Schwachpunkte haben wir nur
bedingt Einfluss. Unsere Konstitution, unsere Erfahrungen in unserer eigenen Kindheit, Traumata oder äußere Faktoren wie mangelnde Unterstützung, finanzielle Mittel etc.
Am meisten Einfluss haben wir
auf unsere Ressourcen –
wir können das Meer nicht kontrollieren,
aber wir können lernen zu surfen.
Um den Herausforderungen des Elternseins
gewachsen zu sein, ist es wichtig, auch für uns
selbst zu sorgen. Wir haben nicht nur eine Beziehung zu unseren Kindern oder anderen Menschen überhaupt, sondern auch eine Beziehung
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zu uns selbst. Die Qualität dieser Beziehung ist
maßgeblich geprägt durch die Art und Weise,
wie wir selbst in unserer Kindheit von den uns
wichtigen Erwachsenen gesehen wurden.
Vor allem, wenn wir es gerade schwer haben, ist
es sehr hilfreich, wenn wir wohlwollend, freundlich und liebevoll mit uns selbst sind. Das ist für
viele Menschen leider leichter gesagt als getan.
Wie oben schon beschrieben, sind sie sehr hart
und kritisch mit sich selbst (oder mit den Kindern), wenn etwas nicht so läuft, wie sie sich das
vorstellen. Und das macht die Situation dann
noch schlimmer, da diese Art von Selbstkritik und
Schuldgefühle den Stress und Druck nur erhöhen.
Die gute Nachricht ist, dass dies nicht so bleiben
muss. Wie unsere Erfahrung und inzwischen
auch zahlreiche Forschungen zeigen, können
wir derartige Verhaltensmuster auf tiefgreifende
Weise ändern, was sich dann bis in eine veränderte Gehirnstruktur zeigt.
Besonders wichtig für mehr Resilienz
und Stressresistenz sowie ein besseres
Einfühlungsvermögen und eine bessere
Emotionsregulation ist die Entwicklung
von Achtsamkeit und Selbstmitgefühl.
Das geht nicht von heute auf morgen, aber
schon nach wenigen Wochen einigermaßen regelmäßiger Übung, zeigen sich spürbare Veränderungen. Indem wir lernen, mit uns selbst
Freundschaft zu schließen, wird unser ganzes
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Innenleben freundlicher, wärmer und gelassener und dies trägt maßgeblich dazu bei, dass wir
auch in herausfordernden Situationen eher bei
uns bleiben und gemäß unseren inneren Werten handeln können, statt uns von unseren automatischen emotionalen Reaktionen mitreißen
zu lassen.
Darüber hinaus weisen aktuelle Forschungen
darauf hin, dass wir eher Verantwortung für unser Handeln übernehmen, wenn wir mitfühlender
mit uns sind, statt uns innerlich zu kritisieren.
Dies scheint vor allem daher zu kommen, dass
wir eher bereit sind, uns klar zu sehen und auch
die innere Stärke haben, Fehler einzugestehen,
wenn wir keine Schuldzuweisungen, Beschämung oder Strafe fürchten müssen. Wenn wir
uns schlecht, unzulänglich und schuldig fühlen,
ist das keine gute Basis für Einsicht und ein tieferes Verständnis und die Wahrscheinlichkeit, dass
wir unser Verhalten ändern, ist sehr viel geringer.
Wenn wir in den roten Bereich geraten oder in
unserer Geschäftigkeit nur noch erwarten, dass
wir selbst und unsere Kinder zu funktionieren haben, sind wir in gewisser Weise nicht mehr wir
selbst.
Ein erster Schritt wäre sich zu erinnern –
an uns selbst und an das,
was uns wirklich wichtig ist im Leben.
Dafür ist es sinnvoll, sich diese Werte erst einmal ganz bewusst zu machen. Nehmen Sie sich
eine ruhige halbe Stunde Zeit, in der Sie nicht
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gestört werden und sich besinnen können und
halten Sie die Werte, die Ihnen in den Sinn kommen, schriftlich fest. Dabei ist es hilfreich, nicht
nur über diese Frage nachzudenken, sondern
sie tiefer sinken zu lassen:
• Was ist mir besonders wichtig im Leben mit
meinem Kind (meinen Kindern)?
• Wenn ich mir vorstelle, ich schaue von meinem
Lebensabend aus zurück auf die heutige Zeit –
was ist da wirklich von Bedeutung?
• Was sind meine langfristigen Ziele?
• Was hätte ich mir vor allem von meinen Eltern
gewünscht und wie möchte ich für meine Kinder
da sein?
Sich diese oder ähnliche Fragen immer mal wieder zu stellen, kann uns in schwierigen Situationen helfen, auf Kurs zu bleiben. Sie können eine
Art Leitstern sein, an dem wir uns immer wieder
neu orientieren und ausrichten können. Und
wenn wir es im Ernstfall schaffen, inne zu halten,
ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen und uns zu
fragen, ob das, was wir jetzt tun wollen, unseren
langfristigen Zielen entspricht, haben wir einen
großen Schritt zu mehr emotionaler Balance getan.
