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FEATURE INFORMATIONEN
I.
November 2014
AUS DER REDAKTION
Back to basic
S. 2
II.
HINWEISE DES MONATS
S. 3
III.
DAS PROGRAMM:
IV.
SWR 2 Feature am Sonntag (14.05 Uhr)
S. 4
SWR 2 Essay (Montag, 22.03 Uhr)
S. 6
SWR 2 Literatur (Dienstag, 22.03 Uhr )
S. 8
SWR 2 Feature (Mittwoch, 22.03 Uhr)
S. 9
IMPRESSUM
S. 11
Bitte beachten Sie auch unser Internet-Projekt
www. dokublog.de
Außerdem informieren wir Sie gerne mit unserem newsletter per e-mail über das aktuelle
Feature-Programm der jeweils kommenden Woche. Sie können ihn im Internet bestellen
unter www.swr2.de/feature. Manuskripte der Sendungen können Sie ebenfalls auf unseren
Internetseiten einsehen, Sende-Mitschnitte bei SWR Media Services bestellen: 76522
Baden-Baden; Tel: 07221-929 26030; Fax: 07221-929 24511
1
I. AUS DER REDAKTION
Back to basic
Jörn Klare unter Kaninchen
Er war in westafrikanischen Slums. Er war in ostasiatischen T-Shirt-Fabriken. Er war bei
den Bauarbeitern in Dubai. Er war bei der Bundeswehr in Afghanistan. Er war auf
schottischen Whiskyinseln und auf karibischen Steueroasen. Er war auf Skiern vom
Matterhorn zum Mont Blanc unterwegs. Er ist die Seidenstraße entlang gereist und auf
den Fuji in Japan gestiegen. Er hat den Wert seines Körpers auf Euro und Cent
berechnen lassen und eine seiner Nieren zum Verkauf angeboten. Der Journalist Jörn
Klare war fast überall und hat fast alles gewagt. Und jetzt berichtet er über
Kaninchenzüchtervereine… Freunde und Familie machen sich Sorgen: haben sie Dich
aufs Abstellgleis geschoben? Läuft es nicht mehr mit dem Investigativ-Journalismus?
Zugegeben: gefährlich ist es bei Kaninchenzüchtern nicht. Aber ein fremdes Terrain ist die
Kaninchenzucht dennoch. Das wenige, was man über sie weiss, stammt von
Journalismusanfängern, die von ihren Lokalredaktionen zu Berichten über örtliche Vereine
genötigt werden. Tatsächlich: die Kaninchenzüchterreportage ist für Jungjournalisten das,
was Zwiebeln schälen für angehende Köche ist. Sie steht geradezu synonym für die
Leiden der Lehrzeit. Aber hat ein Reporteranfänger schon den geschärften Blick und den
noch schärferen Intellekt, um das Phänomen Kaninchenzucht vollständig zu
durchdringen? Natürlich nicht. Und deshalb muss da irgendwann doch noch einmal ein
gestandener Journalist und Feature-Autor ran. Einer wie Jörn Klare.
Sonntag, 2.11.2014. 14.05 Uhr
Die Liebe zum Standard.
Feldforschungen in der Welt der Kaninchenzüchter
Von Jörn Klare
2
II. HINWEISE DES MONATS
Sonntag, 16.11.2014, 14.05 Uhr
Lage, Lage, Lage
Auf Monopoly-Straßen von 1936 durch Berlin
Von Egon Koch
Als das Monopoly-Spiel 1936 in Deutschland eingeführt wurde, gab es nur Berliner
Straßennamen auf dem grünen quadratischen Spielfeld: vom ärmeren Nordwesten Moabits
bis zum teuersten Grundstück: der Insel Schwanenwerder am Wannsee. Dort wohnte
Propagandaminister Joseph Goebbels, der nicht als reichsreichster Bewohner einer
Spitzenpreisimmobilie gelten wollte - und das Spiel noch im Jahr seines Erscheinens wieder
verbot. 1953 kam ein neues Monopoly mit bundesdeutschen Allerweltsstraßennamen auf
den Markt. Das alte Spiel wurde nie wieder aufgelegt. Autor Egon Koch spielt es jetzt noch
einmal: Von "Los" geht er durch die alten Monopoly-Straßen und Bahnhöfe und ins
Gefängnis - "nur zum Besuch". Er entdeckt, wo das Spiel noch heute Wirklichkeit wird. Und
wo in der heutigen Wirklichkeit das Spiel aufhört: bei Wohnungs- und Mietpreisen, bei
Spekulation und Bankrott. Sei kein Spielverderber - lautet der Appell an die Toleranz. Wenn
aber bereits das Spiel verdorben ist?
