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Die Geschichte der Heilkräuterkunde Was die Alten schon wussten

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„Capitulare de villis“
Die graue Vorzeit
Pflanzensamen in 60 000 Jahre alten, irakischen Gräbern, in ägyptischen Pyramiden und in den Pfahlbausiedlungen des Bodensees
sprechen eine deutliche Sprache:
Was die Alten
schon wussten
Die Geschichte der
Heilkräuterkunde
Seit jeher versucht der Mensch seine Nahrung durch Gewürze
schmackhaft zu machen und seine Gesundheit zu erhalten.
Bereits die ältesten schriftlichen Quellen nennen Heilpflanzen, so zum
Beispiel der „Papyrus Ebers“, der um 1550 v. Chr. in Ägypten entstand.
In der 20 m langen Schriftrolle werden 877 Rezepte zu Heilpflanzen
aufgelistet und ihre medizinische Verwendung beschrieben.
Systema Naturae von C. Linne
Die Neuzeit
Die klassische Antike
Hippokrates von Kos
Eine herausragende Größe in Griechenland war der
Wanderarzt Hippokrates von Kos (460–370 v. Chr.)
Er gilt als geistiger Vater der modernen Medizin.
Er stellte den Lehrsatz auf: „Lasst eure Heilmittel
Nahrung sein und eure Nahrung Heilmittel“.
Dioskurides (90-40 v. Chr.), Militärarzt unter Kaiser
Nero, verfasste das wohl bedeutendste Heilpflanzenbuch der Antike „Materia medica“. Er beschrieb darin fast 800 Heilpflanzen und deren Verwendung.
Buchdruckerkunst
Paracelsius
Das Mittelalter
Karl der Große
Stark beeinflusst wurde die Medizin des Mittelalters
von den Schriften griechischer Philosophen und Ärzte. Karl der Große, König der Franken (768–814) und
römischer Kaiser (800–814) unterwarf die Pflanzenheilkunde staatlicher Kontrolle. Er fördere zum Wohle seines Volkes die Kultivierung von Heilpflanzen in
Klostergärten und erließ eine Verordnung, die „Capitulare de villis“ nach der über 70 Heil- und Gewürzpflanzen zum Anbau vorgeschrieben waren.
Eine der bemerkenswertesten Frauen des Mittelalters
war Hildegard von Bingen (1098–1179). In ihrer neunbändigen „Physica“ beschreibt sie viele in Mitteleuropa heimische Pflanzen.
Pfarrer Sebastian Kneipp 1895
Hildegard von Bingen
Dioskurides
Samuel Hahnemann
Zwei Ereignisse beeinflussten entscheiden die Weiterentwicklung der Heilkunst: Die Entdeckung der
Welt, sowie die Entwicklung der Buchdruckerkunst
(Gutenberg 1450). Erstmals wurden viele Werke in
deutscher Sprache herausgegeben. Damit vollzog
sich ein entscheidender Wandel in der Literatur der
Kräuterbücher. Anstelle alter Überlieferungen trat
eine neue, auf Naturbeobachtungen basierende
Kräuterbeschreibung. Das erste gedruckte Kräuterbuch hieß „Garten der Gesundheit“, 1485 herausgegeben vom Mainzer Drucker und Verleger Peter
Schöffer.
Theophrastus Bombastus von Hohenheim
(1493-1541), genannt Paracelsius, war Arzt und
Naturwissenschaftler zugleich. Er beobachtet genau,
experimentierte unablässig und kam zu eigenen
Erkenntnissen, die er unter anderem in seinem
Hauptwerk „Die große Wundarznei“ niederschrieb.
Weitere bedeutende Personen waren Carl von Linne (1707-1778) – er führte die Systematisierung von
Flora und Fauna ein – und Samuel Hahnemann,
(1755-1843) Begründer der Homöopathie, neben
zahlreichen anderen.
Das 20. Jahrhundert
Gekennzeichnet durch die Industrialisierung und den „Siegeszug“
der Chemie, begann die Bedeutung der Pflanzen als Heilmittel abzunehmen. Dennoch konnte die jahrtausendealte Lehre von der Heilkraft
der Pflanzen bis in unsere heutige Zeit überdauern. Große Bewahrer
und Erneuerer waren Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897), Kräuterpfarrer Johann Künzli (1857-1945) und der franz. Arzt Leclerc (1870-1955).
Herausgeber: Naturpavillon Übersee und Ökomodell Achental e.V., Gebietsbetreuung –
gefördert durch den Europäischen Sozialfonds und den Bayerischen Naturschutzfonds
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Seele and Geist
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