Ein nächster Schritt könnte eine so genannte
Selbstmitgefühlspause sein (nach Christopher
Germer und Kristin Neff), die sich vor allem auch
in herausfordernden Alltagssituationen bewährt
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hat. Besonders hilfreich ist sie, wenn wir es uns
schon zur Gewohnheit gemacht haben, öfter mal
am Tag wohlwollend bei uns selbst vorbei zu
schauen, um ein Gefühl für unsere innere Wetterlage zu bekommen. Sind wir noch im grünen
Bereich oder spüren wir schon einen gewissen
Unmut, Ärger oder andere Warnzeichen, dass
wir uns dem roten Bereich nähern? In dieser
Phase können wir noch Einfluss nehmen und für
uns selbst sorgen, so dass ein Abrutschen in den
roten Bereich vermieden werden kann.
Eine „Selbstmitgefühlspause“ könnte in etwa so
aussehen: Wenn Sie bemerken, dass Sie ungeduldig werden oder sich Unmut in Ihnen regt,
halten Sie erst einmal inne und lassen Sie sich
einen Moment dies anzuerkennen. Wenn Sie
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möchten, können Sie sich eine Hand auf den
Bauch oder auf den Herzraum legen – als Erinnerung, wohlwollend und freundlich mit sich
selbst zu sein und als Einladung, erst einmal
durchzuatmen und sich zu besinnen. Spüren Sie
die Anspannung in Ihrem Körper und nehmen
Sie die Gefühle und Gedanken wahr, die nun in
Ihnen auftauchen und Sie zum Agieren drängen.
Wenn Sie eine Tendenz in sich bemerken, sich
zu verhärten, erkennen Sie auch dies erst einmal an. So können Sie z.B. zu sich selbst sagen:
„Das passt mir jetzt überhaupt nicht! Das fühlt
sich verdammt unangenehm an!“, oder wie immer Sie die Situation für sich beschreiben würden.
Als nächsten Schritt können Sie sich erinnern:
„ Gut – ich mag das überhaupt nicht, aber: Shit
happens! Ich kann weder das Leben noch meine Kinder kontrollieren, und es wird immer wieder Situationen geben, in denen ich mich hilflos
oder ohnmächtig fühle.“
„Das ist nicht mein Fehler und ich bin damit auch
nicht allein. Möge ich mich nicht verhärten, sondern einfühlsam und offen bleiben für mich und
meine Kinder. Was ist jetzt wirklich wichtig? Wie
sieht diese Situation aus Sicht der Kinder aus?
Was wäre jetzt ein möglicher nächster Schritt?“
Das heißt nicht, dass wir die Situation sofort ändern können. Wir geben uns das Mitgefühl auch
nicht, um das schwierige Gefühl los zu werden
– sondern einfach, weil es gerade schwierig ist.
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Wir lernen, uns selbst
die Unterstützung zu geben, die wir in einer
schwierigen Situation brauchen.
Und dies gilt nicht nur für schwierige Situationen
– letztlich brauchen auch wir innere Nahrung, um
mehr und mehr im grünen Bereich zu bleiben.
Das Leben mit Kindern bringt immer auch schöne, freudige und bewegende Momente mit sich
und es wäre zu schade, wenn wir diese verpassen würden.
Wie Rick Hanson sagt: Wir bewegen uns ständig über ein Feld von Juwelen, aber am Abend
ist unser Sack leer, weil wir vor allem auf das
geschaut haben, was nicht da ist oder was nicht
funktioniert hat und dem, was schön und nährend
ist, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben.
In seinem Buch und dem kostenlosen Newsletter „Just 1 Thing“ zeigt Rick Hanson zahlreiche
Möglichkeiten, wie wir im Alltag – sozusagen im
Vorbeigehen – unsere Ressourcen aufbauen
und zu mehr Resilienz und Wohbefinden kommen können.
Das geht nicht von einem Tag auf dem anderen
und leider kenne ich auch kein Geheimrezept,
das uns zu schnellen Lösungen verhilft.
Unser Gehirn wehrt sich gegen allzu
schnelle Veränderungen –
es möchte den Status Quo erhalten.
Bei der Praxis der Achtsamkeit und des Selbstmitgefühls handelt es sich also um Übungswege,
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und Veränderungen geschehen in ihrer eigenen
Zeit und nach ihrem eigenen inneren Gesetz.
Aber auch, wenn die Veränderungen nicht über
Nacht geschehen, so zeigt sich doch nach relativ kurzer Zeit eine spürbare Verbesserung unserer Emotionsregulation, unserer Stressresistenz
und unseres allgemeinen Wohlbefindens.
