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Feldtage: Was des Bauern Herz begehrt Investitionen - für jeden

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Ausgabe Juni 2010
In & Out
Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter,
wenn Sie den Begriff „Innovation“ in eine
Suchmaschine im Internet eingeben, erhalten
Sie rund 107 Millionen Links. Innovation ist zu
einem echten Modewort des 21. Jahrhunderts
geworden. Innovation = In, Stillstand = Out.
Ganz klar, dass wirtschaftliches Handeln in
der heutigen Zeit ohne Innovation undenkbar
ist. So kommt auch die SKW Piesteritz nicht
umhin neue Produkte zu entwickeln, die im
täglichen und unaufhaltbaren Wettbewerb erst
die nötigen Vorsprünge ermöglichen. Mit den
neuen schwefelhaltigen Flüssigdüngerspezialitäten PIASAN® 25/6 und ALZON® flüssig-S 25/6
ist es uns gelungen, eine Neuheit sowohl im
deutschen als auch im internationalen Markt
zu platzieren. Solche Innovationen sind nicht
auf Knopfdruck zu haben. Sie sind das Ergebnis
von Wissen, Kreativität und Ausdauer. Das
klingt vage? Es klingt danach, was es ist: viel
Arbeit und ein nur begrenzt planbarer Prozess.
Die Kombination zwischen strenger Produktforschung und der praxisnahen Anwendungsforschung auf unseren Versuchsfeldern in
Cunnersdorf hat sich dabei bestens bewährt.
Heutzutage genügt es für eine erfolgreiche
Innovation jedoch bei Weitem nicht mehr neue
Produkte zu entwickeln in der Hoffnung, dass
der Markt „Hurra“ schreit. Der schöpferische
Unternehmer von heute muss nicht nur wissen,
was technisch machbar ist, sondern vor allem
auch, was der Kunde braucht und welche Anforderungen der Markt stellt. Der persönliche
Kontakt zum Kunden ist uns deshalb überaus
wichtig. Gelegenheit zum Fachsimpeln gab
es auch wieder auf dem bereits 17. Feldtag
der SKW Piesteritz auf den Versuchsfeldern in
Cunnersdorf. Für die fast 1.000 Besucher lohnte
es sich vor allem einmal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich mit Kollegen
und Firmenvertretern zu aktuellen Fragestellungen der Landwirtschaft auszutauschen.
Fakt ist auch: Um Neues zu schaffen, ist es wenig zielführend im eigenen Saft zu schmoren.
Deutlich viel versprechender ist es Experten unterschiedlicher Bereiche zusammenzubringen.
Das menschliche Gehirn besteht schätzungsweise aus 100 Milliarden bis zu einer Billion
Nervenzellen und weist insgesamt etwa eine
Billiarde Synapsen auf. Intelligente Gehirne
haben nicht mehr Nervenzellen, sondern
einfach mehr Verbindungssynapsen als der
Durchschnitt. Im übertragenen Sinne bedeutet
dies, dass auch die Innovatoren von heute die
Verbindungen zu anderen Unternehmen für die
gegenseitige gedankliche Befruchtung nutzen
sollten. So ergriffen auch Forschungsmitarbeiter des Agrofert-Konzerns - praxisnah auf
dem Feldtag - die Chance zum Erfahrungsaustausch. Das 5. Agrofert-Meeting zum Thema
Düngemittel brachte am 9. und 10. Juni
Fortsetzung auf Seite 2 ...
Feldtage: Was des Bauern Herz begehrt
Feldtage. Landwirte, Berater, Händler, Studenten und Auszubildende – fast 1.000 Teilnehmer besuchten den 17. Feldtag der SKW
Piesteritz am 9. Juni.
