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Fürstenwm Liechtenstein. „ftofte es» was es wolle".

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was zum Beispiel in den beiden NachbarlSnder» in den letzten Jahrzehnten geschaffen worden ist. Es gilt, den Rückstand allmählich auf.
zuholen.
Der neue ilebersichtsplan wird nach dem
neuen stereophotogrammetrischen Verfahren nach
Aufnahmen aus dem Flugzeug erstellt. CS wird
nebst der vollständigen Situation auch die Bodenbedeckung, sowie Schichtlinien im Köhenabstand von 10 Metern enthalten. Der Plan wird
aus mehreren Blättern bestehen, die am Schlüsse
der Arbeit gedruckt und im Kandel erhältlich
sein werden. Der neue Aebersichtsplan wird vor
allem folgenden Zwecken zu dienen haben:
1. als Grundlage für die Parzellarvermessung
im Berg- und Alpgebiet,
2. dem Bauwesen al« Grundlage für Projettierungen aller Art,
3. der Land- und Forstwirtschast als Grundläge für die Anlage von Feld- und Waldwegen und Forstwirtschastsplänen,
4. der Schule als Lehrmittel für Geographie
und Landeskunde»
5. Grundlage für eine Verkehrs- und Touristenkarte in kleinerem Maßstab,
6. als Grundlage für wissenschaftliche Studien (Geologie, Kydrologie etc.).
Außer dem Uebersichtsplan umfaßt die Arbeit die Vcrmarkung und Vermessung der Landes-, Gemeinde- und Eigentumsgrenzen im
großparzellierten Alp-, Weid- und Bergwaldgebiet (zirka 9000 Sektar) und die Erstellung
der Grundbuchpläne hiefür. Es mag auffallen,
daß die Parzellarvermessung der Bergaebiete
derjenigen der wertvolleren parzellierten Gebiete
im Tal vorangeht. Der Grund hiefttr liegt darin, daß die Aufnahmemethoden für die Parzellarvermessung im Berggebiete zur Hauptsache
die gleichen sind wie für den ÜebersichtSplan.
Die gleichzeitige Durchführung von ParzellarVermessung und Aeberfichtsplan im Berggebiet
bedingt daher wesentliche Vereinfachungen und
Ersparnisse. Nach Abschluß der Arbeiten für
den Aebersichtsplan wird planmäßig an die
Durchführung der Parzellarvermessung im parzellierten Talgebiet herangetreten werden.
Die Flugaufnahmen sind teilweise schon im
letzten Jahre durchgeführt worden und werden
in nächster Zeit abgeschlossen. Die Flugausnahmen werden vom eidgenössischen Vennessungsamt in Bern durchgeführt. M i t den Arbeiten für den Aebersichtsplan ist das Vernessungsbureau von Grundbuchgeometer R . BoßHardt in St. Gallen beauftragt, das auch die
Triangulation durchgeführt hat. Die Arbeit ist
bereits begonnen worden.
Fürstenwm Liechtenstein.
Aerztlicher Sonntagsdienst.
Soiintaa den 20. Juli 1940: Dr. med. O.
S c h a e d l e r , Vaduz (Tel. 81).
Wir machen darauf aufmerksam, daß bis auf
weiteres die Apotheke in Vaduz an Sonntagen
geschlossen bleibt.
Gottesdienst in den Bergen.
B i s auf weitere Mitteilung wird an Sonnund Feiertagen im Sieg um halb 9 Ahr und auf
Masefcha um 10 Ahr eine hl. Messe gelesen.
Dt« Hundstage,
von denen wir allgemein eine große Kitze erwarteten, sind heuer mit einer regelrechten Schlechtwetterperiode eingezogen und brachten vergangenen Dienstag und Mittwoch unseren Kochalpen Schnee. Der viele Regen hat in de« Niederungen die Kulturpflanzen mit Waffer bedroht und an Kartoffeln Schaden angerichtet.
Vaduz. — Vermählung.
I n hier vermählten sich Paul Vogt und
F r l . Anna Thöny von Vaduz. W i r entbieten
ihnen aus diesem Anlaß unsere herzlichsten
Glück- und Segenswünsche.
ArbeitsverlMnisse.