Wenn wir es hin und wieder am Tag schaffen,
uns der kleinen Freuden des Lebens mit Kindern gewahr zu werden, und diese bewusst zu
genießen (damit meine ich nicht die Highlights,
sondern wirklich die kleinen schönen Momente,
die uns lächeln lassen) oder uns am Abend noch
einmal an ihr Bett setzen, uns innerlich mit ihnen verbinden und uns vergegenwärtigen, in wie
vieler Hinsicht sie unser Leben bereichern, wird
sich die Familienatmosphäre schon bald spürbar
verändern. Und in dem Maße, wie wir mit uns
selbst Freundschaft schließen, wird es uns auch
sehr viel leichter fallen, die Geschenke, die das
Leben mit Kindern mit sich bringt, zu würdigen
und gemeinsam mit unseren Kindern zu wachsen.
Lienhard Valentin
www.mit-kindern-wachsen.de
Text mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift
„Mit Kindern wachsen“
Der kostenlose Newsletter: „Just 1 Thing“ kann auf
der Website des Arbor Verlages abonniert werden:
http://www.arbor-verlag.de/just-1-thing
www.andersblick.info
Literaturempfehlungen:
Christopher Germer:
Der achtsame Weg zur Selbstliebe
Germer/Neff/Hölzel:
CD Achtsames Selbstmitgefühl
Hughes/Baylin:
Das einfühlsame Elterngehirn
Rick Hanson:
Just 1 Thing
Seminare / Vorträge:
Achtsames Selbstmitgefühl Freundschaft
schließen mit sich selbst
Seminar mit Dörte Westphal und
Lienhard Valentin
Götzis, 19. - 21. September 2014
Mit Kindern wachsen - Basislehrgang:
Achtsamkeit im Leben und
in der Arbeit mit Kindern
Weiterbildung mit Lienhard Valentin, Dörte
Westphal, Katharina Martin und Rosa Erlacher
Götzis, 31. Januar 2015 - 15. März 2015
Die Kunst gelassen zu erziehen
Vortrag mit Lienhard Valentin
Götzis, 13. März 2015
Ein guter Start ins Leben (Modul 1 - 6)
Seminare mit Christina Heilig-Friedrich
Zwischenwasser, ab Oktober 2014 - Juni 2015
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Der, der alles in Frage stellte
Otto war ein einsamer alter Mann, der viel Zeit
damit verbrachte, alles und jedes in Frage zu
stellen. Warum er das machte, wusste er nicht.
Er war einfach ein zutiefst unzufriedener Mann.
Seine Augen waren matt, und seine Haut fahl.
Er hatte während seiner aktiven Zeit völlig auf
sich vergessen, es gab für ihn nur seine Arbeit
und die Firma. Und am Feierabend ab und an ein
Glas Wein am Feierabend. Sein Geld hortete er
auf seiner Bank für bessere Zeiten.
Heute ist er in Rente, und seine Firma gibt es
nicht mehr. Für Freunde hatte er nie Zeit, darum
ist heute seine Tagesbeschäftigung der Fernseher und das Wohnzimmerfenster. Zum Ausgehen war er zu geizig, und gleichzeitig wunderte er sich, dass niemand auf Besuch kam. Nur
der Briefträger klingelte einmal im Monat, wenn
er die Rente ausbezahlte. Aber der hatte keine
Lust, sich die schlechte Laune von Otto gefallen zu lassen, weshalb Otto immer mit der Türe
knallte, und mit sich und der Welt haderte.
Er war einfach ein alter Miesling geworden, niemand im Haus mochte ihn. Eines Tages zog in
die Wohnung über ihm eine Familie mit drei Kindern ein. Ein Mädchen und zwei Buben. Schon
am ersten Tag hämmerte er mit dem Besen gegen die Wohnzimmerdecke, nur weil die Kinder
in der Wohnung spielten. Eine Stunde später
klingelte es an seiner Türe, als er die Türe öffne12
te und anfangen wollte zu schimpfen, sagte das
kleine Mädchen zu ihm:
„He alter Mann, warum bist du so böse,
warst du nie ein Kind wie ich eines bin,
oder bedrückt dich etwas?“
Schon wollte Otto die Türe wieder zuknallen,
kam das Mädchen einen Schritt auf ihn zu, und
gab ihm ihr selbst gemaltes Bild. Es zeigte eine
blühende Blumenwiese mit einer zarten Blumenfee. „Da, das habe ich nur für dich gemalt, alter
Mann“. Er nahm das Bild und fand nichts daran
auszusetzen, es war einfach perfekt gemalt. Das
passte ihm überhaupt nicht, den er fand sonst bei
jedem und allem etwas zum Aussetzen. Aber bei
diesem Bild gab es einfach nichts dergleichen.
sich zu, und ging mit dem Bild in die Küche, dort
legte er es auf den Tisch, denn dort störte es im
Moment am wenigsten. Obwohl er das Bild nicht
ansah, wirkte es Wunder.
seine Haut eine gesunde Farbe. Nach dem Kaffee und dem Sonnenbad, schnappte er sich Besen – Kehrschaufel und eine Tafel Schokolade,
und ging damit zur Wohnung über ihm.
