close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Die tun was - Stolpersteine in Rheinberg

EinbettenHerunterladen
RHEINBERG · XANTEN · ALPEN · SONSBECK
Samstag, 31. Januar 2009
NRX_2
KLARTEXT
Eine runde Sache
Die Stolpersteine sind zum Selbstläufer geworden.
D
er Anfang ist gemacht. 25
Zusagen für Stolperstein-Patenschaften liegen vor. Das
Projekt hat sich zum Selbstläufer entwickelt, jetzt müssen
den Worten Taten folgen. Weil
die Menschen sehen müssen,
hier passiert was, weil die wenigen noch lebenden Zeitzeugen nicht jünger werden. Der
Initiativkreis hat sich etwas
schwer getan bei der Eingrenzung der Opfer des Nationalsozialismus, für die Stolper-
steine verlegt werden sollen.
Doch die Entscheidung ist gut,
so wie sie gefallen ist. Außerdem: Aufgeschoben ist nicht
aufgehoben. Vielleicht entwikkelt sich aus dem Initiativkreis
eine Gruppe, die sich auch um
andere Gedenksteine in
Rheinberg kümmert. Was ist
eigentlich aus dem Denkmal
für das Kriegsgefangenenlager geworden?
CARMEN FRIEMOND
c.friemond@nrz.de
Wo man singt,
da lass dich nieder
RUHR 2010. Zum Beispiel am 5. Juni 2010 in
Rheinberg. Beim „!Sing - Day of Song”.
RHEINBERG. Am 5. Juni 2010
soll Rheinberg singen. Und
zwar ganz Rheinberg, sprich so
viele Chöre wie möglich. Das
wünscht sich auf jeden Fall
Vera Thuleweit vom Kulturbüro der Stadt. Der 5. Juni steht
im Rahmen der Ruhr 2010 unter dem Motto „!Sing - Day of
Song” - und in allen Kommunen, die sich am Kulturhauptstadtprogramm beteiligen, soll
dann gesungen werden. In diesen Tagen bekommen die
Rheinberger Chöre Post aus
dem Stadthaus mit der Bitte,
sich an einem solchen Event zu
beteiligen.
Ursprünglich hätte Vera
Thuleweit gerade aus dem 5.
Juni gerne ein Projekt gemeinsam mit Rheinbergs Partner-
stadt Montreuil-sur-Mer gemacht. Aber die Franzosen haben in dieser Woche abgesagt,
der Juni sei für sie allein aufgrund der zahlreichen schulischen Verpflichtungen (Abitur
etc.) ganz ungünstig.
Zwei Termine für den 5. Juni
hat bereits die Organisation
von Ruhr 2010 vorgegeben.
Um 12.10 Uhr soll in allen beteiligten Städten und Gemeinden ein bestimmtes Ruhrgebietslied gesungen werden.
Und: Abends gibt es ein großes
Abschlusskonzert in der Arena
auf Schalke. Wobei dort aus
Platzgründen nicht alle teilnehmen können. Ansonsten
steht es jeder Kommune frei,
wie sie das Programm am Liedertag gestaltet. (cf)
Das Skaterforum präsentierte seine Ideen im Jugendhilfeausschuss. So überzeugend, dass schnell klar war: Keiner hat etwas gegen die neue Anlage. (Foto: MA)
Die tun was
JUGEND. Und das lohnt sich. Das Skaterforum präsentierte Ideen für eine neue Anlage am Zuff. Grünes Licht im Ausschuss.
CARMEN FRIEMOND
RHEINBERG. Wer was tut, bekommt auch was dafür. Wie die
jungen Leute vom Skaterforum. Die fordern nicht einfach
nur, die haben sich eine Menge
Gedanken gemacht, ein Konzept erstellt und das auch noch
überzeugend präsentiert. Mit
dem Ergebnis, dass der Jugendhilfeausschuss auf seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für
die Skaterbahn am Zuff gab.
Ums Geld geht’s erst in ein
paar Wochen, wenn der städtische Haushalt diskutiert wird,
aber der Tenor der Diskussion
war eindeutig - ja zur neuen
Anlage.
Acht Elemente
aus Beton
Wenn die Skaterkuhle am
Rathaus durch den Umbau des
Marktes wegfällt, dann haben
die Rheinberger Skater ein Problem. Teil des Mehrgenerationenspielplatzes, so Felix und
Oliver, die das Konzept des Forums präsentierten, könne eine
neue Anlage nicht werden:
„Das wird Stress geben.” Und
zwar mit den anderen Besuchern dieses Platzes.
Der Platz am Zuff wäre ideal.
Nicht in seiner derzeitigen
Form, das seien bislang 14 mal
17 Meter. Aber das Areal dahinter könne man dazunehmen, der Rasen werde so gut
wie gar nicht genutzt.
Für den neuen Platz wünscht
sich das Forum acht verschiedene Elemente, und zwar aus
Beton. Das Material sei erstens
haltbarer als Aluminium und
die Geräuschkulisse geringer,
da es keine Hohlräume gebe.
Auch mit möglichen Anbietern
haben sich die Jugendlichen
bereits in Verbindung gesetzt.
Die Anschaffung der Elemente
würde rund 25 000 Euro kosten, wie viel noch einmal für
die Asphaltierung aufzubringen sei, könnten sie nicht sagen.