Mittwoch, 19.11.2014, 22.03 Uhr
Spitzelnde Freunde
Deutschland und der amerikanische Geheimdienst NSA
Von Thomas Gaevert und Söhnke Streckel
Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist die amerikanische National
Security Agency, kurz NSA genannt, in aller Munde. Sorgsam abgeschirmt, ist dieser
Geheimdienst hierzulande mit einem besonders großen technischen Aufgebot und starker
Manpower vertreten. Obwohl Deutschland seit 1994 souverän ist, blieben die US-Streitkräfte
und ihre Geheimdienste hier weiterhin stationiert. Sie können vom exterritorialen Boden ihrer
Kasernen aus handeln, ohne dass die Bundesregierung einen nennenswerten Einfluss
darauf hat.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erklärte sich Deutschland mit den USA
solidarisch, deren "Krieg gegen den Terror" uneingeschränkt zu unterstützen. Entsprechende
Geheimverträge folgten. Seitdem führt die NSA unter dem Deckmantel der
Terrorbekämpfung einen nachrichtendienstlichen Krieg auch von deutschem Boden aus. Die
Aktivitäten des Geheimdienstes haben eine lange Tradition, die er nicht aufzugeben gedenkt.
Sonntag, 23.11.2014, 19.30 Uhr
Mehrspur.Radio reflektiert
mit Wolfram Wessels
Dokublogthema: Bitte wenden!
Sandra Müller bloggt
Christiane Renye: Nachrichten aus dem Off
3
III. DAS PROGRAMM
Sonntag: SWR2 Feature am Sonntag, 14.05 – 15.00 Uhr
02.11.2014
Die Liebe zum Standard
Feldforschungen in der Welt der Kaninchenzüchter
Von Jörn Klare
Der Journalist Jörn Klare war schon in fast aller Welt und an beinahe jedem Krisenherd. Jetzt
aber führen ihn seine investigativen Recherchen in eine besonders fremde und ferne Szene:
die Welt der deutschen Kaninchenzüchter. Das Wenige, was man über sie weiß, weiß man
aus dem Lokalteil der Zeitung. Dort wo angeblich jeder Reporter mal angefangen hat (um
möglichst schnell weg- und weiterzukommen), erschließt sich dem erfahrenen Journalisten
ein vielfältiger Kosmos mit komplexen Regeln und Gebräuchen, allen voran: der "Standard",
der buchstäblich kaninchenhaarklein festschreibt, was ein schönes Kaninchen von einem
weniger schönen unterscheidet, was wiederum die Grundlage für die Unterscheidung von
Gewinnern und Verlierern ist. Die Kleintierwelt als Großmetapher. Natürlich hat Jörn Klare
auch versucht, mit den Kaninchen selbst zu sprechen …
09.11.2014
ARD Hörspieltage, Karlsruhe
SWR2 Spielraum – LIVE
Die Schatzinsel
Live-Musikhörspiel aus dem ZKM Karlsruhe am Kinderhörspieltag
Nach dem gleichnamigen Roman von Robert Louis Stevenson
Hörspielbearbeitung: Jörgpeter von Clarenau
16.11.2014
Lage, Lage, Lage
Auf Monopoly-Straßen von 1936 durch Berlin
Von Egon Koch
Als das Monopoly-Spiel 1936 in Deutschland eingeführt wurde, gab es nur Berliner
Straßennamen auf dem grünen quadratischen Spielfeld: vom ärmeren Nordwesten Moabits
bis zum teuersten Grundstück: der Insel Schwanenwerder am Wannsee. Dort wohnte
Propagandaminister Joseph Goebbels, der nicht als reichsreichster Bewohner einer