I n Arbeiterkreisen herrscht eine Besorgnis,
hervorgerufen durch die Umstellung in der
Schwe,z. Die Demobilisierung hat rasch sehr
viele Arbeitskräfte wieder in den Arbeitsprozeß
zurückgeführt, sodaß die Lücken, die teilweise
durch liechtensteinische Arbeiter ausgefüllt wa» und der Gewinn der Groß- und Detailhändler, „Regieren" zu beantworten. Die eigene Machtren, nun von schweizerischen Kräften wieder die zirka 30 Prozent ausmachen. Auch ein befugnis, von welchir der Bundespräsident
ausgefüllt werden können. Dazu tritt der Ilm» Frachtausgleick von 30 Franken pro Wagen ist gesprochen, fände man gerade darin glücklich
angewendet, daß die Wartestisten für normenstand, daß große Betriebe Entlassungen vorneh- hierin inbegriffen.
Angesichts dieser Sachlage ist ein Bezug bil- dige wirtschaftliche Vorkehrungen sich gegenüber
men mußten. M a n sagt sich jedoch in der
Schweiz, daß die Verhältnisse durch die Absor- ligerer Kohle gänzlich ausgeschlossen. Er wird dem bisherigen Tempo verkürzen ließen.
Die drei Wochen, die seit der Ansprache des
bierung der wirklich Arbeitslosen durch die Ar- vielleicht möglich sein, wenn einmal wieder von
mee im Arbeitsdienst vorläufig noch erträglich anderen Gebieten unter besseren Transportver- Bundespräsidenten verflossen sind, haben beseien, daß aber für die Zukunft keine Berechti- Hältnissen ein Bezug möglich ist. I n diesem reits einige Angeduld zu wecken vermocht. Ob
gung zu Optimismus vorbanden sei. W i r wer» Zusammenhang wird darauf verwiesen, daß im zu Recht oher zu Anrecht wird sich erst sagen
den bald erfahren, wie sich die Verhältnisse für letzten Kriege die Kohlen ungefähr das Dop- lassen, wenn man einmal hört, wie die Zeit ausgenützt worden ist. M a n darf immerhin nicht
pelte des heutigen Preises kosteten.
uns gestalten werden.
übersehen, daß der Amtsantritt «ineS neuen
Der Kartoffelkäfer
VoliswirtschaftsministerS ein nicht zu unter»
breitet sich erschreckend schnell in der Schweiz Umschwung auf dem Kapitalmarkt. schätzender Faktor für daS glückliche Gelingen
aus. Bereits ist er bis Flawil vorgedrungen,
der geplanten Anternehmungen auf dem Gebiete
Die Zinsfußsteigenmg gestoppt!
und in Luzern ist er in dreißig Gemeinden mit
Die weltpolitischen Ereignisse der letzten der Arbeitsbeschaffung bildet. Stillgelegt waren
zirka siebzig Kerben festgestellt worden. ES wäre Wochen haben auch auf den schweizerischen aber die Vorbereitungen während dieser Aeberzu begrüßen, wenn unsere Bauern hier alle Geldmarkt eine entscheidende Rückwirkung. Ein- gangSzeit nicht. Der Bundesrat hat Beschlüsse
Sorgfalt walten ließen und insbesondere jeder mal wird der Außenhandel stark gedrosselt, vor gefaßt zur Einordnung der entlassenen Wehrseine eigenen Felder von Zeit zu Zeit absuchen allem die Einfuhr. Infolgedessen ist der Bedarf männer ins Wirtschaftsleben, und er konnte bewürde. Desgleichen sollten die Suchaktionen der an Devisen bedeutend geringer geworden. kannt geben, daß d,e teilweise Demobilmachung
Schuljugend von Zeit zu Zeit gewissenhaft Gleichzeitig hat auch der Abfluß schweizerischer das Arbeitslosenproblem vorderhand nicht verdurchgeführt werden.
