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der Caligari-FilmBühne: PDF, 75 KB - Deutsches Filminstitut - DIF

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WAS BLEIBT IST DIE LIEBE!
HESSISCHER FILMPREIS 2006
IRIS
GROSSSTADTRÄUBER / REWIND &
REPLAY
GB/USA 2001, 99 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: Richard Eyre
Buch: Richard Eyre, Charles Wood
Kamera: Roger Pratt
Musik: James Horner
Mit Judy Dench, Jim Broadbent, Kate Winslet,
Hugh Bonneville, Penelope Wilton
Seit Jahren sind die berühmte Schriftstellerin
Iris Murdoch und der Literaturkritiker John Bayley ein Paar. Als man bei Iris Alzheimer diagnostiziert, will John seine große Liebe nicht einfach aufgeben. Er kämpft um Iris' Verstand und
Leben...
Nach den Memoiren von John Bayley erzählt
Regisseur Richard Eyre (STAGEBEAUTY, TAGEBUCH EINES SKANDALS) - eine Kapazität
in Großbritanniens Theaterszene - einfühlsam
die authentische Geschichte einer großen Liebe.
”Es ist, als lebe man in einem Märchen. Ich bin
der junge Mann, der sich in die schöne Jungfrau verliebt hat, die ab und zu in eine unbekannte und geheimnisvolle Welt entschwindet...
aber doch immer wieder zurückkehrt.” John
Bayley über Iris Murdoch
Jim Broadbent bekam als fürsorglicher John
Bayley einen Oscar als bester Nebendarsteller.
Kommunales Filmprogramm
Mi, 04.04., 18:00 Uhr
D 2006, gesamt: 60 Min., FSK: ungeprüft
GROSSSTADTRÄUBER
D 2006, 20 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Arne Ahrens
Kamera: Reiner Speidel
Musik: Andreas und Matthias Hornschuh
Mit Julia Brendler, Fabian Busch, Tim Riedel
In Hannes Traumwelt gibt es Liebe, Glück und
Tomek. Doch in der Realität ist Hanne schüchtern, Taschendiebin und Tomek unerreichbar.
Auf einem ihrer Beutezüge trifft sie Tomek in
einer Bar – das ist ihre Chance. Doch da wird
Tomek des Diebstahls verdächtigt.
REWIND & REPLAY
D 2006, 40 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Nathalie El-Jorr, Anna Myung-Sook Kim,
Karoline Schwikal
Kamera: Karoline Schwikal
Musik: Soapkills, Thievery Corporation, Helene
Noguerra, Fairuz
Mit Zeid Hamdan, Jeremie Regnier, Timothee
Regnier
Dieser Film dokumentiert die ungewöhnliche
Reise von drei jungen Frauen aus Hessen in
das Innere der Zedernrepublik Libanon. Nathalie el-Jorr, Anna Myung-Sook Kim und Karoline
Schwikal versuchen innerhalb von vier Wochen
hinter das Medienbild von Terror und islamischem Fundamentalismus zu blicken und
kommen dabei einigen bemerkenswerten Menschen ihrer eigenen Generation erstaunlich nahe.
Zu Gast:
Arne Ahrens (Regie Großstadträuber),
Nathalie El-Jorr, Anna Myung-Sook Kim,
Karoline Schwikal (Regie Rewind & Replay)
Kommunales Filmprogramm
Mi, 04.04., 20:00 Uhr
KINOKULTUR DIGITAL
WIESBADENER ERSTAUFFÜHRUNG
BALLETS RUSSES
SIE SIND EIN SCHÖNER MANN!
USA 2005, 120 Min., DF (Voice-Over), FSK:
ungeprüft
Regie: Dayna Goldfine und Daniel Geller
Buch: Dayna Goldfine und Daniel Geller
F 2005, 97 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Isabelle Mergault
Buch: Isabelle Mergault
Kamera: Laurent Fleutot
Musik: Bob Lenox, Alain Wisniak
Mit Michel Blanc, Medeea Marinescu, Wladimir
Yordanoff, Laurent Fleutot
Die Dokumentation BALLETS RUSSES ist ein
einzigartiges Zeitzeugnis aus einer mehr als
fünf Jahrzehnte umspannenden Ära der Ballettkunst. Beginnend mit dem von Sergei Diaghilev
1909 gegründeten Ballet Russe wird eine
Gruppe herausragender Tänzer, Choreographen, Komponisten und Designer porträtiert,
die zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Angesicht des Balletts verändert und das Ballett zu
dem gemacht haben, was es heute ist: Eine
Kunstform.
BALLETS RUSSES ist ein berührender Film,
der seine Kraft aus den Erinnerungen der überlebenden Tänzer der Ballets Russes schöpft.
Es erzählen u.a. Stars wie Dame Alicia Markova, Mia Slavenska, Frederic Fanklin und Tania
Riabouchinska in bewegenden Interviews von
unvergessenen Erfolgen und außergewöhnlichen Erlebnissen. Zusätzlich wird in alten Fotos
und Filmaufnahmen aus den 30er, 40er und
50er Jahren die Faszination Tanz spürbar und
eine vergangene Epoche wieder zum Leben
erweckt. BALLETS RUSSES ist ein einzigartiger und wunderschöner Film, den man so
schnell nicht vergessen wird.
Kommunales Filmprogramm
Do, 05.04., 17:30 Uhr
So, 08.04., 17:30 Uhr
Durch einen Stromschlag an der defekten
Melkmaschine hat Aymé seine Frau verloren.
Aber nicht die Trauer erdrückt ihn, sondern die
Arbeit auf dem Hof, die alleine kaum zu schaffen ist. Er muss dringend eine neue Frau finden, aber in seinem Dorf ist die Auswahl sehr
beschränkt. Also wendet er sich an ein Ehevermittlungsinstitut. Die Chefin des Institutes
merkt sehr schnell, dass ihn nicht die Sehnsucht treibt, sondern sein zweckorientiertes
Denken. Sie schickt ihn nach Rumänien, wo es
genügend Frauen geben soll, die zu allem bereit sind, um nur dem Elend zu entkommen. In
Rumänien trifft Aymé seine Elena und er ahnt
nicht, wie sehr sich sein Leben verändern wird
...
Kommunales Filmprogramm
Do, 05.04., 20:00 Uhr
Fr, 06.04., 17:30 Uhr
Sa, 07.04., 21:30 Uhr
So, 08.04., 20:00 Uhr
Mi, 11.04., 18:00 Uhr
ZU OSTERN
STUMMFILM MIT LIVE-MUSIK
DIE GROSSE STILLE
BUSTER KEATON KOMÖDIEN
D 2005, 162 Min., FSK: ab 0
Regie: Philip Gröning
Buch: Philip Gröning, Nicolas Humbert
Kamera: Philip Gröning
Musik: Michael Busch
USA 1920-22, 78 Min., stumm, FSK: ungeprüft
Regie: Buster Keaton, Eddie Cline
19 Jahre nach der ersten Begegnung des Regisseurs Philip Gröning mit dem Prior des Klosters ist es der erste Film, der jemals über das
Leben hinter den Klostermauern gedreht werden durfte. DIE GROSSE STILLE ist ein Kinoereignis: Eine strenge, fast stumme Meditation
über das Klosterleben in seiner reinsten Form.
Keine Musik, keine Interviews, keine Kommentare, kein zusätzliches Material. Nur der Lauf
der Zeit, der Wechsel der Jahreszeiten und das
sich immer wiederholende Element des Tages:
das Gebet. Philip Gröning beschreibt ein Leben, das vom Gebot des Schweigens und weltlicher Abgeschiedenheit geprägt ist - und erzählt von Menschen, die ihre Lebenszeit in aller
Klarheit Gott gewidmet haben. Ein Film, mehr
Meditation als Abbild. Eine Reise in die Stille.
Ausgezeichnet mit dem Europäischen Filmpreis
2006 für den Besten Dokumentarfilm.
Kommunales Filmprogramm
Fr, 06.04., 20:00 Uhr
Sa, 07.04., 18:00 Uhr
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)
Vier der witzigsten Buster Keaton Kurzfilme mit
Uwe Obergs Musikbegleitung garantieren einen
höchst vergnüglichen OstermontagsCaligaribesuch!
NEIGHBOURS
USA 1920, 16 Min., deutsche Zwischentitel
„Romeo und Julia in den Slums“ – allerdings mit
einem abgeänderten Ende: Ein Richter entscheidet, dass die Kinder der Streithähne heiraten müssen. Doch auch das geht nicht ohne
Komplikationen...
