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Bei uns spielt sich was ab - Immekeppeler-Strolche

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Bei uns spielt
sich was ab
Konzeption
Immekeppeler Strolche e.V.
Overath-Immekeppel
1. Vorwort..................................................................................................................... 3
2. Geschichte der Einrichtung....................................................................................... 4
3. Rahmenbedingungen ................................................................................................ 4
3.1. Träger................................................................................................................. 4
3.2. Rechtliche Grundlagen und Auftrag des Kindergartens .................................... 5
3.3. Umfeld und Einzugsbereich............................................................................... 6
3.4. Aufnahmekriterien ............................................................................................. 6
3.5. Gruppentypen und Größen................................................................................. 6
3.6. Öffnungs- und Schließzeiten ............................................................................. 6
3.7. Personal.............................................................................................................. 7
3.8. Gebäude, Räume, Ausstattung, Außengelände.................................................. 7
4. „Das spielt sich bei uns ab!“ ..................................................................................... 8
4.1. Unsere pädagogische Grundhaltung .................................................................. 8
4.2. Zielsetzungen ..................................................................................................... 9
4.3. Der situationsorientierte Ansatz....................................................................... 10
4.4. Inhaltliche Einzelfragen und Schwerpunkte .................................................... 11
4.4.1. Eingewöhnungsphase................................................................................ 11
4.4.2. Freispiel .................................................................................................... 11
4.4.3. Angebote................................................................................................... 12
4.4.4. Kinderkonferenz ....................................................................................... 12
4.4.5. Turnen....................................................................................................... 12
4.4.6. Waldtag..................................................................................................... 12
4.4.7. Feste und Feiern........................................................................................ 13
4.4.8. Hort ........................................................................................................... 13
4.4.9. Gruppenübergreifendes Arbeiten.............................................................. 14
- Singkreis ....................................................................................................... 14
- Bewegungsbaustelle ..................................................................................... 15
- „Bärenstarke Schulmäuse“ (BSSM)............................................................. 15
4.4.10. Tagesablauf aus der Sicht eines Kindes.................................................. 15
5. Zusammenarbeit mit den Eltern.............................................................................. 16
6. Unser Team............................................................................................................. 18
7. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ............................................................ 19
8. Literaturhinweise .................................................................................................... 20
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1. Vorwort
Die Elterniniative „Immekeppeler Strolche e.V.“ besteht inzwischen über 15 Jahre. Die
Eltern sind als Vereinsmitglieder zugleich Träger unserer Einrichtung. Als übergeordneter Träger fungiert der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband.
Eine wichtige Aufgabe unserer Einrichtung ist es, den Kindern eine angemessene
Sozial-, Selbst- und Sachkompetenz zu vermitteln. Die dafür notwendigen personellen
und räumlichen Voraussetzungen sind vorhanden.
Was spielt sich eigentlich bei den Strolchen ab?
Auf diese recht allgemeine Frage soll das vorliegende Konzept eine umfassende
Antwort geben. Es vermittelt anschaulich Informationen über die pädagogische Arbeit
und über die Einrichtung selber.
Das Konzept wurde von den pädagogischen Mitarbeiterinnen und engagierten Eltern
unseres Vereins gemeinsam erstellt und dient grundsätzlich als Leitfaden für den
Umgang mit Kindern.
Dieses Konzept ist sicherlich kein endgültiges Werk, das für alle Zeit in Stein gemeißelt
gültig ist. Es ist viel mehr eine Dokumentation der gegenwärtigen Arbeit und pädagogischen Inhalte, die sich im Laufe der Zeit verändern werden und müssen. Nur durch das
immer wiederkehrende Reflektieren der pädagogischen Arbeit und das Überprüfen von
Inhalten und Zielen ist eine Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung gewährleistet.
Wir hoffen, dass Sie viel Freude am Lesen haben und unser Dank gilt insbesondere den
Autoren unseres Konzeptes.
Michael Schöttler
1. Vorsitzender
Immekeppel, im Januar 2003
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2. Geschichte der Einrichtung
Die Elterniniative „Immekeppeler Strolche e.V.“ wurde im März 1987 von Eltern
gegründet, die zu dieser Zeit in der Gemeinde Overath keine Aussicht auf einen
Kindergartenplatz hatten.
Am 1.September 1987 wurde ein Altbau in der Lindlarer Straße 125 angemietet und für
die Eltern begannen recht aufwendige Renovierungsarbeiten. Die Kindertagesstätte
(Kita) startete am 1. Dezember 1987 mit einer Kindergartengruppe von 20 Kindern mit
Übermittagbetreuung – für die Kinder wurde von Anfang an in der Kita gekocht.
In relativ kurzer Zeit hatten die Eltern in einem längst renovierungsbedürftigen Altbau
eine wohnliche Atmosphäre geschaffen. In der Nachbarschaft machte man sich derweil
Gedanken, was sich in dem Haus wohl abspiele. Manche meinten, es sei eine
Wohngemeinschaft, wo alles drunter und drüber gehen müsse, andere waren besser
informiert: „Das ist ein Frauenhaus!“ Dass dort ein ganz normaler Kindergartenbetrieb
lief, war wohl nicht vorstellbar. Seit Monaten gingen dort junge Leute in
Arbeitskleidung ein und aus, nun wurden regelmäßig Kinder gebracht und abgeholt;
was ging in diesem Haus wohl vor? Im Laufe der Zeit nahm die damalige Leiterin
Kontakt mit den Nachbarn auf. Die Erleichterung und die Freude, dass alles mit rechten
Dingen zuging, war allen anzumerken. Die Welt in Immekeppel war wieder in
Ordnung!
1990 kamen die ersten Kinder ins Schulalter, worauf sich die Gruppenstruktur in eine
altersgemischte Form – mit Schulkindern – veränderte. Die Veränderung der Gruppe, in
erster Linie aber die hohe Zahl der Anmeldungen, zwangen den Verein zu
Erweiterungsgedanken. Zunächst versuchte man aufgrund der räumlichen Not die
Hortgruppe auszugliedern, entschloss sich aber dann einen Bauantrag für den Neubau
einer zweigruppigen Kindertagesstätte zu stellen. Baubeginn war der Sommer 1993 an
der Lindlarer Straße 16. Am 1. August 1994 zogen die Immekeppeler Strolche in ihr
neues Domizil.
3. Rahmenbedingungen
3.1. Träger
Der Träger unserer Einrichtung ist die „Elterninitiative Immekeppeler Strolche e.V.“.
Elterninitiative bedeutet: Die Eltern sind als Vereinsmitglieder zugleich Träger der
Einrichtung. Mindestens einmal im Jahr wird eine Mitgliederversammlung einberufen.
Die Vereinsmitglieder können Ziele, Inhalte und Entwicklungen mitbestimmen. Der
Vorstand der Kita besteht aus fünf engagierten Elternteilen, dem/der 1. und
2. Vorsitzenden, dem/der 1. und 2. Kassierer/in und dem/der Schriftführer/in. Sie
arbeiten eng und produktiv mit der Leitung, dem Team und den Eltern zusammen. Der
Vorstand wird alle 2 Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt.