Gelder nach dem Ausland aufgehört. J a in den schärft hat. Den zurückgekehrten Wehrmännern
letzten Wochen sind bedeutende Dollarguthaben ,st, wenn sie keine Anstellungfinden,die MögDer Kleine «nd der Große.
worden. Ingesamt seien der National- lichkeit geboten, in der Armee freiwillig Dienst
„So sehe ich den Bauersmann der Erde das realisiert
dank
seit
Mitte
Juni nicht weniger als 75 M i l - zu leisten. Die gleichzeitige Verfügung, daß daNötige abfordern, das doch ein behagliches AuS- lionen Franken Dollar
angeboten und zu einem durch auch der Anspruch auf Arbeitslosenunter,
kommen wäre, wenn er nur für sich selbst günstigen Kurs hereingenommen
worden. Zu stützung hinfällig wird, läßt bereits einen weschwitzte. Du weißt aber, wenn die Blattläuse diesen Realisationen von Importfirmen,
die sich sentlichen Grundsatz der künftigen ArbeitSpolirik
auf den Nosenzweigen sitzen und sich hübsch dick mit Dollardevisen eingedeckt hatten, kommen
erkennen: keine Geldleistung ohne Arbeitsleistund grün gesogen haben, dann kommen die noch erhebliche Verkäufe von Dollarnoten und ung- wer Arbeit will, kann solche unter allen
Ameisen und saugen ihnen den filtrierten Saft Goldbeständen auS privatem Besitz. And schließ- Umständen bekommen. Die Ausdehnung dieses
ans den Leibern, und so geht's weiter, und wir lich wurden nicht unbedeutend für einen Kriegs- Grundsatzes auf die Kilfsdienstpflichtigen und
haben es so weit gebracht, daß oben immer in und CvakuationSfall angesammelte Geld- und Ausländer wird folgen, und zwar so, daß für
einem Tage mehr verzehrt wird, als unten in Notenbeträge wieder in den Verkehr gebracht. ein „Recht auf Arbeitslosigkeit" kein Raum
einen, beigebracht werden kann."
Goethe.
Diese Amkehr des Kapitalstromes hatte eine bleibt, kurze Aebergangsfnsten vorbehalten.
Solche Bestimmungen, die mit der bisherigen
Landessportabzeichen.
Verflüssigung des Kapitalmarktes zur Folge.
Praxis
brechen und den Einzelnen tteffen und
Auf
dem
Anleihemarkt
ist
eine
wesentliche
Am Sonntag den 22. Juli findet auf dem
Landessportplatz in Vaduz eine Abnahme der Kursfestigung eingetteten. Die zunächst inoffi- verpflichten, fallen unter die Generalparole:
leichtathletischen Aebungen statt. Bewerber um ziellen und seit dem 8. Juli wieder offiziellen „Koste es was es wolle". M a n muß sich hüten^
das Landessportabzeichen, die das Arkundenheft Kurse der Staatswerte zeigen eine beträchtliche diesem Losungswort nur einen finanziellen Innoch nicht besitzen, können dasselbe vor Beginn Besserung gegenüber dem Stande vom letzten halt zu geben. Der Bundespräsident mag allerder Hebung, d. i. um 2 Ahr nachmittags, be- Tage vor der Schließung der Effektenbörsen am dings in erster Linie die Notwendigkeit beträcht9. M a i . Die Rendite ist daher wieder bedeutend licher Geldmittel auf der Verwaltungsseite und
ziehen.
zurückgegangen und dürfte zur Zeit sich etwas ebenso gewichtige Opfer auf der SteuerzahlerMitgeteilt betreffend Kohlenpreise.
über 4 Prozent für die Bundes- und Bundes- seite im Auge gehabt haben. Aber anderes fällt
Kürzlich sind in der liechtensteinischen Presse bahnwerte bewegen, gegenüber 4,69 Prozent ebenso schwer ins Gewicht. Dazu gehört die
Fragen über die Preisgestaltung und den Be- am 9. M a i . Es hat den Anschein, als wenn die Binsenwahrheit „Zeit ist Geld". Der Verdacht,
zug von Koks und Kohle diskutiert worden. Zur aus erwähnten Dollars- und Goldverkäufen frei- daß man das noch nicht überall begriffen hat,
Aufklärung des Sachverhaltes wird folgendes gewordenen Mittel sowie andere unbeschäftigte ist nicht von der Kand zu weisen. Cm Auslänmitgeteilt: Die Schweiz ist heute angewiesen auf Gelder wieder Anlage in Obligationen suchten. der hat vor ein paar Iahren die „Diktatur der
den Bezug von Koks und Kohle aus Deutsch- .Durch diese Entwicklung^ ist die sett etwa Bureaukratie" als einen wesentlichen Bestandland. Für belgische Kohle besteht wegen voll- einem Jahr eingesetzte immer stärker in Erschei- teil der schweizerischen Staatsform bezeichnet.