FLITTERWOCHEN IM FERTIGHAUS
(ONE WEEK)
USA 1920, 20 Min., deutsche Zwischentitel
Eine Woche haben Buster und seine frisch angetraute Ehefrau, um ihr Fertighaus zu erstellen. Doch ein Rivale hat die Baupläne durcheinander gebracht. Die Einweihungsparty am
Freitag, den 13. bietet so manche Überraschung...
BUSTERS BUNTE BÜHNE
(THE PLAYHOUSE)
USA 1921, 18 Min., deutsche Zwischentitel
Buster, der Bühnenarbeiter, träumt von einer
Varieteshow, in der alle Darsteller, Musiker und
Zuschauer er selbst sind. Eine brillante Komödie!
DER BALLONFAHRER
(THE BALLOONATIC)
USA 1922, 24 Min., deutsche Zwischentitel
Auf dem Jahrmarkt gerät Buster in einen Fesselballon, der sich von seinen Fesseln löst und
mit dem unfreiwilligen Passagier himmelwärts
strebt...
DIF
Mo, 09.04., 18:00 Uhr
LASSE HALLSTRÖM
70. GEBURTSTAG HORST SEEMANN
MEIN LEBEN ALS HUND
(MITT LIV SOM HUND)
LEVINS MÜHLE
Schweden 1985, 101 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: Lasse Hallström
Buch: Lasse Hallström, Reidar Jönsson, Brasse
Brannström, Pelle Berglund nach einem Roman
von Reidar Jönsson
Kamera: Jörgen Persson
Mit Anton Glanzelius, Manfred Serner, Melina
Kinnaman
Nach dem Welterfolg dieses Films ging Lasse
Hallström nach Hollywood, wo er sich im folgenden erstaunlich treu blieb: komödiantischleichte Filme in Kleinstädten und auf dem Land,
die bei allen Problemen doch immer harmonisch enden - beispielsweise GILBERT GRAPE
und CHOCOLAT. An die überragende Klasse
seines schwedischen Meisterwerks kam er allerdings nicht wieder heran: MEIN LEBEN ALS
HUND ist ein zauberhaftes Filmerlebnis der
Sonderklasse.
Als seine Mutter schwer erkrankt und sein Vater
in Afrika verschollen ist, wird der 12jährige Ingemar, ein fantasiebegabter und aufgeweckter
Junge in den Ferien zu seinem Onkel aufs Land
geschickt. Vieles hier versteht er nicht, aber das
Miteinander der Menschen in der dörflichen
Gemeinschaft, das so ganz anders ist als in der
Stadt, die Freundschaft zu Gleichaltrigen, mit
denen er sich bei Fußball und Boxen messen
kann, sowie die spielerische und offene Lebenssicht sind wie ein Labsal für ihn. Der Film
beginnt düster und traurig und erhellt sich allmählich. Sind zunächst alle Ereignisse, etwa
Ingemars Begegnung mit Sexualität und Rivalitäten um Freundschaft, durch die Präsenz von
Krankheit und Tod bestimmt, relativieren sich
allmählich die Dinge. Erzählt wird diese Geschichte um die Selbstfindung eines Jungen in
facettenreich aufgefächerten, kleineren und
größeren Spannungsbögen. Ein wunderschöner, traumhafter Film, einfühlsam und zartfühlend inszeniert, ohne je sentimental zu werden;
ein Film zum Entspannen und Genießen - ein
Film, den man spätestens dann ins Herz
schließt, wenn Ingemar seinen ersten Sieg erringt und selig in den Armen seiner kleinen
Freundin einschläft.
DIF
Mo, 09.04., 20:00 Uhr
DDR 1980, 118 Min., FSK: ab 12
Regie: Horst Seemann
Buch: Horst Seemann, nach dem Roman von
Johannes Bobrowski
Kamera: Jürgen Kruse
Musik: Horst Seemann
Mit Erwin Geschonneck, Katja Paryla, Christian
Grashof, Ionka Iliewa
Horst Seemann, Regisseur, Autor und Komponist, am 11. April 1937 in Pyhanken geboren,
am 6. Januar 2000 in Egling-Thanning verstorben, wäre diesen Monat 70 Jahre alt geworden.
Wir zeigen aus diesem Anlass seinen wichtigsten Film, LEVINS MÜHLE. In einem Dorf in
Westpreußen in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts wird ein jüdischer Mühlenbesitzer
von seinem deutschen Konkurrenten vertrieben. Die übrigen Dorfbewohner solidarisieren
sich mit dem Mühlenbesitzer. Seemann machte
aus dem poetischen Roman von Johannes
Bobrowski über Konflikte eine „optische Dichtung“ und komponierte dazu auch noch eine
Ballade, die zu den schönsten Musiken der
DEFA zählt.
DIF
Di, 10.04., 17:30 Uhr
HOMMAGE MILOS FORMAN
CINE VENEZOLANO
GOYAS GEISTER
(GOYA´S GHOSTS)
LA PLUMA DEL ARCÁNGEL
(DIE FEDER DES ERZENGELS)
Venezuela 2002, 90 Min., OmeU, FSK:
ungeprüft
Regie: Luis Manzo
Buch: Juan Carlos Gené, César Sierra
Kamera: Cesary Jaworski
Musik: Aquiles Báez
Mit Iván Tamayo, Roque Valero, Elaiza Gil,
Alejo Felipe
USA/Spanien/F 2006, 114 Min., englische OmU
Regie: Milos Forman
Buch: Jean-Claude Carrière, Milos Forman
Kamera: Javier Aguirresarobe
Musik: Verhan Bauer
Mit Javier Bardem, Natalie Portman, Stellan
Skarsgard, Randy Quaid
Zu Abrundung der Hommage an Milos Forman,
die goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films vergangene Woche aus Anlass
des 75. Geburtstags des großen tschechischen
Regisseurs (um nur drei Filme zu nennen: EINER FLOG ÜBERS KUCKUCKSNEST, HAIR –
läuft Ende des Monats im Caligari -, AMADEUS) durchführte, zeigen wir seinen neuesten
Film – ein opulentes Historienepos über den
spanischen Maler Francisco de Goya und seine
Muse Inès, die 1792 ins Visier der spanischen
Inquisition gerät. Erstklassig besetzt mit Javier
Bardem als skrupelloser Pater, Stellan Skarsgard als Künstler und mit Natalie Portman, die
in der Verwandlung vom lebenslustigen Mädchen aus gutem Hause zur durch Folter und
jahrelanger Haft gekennzeichneten Frau glänzt.
Ein überzeugendes, ambitioniertes Werk, das
gerade in der heutigen Zeit von zunehmenden
religiösen Fanatismus und Fundamentalismus
auch inhaltlich aktuell ist, von einem der großen
Filmkünstler der Gegenwart.
DIF und Kommunales Filmprogramm
Di, 10.04., 20:00 Uhr
Do, 12.04., 17:30 Uhr
Sa, 14.04., 20:00 Uhr
Das Kino Lateinamerikas findet ein immer größeres Publikum. Haben die Produktionen aus
Mexiko, Argentinien, Brasilien und Cuba einen
festen Platz im Programmangebot, so ist das
Kino Venezuelas hier noch kaum bekannt.
In einer kleinen Filmreihe präsentieren das Generalkonsulat der Bolivarischen Republik Venezuela und das Kulturamt drei Produktionen, die
einen Einblick in die venezolanische Filmkunst
geben: AMOR EN CONCRETO am 15.4., 20
Uhr und UNA VIDA Y DOS MANDADOS am
26.4., 17.30 Uhr.
Als Eröffnungsfilm präsentieren wir LA PLUMA
DEL ARCÁNGEL basierend auf der gleichnamigen Erzählung des venezolanischen Autors
Arturo Uslar Pietri (1906-2001). Wie auch in
seiner literarischen Vorlage wird im Film die
Wirklichkeit mit magischen Elementen verknüpft. Dem Erzengel Gabriel gelingt es, die
von Terror und Angst gepeinigte Bevölkerung
zumindest zeitweise auf andere Gedanken zu
bringen…
Ein kleines Dorf in der Einöde in den dreißiger
Jahren: Die Bewohner leben in Angst vor den
schrecklichen Befehlen, die ihnen der Diktator
schickt um Angst und Verzweiflung zu säen. Als
der Überbringer der Anweisungen stirbt, taucht
ein anderer Bote auf, Gabriel, der beschließt
die Originalnachrichten zu verändern um die
zum Unglück Verdammten zu befreien. Und
tatsächlich schaffen es die erfundenen Mitteilungen, die Atmosphäre zu verwandeln und das
Dunkel lichtet sich.