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3.2. Rechtliche Grundlagen und Auftrag des Kindergartens
Den rechtlichen Rahmen für unsere Arbeit bildet das Kinder- und Jugendhilfegesetz
(KJHG) im Sozialgesetzbuch sowie das Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder des
Landes Nordrhein-Westfalen (GTK), die den Einrichtungen neben dem Betreuungsauftrag einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag erteilen.
Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) Kinder- und Jugendhilfe
§ 22 Grundsätze der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen
(1) In Kindergärten, Horten und anderen Einrichtungen, in denen sich Kinder für einen Teil des Tages
oder ganztags aufhalten (Tageseinrichtungen), soll die Entwicklung des Kindes zu einer
eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit gefördert werden.
(2) Die Aufgabe umfasst Betreuung, Bildung und Erziehung des Kindes. Das Leistungsangebot soll sich
pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren.
(3) Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben sollen die in den Einrichtungen tätigen Fachkräfte und
anderen Mitarbeiter mit den Erziehungsberechtigten zum Wohl der Kinder zusammenarbeiten. Die
Erziehungsberechtigten sind an der Entscheidung in wesentlichen Angelegenheiten der
Tageseinrichtung zu beteiligen.
Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder (GTK)
§2 Auftrag des Kindergartens
(1) Der Kindergarten ist eine sozialpädagogische Einrichtung und hat neben der Betreuungsaufgabe
einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag als Elementarbereich des Bildungssystems.
Die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und die Beratung und die Information der
Erziehungsberechtigten sind von wesentlicher Bedeutung; der Kindergarten ergänzt und unterstützt
dadurch die Erziehung des Kindes in der Familie.
(2) Der Kindergarten hat seinen Erziehungs- und Bildungsauftrag im ständigen Kontakt mit der Familie
und anderen Erziehungsberechtigten durchzuführen und insbesondere
1. die Lebenssituation jedes Kindes zu berücksichtigen,
2. dem Kind zur größtmöglichen Selbstständigkeit und Eigenaktivität zu verhelfen, seine Lernfreude
anzuregen und zu verstärken,
3. dem Kind zu ermöglichen, seine emotionalen Kräfte aufzubauen,
4. die schöpferischen Kräfte des Kindes unter Berücksichtigung seiner individuellen Neigungen und
Begabungen zu fördern,
5. dem Kind Grundwissen über seinen Körper zu vermitteln und seine körperliche Entwicklung zu
fördern,
6. die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten und der Interessen des Kindes zu unterstützen und ihm dabei
durch ein breites Angebot von Erfahrungsmöglichkeiten elementare Kenntnisse von der Umwelt zu
vermitteln.
(3) Der Kindergarten hat dabei die Aufgabe, das Kind unterschiedliche soziale Verhaltensweisen,
Situationen und Probleme bewusst erleben zu lassen und jedem einzelnen Kind die Möglichkeiten zu
geben, seine eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren, wobei ein partnerschaftliches,
gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander, insbesondere auch der Geschlechter untereinander,
erlernt werden soll. Die Integration behinderter Kinder soll besonders gefördert werden. Behinderte
und nichtbehinderte Kinder sollen positive Wirkungsmöglichkeiten und Aufgaben innerhalb des
Zusammenlebens erkennen und altersgemäße demokratische Verhaltensweisen einüben können.
Auch gegenüber anderen Kulturen und Weltanschauungen soll Verständnis entwickelt und Toleranz
gefördert werden.
§ 3 Auftrag des Hortes
(1) Der Hort ist eine sozialpädagogische Einrichtung mit einem eigenständigen Erziehungs- und
Bildungsauftrag. Als Lebensraum für Kinder soll er in altersangemessener Weise sowohl die
wachsende Selbständigkeit der Kinder unterstützen als auch die notwendige Orientierung und
Bindung ermöglichen. Er hat die sozialen und emotionalen Bedürfnisse der Kinder, die
Freizeitinteressen sowie die Erfordernisse, die sich aus der Schulsituation der Kinder ergeben, zu
berücksichtigen. Bei seiner Arbeit hat der Hort eng mit den Schulen zusammenzuwirken. §2 Abs. 3
gilt entsprechend.
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§ 4 Auftrag der Altersgemischten Gruppen
Altersgemischte Gruppen sind sozialpädagogische Erziehungs-, Bildungs-, und Betreuungsangebote, die
durch Altersmischung ein familienähnliches Zusammenleben der Kinder ermöglichen, das sich in
besonderer Weise an den altersgemäßen emotionalen, sozialen und pflegerischen Bedürfnissen der Kinder
orientiert. In diesem Rahmen ist auch die geistige Entwicklung und damit insbesondere die sprachliche
und nichtsprachliche Verständigung der Kinder zu unterstützen. Allen Kindern sind altersgemäße
Anregungen zu bieten. § 2 Abs. 3 gilt entsprechend.
3.3. Umfeld und Einzugsbereich
Unsere Kita liegt verkehrsgünstig, aber trotzdem ländlich und ruhig am Rande von
Immekeppel. Sie grenzt an die Sülz und befindet sich am Waldrand mit seinen vielen
Erkundungsmöglichkeiten. Die Grundschule und auch Geschäfte sind von unserer
Einrichtung aus bequem zu Fuß zu erreichen.
Vorwiegend besuchen Kinder aus dem Einzugsbereich Immekeppel unsere Einrichtung.
Wenn darüber hinaus noch Plätze frei sind, nehmen wir auch Kinder aus den
umliegenden Orten (Schmitzhöhe, Hohkeppel, Untereschbach usw.) auf.
3.4. Aufnahmekriterien
Die Aufnahmekriterien werden regelmäßig vom Rat der Einrichtung (s. Pkt. 5)
überarbeitet und den strukturellen Bedingungen angepasst. Sie hängen für alle
Interessierten zur Einsicht im Foyer unserer Einrichtung aus.
3.5. Gruppentypen und Größen
Unsere Einrichtung verfügt über zwei Gruppen. Die Bärengruppe wird von 20 Kindern
im Alter von 3-6 Jahren besucht, die zwischen zwei Betreuungsformen wählen können:
die Kindergartenkinder besuchen unsere Einrichtung am Vor- und Nachmittag (ohne
Mittagsbetreuung), die Tagesstättenkinder werden durchgehend über Mittag betreut und
nehmen gemeinsam in der Gruppe ein täglich frisch zubereitetes Mittagessen ein.
Die Mäusegruppe ist eine Große Altersgemischte Gruppe und wird von 20 Kindern im
Alter von 3 Jahren bis zum Ende des Grundschulalters besucht. Zusätzlich zu den
beiden o.g. Betreuungsformen kommt in dieser Gruppe noch die Betreuung von
Schulkindern (Hort) hinzu.
3.6. Öffnungs- und Schließzeiten
Unsere Einrichtung ist montags bis donnerstags von 7.30-17.00 Uhr und freitags von
7.30-15.00 geöffnet. Die Kindergartenkinder können unsere Einrichtung von 7.3012.00/12.30 Uhr und dann wieder von 14.00-17.00 Uhr (freitags von 14.00-15.00 Uhr)
besuchen.
Die Tagestättenkinder können von 7.30 – 17.00 Uhr, freitags von 7.30 – 15.00 Uhr
kommen.
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Für unsere Hortkinder gelten dieselben Öffnungszeiten wie für die Tagesstättenkinder,
auch während der Schulferien. Nach dem Mittagessen gibt es für alle Kinder bis 14.00
Uhr eine Ruhephase, in der sie nicht abgeholt werden sollten.