ständiger Zerstörung des belgischen Kanalnetzes nung tretende Zinsfußverteuerung abgestoppt Das wollte dazumal nicht so recht einleuchten.
keine Transportmöglichkeit. Die Kohle wird worden. Es wird Aufgabe der Behörden sein, Jetzt, wo es um die gesteigerte Tourenzahl geht,
nur auf Salden geschüttet. Der Bezug von der diese volkswirtschaftlich sich . günstig auSwir- stößt man darauf, daß doch etwas daran ist.
Tschecho-Slowakei, Amerika England käme, kende Entwicklung zu fördern. Die Erhöhung Schwerlauf oder Leerlauf in der VerwaltungSwenn er überhaupt möglich ist, um zirka 30 Pro- der Zinssähe, die zum Teil schon erfolgt, zum Maschinerie gehört zu den größten Kemmnissen
zent höher als der Bezug aus dem der Schweiz Teil in Aussicht genommen ist, muß wieder einer zeitgemäßen Amstellung. Kier bietet sich
am. nächsten gelegenen Produktionsgebiet Rufyc rückgängig gemacht werden. Dadurch würde ein der eigenen Machtbefugnis der verantwortlichen
und Saar. Der Kandel und die Preisgestaltung wichtiger Faktor einer weiteren Preissteigerung Landesbehörde eines der dankbarsten Arbeitsfelder Kohle aus diesen beiden Gebieten Ruhr unv ausgeschaltet. M a n denke nur an die Folgen der. Bureaukratie heißt in diesem Fall ArbeitsSaar liegt in den Känden des rheinisch-westfäli- einer Kypothekarverteuerung. Die National- brütung statt Arbeitsbeschaffung und Arbeitsschen Kohlensvndikates. Dieses Syndikat hat die bank sollte im Verein mit den Kantonalbanken leistung; die bureaukratische Brutperiode für
Preise über Auftrag des Wirtschaftsministeri- die notwendigen Schritte unternehmen, um den Planungen und Projekte, wie sie die Gegenwart
ums in Berlin nach vorausgehenden VerHand- Kapitalmarkt im Sinne einer weiteren Verflüs- erheischt, ist einfach zu lang.
lungen zwischen den Kandelsdelegationen von sigung zu beeinflussen. Eine solche bewußte Len- Reden, welche die Arbeit begleiten, sind nicht
Deutschland und Bern festzusetzen. Sie betragen kung und Kontrolle ist möglich. Die Schweiz ver- so schlimm wie die, welche sie verzögern. M a n
gegenwärtig 1050 bis 1100 Franken pro 10 Ton- fügt über genügend Kapital, um den jetzigen entschuldige, daß immer wieder auf die Rede
nen an die Nordgrenze der Schweiz gestellt. Bedürfnissen der Volkswirtschaft zu entsprechen. vom 25. Juni zurückgegriffen wird; das wird
Anders ist deutsche Kohle in der Schweiz und Es muß nur systematisch ,n den Dienst der sich mit einem Schlag ändern, wenn einmal ein
Liechtenstein nicht zu bekommen.
Wirtschaft gestellt werden. Dabei darf der Bun- Bundesratsbeschluß über Arbeitsbeschaffung
Die Generalvertretung des rheinisch-westfäli- desrat an einschneidenden Maßnahmen nicht zu- und über die neuen Formen zur Verhütung der
Arbeitslosigkeit und dazu ein Sofortprogramm
schen Kohlensyndikates. für die Schweiz und rttckschrecken.