Eröffnung der Filmreihe: Generalkonsul
César Osvelio Méndez González
Einführung: Ute Evers, Lateinamerikanistin
Generalkonsulat der Bolivarischen Republik
Venezuela und Kulturamt
Mi, 11.04., 20:00 Uhr
WIESBADENER ERSTAUFFÜHRUNG
HOLLYWOOD - BOLLYWOOD
NACH DER HOCHZEIT
(EFTER BRYLLUPPET)
42ND STREET
DK/Schweden 2006, 119 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Susanne Bier
Buch: Anders Thomas Jensen
Kamera: Stine Hein, Ole Kragh-Jacobsen, Morten Søborg, Otto Stenov
Musik: Johan Söderqvist
Mit Mads Mikkelsen, Sidse Babett Knudsen,
Rolf Lassgård, Stine Fischer Christensen,
Christian Tafdrup
Nach 20 Jahren reist Jacob in seine Heimat
Kopenhagen: Das Waisenhaus, das er in Indien
aufgebaut hat, steht vor der Schließung. Der
dänische Mogul Jørgen hat eine großzügige
Spende in Aussicht gestellt – allerdings nur unter der Bedingung, dass er Jacob persönlich
kennen lernt. In Kopenhagen angekommen,
wird der genervte Jacob vertröstet: Jørgens
Tochter heiratet, aber Jacob ist herzlich eingeladen. Auf dem Fest trifft er unverhofft seine
erste Liebe wieder. Und Jørgen macht ihm klar,
dass er keine Krone sieht, falls er Dänemark
verlässt.
Enthüllungen, die ein ganzes Leben verändern
können, Entscheidungen, die irreversibel sind.
In dem neuen Drama der ehemaligen DogmaRegisseurin Susanne Bier, bewegen sich alle
Protagonisten auf emotionalem äußerst dünnen
Eis. Mit Mads Mikkelsen – Bonds letztem Gegenspieler in CASINO ROYALE – und Wallander-Darsteller Rolf Lassgård prominent besetzt,
vollbringt ihr Film das seltene Kunststück, ohne
Schwermut und aufgesetzter Melodramatik von
der Implosion einer nach außen scheinbar intakten Familie zu erzählen. Blickpunkt Film
Kommunales Filmprogramm
Do, 12.04., 20:00 Uhr
Fr, 13.04., 22:00 Uhr
So, 15.04., 17:30 Uhr
USA 1933, 89 Min., OF, FSK: ab 0
Regie: Lloyd Bacon
Choreographie: Busby Berkeley
Mit Warner Baxter, Ruby Keeler, Bebe Daniels,
Dick Powell, Ginger Rogers
Zum Auftakt unserer neuen Musical-Reihe
HOLLYWOOD-BOLLYWOOD zeigen wir mit
42ND STREET einen Meilenstein des Genres
Filmmusical. Die Reihe führt in den kommenden Monaten durch acht Jahrzehnte Filmmusical bis zum heutigen Bollywood-Film.
Die Inszenierung eines Musicals mit einem
temperamentvollen Vamp und einem cholerischen Regisseur. Schauplatz ist die 42nd
Street in New York, wo sich auch heute noch
alle großen Revuetheater befinden. Die Geschichte vom glücklichen Aufstieg einer kleinen
Tänzerin, die für den Star einspringen darf, ist
mit Temperament inszeniert; die Tanzszenen
gehören zu den perfektesten, die das Genre zu
bieten hat.
Die Bilder, die Berkeley in seinen Filmen erschuf, gelten bis heute als die Quintessenz des
amerikanischen Showbusiness.
Kommunales Filmprogramm
Fr, 13.04., 18:00 Uhr
Mi, 18.04., 18:00 Uhr
FILMWUNSCH
FILM & FRÜHSTÜCK
ANGEL-A
BEING JULIA
F 2005, 90 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Luc Besson
Buch: Luc Besson
Kamera: Thierry Arbogast
Musik: Anja Garbarek
Mit Jamel Debbouze, Rie Rasmussen, Gilbert
Meiki, Serge Riaboukine
Kanada/USA/Ungarn/GB 2004, 105 Min., DF,
FSK: ab 0
Regie: István Szabó
Buch: Ronald Harwood
Kamera: Lajos Koltai
Musik: Mychael Danna
Mit Annette Bening, Jeremy Irons, Bruce
Greenwood
Eigentlich wollte André gerade Selbstmord begehen, da er einem Gangsterboss bis Mitternacht 40000,- Euro zurückzahlen sollte, von
denen er keinen einzigen besitzt. Stattdessen
rettet er Angela, die gerade von der Brücke
springt, von der auch André springen wollte.
Die mysteriöse Schöne folgt André fortan auf
Schritt und Tritt und sorgt dafür, dass sein Leben wieder in geraderen Bahnen verläuft. Nach
sechs Jahren drehte Luc Besson (LEON – DER
PROFI, DAS FÜNFTE ELEMENT, IM RAUSCH
DER TIEFE) endlich wieder einen Film als Regisseur, und wie immer sind es vor allem die
unglaublichen Bilder, die diesen Film zu etwas
besonderem machen. Der eigentliche Hauptdarsteller des Films ist nicht das dänische Supermodel Rie Rasmussen, auch nicht der Komiker Jamel Debbouze: die zentrale Rolle dieses Films nimmt Paris ein, das so noch nie auf
der Leinwand zu sehen war!
Kommunales Filmprogramm
Fr, 13.04., 20:00 Uhr
Sa, 14.04., 18:00 Uhr
Sa, 14.04., 22:30 Uhr
Ihre »déformation professionelle« ist das eigentliche Thema dieser luftig-eleganten Theaterkomödie, in der im Jahre 1938 eine Londoner Bühnendiva im Zenit ihrer Karriere steht
und plötzlich die Zeichen der Zeit erkennt. Nicht
die Signale des nahenden Krieges jedoch beunruhigen die Mittvierzigerin, sondern ihr Alter.
Als ihr ein junger Verehrer nachsteigt, lässt sich
die geschmeichelte Julia auf eine Affäre mit
dem verräterischen Milchgesicht ein. Mit dem
Auftauchen einer jungen Rivalin, die ihr mit
klimpernden Wimpern sowohl Männer wie Rolle
stehlen will, ist Julias ganze Kunst gefordert.
Sätze fliegen wie Giftpfeile in dieser Farce nach
einem Roman von William Somerset Maugham,
die der ungarische Regisseur István Szabo
leichthändig inszenierte. Sehenswert sind bereits Julias Satelliten - etwa Jeremy Irons als
eitler Ehemann und Juliet Stevenson als Julias
leidgeprüftes Faktotum - doch die zum dritten
Mal oscarnominierte Annette Bening ist als exaltierte Diva mit raschelnden Seidenröcken
einfach umwerfend. In einer temperamentvollen
One-Woman-Show demonstriert sie alle Nuancen zwischen Lady und Luder, beweist aber
erst im Überspielen ihrer Verletzlichkeit wahre
Größe und triumphiert in einem Theatercoup
weiblicher Selbstermächtigung, bei dem sie
zum ersten Mal die Regie auf der Bühne und
damit in ihrem Leben übernimmt. Strandgut
Eintritt Film und Frühstück: 12,50 €, nur Film: 5
€, ermäßigt 4 €
Wiesbadener Kinofestival e.V.
So, 15.04., Frühstück: 11.00 Uhr, Film: 12:00
Uhr
CINE VENEZOLANO
HOLLYWOOD - BOLLYWOOD
AMOR EN CONCRETO
(LIEBE AUF DEM ASPHALT)
DIE DREI VON DER TANKSTELLE
Venezuela/D/F 2003, 99 Min., OmeU, FSK: ungeprüft
Regie: Franco de Peña
Eines Nachts auf einer asphaltierten Avenida in
Caracas treffen wir auf Carlos den Taxifahrer.