Zwischen Weihnachten und Neujahr, sowie 2-3 Wochen in den Sommerferien ist unsere
Einrichtung geschlossen.
Weitere Schließungen werden mit dem Träger abgesprochen und rechtzeitig bekannt
gegeben. Sollten Probleme in der Betreuung einzelner Kinder während unserer
Schließzeiten entstehen, bemühen wir uns, einen Vertretungskindergarten zu finden.
3.7. Personal
Für beide Gruppen stehen sechs pädagogische Fachkräfte ständig zur Verfügung: die
Leiterin, zwei Gruppenleiterinnen, eine 2. Pädagogische Fachkraft, eine
Ergänzungskraft (alle in Vollzeit) sowie eine zusätzlich angeordnete Ergänzungskraft in
halber Stelle.
Unsere Leiterin ist von der Gruppenarbeit freigestellt. Das bedeutet, sie hat Zeit für die
Organisation und Führung des Teams, für die Belange der Eltern und für die Vertretung
und Unterstützung in den Gruppen.
Desweiteren sind bei uns eine Köchin und zwei Reinigungskräfte sowie wechselnde
Praktikanten/innen (Vor-, Schul- und Anerkennungspraktikanten/innen) beschäftigt.
3.8. Gebäude, Räume, Ausstattung, Außengelände
Das Gebäude (Neubau 1994) strahlt durch seine großen und hellen Räumlichkeiten eine
freundliche Atmosphäre aus. Alle Räume sind auf die Bedürfnisse der Kinder
zugeschnitten.
In den beiden gut ausgestatteten Gruppenräumen mit jeweils einem Nebenraum haben
die Kinder verschiedenste Möglichkeiten beim Malen, Bauen, Konstruieren, Basteln
usw. kreativ zu sein, Gesellschaftsspiele zu spielen oder sich zurückzuziehen, sich
Bücher anzuschauen, Rollenspiele zu spielen o.ä.. Außerdem verfügt jeder Gruppenraum über eine Küchenzeile, angrenzende Waschräume (Kindertoiletten) sowie einen
Ausgang zum Außengelände.
Die große Eingangshalle wird als zusätzlicher Spiel- und Beschäftigungsraum in das
tägliche Freispiel der Kinder miteinbezogen und wird für Feste und Feiern genutzt. Hier
befinden sich die Garderoben und unsere gemütliche Elternecke.
In unserer Bewegungshalle mit direkt angrenzendem Material- und Geräteraum kann
jedes Kind seine eigenen Grenzen und Möglichkeiten kennen lernen und an einer
Auswahl verschiedener Großgeräte wie z.B. Sprossenwand, Kasten, Bänke, Matten oder
auch an Kleinmaterialien wie z.B. Bälle, Tücher, Stäbe, Kegel ausprobieren und
experimentieren. Auch Alltagsmaterialien wie Bierdeckel, Zeitungen, Korken wecken
hier die Entdeckungsfreude der Kinder.
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Der Werkraum ist mit Werkbänken, einem Tisch für Tonarbeiten, einem Brennofen und
verschiedensten Werkzeugen und Materialien bestens ausgestattet.
Unser Mehrzweckraum steht am Nachmittag den Hortkindern zur Verfügung, um hier
in Ruhe die Hausaufgaben zu erledigen. Außerhalb dieser Zeit wird der Raum für
Angebote und Arbeiten mit Kleingruppen genutzt. Auch die Team- und
Dienstbesprechungen sowie Elterngespräche finden hier statt. Eine große Auswahl an
Musikinstrumenten z.B. Orffsche Instrumente, CDs, MCs und Gesellschaftsspiele sind
hier untergebracht.
Obwohl unsere „Bibliothek“ räumlich gesehen relativ klein ist, gibt es hier eine große
Anzahl übersichtlich angeordneter Bilder-, Sach- und Vorlesebücher zu verschiedensten
Themen sowie Fachliteratur. Dieser Raum wird für die Pause der Mitarbeiterinnen
sowie für Kleingruppengespräche genutzt.
Desweiteren befindet sich in unserer Einrichtung eine sehr gut ausgestattete Küche, in
der die Mahlzeiten täglich frisch zubereitet werden, ein Raum für Waschmaschine und
Trockner, die Personaltoilette, ein Duschraum, ein Kopier- und Materialraum, sowie das
mit Telefon, Fax und Computer ausgestattete Büro.
Die großzügige Außenanlage mit zwei Spielplätzen bietet den Kindern viele
Möglichkeiten, ihrem Bewegungsdrang und ihrer Spiel-, Erkundungs- und Experimentierfreude nachzukommen oder auch Ruhe- und Rückzugsbedürfnisse zu befriedigen.
In dem gepflasterten Bereich können die Kinder mit Rollern und Dreirädern fahren, auf
Laufdosen balancieren, mit Kreide malen usw. Auf den Wiesen befinden sich
Klettergerüste, Wackelbrücke, eine Rutsche sowie Tippis und Weidentunnel. Der große
Sandkasten und das Matschloch laden zum Buddeln, Bauen und Matschen ein. So
ermöglicht unser Außengelände vielfältige Sinneserfahrungen, fördert die motorische
Entwicklung der Kinder und bietet Anregung für freies und kreatives Spiel.
4. „Das spielt sich bei uns ab!“
4.1. Unsere pädagogische Grundhaltung
Wir Erzieherinnen verstehen uns als Begleiter und Partner der Kinder. Wir möchten den
Kindern einen Lebensraum bieten, der gekennzeichnet ist durch Wertschätzung,
gegenseitigen Respekt, Wärme und Verständnis. Wir wollen jedes Kind so annehmen,
wie es ist, mit seinen Eigenheiten, Fähigkeiten und Bedürfnissen. Das Kind soll in uns
einen Ansprechpartner finden, dem es sein Vertrauen schenkt und der ihm Geborgenheit
vermittelt. Durch eine dem Kind entsprechende vorbereitete Umgebung, möchten wir
eine Atmosphäre schaffen, in der sich das Kind wohl fühlt und Freiräume ermöglichen,
in denen es seinen Bedürfnissen gemäß spielen, sich bewegen, Erfahrungen sammeln
und seine Fähigkeiten erproben kann.
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4.2. Zielsetzungen
Das übergreifende Ziel unserer Arbeit sehen wir darin, die Kinder dazu zu befähigen,
ihre gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen möglichst kompetent und in
Verantwortung für sich und andere bewältigen zu können.
Die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die wir den Kindern vermitteln möchten, lassen sich
im Wesentlichen in drei Kategorien unterteilen:
-
Die Sozialkompetenz beinhaltet alle wichtigen Verhaltensweisen, die das Kind im
Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen entwickeln und lernen soll.
Die Selbst-Kompetenz ist die Fähigkeit, für sich selbst verantwortlich handeln zu
können.
Die Sach-Kompetenz umfasst den Erwerb von unterschiedlichstem Sachwissen und
das Erlernen differenzierter Fertigkeiten.