An etwa 40 Stationen auf dem ca. 15 ha großen
Versuchsfeld konnten sich die Besucher über
Neuigkeiten und Empfehlungen aus den Bereichen Düngung, Pflanzenschutz oder Landtechnik informieren. „Der Feldtag war wieder ein
voller Erfolg“, freute sich Dr. Carola Schuster,
Leiterin der Landwirtschaftlichen Anwendungsforschung Cunnersdorf. Schwerpunkt bei den
innovativen Düngespezialitäten der SKW Pieste-
Premiere für die neuen Flüssigdünger auf dem Feldtag
ritz bildete in diesem Jahr die Markteinführung
der neuen schwefelhaltigen N-Flüssigdünger
PIASAN®-S 25/6 und ALZON® flüssig-S 25/6.
Diese innovativen Flüssigdünger enthalten neben 25 % Stickstoff auch 6 % Schwefel. Sie stellen damit eine Neuheit sowohl im deutschen als
auch im internationalen Markt dar.
Auch für das 5. Agrofert-Meeting bildete der
Feldtag in Cunnersdorf einen praxisnahen Auftakt. Nach einer geführten Tour über die Versuchsfelder standen für die Forschungsmitarbeiter des Agrofert-Konzerns Vorträge von
Professoren der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie des Leibniz-Institutes für
Pflanzenbiochemie Halle auf dem Programm.
Am darauffolgenden Tag ging es für die Teilnehmer nach Wittenberg, wo sie sich im „Elbebogen“ über die neuesten Forschungsergebnisse im Düngemittelsektor austauschten. Prof.
Hans-Joachim Niclas, Zentralbereichsleiter For-
5. Agrofert-Meeting: Forschungsmitarbeiter des
Agrofert-Konzerns auf dem Feldtag der SKW Piesteritz
schung und Entwicklung, war sehr zufrieden
mit dem Ergebnis: „Die Qualität dieses Gedankenaustausches bewegte sich wieder auf einem
sehr hohen Niveau, für alle Teilnehmer ein interessanter Erkenntnisgewinn.“
Alle Rekorde schlugen in diesem Jahr die DLGFeldtage vom 15. bis 17. Juni 2010 in Bockerode bei Hannover. Den über 21.000 Besuchern
bot sich ein einzigartiges Informationsangebot
rund um den modernen Pflanzenbau. „Wir
wurden an unserem Stand fast überrannt“,
freute sich Helga Ohlmann, Zentralbereichsleiterin Marketing/Verkauf über die hervorragende Besucherresonanz. „Unser Beratungsteam
Das Torwandschießen der SKW Piesteritz war ein
besonderer Anziehungspunkt für die Besucher
am Stand war pausenlos gefragt, wir haben viele interessante Fachgespräche führen können.“
Die Fragen der Fachbesucher zu den neuen
Produkten konnten innerhalb eines Forums beantwortet werden, auch den Journalisten stand
ein SKW-Team dazu Rede und Antwort.
Investitionen - für jeden sichtbar
Finanzen. Der Monat Mai war durch die
noch laufende Düngesaison positiv beeinflusst. Aufgrund erhöhter Niederschläge hat
sich die Produktnachfrage von flüssigen hin
zu festen Düngemitteln verlagert.
So wurden 11.000 Tonnen PIAGRAN, 4.000
Tonnen ALZON und 6.000 Tonnen PIAMON über Budget verkauft. Bei den Flüssigdüngern haben wir 6.000 Tonnen eingebüßt - in Summe jedoch eine positive
Mengenbilanz. Das Geschäft mit den Industrie-
chemikalien verlief stabil. All diese Faktoren
führten insgesamt zu einer Umsatzsteigerung
von 8 Millionen Euro gegenüber Budget.
Das Ende der Düngemittelsaison führt zu sinkenden Verkäufen innerhalb der nächsten Monate und damit zu weniger cash-Eingang. Dass
trotzdem kräftig investiert wird, sieht man am
Beispiel der gelieferten Flüssigdüngertanks im
Nordwerk. Es gilt also mehr denn je die Devise:
Jeder gesparte Euro zählt.
Wolfgang Witte, Abt. RC
IMPRESSUM Herausgeber: Geschäftsführung der SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH Redaktion & Layout: Joachim Haegert, Carina Pflug (Red.) Fotos: SKW Piesteritz Druck: Barbara Rausch
Fortsetzung von Seite 1 ...