Carlos ist überzeugt, dass er alle Geheimnisse
der Liebe kennt... Und es tauchen noch andere
Menschen auf: so etwa Claudia, eine verantwortungsbewusste Ärztin, die sich in ihrer Ehe
nicht mehr wohl fühlt und diese nach 20 Jahren
beenden will. Oder Héctor, ein leidenschaftlicher Motorradfahrer, der seiner Freundin Yamila verspricht, nicht immer im Elend leben zu
müssen. Und dann ist da noch Tony, der in einem endlosen Konflikt zu seinem Vater steht,
schließlich sein Zuhause verlässt, um mit Clemencia, einem Transvestiten, zusammenzuleben. In dieser Nacht also beschließen sechs
Menschen in der Avenida del Libertador, ihr
Leben zu verändern - auch auf der Suche nach
Zuneigung und Liebe in einer kalten Stadt aus
Zement.
D 1930, 99 Min., FSK: ab 6
Regie: Wilhelm Thiele
Deutschland 1930, 99 Min., FSK: ab 6
Regie: Wilhelm Thiele
Buch: Franz Schulz, Paul Franck
Kamera: Franz Planer
Musik: Werner R. Heymann
Mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Oskar Karlweis,
Heinz Rühmann, Gertrud Wolle
Generalkonsulat der Bolivarischen Republik
Venezuela und Kulturamt
Wilhelm Thiele gilt als der Regisseur, der für die
Ufa mit Aufkommen des Tonfilms die Tonfilmoperette kreierte. Mit der Musik von Werner
Richard Heymann und mit Lilian Harvey und
Willy Fritsch in den Hauptrollen schuf er einige
der größten Erfolge der ersten Tonfilmzeit, so
LIEBESWALZER und DIE DREI VON DER
TANKSTELLE. Die Lieder und Tanz-Szenen
entwickeln sich in seinen Filmen direkt aus der
Handlung, womit er ein wesentliches Element
späterer Hollywood-Musicals vorwegnimmt. In
der virtuosen musikalischen Komödie DIE DREI
VON DER TANKSTELLE stossen zu Willy
Fritsch und Lilian Harvey noch Oskar Karlweis
und Heinz Rühmann – die drei Herren spielen
Tankstellenbetreiber, die sich alle in dasselbe
Mädchen verlieben...
So, 15.04., 20:00 Uhr
DIF
Mo, 16.04., 18:00 Uhr
ÜBER DEN SCHRECKEN LACHEN
75. GEBURTSTAG ANOUK AIMÉE
SEIN ODER NICHT SEIN
(TO BE OR NOT TO BE)
ICH SUCHE DICH
USA 1942, 98 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Ernst Lubitsch
Buch: Edwin Justus Mayer, nach Melchior Lengyel
Kamera: Rudolph Maté
Musik: Werner R. Heymann
Mit Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack,
Stanley Ridges
Warschau im Jahre 1939: Die Menschen drehen sich erschreckt um, als ein Mann mit berühmtem Schnauzbart vor einem Delikatessenladen stehen bleibt – aber es ist nicht der Diktator, sondern nur ein als Hitler verkleideter
Schauspieler. Das Warschauer Theater studiert
gerade ein Anti-Nazi-Stück ein, doch die polnische Regierung verbietet die Aufführung – man
will Hitler nicht provozieren. Dafür kommt wieder „Hamlet“ auf den Spielplan. Jedesmal wenn
Joseph Tura in der Titelrolle zu seinem Monolog „Sein oder Nichtsein“ ansetzt, erhebt sich
ein junger Mann in einer der vordersten Reihen
und verlässt den Raum, um sich in der Zwischenzeit mit dessen Frau zu treffen.
Das Lexikon des internationalen Films schreibt:
„Der Komik mit Grauen stilvoll verquickende
Film ist eine immer noch nützliche Abrechnung
mit dem Führerkult und seinen Begleiterscheinungen. Einer der besten Filme von Ernst Lubitsch, der als ätzende Satire die Schergen des
Nationalsozialismus als Schmierendarsteller
beschreibt und die Schauspielertruppe als tragikomische Helden ehrt...“
DIF
Mo, 16.04., 20:00 Uhr
D 1955, 95 Min., FSK: ab 12
Regie: O. W. Fischer
Buch: P. W. Fischer, Gerhard Menzel, Martin
Morlock, Claus Hardt
Kamera: Richard Angst
Musik: Hans-Martin Majewski
Mit O. W. Fischer, Anouk Aimée, Nadja Tiller,
Otto Brüggemann
Anouk Aimée, geboren 1932 als Francoise Sorya in Paris, war Tänzerin und mit 14 Jahren
erstmals auf der Bühne, wurde 1947 für den
Film entdeckt. Fellinis 8 ½ und LA DOLCE VITA
zählen zu ihren großen Erfolgen, doch ihre Karriere begann sie mit romantischen Rollen. Am
27. April wird die zumeist als geheimnisvolle
Schöne agierende Schauspielerin 75. Wir zeigen einen Film, in dem sie als religiöse Medizinerin agiert, die auf den wissenschaftsgläubigen Nervenarzt Dr. Paul Venner (O. W. Fischer) trifft, dem niemand seine neuen medizinischen Erkenntnisse glaubt. Zwischen dem
ungleichen Paar entwickelt sich eine tiefe Zuneigung, doch der Tod eines Patienten, die
Skepsis der Kollegen und die ehemalige Geliebte Dr. Venners sorgen für dramatische
Wendungen.
DIF
Di, 17.04., 18:00 Uhr
MERYL STREEP
SOPHIES ENTSCHEIDUNG
(SOPHIE´S CHOICE)
USA 1982, 151 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Alan J. Pakula
Buch: Alan J. Pakula, nach dem Roman von
William Styron
Kamera: Nestor Almendros
Musik: Marvin Hamlisch
Mit Meryl Streep, Kevin Kline, Peter MacNicol,
Günther Maria Halmer, Rita Karin
Sophie hat das KZ Auschwitz überlebt, findet
aber 1947 in Brooklyn wegen quälender
Schuldgefühle keine Versöhnung mit der Gegenwart. Ihre Liebe zu Nathan gibt ihr neuen
Lebensmut, doch Nathan ist vom Holocaust
besessen und neigt immer öfter zu schizophrenen Anfällen. Schließlich trifft Sophie den jungen Schriftsteller Stingo, dem sie ihre Geschichte erzählt. Meryl Streep soll Regisseur
Alan J. Pakula förmlich um die Rolle angefleht
haben, eignete sich einen polnischen Akzent an
und lernte Deutsch. Und bietet eine außergewöhnliche Leistung in diesem leisen, poetischen und doch so erschütternden Melodram,
in dem Meryl Streep ihre Seele bloßlegt (sie
erhielt dafür 1983 sowohl den Golden Globe als
auch den Oscar). Auch Kevin Kline als ihr geistig verstörter Geliebter überzeugt.
DIF
Di, 17.04., 20:00 Uhr
CINÉ EN VOGUE- AKTUELLES
FRANZÖSISCHES KINO
GEHEIME STAATSAFFÄREN
(L'IVRESSE DU POUVOIR)
F/D 2006, 110 Min., OmU, FSK: ab 0
Regie: Claude Chabrol
Buch: Claude Chabrol, Odile Barski
Kamera: Eduardo Serra
Musik: Matthieu Chabrol
Mit Isabelle Huppert, François Berléand, Patrick
Bruel, Rbon Renucci, Marilyne Canto
Claude Chabrol ist 76 Jahre alt und hat fast so
viele Filme gedreht, wie er Jahre gelebt hat.
GEHEIME STAATSAFFÄREN ist ein Film über
eine Untersuchungsrichterin in der Szene der
großen Geschäfte, ein Eintauchen in Wirtschaftskriminalität (mit der wie immer erstklassigen Isabelle Huppert): Jeanne Charmant ist
die Neue im Tribunal de grande instance und
als solche für einen Aufsehen erregenden Fall
von Wirtschaftskriminalität zuständig, bei dem
unter anderem Staatsbedienstete Vorteile aus
hohen Wirtschaftskreisen empfangen haben
sollen. Manchem aber geht der Ermittlungsstil
der eisernen Lady zu weit. Und so einfach lassen sich die Spieler des großen Geldes nicht
um ihre Geschäfte bringen... Der Film basiert
auf dem Elf-Aquitaine-Korruptionsskandal, auch
die Untersuchungsrichterin gab es in Wirklichkeit. Chabrol verarbeitet das ganze nicht zu
einer platten Anklage, sondern zu einem intelligenten, humorvollen und boshaften Thriller über ethisch-moralische Fragen.
