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Gemeindebrief Februar 2014 / März 2014 - Evangelisch

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Bezirk Tübingen - Friedenskirche
Februar/März 2014 ● Nr. 302
„Lasst kein faules
Geschwätz aus
eurem Mund
gehen, sondern
redet, was gut ist,
was erbaut und
was notwendig ist,
damit es Segen
bringe denen, die
es hören.“
Maren Beßler / pixelio.de
Eph 4,29
ANSPRECHPARTNER UND ADRESSEN
Gemeindebüro
Pastorin Dorothea Lorenz
Rümelinstraße 12, 72070 Tübingen
Telefon 07071 23162 – Telefax 07071 24549
E-Mail: tuebingen@emk.de
www.emk-tuebingen.de
Bankverbindung
alt: Kreissparkasse Tübingen
BLZ 641 500 20, Konto 54 867
neu: IBAN Nr. DE53 6415 0020 0000 0548 67
SWIFT-BIC: SOLADES1TUB
Die nächste Ausgabe erscheint am 06.04.2014
Redaktionsschluss: 30.03.2014
Impressum
Herausgeber: Evangelisch-methodistische Kirche Bezirk Tübingen
Rümelinstraße 12, 72070 Tübingen
Redaktion: Dorothea Lorenz (dl), Friederike Böhringer (fb),
Ulrike Knöller (uk), Boris Kotchoubey (bk), Dorothea Eichenseher
(Textverarbeitung, Layout)
Anzeigen: Ulrike Knöller.
Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Redaktionelle Überarbeitungen und Kürzungen behält
sich die Redaktion vor.
Druck: Copy-Center, Hintere Grabenstraße 20, 72070 Tübingen.
2
ANDACHT
Liebe Leserinnen und Leser,
„Eigentlich bin ich ganz anders, doch komme ich so selten dazu.“ Dieser Satz von Ödön von Horváth hätte auch
gut zu den Christen in Ephesus gepasst: „Eigentlich sind
wir ganz anders, doch kommen wir so selten dazu.“
Ihr Problem sei, so bekommen sie es im Epheserbrief zu
lesen, dass sie genauso seien wie alle anderen Leute um
sie herum, obwohl sie doch ganz anders sein könnten.
Diese Leute werden nicht gerade schmeichelhaft beschrieben: Sie ließen ihr Leben von Nichtigkeiten bestimmen, in ihrem Verstand sei es finster und ihr Gewissen sei
abgestumpft, sie seien maßlos und ließen sich treiben.
Jetzt könnte man argumentieren: Wenn alle sich so
verhalten, ist das wohl der Normalfall. Wie soll man sich
da als Einzelner oder kleine Gruppe plötzlich anders verhalten?
Auf der anderen Seite werden wir doch immer wieder
positiv von Menschen überrascht, die gerade nicht so reagieren, wie es jeder erwarten würde.
Im Internet ist zurzeit ein Videoclip sehr beliebt, der
das zum Thema hat. Zunächst sieht man einen Bauarbeiter, der einem mit dem Skateboard gestürzten Jungen aufhilft. Im nächsten Moment hilft dieser Junge einer älteren, schwer bepackten Dame. Die Dame wiederum hilft einer jungen Frau mit einer Münze für die Parkuhr aus. Das
geht dann immer weiter. Jemand bekommt Blumen, eine
andere ihr vergessenes Handy zurück, ein Obdachloser bekommt zu essen und zu trinken, bis zuletzt der schwitzende Bauarbeiter vom Anfang ein Glas Wasser gereicht bekommt. Den Geholfenen sieht man erst ihr Erstaunen und
dann die Freude an.
Die Beschenkten sind zunächst überrascht und dann
erfreut, dass sich jemand tatsächlich anders verhält, als
erwartet und der Gleichgültigkeit die Stirn bietet.
3
Dorothea Lorenz
ANDACHT
Im Epheserbrief stehen viele Ideen,
wie Christen in ihrem Verhalten einen
Unterschied machen können. Eine dieser Ideen steht im Monatsspruch für
den Februar (Eph 4,29):
„Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was
gut ist, was erbaut und was notwendig
ist, damit es Segen bringe denen, die es
hören.“
Redet, was gut ist, damit es Segen
bringe. Ich stelle mir vor, dass sich
solch ein gutes Reden genauso von
Mensch zu Mensch fortsetzt, wie die
kleinen Gesten der Aufmerksamkeit in
dem Video. Einer bekommt etwas Gutes gesagt und findet – innerlich noch
ganz erfreut, von dem, was er gerade
gehört hat – ein aufbauendes Wort für
den Nächsten, dem er begegnet. Der
Nächste wiederum freut sich und hat
das Bedürfnis, ebenfalls ein gutes
Wort weiterzugeben und gibt deshalb
einem dritten einen wertvollen Rat.