Seine Gedanken änderten sich, sie waren nicht
mehr so traurig und trübe, und manchmal konnte
er sogar lächeln. Am nächsten Morgen machte
er etwas für Ihn etwas Ungewöhnliches, er schob
die Vorhänge zurück und ließ die Sonne ins Zimmer. Zum ersten Mal sah er den sich angesammelten Staub in seiner Wohnung. Wie er so da
stand und sich wunderte, klingelte es abermals
an der Türe. Dieses Mal stand das Mädchen mit
Besen und Kehrschaufel vor ihm, und sagte:
Nach dreimaligem Klingeln, öffnete ihm eine noch
junge Frau mit einem Kind auf ihrem Arm die Tür.
„Was wollen Sie, waren meine Kinder wieder zu
laut?“ „Nein – nein, ihre Tochter hat mir gestern
und heute meine Augen und mein Herz geöffnet.
Darum möchte ich mich bei ihr bedanken und Ihnen diesen Besen und diese Kehrschaufel wieder zurück bringen!“
„Für dich trauriger Mann, damit kannst du
deine trüben und zu Staub gewordenen
Gedanken zusammenkehren und
im Müll entsorgen!“
Völlig von ihr überrascht, stand Otto still in der
Tür, diesem Lächeln hatte er einfach nichts entgegen zu halten. Weshalb er den Besen und die
Kehrschaufel an sich nahm, sich bei dem Mädchen höflich bedankte, und zurück in seine Wohnung ging und sofort anfing zu kehren. Als er damit fertig war, stellte er überrascht fest, dass es
mehr als nur eine Kehrschaufel voller Staub war.
Ein leises „Danke“ kam über seine Lippen, danach schloss er die Wohnungstür leise hinter
www.andersblick.info
Nach dem Entsorgen des Staubes stellte er fest,
dass er sich viel leichter und freier fühlte. Seinen
Frühstückskaffee trank er an diesem Morgen zum
ersten Mal auf seinem Balkon in der wärmenden
Sonne. Seine Augen bekamen neuen Glanz, und
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„Das muss ein Irrtum sein, mein Herr, meine
Tochter ist erst ein Jahr alt!“ „Aber wer war die
Kleine, und woher kam sie?“ „Das kann ich Ihnen
nicht sagen, aber wie sah das Mädchen aus, und
wie alt war sie?“ „Sie war so sechs oder sieben –
blond und hatte zwei Zöpfe mit je einer roten Masche. Ihr Kleid war mit roten Punkten. Das Bild,
das sie für mich gemalt hat, zeigt eine blühende
Blumenwiese mit einer zarten Blumenfee!“
„Dieses Bild hängt über dem Gitterbett meiner
kleinen Tochter, aber das Mädchen wohnt nicht
hier!“ Nach diesem Gespräch ging Otto zurück in
seine Wohnung und war fortan ein völlig Anderer.
Danke!!!
Wolfgang J. Suhadolnik
www.mygall.net/Lichtzeichner
www.artflakes.com
13
Eine glückliche und
erfüllte Beziehung
Eine glückliche und erfüllte Beziehung kann nur
aus zwei glücklichen Menschen entstehen. Die
Liebe ist kein Zufallsprodukt, sondern es ist das,
was wir daraus machen.
Die Liebe ist die größte Kraft im Universum
und nur wer liebt, kann diese Kraft bewegen.
Wahrer Liebe kann ich erst begegnen, wenn ich
diese Liebe in mir gefunden habe, darum kann
ich auch erst meinem idealen Partner begegnen,
wenn ich selbst zum idealen Partner geworden
bin. Wir begegnen in der Liebe immer genau
dem Partner, der uns selbst entspricht, nur einen
solchen Partner können wir nach dem Gesetz
der Resonanz anziehen. Oft suchen wir nur deshalb die Liebe in einer Partnerbeziehung, weil
wir unfähig sind, uns selbst zu lieben.
Das große Glück finde ich nicht dadurch, dass
ich viel Liebe von meinem Partner bekomme,
sondern dadurch, dass ich meine eigene Fähigkeit optimiere, Liebe zu empfinden und zu verschenken. Denn was würde es mir nützen, wäre
ich schön, hätte Erfolg, Geld und Macht, würde
geliebt und bewundert? Solange ich selbst nicht
liebe, bleibt meine Seele leer. Wohl jeder Mensch
ist auf der Suche nach dem idealen Partner, und
nur wenige glauben, ihn gefunden zu haben.
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Ist Liebe aber eine Kunst, dann erfordert sie
Wissen um die Zusammenhänge und die
Bereitschaft, das Notwendige zu tun.
Der ideale Partner ist der, durch den beide
sich optimal entwickeln können.
Es ist nicht nur die Verbindung von zwei Menschen, sondern zweier Seelen - wir sind mehr als
nur das, was wir sehen können! Verliebt zu sein
und echte Liebe sind so verschieden wie Blüte
und Frucht. Wenn es die Frucht gibt, ist die Blüte
verschwunden. Liebe bedeutet verständnisvolles, bewusstes Annehmen von Unzulänglichkeiten. Liebe ist kein äußeres Tun sondern eine
grundlegende Änderung unseres Seins. Liebe ist
die Freude, die wir in Gedanken an oder in der
Gegenwart des geliebten Menschen empfinden.