Einführung: Friedemann Beyer
Deutsch-Französische Gesellschaft, Kulturamt
und DIF
Mi, 18.04., 20:00 Uhr
Do, 19.04., 17:30 Uhr
MOVE@SCHOOL – DER FILM
HOLLYWOOD - BOLLYWOOD
D 2007, 90 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Alexander Duesterberg, Harald Pulch
Eine Produktion des Studiengangs MedienDesign der FH Mainz
BROADWAY MELODY OF 1936
Ziel des Projekts „move@school“ war die Erarbeitung eines abendfüllenden Bühnenstücks.
Über 300 Schüler aus 10 unterschiedlichen
Schulformen und Altersklassen haben am 1.
November 2006 unter der Leitung des Ballettdirektors Ben Van Cauwenbergh das eigens gestaltete Stück im Hessischen Staatstheater
Wiesbaden vor einem großen Publikum zum
Leben erweckt.
Musiker, Komponisten und Sänger sowie professionelle Tänzer und Choreografen vom Hessischen Staatstheater Wiesbaden und der
Hochschule für Bildende Künste Frankfurt haben den Schülern in den Schulen vor Ort die
Grundlagen von Musik und Tanz vermittelt und
dann gemeinsam das Stück erarbeitet.
Im Theater haben die einzelnen Gruppen zusammen mit dem Staatsorchester und dem Ballett des Staatstheaters die Kompositionen, Improvisationen und Choreografien hör- und
sichtbar werden lassen. Mit diesem einzigartigen Vorhaben wurden erstmals künstlerische
Prozesse an vielen unterschiedlichen Schulen
Wiesbadens und in vielen unterschiedlichen
Individuen angeregt, haben in einem Arbeitsprozess ihre Formung erhalten und wurden
dann einer großen Öffentlichkeit zugänglich
gemacht. Die Premiere war ein sensationeller
Erfolg, der mit Standing ovations gefeiert wurde.
Der Dokumentarfilm MOVE@SCHOOL – DER
FILM hat die Schüler und Profis bei der Arbeit
hautnah begleitet. Dabei wurde die Entwicklung
ausgewählter Schülerinnen und Schüler sechs
Monate lang intensiv beobachtet – vom ersten
Treffen in der Schule bis nach der Aufführung
im Staatstheater. Er hat die Intensität der Arbeit, den Frust und Spaß während der Übungen, den emotionalen Kampf vor der Aufführung eingefangen und zeigt die bewegenden
Momente, wenn 300 Schülerinnen und Schüler
auf der Bühne des großen Hauses von über
1000 Besuchern gefeiert werden.
Zu Gast: zahlreiche Mitwirkende
Kulturamt, Fachhochschule Mainz und
Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Do, 19.04., 20:00 Uhr
USA 1935, 101 Min., FSK: ab 18
Regie: Roy del Ruth
Buch: Jack McGowan, Sid Silvers, Harry Conn
Kamera: Charles Rosher
Musik: Arthur Freed, Alfred Newman, Nacio
Herb Brown
Mit Vilma Ebsen, Una Merkel, Eleanor Powell
Der Kolumnist Jack Benny versucht den Produzenten Robert Taylor aufs Kreuz zu legen auf
dem Umweg über den Tanzstar Eleanor Powell,
deren Soloeinlagen pures Vergnügen sind. Ein
Evergreen des amerikanischen Musicals. Star
ist Eleanor Powell, einstige Weltmeisterin im
Steptanz. Mit Bravour schafft sie nicht nur den
erträumten Aufstieg zum Superstar, auch der
Brautschleier ist zum guten Ende gesichert.
Kommunales Filmprogramm
Fr, 20.04., 17:30 Uhr
Sa, 28.04., 22:15 Uhr
FILMSTADT WIESBADEN
UNTER VULKANEN - SIZILIEN, DIE INSEL
DER EXZENTRIKER
SEHEN UND ERFAHREN. SEE
CONFERENCE # 2
MATCH POINT – special feature
D 2003, 60 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Sebastian Krüger
Buch: Sebastian Krüger
Kamera: Harald Schmuck
Jack ist ein herrenloser Hund, eine Straßenmischung, ein Einzelgänger mit besonderen Eigenschaften. Er ist ein Vulkan. Wie die sizilianischen Exzentriker. Jack führt uns durch den
Dokumentarfilm von Sebastian Krüger zu ihnen
und zeigt uns die Seele Siziliens. Diese Exzentriker sind Menschen, die mit einer geistigen und
ethischen Tiefe ihr eigenes Leben erfinden und
allein und unabhängig gestalten. Sie können
Berge versetzen, um ihre Ziele zu erreichen,
wenn nötig, auch Abseits der gesellschaftlichen
Konventionen. Sizilien ist ihr Nährboden, der
einzige, auf dem sie existieren können.
Die Mittelmeerinsel musste über die Jahrhunderte und Jahrtausende viele verschiedene
Fremdherrschaften erdulden und sich den unterschiedlichen Kulturen und Zivilisationen immer wieder anpassen. Das hat Spuren hinterlassen, wie die Karfreitagsprozession in Trapani
eindrucksvoll demonstriert. Neben der Figur
des Hundes als Metapher bilden diese Todesfeierlichkeiten einen zweiten Leitfaden durch
den Film. Die sizilianische Gesellschaft ist vom
Todeskult durchdrungen. Die Beschäftigung mit
dem Tod diene der Erziehung zur Freiheit, erzählt uns der sizilianische Schriftsteller Andrea
Camilleri. Es überrascht daher nicht, wenn sizilianische Exzentriker eine besonders starke
innere Freiheit besitzen. Camilleri zu ihren
Wurzeln: „Wahrscheinlich sind wir Sizilianer
Mischlinge. Wir wissen genau, dass ein Hund
reiner Rasse mit einem prächtigen Stammbaum
zwar schön anzuschauen ist, aber eher dumm
in seinen Reaktionen als Hund. Hingegen ist
der Straßenhund ein hochintelligenter Hund,
der sofort versteht, was er verstehen soll – und
ganz besonders die sizilianischen Hunde, zumal sie ausgeprägte Mischlinge sind“. Nicht
ohne Grund spielt daher auch Jack eine wichtige Rolle im Film.
Zu Gast: Sebastian Krüger
Kulturamt und Wiesbadener Kinofestival e.V.
Fr, 20.04., 20:00 Uhr
USA/GB 2005, 123 Min., OF, FSK: ab 6
Regie: Woody Allen
Mit Scarlett Johansson, Jonathan Rhys-Meyers,
Emily Mortimer, Brian Cox
Unsere Welt wird zunehmend komplexer und
multidimensionaler – und mit ihr die Kommunikation. Unter dem Motto „Visualisierung von
Informationen“ widmet sich die see conference
#2 der Frage, welche Ansätze sich in Design,
Kunst, Multimedia, Architektur und Wirtschaft
entwickeln, um der Informationsflut zu begegnen und sie in verwertbares Wissen zu verwandeln. Sprecher wie die New Yorker Architektin
Alisa Andrasek, der Interaction Designer Marcos Weskamp aus Tokio oder der Regisseur
und TV Designer Matthias Zentner präsentieren
die neuesten Ansätze aus ihrer Branche. Mehr
Infos zu Programm, Rednern und Kartenvorverkauf auf der Konferenzwebseite. See for
yourself: www.see-conference.org.
See conference #2: Sa, 21.04., 10-19.30 Uhr
(Kartenverkauf nur auf der Website
www.see-conference.org)
MATCH POINT special feature. Für die Konferenzteilnehmer, aber auch alle abendlichen Kinoliebhaber, bieten wir passend zu unserem
Event einen cinematographischen Leckerbissen
an. MATCH POINT von Woody Allen ist einer
der subtilsten Filme der neueren Filmgeschichte. Gemäß dem Motto „Visualisierung von Informationen“ zeigen wir eine Vorstellung der
ganz anderen Art. Eine parallel ablaufende Metaebene offenbart, wie viele Informationen und
Interpretationen der Film birgt. Der Sound und
die Kameraeinstellungen, die Personen und
ihre Beziehungsgeflechte, Motive wie Tennis,
Geld, Alkohol oder Glück, werden auf unterschiedlichen Ebenen miteinander „gematcht“
und der Film mit neuen Informationen angereichert und visualisiert.