Genauso wie es dieses gute Reden
gibt, existiert aber auch das faule Geschwätz. Wir kennen das, wie sich die
Fäulnis ausbreitet, wenn ein fauler Apfel in der Kiste liegt. Beim Reden ist es
nicht anders. Ein destruktiver Satz
führt zum nächsten und über kurz oder
lang kann das Gute, das da war, nicht
mehr gesehen werden.
Unter faulem Geschwätz verstehe
ich auch überflüssiges Geschwätz. Wie
oft greift man zu harmlosen Themen,
um das, was eigentlich gesagt gehört,
nicht ansprechen zu müssen. Aus Feigheit kommt man vom Hundertsten zum
Tausendsten und schon ist die Begegnung wieder vorbei.
In dem Monatsspruch haben wir die
Definition für gutes Reden: Was erbaut
und was notwendig ist, damit es Segen
bringt.
Redet, was gut ist, heißt nicht, dass
nicht auch das Kritische gesagt werden
soll. Doch es muss an den adressiert
sein, den es betrifft, nur dann bringt
es den im Monatsspruch in Aussicht
gestellten Segen. Im anderen Fall
lähmt es nur und nimmt die Motivation. Das ist am Arbeitsplatz genauso
wie in der Kirche.
Eigentlich seid ihr ganz anders,
sagt uns der Epheserbrief, und belässt
es nicht bei der bloßen Aussage, sondern begründet sie auch. „Ihr seid anders, denn ihr habt Christus gehört,
ihr habt seine Wahrheit erlebt. Mit seiner Hilfe könnt ihr altes Verhalten ablegen und sein wahrhaftiges und gerechtes Verhalten übernehmen.“
Dies bleibt ein lebenslanges Einüben. Lassen wir uns nicht entmutigen, sondern betrachten wir den Monatsspruch als konkretes Übungsfeld
für die nächsten Wochen.
Ihre Dorothea Lorenz
4
RÜCKBLICK
Eröffnungsgottesdienst der
Allianz-Gebetswoche in der
Hermann-Hepper-Halle
Studenten und Mitarbeiter
beten für die Uni
Im Rahmen der Allianz-Gebetswoche
fand am Abend des 16. Januar in der
Mensa Wilhelmstraße ein Gebet für
die Universität Tübingen statt.
Jeder weiß, welche Bedeutung die
Universität für die Stadt hat. Tübingen
ist nicht bloß eine „Universitätsstadt“.
Eine Universitätsstadt Würzburg etwa
wird auch weiterleben, wenn morgen
die Universität geschlossen wird; dagegen würde Tübingen ohne die Einrichtung Eberhard Karls seine Existenzgrundlage entzogen.
Dennoch wusste ich bisher nicht,
dass man extra für die Uni beten kann,
und so erfreute mich die Einladung der
Organisatoren, an diesem Gebet teilzunehmen.
Ich bin etwa 30 min vor Beginn gekommen. Viele Studenten aus mehr als
zehn verschiedenen Gemeinden waren
schon da und gingen in kleinen Gruppen in die ruhigen Nebenräume beten,
noch bevor das offizielle Gebet anfing.
Danach versammelten sie sich wieder
im mittleren Saal.
Um 20 Uhr war dieser fast voll. Da
waren nicht nur Studenten und Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen
und Instituten der Uni, sondern auch
andere Menschen aus der Stadt. Zwei
junge Mädchen namens Julia und Lena
(Nachnamen wurden nicht erwähnt;
Am 12. Januar fand ein gemeinsamer
Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinden in Tübingen zum Auftakt der Allianz-Gebetswoche in der
Hermann-Hepper-Halle statt.
Beteiligt waren sowohl die Evangelisch landeskirchlichen Gemeinden als
auch die Freikirchen.
Der Gottesdienst stand, wie die Gebetswoche, unter dem Motto "mit
Geist und Mut". Die Predigt über Gottes Zusage an Kaleb, in das Gelobte
Land zu gelangen, weil er der Verheißung Gottes geglaubt hat, hielt unsere
Pastorin Dorothea Lorenz.
Der Besuch war wie in den beiden
Jahren davor unverändert hoch, geschätzt 800 Personen.