Experten auf diesem Gebiet zusammen:
Vertreter der Firmen VUCHT, DUSLO (Slowakei),
LOVOCHEMIE (Tschechien), der slowakischen
Landwirtschafts-Universität Nitra und der
SKW Piesteritz diskutierten neue Forschungsergebnisse der Pflanzenernährung und der
Düngemittelproduktion.
Aufgrund der zunehmenden nationalen und
internationalen Verflechtungen, steigenden
Wettbewerbs und anhaltender Technologisierung sind die Verantwortlichen in den
Unternehmen darauf angewiesen, auf allen
Gebieten des Düngemittelsektors voneinander
zu lernen. Auf diese Vernetzung innerhalb des
Agrofert-Konzerns setzen wir auch weiter –
auch Traditionen haben eben ihren Sinn.
Ihr Rüdiger Geserick
Fuhrpark ausgetauscht
Fuhrpark. Mit dem Auslaufen der alten Leasingverträge hat SKW Piesteritz im Juni seinen
kompletten Fuhrpark einheitlich erneuert. Die
42 neuen PKW (VW Passat) fahren wie schon
die Vorgängermodelle mit umweltfreundlichem
Erdgas. Finanziell unterstützt wurde der Tausch
maßgeblich durch den Erdgaslieferanten VNG
und den Hersteller VW.
Doppelt so viele Azubis Straßenbrücke gesperrt
Ausbildung. Die SKW Piesteritz verdoppelt
für die Ausbildungsjahre 2010 und 2011
die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze. In den
nächsten beiden Jahren erhalten deshalb je
30 - und nicht wie sonst 15 - neue Azubis in
sechs verschiedenen Berufen eine Lehrstelle
im Unternehmen.
Dies wurde im aktuellen Personalnachfolgekonzept festgelegt. Da in den nächsten Jahren überdurchschnittlich viele Mitarbeiter in
den Altersruhestand gehen, müssen rechtzeitig
junge Nachfolger gefunden werden. Derzeit
übernimmt SKW Piesteritz die Ausbildung in
folgenden Berufen: Chemikant/in (16), Chemielaborant/in (4), Elektroniker/in für Betriebstechnik (2), Elektroniker/in für Automatisierungstechnik (2), Industriemechaniker/in (4),
Industriekaufmann/frau (2).
Bereits im September 2009 wurde bei der Berufsbildungsmesse in Wittenberg der Startschuss
für die Suche nach neuen Auszubildenden gelegt. Bis jetzt sind knapp 300 Bewerbungen
eingegangen. 190 Bewerber davon wurden im
März in einem Einstellungstest auf „Herz und
Nieren“ geprüft. Bei den Vorstellungsgesprächen ab April 2010 waren noch 60 Bewerber im
Rennen. Mittlerweile ist die Auswahl getroffen.
Dass auch nach dem Ende der Ausbildungszeit
gute Chancen für eine Weiterbeschäftigung bei
SKW Piesteritz bestehen, beweist die aktuelle
Statistik: Von 27 Azubis, die im Februar 2010
ausgelernt hatten, stellten 23 einen Antrag
auf Übernahme, 17 Jungfacharbeitern konnte
daraufhin ein Anstellungsvertrag angeboten
werden. Bei entsprechend guten Leistungen im
theoretischen und vor allem im praktischen Teil
der Ausbildung waren sogar unbefristete Verträge möglich.
Entscheidungen in der höchsten Instanz
Aufsichtsrat. Birgit Lorenz und Uwe Eichelkraut
wurden im Februar 2008
als
Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der
SKW Piesteritz gewählt.
Die Hälfte ihrer fünfjährigen Amtszeit ist nun um Zeit, um eine Zwischenbilanz zu ziehen.
Birgit Lorenz
Frau Lorenz, der Aufsichtsrat ist sozusagen
die höchste Instanz der SKW Piesteritz. Wie
setzt sich dieses Gremium zusammen und
was wird dort entschieden?