Kinder nehmen an Fähigkeiten und Wissen nur dann zu, wenn sie experimentieren und
ausprobieren können. „Lernen“ vollzieht sich nicht durch einseitiges Vermitteln,
sondern lebensnah durch Erleben von Zusammenhängen, durch eigenes Handeln und
„Be-greifen“. Das Kind nimmt seine Umwelt ganzheitlich wahr – mit allen Sinnen, mit
seiner ganzen Person, zu der auch Gefühle, Erwartungen, Erfahrungen und Erinnertes
gehören.
Hierauf basierend möchten wir den Kindern in unserer Kita einen Erlebnis- und
Erfahrungsraum ermöglichen, in dem es im Einzelnen folgende Kompetenzen erwerben
soll:
• Selbstbewusstsein/Selbstvertrauen
Die Kinder sollen ihre Bedürfnisse erkennen und äußern und so weit wie möglich
berücksichtigen können. Dazu gehört auch die Erfahrung, dass der eigenen Bedürfnisbefriedigung die Interessen anderer entgegenstehen können. Sie sollen eigene Fähigkeiten, Schwächen und Stärken kennen lernen, sich selber einschätzen lernen, Vertrauen
in die eigenen Fähigkeiten entwickeln, ihren Körper bewusst erleben und mit ihren
individuellen Möglichkeiten und Grenzen experimentieren. Die Kinder sollen ihre
Gefühle wahrnehmen, mitteilen und zum Ausdruck bringen können. Sie sollen eigene
Standpunkte entwickeln und lernen ihre Meinung zu vertreten. Hierzu gehört auch
„Nein-Sagen“ zu können. Sie sollen lernen für ihr eigenes Handeln einzustehen, die
Konsequenzen des eigenen Verhaltens zu erkennen und zu tragen.
• Selbständigkeit
Die Kinder sollen Fähigkeiten entwickeln, die sie unabhängiger von anderen Menschen
machen. Sie sollen in möglichst vielen Lebensbereichen eigenständig zurechtkommen,
bzw. selbst entscheiden, wann sie sich Hilfe holen.
• Sozialverhalten
Die Kinder sollen die Bedeutung und Notwendigkeit von Freundschaften und
Beziehungen kennen lernen. Sie sollen lernen, auf andere Rücksicht zu nehmen, die
Interessen anderer zu akzeptieren. Sie sollen Hilfsbereitschaft und Toleranz entwickeln,
lernen Konflikte zu lösen und Kompromisse einzugehen, lernen gegenseitige Kritik und
Anerkennung zu äußern und Verantwortung für andere zu übernehmen. Die Kinder
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sollen erfahren, dass das Zusammenleben von Menschen Regeln erfordert, die
entwickelt, azeptiert und eingehalten werden müssen, aber auch veränderbar sind.
• Wissen über die eigene Umwelt
Die Kinder sollen umfassende Sachkenntnisse über ihre Umwelt erwerben, z.B. über die
Tier- und Pflanzenwelt, den Jahreslauf, Technik, Nahrung, Gesundheit, Haushalt,
Verkehr usw. Durch Gespräche, Beobachtungen und Experimente sollen sie eigene
Erfahrungen sammeln, Bedeutungen, Eigenarten und Zusammenhänge begreifen und
ein umweltbewusstes Verhalten entwickeln.
• Kreativität
Die Kinder sollen ihre schöpferischen Fähigkeiten und ihre Phantasie entwickeln und
unterschiedliche Formen kennen lernen, sich auszudrücken und mitzuteilen, Erlebtes zu
verarbeiten und dadurch zu bewältigen. Hierzu gehört das Kennenlernen verschiedener
Materialien, z.B. Farben, Knete, Wolle, Stoffe, Naturmaterialien, Verkleidungsstücke,
sowie das Erlernen verschiedenster Techniken, z.B. Malen, Drucken, Schneiden,
Kleben, Formen, Hämmern, Sägen, Schnitzen usw.
4.3. Der situationsorientierte Ansatz
Der situationsorientierte Ansatz dient uns als Arbeitsgrundlage. Er ist keine Methode,
sondern eine Haltung, mit dem Ziel, Kinder für das Handeln in Lebenssituationen zu
qualifizieren.
Ein Kind, das zu uns in die Einrichtung kommt, hat schon eine Menge Erfahrungen,
Eindrücke, Erlebnisse und Fähigkeiten gesammelt. Man kann sich das bildlich
vorstellen als einen Rucksack (gefüllt mit diesen Dingen), den es immer bei sich trägt.
Jedes Kind bringt also seinen ganz speziellen „Rucksack“ mit, dessen Inhalt sich in
seiner jungen Persönlichkeit spiegelt.
Da wir jedes Kind da abholen wollen, wo es steht, versuchen wir durch Beobachten,
Zuschauen und Zuhören einen Einblick in seinen „Rucksack“ zu bekommen. Hier
beginnt also unsere eigentliche Arbeit. Diese besteht darin, eine vertrauensvolle
Beziehung zum Kind aufzubauen, Informationen über seine bisherige Lebenssituation
einzuholen, sowie die Ausdrucksformen (Verhalten, Sprache, Spiele, Malen, Bewegung/Motorik, Träume/Phantasie) des Kindes regelmäßig zu beobachten, Situationen
bewusst aufzunehmen und ggf. schriftlich festzuhalten. Die von uns gesammelten
Beobachtungen und Eindrücke nehmen wir als Arbeitsgrundlage und richten unsere
Arbeit danach aus. Dies ermöglicht uns eine Planung, die die Bedürfnisse des Kindes
berücksichtigt, wobei sich der Tagesablauf nicht in einen starren Zeitplan zwängen
lässt. Der Kindergartenalltag bietet bedarfsgerechte Angebote, wobei die individuelle
Entwicklung des Kindes begleitet und gefördert wird. So lernt das Kind spielerisch viele
wichtige Fähigkeiten, um seinen Alltag zu bewältigen und den „Rucksack“ weiter zu
füllen.
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4.4. Inhaltliche Einzelfragen und Schwerpunkte
4.4.1. Eingewöhnungsphase
Die Eingewöhnungsphase beginnt bei uns schon vor der eigentlichen Kindergartenzeit
mit der Einladung zu einem ersten Besuch in unserer Einrichtung, bei dem sich alle
Beteiligten – Kinder, Eltern, Erzieherinnen – gegenseitig kennen lernen und noch offene
Fragen klären können, Termine für „Schnuppertage“ und für das Aufnahmegespräch
werden vereinbart.
An „Schnuppertagen“ und in den ersten Kindergartentagen haben die Kinder die
Möglichkeit, sich langsam mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Hier gehen
wir ganz individuell mit den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder und Eltern um. So
können die Eltern z.B. bei ihrem Kind bleiben oder es für eine bestimmte Zeit allein bei
uns lassen.
4.4.2. Freispiel
Das Freispiel nimmt in unserem Tagesablauf sowohl inhaltlich als auch zeitlich gesehen
einen bedeutenden Raum ein. Im Freispiel können die Kinder ihr Spiel nach eigenen
Vorstellungen gestalten, d.h. sie entscheiden selbst,
-
was sie tun möchten, z.B. spielen, zuschauen, basteln, ausruhen, malen, ein Buch
anschauen u.a.m.,
ob sie allein, mit anderen Kindern oder mit einer Erzieherin etwas tun möchten,
mit welchem Material sie sich beschäftigen wollen,
welchen Spielort sie wählen, z.B. Gruppenraum, Nebenraum, Außengelände,
Eingangshalle, Bewegungshalle, Mehrzweckraum oder Werkraum,
wie lange sie bei ihrer ausgewählten Tätigkeit verweilen möchten.