(„N. B . 3")
und ähnliches vorliegt. Es hatte in jener Rede
Liechtenstein hat die Ruhr- und Saarkohlen
ein paar Stellen, die „autoritär" getönt haben,
A.-G. in Basel. Von einer anderen Stell« darf
man sie auf das Verhältnis Regierungniemand in der Sckweiz oder in Liechtenstein
„ftofte es» was es wolle". weil
Volk und Regierung-Parlament bezog. Auf
beliefert werden. Auch Liechtenstein ist somit
auf den Bezug von der Ruhr- und Saarkohlen- t Das bundesrätliche Wort vom 25. Juni — das Verhältnis Regierung-Verwaltung angeA.-G. angewiesen, und es wird sich kein Liefe- „Arbeit beschaffen, koste es was es wolle" — wendet und auf bureaukratische Kindernisse losrant in Vorarlberg oder anderSwo im Deutschen hallt noch , in den Ohren des Schweizervolkes. gelassen, würden diese Stellen der Rede plötzlich
Reiche angesichts der hohen Konvenrionalstra- In gewöhnlichen Zeiten verstünde jedermann, Gold wert.
fen finden, der nach Liechtenstein Kohlen liefern daß die Verwirklichung eineö solchen VerspreMan hört, von dem letztjährigen 90 Milliowürde.
chens Studienwochen, Instanzenzüge, Experten- nenkredit für Arbeitsbeschaffung seien noch unWas speziell die Preisbildung anbelangt, Vernehmlassung, Schriftenaustausch und ' der- gefähr zwei Drittel verfügbar. AuS Kreisen, die
wird wiederholt, daß die Kohle an die Nord- gleichen erforderte. Jetzt hingegen, wo ein «in- dem einen oder andern baureifen Projekt nahegrenze 'der Schweiz und Liechtenstein gestellt ziger Monat Aeberlieferungen aus den Kopf stehen, ist die Frage zu vernehmen, warum denn
1050—1100 Franken kostet (etwa 300 Fran- stellt, drängt sich manchem das Bild von der nicht sofort zugegriffen worden sei. DaS Planen
ken pro 10 Tonnen billiger als Kohle aus Ame- „erhöhten Tourenzahl" auf, und er ist geneigt, im größeren Rahmen und auf längere Frist, daS
rika oder England). Kiezu kommen die Fracht- das Verlangen der Behörden nach Vertrauen Abstimmen der zu unternehmenden Werke nach
kosten im Inland, die Spesen für den Vertrieb mit Verlangen nach verkürzten Fristen im der Arbeitslosenlage in den verschiedenen Lan-
„Ich glaube", mehr wagte Rösy nicht zu sa- Nicht verneinen, Rösy. M a n darf dem Glück Keimkehr erst recht nicht. Sie wußte nicht, was
„3a, Rösy, ich kehre mit großer Sehnsucht
nach dem fernen Afrika zurück, denn dort habe gen. Eigentlich durfte sie zufrieden sein, daß ihr nicht den Weg versperren, sondern ihm Raum tun. So vegetierte sie dahin.
CineS Mittags wurde sie ans Telephon gernich den liebsten Menschen auf Erden zurückge- ein solcher Mann seine Freundschaft schenkte. '• schaffen. So ein liebes und verständiges Mädlassen. Meine Braut, ebenfalls eine Schwei„Sprechen Sie sich doch aus, Rösy. Ich chen, wie Sie es sind, kann nicht unbeachtet blei- fen. Die Frau Doktor auS Kabligen meldet sich
zerin, wartet mit nicht weniger Spannung auf möchte nicht, daß sich letzt, im letzten Augenblick, ben. Der Mann, der es wert ist, Sie zur Frau und fragte Rösy nach ihrem Ergehen und ob sie,
mich. W i r werden bald heiraten!"
etwas zwischen uns drängt, dis auf alle die schö- zu bekommen, der wird sich schon einstellen. wenn sie wieder arbeiten könne, zu ihnen ,nS
And dann war Alex Brugger so ins Erzählen nen Stunden einen Schatten wirst. Also bitte!" Enttäuschungen erlebt man, um nachher klarer DoktorhauS zurückkehre. Rösy sagte erfreut zu.
von seiner Braut vertieft, daß er eS nicht be- Brugger faßte nach RösyS freier Kand, die sie zu sehen. Für das werden sie einem beschert und Nun sah sie festen Boden vor sich, dem sie ihren
nicht, um einem die Augen vo« allem zu ver- Fuß anvertrauen durfte. Diese Wendung erinachtete, daß Rösy seinem Arm entglitt und wet- ihm willig überließ.