MATCH POINT (special feature): Sa, 21.04.,
Filmbeginn: 21 Uhr (Kartenverkauf nur an
der Abendkasse)
MATCH POINT (special feature) läuft
außerdem am So, 22.04., 17:30 Uhr
Kulturamt und Scholz & Volkmer
BUCHSEITEN - BUCHZEITEN
HOLLYWOOD - BOLLYWOOD
BRINKMANNS ZORN
DIE DREIGROSCHENOPER
D 2006, 105 Min., FSK: ab 12
Regie: Harald Bergmann
Kamera. Elfi Mikesch
Mit: Eckhard Rhode, Alexandra Finder, Martin Kurz,
Rainer Sellien
Deutschland 1931, 110 Min., FSK: ab 16
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Buch: Leo Lania, Béla Balázs, Ladislaus Vajda,
nach dem Bühnenstück von Bertolt Brecht
Kamera: Fritz Arno Wagner
Musik: Kurt Weill, Theo Mackeben
Mit Rudolf Forster, Carola Neher, Reinhold
Schünzel, Fritz Rasp, Valeska Gert, Ernst
Busch
BRINKMANNS ZORN porträtiert einen Dichter, der
alles auf einmal begehrt – Liebe, Tod, Pop, Hass,
Kunst. Bedingungslos gleichzeitig und mit gnadenloser sprachlicher Wucht hat die Literaturikone Rolf
Dieter Brinkmann auf jedes Alltagsdetail eingedroschen. Der Film begleitet ihn auf seinen medialen
Streif- und sprachlichen Raubzügen durch die
hassgeliebte Kölner Innenstadt. Auf der Grundlage
der Original-Tonband- und Super-8-Aufnahmen
Brinkmanns hat Harald Bergmann seinen Spielfilm
mit faszinierender Perfektion inszeniert. Während
sich Brinkmanns grenzenlos-wütende und aufschäumend-leidenschaftliche Stimme über den Zuschauer herein Bahn bricht, folgt man den synchron
agierenden Schauspielern durch die in schöner
bundesrepublikanischer Wohlstandsgemütlichkeit
eingerichtete Großstadt. Bei Brinkmanns Stadtbeschimpfung müssen sich nicht nur Himmel und Vögel, sondern auch Gebäude und Straßen den Beschwerden des Dichters stellen. In furiosen Wortkaskaden und lustvoller Verweigerung berauscht
sich der wütende Flaneur Brinkmann am Alltagshass. Dabei erzählt der Film aber auch die Geschichte einer fatalen Liebe – einer Liebe zur Sprache, die nicht mehr vertrauenswürdig ist und der
Liebe zu seinem Sohn, dessen Sprachbehinderung
ihn scheinbar unrettbar fern von seinem Vater entrückt hat.
Harald Bergmanns Film »Brinkmanns Zorn« porträtiert einen Dichter auf eben jene kühne Weise, wie
Brinkmann selbst verschiedenste Medien und filmische Stilmittel für die Darstellung seiner modernen
Wirklichkeit benutzte. Dokumentarfilm und Dichterbiographie verschmelzen und werden zu einer an
Authentizität und Faszination kaum zu überbietenden Literaturverfilmung.
Neue Visionen
Zu Gast (nur am 22.04.):
Harald Bergmann (Regie), Alexandra Finder
(Darstellerin)
Kommunales Filmprogramm
So, 22.04., 20:00 Uhr
Sa, 28.04., 20:00 Uhr
So, 29.04., 20:00 Uhr
Ähnlich wie bei Literaturverfilmungen gibt es bei
Musikfilmen, die auf einer Vorlage basieren,
gelegentlich Streit mit dem Autoren des ursprünglichen Werks: auch Bertolt Brecht wollte
(vergeblich) die Aufführung der Verfilmung seiner Gangsterballade von Mackie Messer verhindern, weil der Stil und die Handlungsänderungen ihm nicht gefielen – dabei schuf G. W.
Pabst eine durchaus gelungene Adaption mit
spezifisch filmischen Vorzügen und einer erstklassigen Besetzung. Und natürlich den großartigen Brecht/Weill-Songs „Die Ballade von Mackie Messer“, „Kanonen-Song“, „Ballade vom
traurigen Leben“ und so vielen andern unvergesslichen Melodien und Texten mehr...
DIF
Mo, 23.04., 17:30 Uhr
KIM KI-DUK
100. GEBURTSTAG FRED ZINNEMANN
SEOM - THE ISLE
(SEOM)
ZWÖLF UHR MITTAGS
(HIGH NOON)
Südkorea 2000, 86 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Kim Ki-duk
Buch: Kim Ki-duk
Kamera: Seo-shik Hwang
Musik: Sang-yun Jeon
Mit Suh Jung, Yoosuk Kim, Sung-hee Park, Jae
Hyun Cho, Hang-seon Jang
USA 1952, 85 Min., deutsche Fassung, FSK:
ab 12
Regie: Fred Zinnemann
Buch: Carl Foreman
Kamera: Floyd Crosby
Musik: George Duning
Mit Gary Cooper, Grace Kelly, Thomas Mitchell,
Lloyd Bridges
Auch im Sommersemester begleiten wir wieder
Seminare der Filmwissenschaften in Mainz mit
Filmen, unter anderem ein Seminar über den
koreanischen Ausnahmeregisseur Kim Ki-duk,
der mit einer sehr eigenen poetischen Bildsprache, oft durchsetzt von überraschenden Gewaltausbrüchen, und mit zumeist minimalen
Dialogen zu einem der bedeutendsten Filmemachern der Gegenwart wurde. SEOM war
sein erster großer internationaler Erfolg: Wie
Seerosenblüten liegen die Wohnflöße der Angler verstreut auf dem See. Ein Mädchen, das
nicht spricht, versorgt die Bewohner der Flöße
und ist ihre einzige Verbindung zum Land –
Liebespaare, die Einsamkeit suchen, Städter
auf der Suche nach Ruhe, aber auch Gesetzesbrecher auf der Flucht. Zwischen einem von
der Polizei Gesuchten und dem Mädchen entwickelt sich eine zarte Beziehung, die für beide
schmerzliche Erfahrungen bedeutet. Vor wenigen Szenen, die weniger durch das drastisch
gezeigte als durch die davon angestoßene Vorstellungskraft schockieren, sei gewarnt; der poetisch fotografierte Film, der seine Geschichte
und die Leiden seiner Protagonisten mit viel
Gespür für Ironie und fast ohne Worte zu vermittelt, sei wärmstens empfohlen. Großes Kino
– Tolle Bilder.
DIF
Mo, 23.04., 20:00 Uhr
Am 29. April 1907 wurde Fred Zinnemann in
Wien geboren. Als Filmregisseur arbeitete er
allerdings ausschließlich in Hollywood. Seine
Filme zeigen Menschen in Bewährungsproben,
die den wahren Charakter zu Tage bringen. 19
Kurz- und 21 Langfilmen schuf er zwischen
1938 und 1982, nicht sehr viele Filme, aber
sehr viele bedeutende Filme. Vor 10 Jahren
verstarb er. Wir zeigen seinen berühmten Western mit Gary Cooper in einer seiner wichtigsten
Rollen:
1870, Hadleyville: Die Sonne steht schon hoch
am Himmel, als der Stationsvorsteher die alarmierende Nachricht überbringt, dass der Mörder Frank Miller, den der Sheriff vor fünf Jahren
hinter Schloss und Riegel gebracht hat, begnadigt wurde und mit dem Mittagszug ankommt drei Komplizen sind bereits in der Stadt. Zunächst will der Sheriff vor der Rache fliehen,
dann entscheidet er sich doch, der Stadt ein
letztes Mal zu helfen, obwohl seine junge Frau
Amy (Grace Kelly) ihn gebeten hat, den gefährlichen Job aufzugeben.
Ein außerordentlicher Film, Filmlänge und
Handlungsdauer sind identisch. Die Spannung
wird kontinuierlich gesteigert, der Rhythmus
des Films ist wohldurchdacht und nimmt den
Zuschauer unweigerlich gefangen, die Musik ist
perfekt eingesetzt.
DIF
Di, 24.04., 17:30 Uhr
ÜBER DEN SCHRECKEN LACHEN
WIESBADENER ERSTAUFFÜHRUNG
DER GROSSE DIKTATOR
(THE GREAT DICTATOR)
SEMIRAMIS - KÖNIGIN VON BABYLON
Filmische Dokumentation zur Erarbeitung und
Erprobung des gleichnamigen TheaterKunstProjekts in der Wartburg Wiesbaden
USA 1940, 126 Min., FSK: ab 12
Regie: Charles Chaplin
Buch: Charles Chaplin
Kamera: Karl Struss, Roland H. Totheroh
Musik: Charles Chaplin
Mit Charles Chaplin, Paulette Goddard, Jack
Oakie, Reginald Gardiner, Billy Gilbert
Der Diktator Hynkel wird nach dem Einmarsch
seiner Truppen in das Land Austerlich per Zufall mit seinem Doppelgänger, einem jüdischen
Barbier, verwechselt. Der verstörte kleine Mann
wagt es, statt der vom Regenten erwarteten
Staatsrede einen flammenden Appell für
Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Frieden zu
halten. Während junge Amerikaner eingezogen
wurden, tat Chaplin das, was er am besten
konnte, um sein Land zu unterstützen: Einen
Film drehen. Obwohl Chaplin geschworen hatte, niemals einen Tonfilm, zu drehen, wurde
sein erster Dialog-Film einer seiner größten
Erfolge. Wie für einen Chaplin-Film üblich, so
strotzt auch dieser Film nur so vor Slapstick
und urkomischen Einfällen, doch vergisst er bei
aller Komik nie sein Anliegen.