Die Freude, in seiner Nähe sein zu können, oder
mit ihm im gemeinsamen Tun Erfüllung zu finden.
Wir sagen oft: „Ich liebe dich“, dabei meinen wir
eigentlich: „Ich brauche dich oder verlass mich
nicht.“ Das zeigt nur, dass wir wirkliche Liebe
noch nicht erfahren haben. Die Voraussetzung
dafür ist, dass wir beginnen, uns Selbst zu lieben, so wie wir sind, JA zu sagen zu unserem
So-Sein. Die meisten Menschen glauben, dass
Liebe eine Sache des Zufalls ist, dass etwas
geschieht, wenn man eben Glück hat, hat man
Pech, geschieht es eben nicht, auf jeden Fall
aber kann ich nichts dafür.
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Das Problem ist, dass die meisten Menschen
sich nur für den Teil der Liebe interessieren, den
Sie selbst bekommen. Sie wollen vor allem geliebt werden und kümmern sich weniger darum,
wie weit ihre Fähigkeit zu lieben ausgeprägt ist.
Sie bemühen sich vor allem darum, selbst liebenswerter zu erscheinen - im Außen.
Die Liebesfähigkeit eines Menschen
zeigt die Reife seiner Seele ...
... doch was die meisten Menschen Liebe nennen, hat damit noch sehr wenig zu tun. „Der
beste Beweis, dass es sich wirklich um Liebe
handelt, wenn beide Freude bei dem Gedanken
empfinden, gemeinsam alt zu werden!“
Wenn Du jemanden suchst, so gibt es auch jemanden auf der Welt, der Dich sucht. Wenn das
nicht der Fall wäre, würdest Du gar nicht suchen,
denn es gibt keinen Impuls, der ins Leere geht.
Alles steht miteinander in Beziehung. Wir fühlen
uns zu einem anderen hingezogen, wenn er uns
gleicht, weil wir dadurch Bestätigung unseres
So-Seins finden. Aber auch Gegensätze ziehen
sich an, wenn sie sich ergänzen! Wir brauchen
und ziehen an, was uns vollkommen macht!
Man kann also sagen, die grundlegenden Ähnlichkeiten einer Beziehung bilden das „Fundament“, Unterschiede die „Faszination“!
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In der Liebe empfinde ich den Herzenswunsch,
der andere möge glücklich sein, und ich bin bereit, alles dafür zu tun: Ihm Zeit zu geben, wenn
er Zeit braucht, Aufmerksamkeit, wenn er Aufmerksamkeit braucht, und Freiheit, wenn er Freiheit braucht.
In der Liebe erwarte ich nicht unbedingte Erwiderung der Gefühle, sondern ich handle aus einer
zärtlichen Zuneigung, aus Achtung und Respekt,
ja aus Bewunderung. Ich kann neben ihm noch
andere Menschen lieben und gestehe ihm das
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Zauber der Vergänglichkeit
gleiche Recht zu. In der Liebe bin ich emotional
nicht von den Reaktionen des anderen abhängig, ob meine Gefühle erwidert werden – weil ich
ihn liebe.
Einen Menschen zu lieben heißt, sich selbst zu
geben, für ihn das Beste zu wollen und wünschen, ohne darauf zu warten, dass man etwas
zurück bekommt. Wenn ich erwarte, dass mich
der andere auch liebt, dann bin ich weit entfernt
von der Liebe.
Das Haben-Wollen
trennt mich von der Liebe.
Wenn der andere wirklich zu mir gehört, dann
kann ich ihn gar nicht verlieren. Wenn er aber
nicht zu mir gehört, dann kann ich ihn gar nicht
halten. Es ist alles so einfach im Leben, und wir
machen es uns so schwer.
Andreas B. Daimond
www.andreasbdaimond.com
Was uns am Leben hindert
Die Schwere ist es, die uns hindert,
erzeugt durch Krankheit, Schmerz und Pein,
durch Leichtigkeit wird sie gelindert,
wenn wir vergeben und verzeih’n.
Wir würden mit der Schöpfung fließen,
das Leben könnten wir genießen,
mit allen Sinnen, die uns gegeben,
das Leben wär’ ein wahrer Segen.
Gib dir ’nen Schubs und lass dich ein,
aufs Lieben, Freuen, Fröhlichsein.
Mach Dinge, die dein Herz beflügeln,
nur du kannst deine Freude zügeln.
Sei spontan, auch mal verrückt,
lass Angst und Gram einfach zurück.
Gib deinem inn’ren Drange nach,
verfang dich nicht im Hamsterrad.
Hüpf einfach raus, leb deine Lust,
das Leben ist zu kurz für Frust.
Du bist das Licht, so wie wir alle,
und du bist wichtig, drum erstrahle.
Blätter fallen, leise rascheln sie zur Erde –
manchmal schweben –
einem Neubeginn entgegen.