nerte sie an so viele lebensbejahenden Rat„ES war dumm von mir, mich so zu beneh- schließen!"
ter von ihm abrückte. Erst als er eine, Frage
Behutsam zog Alex Brugger das Mädchen schlüge, die ihr Alex Brugger erteilt hatte. A n
stellte und darauf keine Antwort erhielt, wmde men. Aber ich habe mich jetzt so an Sie gewöhnt,
er sich der vollzogenen Aenderung bewußt. Es daß eS mir schwer fällt, mich mit der Trennung an sich und drückte einen Kuß auf die bleiche diesem Tage kam auch eine Ansichtskarte von
traf ihn hart. A l s Mann von Charakter mußte abzufinden. Eingebildet habe ich mir nie etwas, Stirne Rösys. Sprechen konnte nun auch er ihm. Die letzte vom Festland. Jetzt befand er
das dürfen Sie mir glauben, Kerr Doktor!"
nicht mehr. Einen Augenblick barg Rösy thren sich bereits auf hoher See. Rösy verspürte feier Gewißheit haben.
„Sagen Sie Alex zu mir, da wir doch gute Kopf an der Schulter des Mannes und ein nen Schmerz mehr, wenn sie an Alex dachte. Sie
„Sind Sie mir böse, daß ich eS Ihne» nicht
'. Zittern durchlief ihren Körper. Dann machte sie mochte ihm sein Glück mit einer andern gönnen.
schon früher sagte, daß ich verlobt bin?" Rösy Freunde bleiben wollen. Bitte, Rösy!"
Freilich, diese Frau, die Alex Bmggers Liebe
verneinte kopfschüttelnd, und Alex Brugger
„Sie werden mich dummes Mädchen bald sich frei.
„Leben Sie wohl, Alex, hauchte sie, sah ihm genoß, die möchte sie kennen lernen. Es mußte
stellte die wettere {frage, ob sein Benehmen Ihr veraessen haben, Alex, wenn Sie einmal die
gegenüber zu. falschen Hoffnungen Anlaß gege- Schweiz hinter sich haben," versuchte Rösy zu noch einmal in die Augen und schritt müden eine vollkommene Frau sein.
ben habe. Rösy möchte eS ihm frei und offen sa- scherzen. Alex wehrte sich gegen diese Verum» Schrittes bergab. Alex Brugger schaute ihr
„Ach zu Ihnen wird das Glück kommen!"
gen. Auch darauf hatte Rösy ein Nein. Dem tung. E r versprach von seinen Reiseetappen und nach, bis sie seinem Blick entschwand. Auch er Rösy getraute sich^noch nicht, aus ©nrnd dieser
jungen Mann fehlte immer noch die volle Leber- dann von Ostafrika zu schreiben, in der Koff- war ergriffen und wußte, daß er Rösy vor sei- Prophezeiungen Pläne zu schmieden. Vorerst
zeugung, denn grundlos weinte Rösy nicht.
nung, auch einmal eine Anwort zu bekommene ncr Abreise nicht mehr sehen werde.'
wollte sie sich an die Mahnung ihres Freunde«
„Wir wollen hier, unter unseren Tannen Ab'Einsame Tage kamen für Rösy. Etwas fehlte halten,sichden Lehren auS den Enttäuschungen
Beruhkgend Mach er auf das Mädchen ein.
Dtp Träyen versiegten.
schied nehmen. Nicht für immer, denn in drei in ihrem Dasein. Nicht nur Alex, sonden, auch nicht zu verschließen.
„ M r Köllen als gute Freunde scheiden. und Jahren, komme ich mit meiner Frau wieder her», das Zukunstshoffen. Eine Leere gähnte vor ihr.
(Fortsetzung folgt.)
K W t ^ bleiben. Mmen Sie da«, Rösy, stet stber^ und dann sehen wir uns bestimmte Sie Sie konnte sich nicht über den baldigen Ablauf •
:
y&mffitt--••' .' '
•
•:>• • werden dann auch eine glücklich« Frau - sein», ihres Kuraufenthaltes freuen und auf «ine frohe
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