B. Lorenz: Der Aufsichtsrat der SKW Piesteritz
besteht aus sechs Mitgliedern: vier Vertretern
der Anteilseigner (Andrej Babiš, Dr. Miroslav
Spěváček, Jaromír Šilhan, Oswald Lochbrunner) und uns zwei Arbeitnehmer-Vertretern.
Herr Eichelkraut und ich sind unabhängig und
zur Verschwiegenheit verpflichtet. Während die
Geschäftsführung die Gesellschaft nach außen
vertritt und für das operative Tagesgeschäft
verantwortlich ist, hat der Aufsichtsrat eine
Überwachungsfunktion und darüber hinaus
das Recht die Geschäftsführung zu bestellen
bzw. abzuberufen. Alle strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen betreffen, werden hier getroffen. Dazu gehören beispielsweise
Standortentscheidungen, Grundstücksveränderungen oder Investitionsprogramme.
Bauarbeiten. Die Straßenbrücke im AgroChemie Park zwischen Nord- und Südwerk
ist voraussichtlich bis zum 6. August 2010
gesperrt.
Aufgrund erheblicher Fahrbahnschäden muss
die Brücke komplett saniert werden. Ausnahmeregelungen gibt es nur für mögliche Einsätze der Werkfeuerwehr im Havariefall. Für
Fußgänger wird der ostseitige Fußweg auf der
Brücke begehbar bleiben. Mitarbeiter sollten
diese Verkehrseinschränkung in ihrem dienstlichen Ablauf berücksichtigen. Fahrzeuge müssen für die Strecke zwischen Nord- und Südwerk die öffentlichen Verkehrswege außerhalb
des Werkes benutzen.
Betriebsversammlung
Am 30. Juni 2010 findet um 13.45 Uhr
im Speisesaal der Küche Nord die
nächste Betriebsversammlung statt.
Einstellungen
Bereich Ingenieurtechnik:
Bärbel Rosenau
Entwicklung der
Bruttoverdienste
Welche Möglichkeiten der
Mitbestimmung haben Sie
im Aufsichtsrat?
U. Eichelkraut: Wir werden in diesem Gremium als
gleichwertige
Mitglieder
anerkannt und akzeptiert.
Somit haben wir die Möglichkeit unternehmerische
Entscheidungen mitzugeUwe Eichelkraut
stalten. Das ist aber nicht
immer leicht. Einerseits sind wir die Interessenvertreter der Belegschaft. Andererseits sind
wir in unserer Funktion auch Sachverwalter der
allgemeinen Unternehmensinteressen, also zu
einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den
Vertretern der Anteilseigner verpflichtet.
* ohne Sonderzahlungen
Welche Themen können Sie in die Aufsichtsratssitzungen einbringen?
B. Lorenz: Vor den Aufsichtsratssitzungen bekommen wir die Tagesordnung und umfassende Informationen dazu. Danach haben wir die
Möglichkeit noch Punkte zu ergänzen. Wir sprechen im Vorfeld mit den Betriebsräten über Themenvorschläge, die in die Sitzungen eingebracht
werden sollen, beispielsweise über Bonuszahlungen für ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr. Die
Erwartungshaltung an uns ist dabei natürlich
sehr hoch. Wir setzen uns ein für einen sicheren
Standort, sichere Arbeitsplätze und die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg.
So titelte die
Mitteldeutsche
Zeitung im April
diesen Jahres.
SKW
Piesteritz
liegt
mit
seinen
Tarifgehältern dagegen deutlich über dem Durchschnitt der im Osten üblichen Löhne. Die
Tarifentgelte im Osten lagen 2009 etwa bei
96 % des Westniveaus. Da allerdings nur 23 % aller
ostdeutschen Unternehmen tarifgebunden sind,
erreichten die tatsächlich gezahlten Löhne und Gehälter im Osten 2009 nur 83 % des Westniveaus.
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