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Es tut sich was am oberrhein - chilli:freiburg:stadtmagazin

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03.13 Editorial 3
Es tut sich was am Oberrhein
Humanismus-Ausstellung kommt nach Freiburg /
18 neue Kulturprojekte
L
von Lars Bargmann
Bild rechts: Der Freiburger Ort für
die Humanismus-Wanderausstellung:
Im Wentzingerhaus sind vom 20. April
an auch die berühmten Weltkarten
von Martin Waldseemüller zu sehen.
iebe Leserin,
lieber Leser,
im vergangenen Juni hatte die cultur.zeit
erstmals über das trinationale Projekt „Patrimoine humaniste du Rhin supérieur – das
humanistische Erbe am Oberrhein“ berichtet. Das von der EU aus dem Interreg-IVTopf mit 375.000 Euro geförderte Projekt
kommt nun am 20. April erstmals mit einer Wanderausstellung auch in Freiburg
an. Im Wentzingerhaus, dem Museum für
Stadtgeschichte, werden humanistische
Schätze aus der Humanistenbibliothek in
Sélestat, aus den Unibibliotheken in Strasbourg, Freiburg und Basel, aus der Bibliothèque Municipale de Colmar und aus der
des Freiburger Bertoldgymnasiums gezeigt.
Zudem präsentiert Museumsleiter Peter
Kalchthaler auch ortsbezogene Exponate
wie die berühmten Weltkarten des 1470 in
Wolfenweiler bei Freiburg geborenen Martin Waldseemüller oder die Margarita Philosophica von Gregor Reisch.
Der grenzüberschreitende Kulturaustausch
zwischen der Nordwestschweiz, dem Elsass
und Baden-Württemberg erhält aber auch
auf anderem Felde neue Impulse: 18 Kulturprojekte wurden unlängst von einer trinationalen Expertenjury präsentiert, die im Rahmen
des Programms „Triptic – Kulturaustausch
am Oberrhein“ gefördert werden, das die
Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia mit
1,45 Millionen Schweizer Franken finanziert
und zusammen mit einem guten Dutzend
Partnern aus allen drei Ländern lanciert hat.
Die Projekte des zeitgenössischen Kunstschaffens werden ab Herbst 2013 den Kulturaustausch zwischen der Nordwestschweiz
und den angrenzenden Regionen Frankreichs und Deutschlands neu beleben, ja,
sie sollen eine „neue Dimension kultureller
Zusammenarbeit“ schaffen, wie es in einer
Pressenotiz von Pro Helvetia heißt. Triptic
soll vom Herbst 2013 bis in den Frühling
2014 neue Formen der Zusammenarbeit der
Kulturinstitutionen fördern und die Vernetzung unter den Kulturschaffenden stärken.
Waldseemüller hatte die
Foto: ©Joergens.mi,
via Wikimedia Commons
erste Weltkarte erstellt, auf
der die Landmassen im
Westen mit dem Namen
„Amerika“ bezeichnet worden waren. Ein einziges
Original-Exemplar überlebte die Jahrhunderte, und das
kaufte die Library of Congress in Washington D.C.
2001 dem Adligen Johannes zu Waldburg-Wolfegg
aus Oberschwaben – dessen eigenen Angaben zufolge – für zehn Millionen Dollar ab. Es war Dafür legt sich ein breites Bündnis mit
der höchste Preis, der je für ein kartografi- den Schweizer Kantonen Aargau, Baselsches Werk bezahlt wurde. Die Ausstellung Land, Jura, Basel-Stadt, die deutschen
(Infos unter www.humanismus-am-ober- Städte Freiburg, Karlsruhe, Lörrach und
rhein.eu) endet am 2. Juni. Zwischen dem Baden-Baden und die französischen Nach14. Juni und 28. September ist sie in Séles- barkommunen Belfort, Colmar, Mulhouse
tat zu sehen, vom 2. November bis zum 22. und Strasbourg ins Zeug. Mehr gibt es unDezember dann auf der letzten Station in ter www.triptic-culture.net. Es tut sich was
am Oberrhein. Strasbourg.
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