So können die Kinder ihre Interessen erkennen und entwickeln, sie lernen
Entscheidungen und Absprachen zu treffen und sich selbst als Teil einer Gemeinschaft
mit Grenzen und Regeln zu begreifen. Häufig verarbeiten die Kinder im Spiel ihre
Erlebnisse und Erfahrungen. Während des Freispiels haben die Kinder eine gute
Möglichkeit, freundschaftliche Beziehungen untereinander aufzubauen.
Die Freispielsituation bietet uns Erzieherinnen die beste Möglichkeit, die Kinder zu
beobachten. Nur durch genaues, aufmerksames Beobachten sowohl einzelner Kinder,
einzelner Kindergruppen als auch der gesamten Gruppe sind wir in der Lage, die
Bedürfnisse, Interessen, Probleme, Entwicklungsstadien usw. der Kinder wahrzunehmen und darauf einzugehen. Außerdem stehen wir den Kindern auf Wunsch als
Spiel- und Gesprächspartnerin zur Verfügung. Unsere Aufgabe ist es auch zu erkennen,
wann unsere Beteiligung am Spiel fördernd ist, wann wir Anregungen geben sollten,
ohne die Eigeninitiative der Kinder zu hemmen, und wann wir zur Lösung von
Konflikten unsere Unterstützung anbieten sollten.
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4.4.3. Angebote
Innerhalb des Freispiels haben die Kinder die Möglichkeit, an geleiteten
Angeboten/Beschäftigungen teilzunehmen. Hier verstehen wir uns als Impulsgeber und
helfen den Kindern, sich in verschiedenen Bereichen weiter zu entwickeln sowie neue
Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlernen, u.a. den Umgang mit Schere und Stift, Faltund Maltechniken, Töpfern, Werken. Durch gezielte Angebote z.B. Vorlesen, Kreisund Singspiele, Experimente usw. werden Kindern spielerisch Grundlagen für ihr
weiteres Leben vermittelt, u.a. in den Bereichen Wahrnehmung, Sprachentwicklung,
Konzentrationsförderung usw.
4.4.4. Kinderkonferenz
Eine Kinderkonferenz findet regelmäßig einmal in der Woche in beiden Gruppen statt.
Hier bietet sich sowohl den Kindern als auch den Erzieherinnen die Möglichkeit,
aktuelle Themen, Probleme, Regeln, Veränderungen usw. zu besprechen. Wir setzen
uns mit allen Kindern im Gruppenraum im Stuhlkreis zusammen. Derjenige, der
unseren „Redeball“ in der Hand hält, hat das Wort und kann seine Ideen, Gefühle,
Beiträge äußern, während die anderen zuhören. Die Kinder haben die Möglichkeit,
ihren Alltag in der Kita mitzubestimmen: gemeinsame Regeln zu entwickeln oder zu
verändern, Wünsche zu äußern oder etwas für sie Wichtiges der Gruppe zu erzählen. Sie
lernen so, sich vor einer großen Gruppe zu äußern, den anderen zuzuhören und
abzuwarten bis sie an der Reihe sind.
4.4.5. Turnen
Beim wöchentlich in beiden Gruppen stattfindenden Turnen steht die Freude der Kinder
an Bewegung im Mittelpunkt. Eine Erzieherin geht mit ca. 12 Kindern in unsere
Bewegungshalle. Sie ist die Impulsgeberin, die die Ideen der Kinder in ihre Planung mit
aufnimmt. So entwickelt sie z.B. mit den Kindern einen Abenteuerparcours durch den
Dschungel. Hierbei kommen unterschiedlichste Geräte wie z.B. Sprossenwand, Bänke,
Matten und Materialien wie z.B. Bälle, Tücher, Stäbe, Bierdeckel, Zeitungen usw. zum
Einsatz. Auf spielerische Art werden die Kinder so in verschiedenen Bereichen
gefördert, z.B. in der Grob- und Feinmotorik, im Körperbewusstsein und in der
Persönlichkeitsentwicklung.
4.4.6. Waldtag
Unter dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung!“
gehen sowohl die Bärengruppe als auch die Mäusegruppe einmal in der Woche für
einen Vormittag in den nahe gelegenen Wald. Hier gibt es immer wieder Neues zu
entdecken und auszuprobieren, z.B.: Wie oft muss man in eine Pfütze springen, um sie
zu leeren? Schafft man es, Regen in einem Becher zu fangen? Welches Tier hat an dem
Tannenzapfen genagt? Alle Sinne werden angesprochen: Tierstimmen hören, im
Moosbett liegen, Waldluft schnuppern und mehr.
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Die Bewegungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt: Rennen und springen, wippen
und balancieren auf umgestürzten Bäumen, Hänge hochklettern und wieder
herunterrollen und mehr. Zwischen den Bäumen und mit Hilfe von Karabinern und
Seilen bauen wir uns unsere eigene Abenteuerlandschaft.
Beim Waldtag erfahren die Kinder viel Wissenswertes über den Lebensraum Wald mit
seiner Tier- und Pflanzenvielfalt; ihre Neugierde und ihr Interesse werden immer aufs
Neue geweckt. So erleben die Kinder den Wald als spannenden aber auch schützenswerten Ort, mit dem man sorgsam umgehen sollte.
4.4.7. Feste und Feiern
Im Verlauf des Kindergartenjahres feiern wir verschiedene Feste, so z.B.
Brauchtumsfeste wie St. Martin, St. Nikolaus, Adventszeit, Karneval und Ostern.
Einmal im Jahr organisieren wir mit Unterstützung der Eltern ein großes Fest, z.B. ein
Sommer- oder Herbstfest oder einen Tag der offenen Tür.
Außerdem ist jeder Geburtstag von Groß und Klein ein besonderes Ereignis und wird in
einer schönen Atmosphäre gebührend gefeiert. Zur Tradition hat sich unser jährlicher
Großelternnachmittag entwickelt, der bei Jung und Alt sehr beliebt ist.
4.4.8. Hort
Die Schulkinder unserer Großen Altersgemischten Gruppe (Mäusegruppe) kommen
gegen Mittag in die Einrichtung. Hier werden sie schon von den jüngeren Kindern und
den Erzieherinnen erwartet. Viele beginnen sofort zu erzählen, was sie erlebt haben,
Einzelne brauchen ihre Ruhe und ziehen sich in eine gemütliche Ecke zurück oder
brauchen vielleicht Trost.
Wenn die Schulkinder früh aus der Schule kommen (meist im 1. und 2. Schuljahr),
können sie bis zum Mittagessen noch gemeinsam mit den jüngeren Kindern spielen. Die
älteren „Hortis“ kommen meist von der Schule direkt an unseren gedeckten
Mittagstisch.
In der Ruhephase stehen den „Hortis“ verschiedene Möglichkeiten und Räume zur
Verfügung. So können sie sich nach einem anstrengenden Schulvormittag entscheiden
zwischen Bewegung auf dem Außengelände oder in der Bewegungshalle, Entspannung
beim Spielen, Malen, Lesen o.ä. im Gruppen- oder Mehrzweckraum.
