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Gemeinsame Erklärung von Gemeinderäten und Ortschaftsräten in
Ottendorf-Okrilla vom 28. Oktober 2014
Liebe Ottendorferinnen und Ottendorfer,
die Gemeinderäte wurden in der Gemeinderatssitzung am Montag, den 06.10.2014 darüber informiert,
dass der Landkreis Bautzen beabsichtigt, in Ottendorf-Okrilla ein Asylbewerberheim einzurichten.
Einige von uns sind in den letzten Tagen gefragt worden, ob sie für oder gegen diese Pläne seien. Dazu
beziehen wir gern gemeinsam Position:
Die Frage nach dem “Für oder Gegen” stellt sich für uns nicht. Nach dem sächsischen
Flüchtlingsaufnahmegesetz (SächsFlüAG) ist die Gemeinde Ottendorf-Okrilla dazu verpflichtet, bei der
Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber mitzuwirken. Neben den dort gesetzlich
verankerten Regelungen sehen wir für uns auch eine moralische und humanistische Verpflichtung den
Menschen gegenüber, die ihre Heimat verlassen müssen. Die Zahl derer ist - das ist hinreichend bekannt
- in den letzten Wochen und Monaten dramatisch gestiegen - und somit stellt sich die Frage nach dem
“Wohin” in vielen europäischen Ländern, in Deutschland, in Sachsen und auch im Landkreis Bautzen.
Wir sind also nicht gegen die Pläne, dass hier Asylsuchende ein Heim haben sollen. Das heißt jedoch nicht
- und das betonen wir, dass wir alles hinnehmen werden, was nun auf uns zukommt. Im Gegenteil! Wir
wollen das “wie” intensiv mitgestalten, wollen Notwendigkeiten aufzeigen und dafür Sorge tragen, dass
in unserer Gemeinde ein partnerschaftliches Miteinander von Bürgerinnen und Bürgern und
Asylbewerbern entsteht.
Es muss jetzt darum gehen, Fragen zu beantworten, Probleme zu lösen und Befürchtungen und Ängste
ernst zu nehmen. Dies kann nur gelingen, wenn wir Ottendorfer aus allen Ortsteilen das gemeinsam
angehen: nicht die Anwohner in Objektnähe alleine und nicht der Gemeinderat und der Bürgermeister
alleine. Wir erwarten vom Landkreis Bautzen ein tragfähiges Konzept und klare, ehrliche Antworten auf
die Fragen der Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde.
Wir freuen uns, dass es bereits Initiativen gibt, die sich schon Gedanken machen, wie die Asylsuchenden
gut integriert werden können, damit ein Teil der befürchteten Probleme gar nicht erst auftritt. Wir rufen
alle Kirchgemeinden, Vereine, Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger auf, sich diesen Initiativen
anzuschließen. Denn davon wird abhängen, ob das Thema Asyl in Ottendorf-Okrilla zu einer Belastung
oder sogar zu einer Bereicherung für alle Beteiligten wird.
Herzliche Grüße
Ihre Gemeinderäte und Ortschaftsräte
Dr. Ute Reichenauer
Mirko Thomas
Rico Schrapel
Frank Holata
Steffen Klotsche
Lothar Menzel
Frank Richter
Anja Frintert
Karsten Stephan
Hannes Köhler
René Edelmann
Birgit Pfützner
Stefan Zänker
Heiko Kühn
Heike Gaum
Dieter Schlichting
Markus Zipa
Tilo Bräunig
Gunnar Sellin
Kai Albertowski
Lukas Ladig
Andrea Ohm
Monika Gleisberg
Peter Kunath
Mario Peschel
Ronny Menzel
Mathias Clauß
Jens Purschwitz
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Seele and Geist
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