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Was bisher geschah Geheimagenten mit Lizenz zum Schütteln - Marbach...
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Was bisher geschah Geheimagenten mit Lizenz zum Schütteln
Von "Marbach und Bottwartal", aktualisiert am 10.11.2010 um 00:00
Rückblick Im Kreis passiert so viel, dass einem leicht schwindelig wird. Heute:
Verschwörungen, in Hochberg, im Kreistag und überall.
Geschüttelt, nicht gerührt. Beim Genuss seines liebsten alkoholischen Mischgetränks
Martini Dry kennt der literarische Superagent James Bond keine Kompromisse. Beim
Umbau seines liebsten, weil teuersten Dezernats geht es dem Ludwigsburger Landrat
Rainer Haas - übrigens ein administrativer Doppelagent von Kreis- und Landesverwaltung
- durchaus ähnlich. "Wir haben bei der Umstrukturierung das Sozialdezernat ordentlich
durchgeschüttelt", gab Haas jüngst in einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses bekannt.
Jetzt fragt sich der mit trockenem Humor ausgestattete Beobachter, gerade so kurz vor
Martini: wurde das Sozialdezernat deshalb geschüttelt, weil sich dort sonst niemand
rührt?
Bei den politischen Verhältnissen im Kreistag sind ja sowieso längst alle nützlichen
Feindbilder verschütt gegangen. So hat neulich der CDU-Kreisrat und Besigheimer
Bürgermeister Steffen Bühler ausgerechnet einen Antrag der Linken davor bewahrt,
unter den Tisch der Nichtbehandlung zu fallen. Er wolle das "nicht als Unterstützung der
Linken verstanden wissen", behauptete der politische Doppelagent, der als oberster
Dienstherr der Besigheimer Musikschule sicher die Lizenz zum Flöten hat. Der LinkenKreisrat Hans-Jürgen Kemmerle ließ die Tarnung auffliegen, bedankte sich für die
Unterstützung und sagte, "dass ist mir mindestens eine Flasche Lemberger wert".
Besigheimer solle es sein, verlangte Bühler. Aus Geheimdienstkreisen hört man: es geht
um einen Roten.
Völlig ungerührt würde die (hell-)rote Sozialdemokratin Margit Liepins am liebsten ganz
Hochberg durcheinander schütteln. Einen mehr als 30 Millionen Euro teuren Tunnel
durch die Ortsdurchfahrt des Remsecker Stadtteils hält die Ludwigsburger Stadt- und
Kreisrätin für, vornehm ausgedrückt, etwas hochpreisig. "Da kann man in Hochberg für
wesentlich weniger Geld ein paar Häuser abreißen", schimpfte sie neulich im
Technischen Ausschuss des Kreistags. Nun lässt sich das Raunen, das anschließend durch
den Saal ging, auf zweierlei Weise deuten. Die Lesart des Gutmenschen wäre folgende:
Frau Liepins will es verkehrsgeplagten Hochbergern ermöglichen, ihr Haus an der
Ortsdurchfahrt abzureißen, um anderswo, irgendwo im Grünen, eine neue Existenz
beginnen zu können. Ein Schelm würde hingegen folgendermaßen Böses dabei denken:
Frau Liepins will alle Häuser im Hochberger Ortskern platt machen, damit Platz ist für
eine GANZ GROSSE neue Straße.
Gegen den Tunnelblick hilft letztlich sowieso nur Urlaub. Wir empfehlen: Hochberg.
Oder ersatzweise: Südtirol. Der Landkreis ist nämlich neuerdings stolzes Mitglied des
"Südtiroler Beratungsrings für Obst- und Weinbau". In den 200 Euro des jährlichen
05.11.2011 18:56
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Mitgliedsbeitrags seien aber weder Tiroler Bauchspeck noch ein zünftiger Kurztrip zur
Gewürztraminerverkostung inklusive, betonte der Landrat auf die kritische Nachfrage
eines urlaubsscheuen Kreisrats. "Es geht nur um eine interessante Fachzeitschrift, an die
man anders nicht rankommt." Für Kurzurlaube hat der Landkreis anderweitig vorgesorgt:
auch 2011 wird Ludwigsburg Mitglied beim Kommunalen Pool Region Stuttgart sein. Dass
am Beckenrand Martini Dry serviert wird, darf aber bezweifelt werden.
Die richtige Dröhnung holt sich der Wertpapierfachmann sowieso bei der Volksbank
Asperg-Markgröningen. Wer hochprozentige Zinsen will, investiert nicht in
Schüttelschecks, sondern in die neu angebotene "Trollinger-Lemberger-Anlage 2010". Der
kluge Wortkundler weiß: weil die Ursprünge des Trollinger in Südtirol (!) vermutet
werden, wurde sein Name vom "Tirolinger" abgeleitet. Dass der als Weinzahn bekannte
Landrat Haas seinen Kreis also ausgerechnet jetzt in ein Cross-Border-Leasing-Geschäft
mit Weinbauberatern aus der norditalienischen Provinz bugsiert, kann folglich kein
Zufall sein. Da wurden viele Hände geschüttelt! Man muss kein linker
Verschwörungstheoretiker sein, um dahinter mafiöse Umtriebe italienischkommunistischer und klerikaler Geheimdienste zu erkennen. Bestimmt stecken auch die
Hochberger mit drin. Aber wir wollen nicht zu tief im Schlamm rühren, sonst wird noch
der ganz große Filz an die Oberfläche geschüttelt . . . mk
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