Das Zusammenleben der verschiedenen Altersstufen in unserer Großen Altersgemischten Gruppe bietet den Kindern vielseitige Anregungen, Erfahrungen und Lernmöglichkeiten, insbesondere im emotionalem Bereich und im Sozialverhalten. So
schauen sich die jüngeren Kinder vieles von den älteren ab, die älteren Kinder helfen
den jüngeren, üben sich in Rücksichtnahme und entwickeln ihr Einfühlungsvermögen.
In einer gut vorbereiteten Umgebung und in ruhiger Atmosphäre beginnen die „Hortis“
gegen 14.00 Uhr in unserem Mehrzweckraum mit der Erledigung ihrer Hausaufgaben
(außer freitags). Hierbei werden sie von einer Erzieherin betreut. Es ist uns wichtig,
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dass die Kinder möglichst selbständig arbeiten und sich gegebenenfalls gegenseitig
unterstützen.
Sind die Hausaufgaben gemacht, nehmen die „Hortis“ eine in der Ruhephase begonnene
Beschäftigung wieder auf oder beginnen etwas Neues. Einmal in der Woche unternehmen alle „Hortis“ eine gemeinsame Aktivität, die sie nach eigenen Wünschen und
Bedürfnissen planen und gestalten. Dies kann z.B. sein: Töpfern, Backen, KreativTechniken, die besonders „in“ sind wie Window-Colour-Arbeiten, Knüpfen von
Freundschaftsbändern o.ä.. Auch Ausflüge oder Kinobesuche sind möglich, besonders
beliebt ist eine Übernachtung in unserer Einrichtung.
Selbstverständlich können die Schulkinder unsere Einrichtung bei späterem Schulbeginn auch schon vor der Schule besuchen, ebenso bei Unterrichtsausfall und in den
Schulferien. So ist die Große Altersgemischte Gruppe für die Schulkinder eine
verlässliche Anlaufstelle und ein Ort, der ihnen Sicherheit und Geborgenheit bietet.
4.4.9. Gruppenübergreifendes Arbeiten
Ein Merkmal unserer Kindergartenarbeit ist das gruppenübergreifende Arbeiten. Es ist
uns wichtig, dass die einzelnen Gruppen nicht isoliert für sich bestehen.
Gruppenübergreifendes Arbeiten heißt für uns:
-
gegenseitige Besuche der Kinder in der anderen Gruppe z.B. zum Spielen,
Frühstücken, Mittag essen,
Aktivitäten, an denen Kinder aus beiden Gruppen teilnehmen oder die
altersspezifisch für Kinder beider Gruppen angeboten werden,
Treffpunkte haben, an denen sich während des Freispiels die Kinder aus beiden
Gruppen begegnen können, z.B. Eingangshalle, Bewegungshalle,
gemeinsames Spiel auf dem Außengelände.
Dies erfordert Absprachen von Seiten der Kinder (z.B. der Erzieherin Bescheid geben,
wenn sie in die andere Gruppe gehen) aber auch von Seiten der Erzieherinnen (z.B. über
gemeinsame Aktivitäten).
Die Beibehaltung der beiden Gruppen halten wir für unerlässlich: ein fester Bezugsort
mit konstanten Bezugspersonen vermittelt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit,
also beste Voraussetzungen, dass sich die Kinder wohl fühlen. Besonders für neu
aufgenommene Kinder bildet die Gruppe eine wichtige Orientierung und Hilfe für das
Einleben. Mit zunehmender Sicherheit erobern die Kinder dann weitere Spiel- und
Erfahrungsmöglichkeiten unserer Einrichtung.
Regelmäßig stattfindende Angebote für beide Gruppen sind:
- Singkreis
Einmal in der Woche treffen sich die Kinder beider Gruppen zum gemeinsamen Singen
in unserer Bewegungshalle. Mit den unterschiedlichsten bekannten und neuen
Kinderliedern fördern wir die natürliche Freude der Kinder am Singen und am
14
Rhythmus. Spiel-, Spaß- und Bewegungslieder sowie Lieder zu bestimmten Themen
wie Jahreszeiten, Feste, Tiere, Gefühle usw. sorgen für ein abwechslungsreiches
Programm. Eltern und Geschwisterkinder sind herzlich eingeladen mitzusingen.
- Bewegungsbaustelle
Ebenso einmal in der Woche verwandelt sich unsere Bewegungshalle für einen Tag in
eine große Bewegungslandschaft, die teilweise durch Geräte vorgegeben, aber immer
veränderbar ist. Das heißt, die Kinder haben die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen,
die „Baustelle“ entsprechend umzubauen oder Vorhandenes zu erweitern. So werden
nicht nur die Bewegungsfähigkeiten der Kinder gefördert, sondern auch ihre Kreativität.
In der Phantasie der Kinder wird z.B. ein großer Kasten zu einem Schiff und Bänke
bilden die Stege, über die man auf den Dampfer gelangen kann. In der Bewegungsbaustelle können die Kinder selbstbestimmt spielen und experimentieren, oft entwickeln
sich Rollenspiele, in denen die Kinder ihre Erlebnisse und Erfahrungen nachspielen und
verarbeiten. Über gemeinsame freudige Bewegungserlebnisse entstehen neue Kontakte
unter den Kindern und kooperatives Verhalten wird gefördert.
Die Kinder entscheiden selbst, ob sie die Bewegungsbaustelle besuchen. Symbole
zeigen den Kindern an, wann die Bewegungsbaustelle geöffnet ist oder ob sie z.B. für
eine Weile wegen „Überfüllung“ geschlossen ist. Die Aufgabe der begleitenden
Erzieherin ist es, Impulse zu setzen, die Kinder zu beobachten und dafür zu sorgen, dass
alle Kinder die Möglichkeit haben, die Bewegungsbaustelle zu besuchen
.
- „Bärenstarke Schulmäuse“ (BSSM)
Die Gruppe der „bärenstarken Schulmäuse“ setzt sich gruppenübergreifend aus den
Kindern zusammen, die im letzten Jahr vor ihrer Einschulung unsere Einrichtung
besuchen. Unser Ziel ist es, den Kindern den Übergang vom Kindergarten in die
Grundschule zu erleichtern. Dabei geht es uns nicht um die Vermittlung von
abfragbarem Wissen, sondern darum, die natürliche Neugier und Lernmotivation der
Kinder zu erhalten, ihnen Ängste zu nehmen und dazu beizutragen, dass sich die Kinder
mit Mut und Freude an neue Aufgaben heranwagen.
Bei gemeinsamen Aktivitäten der BSSM sollen die Kinder lebenspraktische Erfahrungen sammeln können, ihre Selbständigkeit und Gruppenfähigkeit wird gefördert.
Alle Vorhaben werden mit den Kindern gemeinsam geplant. Durch kleine Aufgaben
übernehmen die Kinder Verantwortung für ein gutes Gelingen. Die einzelnen
Aktivitäten richten sich weitgehend nach den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder
und sind daher von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Darüber hinaus haben sich folgende
Aktionen in den letzten Jahren bewährt: Verkehrserziehung, Unterrichtsbesuch in der
Grundschule, Ausflüge in die nähere Umgebung und eine Übernachtung im
Kindergarten.
4.4.10. Tagesablauf aus der Sicht eines Kindes
Ab 7.30 Uhr kann ich in die Kindertagestätte gehen. Damit ich noch Spielpartner finde
und bei den Angeboten von Anfang an dabei sein kann, sollte ich nicht nach 9.00 Uhr
kommen.
