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2013 Broschüre Künstlervorstellung 290113 - Mecklenburgische

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KUNST: OFFEN 2013
DOMJÜCH
… das erste Mal diesen Ort erleben, hören was hier geschehen ist: Zwischen 1899 und 1902
wurde die erste Landesirrenanstalt des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz am
Domjüchsee bei Neustrelitz erbaut. Sie war zur damaligen Zeit eine der modernsten
Einrichtung; Zentralheizung, fließendes kaltes und warmes Wasser und ein junger Arzt als
Anstaltsleiter, der seinen Patienten und dem hier arbeitenden Personal sehr zugetan war.
Nach 1945 erlebte dieser Ort 48 Jahre sowjetische Besatzung, danach 17 Jahre stummen
Verfall. Zu viele Jahre war der Ort nicht nur ein verwunschener, sondern auch ein
verschwundener Ort am Rande der Stadt Neustrelitz.
Durch das Engagement des Vereins zum Erhalt der Domjüch wurden ab 2010 erste
wirksame Schritte unternommen, um den Verfall der Gebäude zu stoppen. Lesungen,
Konzerte, Führungen und Ausstellungen unterschiedlichen Couleurs laden seit 2011
Einheimische und Gäste zum Genießen dieser besonderen Atmosphäre ein. Domjüch ist ein
Ort geworden, wo Menschen sich begegnen – Vergangenheit und Gegenwart erleben.
Mehr unter: www.domjüchsee.eu
Ausstellung auf der Domjüch, Neustrelitz, anlässlich der Aktion KUNST: OFFEN 2013
9 : Räume
9 Künstler aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte stellen sich vor
Sylvester Antony, Wrodow
„Seine Bilder sind ein magischer Gegenentwurf n einer schein-rationalen Welt. Durch ein
Stipendium für die Türkei, verbrachte Antony ein halbes Jahr in den frühchristlichen
Höhlenkirchen von Göreme und Ihlara.
Die transpersonalen Erfahrungen sind Hintergrund seiner Arbeiten. Dabei geht es nicht um
die Wiederbelebung alter mystischer Ideen oder esoterischer Verrücktheiten, sondern um
gegenwärtige Kunstpositionen zwischen Materialismus, Spiritualität und Prophetie; im Traum
erschien mir die Wirklichkeit, Kunstmagie Noveau. Ich habe gemalt…In dem Bilderzyklus
„Cocaine City“ setzt sich Antony mit dem Verhältnis von Geld, Drogen und geheimen
Wünschen auseinander. Die Befehle der Stadt sind großflächige Installationsbilder im
expressionistischen Stil. Eine global surrealistische Inszenierung aus Geld, Sex, Gold und
Drogen. Fast alle Banknoten tragen Spuren von Kokain und wir tragen alle Spuren von
Banknoten…
Im zweiten Teil seines Bilderzyklus entstanden Fotoarbeiten mit Bernd Lasdin. Antony
inszenierte die Einwohner des Dorfes Wrodow in einer Alte-Ego-Situation vor den Bildern
von „Cocaine City“. Die heroische Tat unserer Triebe zu kontrollieren, führt zum Alltag im All.
In Traumsequenzen zeigen die Bilder den daraus erwachsenen Konflikt. So lautet der
Befehl: Immer wenn die Kreativität hinschwinden will, Ideenlosigkeit den Tag beherrscht,
erschaffe ich mich selbst neu.“
Björn Krüger
Anke Fabian, Neustrelitz
Installation
Bewusstseinszustand zum Raum und zur Zeit
Verschiedene Materialien
Geboren in Waren/ Müritz
Abitur in Neustrelitz
Verschiedene Tätigkeiten in Berlin, Potsdam, Dresden und Rostock
Studium der Restaurierung an der Hochschule für Bildende Kunst Dresden
Diplom als Gemälderestauratorin
Seit 1997 freiberuflich in Mecklenburg als Restauratorin und Malerin tätig
Carolin Große, Kreckow
1970 geboren
1991-92 Grundstudium Kunst/ Architektur an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee
1993-2000 Studium Ethnologie und Russistik an der FU und HU Berlin
1993-99 u. 2008 Reisen nach Russland und Westsibirien
Veröffentlichungen, Ausstellungen, Dia-Vorträge zum Thema Rentierzüchter
Erdölindustrie:
