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CDU: Was muss gute Bildung leisten?

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CDU: "Was muss gute Bildung leisten?"
Auftaktveranstaltung zur Themenreihe in Kirn/Max Laveuve warnt vor
"Systembruch"
Referent Max Laveuve (re.) beleuchtete die bildungspolitische Landschaft. Mit im Bild ist Franz-Josef
Diel.
Michael Schuf
Vom 07.05.2008
KIRN "Was muss gute Bildung leisten?" - bei dieser Fragestellung ist eine
kontroverse Diskussion programmiert. Die informative Veranstaltung am
Montagabend im Gesellschaftshaus war Auftakt einer Reihe zum Thema
Bildung, zu der die CDU im Kreis Bad Kreuznach einlädt.
Von
Michael Schuf
Die Reihe soll dazu beitragen, das Rüstzeug für die anstehende
Bildungsreform zu erwerben, machte die Kirner CDU-Vorsitzende Christa
Hermes deutlich. Als Referent konnten die Christdemokraten Max Laveuve
gewinnen, selbst lange Jahre Schulleiter eines Gymnasiums und seit 1996 als
Vorsitzender des Philologenverbands Rheinland-Pfalz engagiert. Max Laveuve
machte bei seinem Referat in Kirn keinen Hehl daraus, dass er ein überzeugter
Befürworter des gegliederten Schulsystems ist: "Es ist das erfolgreichere
Schulsystem."
Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Bad Kreuznach, Franz-Josef Diel,
beleuchtete zunächst kurz den Schulentwicklungsplan, der jetzt für den Kreis
erstellt wird. Ein Problem sei die demografische Entwicklung. Bis 2013 würden
etwa 30 Prozent weniger Schüler eingeschult, gab Diel zu bedenken. Er
erinnerte daran, dass sich die Kreis-CDU dafür einsetze, dass der
Berufsschulstandort Kirn mittelfristig erhalten bleiben soll. Die BBS sei ein
"weicher Standortfaktor". In puncto Bildung müsse man über die Kreisgrenzen
hinweg schauen. Auf dem Podium saß deshalb auch Kirsten Beetz,
Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Birkenfeld.
"Es muss der einzelne Schüler im Mittelpunkt stehen", gab MdL Bettina Dickes
als Devise aus. Und es dürfe keine Verschlechterung geben, brachte sie ihre
Ansprüche an die geplante Schulreform auf den Punkt. Denn kein Schüler sei
wie der andere. Dickes: "Bildung ist ein Wert für unsere Gesellschaft." Bei den
Bildungsausgaben rangiere Rheinland-Pfalz im Bundesdurchschnitt ganz weit
hinten, beklagte die Abgeordnete, doch: "Wenn man etwas will, dann braucht
man mehr." Dieses "Mehr" bezog sie sowohl auf Zeit als auch auf Geld.
Max Laveuve machte sich in seinen Ausführungen nicht nur für das gegliederte
Schulsystem stark, er richtete den Blick vor allem auf die Schülerinteressen:
"Wir sind verantwortlich für Lebenszeit von jungen Menschen." Es müsse alles
getan werden, jedem Kind seiner Begabung entsprechende Chancen zu
geben, unterstrich der Vorsitzende des Philologenverbands Rheinland-Pfalz.
"Wir brauchen gute Bildung und begabungsgerechte Schulen", forderte
Laveuve, und damit meinte er die staatlichen Schulen, bei denen nicht der
Geldbeutel entscheide. Weiter sprach er sich unter anderem für homogene
Lerngruppen, klare Fächereinteilung, klare Lehrpläne sowie eine gute und
zeitgemäße Ausstattung der Schulen aus. Zudem erläuterte er in Schlaglichtern
das von der Landesregierung geplante Konzept "Realschule plus". Seiner
Meinung nach hat sich das bisherige Schulsystem, trotz Mängeln, mehr
bewährt.
Max Laveuve sprach sich dafür aus, im System zu optimieren und zu
reformieren, aber "nicht einen totalen Systembruch" zu begehen.
Im neuen Konzept vermisse sie eine Aufstockung der Schulsozialarbeit,
monierte MdL Bettina Dickes. Zudem befürchte sie, dass mit der
Schulstrukturreform "durch die Hintertür" die "Realschule plus" erst gar nicht
eingeführt werde, sondern auf direktem Weg die IGS. Dann gebe es nur die
beiden Säulen Gymnasium und IGS, das wäre eine massive Einschränkung
der Wahlfreiheit, warnte Bettina Dickes.
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