Spitzenpreisimmobilie gelten wollte - und das Spiel noch im Jahr seines Erscheinens wieder
verbot. 1953 kam ein neues Monopoly mit bundesdeutschen Allerweltsstraßennamen auf
den Markt. Das alte Spiel wurde nie wieder aufgelegt. Autor Egon Koch spielt es jetzt noch
einmal: Von "Los" geht er durch die alten Monopoly-Straßen und Bahnhöfe und ins
Gefängnis - "nur zum Besuch". Er entdeckt, wo das Spiel noch heute Wirklichkeit wird. Und
wo in der heutigen Wirklichkeit das Spiel aufhört: bei Wohnungs- und Mietpreisen, bei
Spekulation und Bankrott. Sei kein Spielverderber - lautet der Appell an die Toleranz. Wenn
aber bereits das Spiel verdorben ist?
4
23.11.2014
Liebe, Tod und Teufel
Acht Schauspielstudenten proben das Sterben und fühlen sich dabei sehr
lebendig
Von Andreas Kebelmann und Robert Schmidt
"Ich hatte mal 'ne Zeit große Angst vorm Tod und jetzt geh' ich eigentlich gar
nicht mehr davon aus, dass ich sterbe. Also ich hab's eigentlich nicht vor." Sie
sind Anfang 20 und üben das Sterben: acht Schauspielstudierende der
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Auf der Bühne gibt es
kaum ein Drama ohne Tod und auf die Bühne wollen sie. Aber wie lernt man die
Rolle eines Sterbenden? Und welche Rolle spielt der Tod in ihrem Leben, welche
Erfahrungen gibt es da? In diesem Feature treffen Leben und Tod aufeinander,
auf der Bühne wie im Leben. Im Text wie im Dialog, in der Vorspielrolle und beim
Arzt, am Morgen danach und beim Gastspiel in der Provinz. Bei jedem Erfolg
und Misserfolg. Der Tod als Hinwendung zum Leben?
30.11.2014
Alles Müller? oder Der öffentliche Schwabe
Von Florian Felix Weyh
700.000 Deutsche heißen Müller. Aber Christoph Müller ist einzigartig. Er war der
einflussreichste Zeitungs-Verleger und der wichtigste Theaterkritiker BadenWürttembergs. Und er hat als Chef des "Schwäbischen Tagblatts" Herta DäublerGmelin vom Ministeramt "wegzitiert". Er ist ein Kommunikationsgenie, 76 Jahre
alt und Millionär, aber er trägt Kapuzenpulli und Hawaiihemd. Und man weiß
nicht, ob es Stil oder Geiz ist. Jetzt aber gibt er Alles. Dem Staatlichen Museum
Schwerin hat er seine Sammlung niederländischer Kunst geschenkt: 155 Bilder
aus dem 16. und 17. Jahrhundert im Wert von schätzungsweise 30 Millionen
Euro. Müller, der sich schon 1968 als schwul outete, hat keine Nachkommen.
Weitere Zuwendungen an die Allgemeinheit sollen daher folgen. Nun aber
wendet sich Müller erst einmal dem Mikrofon zu. Um zu erzählen, warum er so
ist, wie er ist: so schwäbisch und so öffentlich.
5
Montag: SWR2 Essay, 22.03 – 23.00 Uhr
03.11.2014
Essay Musik
"Oder es läuten die Schritte Elis' durch den Hain"
Musiker im Dialog mit Georg Trakls lyrischer Sprache
Von Barbara Kiem
Trakls eigenwillige Art, asketische Hermetik und romantischen Odenton zu verbinden, hat
besonders viele Musiker angezogen; bis heute gibt es über 400 Vertonungen. Was aber
macht die Suggestion dieses besonderen Tones aus?