1994-97 u.a. in Potsdam, Wittenberge, Cottbus, Berlin und Halle
1998 Museum für Völkerkunde Göttingen, Völkerkundemuseum Leipzig
2002 Heimatmuseum Strasburg/ Um.
2003 Museum der Kulturen der Welt, Frankfurt a.M.
2012 Burg Klempenow
Seit 2005 freiberuflich tätig mit Webdesign und Fotografie
und
Bernd Lasdin, Neubrandenburg
Fotograf
1951 in Neubrandenburg geboren
Nationale und internationale Ausstellungen, u.a. USA, Kanada, Russland, Ukraine, Israel,
Frankreich
„Menschen sind Bernd Lasdin Lebensthema. Der gelernte Fotograf, Bildreporter und
studierter Fotografiker hat seit mehr als 20 Jahren immer wieder groß angelegte thematische
Porträtserien geschaffen, die deutschlandweit und international für Aufsehen gesorgt haben,
etwa „Jugend in Deutschland“ oder „Zeitenwenden – 20 Jahre im Leben eines Menschen“…
Besonders Lasdins Serie „Jenseits des Wohlstands. Portraits von Sozialhilfeempfängern“ hat
das bildsprachliche Vokabular zum Thema „Unterschicht“ geprägt.“
Philipp Schroeder
Joachim Lautenschläger*, Groß Nemerow
Maler, Grafiker, Designer
1944 in Zwickau geboren
Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
„…Viele Künstler argumentieren auf der Ebene der Zeichen. Was Sehen aber ausmacht, ist,
dass es uns in direkten Kontakt mit dem Sein bringt. Das Sein ist da und Lautenschläger
bereitet es auf der malerischen Ebene auf mit einer Geschichte des Überlebens, kubistisch
gedacht und in Farben von blau bis Purpurrot. Manche Häuser stehen, als müssten sie sich
wärmen in ihrer Stummgefrorenheit, andere leuchten im Abendlicht. Lautenschläger spürt
nach innen, während er schaut. Manchmal sieht es so aus, als haben sich die Gegenstände
von sich aus der ruhenden Leinwand genähert – kriechend wie ein Tierpanzer, in Form eines
Farbflächenkonglomerats. Lautenschläger sieht die Dinge komplex und wie sie sich
zusammensetzen. Er wartet ab. Ein Maler auf Empfang. Die Bilder wispern die Antworten.
Der Maler lauscht, heimgekehrt aus dem Tosen der Menschenplagen.“
Christoph Tannert
Arno Christian Schmetjen, Neustrelitz
1957 geboren in Helmste, Kreis Stade, Niedersachsen
1984-90 Studiengang Freie Kunst an der FH Hannover/ Herrenhausen
1993 KUNST-ZEIT-Preis, Stade
1995-2000 Stipendien in Potsdam, Lübeck, Berlin, Sachsen-Anhalt
2001 Förderpreis Bildende Kunst des Landes Brandenburg
2005 Brandenburgischer Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung
Ausstellungen (Auswahl):
1992-2012 – verschiedene Ausstellungen im Marschtorzwinger Museum, Buxtehude
1997 „Ein Bild ist ein Bild ist ein Bild“ Galerie >Markus Richter, Potsdam und
bis 2007 weitere Ausstellungen in Potsdam
1998 „Licht – Bläulich – Licht“, Galerien Thilo Steiger, Lübeck
2001+02 Galerie Georg Nothelfer, Berlin
2004+13 Kunstverein Kloster Bentlage, Rheine
2004 Brighton Artist Gallery, GB
2012 „CARBON GOES ART“ Städtisches Museum Kalkar
Werke in privaten & öffentlichen Sammlungen (Auswahl):
Amtssitz des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue
Bundesministerium für Wirtschaft u. Technologie, Berlin
Europäische Zentralbank Frankfurt a.M.
NDR, Hamburg u. RBB, Potsdam
Deutsche Shell AG Hamburg
Detlev Schwarz*, Roga
1950 geboren in Brandenburg an der Havel
1969 Studium an der Hochschule für Bildende Kunst in Dresden
1972 Abschluss als Theatermaler und Tätig am Theater der jungen Garde in Dresden
1974 Studium der Malerei/ Grafik an der Kunsthochschule Berlin/ Weißensee
1975 Hochschulwechsel – zurück nach Dresden
1977 ab November Aufnahme des Studiums bei den Professoren Kettner, Bondzin und Klotz
1980 Diplom bei Prof. Damme, Übersiedlung nach Neubrandenburg
1983 Mitglied im Verband Bildender Künstler M-V
Intensive Beschäftigung mit der Radierung und Auftragsarbeiten
Reisen nach Bulgarien, Ungarn, Petersburg, Moskau, Kaukasus, CSSR, Paris
1990 Mitglied im Bundesverband der Bildenden Künstlern
1991 Ansiedlung in Roga bei Neubrandenburg, Bezug des neuen Ateliers
Ausstellungen in verschiedenen Städten u.a. in Berlin, Hamburg, Neubrandenburg, Lyon,
Dresden, Rostock, Stettin, Brüssel
Beteiligung an zahlreichen Plenairs, Gruppenausstellungen und Workshops
Studienreisen u.a. nach Frankreich, Griechenland, Norwegen, Italien
Arbeiten befinden sich im Besitz von privaten und öffentlichen Sammlungen
Katharina Vogt, Triepkendorf
Katharina Vogt studierte nach einem zeichnerischen Grundstudium Kommunikationsdesign
in Berlin und Potsdam. Plastische Arbeiten entstanden vorwiegend bei der Berliner
Bildhauerin Christine Dewerny. Seit 1997 arbeitet sie als freiberufliche Grafikerin und
Bildhauerin. Das Werkspektrum umfasst Zeichnungen, Druckgrafiken, Bronzeplastiken,
Stein- und Holzskulpturen sowie Objekte verschiedener Materialien. K.V. schöpft aus dem
Formenreichtum der Natur und des unmittelbaren Lebensraumes, bewahrt, abstrahiert,
verwandelt, erfindet. Regelmäßige Ausstellungen sowie Kurse für Kinder und Erwachsene
begleiten das Schaffen. Gemeinsam mit Michael Vogt entstehen Klanginstallationen und
Ausstellungskonzepte. Beide leben auf dem Hof der KulturWirtschaft zu Triepkendorf, einem
Veranstaltungsort für bildende Kunst und Musik.
Rene Winter, Wustrow
1979 in Neustrelitz geboren
1985-95 Besuch der Polytechnischen Oberschule Johannes-Hader in Wesenberg
1995-99 Lehre als Heizungs- und Lüftungsbauer in Neustrelitz
2000-01 Facharbeiter als Anlagen- und Maschinenbauer
2001-03 Mitwirkung im Kunst- und Kulturverein FORTSCHRITT 3000 e.V. in Neustrelitz
Seit 2003 freischaffend als Metallkünstler
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