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Dank vieler Infos tut sich was - GDBA

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Aktion „Gluthitze“
tränken während der gesamten Fahrt
• Vorkühlung beziehungsweise Klimatisierung der abgestellten Fahrzeuge
• Einbau von Kühlfächern in
den Zügen, zur Aufbewahrung der Getränke und insbesondere der mitgebrachten
Speisen
• Besetzung der Züge mit ausreichend Personal
Für den Gleis- und Außenbereich fordert die GDBA:
• Bereitstellen von ausreichend Getränken, um den
Flüssigkeitsverlust und Salzverlust des Körpers auszugleichen
• Ausreichend Schattierung,
durch Sonnenschirme und
dergleichen
• Transportable Kühlboxen
oder -geräten zur Kühlung
der Getränke und der mitgebachten Speisen
• Vermehrte Pausen
Für Arbeitsplätze in geschlossenen Räumen lauten die Forderungen der Verkehrsgewerkschaft GDBA:
• Anbringen von außen angebrachten Sonnenblenden
und -rollos gegen unmittelbare Sonneneinstrahlung
• Verlegung der Arbeitszeit in
die kühleren Morgenstunden
(wo möglich)
• Aufstellen eines Ventilators,
besser noch von Klima- oder
Kühlgeräten, zur spürbaren
Abkühlung,
• Bereitstellen von ausreichend Getränken, um den
Flüssigkeits- und Salzverlust
des Körpers auszugleichen
• Zusätzliche Erholungspausen
• Angepasstes Essen in der
Kantine
• Verzicht auf Arbeitsmittel, die
zu einer erhöhten Wärmebelastung führen
Viele dieser Forderungen lassen
sich schnell und ohne großen
Aufwand realisieren, macht
GDBA-Vize Peter Tröge deutlich. Und da, wo Umbauten
oder größere Investitionen nötig
sind, um den Mitarbeitern dauerhaft akzeptable Arbeitsbedingungen zu bieten, darf die DB
AG die erforderlichen Maßnahmen nicht länger verzögern.
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Dank vieler Infos
tut sich was
Die Aktion „Gluthitze“ zeigt erste
Erfolge – Erfolge für
Kolleginnen und Kollegen, die unter der
unerträglichen Hitze
während ihrer
Dienstausübung leiden und sich an der
viel beachteten Aktion der Verkehrsgewerkschaft GDBA
aktiv beteiligt haben.
ines wurde in den vielen
Meldungen, die die Bundesgeschäftsstelle in den
vergangenen Wochen erreichten, eindrucksvoll
deutlich: Bei der DB AG gibt es
trotz betrieblicher und unternehmensweiter Regelungen
„faule Eier“.
Egal, ob auf dem Zug, wo Kolleginnen und Kollegen im Lokfahr- und Zugbegleitdienst extrem durch Aufheizung der Züge
und Wagen leiden, ob im Fahrdienst oder auf den Stellwerken,
wo durch Aufheizung der Glas-
E
kästen die Arbeitssituationen
unerträglich sind, ob in den
Büros oder Außenbereich – alle
Meldungen ähneln sich: niemand sorgt bei den persönlich
Betroffenen ernsthaft für Linderung, zeigt sich auch nur ansatzweise bemüht, auch im Hochsommer akzeptable Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Nach GDBA-Protest:
Die Wasserspender von DB
Reise&Touristik im Hauptbahnhof Köln stehen jetzt
auch den Mitarbeitern von
DB Regio zur Verfügung. Darüber hinaus hat die RB Rheinland GmbH an einer Reihe
von Meldestellen und Bahnhöfen Trinkwasserspender
aufgestellt, an denen sich die
Mitarbeiter unentgeltlich mit
Wasser versorgen können.
In vielen Bereichen des DB Konzerns funktioniert die Fürsorgeverpflichtung bei derartigen klimatischen Verhältnissen und die
verantwortlichen Führungskräfte sind sich ihrer Verantwortung
bewusst. Grundsätzlich ist die
DB AG bemüht, nicht zuletzt
auch durch den Einfluss der Verkehrsgewerkschaft GDBA und
anderer Gewerkschaften, den
vorgegebenen Standard zu halten und zu erhöhen.
Für Aufsehen sorgte die
„Aktion Gluthitze“ im
GDBA-Bezirk NordOst. Selbst regionale
Radiosender berichteten über die Missstände bei der DB AG. Elvira Peters, Ines Rasch
und Thomas Bodeschu
führten zahlreiche Gespräche mit Zugbegleitern, Zugführern
und Lokomotivführern. Erfrischungen und Infoblättern fanden
reißenden Absatz. Vor allem ein kühles Eis war heiß begehrt.
EISENBAHNER RUNDSCHAU – September 2003
Erschwerend kommt hinzu, dass
die DB AG für Ausfälle von technischen Anlagen, wie zum Beispiel der Klimaanlagenausfall
im ICE 3, verantwortlich gemacht wird. Hier muss aber der
Hersteller in die Pflicht genommen werden. Schuld trägt die
Deutsche Bahn aber bei den ungenügenden Begleitmaßnahmen zur Entlastung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen und anderen
Zügen.
Aufgabe und Zielrichtung der
Aktion „Gluthitze“ war:
¢ dem Vorstand der DB AG aufzuzeigen, dass einheitliche
unternehmensweit gültige
Vorgaben nicht immer eingehalten werden,
¢ auf Abhilfe zu drängen, dort
wo die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter extrem von der
Hitze betroffen sind,
¢ die Nachhaltigkeit der getroffenen Maßnahmen auch für
künftige Hitzeperioden zu sichern,
¢ Betriebsräte auf ihre gesetzmäßigen Aufgaben im Arbeitsschutz und der Prävention von Gesundheitsschäden
zu sensibilisieren,
¢ durch einen Forderungskatalog künftige Entscheidungen
und Planungen zu Fahrzeugen, Neu- und Umbauten mit
zu beeinflussen,
¢ eine Aufforderung zur ständigen Weiterentwicklung des
Arbeits- und Gesundheitsschutzes auf der Grundlage
neuester Rechtsprechung und
technischer Vorgaben.
Gut eine Woche nach dem Start
der Aktion „Gluthitze“ konnte
der stellvertretende Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Peter Tröge, den
Personalvorstand der DB AG,
Norbert Bensel und den Personalvorstand des Unternehmens-
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