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FOKUS GESUNDHEIT Was tun, wenn der Mundwinkel hängt?

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Mittwoch, 6. April 2011 | az | www.aargauerzeitung.ch
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Was tun, wenn der Mundwinkel hängt?
Kantonsspital Baden
hebt die Schwerkraft auf
Herzinfarkt/Hirnschlag: Warum rasches Handeln so wichtig ist und die Rehabilitation
bereits in der Akutklinik beginnen sollte – am Beispiel des Kantonspitals Baden (KSB) erklärt
Morgens um zwei Uhr piepst das
Mobiltelefon von Urs Hufschmid. Der
Kardiologe hat Bereitschaftsdienst
im Kantonsspital Baden. Die Meldung stammt von einem AmbulanzFahrzeug, das sich mit einem Patienten auf dem Weg ins Spital befindet.
Verdacht: akuter Herzinfarkt. Die
Rettungssanitäter haben bereits im
Fahrzeug ein Elektrokardiogramm
(EKG) angefertigt – und schicken
dieses per Mail an den Kardiologen.
Urs Hufschmid studiert die Werte,
bespricht die ersten therapeutischen
Massnahmen mit der Rettungscrew
und entscheidet, ob der Patient direkt in ein Herzkatheter-Zentrum
überführt werden muss.
«Sparmodus nur für gewisse Zeit»
«Time ist muscle» oder «Time ist
brain»: Bei einem Herz- wie auch einem Hirnschlag spielt die Zeit eine
ganz entscheidende Rolle. «Bei verdächtigen Anzeichen – etwa plötzlichen Lähmungen, Stechen in der
Brust, Sprechstörungen – sollte man
sich umgehend ins nächste Zentrumsspital begeben», sagt Jürg H.
Beer, Chefarzt Innere Medizin am
KSB. Denn: Je länger die Durchblutung von Herz oder Hirn beeinträchtigt ist, desto schwerwiegender sind
Verdächtige Anzeichen . . .
. . . für einen Hirnschlag:
Halbseitige Lähmungen von Arm/
Bein, halbseitige Gesichtslähmung
mit hängendem Mundwinkel,
Wahrnehmungs-, Seh- und Schluckstörungen, Verlust der Sprechfähigkeit, plötzlich einsetzender Schwindel, Gangunsicherheit, Doppelbilder, Blicklähmung.
. . . für einen Herzschlag:
Schmerzen/Druckgefühl im Brustkorb (länger als 5 Min.) mit Ausstrahlung in Arme/Schultern, Atemnot, Übelkeit, Schwächegefühl.
die Auswirkungen. «Zwar können
Hirnzellen auch eine gewisse Zeit
im Sparmodus überleben, doch irgendwann ist dann Ende», sagt Neurologe Peter Sandor. Was gleichermassen auch auf das Herz zutrifft.
Ruedi Graser (Name geändert) etwa kann eines Abends plötzlich nicht
mehr gut schlucken, und sein linker
Mundwinkel hängt runter. Als er
auch noch Doppelbilder sieht, fährt
ihn seine Frau direkt ins Kantonsspital Baden. Ihre Befürchtung: Hirn-
KSB
VON URSULA KÄNEL KOCHER
Als Erste in der Schweiz bietet
die KSB-Physiotherapie Therapie und Training im revolutionären «AlterG»-AntischwerkraftLaufband. Im «AlterG» wird die
von der Nasa entwickelte Differenzluftdruck-Technologie eingesetzt, mit der eine präzise
Gewichtsentlastung im Stehen,
Gehen und Laufen bis auf 20
Prozent des eigenen Körpergewichts möglich ist. Im Vergleich
zum Gehtraining im Wasser bietet das «AlterG» deutliche Vorteile: Es ist energieeffizienter
und platzsparender als ein Therapiebad, bietet Patienten und
Sportlern ein wirksames Gehund Lauftraining, das so im
Wasser nicht möglich ist. (KSB)
«Zeit ist extrem wichtig.»
Peter Sandor, Neurologe
schlag. Es folgen verschiedene neurologische Abklärungen, Blutentnahme, Computertomographie. Das so
geortete Blutgerinnsel im Hirn wird
mittels Medikamenten (Lysetherapie)
entfernt und Ruedi Graser wird in die
Überwachungsstation, später in die
akutnahe Neurorehabilitation gebracht.
«Im Zentrumsspital arbeiten die
Fachärzte aus den verschiedenen
Gebieten Hand in Hand und garantieren Schlaganfall-Patienten so eine
lückenlose Versorgung», sagt Jürg H.