Trotz der hohen Teilnehmerzahl und
der zahlreichen Elemente vollzog sich
der Gottesdienstablauf in konzentrierter Form mit Liedern, Lesungen, Anspiel, Predigt, Gebetsgruppen und
Tanz. Die Liedbegleitung erfolgte mit
einer gut eingespielten Band und einer
wunderschön
melodiösen
und
schwungvollen Geigenbegleitung.
uk
5
RÜCKBLICK
Lena ist eine Medizinstudentin, die ich
noch von meinen Veranstaltungen
kannte; das Fach von Julia habe ich
nicht nachgefragt) begrüßten alle Anwesenden und fingen mit einer kurzen
Bibellesung an. Studenten und Mitarbeiter berichteten kurz ihr Anliegen,
und es gab viel Musik und viele, sehr
viele Lieder, die vom ganzen Saal mitgesungen wurden.
Ich war sehr beeindruckt. Es war
wundervoll, so viele junge und schöne
Menschen zu sehen, die vom Gedanken
an Jesu Christi, von der Liebe Gottes
erfüllt sind. Im Alltag der Vorlesungen
und Seminare bekommt man als Dozent nur „bröselweise“ Eindrücke über
die „anima christiana“ der Studierenden, über die tiefen Gründe ihres Lebens. Hier dagegen zeigte sich in jedem Wort, in jeder Geste eine Offenheit, eine Echtheit, eine Kongruenz
der Gedanken und Gefühle, die man
sonst lange suchen kann.
Der Kanzler der Universität, Dr.
Rotfuß, der das Anliegen der Verwaltung formulierte, sprach über die Universität als mächtigen Verstärker der
geistigen Prozesse in der Gesellschaft.
Wir können hoffen, dass der Glaube
dieser Studenten in ihrem späteren
akademischen Leben eine mächtige
Verstärkung bekommt und sich verbreitet.
bk
Eins, zwei, drei im Sauseschritt
läuft die Zeit, wir laufen mit
Bischof i.R. Dr. Walter Klaiber führt durch
eine kurze Zeit- und Gemeindegeschichte
im Zeitraffer in drei Etappen.
3. Etappe 1963-2013:
Eine Gemeinde sucht ihren Weg
Äußerlich waren diese 50 Jahre
wohl die ruhigsten von allen. Das dramatischste Ereignis dieser Zeit war
zweifellos die deutsche Wiedervereinigung, ohne Gewalt und Krieg, „in Frieden und Freiheit“, wie das Schlagwort
hieß – für viele von uns ein Geschenk
Gottes.
Im Blick auf Gesellschaft und Technologie aber war es wohl eine der umwälzendsten Epochen der jüngeren Ge-
6
RÜCKBLICK
schichte, wenn nicht der Weltgeschichte überhaupt. Im Blick auf die öffentliche Einschätzung von Lebensformen
leben wir in einer anderen Welt als vor
50 Jahren. Auch haben wir Möglichkeiten der Kommunikation, der Verarbeitung von Daten oder auch der medizinischen Diagnostik und Therapie, von
denen vor 50 Jahren teilweise nicht
einmal die Science Fiction Autoren geträumt haben.
Wie reagiert eine Gemeinde darauf?
Ist sie Wächterin des Althergebrachten? Schwimmt sie mit der Zeit? Oder
findet sie einen Weg, Halt und Orientierung zu bieten, unabhängig von der
schnell wechselnden Tagesordnung der
Zeit?
Für den Tübinger Gemeindebezirk
stellte sich die Notwendigkeit der Reduzierung und Konzentrierung der Arbeit. Die Arbeit in den kleineren Gemeinden und Predigtorten (Weilheim,
Lustnau, Hagelloch) musste aufgegeben werden. Die Arbeit in den Sonntagsschulen und teilweise auch mit der
Jugend litt unter einem Rückgang der
Zahlen. Die Kirchenvereinigung 1968
brachte vor Ort keine großen Veränderungen, da die methodistischen Familien, die in Tübingen lebten, sich schon
vorher in das Leben der Gemeinde integriert hatten.
Immer wieder gab es Versuche,
durch neue Formen von Offenen Abenden oder Bibelwochen Menschen zu er-
reichen, die dem Glauben fernstehen;
meist nicht ohne Resonanz, aber doch
auch ohne wirklich überzeugenden Erfolg.
