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Ich weiß, was auf mich zuk... - Diane Schmitz

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16.12.2008
"Ich weiß, was auf mich zukommt"
Von unserem Mitarbeiter Fritz-Peter Linden
Am Montag war sie nicht zu erreichen, am Dienstag rief sie aus Köln zurück: Diane Schmitz.
Die voraussichtliche CDU-Kandidatin für die Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde
Obere Kyll (TV von gestern), stellt sich vor.
Jünkerath/Gönnersdorf. Zum Politischen kommen wir später, zuerst ist
der Kandidatin etwas anderes wichtig: "Meine Verbundenheit zur Oberen
Kyll", sagt Diane Schmitz. "Weil da mein Herz dran hängt." Seit zwölf
Jahren lebt sie in Gönnersdorf, bereits vor 20 Jahren zog sie mit ihren
Eltern von Birresborn nach Jünkerath-Glaadt.
Heute ist sie 34, ledig, liiert und Kämmerin in der Gemeinde Alfter - und
Chefin im Finanz- und Beteiligungsmanagement, mit 13 Mitarbeitern:
"Ich habe also auch Führungserfahrung." Die würde sie brauchen, sollte
das mit der Wahl klappen - und mit der Nominierung zur CDU-Kandidatin
für die Bürgermeisterwahl: Die Mitgliederversammlung ist am Freitag,
16. Januar.
Hier will Diane Schmitz im
Juni einziehen: das Rathaus der
Verbandsgemeinde Obere Kyll in
Jünkerath. TV-Foto:
Archiv/Fritz-Peter Linden
"Ich denke, dass ich wegen meiner breiten kommunalen Erfahrung dazu in der Lage bin" sagt Diane
Schmitz. Das begann mit ihrer Ausbildung zur Verwaltungswirtin bei der Kreisverwaltung in Daun.
Dann wechselte sie nach Hellenthal, arbeitete in der Kämmerei, im Liegenschaftsamt und ließ sich zur
Betriebswirtin fortbilden.
Nächste Station: Frechen. "Da bin ich ins kommunale Rechenzentrum gewechselt und war dort
Organisatorin für Finanz- und Buchhaltungs-Software." Danach folgten fünf Jahre in Weilerswist: "Da
war ich auch in der Kämmerei und habe die Doppik eingeführt."
Verwaltungswirtin, Betriebswirtin, aber da war noch etwas: Bereits seit ihrer Zeit in Weilerswist ist
Diane Schmitz außerdem IHK-geprüfte Bilanzbuchhalterin und Controlling-Referentin. Eine Kämmerin,
die sich bestens mit Finanzsoftware auskennt? Da klingelt doch was. Natürlich weiß sie um die
Veruntreuung in der VG. Und räumt ein, dass man vor so etwas nie gefeit sei. "Aber wenn man eine
Bilanz lesen kann, ist das schon ein Vorteil."
Zudem sei Kämmerer ein "Querschnittsamt", man erhalte Einblick in alle Abteilungen und nehme an
vielen auch öffentlichen Sitzungen teil. "Ich weiß also, was auf mich zukommt."
Ihre Ziele? "Ganz klar: Arbeitsplätze sichern und am besten noch neue
schaffen." Unternehmen, die im EDV-Bereich arbeiten, die forschen und
entwickeln, müssten verstärkt an die Obere Kyll gelockt und mit
Breitband-Internet versorgt werden: "Denn bei denen ist es egal, wo sie
sitzen." Den Tourismus will sie fördern und - "ganz wichtig" - den
Schulstandort Jünkerath sichern. Der bereits eingeschlagene Weg zur
Kooperation mit Hillesheim sei deshalb richtig.
Als Bürgermeisterin würde sie möglichst fraktionsübergreifend arbeiten,
verspricht Diane Schmitz, auch wenn sie natürlich von der CDU
unterstützt werde. "Es geht ja um die Sache. Ich könnte mir
interfraktionelle Gespräche vorstellen, einmal im Monat, damit alle den
gleichen Informationsstand haben. In der Hoffnung, dass man die
wichtigen Dinge gemeinsam anpackt."
Über ihre Konkurrenten Werner Arenz und Martin Schöddert will sie keinen Kommentar abgeben: Man
solle nicht über andere reden, "weder gut noch schlecht". Deshalb hofft sie auf einen Wahlkampf ohne
persönliche Angriffe. "Die Bürger sollen sich einfach ein Bild von mir machen und dann entscheiden."
Meinung
Von Christian Brunker
Es wird spannend
Jung, weiblich und mit reichlich Verwaltungserfahrung, besonders bei
den Finanzen: Die Union an der Oberen Kyll hat die schwere Aufgabe
überzeugend gelöst, gegen den CDU-Amtsinhaber und den von allen
anderen Parteien unterstützten Bewerber eine ernstzunehmende
Kandidatin zu finden, die zudem dort zu Hause ist. Ein Schachzug, der
den Bürgern die Möglichkeit eröffnet, sich zwischen drei
unterschiedlichen Kandidaten zu entscheiden - der Ausgang ist völlig
offen, und das macht die Wahl so spannend.
c.brunker@volksfreund.de
Christian Brunker
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