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JAG-Pewsum: Was ist mit Hintes Schülern? - HRS Hinte

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Landkreis Aurich
Emder Zeitung
Freitag, 7. Dezember 2012
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Vertreter der Eltern von Hinteraner JAG-Schülern wollten vom Landkreis wissen, wie die Zukunft der Hinteraner Schüler aussieht. Dr. Frank Puchert stand gestern Abend im Schulzentrum Rede und Antwort. Die
Veranstaltung erwies sich als sehr emotionsgeladen.
EZ-Bild: jbo
JAG-Pewsum: Was ist mit Hintes Schülern?
Gestern fand eine Informationsveranstaltung für die
Schuleltern statt.
Hinte. Eltern von Hinteraner
Schülern sind verunsichert, wie
es mit der weiteren Schulwahl
ihrer Kinder steht. Gestern
Abend wollten sie während einer turbulenten Informationsveranstaltung vom Ersten
Kreisrat Dr. Frank Puchert
Klarheit darüber bekommen.
Puchert hatte dazu in die
Mensa der Haupt- und Realschule (HRS) Hinte eingeladen.
Wie berichtet, hat der Auricher Kreisausschuss für die absehbare Schließung des Johannes-Althusius-Gymnasium-Außenstelle (JAG) die Empfehlung an den Kreistag Aurich
ausgesprochen, der am 20. Dezember tagt. Doch vorher sollen noch Gespräche mit der
Stadt Emden geführt werden,
um die vertraglichen Rahmenbedingungen abzuklopfen.
Widersprochen wurde ges-
tern von Elternvertretern der
Grundschulen Loppersum und
Hinte sowie von Silke de Beer
vom Krummhörner Gemeindeelternrat solchen Angaben
Pucherts, dass der Landkreis
mit der Stadt Emden bereits
entsprechende Gespräche über
eine mögliche Schulschließung
des JAG-Standortes in Pewsum
geführt habe. Bei der Emder
CDU und SPD habe es laut Anfrage keine solchen Gespräche
zwischen Landkreis und Stadt
gegeben.
Resolution
Eine Resolution für den Erhalt
der JAG-Außenstelle hat auch
der Rat der Gemeinde Krummhörn an die Stadt Emden ausgesprochen. Der Rat fordert in
der Resolution, dass die Außenstelle nicht vor 2016 geschlossen wird. Für die Elternvertreter ist indessen klar, wurde gestern Abend deutlich, dass
Puchert nicht in erster Linie an
Kurznachrichten
Polizei
Testkäufe von Alkohol
Aurich/Wittmund. Alkoholtestkäufe haben der Landkreis
Aurich und die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund
am Mittwochnachmittag durchgeführt, um die Einhaltung
des Jugendschutzes zu prüfen. Die Testkäufer überprüften
in Aurich, Großefehn und Südbrookmerland zehn Kioske,
Tankstellen und Einzelhandelsbetriebe. In einem Fall wurden Zigaretten an einen 16-Jährigen verkauft, in zwei
Wodka an eine 15-Jährige und ihren 16-Jährigen Begleiter.
Gegen das Verkaufspersonal wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen eingeleitet. Für gezielte Kontrollen bitten die
Behörden um Hinweise aus der Bevölkerung.
Alkohol und Drogen - Polizei kontrolliert
Aurich/Norden/Wittmund. Die Polizei kündigt für die Zeit
von Montag bis Sonntag Kontrollen an, um Alkohol und
Drogen am Steuer einzudämmen. Die meisten Unfälle mit
Todesfolgen gehen auf den Missbrauch zurück. Dabei werden auch viele Radfahrer und auch Fußgänger überprüft,
ob ihr Verhalten eine Gefährdung für sich oder andere
darstellt.
38-Tonner fuhr in Schlangenlinien
Aurich. Einen betrunkenen Lasterfahrer hat die Polizei am
Mittwochmorgen gegen 6.20 Uhr aus dem Verkehr gezogen, der mit seinem 38-Tonner Schlangenlinien fuhr. Der
43-Jährige brachte es auf 1,65 Promille. Den Führerschein
hatte der Fahrer für diese LKW-Größe erst zwei Tage. Ebenfalls betrunken war ein 37-jähriger Wittmunder in Wiesmoor, der in der Nacht zum Nikolaustag gegen 0.30 Uhr
auf der Hauptwieke I einer Polizeistreife auf der falschen
Fahrspur auffiel. Zeitweise hatte der Fahrer das Warnblinklicht eingeschaltet. Die Atemalkoholprüfung ergab einen
Wert von circa 2,24 Promille. Blutprobenentnahme und
Sicherstellung des Führerscheines waren die Folge.