Aber die Gemeinde entdeckte das
Charisma der Gastfreundschaft. Auch
Leute, die nach einiger Zeit weiterziehen mussten, sagen bis heute: Die Zeit
in der Tübinger Gemeinde war unsere
schönste Zeit. Frucht reift manchmal
auch an anderen Orten. Der Kirchenkaffee wird zu einer wichtigen Gemeindeveranstaltung, wo menschlicher
Kontakt entsteht. Eine Reihe von Leuten sorgt im Verborgenen dafür, dass
die Kranken und Alten nicht vergessen
werden.
Neue Aufgaben werden gefunden:
Für viele Jahre wurde der Seniorenkreis zu einem Epizentrum der Gemeinde; heute wird versucht, zusammen mit
Nachbargemeinden durch „RegioAktiv“
ein alternatives Angebot aufzubauen.
Solarenergie auf dem Kirchendach signalisiert ökologisches Bewusstsein,
Feiertage für Menschen mit und ohne
Wohnsitz werden veranstaltet, der
Chor erlebt eine in unserer Zeit seltene
Blüte. Der Gottesdienst und die Predigt
sind zweifellos die Mitte des Gemeindelebens, die Stelle, an der geistliche
Nahrung aufgenommen wird.
Die Tübinger Gemeinde dürfte in
unserer Kirche und darüber hinaus im
freikirchlichen Bereich eines der wenigen Beispiele einer lebendigen Mehr-
7
RÜCKBLICK
Generationen-Gemeinde sein, die ihren Gottesdienst mit eher traditioneller Kirchenmusik ohne einen Lobpreisteil gestaltet – und es gibt interessanterweise nicht einmal heftige Diskussionen darüber.
Vier Hauskreise mit unterschiedlichem Profil bieten die Möglichkeit zum
persönlichen Gespräch, das geistliche
Themen mit Herausforderungen des
Alltags verbindet. Offen bleibt die Frage, wie ein regelmäßiges intensiveres
Gespräch über die Bibel im Gemeindeleben verankert werden kann.
Lied der Zeit: Herr, deine Liebe,
ist wie Gras und Ufer. (leben und loben 706)
Die Gemeinde sucht ihren Weg. Das
charakterisiert sie auch noch an der
Schwelle zu den nächsten 50 Jahren.
Was ist unsere Mission, unsere besondere Aufgabe in dieser Stadt? Müssen
wir uns profilieren, ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln oder einfach
offene Augen haben für den Weg, den
Gott weist? Gott schenke, dass die
nächsten Tage ein Stück Antwort darauf geben.
Abschiedswort von Ek-hong in
der „Zeit der Gemeinschaft“
am 26. Januar:
Ek-hong und seine Frau Kailing kennen Sie vom Titelblatt der Jubiläumszeitschrift. Während Ek-hong im April
nach Tübingen zurückkehren wird,
wird Kailing ihr Studium in Taiwan
fortsetzen.
„Morgen fliegen Kailing und ich zurück nach Taiwan. Dank dem Herrn,
dass er uns nach Deutschland gebracht
hat und wir an der Uni Tübingen studieren und in einer so schönen Stadt
leben konnten.
In dem einen Jahr, in dem ich hier
war, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben die Schönheit des Wechsels
der vier Jahreszeiten erlebt: Die weiße
Winterlandschaft, die sprießenden
Knospen und das Blumenmeer im Frühling, das saftige Grün der Bäume und
der Sonnenschein im Sommer und das
Farbenspiel der Blätter im Herbst. All
dies wird mir unvergesslich sein.
8
RÜCKBLICK
In diesem Jahr hat sich mein
Deutsch auch viel verbessert, zumindest weiß ich jetzt, dass das im Fluss
schwimmende Tier ein Schwan und
nicht ein Schwein ist, und das Gericht
Schweine-Filet und nicht Schwan-Filet
heißt.
Ich danke Gott auch, dass er uns zur
Friedenskirche gebracht hat. Danke
den Brüdern und Schwestern der Friedenskirche, dass sie uns aufgenommen
haben, so dass wir in Deutschland unser Glaubensleben aufrechterhalten
konnten. Hier spürten wir die Liebe
von Jesus, welche Kulturunterschiede
und Sprachbarrieren überschreitet.
Ganz besonders will ich den Mitgliedern des Chors danken. Vielen
Dank für Ihre Aufnahme. Das war für
mich die schönste Zeit, wenn ich jeden
Montag mit Ihnen zusammen singen
übte. Ich danke Gottfried Kapp, dass er
mich jedes Mal daran erinnerte, dass
ich höher singen muss, wenn wir um
einen halben Ton (Kreuz) erhöhen
müssen. Das werde ich mir merken,
auch wenn ich in Taiwan bin.