Der andere ist leidvoll – raus aus der Einheit –
raus aus deiner Kraft – vom Ego gesteuert –
von Kampf.
Wehmut scheint es – ist Vergänglichkeit,
doch es ist nur „JETZT“ ein Teil der Ewigkeit.
Wir alle sind mal den einen Weg gegangen,
mal den anderen – es wechselt –
wesentlich ist, sich immer wieder
rück-zu-erinnern an unser wahres Wesen,
uns selbst treu zu bleiben.
Bunt sind die Blätter, sie haben gelebt,
den Rhythmus der Zeiten,
Freude im Loslassen Neuen Räumen entgegen!
Schwer erträglich anfangs
scheint für uns das NICHTS.
Doch alles Neue kann sich nur
aus leerem Raum entfalten.
Wir kreieren es.
Irmgard Metzler
www.licht-werkstatt.at
www.mygall.net/sun
www.artflakes.com
0043 5574- 61554
Alles sind Schritte –
die wieder erinnern an die Schöpferkraft…
Drum wähle weise - es gibt nur 2 Wege,
einen Weg zur Liebe hin einen Weg von der Liebe weg.
Der eine ist freudvoll – innerer Friede,
egal, welch Chaos im Außen tobt –
Du ruhst in dir!
Kornelia Elisabeth Vasselai
www.vasselai.com
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Führe ich das Leben,
das ich führen will?
Nicht ich lebe mein Leben, sondern mein Leben
lebt mich; Dieses Gefühl kennen viele und nicht
zuletzt jene, die einmal von dem Wunsch beseelt
waren, sich auf keinen Fall ins Fahrwasser traditioneller Muster zu begeben.
Meine Existenz, so stellt der frisch gebackenen
Vater, die frisch examinierte Studentin resigniert
fest, nimmt ihren Lauf gleich einem Naturprozess. A zieht B nach sich und nach B kommt C.
Man lebt dann gewissermassen sein eigenes
wie fremdes Leben. Ein Entkommen scheint unmöglich, und solange alles glattläuft, mag man
die Beschränkungen vielleicht gar nicht spüren.
Doch sobald es knirscht, hakt, holpert, stellt sich
unweigerlich die Frage: Wie um alles in der Welt
konnte es eigentlich soweit kommen? Und wer
hat mir dieses Leben eingebrockt, wenn nicht ich
es war?
dass mein Leben nicht meinen Wünschen entspricht? Die Antwort auf diese Fragen finden wir
nicht, wenn wir an der Idee eines authentischen
Wollens festhalten.
Und existiert da „wahre Wollen“ dort, wo ich mich
von den gesellschaftlichen Einflüssen entferne,
mich auf „mich“ zurückziehe und mein „eigentliches Selbst“ jenseits der kulturellen Verformung
durch Technik und Gesellschaft suche? Ich stehe
der Welt nicht fremd gegenüber, sondern kann
bestimmte Entwicklungen oder Wendungen, die
mein Leben nimmt, in das Bild, das ich von mir
selbst habe, übernehmen. Diese Aneignung ist
für das Gelingen einer Existenz entscheidend.
bensform herausgebildet? Gab es ausreichend
viele Optionen? War ich mir überhaupt klar über
die Konsequenzen meiner Entscheidung? Habe
ich mich allzu sehr von traditionellen Werten und
Mustern leiten lassen? Ist die von mir gewählte Lebensform erfahrungsoffen genug? Das ist
nicht nur eine individuelle, sondern auch eine
gesellschaftliche Frage. Ob ich wirklich will, was
ich will, hängt auch davon ab, ob das Angebot
an gesellschaftlichen Rollen und Identifikationsmöglichkeiten so gestaltet ist, dass es möglich
ist, das wirklich zu wollen, was ich will.
Lebensformen sind nicht ein für alle Mal
im Himmel festgeschrieben.
Sie sind, das hat die Geschichte deutlich gezeigt, veränderbar. Voraussetzung ist, dass wir
die Naturalisierung bestimmter Rollenmuster als
kulturelle Konstruktion durchschauen und uns
die wechselseitige Bedingtheit von Selbst und
Rolle bewusst machen.
Die eigene Rolle finden
Edoardo Beltrami
www.lavitaebellla.ch
Gibt es ein authentisches Wollen?
Woher weiß ich, was ich wirklich will? Wie ließe
sich dieses „wahre Wollen“ von falschen nichtauthentischen Wünschen unterscheiden? Und
wie geht man mit der weitverbreiteten Sehnsucht
um, wieder zu sich selbst zu finden, ganz bei sich
und den eigenen Wünschen zu sein?