Autofahrerin landete auf dem Dach
Upgant-Schott. Eine 19-jährige Autofahrerin hat am
Dienstag gegen 18.30 Uhr auf dem Wilde-Äcker-Weg in
Upgant-Schott die Kontrolle über ihren Golf verloren. Sie
war in Richtung Rechtsupweg unterwegs, geriet auf den
linken Grünstreifen, kam beim Gegenlenken ins Schleudern und landete im Straßengraben. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die Fahrerin
sowie ihre 17-jährige Beifahrerin wurden durch den
Unfall leicht verletzt. Am Golf entstand ein wirtschaftlicher
Totalschaden.
den Schülerzahlen, sondern an
den Räumlichkeiten der jetzigen Außenstelle interessiert sei.
Aus einer Beschlussfassung des
Kreisausschusses sei zu entnehmen, dass der Antrag für
die Schließung der Außenstelle
auf die Räumlichkeiten zurückzuführen sei.
Neben interessierten Eltern
nahm auch Hendrik Tenorth,
Schulleiter der Haupt- und Realschule (HRS) Hinte, an der
Informationsveranstaltung teil.
Er kämpft weiterhin mit allen
Mitteln, dass der Schulstandort
als Haupt- und Realschule in
Hinte erhalten bleibt.
Neben der JAG-Außenstelle
ist die Zukunft der HRS Hinte
bislang ungewiss. Momentan
werden elf Schülerinnen und
Schüler in der 5. Klasse unterrichtet. Für Puchert wäre das
ein Grund, die Schülerinnen
und Schüler der IGS Pewsum
ab der 9. Klasse künftig in
Hinte beschulen zu lassen. Somit würden die Schulzweige
der Haupt- und Realschule in
Hinte nicht mehr vorhanden
sein. „Das ist meine Idee“, sagte Puchert und merkte gleichzeitig an, dass noch keinerlei
Beschlüsse in dieser Richtung
vom Kreisausschuss gefasst
wurden. Ob es so kommen
wird, dass die Schüler der IGS
ab der 9. Klasse in den Räumlichkeiten der jetzigen HRS
unterrichtet werden, darauf
will sich Puchert nicht festlegen. Auch Hintes Bürgermeister Manfred Eertmoed betonte, dass letztendlich das Land
Niedersachsen seine Zustimmung für eine Außenstelle einer IGS geben müsse.
Offene Fragen
Ob es überhaupt rechtlich
möglich ist, eine Außenstelle
einer IGS einzurichten, sei
noch gar nicht geklärt, räumte
auch ein Besucher der Informationsveranstaltung ein. Somit bleibt die Zukunft der HRS
Hinte derzeit noch immer ungewiss.
An diesem Punkt legte
Schulleiter Tenorth die Frage
nach, ob Puchert insgesamt
drei Standorte, nämlich in
Hinte, im JAG-Gebäude und im
jetzigen Pewsumer Schulgebäude für eine einzige IGS
brauche. Dies ist in seinen Augen fraglich. Immerhin werde
dadurch auch der Schulstandort Hinte erneut bedroht. „Die
Verunsicherung ist bei den Eltern und Schulen extrem
hoch“, betonte Tenorth.
Insgesamt war die Stimmung
der Infoveranstaltung emotional sehr aufgeladen: Puchert,
der sich als Leiter der Veranstaltung auch als Moderator
sah, konnte letztlich nicht auf
alle Fragen eingehen. Dies hatte zur Folge, dass er einige
Wortmeldungen übersah. Einige sahen sogar eine Absicht
dahinter, um unbequemen
Fragen auszuweichen. Nachdem Tenorth einige Fakten er-
läutert hatte, bekam er nicht
mehr das Wort - und verließ
empört die Veranstaltung.