Das kurze Leben des am 3. November vor 100 Jahren gestorbenen Dichters war von
Wehmut und Leid geprägt. 1914 meldete er sich als Sanitäter zum Dienst an der Front. Doch
er war den Gräueln des Krieges nicht gewachsen. 27-jährig starb Georg Trakl an einer
Überdosis Kokain. Ob die Droge trösten sollte oder ob er den Tod gesucht hat, bleibt offen.
10.11.2014
Stimmen hören
Radio und Schizophrenie
Von Ole Frahm
(Produktion: BR 2014)
Was ist Radio? Es überträgt Stimmen und vervielfältigt sie in Echtzeit auf ungezählte Geräte.
Ein Spuk? Wer heute das erste Dokument eines Schizophrenen, die Denkwürdigkeiten eines
Nervenkranken von Daniel Paul Schreber aus dem Jahre 1901 liest, könnte meinen, eine
Blaupause für die Radiotheorien des 20. Jahrhunderts in der Hand zu haben. Schrebers
Besessenheit von den omnipräsenten Strahlen wurde ebenso immer wieder reformuliert, wie
die Wahnvorstellung von der unbegrenzten Macht der Radiostimmen. Provoziert Radio als
Medium die Paranoia? Macht Radio schizophren? Oder ist alles nur ein Spuk?
17.11.2014
Erinnern und Verdrängen
Die Unzuverlässigkeit unseres Gedächtnisses
Von Friedrich Pohlmann
Dass unser Erinnerungsvermögen leicht irritierbar ist und uns manchmal Geschehnisse als
erlebte Wirklichkeit vorspiegelt, die wir gar nicht erlebt haben können, ist eine nicht ganz
unvertraute Erfahrung. Eine genauere Ausmessung dieser Irritierbarkeit gelang aber erst der
modernen Sozialpsychologie. Durch bestimmte Suggestionen können nämlich "falsche"
Erinnerungen entstehen, die Menschen felsenfest davon überzeugt sein lassen, Opfer
traumatischer Ereignisse gewesen zu sein oder Täter krimineller Handlungen. Manipulierbar
wie die individuelle ist auch die kollektive Erinnerung. Das erfordert eine neue Reflexion des
Begriffes der Verdrängung.
6
24.11.2014
Fadenspiele
Im Labyrinth der "conditio moderna"
Von Astrid Nettling
Es ist eine bekannte Geschichte, dass einst Minos, der König von Kreta, von dem
griechischen Baumeister Dädalos ein Labyrinth hatte erbauen lassen. Dorthinein sperrte er
den Minotaurus - ein Wesen halb Stier, halb Mensch. Der attische Held Theseus tötete
schließlich den Minotaurus und entkam mit Hilfe des Fadens der Ariadne dem Labyrinth.
Zusammen mit ihr verließ er in der Nacht die Insel und segelte heimwärts. Was mit dem
Faden geschah, darüber schweigt der Mythos sich aus. Es waren vor allem die Künstler des
20. Jahrhunderts, die diesen Faden aufnahmen und verstanden, an dessen Potential
anzuknüpfen. Wissen sie doch den freien Umgang mit Linien zu schätzen, die sie mit Pinsel
oder Stift auf der leeren Leinwand oder einem weißen Blatt Papier ausführen.