Ich will mich besonders bei Rudi
und Käthe Dengler herzlich bedanken,
weil sie immer so liebenswürdig und
warmherzig sind. Sie sind wie unsere
Eltern in Deutschland! Ich genieße
auch die Pausen während der Proben
mit Rudi, in denen wir zusammen
Schweizer Kräuterzucker essen.
Maikes Fotokünste haben Kailing
und mich auf das Cover der Zeitschrift
zum hundertfünfzigsten Jubiläum der
Friedenskirche gebracht, obwohl wir
nur sehr kurze Zeit hier waren. Wir wollen Gott danken, dass wir auch zu einem Teil der Geschichte der Friedenskirche werden durften.
Ich wünsche Ihnen allen, dass sie in
dem neuen Jahr gesund bleiben. Gott
sei bei Ihnen. Ich werde Sie vermissen,
deswegen komme ich auch bald wieder
zurück, in April. Aber Kailing kommt
dann nicht mehr mit mir nach Deutschland.“
9
GEMEINDE AKTUELL
zuständig ist. Für Deutschland ist dies
die Zentralkonferenz in Deutschland,
die alle vier Jahre tagt, zuletzt 2012 in
Rutesheim.
Bevor ich auf den Bezirksvorstand
(BV) zu sprechen komme, möchte ich
auf die Grafik kurz eingehen: Die
grundlegenden Aufgaben einer Gemeinde lassen sich in die Begriffe
• Aufbauen (geistliche Förderung,
Gemeindeaufbau)
• Helfen (Diakonie)
• Bezeugen (Zeugnis) fassen.
Die Organisationsstruktur eines Bezirkes
soll diesen Aufgaben gerecht werden.
Die Basis des Bezirks ist die Bezirksversammlung, in der alle Kirchen-
Bezirksstruktur der EmK
Tübingen
Mit dieser Gemeindebriefausgabe
möchten wir unsere Serie fortsetzen,
in der wir die einzelnen Gremien unseres Bezirkes erklären.
Oben ist noch einmal die Grafik abgedruckt, welche die Bezirkskonferenz
und die ihr zugeordneten Gremien und
Beauftragungen zeigt. In dieser Nummer möchten wir nun den Bezirksvorstand näher betrachten.
Die Organisationsstruktur der EmK
gründet sich auf die Kirchenordnung,
für die die jeweilige Zentralkonferenz
10
GEMEINDE AKTUELL
glieder eines Bezirks stimmberechtigt
sind. Wichtige Entscheidungen, bei denen das Meinungsbild der Basis wichtig ist, werden von ihr beschlossen.
Das geschäftsführende Organ eines
Bezirks ist dabei die Bezirkskonferenz
(BK). Sie tagt in der Regel einmal jährlich und fasst die notwendigen Beschlüsse und nimmt Wahlen vor. Den
Vorsitz in der Bezirkskonferenz hat der
zuständige Superintendent.
Des Weiteren wird die Gemeindearbeit in den Gremien getan (linke Seite
der Grafik). Die grundlegenden Gremien sind:
• Ausschuss für das Zusammenwirken
von Pastor und Gemeinde,
• Vorschlagsausschuss,
• Finanzausschuss und
• Ausschuss für Kircheneigentum.
Aus diesen Gremien ist je eine Person,
in der Regel der/die Vorsitzende, Mitglied in der BK.
Dann gibt es die Personen, die kraft
Amtes Mitglied in der BK sind: Pastorales Mitglied, Bezirkslaienführer/in,
Laienmitglied der Jährlichen Konferenz, Schriftführer/in und Bezirkskassenführer/in.
Die Kirchenordnung sieht vor, dass
die BK einen Bezirksvorstand einsetzen kann, der ihr geschäftsführendes
Organ und der BK verantwortlich ist.
Der BV tagt deutlich öfter als die BK, in
Tübingen ca. alle sechs bis acht Wochen, und organisiert, begleitet und
berät über die in der Gemeinde anstehenden Aktivitäten im Kirchenjahr. So
etwa unseren "Feiertag für Menschen
mit und ohne Wohnung" (Helfen - Diakonie), 40-Tage-Aktionen: "Konzertierte Aktion 2012", "Gemeindeseminar 2013" im Rahmen unseres Jubiläums, Überlegungen, wie die mittlere
Generation stärker für die Mitarbeit in
der Gemeinde gewonnen werden kann,
Überlegungen zu Gemeindefreizeiten,
Mitarbeiterfest (Aufbauen) und offizielle Anlässe wie "Jubiläum", "Kirchenbazar", "Wochenende der Jugendlichen im Kirchlichen Unterricht" (Bezeugen). Auch sonstige die Gemeinde
betreffende Durchführungen wie zuletzt das Richtfest und schließlich das
Zusammenwirken in der Region werden
im BV besprochen.