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Werde ich in meiner Beziehung zur Welt gestört,
knirscht es zwischen mir und meiner Rolle, dann
gilt es aufzuhorchen; Worin liegt die Ursache
für die Dissonanz? Warum habe ich das Gefühl,
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Anstatt zu überlegen, was wir tun könnten, um
unseren wahren Willen herauszufinden, sollten
wir uns auf das Wie konzentrieren. Wie hat sich
meine Entscheidung für eine ganz bestimmte Lewww.andersblick.info
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Der Ziegenfisch
Eine der markantesten und wichtigsten Stationen auf unserem Weg der Selbsterkenntnis
durch den Tierkreis ist der Übergang vom 9. in
das 10. Haus, das Steinbockhaus, in welchem
Saturn der Herrscher ist.
jüngsten Sohn handelt. Zeus wurde von der Ziege Amaltheia gesäugt und versorgt. Er wuchs
gemeinsam mit deren Sohn Pan auf und entwickelte sich sehr rasch zu einem starken Mann.
kennen, d. h. unser persönlicher Entwicklungsweg wird im 9. Haus beendet. Die 10 ist eine 1
auf einer höheren Stufe, und wir beginnen einen
neuen Weg zu gehen.
Es wurde uns überliefert, dass wir ALLE
in das Himmelreich eingehen oder keiner.
In alten Horoskopen wird der Steinbock als Ziege mit einer Fischflosse dargestellt. Über dieses
seltsam anmutende Tierkreiszeichen grassieren
die eigenartigsten Geschichten und Erzählungen. Damit wir dieses Symbol richtig verstehen,
ist es immens wichtig, dass wir den Mythos vom
Ziegenfisch kennen.
So hilft der, der weiter ist, dem, der noch nicht so
weit ist. Das ist der Sinn des Lebens. Es würde
nicht viel Sinn machen, wenn er all das Gelernte
für sich behält, mit ins Grab nimmt und nicht weitergeben würde.
Ab dem 10. Haus sind wir nicht mehr lohnabhängig. Wir folgen unserem Herzen, dienen der
Sache, unseren Mitmenschen und haben unser
Ego schon ein großes Stück überwunden und
losgelassen.
Chronos (Saturn) tötete seinen Vater Uranos
(Uranus), indem er ihn mit einer Sichel entmannte und seine Genitalien in das Meer warf.
Das Meer schäumte und Aphrodite (Venus - die
Schaumgeborene), erblickte das Licht der Welt.
Das Orakel weissagte Chronos, dass ihn selbiges Schicksal ereile, und er durch die Hand eines seiner eigenen Kinder getötet werde.
Als seine Frau Rhea ihm Kinder gebar, fürchtete
er sich vor der Prophezeiung und er verschlang
seine Kinder. Zuerst Hera, Hestia und Demeter,
dann Hades (Pluto) und Poseidon (Neptun). Das
jüngste Kind Zeus (Jupiter) wurde von Rhea versteckt, und auf eine Insel an einen sicheren Ort
gebracht. Sie wickelte einen Stein in die Windel
und gab diesen Chronos, welcher ihn sofort verschlang, im Glauben, dass es sich um seinen
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Er kann nicht lange oben verweilen. Wenn ein
Mensch Lehrer werden will, wird er sehr viel lernen, sich Wissen einverleiben. Am Ende seines
Studiums wird er unterrichten und sein Wissen
weitergeben. Dadurch vermehrt es sich und dient
anderen Menschen auf deren Entwicklungsweg.
Amaltheia war eine gute, weise Mutter und daher
sann Zeus nicht auf Rache gegenüber seinem
Vater. Er befreite mit einer List seine Geschwister, und setzte Chronos auf die Insel der Seeligen. Zeus wurde der Göttervater und König am
Olymp.
Das 9. Haus, das Schützehaus, wird von Jupiter
beherrscht. Die 9 ist die höchste Ziffer, die wir
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Wir betreten den letzten, den vierten, den
überpersönlichen Quadranten, geben weiter
was wir erfahren und gelernt haben. Anders
ausgedrückt, wir steigen wie eine Ziege auf
einen Berg, erreichen im 9. Haus den Gipfel
und stürzen uns dann hinunter in das Meer der
Fische, wo alles gespeichert ist, von wo aus alles beginnt und endet, der Kreislauf schließt sich
wieder.
Dann erreichen wir das 11. Haus, das Wassermannhaus, das Haus des Menschen, des Adam
im Tierkreis. Aber das ist dann eine andere Geschichte.
Karl Putz
www.mowani.at
Astrologie & Astro-Stellen
Jeder Bergsteiger weiß,
dass er von seinem persönlichen Gipfel
wieder absteigen muss.
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Der Birkengold Shop hat ein neues Produkt, das
euch auf den Zahn fühlt: Zahnkreide!
Schon mal was davon gehört? Wer jetzt „Ja, sicher!“ antwortet, der freut sich einfach mit uns
und weiß jetzt, dass man sie bei uns bestellen
kann. Wer jetzt „Äh ... nein ... was ist denn das?“
meint und sich für natürliche Zahnpflege interessiert, der/die liest einfach weiter und kommt
vielleicht auf den Geschmack, bei uns im Shop
vorbeizuschauen.
viele Omas ist sie mit Weisheit (in diesem Fall
sogar mit Weiß-heit) gesegnet, versteht was von
Kräuterkunde und versüßt uns das Leben, denn
unsere Zahnkreide ist ein weißes Pulver aus Naturkreide, natürlichen Kräutern und Birkengold.