D 2007, 40 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Olaf Herrmann
Regie (Theaterproduktion): Priska Janssens
Kamera & Schnitt: Olaf Herrmann
Mit: ca. 80 Wiesbadener Bürgern
Über ein halbes Jahr lang hat der Filmemacher
Olaf Herrmann die Regisseurin Priska Janssens und die über 80 beteiligten Bürger aus
Wiesbaden und Mainz bei der Produktion mit
der Kamera begleitet. Aus dem 3000 Jahre alten Stoff der Semiramissage wurde ein lebendiges, hochaktuelles Bühnenstück, durchwirkt
mit der Lebenserfahrung, den Gedanken und
Träumen der Mitwirkenden. Mit großem Erfolg
fanden die Aufführungen im Herbst 2006 in der
Wartburg statt. Der gesamte Probenprozess bis
hin zur Premiere wird von Olaf Herrmann engagiert und lebensnah dokumentiert.
Außerdem an diesem Abend:
FENSTER ZUR NACHBARSCHAFT
Kurzfilm von Olaf Herrmann
DIF
Di, 24.04., 20:00 Uhr
MUTTER SOHN
Videoinstallation von Cornelia Rößler
Zu Gast: Olaf Herrmann (Regie), Priska
Janssens (Leitung Theater Kunst Projekt),
Cornelia Rößler und zahlreiche Mitwirkende
Hessisches Staatstheater Wiesbaden und
Kulturamt
Mi, 25.04., 18:00 Uhr
EXGROUND: FILM DES MONATS
CINE VENEZOLANO
AMERICAN HARDCORE
UNA VIDA Y DOS MANDADOS
(EIN LEBEN UND ZWEI AUFTRÄGE)
USA 2006, 100 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Paul Rachman
Mit: Bad Brains, Bad Religion, Scream
Obwohl ihr zur damaligen Zeit wenig Beachtung
geschenkt wurde, hatte die Hardcore-PunkSzene der frühen 80er Jahre enormen Einfluss
auf die Rockmusik und die daraus entstandene
Pop-Kultur. Bands wie „Nirvana“, die „Beastie
Boys“ oder aber die „Red Hot Chili Peppers“
hätte es nie gegeben, wenn nicht HardcorePioniere wie „Black Flag“, die „Bad Brains“ und
„Minor Threat“ das Fundament gelegt hätten.
Hardcore war mehr als ein Musikstil: es war
eine gesellschaftliche Bewegung die von jugendlichen Außenseitern der Reagan Ära geschaffen wurde. Die Kids der HardcoreMusikszene schufen ihre eigene kleine Gesellschaft - einige fanden durch sie ihre Stimme,
andere in der rauhen Musik einen Ausweg aus
der Realität. Und während manche die Welt
verbessern wollten, waren andere einfach nur
wütend und machten in der Bewegung des
American Hardcore ihrem Ärger einfach Luft.
AMERICAN HARDCORE verfolgt die Spuren
dieser verlorenen Subkultur, von ihren Wurzeln
in den 80er Jahren bis zu ihrem Aussterben im
Jahre 1986. Verleihinfo
Wiesbadener Kinofestival e.V. und
Kulturzentrum Schlachthof
Mi, 25.04., 20:00 Uhr
Venezuela 1996, 100 Min., span. OF, FSK:
ungeprüft
Regie: Alberto Arvelo
Es sind Jahre vergangen, seit der in Caracas
arbeitende Architekt Romer seine Mutter, die in
den Anden lebt, besucht hat. Zu seinem 50.
Geburtstag findet er ein altes Familienfoto in
der Post, das ihn zunächst gedanklich an seinen Geburtsort und seine Vergangenheit zurückkehren lässt. Rückblenden erzählen von
den Wendepunkten in seinem Leben, seit er die
Anden verlassen hat. Dann aber macht sich
Romer wirklich auf den Weg...
Generalkonsulat der Bolivarischen Republik
Venezuela und Kulturamt
Do, 26.04., 17:30 Uhr
ALLE WELT KINO
DIE GESCHICHTE EINES UNGEZOGENEN
MÄDCHENS
Indien 2002, 90 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Buddhadeb Dasgupta
Rajani ist eine Prostituierte. Zusammen mit ihrer Tochter Lati lebt sie in einem Bordell in der
kleinen Stadt Gospaira. Lati soll es in ihrem
Leben künftig besser haben. Deshalb ist der
Mutter schnell klar, dass sie einen anständigen
Bräutigam braucht. Er darf zwar ruhig etwas
älter sein, denn in erster Linie muss er die wirtschaftliche Sicherheit des jungen Mädchens
garantieren. Rajani sieht in dem alten Kinobesitzer Natabar Paladhi einen viel versprechenden Kandidaten. Er sieht sich zwar mit Vorliebe
Vergewaltigungsszenen an, doch Geld scheint
er genug zu haben. Lati hat sich ihre Zukunft
jedoch anders vorgestellt. Eigentlich hat sie
bereits einen Freund und am liebsten würde sie
erst mal ihre Ausbildung fortsetzen. Während
drei andere Prostituierte, die ebenfalls von der
Freiheit träumen, ihrem aussichtslosen Schicksal ausgeliefert bleiben, gelingt Lati dank der
Hilfe des Lehrers Nagen die Ausreise nach Kalkutta. Dort hofft sie endlich ihren Zukunftsplänen nachgehen zu können.
Nueva Nicaragua e.V. mit Unterstützung der
Ev. und Kath. Erwachsenenbildung
Do, 26.04., 20:00 Uhr
MURNAU-KURZFILMPREIS 2007
Die Wiesbadener Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
wird am 27.04.2007 zum 13. Mal ihren renommierten Kurzfilmpreis für herausragende Kurzfilme mit
besonderer Kinoeignung verleihen.
Unter zahlreich eingereichten Kurzfilmproduktionen
hat die Jury neun spannende, unterhaltsame und
nachdenkliche Kurzfilme ausgewählt, die im Rahmen der Preisverleihung dem Publikum präsentiert
und ausgezeichnet werden.
Die Vorführung und Auszeichnung der neun Preisträgerfilme findet in bewährter Zusammenarbeit mit
dem Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden
und durch Unterstützung zahlreicher Sponsoren
statt.
Gleichzeitig wird wiederum der mit EURO 3.000,-dotierte DKF-Multimedia Regie-Förderpreis an einen Regisseur der neun Preisträgerfilme verliehen:
DER AUFREISSER
Kurzspielfilm / Prod.: Steffen Weinert, Berlin + H2
Medienproduktion (Holger Haase), Velbert
KEIN PLATZ FÜR GEROLD
Animationsfilm / Prod.: Studio Film Bilder (Thomas
Meyer-Hermann), Stuttgart
GOOD KILL
Kurzspielfilm / Prod.: Anaconda TV GmbH, Taufkirchen
PETER LOHMEYER SEIN
Kurzspielfilm / Prod.: IMBISSFILM (Michael Stehle +
Martin Rehbock), Nürnberg
WIGALD
Kurzspielfilm / Prod.: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
OUTSOURCING
Kurzspielfilm / Prod.: MANIAC-Film (Hanna Reifgerst + Markus Dietrich), Weimar
FAIR TRADE
Kurzspielfilm / Prod.: Weltweit Film (Michael Dreher), Ostfildern
THE DATE
Kurzspielfilm / Prod.: Pellzik Pictures (Samland &
Penzel), Berlin
MY DATE FROM HELL
Animationsfilm / Prod.: Filmakademie BadenWürttemberg, Ludwigsburg
Die FilmemacherInnen werden anwesend sein.
