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1 Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war! Meine - FOEBE

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Prof. Dr. Heiner Keupp
Alter ist auch nicht mehr das,
was es einmal war!
Vortrag bei der Veranstaltung „Sinnvoll altern:
Tragende Gemeinschaften bilden“ der
Evangelischen Stadtakademie am 28. Januar 2014
Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Meine Perspektive
Die jeweils vorherrschenden und identitätsrelevanten
Vorstellungen vom Alter korrespondieren gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Imperativen.
Das lässt sich auch von den wissenschaftlich generierten Alterskonzepten behaupten.
So kann in historischer Reihenfolge sowohl Disengagement-, Stigma-, Befreiungs- oder Aktivierungsvorkonzepte vom Alter einordnen.
So bleibt die Frage zu beantworten, wie überhaupt eine
selbstbestimmte Altersidentität entstehen könnte.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Alter: Ein Panoptikum an Bildern ….
Riskante Chancen des Alters
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Der demografische Wandel in
Baummetaphern
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
These 1
In einer traditional geordneten Welt, aber auch noch in der Ersten Moderne bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts waren Lebensübergänge klar markiert, es gab normalbiographische Abläufe,
die eine normative Erwartung von Übergängen erlaubte, man
konnte sich auf sie einstellen und wir nennen das „antizipatorische
Sozialisation“. Für bestimmte Übergänge im Sinne von Statuspassagen, z.B. der Eintritt in den Kindergarten, vom Kindergarten in die
Schule, von Kindheit in das Jugendalter, zum Abschluss der Lehre
oder den Start in die nachberufliche Phase etc. gab es organisierte
„Übergangsriten“. In Vorstellungen von „Normalbiografie“ und
„Karriere“ ließen sich die unterschiedlichen Lebensübergänge als ein
kohärentes und vorhersehbares Muster begreifen.
Auch die klassische Identitätstheorie von Erikson unterstellt den Ordnungsrahmen der Normalbiografie.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Normalbiographie des Mannes Ende des 19. Jahrhunderts
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Das epigenetische Schema von Erik Erikson
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Wertewandel: Alter
50er
60er
Außenorientierung
70er
80er
Innenorientierung
Das Selbst passt sich an.
Das Selbst emanzipiert sich.
Maxime: Selbst-Kontrolle
Maxime: Selbst-Verwirklichung
Alter ist normiert
• Alter ist eine klar normierte
Phase der Normalbiographie
• Die Alten müssen die kriegsbedingten Verluste der Erwachsenengeneration kompensieren
• Die Alten repräsentieren die
„alte Ordnung“, an die man
nach dem Faschismus anzuknüpfen versucht
• Familien sind für die letzte
Lebensphase verantwortlich
2000er
90er
Alter wird entthront
• Auflösung der Normalbiographie
• Eskalierender Generationenkonflikt
• Die normierenden Botschaften
der Alten werden radikal in
Frage gestellt
• Emanzipation und Berufstätigkeit der Frauen mindern ihre
Bereitschaft zur Pflege
• Zunehmender Kinderverzicht unterbricht die Generationenfolge
• Alter als Dienstleistungsprojekt
Innen/Außen-Orientierung
Balancierung von Selbst und
Umwelt
Maxime: Selbst-Management
Alter als Projekt
• Verlängerte nachberufliche
Phase
• Ansprüche auf Lebensgenuss
• Die Neuen Alten werden
aktiven Gestaltern ihres Alters
• Vielfalt und Offenheit von
Lebensformen im Alter
• Eher partnerschaftliches
Generationenverhältnis
• Die Ideologie vom „clash of
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generations“
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
These 2
Unsere Vorstellungen von normalbiographischen Abläufen, die
den Lebenslauf in einer erwartbare Abfolge von Phasen
taktet und zugleich diesen Altersphasen normative Muster
zuordnet, taugen für heutige Lebensabläufe immer weniger.
Grob werden in der Entwicklungspsychologie vier Altersphasen
unterschieden:
 1. Kindheit und Jugendalter
 2. Erwachsenenalter bis zum Eintritt ins Rentenalter
 3. Die jungen Alten
 4. Die Hochbetagten
Innerhalb und zwischen diesen Altersphasen gibt es eine mehr
oder weniger große optionale Vielfalt.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
These 3
In den letzten Jahrzehnten haben die Diskurse zum Alter
einen mehrfachen Bedeutungswandel erfahren. Lange
Zeit wurde „Alter als Problem“ thematisiert. Mit dem
Diskurs zum „Ende der Arbeitsgesellschaft“ wurde „Alter
als Befreiung“ gefeiert und wurde dann abgelöst vom
aktuellen „Alter als Ressource“. Mit dieser letzten Entwicklung entsteht ein höchst ambivalentes Altersbild:
Einerseits sehen wir die „jungen Alten“, die als Konsumenten, bürgerschaftlich Engagierte und als berufserfahrene
Arbeitnehmer eine hohe Wertschätzung erfahren und
andererseits die Menschen im „vierten Lebensalter“, die
Gesundheits- und Pflegekosten in hohem Maße verursachen. Hier wird erneut „Alter als Problem“ konstruiert.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Alter als Disengagement
Die Disengagementtheorie von Cumming
und Henry (1961) geht von einem unvermeidlichen, durch biomedizinische
Prozesse des Abbaus und Verfalls bedingten Rückzug älterer Menschen aus
den Rollenfigurationen der Erwerbsphase aus.
