close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Jubiläumsumzug: 800 Jahre St. Vit – was für eine Zeit! wohn store

EinbettenHerunterladen
Rheda-Wiedenbrücker Zeitung
Samstag, 7. Juli 2012
Freitagabend
Die Woche ist um
Über den eigenen
Schatten springen
Von unserem Redaktionsmitglied
NIMO GRUJIC
Hut ab vor der CDU! Mit ihrem Ja zur Gesamtschule hatte
sie fast zwei Jahre gerungen,
im letzten Moment aber Nägel
mit Köpfen gemacht und die
einzig richtige Entscheidung
getroffen. Der Elternwille steht
für die Christdemokraten über
der eigenen Überzeugung, dass
zwei Sekundarschulen ohne eigene Oberstufe die bessere
Wahl für Rheda-Wiedenbrück
gewesen wären. Das ist bürgernah, das zeigt politische Größe.
„Jeder von uns hat das Kreuz,
heute mit seiner Stimme hinter
der Gesamtschule zu stehen“,
bekräftigte
CDU-Fraktionschef Uwe Henkenjohann in der
Ratssitzung am Montagabend.
Mit der Tigerente unterwegs: Jonas (l.) und Fabian.
ANZEIGE
SPORT WIEN
Lange Str. 15 · Rheda-Wiedenbrück
Heute bis 16 Uhr geöffnet.
Happy Birthday, St. Vit: Der Jugendchor sang ein Ständchen.
Blaues Blut: Mit Bärbel Feldmann und Herbert Schröder waren zwei gekrönte Häupter im Umzug unterwegs. Sie sind das amtierende Königspaar der Erntedankgemeinschaft Stadtfeld. Für die Musik bei Hofe sorgte Heinrich Aussel mit dem Schifferklavier.
Bilder: Werneke, Grujic
Jubiläumsumzug:
800 Jahre St. Vit –
was für eine Zeit!
Von unserem Redaktionsmitglied
NIMO GRUJIC
Ehrengarde: „Lokführer“ Hans Schalück chauffierte im „Vieti-Express“ die ältesten Einwohner durchs Dorf, darunter auch Gertrud
Meyer (vorne, r.).
Betschwestern: Mit Rosenkranz und katholischem Gesangbuch mischten sich am Freitagabend diese frommen Kirchgängerinnen beim
St. Viter Jubiläumsumzug unter das Volk.
Rheda-Wiedenbrück
(gl).
Ein ganzes Dorf zieht durchs
Dorf: Zum 800-jährigen Bestehen
ihrer Pfarrgemeinde haben sich
die St. Viter am Freitag selbst beschenkt – mit einem farbenprächtigen Umzug, der sich im Licht
der untergehenden Abendsonne
durch die Straßen schlängelte.
St. Vit wie es singt und lacht:
Von ihrer besten Seite präsentierten sich während des rund einstündigen Traditionsumzugs am
Vorabend des Jubiläumswochenendes die örtlichen Gruppen und
Vereine. Ein Auftakt nach Maß,
der Appetit auf mehr macht: Sei
es das Feuerwehrfest am heutigen
Samstag ab 16 Uhr oder die Gemeindeschau mit angeschlossenem Kinderfest am Sonntag.
30 Fuß- und Wagengruppen
marschierten
beziehungsweise
rollten am Freitag durch das Dorf,
dessen katholische Pfarrgemeinde vor acht Jahrhunderten das
erste Mal urkundlich erwähnt
worden war. Dass sich gleich
mehrere „Zugabteile“ mit dem
Thema Glauben beschäftigten,
verstand sich daher von selbst.
Die wilden Sechziger – ja, sie
gab es auch im beschaulichen
St. Vit, zumindest aus modischer
Sicht, – lebten in Form von Handtaschen, Kostümen und schrillen
Hüten aus Großmutters Zeiten
wieder auf. Der Pfarrgemeinderat
Anno 1967 marschierte den ganz
in schwarz gekleideten, tief frommen Kirchgängerinnen voraus.
Und während Letztere bereits
ihre Gesangbücher aufschlugen
und „Großer Gott, wie loben
Dich“ anstimmten, schickte Pastor Olaf Loer vorsichtshalber ein
Stoßgebet zum Himmel.
Das hätte er sich sparen können: Denn das Wetter zeigte sich
gestern getreu dem Motto „Wenn
Engel feiern...“ von seiner besten
Seite. Darüber freuten sich auch
die Mitglieder der Erntedankgemeinschaft Stadtfeld, die gerade
das erste Heu geschnitten hatten.