Mitglied im BV sind die Bezirksvorstandsvorsitzende – bei uns ist dies
Maike Schmidt – und entsprechend der
Grafik die auf der rechten Seite dargestellten Personen, die qua Amt Mitglied in der BK sind.
Empfehlenswert ist, dass auch je
ein Mitglied der Gremien "Finanzen",
"Kircheneigentum" und "Ausschuss
für Zusammenwirken Pastor und Gemeinde" Mitglied im BV ist.
Darüber hinaus tun die Vertreter
der Dienstgruppen und aus den Bereichen "Aufbauen, Helfen, Bezeugen"
im BV einen wichtigen Dienst.
uk
11
GEMEINDE AKTUELL
• alle Kindergärten angemessen ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher
erhalten. Im „Modellkindergarten“ in
Blantyre werden alle Mitarbeitenden
im Vorschulbereich der malawischen
EmK im hauseigenen Kindergarten
weitergebildet und können so praktische Erfahrungen direkt bei ihren Kolleginnen vor Ort sammeln. Das positive
„Modell“ kann sich so selbst vielfach
multiplizieren.
• gegebenenfalls weitere Kindergärten
gegründet werden.
Die EmK in Malawi betreibt derzeit
15 Kindergärten: den Modellkindergarten in Blantyre mit zwei Gruppenräumen, einige Kindergärten in Kirchengebäuden, andere „Kindergärten“
unter Strohdächern, Bäumen oder freiem Himmel.
Herzliche Einladung zum
Benefizessen der Kinderkirche
am Sonntag, 9. Februar
für die Sammel-Aktion „Kinder helfen
Kindern“. Und das ist das Projekt in
diesem Jahr: „Grundsteine legen –
Vorschularbeit in Malawi.“
Mit Hilfe dieser Sammlung sollen:
• die bestehenden Kindergärten geeignete Räumlichkeiten und Materialien zum Spielen und Lernen erhalten.
12
WELTGEBETSTAG
Wasserströme in der Wüste:
Weltgebetstag von Frauen aus
Ägypten
Am Freitag, den 7. März 2014, feiern
Menschen rund um den Erdball Gottesdienste zum Weltgebetstag.
In Zeiten politischer und gesellschaftlicher Umbrüche kommt der
Weltgebetstag 2014 aus Ägypten. Mitten im „Arabischen Frühling“ verfassten die Frauen des ägyptischen Weltgebetstagskomitees ihren Gottesdienst.
Ihre Bitten und Visionen sind hochaktuell: Alle Menschen in Ägypten,
christlich und muslimisch, sollen erleben, dass sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, wie Wasserströme
in der Wüste! (Jes 41,18ff.) Rund um
den Erdball werden sich am Freitag, den
7. März 2014, die Besucherinnen und
Besucher der Gottesdienste zum Weltgebetstag dieser Hoffnung anschließen.
Wasser ist das Thema des Gottesdienstes – sowohl symbolisch, als auch
ganz real. Zum einen ist es eine gefährdete Ressource in Ägypten, einem
der wasserärmsten Länder der Erde.
Zum anderen dienen Wasserströme als
Hoffnungssymbol für Ägyptens Chris-
"Wasserströme in der Wüste",Souad
Abdelrasoul/ Ägypten, © WGT e.V.
tinnen und Christen, die unter Einschüchterungen und Gewalt radikaler
islamistischer Kräfte leiden.
Dass Christen und Muslime, Arme
und Reiche, Frauen und Männer 2011
und 2013 gemeinsam für Freiheit und
soziale Gerechtigkeit protestierten,
gab vielen Menschen Hoffnung. Mit
Blick auf die damaligen Forderungen
fragt der Weltgebetstag nach der heutigen Situation und nimmt dabei vor
allem die ägyptischen Frauen in den
Blick. Mit den Kollekten der Gottesdienste werden u.a. zwei ägyptischen
Partnerorganisationen unterstützt, die
sich für Mädchenbildung und die Mitbestimmung von Frauen einsetzen.
Lisa Schürmann
13
GEMEINDE AKTUELL
Frühlingsbazar
Danke, dass ihr uns mal so
richtig die Meinung gesagt habt!
Wir haben die ausgefüllten Fragebögen mit Interesse gelesen.