Infos: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung,
Tel.: 0611 / 97708-22
Kartenvorbestellung: Tourist Information: Marktstraße 6, Tel.: 0611 / 1729930
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und Kulturamt
Fr, 27.04., 19:00 Uhr
EXGROUND: JUGENDFILM DES MONATS
BUCHSEITEN - BUCHZEITEN
LOVELY RITA
HUNDERT JAHRE BRECHT
Österreich/D 2001, 80 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Jessica Hausner
Mit Barbara Osika, Christoph Bauer, Peter Fiala, Wolfgang Kostal, Karina Brandlmayer
D 1997, 104 Min., FSK: ab 6
Regie: Ottokar Runze
Musik: Kurt Weill, Hanns Eisler
Mit Udo Samel, Jürgen Hentsch, Christian Redl,
Meret Becker, Hanne Hiob
Ein Film, der auf dem Filmfest in Cannes 2001
für Furore sorgte. Die 15-jährige Rita ist eine
Außenseiterin: Ihre plumpe Gestalt, ihre abweisende und manchmal freche Art machen es
den anderen nicht leicht, sie wirklich zu mögen.
Ritas Eltern gelingt es nicht, die störrische
Tochter zu bändigen – den Lehrern ebenso
wenig. Rita versucht verzweifelt, ihrer Einsamkeit zu entkommen, und freundet sich langsam
mit dem 13-jährigen Nachbarsjungen an. Aber
Rita ist zu forsch, überschätzt seine Reife und
kommt ihm zu nahe. Ihr Bemühen um Zuneigung vertreibt die Liebe, weil sie gegen Normen
verstößt, die die anderen – und vor allem die
Eltern – aufrechtzuerhalten versuchen. Rita
befreit sich auf radikale Weise und erlangt eine
Freiheit, die erschreckend ist.
Eintritt bis 20 Jahre: 2,50 €
Wiesbadener Kinofestival e. V., Kulturamt
Wiesbaden, Kultur vor Ort
Sa, 28.04., 17:30 Uhr
Dieser Film ist eine Hommage an den Dichter
Bertolt Brecht, dessen Sprachkunst, Bilderreichtum und dramatische Kraft er in Szenen
und Impressionen beschwört und lebendig
werden lässt. Der Film zeigt, wie sehr der Dichter Bertolt Brecht immer noch auch unser Zeitgenosse ist und wie aktuell das ist, was er erzählt: „Was für ein Volk, bestehend aus was für
Menschen, in welchem Zustand, mit was für
Gedanken?“ (Brecht)
Szenen aus den Theaterstücken „Baal“, „Dreigroschenoper“, „Furcht und Elend des dritten
Reiches“, Dialoge aus "Flüchtlingsgespräche“,
Lieder, Gedichte und biographische Notizen
werden zu einer vielgestaltigen Handlung verknüpft, in Vergangenheit und Gegenwart unserem kritischen Blick ausgesetzt. Der Film zeigt
den Dichter Brecht, der wie kein anderer die
Not seiner Landsleute unter der Naziherrschaft
und die Verbrechen der Unterdrücker zum Inhalt seiner künstlerischen Arbeit gemacht hat.
Hanne Hiob, Brechts älteste Tochter liest aus
Gedichten, Briefen und Tagebuchnotizen des
Vaters. Vorangetrieben von den Musiken von
Kurt Weill und Hanns Eisler führt der Film den
Zuschauer von Station zu Station und macht
seinen Kopf – statt ihn zu vernebeln – frei für
Gedanken und Einsichten. In den Szenen, Dokumenten und der Poesie dieser filmischen Collage erscheint die Vergangenheit als so gegenwärtig, dass wir uns ihr nicht länger entziehen können. Basis-Film Verleih
Kommunales Filmprogramm
So, 29.04., 17:30 Uhr
Sa, 05.05, 20:00 Uhr
So, 06.05., 17:30 Uhr
EXGROUND HALBZEIT - SUMMER OF LOVE
EXGROUND HALBZEIT - SUMMER OF LOVE
HAIR
(HAIR)
CASHBACK
(CASHBACK)
USA 1979, 121 Min., OF, FSK: ab 6
Regie: Milos Forman
Buch: Michael Weller
Kamera: Miroslav Ondricek
Musik: Galt MacDermott
Mit John Savage, Treat Williams, Beverly
D´Angelo, Annie Golden, Dorsey Wright
GB 2006, 102 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Sean Ellis
Buch: Sean Ellis
Kamera: Angus Hudson
Musik: Guy Farley
Mit Sean Biggerstaff, Emilia Fox, Shaun Evans,
Michelle Ryan
Das Motto der exground Halbzeit 2007 lautet
„Summer of Love“ – und welcher Film würde
wohl besser dazu passen als dieses FlowerPower-Kultmusical in der Verfilmung von Milos
Forman? Lange Haare, Schlaghosen, Drogen,
freie Liebe, Frieden und Freiheit waren das Erkennungszeichen der Blumenkinder der 60er
Jahre. Auch der schüchterne Farmersjunge
Claude, der sich zum Militärdienst in New York
melden möchte, ist fasziniert, als er vier Hippies
kennen lernt und mit diesen um die Häuser
zieht. Dabei trifft er auch Sheila, die zur „upper
class“ gehört, und verliebt sich in sie. Berger,
der Wortführer der Hippie-Clique, will die beiden Turteltauben zusammenbringen, indem er
sich und seine Freunde zu einer Nobel-Party,
die zu Ehren Sheilas stattfindet, einschleust,
und auf welcher er in einer glänzenden Sequenz das Neureichen-Spießertum buchstäblich vom Tisch fegt. Letztendlich geht Claude
doch zur Army, lernt den militärischen Drill und
das Töten und soll schließlich nach Vietnam
geschickt werden. Seine neuen Freunde machen sich auf den Weg zur Kaserne in Nevada,
um ihn dort herauszuholen... Die Musik ist heute noch genauso genial wie damals, also "let
the sun shine in"!
Vor zwei Jahren feierte der Kurzfilm CASHBACK von Sean Ellis weltweite Erfolge, nun hat
er daraus einen langen Spielfilm geschaffen –
eine höchst vergnügliche, pfiffige, originelle romantische Komödie, die wir Euch exklusiv im
Caligari zeigen können und nach der man das
Kino so vergnügt-beschwingt verlässt, dass die
„Tanz in den Mai“-Party ein perfekter Anschluss
daran ist: Der junge Londoner Kunststudent
Ben wird von Schlaflosigkeit geplagt. Um die
zusätzlichen Stunden des Tages totzuschlagen,
schiebt er Nachtschichten im Supermarkt um
die Ecke. Mit dortigen Nacht-Crew ist es nie
langweilig. Außerdem entdeckt Ben, dass er
mittels Vorstellungskraft die Zeit einfach anhalten kann! Von nun an widmet er sich in aller
Ruhe der kunstvollen Schönheit einer „eingefrorenen“ Welt. Das Lieblingsobjekt seiner Fantasie, die hübsche Kassiererin Sharon, könnte ihn
vielleicht sogar von seiner Schlaflosigkeit kurieren... Eine großartige romantische Komödie mit
phantastischen Elementen, die ihre Spielchen
nicht nur mit den Verliebten, sondern auch mit
Zeit und Raum treibt. Eine wunderbare Musikauswahl, sympathische Charaktere und schräge Ideen tragen das Ihre zu einem außerordentlichen Kinovergnügen bei.
DIF und Wiesbadener Kinofestival e. V.
DIF und Wiesbadener Kinofestival e. V.
Mo, 30.04., 17:30 Uhr
Mo, 30.04., 20:00 Uhr
EXGROUND HALBZEIT - SUMMER OF LOVE
TANZ IN DEN MAI
2007 verlegen wir den Sommeranfang einfach
etwas nach vorne: Angesichts der drohenden
Klimakatastrophe und gemäß dem Motto der
diesjährigen exground Halbzeit wird der SUMMER OF LOVE bereits mit dem traditionellen
Tanz in den Mai eingeläutet. Pünktlich ab 22.00
Uhr beginnen sich die Plattenteller im
Foyer der Caligari FilmBühne zu drehen:
Die wilde Mischung aus Flower-Power, Beat
sowie 60er- und 70er-Standards mit dem Besten aus den fast 40 Jahren danach wird die gewohnt tanzwütige Menge schnell ins Schwitzen
bringen.
Also dann: Auf in die Caligari FilmBühne –
mit 5 Euro ist man dabei!
Wiesbadener Kinofestival e.V.
Mo, 30.04., 22:00 Uhr
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Seele and Geist
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