Mit westfälischer Hausmannskost verwöhnten die KFD-Frauen
die zahlreichen Zuschauer am
Straßenrand. Püfferchen, Knabbeln und zum Ölen zwischendurch einen Klaren – wer konnte
da schon nein sagen?
Alle Generationen waren beim
Jubiläumsumzug auf den Beinen.
Während die Gruppen von Kindergarten, Jugendchor und Sportverein Rot-Weiß naturgemäß einen eher niedrigen Altersdurchschnitt vorweisen konnten, hatte
Hans Schalück die Ehre, St. Vits
„Ältestenrat“ im Bimmelbahnexpress „Vieti“ durchs Dorf zu kutschieren: Darunter auch Gertrud
Meyer, die die Ortsgeschichte
nach eigenem Bekunden so gut
kennt wie ihre Westentasche.
Bildgalerie im Internet:
www.die-glocke.de
6
SPD, Grüne, UWG und Linke hatten nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihr Herz für
die Gesamtschule schlägt. Was
wäre gewesen, wenn die Elternbefragung den Wunsch
nach zwei Sekundarschulen
zum Ergebnis gehabt hätte? Es
ist zu hoffen, dass die vier Oppositionsparteien dann genau
wie jetzt die CDU bereit gewesen wären, über ihren ideologischen Schatten zu springen.
ANZEIGE
Bekannter Pilger in St. Vit: Franz
Schnusenberg, der auf dem Jakobsweg unterwegs war.
RHEDA-WIEDENBRÜCK
Lange Straße 6, Telefon 88 02
Neuer Wall 7, Telefon 88 03
Und die FDP? Die hat mit ihrem Festhalten am laut Fraktionschef Hubert Möller „fantastischen“ dreigliedrigen Schulsystem kein Meisterstück abgeliefert. Was wäre mit zwei
Hauptschulen gewonnen, denen die Schüler ausgehen? Das
erinnert an liberale Klientelpolitik, mit der Westerwelle und
Co. nach der letzten Bundestagswahl Schiffbruch erlitten
hatten (Stichwort: Mehrwertsteuersenkung für Hotels). In
jedem Fall zeugt das FDP-Nein
vom Ausblenden real existierender Probleme.
Ihr Draht zu uns
Mahlwerk: Die Grundausrüstung
für perfekten Kaffeegenuss hatten sie gleich dabei.
Lokalredaktion
E-Mail ........... rwd@die-glocke.de
Telefon......... (0 52 42) 92 65 - 20
Telefax .................................. - 90
Nimo Grujic (Leitung) ........... - 21
Lars Nienaber....................... - 22
Nina Tiemann....................... - 27
Volker Wassum .................... - 24
Katharina Werneke .............. - 25
Lokalsport
E-Mail .... gt-sport@die-glocke.de
Telefax ........... (0 52 41) 8 68 - 29
Dirk Ebeling.......................... - 32
Norbert Fleischer ................. - 30
Stefan Herzog ...................... - 31
Geschäftsstelle
E-Mail ...... gs-rwd@die-glocke.de
Telefon........... (0 52 42) 92 65 - 0
Telefax .................................. - 19
Öffnungszeiten
Mo. bis Do.: 8.30 bis 13 Uhr und
14.30 bis 17.30 Uhr
Fr.: 8.30 bis 13 Uhr und
14.30 bis 16.30 Uhr
Sa.: 8.30 bis 11 Uhr
Postanschrift
Lange Straße 44
33378 Rheda-Wiedenbrück
Museumsreif: Im MG, Baujahr
1955, fuhr Dietmar Groppe Muriel und Leonie durchs Dorf.
Glücksbringer: Das Wetter war gestern Abend einfach genial. Vielleicht lag es ja daran, dass diese fleißigen Handwerker im Schweiße ihres Angesichts ein Hufeisen nach dem anderen schmiedeten.
Mutiger Ritter: Der kleinste Drachentöter im Lande im neumodischen
Streitwagen heißt Malte (sechs Monate). Er ließ sich von seinen Eltern
Ingrid und Marco Gersting durch den Ort kutschieren.
Internet
www.die-glocke.de
ANZEIGE
Nur Samstag 10–16 Uhr
• Einmalige Angebote
• Riesen Auswahl
zu Top-Preisen!
Oelder Str./Ecke
Geschwister-Graf-Str.
Rheda-Wiedenbrück
wohn
store
Telefon 05242/ 98101-0
westermann
Document
Kategorie
Reisen
Seitenansichten
5
Dateigröße
1 944 KB
Tags
1/--Seiten
melden