Für all jene, die es chemischer wollen: Zahnkreide besteht zum Großteil aus Calciumcarbonat
(CaCO3) und Xylit. Diese einfache, aber effektive Mischung sorgt nicht nur dafür, dass unsere
Zähne schonend und mild gereinigt werden, sondern auch dafür, dass ein basisches, gesundes
Milieu im Mundraum entsteht. In diesem Umfeld
werden Karies und Paradontal-Bakterien im
wahrsten Sinne kreidebleich.
Philippus Theophrastus Paracelsus (1493 - 1541)
In unserer modernen Zivilisation ist es vielen
Menschen nicht mehr möglich, in Einklang und
Harmonie mit der Natur und ihren Gesetzen zu
leben. Beruf, Familie und Freizeit geben den Tagesplan vor und vereinnahmen beinahe mehr
Zeit, als uns zur Verfügung steht. Um dem gerecht zu werden, streichen wir Pausen, verlängern den Tag mit künstlichem Licht, erweitern
den Horizont mit Internet und anderen Medienfluten.
Lena Wiesbauer
Zahnkreide - wo bestellen?
Unter www.birkengold.at/collections/ kommt ihr
direkt zur Bestell-Seite in unserem Birkengold WebShop. Eine 50g Dose kommt auf € 4.90,- und reicht
etwa für 2-3 Monate zum Zähneputzen.
GlobuVie ... liebevoll hochenergetisierte Globuli sind kein Zaubermittel, sie geben uns jedoch
die Quint-Essenz des Gefühls von Geborgenheit
und Aufgehoben-Sein, das wir genau in solchen
Krisenzeiten dringend brauchen. Da wir in solchen Phasen im Außen nicht gerade als aller-
Wir wünschen frohes Zahnkreidenzähneputzen!
www.birkengold.at
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Das grundlegende Prinzip der Medizin
ist die Liebe.
Unsere innere Natur und Stimme wird überlagert, rückt immer mehr in den Hintergrund und
wird von dem Menschen selbst oft nicht mehr
wahrgenommen. Längerfristig kann diese naturferne Lebensweise durch unangenehme Symptome oder Krankheit in unserem Körper und
Geist spürbar werden.
Wichtiger Hinweis: Das Produkt ist auch für Kinder sehr gut geeignet.
Zahnkreide - wir stellen vor
Als eines der ältesten Zahnpflegemittel, ist Zahnkreide quasi „die Oma der Zahnpflege“. Und wie
GlobuVie
www.andersblick.info
www.andersblick.info
liebenswertes Wesen wahrgenommen werden,
und es uns in diesem Zustand meist unmöglich
ist, diese Essenz der Liebe zu geben, erhalten
wir nur höchst selten liebevolles Begleiten.
Die Liebe, die Geborgenheit ist jedoch die Information, welche uns auf schnellstem Weg wieder
mit uns selbst verbinden kann, mit unserer eigenen wahren Natur. Dann gilt es den eigenen
Weg mit Selbstverantwortung weiter zu gehen,
und unserer inneren Stimme zu folgen.
Themen: Konzentration, Stress, Depression,
Schmerz und Schlaf Gut.
Victoria Brisby
www.globuvie.com
GlobuVie
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LOSLASSEN was ich LIEBE
Wie lasse ich los, was ich liebe? Weil ich es liebe? Wenn wir nicht mehr zusammenpassen, ist
es Zeit, den eigenen Weg zu gehen. Sonst zerfetzt es meine Seele und die des anderen. Der
Weg, auf dem die gehen, die nicht loslassen können, ist schon sehr ausgetrampelt und überfüllt.
Es gibt kaum mehr Platz und Luft zum Atmen.
Egoismus ist hiermit nicht gemeint, sondern
Selbstliebe, Selbstvertrauen und der Glaube an
die eigene Kraft, die Natur, die wir ebenso sind.
Und doch – fällt es so gar nicht leicht. Das Blatt
liebt den Baum und seine Wurzeln, die ihm so
leckeren Saft geben. Und trotzdem muss es sich
lösen, sich fallen lassen – in eine neue Dimension. Es würde sonst den Baum um sein Leben
bringen.
Also lässt es los, weil es den Baum liebt? Oder
weil es einfach weiß, wie die Kreisläufe in der
Natur funktionieren - damit verbunden ist.
Ich lasse los in dem Wissen, dass es gut ist.
„Ich liebe dich,
dennoch ist es Zeit für mich zu gehen.“
Meine Tränen zeigen mir, dass ich lebe,
dass ich LIEBE.
Dies spüren und wissen viele in sich – egal, ob
es sich hierbei um Menschen, materielle Dinge,
Beruf oder andere Lebewesen handelt.
Zu lange habe ich es nicht getan –
ich wurde krank.
Eine nicht leichte Entscheidung, obwohl wir alle
wissen, dass, wenn wir gut auf uns achten, dies
auch gut ist für alle, für die ganze Welt.
Nicole Metzler
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24
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