7
Dienstag: SWR2 Literatur, 22.03 – 23.00 Uhr
04.11.2014
Die SWR-Bestenliste
Aus der Jury diskutieren die Literaturkritiker Cornelia Geißler
und Ursula März mit Elmar Krekeler über ausgewählte Bücher
11.11.2014
Marlene Streeruwitz: "Nachkommen." und "Die Reise einer jungen
Anarchistin in Griechenland"
Marlene Streeruwitz im Gespräch mit Gerwig Epkes
(Aufzeichnung vom 8. November im Literaturhaus Stuttgart)
In ihrem Roman "Nachkommen." führt Marlene Streeruwitz den Literaturbetrieb vor, den
Aktivismus und Eitelkeiten beherrschen. Als bestes Beispiel gilt ihr die alljährliche Verleihung
des Deutschen Buchpreises zu Beginn der Frankfurter Buchmesse. Die Heldin in
"Nachkommen." ist die 20-jährige Nelia Fehn, die einen erfolgreichen Erstling schrieb. Mit
diesem Erstling "Die Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland" steht sie auf der
Shortlist des Deutschen Buchpreises - und hofft. Eine Hoffnung in trauriger familiärer
Umgebung. Gerade ist ihre Mutter, Dora Fehn, eine sehr erfolgreiche Autorin, gestorben. Zu
ihrem Vater, dem Literaturprofessor, hatte Nelia lange keine Beziehung, und aufgewachsen
ist sie bei den Großeltern, da käme ein Preis für all das Erlittene und dennoch Erreichte zur
rechten Zeit. "Nachkommen." ist Gesellschaftskritik am Beispiel des Literaturbetriebs. Und
Nelia Fehn wird an der Erfahrung wachsen. Was nun Nelia Fehn in ihrem Debütroman "Die
Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland" erzählt, erfahren wir, weil Marlene
Streeruwitz in die Rolle der Nelia Fehn geschlüpft ist und Nelia Fehn Marlene Streeruwitz ist.
18.11.2014
Arabische Schriftstellerinnen erzählen die Geschichte ihres Landes und ihrer
Migration
Von Iman Humaydan
Sie alle sind Schriftstellerinnen, sie alle sind nach Paris emigriert: Alia Mamdouh und Inaam
Kachachi aus dem Irak, Samar Yazbek und Maha Hassan aus Syrien und Fatmah Mahmoud
aus Libyen. Sie alle erzählen über ihre Flucht und ihr neues Leben. Und sie erzählen es
einer Frau, die selbst viel zu erzählen hat: der Autorin Iman Humaydan aus Beirut. Fünf
Geschichten treffen eine sechste Geschichte. Sechs Geschichten kreisen um Familie und
Politik, Heimat und Opposition. Und alle erzählen von Facetten des männlichen Blicks auf
die Frau.
25.11.2014
SWR2 LiteraturEN
Das Literaturmagazin mit Berichten, Reportagen, Porträts, Features, Gesprächen und vielem
mehr
8
Mittwoch: SWR2 Feature, 22.03 - 23.00 Uhr
05.11.2014
Wohin verschwinden die Grenzen?
Geschichten aus dem österreichisch-tschechischen Zwischenland
Von Antonia Kreppel
Das österreichische Grenzdorf Fratres und das tschechische Renaissancestädtchen
Slavonice verbindet eine "Kulturbrücke" und trennt noch immer die Last der Geschichte.
"Hüben und drüben" treffen sehr verschiedene Menschen aufeinander: Zugereiste, die
Impulse setzen; Einheimische, die ums Überleben kämpfen; Rückkehrer, die kreative
Versöhnungsarbeit leisten. Am ehemaligen Grenzübergang im Dreiländereck Böhmen,
Mähren, Österreich steht ein Spruchband aus Metall: "Wohin verschwinden die Grenzen;
Kam mizí hranice"? Ob Altenpflegerin oder Kunstsammler; Bauer oder Historiker;
Familienforscher oder Kulturmanager; Automechaniker oder Künstler: 25 Jahre nach der
Wende sind sich alle einig, dass die Grenzen nur langsam verschwinden oder sich am Ende
nur verschieben.
12.11.2014
Der Spezialist ist Autist
Von Anja Kempe
(Produktion: WDR/SWR 2014)
Die IT-relevanten Märkte werden sich in den nächsten zehn Jahren verdoppeln, und
tausende Spezialisten in den Bereichen Softwareentwicklung, Netzwerktechnologie und
Datenbank-Management fehlen. Google und Microsoft suchen daher fieberhaft nach Autisten
und ihren herausragenden Fähigkeiten auf diesen Gebieten.
