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Alles Käse – oder was?! - Neue Verpackung

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neue verpackung> 09.2004
technik> Etikettieren
Käse-Etikettierung
Alles Käse – oder was?!
Flexibel bleiben: Beim Rollendende wird automatisch auf das zweite System umgeschaltet...
Ein Tandem-System von zwei Etikettenspendern sorgt dafür, dass die Produktion bei einem Rollenwechsel
nicht stehen bleibt. (Foto: Bluhm Systeme)
„Moin, Moin“ – kennen Sie das Ammerland? Jenes wunderschöne
Stückchen Deutschland zwischen
Oldenburg und Ostfriesland. Dies
ist die Gegend, wo man zum Gruße
auch abends „Moin“ sagt, wo der
Kurort Bad Zwischenahn nicht nur
für seine herrlichen RhododendrenKulturen bekannt ist, wo man auf
ausgedehnten Radwandertouren
die zahlreichen Mühlen entdecken
kann und wo in dem beschaulichen
Ort Edewecht einmal im Jahr die
Deutschen Meisterschaften im Traktor-Pulling ausgetragen werden.
> Was man hier nicht vermutet: Mitten in dieser Urlaubsgegend bei Edewecht liegt Europas größte allein stehende Käserei – ein Werk von insgesamt
14 bundesweiten Standorten der NORDMILCH Gruppe. So ist es nicht verwunderlich, wenn in einer solchen schönen
Gegend auch die Land- und Milchwirtschaft viele Arbeitsplätze bietet.
...die Rolle gewechselt...
Großbetrieb im Urlaubsgebiet
Hier produzieren über 220 Mitarbeiter
...und schon werden wieder Etiketten gespendet.
pro Jahr mehr als 65.000 t Edamer, Gouda, Mozzarella und viele, viele weitere
Sorten; nicht zu vergessen die Oldenburger Spezialität, den MILRAM Burlander. Der größte Teil der Ware, mehr als
60 Prozent, wird direkt kundenbezogen für die großen Supermarktketten
produziert. Der kleinere Teil von ca. 40 Prozent wird als so genannte Bestandsware auf Lager bevorratet.
Bei einem Rundgang mit dem Werksleiter Thorsten Lucht ist zu sehen,
wie 15.000 Käseblöcke in riesigen, 80 cm tiefen Salzlakebecken auf Ihren
Reifeprozess vorbereitet werden. Lucht erklärt: „Die Käseblöcke, in diesem
Fall hier der Gouda, bleiben für zwei bis drei Tage in der Salzlake. Anschließend werden sie in eine Reifefolie eingeschweißt und mindestens fünf Wo-
chen bei 6° C in großen Reifekisten gelagert. So erhält der Gouda seinen typischen Geschmack.“
Im Bereich der Abteilung „Filet“ treffen wir Axel Baumeyer,
Abteilungsleiter Verpackung bei Nordmilch in Edewecht. Er erzählt: „Nach den sechs Wochen Reifezeit werden die 15 bis 30
kg großen Käseblöcke in dieser Abteilung aus der Reifefolie
ausgepackt und in ca. 2,5 kg schwere so genannte Käsebrote
geschnitten. Diese werden in die Verkaufsverpackung eingeschweißt und vor dem Verpacken mit einem dekorativen
Schmucketikett versehen.“
Weiterhin erläutert Baumeyer: „Früher trugen die
Schrumpffolien selber den Markenaufdruck. Doch mittlerweile
ist die Produktvielfalt derart gestiegen, dass es viel zu aufwendig ist, die verschiedenen Folien zu bevorraten. Deshalb haben
wir uns dazu entschlossen, auf eine individuelle Produktetikettierung überzugehen.“
In der Förderstrecke vor dem Verpacken sind jeweils zwei
Alpha 86 Etikettenspender aus dem Hause GESET integriert.
Heiko Siebels von der zentralen Technik betont: „Beim Aufbringen der Etiketten muss berücksichtigt werden, dass die Oberfläche der Käsebrote nicht immer gleich ist. Sie kann von flach
über konkav bis konvex gewölbt sein, je nachdem wie der Reifeprozess den Käse geformt hat. Dies alles muss der Etikettenspender verarbeiten können.“
Auf einer Messe haben wir das Unternehmen Bluhm Systeme aus Unkel am Rhein kennen gelernt. Um unsere Aufgabenstellung zu lösen, hat man uns die Alpha 86 Etikettenspender
der Bluhm Tochterfirma GESET aus Esslingen angeboten.
Doppelt hält besser
Damit die Produktion bei einem Rollenwechsel nicht stehen
bleiben muss, haben wir gleich ein Tandem-System von zwei
Alpha 86 installiert. Über eine Rollenendevorwarnung und eine besondere Steuerung wird beim Etikettenende automatisch auf das zweite System umgeschaltet. „Von den Alpha
86 haben wir insgesamt vier Systeme im Einsatz. Sie laufen
problemlos und zuverlässig.“
Baumeyer weiter: „Durch den Umstieg auf die Etikettierung können wir wesentlich flexibler und schneller auf Kundenwünsche reagieren. Die Art der Schmuck-Etiketten betont
deutlich die Höherwertigkeit unserer Produkte.“
Mit diesen Etiketten versehen verlassen täglich bis zu
18.000 Käsebrote das Werk Edewecht. Mittlerweile schätzen
Kunden aus aller Welt den Käse aus Edewecht. Viele Tonnen
der unterschiedlichsten Sorten werden nach Russland, Afrika,
Süd- und Mittelamerika bis hin nach Japan geliefert. Und vielleicht heißt es dort ja auch bald „Moin, Moin“. >|
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Reisen
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