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Heute gehe ich als Erstes mit meinem Freund frühstücken. Bis ca. 10.30 Uhr habe ich
die Möglichkeit dazu. Von meinem Platz aus kann ich gut beobachten, was die anderen
Kinder spielen und mir überlegen, was ich gleich machen möchte. Ich glaube, ich gehe
nach draußen zu einer Erzieherin und einigen anderen Kindern. In der Kinderkonferenz
haben wir besprochen, dass wir die Hochbeete neu bepflanzen wollen. Dabei möchte
ich gerne mithelfen. Als wir fertig sind, fällt mir ein, dass ich ja noch den Turm in der
Bauecke weiterbauen wollte. Während ich mit drei Kindern den Turm baue, gehen die
anderen nach draußen. Wir gehen hinterher, sobald der Turm steht. Jetzt sind beide
Gruppen auf dem Außengelände. Da kommen auch schon die ersten „Hortis“ aus der
Schule, die anderen kommen bestimmt erst zum Mittagessen. Es muss schon 12.00 Uhr
sein, mein Freund wird nämlich schon abgeholt. Wir verabreden uns für den
Nachmittag. Es ist Zeit zum Aufräumen, drinnen decken ein paar Kinder schon die
Tische. Ich hole mit einer Erzieherin das Mittagessen auf einem „Teewagen“ aus der
Küche. Nach einem Tischspruch dürfen wir „loslegen“. Nach dem Zähneputzen beginnt
die Ruhephase (13.15-14.00 Uhr), d.h. wir suchen uns etwas Ruhiges zum Spielen oder
schauen uns z.B. in der Kuschelecke ein Buch an. Manchmal finde ich es doof, dass die
„Hortis“ in dieser Zeit in die Bewegungshalle dürfen, aber ich kann es auch verstehen:
die mussten ja fast den ganzen Vormittag sitzen und sich konzentrieren und gleich
müssen sie auch noch ihre Hausaufgaben machen. Endlich ist es 14.00 Uhr und mein
Freund kommt wieder. Wir gehen mit einer Erzieherin in den Werkraum und bauen
unser Vogelhäuschen weiter. Manche Kinder werden jetzt schon abgeholt, aber der
Kindergarten hat bis 17.00 Uhr auf. Wenn meine Mama kommt, liest sie meistens den
Zettel, auf den die Erzieherin aufgeschrieben hat, was heute so bei uns los war
(Tagesrückblick). Für mich ist das ganz gut, so muss ich nicht so viel erzählen.
5. Zusammenarbeit mit den Eltern
Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen unserer Einrichtung und den Eltern zum
Wohle der Kinder ist nur möglich in einer Atmosphäre von gegenseitigem Vertrauen
und Achtung. Für die Eltern soll der Kindergartenalltag und unsere Arbeitsweise
transparent und nachvollziehbar sein. Für uns Erzieherinnen müssen die Interessen,
Wünsche und Bedürfnisse der Eltern erkennbar sein.
Sehr wichtig ist es, dass wir über aktuelle Ereignisse, die die Kinder betreffen,
informiert werden, um die Kinder in ihrem Verhalten zu verstehen und ihre
Lebenssituation berücksichtigen zu können.
Es liegt uns sehr daran, dass sich die Eltern in unserer Einrichtung persönlich
angesprochen und willkommen fühlen. Die Kontakte der Eltern untereinander fördern
wir gerne.
In einer so offenen Atmosphäre können selbst Krisen- und Konfliktsituationen leichter
überwunden werden.
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Folgende Formen der Zusammenarbeit mit Eltern haben sich in unserer Einrichtung
bewährt:
-
Beim Anmeldegespräch wird interessierten Eltern die Einrichtung gezeigt und die
Konzeption erläutert, d.h. die pädagogische Arbeit dargestellt.
-
Wenn das Kind aufgenommen worden ist, findet ein Aufnahmegespräch mit der
Erzieherin der jeweiligen Gruppe statt, um die aktuelle Lebenssituation des Kindes
und die besonderen Anliegen und Bedürfnisse der Eltern kennen zu lernen.
-
Zu Beginn des Kindergartenjahres findet ein (meist von Eltern organisierter)
Kennenlernnachmittag für Eltern und Kinder statt.
-
Um das Gruppengeschehen einmal mitzuerleben und die Kinder beobachten zu
können, bieten wir den Eltern an, einige Stunden in der Gruppe zu hospitieren. In
einem anschließenden Gespräch können die Eltern uns ihre Eindrücke mitteilen und
offene Fragen abklären.
-
Wichtig sind uns die kurzen Tür- und Angelgespräche (beim Bringen und Abholen
der Kinder) für aktuelle Fragen und Mitteilungen sowie besondere Ereignisse des
Tages.
-
Durch unseren schriftlichen Tagesrückblick, der vor jeder Gruppe ausgehängt wird,
können sich die Eltern informieren, was sich am jeweiligen Tag in der Gruppe
abgespielt hat.
-
In unserem gemütlichen Elterntreffpunkt haben Mütter und Väter bei einer Tasse
Kaffee oder Tee täglich Raum und Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen,
Austausch und Klönen. Hier liegen auch Fotoalben aus, damit sich die Eltern von
der täglichen Arbeit in unserer Einrichtung „ein Bild machen können“.
-
Auf Wunsch der Kinder finden auch Hausbesuche statt.
-
Mindestens einmal im Jahr setzen wir uns mit den Eltern zu einem ausführlichen
Elterngespräch zusammen, um uns über den Entwicklungsstand des Kindes
auszutauschen oder bestimmte Themen wie Schulreife, Konfliktsituationen,
Verhaltensauffälligkeiten o.ä. zu besprechen.
-
Meist zwei- bis dreimal im Kindergartenjahr bieten wir einen Elternabend an. Hier
geht es entweder um Einrichtungsbelange, die von allgemeinem Interesse sind, wie
z.B. die Elternratswahlen oder um Sachthemen wie z.B. spezielle pädagogische
Fragen, zu denen auch externe Referenten eingeladen werden. Themenwünsche der
Eltern werden selbstverständlich berücksichtigt.
-
Wichtige Mitteilungen oder Einladungen werden durch Elternbriefe, die in die
Postfächer der einzelnen Kinder gelegt werden oder durch Plakataushang im
Eingangsbereich bekannt gegeben.
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-
Die tatkräftige Unterstützung und praktische Mitarbeit der Eltern ist in einer
Elterninitiative unverzichtbar. Die Eltern haben die Möglichkeit zwischen
Arbeitsgruppen zu wählen und in Gremien mitzuwirken. Wir benötigen Hilfe bei
der Organisation, Vorbereitung, Gestaltung und Durchführung gemeinsamer Feste,
Feiern, Bazare, Ausflüge usw. Auch bei der Gartenarbeit und hauswirtschaftlichen
Arbeiten sowie beim Einkauf sind wir auf die Mitarbeit der Eltern angewiesen. Dies
sollte aber nicht einseitig als Pflicht im Sinne von „Arbeit“ verstanden werden,
sondern als Möglichkeit, sich mit seinen eigenen Interessen und Fähigkeiten
einzubringen, Kontakte zu anderen Eltern zu knüpfen und die Gesamtgestaltung der
Kita mitzutragen.