Eure Anregungen werden wir gerne
- so gut es geht - umsetzen, so z.B. Interviews von (neuen und alteingesessenen) Gemeindegliedern und Berichte über Gruppen in unserer Gemeinde
bringen.
Danke für euer Lob! Das tat gut, zurückgemeldet zu bekommen, dass das,
was wir da im stillen Kämmerlein produzieren, von euch wertgeschätzt
wird.
Was wir nicht leisten können und
wollen, sind Berichte aus der EmK
deutschland- und weltweit. Dazu wollen wir auf unsere kircheninterne Zeitschrift “unterwegs” verweisen und dafür werben: Dieses Magazin hat genau
dies zum Thema und informiert professionell über unsre Kirche. Es erscheint
alle 14 Tage und kostet 60 € im Jahr.
Gerne kann es über Pastorin Lorenz
oder auch per Internet bestellt werden: www.unterwegs.emk.de.
Solltet ihr in Zukunft ein Anliegen,
einen Wunsch oder auch Kritik haben,
so freuen wir uns, wenn ihr uns dies
ganz unkompliziert zukommen lasst.
Vielen Dank!
Eure Redaktion
Hier einige Infos zu unserem Frühlingsbazar:
Es sind noch neun Wochen bis zum
5. April, doch die Vorbereitungen für
den Bazar laufen schon.
Die Bastelgruppe trifft sich wieder
am Fr, 14.2., 19 Uhr (der Termin wurde
verlegt wegen des Mitarbeiterfests).
Der nächste und letze Termin ist
Fr, 21.3., 19 Uhr
Demnächst werden Listen ausliegen, aus denen hervorgeht, welche
Aufgaben am Bazartag und in den Tagen davor wahrgenommen werden
müssen. Für Sie bleibt dann genügend
Zeit zu überlegen, an welcher Stelle Sie
gerne mitarbeiten würden und sich
dann einzutragen.
14
GEMEINDE AKTUELL
Wochenende des Kirchlichen
Unterrichts
Unsere Baustelle
Demnächst macht das Wochenende
des Kirchlichen Unterrichts bei uns in
Tübingen Station.
Vom 14. bis 16. März werden über
40 Jugendliche und Erwachsene in unserer Kirche sein, um gemeinsam ein
Thema aus dem Lehrplan zu erarbeiten
und es am Samstag-Abend in einem
offenen Abend kreativ umzusetzen.
Für die Versorgung suchen wir noch
Personen, die uns bei der Zubereitung
der Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) und beim Spülen
helfen können.
dl
Für unsere Baustelle war es von
Vorteil, dass der Winter so lange auf
sich warten lässt. Doch nun warten wir
dringend auf die Fenster. Wenn diese
eingebaut sind, sind wir ruhiger, denn
dann kann der Innenausbau unabhängig von den äußeren Witterungsbedingungen geschehen.
dl
KU-ler beim Essen fassen
15
TERMINE
„unterwegs“
Für unsere Kirchenzeitschrift „unterwegs“ gilt seit diesem Jahr ein neuer
Bezugspreis von 60 Euro im Jahr (26
Ausgaben), bzw. 15 Euro im Quartal.
Bitte beachten sie dies bei der Bezahlung.
Außerdem wollen wir darauf hinweisen, dass manche Abonnenten ihre
Rechnungen aus dem Jahr 2013 noch
nicht beglichen haben. Bitte holen sie
das in den nächsten Tagen nach.
In der „unterwegs“-Zeitschrift finden sich viele wichtige Informationen
aus unserer Kirche und darüber hinaus.
Sie lesen von anderen Gemeinden und
bekommen Einblick in die Themen, die
gegenwärtig diskutiert werden. Sie erscheint alle zwei Wochen.
Seit letztem Jahr kann man die
Zeitschrift auch als pdf-Abo für 38,95
Euro im Jahr beziehen.
Mit ihrem Abonnement, sei es in
Papierform oder elektronisch, unterstützen sie die Medienarbeit unserer
Kirche. (Siehe auch Seite 20.)
dl
Die Vesperkirche hat wieder geöffnet.
Jeden Tag von 11:45 Uhr bis 14:00
Uhr (bis 22. Februar) gibt es an schön
gedeckten Tischen ein Mittagessen,
sowie Kaffee und Kuchen. Das Essen
hat keinen Preis. Die Gäste geben ganz
nach ihren Möglichkeiten.
Um 13:00 Uhr wird es für einige Minuten still in der Vesperkirche. Alle,
die da sind, lauschen Worten oder
Musik beim „Tagestupfer“ - Nahrung
für die Seele. Diesen gestaltet am
Sonntag, 16. Februar unser Posaunenchor und Pastorin Lorenz.