Diese strukturfunktionalistisch inspirierte
Theorie (Talcott Parsons schrieb das
Vorwort) beschreibt diesen Rückzug als
funktional für das Subjekt und die
Gesellschaft
Cumming, E. & Henry, W.E. (1961).
Growing Old: Process of Disengagement.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Alter als Stigma
Hohmeier, J. & Pohl, H.-J. (1978).
Alter als Stigma oder Wie man
alt gemacht wird.
Die Stigmatheorie des Alters untersucht stereotype
Vorstellungen von alten Menschen, die Altenrolle und den Umgang von Institutionen mit
alten Menschen. Im Stil einer sich selbst erfüllenden Prophezeihung würden sich diesem
Ansatz zufolge älter werdende Menschen an
die gesellschaftlichen Zuschreibungen von
Hilfsbedürftigkeit und Gebrechlichkeit anpassen. Ein Fremdbild wird zum Selbstbild und
zur Alterspraxis. Das Subjekt wird als hilfloses
Opfer gesellschaftlicher Einstellungen und ihrer
Transformation in institutionelle Praxen
konstruiert.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Alter als Befreiung
Mit dem Diskurs vom „Ende der Arbeitsgesellschaft“ wurde „Alter als
Befreiung“ von den „maschinenförmigen“ Zwängen der modernen
Arbeitswelten gefeiert. Sie wurden
in ihrer Entfremdungsqualität beschrieben, die man so schnell und
so gründlich hinter sich lassen sollte,
um die „späten Freiheiten“ eines
„eigensinnigen“ Lebens genießen
zu können.
Schachtner, C. (1988). Störfall Alter.
Für ein Recht auf Eigen-Sinn.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
These 4
Der demografische Wandel ist ein besonderer Motor,
zukunftsfähige Altersbilder zu erzeugen und das
Alter entwertende oder stigmatisierende Bedeutungsakzente möglichst zu entsorgen. Und so werden wir seit einiger Zeit von der Weltgesundheitsorganisation, der Europäischen Union und vom zuständigen Bundesministerium mit Bild- und Textmaterial versorgt, das dem Alter jeden Schrecken
nimmt.
Eine aktivierende Bilderflut ….
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Die Bertelsmänner und –
frauen geben mal wieder
die Perspektive vor und
denken das Alter neu
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
"Zähl Taten, nicht Falten" Informationskampagne der
Initiative "Alter schafft Neues"
gestartet (2009)
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Eine neue Kultur des
Alterns
Altersbilder der
Gesellschaft
2010
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Eine neue Kultur des
Alterns
Altersbilder der
Gesellschaft
2010
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Eine neue Kultur des
Alterns
Altersbilder der
Gesellschaft
2010
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Eine neue Kultur des
Alterns
Altersbilder der
Gesellschaft
2010
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Eine neue Kultur des
Alterns
Altersbilder der
Gesellschaft
2010
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
World Health Day 2012 Good health adds life to years
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Die Kampagnen, die
ältere Menschen
aktivieren sollen,
zeigen Wirkung.
Hohe Fortbildungs- und Lernbereitschaft der Älteren
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Beteiligung an Weiterbildung und Alter
60
19-34 J.
35-49 J.
50-64 J.
50
40
30
20
10
0
1979
1982
1985
1988
1991
1994
1997
2000
2003
Datenquelle: Adult Education Survey 2007
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Teilnahme an Weiterbildung nach Erwerbsstatus
60%
50%
55
55
55
51
40%
44
40
30%
32
28
20%
10%
25
22
Erwerbstätige
Nichterwerbstätige
14
12
0%
19-24 Jahre
25-34 Jahre
35-44 Jahre
45-54 Jahre
55-64 Jahre
65-80 Jahre
Quelle: Berichtssystem Weiterbildung IX (2005)
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Die Kampagnen, die
ältere Menschen
aktivieren sollen,
zeigen Wirkung.
Besondere Zuwächse beim bürgerschaftlichen Engagement der Älteren
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Wer engagiert
sich?
Vergleich Freiwilligensurvey 1999 – 2004 - 2009
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Engagementbereiche
der Generation 65 plus
Zeitvergleich Freiwilligensurvey
1999 – 2004 -2009
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
These 5
In einem politisch und ökonomisch vorangetriebenen Aktivierungsregime wird mit dem Konstrukt der „jungen Alten“ ein
energetisch aufgeladenes Bild gesunder, gebildeter, innovativer handlungsfähiger und –bereiter Subjekte konstruiert,
denen ein hoher Stellenwert bei der gesellschaftlichen Wertschöpfung zugeschrieben wird. Dieses Konstrukt. Diese „produktivistische Mobilmachung“ ist der Lösungversuch für eine
demographisch gewandelte Gesellschaft.
