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Dr. Margit Bölts - Station Ernährung

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Station Ernährung - Symposium 2011
Qualitätsstandards für die Verpflegung in
Krankenhäusern und Rehakliniken
„Station Ernährung – Vollwertige Verpflegung in Krankenhäusern und
Rehakliniken“ – was tun wir?
Dr. Margit Bölts, Referat Gemeinschaftsverpflegung und Qualitätssicherung; DGE, Bonn
Der Verpflegung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken fällt eine wichtige Rolle zu. Eine
bedarfsgerechte und bedürfnisorientierte Verpflegung kann die Genesung unterstützen und zu einem
verkürzten Klinikaufenthalt beitragen.
1
Europaweite Erhebungen zeigen auf , dass in Krankenhäusern Defizite im Verpflegungsbereich
existieren, die zu einer unzureichenden Nährstoffaufnahme beitragen können. Zudem zeigen Studien,
dass zwischen 20 und 60 % der Patientinnen und Patienten bereits bei der Einlieferung mangelernährt
2
sind. Durch eine fortbestehende Mangelernährung kann der Krankenhausaufenthalt verlängert werden.
Mit dem Ziel, die Umsetzung eines gesundheitsfördernden Verpflegungskonzepts in Kliniken zu fördern,
wurde „Station Ernährung – Vollwertige Verpflegung in Krankenhäusern und Rehakliniken“ im Jahr 2010
im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bei der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) initiiert. Gleichzeitig ist „Station Ernährung“ unter dem
Dach von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ angesiedelt.
Mit Unterstützung eines Expertengremiums mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis wurden der
„DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Krankenhäusern“ und der „DGE-Qualitätsstandard für die
Verpflegung in Rehabilitationskliniken“ erarbeitet. Beide Broschüren werden erstmalig im Rahmen dieser
Veranstaltung präsentiert.
Die Kernelemente der Qualitätsstandards sind die Kapitel 2 „Gestaltung der Verpflegung“ und Kapitel 3
„Rahmenbedingungen im Krankenhaus/Rehakliniken". Dazu zählen die optimale Lebensmittel- und
Getränkeauswahl, die Speisenplanung bei der Vollverpflegung sowie die Speisenherstellung. Darüber
hinaus werden die Möglichkeit zur Nährstoffoptimierung einer Menülinie sowie das Speisenangebot bei
besonderen Anforderungen, wie zum Beispiel bei Diätkostformen und bei Mangelernährung beschrieben.
Kapitel 3 widmet sich den Anforderungen an die Rahmenbedingungen im Krankenhaus bzw. in der
Rehabilitationsklinik. Rechtliche Bestimmungen, Anforderungen an die Personalqualifikation sowie das
Schnittstellenmanagement sind in Kapitel 4 zu finden.
Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken, die die Qualitätsstandards umsetzen, haben die Möglichkeit,
ihren Patientinnen und Patienten die Sicherstellung einer gesundheitsfördernden Verpflegung zu
signalisieren – in Form einer Station Ernährung-Zertifizierung oder einer Station Ernährung-PREMIUMZertifizierung durch die DGE. Kapitel 5 beider Qualitätsstandards liefert alle Informationen zum Thema
Zertifizierung, angefangen mit den Kriterien über den Ablauf bis zu der Zusammenarbeit mit Caterern.
Abschließend gibt Kapitel 6 zusätzliche Orientierungshilfen für die Umsetzung einer vollwertigen
Verpflegung.
1
Hiesmayr M. et al: Decreased food intake is a risk factor for mortality in hospitalised patients:
The NutritionDay survey 2006; Clinical Nutrition (2009), 2009 June 30 epub
2
Pirlich et al: The German hospital malnutrition study. Clinical Nutrition (2006) 25, 563–572
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