An diesem Tag ist unsere Gemeinde
auch mit der Kuchen-Lieferung dran.
Es wäre wunderbar, wenn wir am 16.
Februar 20 Kuchen abliefern könnten.
Eine Kuchenliste, in die man sich eintragen kann, liegt im Foyer der Friedenskirche aus.
dl
16
TERMINE
Fr, 28.2., 14:30 Uhr
Friedensheim Lustnau
Café Kontakte
Termine im Februar
Mo, 10.2., 19:30 Uhr
Friedenskirche
Chor Jahreshauptversammlung
Termine im März
Fr, 14.2., 19:30 Uhr
Hauskreis Kapp
Fr, 14.2., 19:00 Uhr
Friedenskirche
Bazarbasteln
So, 16.2., 10:00 Uhr
Friedenskirche
Ökumenischer Kanzeltausch Pfarrer
Krist und Gemeindebacktag für die
Vesperkirche (s.S.16)
So, 2.3., 10:00 Uhr
Friedenskirche
„Einander etwas zutrauen“
Unter diesem Motto steht der Gottesdienst, den die Jugendlichen des
Jugendkreises (zusammen mit Annegret Jende und Dorothea Lorenz) vorbereitet haben. Herzliche Einladung!
Freuen sie sich auf einen feierlichen
und zugleich abwechslungsreichen
Gottesdienst.
Di, 18.2., 20:00 Uhr
Friedenskirche
Ökumenischer Bibelabend (Lorenz)
Do, 20.2., 19:00 Uhr
Stephanuskirche
Ökumenischer Bibelabend (Zeller)
So, 9.3., 10:00 Uhr
Friedenskirche
Gottesdienst mit Bischof i.R.
Dr. Walter Klaiber: Energie für andere –
Matthäus 5,3-16
Von selbstverständlichen Auswirkungen des Christseins
Fr, 21.2., 18:00 Uhr
Friedenskirche
Mitarbeiterfest
Di, 25.2., 16:45 Uhr
Friedenskirche
Kirchlicher Unterricht
17
TERMINE
Mi, 12.3., 20:00 Uhr
Friedenskirche
1. Bibelabend (Klaiber)
Glaube als Wagnis – Matthäus 14,13-33
Von unterschiedlichen Herausforderungen, vor die der Glaube stellt
Di, 25.3., 20:00 Uhr
Lustnau
Bezirksvorstand
Mi, 26.3.
RegioAktiv (Mössingen)
Mi, 26.3., 20:00 Uhr
3. Bibelabend (Klaiber)
Ein Auftrag für Versager – Matthäus
26,69-75 und 28,16-20
Von schwierigen Erfahrungen und einer Aufgabe, die nie erledigt ist
Fr – So, 14. - 16.3.
Friedenskirche
Wochenende mit den Kindern vom
kirchlichen Unterricht (KU) (s.S.15)
So, 16.3., 10:00 Uhr
Friedenskirche
Gottesdienst mit den KU-Gruppen der
Region
Fr, 28.3., 14:30 Uhr
Friedensheim Lustnau
Café Kontakte
Di – Do, 18. - 20.3.
Pastorin Lorenz bei Distriktsversammlung in Mössingen
Die weiteren Termine für RegioAktiv
in 2014:
Mi, 19.3., 20:00 Uhr
Friedenskirche
2. Bibelabend (Klaiber)
Bekenntnis mit Folgen – Matthäus
16,13-26. Von nötigen Klärungen auf
dem Weg der Jünger
25.06. - Entringen
24.09. - Tübingen
12.11. - Herrenberg
Fr, 21.3., 19:00 Uhr
Friedenskirche
Bazar-Basteln
Sa, 22.3.
Dusslingen
Jugendchortag
Di, 25.3., 16:45 Uhr
Friedenskirche
kirchlicher Unterricht
18
REGELMÄSSIGE
VERANSTALTUNGEN
Sonntag, 10:00 Uhr
Montag, 18:30 Uhr
20:00 Uhr
Samstag, 8:00 Uhr
Gottesdienst mit Kindergottesdienst
und Kleinkinderbetreuung
Posaunenchor
Chor
Gebets-Frühstück (monatlich)
Ein Bibelgesprächskreis und "Café Kontakte" treffen sich im
Friedensheim in Lustnau.
In der ersten Woche des Monats treffen sich die Hauskreise
in verschiedenen Stadtteilen.
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Seele and Geist
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