Der Elternrat
Alle Eltern unserer Einrichtung bilden die Elternversammlung. Zu Beginn des
Kindergartenjahres wählen die Eltern jeder Gruppe der Einrichtung ein Mitglied des
Elternrates und ein Ersatzmitglied. Der Elternrat versteht sich als Vermittler zwischen
Eltern, Team und Träger und hat die Aufgabe deren Zusammenarbeit zu fördern. Er ist
vom Vorstand über alle wesentlichen Fragen, die die Einrichtung betreffen zu
informieren. Der Elternrat hat ein Mitsprache- aber kein Mitbestimmungsrecht.
Gemeinsam mit dem pädagogischen Personal und den Trägervertretern bildet der
Elternrat den „Rat der Einrichtung“. Dieser berät die Grundsätze für die Erziehungsund Bildungsarbeit, bemüht sich um die erforderliche räumliche, sachliche und
personelle Ausstattung und hat die Aufgabe, Kriterien für die Aufnahme von Kindern in
die Einrichtung zu vereinbaren.
6. Unser Team
Um dem gesetzlichen Auftrag des Kindergartens und unserer pädagogischen
Zielsetzung gerecht zu werden, ist das Zusammenwirken aller Mitarbeiter notwendig.
Teamarbeit bedeutet für uns:
-
intensiver Austausch über Beobachtungen, Besonderheiten und Erlebnisse mit
Kindern,
das Einbringen unterschiedlicher Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen
einzelner Mitarbeiterinnen,
Arbeitsteilung in verschiedene Verantwortungsbereiche,
fachliche Auseinandersetzung mit Inhalten der Kindergartenpädagogik,
die Bereitschaft, Ärger und Konflikte sachlich zu besprechen,
den Kolleginnen Hilfe und Unterstützung anzubieten und auch selbst anzunehmen.
Durch dieses Klima des kooperativen miteinander Arbeitens möchten wir Neid und
Konkurrenzdenken ausschließen und den Kindern Orientierung geben
(Vorbildfunktion).
Einmal in der Woche setzen sich alle Mitarbeiterinnen zu einer Dienstbesprechung
zusammen. Diese liegt zeitlich außerhalb der Öffnungszeiten. Organisation, Planung,
Reflexion, Fallbesprechungen, Austausch über die pädagogische Arbeit sowie
18
gruppenübergreifende Aspekte stehen hier im Mittelpunkt. Von jeder
Dienstbesprechung wird ein Protokoll erstellt. Ebenso einmal wöchentlich findet die so
genannte Kleinteambesprechung statt, an der die Mitarbeiterinnen einer Gruppe
teilnehmen. Hier steht die Gruppenarbeit im Vordergrund.
Um auf die Dauer die Qualität unserer Arbeit zu sichern, sind Fortbildungen
unerlässlich, das sind im Einzelnen:
-
die Auseinandersetzung mit Fachliteratur und Fachzeitschriften, die in unserer
Einrichtung zur Verfügung stehen,
die Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachtagungen und Supervisionen,
der Besuch themenorientierter Veranstaltungen.
Einmal im Jahr haben wir in Absprache mit dem Träger und den Eltern die Möglichkeit,
die Einrichtung für einen Mitarbeitertag zu schließen. Hier werden Themen, die den
Rahmen einer Dienstbesprechung sprengen würden besprochen, z.B. Konzeptionsentwicklung, Teamentwicklung.
7. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Qualifizierte Kindergartenarbeit erfordert Kontakt und Austausch mit anderen
Institutionen. Eine Zusammenarbeit mit folgenden Institutionen ist für uns zum Wohle
der Kinder wichtig und sinnvoll:
- Kooperation mit benachbarten Kitas
Ein intensiver Kontakt der Kitas untereinander (z.B. in Form von Arbeitskreisen)
ermöglicht einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch sowie die Organisation und
Gestaltung gemeinsamer Aktionen auf Stadtebene.
- Kooperation mit der Grundschule
Um unseren Vorschulkindern den Übergang in die Grundschule zu erleichtern und
ihnen erste Eindrücke zu vermitteln, besuchen wir einige Monate vor der Einschulung
mit ihnen den Unterricht in der Grundschule in Immekeppel.
Hospitationen unserer Hort-Erzieherinnen in der Grundschule und Besuche der
Lehrerinnen in unserer Einrichtung ermöglichen einen konstruktiven Austausch zum
Wohle der von uns betreuten Kinder.
- Kooperation mit den Fachschulen
Gerne unterstützen wir in unserer Einrichtung die Ausbildung der Schülerinnen der
Fachschule für Sozialpädagogik, indem wir Praktikumsplätze zur Verfügung stellen.
Wichtig sind uns hier ein regelmäßiger Austausch mit den Lehrerinnen der
Fachschulen, sowie die Teilnahme an Praxisanleiterinnentreffen. So bleiben wir auf
dem neuesten Stand der Erzieherinnen-Ausbildung und erhalten Anregungen für
unseren Berufsalltag.
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- Kooperation mit Beratungs- und Frühförderstellen
Diese Institutionen sind für uns eine Anlaufstelle, wenn Situationen und Probleme die
Grenzen unserer pädagogischen Arbeit überschreiten. Gegebenenfalls vermitteln wir
den Kontakt zwischen Eltern und Beratungsstellen.
- Kooperation mit dem Gesundheitsamt
Hier finden wir Beratung und Hilfe in allen Gesundheitsfragen, z.B. bei Fragen zu
auftretenden Kinderkrankheiten oder speziellen Hygiene-Fragen. Einmal im Jahr führt
eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes ein Zahnpflegetraining mit unseren Kindern
durch, außerdem besucht uns einmal jährlich der Zahnarzt.
- Kooperation mit dem Jugendamt
In Zusammenarbeit mit dem Landesjugendamt und dem städtischen Jugendamt werden
alle rechtlichen Fragen zur Genehmigung und Führung des Kindergartens geklärt.
Hierzu gehören u.a. Betriebskosten, Personalumfang, Anzahl der Plätze, fachliche
Aufsicht und Beratung über die korrekte Führung des Kindergartens.
- Kooperation mit dem DPWV (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband)
Der DPWV ist übergeordneter Träger. Er ist in allen rechtlichen und pädagogischen
Fragen in beratender Funktion für den Kindergarten tätig.
8. Literaturhinweise
Jugendrecht, Beck-Texte im Deutschen Taschenbuchverlag, 1994.
Plätze für Kinder, Das Gesetz über Tageseinrichtungen (GTK), Ministerium für
Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes NRW, 1998.
Der situationsorientierte Ansatz, Armin Krenz, Herder 1991.
Kreatives Leben mit Kindern, Hilde Kappesz, Herder, 1994.
Kreativität im Kindergarten, Ingeborg Becker-Textor, Herder, 1988.
Freispiel im Kindergarten, Gerda Lorentz, Herder, 1993.
Kennen Sie den Hort?, Sozialpädagogisches Institut NRW, 1993.
Diverse gesammelte Konzeptionen von unterschiedlichsten Kindergarteneinrichtungen.
Immekeppeler Strolche e.V.
Lindlarer Str. 16
51491 Overath-Immekeppel
Tel.& Fax.: 02204-75547
E-Mail:
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