In der Anerkennung und Förderung sogenannter Asperger-Autisten ist die Schweiz heute
weltweit führend. Eine Stiftung bildet sie zu Diplom-Informatikern aus. Auch der größte
deutsche Softwarehersteller SAP beschäftigt seit 2014 Autisten. Die Autorin Anja Kempe hat
sie besucht.
19.11.2014
Spitzelnde Freunde
Deutschland und der amerikanische Geheimdienst NSA
Von Thomas Gaevert und Söhnke Streckel
Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist die amerikanische National
Security Agency, kurz NSA genannt, in aller Munde. Sorgsam abgeschirmt, ist dieser
Geheimdienst hierzulande mit einem besonders großen technischen Aufgebot und starker
Manpower vertreten. Obwohl Deutschland seit 1994 souverän ist, blieben die US-Streitkräfte
und ihre Geheimdienste hier weiterhin stationiert. Sie können vom exterritorialen Boden ihrer
Kasernen aus handeln, ohne dass die Bundesregierung einen nennenswerten Einfluss
darauf hat.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erklärte sich Deutschland mit den USA
solidarisch, deren "Krieg gegen den Terror" uneingeschränkt zu unterstützen. Entsprechende
Geheimverträge folgten. Seitdem führt die NSA unter dem Deckmantel der
9
Terrorbekämpfung einen nachrichtendienstlichen Krieg auch von deutschem Boden aus. Die
Aktivitäten des Geheimdienstes haben eine lange Tradition, die er nicht aufzugeben gedenkt.
26.11.2014
das ARD radiofeature
Neue Heimat Salafismus
Von Paul Elmar Jöris und Irene Geuer
(Produktion: WDR 2014)
Plötzlich trägt sie Kopftuch, muss nicht mehr selbst über ihre Zukunft entscheiden. Auch die
jungen Männer finden, was ihnen ansonsten in Deutschland fehlt: ein festes Ziel! Kämpfen
für den Glauben - im Irak, in Syrien und anderswo. Der Salafismus entwickelt sich in
Deutschland zur neuen Jugenddroge. Die Zahl der Anhänger steigt täglich, auch bei jungen
Christen, die dafür zum Islam konvertieren müssen. Die Verfassungsschützer rechnen mit
6.600 Salafisten in Deutschland. Hilfsorganisationen wissen: Wer sich einmal dieser
radikalen Glaubensrichtung verschrieben hat, ist so gut wie verloren. Wie gelingt es den
Salafisten, immer mehr junge Menschen von ihrer Sache und ihrer Gewaltbereitschaft zu
überzeugen. Wie gehen die Sicherheitsbehörden mit dem Phänomen um? Hat Deutschland
die kampfbereiten Anhänger bereits verloren?
10
IV. IMPRESSUM
SWR 2 Feature am Sonntag
Dr. Walter Filz
(walter.filz@swr.de)
07221 929-23121
Eva Herr (Red.Ass.)
(eva.herr@swr.de)
07221 929-22721
SWR 2 Literatur
Dr. Walter Filz
(walter.filz@swr.de)
07221 929-23121
Sabine Bauknecht (Red.Ass.)
(sabine.bauknecht@swr.de)
07221 929-23878
Dr. Stephan Krass
(stephan.krass@swr.de)
07221 929-23675
Dr. Gerwig Epkes
(gerwig.epkes@swr.de)
07221 929-26343
SWR 2 Essay
Dr. Stephan Krass
(stephan.krass@swr.de)
07221 929-23675
Christiane Meyer (Red.Ass.)
(christiane.meyer@swr.de)
07221 929-22257
SWR2 Feature
Dr. Wolfram Wessels
(wolfram.wessels@swr.de)
07221 929-23215
Annette Schmid (Red.Ass.)
(annette.schmid@swr.de)
07221 929-22104
11
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Seele and Geist
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