Wenn die Kuhle am
Rathaus wegfällt
Dafür aber Bürgermeister
Hans-Theo Mennicken. Die alte Fläche habe vor Jahren rund
22 000 Mark gekostet. Sollte
der vordere Teil mit Parkplatz
gleich mit asphaltiert werden was eine sinnvolle Idee der jungen Leute sei - dann rechnet er
mit weiteren 25 000 Euro. Fer-
tig werden soll der neue komplette Platz spätestens dann,
wenn die Skaterkuhle am Rathaus wegfällt.
Kosten sind für den Ausschussvorsitzenden
Klaus
Lang (SPD) in dieser Debatte
aber nicht das Wichtigste, wie
er in der Sitzung betonte. Sondern dies: „Überzeugende
Konzepte und Jugendliche, die
sich einsetzen.”
Und wenn man über Kosten
rede, dann sei aus der Diskussion klar geworden, dass es bei
diesem Punkt bei den Etatberatungen sicherlich keinen Streit
geben werde.
Ein neues Gesicht
für die City
STADTENTWICKLUNG. Riesenpaket für Sanierung und Umbau wird jetzt den
Bürgern vorgestellt. Mit der Skaterkuhle am Rathaus soll’s losgehen.
 Sparkasse
Duisburg
Verstärkung gesucht!
Bewerben Sie sich jetzt um einen Ausbildungsplatz.
Wir brauchen zielstrebige und kontaktfreudige Auszubildende. Wenn Sie sich für eine anspruchsvolle
und praxisnahe Ausbildung interessieren, bewerben Sie sich um einen Ausbildungsplatz zur/zum:
 Bankkauffrau/Bankkaufmann
für den Ausbildungsstart zum 01.08.2010, mind. Fachhochschulreife, Dauer 21/2 Jahre
 Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation
für den Ausbildungsstart zum 01.08.2009 oder 2010, mind. Fachoberschulreife, Dauer 3 Jahre
In beiden Ausbildungsberufen erwarten wir Kundenorientierung und ein hohes Engagement beim
Verkauf von Finanzdienstleistungen. Weitere Informationen fi
finden
nden Sie unter www.sparkasse-duisburg.de.
Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung!
Sparkasse Duisburg, Ausbildung, Postfach 10 15 11, 47015 Duisburg
RHEINBERG. Es wird teuer
werden. So viel steht jetzt
schon fest. 5,63 Millionen Euro
stehen am Ende der langen Liste, die die Verwaltung für die
Sanierung der Innenstadt zusammengestellt hat. Unter anderem werden für Orsoyer und
Rheinstraße rund 2,8 Millionen Euro veranschlagt, für den
Markt 660 000 Euro und den
Kanal 1,5 Millionen Euro. Und
das ist noch nicht alles. In der
Aufstellung fehlt zum Beispiel
die neue Skateranlage am Zuff
- als Ersatz für die jetzige Skaterkuhle am Alten Rathaus -,
der Umzug des Fachbereichs
Jugend und Soziales aus dem
Alten Rathaus, damit dort Gastronomie einziehen kann und
auch die Verlagerung der Arbeiterwohlfahrt, da das Gebäude dem Ausbau des Knotenpunktes Bahnhofstraße/Wälle
weichen soll.
Anwohner
beteiligt
Und auch die Bürger werden
zur Kasse gebeten. Indirekt sowieso, nämlich über die Steuern, wie FDP-Fraktionsvorsitzender Herbert Becker im Bauausschuss anmerkte, aber auch
ganz direkt. Die Höhe der Kosten für die beitragspflichtigen
Anwohner der Nord-Süd-Achse richtet sich letztendlich nach
dem Pflaster, das ausgewählt
wird. Betonstein ist günstiger
als Natursteinpflaster. Die Bürger müssten genau erfahren,
Das soll bald anders aussehen: Die Skaterkuhle am Rathaus kommt weg. (Foto: Archiv)
was auf sie zukomme. Becker
erinnerte auch daran, dass die
Stadt in den rund zweieinhalb
Jahren Bauzeit, die die Verwaltung geschätzt hat, weiter erreichbar sein müsse - gerade im
Interesse der Einzelhändler.
Die Umbauarbeiten in der
City sollen auf dem Markt beginnen. Die Skaterkuhle soll
verschwinden, statt dessen
Bäume gesetzt werden. Daran
anschließen könnte sich Sanierung von Orsoyer- und Rheinstraße in insgesamt fünf Bauabschnitten. Anschließend kämen die Wälle an die Reihe.
Jetzt werden die Bürger mit
ins Boot geholt. Bei einem ersten Termin soll die Planung
vorgestellt werden und die Anregungen der Bürger eingeholt
werden. Die gehen wieder in
den Rat, werden dort abgewogen. Was dabei herauskommt,
wird den Bürgern in einer zweiten Beteiligungsrunde präsen-
tiert. Außerdem geht die Diskussion mit den Rheinbergerinnen und Rheinbergern dabei
auch ins Detail, Materialien
und andere Punkte werden mit
ihnen erörtert.
Offener
Prozess
Die Verwaltung betont, Wert
darauf zu legen, dass Anregungen nicht nur während der Infoveranstaltungen eingebracht
werden könnten. Sie strebe einen offenen Planungsprozess
an. So seien bereits Überlegungen, die unter anderem vom
Stadtmarketing gekommen seien, überprüft und zum Teil
auch in der Planung berücksichtigt worden.
Die Rheinberger können
jetzt erst einmal noch Karneval
feiern. Mitte März, schätzt die
Verwaltung, werde die Bürgerbeteiligung beginnen. (cf)
Document
Kategorie
Kunst und Fotos
Seitenansichten
4
Dateigröße
119 KB
Tags
1/--Seiten
melden