In der attraktiven Sozialfigur der „jungen Alten“ steckt die
gerontologische Aneignung des „unternehmerischen Selbst“.
Dieses fasziniert durch seinen Zuwachs an Selbstbestimmung,
die aber nicht bedingungslos ist. Sie muss gesellschaftlich
nützlich sein. Konstruiert wird der „Alterskraftunternehmer“.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
These 6
In der Reflexiven Moderne wird das Alter zu einem
individuellen Projekt, das in eine politisch-gesellschaftliche Situation eingebettet ist, die zwar
Optionsspielräume eröffnet, aber auch Grenzen
setzt. Diese Grenzen sind weniger durch normierte
Vorstellungen gezogen, was altersgemäß ist, sondern sie werden durch Ressourcen bestimmt, auf
die eine Person zurückgreifen kann.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Ressourcen der Lebensbewältigung
in der „Reflexiven Moderne“







Herstellung eines kohärenten Sinnzusammenhangs.
Die Fähigkeit zur Grenzziehung
Sie brauchen „einbettende Kulturen“.
Sie benötigen eine materielle Basissicherung.
Sie benötigen die Erfahrung der Zugehörigkeit.
Sie brauchen einen Kontext der Anerkennung.
Sie brauchen zivilgesellschaftliche Basiskompetenzen.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
These 7
Das zentrale gesundheitswissenschaftliche Konzept der „Selbstwirksamkeit“ erfüllt durchaus Erwartungen des Aktivierungsregimes geht aber in ihnen nicht auf, sondern beinhaltet die
Idee des „Eigensinns“, auch das Wissen um „Widerstandsressourcen“, die die Bedingung der Möglichkeit bilden, sich einer
gesellschaftlichen Instrumentalisierung zu verweigern.
Auch im Alter ist Identitätsarbeit vor allem Passungsarbeit und
nicht Affirmation. Es gilt das „Innere des Alterns“ zu respektieren. Die alternden „Wutbürger“, die ermüdeten Alten, die ein
belastendes Arbeitsleben hinter sich haben und sich nicht mehr
engagieren wollen oder die Alten, die sich ihre ganz eigenen
späten Freiheiten nehmen, leben ihren Eigensinn. Das mag
auch gesellschaftlichen Nutzen erzeugen, aber damit genügen
sie nicht normativen Vorgaben.
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
„Empowerment kann ein entscheidender Impuls zur Verbesserung
der Lebensqualität älterer Menschen sein - und zwar unabhängig
vom Ausmaß der Beeinträchtigungen. Natürlich: alten Menschen
ist, auf weitest mögliche Weise, die Chance der Regie über all die
Entscheidungen zu erhalten bzw. zurückzugeben, die ihr tägliches
Leben betreffen. Ebenso sind die Chancen alter Menschen zu vergrößern, die Gesellschaft mit ihren Fähigkeiten und Erfahrungen
bereichern zu können. Dies alles aber bedingt, dass diejenigen, die
professionell mit alten Menschen arbeiten, ihre eigenen Einstellungen, Haltungen und ihre Praxis sorgfältig reflektieren. Entscheidend ist, daß konkrete Verfahren gefunden werden, die alte
Menschen ermutigen und befähigen, an Entscheidungsprozessen
beteiligt zu sein.“
Quelle: Europäischen Kommission: „Empowerment älterer Menschen“
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
„Möglicherweise ist zu erwarten, dass der stärkste
Widerstand gegen die politischen und ökonomischen
Kalküle, die die heutige ‚Aktivgesellschaft‘ beherrschen, eher von älteren als von jüngeren Menschen
ausgehen wird, denn sie sind es, die das professionelle, praktische und ethische System erfahren und
kritisch reflektieren, das den gesellschaftlichen Erfolg
heute an Aktivität knüpft.“
Quelle: Stephen Katz (2009). Geschäftige Körper:
Aktivität, Altern und das Management des Alltagslebens
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Seniorinnen und Senioren
als Wutbürger
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
Seniorinnen und Senioren
als Wutbürger
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Alter ist auch nicht mehr das, was es einmal war!
"Altern ist auf jeden Fall ungesund"
Aubrey David Nicholas Jasper de Grey (*
20. April 1963 in London) ist ein in
Cambridge lebender Bioinformatiker
und theoretischer Biogerontologe. Er ist
wissenschaft-licher Leiter der von ihm
mitgegrün-deten SENS Foundation. Er
ist Stifter des Methusalem-Maus-Preises
„Altern (ist) mit Abstand die häufigste Todesursache, zumindest in der entwickelten Welt.
Gelingt es uns, diese Bedrohung auszuschalten, werden die Menschen im Schnitt 1000
Jahre alt. Mindestens.“
Süddeutsche Zeitung vom 20. Mai 2010
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Seele and Geist
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