Beer. Im Fall von Ruedi Graser bedeutet das, dass er nicht nur von HirnSpezialist Peter Sandor betreut wird,
sondern dass auch Kardiologe Urs
Hufschmid ein Auge auf ihn hat,
«da viele Hirnschlag-Patienten auch
herzschlaggefährdet sind», wie Hufschmid erklärt. Für die nach einem
Hirnschlag häufigen Schluckstörungen sind Gastroenterologen und Logopädinnen vor Ort, und Spezialisten
der inneren Medizin kümmern sich
um allfällige Infekte – etwa eine wegen der Schluckstörung häufig auftretende Lungenentzündung.
«Die rehabilitative und aktivierende Pflege neurologischer Patienten
erfordert eine sehr hohe Pflegekompetenz», betont Peter Sandor. Denn:
Je schneller nach einem akuten Hirnschlag verloren gegangene Fähigkeiten wieder trainiert werden, desto
Kinderwunschzentrum:
KSB Nr. 1 in der Schweiz
GEMEINSAME VISITE Prof. Dr. Jürg H. Beer, Chefarzt der Medizinischen Klinik, und Neurologe PD Dr. med. Peter Sandor besprechen mit
dem Patienten die therapeutischen Möglichkeiten.
STEFAN WEY, KSB
grösser ist die Chance, ohne bleibende Behinderung weiterleben zu können. Sandor: «Aus diesem Grund ist
Therapie für jedes Herz
Jährlich werden im Kantonspital Baden 300 bis
400 Patienten mit einem
Herzinfarkt behandelt.
Kardiologe Urs Hufschmid
erklärt, was wichtig ist.
VON URSULA KÄNEL KOCHER
Ein akuter Verschluss eines
Herzkranzgefässes führt zu einer Minderdurchblutung des
Herzmuskels. «Wenn hier
nicht schnell gehandelt wird,
erstickt dieser und stirbt ab.
Beim totalen Verschluss eines
grossen Blutgefässes muss sofort eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden»,
sagt Urs Hufschmid.
Dabei werden die meist
durch ein Blutgerinnsel verstopften Blutgefässe mit einem Ballon aufgedehnt. Um
sicherzustellen, dass sich die
betroffene Stelle nicht erneut
verschliesst, wird ein stützendes Drahtgitter, ein so genannter Stent, implantiert. Wie
Dr. Urs Hufschmid bei einer
Untersuchung. STEFAN WEY/KSB
dringend eine Herzkatheteruntersuchung ist, bestimmt
das Notfallteam in Zusammenarbeit mit dem Kardiologen
«Herz muss weiter
funktionieren.»
Urs Hufschmid,
Kardiologe am KSB
aufgrund der Ergebnisse des
EKGs sowie der Laborwerte.
«Bei Teilverschlüssen hat
man in der Regel etwas mehr
Zeit», stellt Urs Hufschmid
klar. Patienten, die über
Schmerzen auf der Brust, im
Oberbauch oder in den Armen
klagen, sollten rasch durch
einen Arzt beurteilt werden.
Dann gehe es in erster Linie
darum, den Patienten zu stabilisieren: «Das heisst, zum
Einsatz kommen Blutverdünnungsmittel, Schmerzmittel
und Medikamente für das
Herz, das ja nach wie vor weiter funktionieren muss.»
Das EKG mache deutlich,
wer umgehend einen Herzkatheter benötige und wer innerhalb von 48 Stunden. «Dieser
Eingriff macht nicht in jedem
Fall Sinn», erklärt Urs Hufschmid. «Bei Beschwerden, die
seit Tagen bestehen, stehen
erst medikamentöse Massnahmen im Vordergrund; eine allfällige Herzkatheteruntersuchung folgt später.» Koronarangiographien werden im KSB
stets in Zusammenarbeit mit
dem Kantonsspital Aarau (KSA)
durchgeführt. Zudem werden
in speziellen Fällen Patenten
ins KSA überwiesen.
der nahtlose und rasche Übergang
zwischen Akutklinik und Rehabilitation enorm wichtig.»
Bestes Resultat für das Kinderwunschzentrum im Kantonsspital Baden! Kürzlich sind die mit
Spannung erwarteten Daten
des nationalen «FIVNAT Registers» über die Ergebnisse nach
In-vitro-Fertilisation (Retortenbaby-Befruchtung)
veröffentlicht worden. Die Schwangerschaftsergebnisse nach Therapien aller 25 Zentren der
Schweiz wurden zentral ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass
die erzielten Schwangerschaftsergebnisse des Kinderwunschzentrums Baden (Leitung Prof.
M. K. Hohl, Dr. Cornelia UrechRuh, Embryologielabor Mag.
Marc van den Bergh) die höchsten der ganzen Schweiz sind.
Dies bestätigen die hohe Qualität und das gute Teamwork des
gesamten Kinderwunschteams.
(KSB)
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