Einige Besucher fühlten sich
am Schluss mehr enttäuscht als
informiert. Sie sprachen von
einem „Katz-und-Maus-Spiel”,
das der Landkreis mit der Zukunft der JAG-Außenstelle und
der HRS Hinte veranstalte.
Enttäuschung
Puchert wiederholte, was er
bereits einen Tag zuvor in einer
Pressekonferenz gesagt hatte,
nämlich dass es nach seinem
Dafürhalten es keinerlei Gründe gebe, die JAG-Außenstelle in
Pewsum zu erhalten. - Für
Schulleiter Tenorth und die Elternvertreter aus den einzelnen
Schulen stand gestern einmal
mehr fest, dass sie weiter für
die HRS Hinte und auch für die
JAG-Außenstelle in Pewsum
kämpfen wollen, sowie für die
weiterführende IGS in ihrer
Gemeinde.
jbo/ggm
Probleme mit Wirtschaftswegen
- SPD legt neues Konzept vor
Arbeitskreis der Krummhörner Fraktion hat Pläne für
die Finanzierung entwickelt.
Krummhörn. Wirtschaftswege,
innerörtliche Gemeindestraßen, Radwege und Querungshilfen für vielbefahrene Straßen im Gemeindegebiet. - Ein
SPD-Arbeitskreis hat in den
vergangenen Monaten ein
Konzept erarbeitet, damit die
Kommune kaputte Straßen und
Verkehrsprobleme langfristig
in den Griff bekommt.
Ein großes Problem hat die
Krummhörn mit ihren zum
Teil kaputten Wirtschaftswegen, die einst nur zu den ausgesiedelten und abgelegenen
Bauernhöfen führen, inzwischen aber auch viel von Touristen befahren werden. Etwa
300 Kilometer umfasst das
Straßennetz der Krummhörn,
davon sind 100 Kilometer
Radwege. Diese Kosten sollen
künftig zu einem Drittel von
der Gemeinde, den Landwirten
und durch Fördermittel aus
Land und Europäischer Union
getragen werden. Die Landwirte soll für jeden bewirtschafteten Hektar jährlich 20 Euro in
einen Topf bezahlen, um einen
Zeitraum von acht bis zehn
Jahren abzudecken. Insgesamt
hat die Gemeinde eine Fläche
von rund 16 000 Hektar, von
denen rund 13 000 Hektar
landwirtschaftlich genutzt
werden. „Wir wollen eine Solidargemeinschaft gründen. Anders geht es nicht. Wir können
die Kosten nicht wuppen”,
sagte Theo Cirksena, Vorsit-
Stellten gestern ihre Ideen vor: Theo Cirksena, Anton Wibben, Ernst
Reemtsma und Alfred Jacobsen. Es fehlt Hermann de Buhr. Bild: ggm
zender des Arbeitskreises angesichts der hohen Kosten in
Höhe für die Sanierung der
Wirtschaftswege. „Bisher waren wir nur am stückeln, wenn
es um Sanierungen ging.”
Immerhin habe die Landwirtschaft als Verursacher der
Schäden auch ihren Anteil.
„Die Maschinen werden immer
größer, immer schwerer.” Dafür sollen die Landwirte ein
gewichtiges Wort mitreden,
welche Wirtschaftswege saniert
werden.
Die Gemeinde Krummhörn
wäre über den Tourismus beteiligt. „Hier kommt der Druck
auch aus der Bevölkerung,
wenn Wirtschaftswege kaum
befahrbar sind.”
Gespräche mit dem Landwirtschaftlichen Zweigverein
Krummhörn seien schon geführt worden. „Man ist gegenüber dem Modell nicht abgeneigt.”
Insgesamt müsste die Gemeinde Krummhörn für 30 Kilometer drei Millionen Euro
bezahlen. Cirksena denkt an
die Gründung eines Zweckverbandes, wie es auch andernorts
bereits geschehen ist. Vorbild
sei die Kommune Ohmstede
im Oldenburgischen, wo sich
der Arbeitskreis noch im Einzelnen informieren will.
Einen entsprechenden Antrag will die SPD im Infrastrukturausschuss stellen. Ein
Trost seien vor diesem Hintergrund die Windkraftanlagen,
deren Bau meist mit sehr gut
befahrbaren Wirtschaftswegen
einhergehe.
ggm
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Seele and Geist
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