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Der rollende Raphael Rollkunstlauf? Was in - Sihltal Zürich

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06
hin&weg
Unterwegs mit der SZU
Fahrplanwechsel:
Noch mehr SZU
Die Region boomt und die SZU baut ihr
Angebot entsprechend aus.
Am 10. Dezember tritt der neue Fahrplan in Kraft. Die Haushalte der SZURegion werden frühzeitig und detailliert
informiert.
Hier ein erster Ausblick auf die wichtigsten Verbesserungen:
• Die Sihltalbahn S4 verkehrt neu auch
am Abend und übers Wochenende im
20- statt wie bisher im 30-Minuten-Takt.
• Die Linien 131 und 132 der Zimmerbergbusse verkehren neu in den Morgen- und Abendstunden in einem dichteren Fahrplan.
• Die Anschlusszeiten in Wädenswil von
der S2 auf die Zimmerbergbusse 160
und 164 werden verkürzt.
• Die neue Buslinie 156 verkehrt unter
der Woche während der Hauptverkehrszeiten vom Bahnhof Adliswil
ueber Rueschlikon (Park im Grünen)
nach Thalwil.
München ist eine Reise wert
München wird gerne als die heimliche
Hauptstadt Deutschlands bezeichnet.
Nicht ganz zu Unrecht, denn die bayerische Metropole bietet weit mehr als Hofbräuhaus und Oktoberfest. Besuchen Sie
das einzigartige Olympiastadion, halten
Sie mit der Marktfrau auf dem Viktualienmarkt einen Schwatz ab, flanieren Sie im
Englischen Garten, geniessen Sie die
berühmten Weisswürste und schlagen Sie
sich in Schwabing die Nacht um die
Ohren. Sie werden verstehen, warum sich
der Münchner im Himmel nicht wohl
fühlt! In den SZU-Bahnreisezentren in
Adliswil und Langnau-Gattikon erhalten
Sie das passende Reiseangebot – alles
inklusive. Und dann: Koffer packen und
auf nach München!
T ipp Genügend Platz – auch in den Stosszeiten
Während der Stosszeiten scheinen die SZU-Waggons oft aus allen Nähten zu
platzen. Doch meistens ist in den Gängen noch genügend Platz frei. Deshalb:
in die Gänge aufschliessen, wenns im Türbereich eng wird.
Impressum Nr. 2 / November 2006 Herausgeber Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU, Manessestr. 152, Postfach, 8045 Zürich
Konzept, Text, Gestaltung Weissgrund Kommunikation AG, Zürich Druck Staffel Druck AG, Zürich
Die Sihlcity-Baustelle
entdecken
Direkt an der Sihltallinie S4 entsteht auf
100 000 Quadratmetern ein neuer, faszinierender Stadtteil. Möchten Sie einen
Blick hinter die Bauwand werfen und
mehr über Sihlcity erfahren? An den
professionell geführten Baustellenrundgängen für Gruppen haben Sie Gelegenheit dazu. Die Besichtigungen finden
jeweils am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag statt. Weitere Informationen und
die genauen Termine finden Sie unter
www.sihlcity.ch.
Der rollende Raphael Rollkunstlauf? Was in
Fondue hoch über dem
Zürichsee
Geniessen Sie zusammen mit Freundinnen und Freunden ein Fondue im
Restaurant Felsenegg! Im Preis inbegriffen ist das Fondue, ein Glühwein auf
der Felseneggterrasse sowie die Hinund Rückfahrt mit der Luftseilbahn ab
Adliswil. Durchführung jeweils Donnerstag bis Samstag, Gruppengrösse
mindestens 15 Personen, Preis pro Person Fr. ... Anmeldung und weitere Informationen unter ...
der Schweiz trotz jahrzehntelanger Tradition eine Randsportart ist, geniesst in südlichen Ländern grosse Popularität. Einer der erfolgreichsten Schweizer Rollkunstläufer wohnt in Adliswil.
Der Rollsport-Club Adliswil beim Training.
Entlang gelber Linien ziehen die Rollschuhläuferinnen und -läufer konzentriert ihre
Kurven und Schlaufen. Ab und zu nimmt
die Trainerin ein jüngeres Clubmitglied bei
der Hand oder greift bei den Geübteren
korrigierend ein. Einer der Rollschuhläufer
fällt durch seine kraftvoll-eleganten Bewe-
gungen auf. Es ist Raphael Egli, mehrfacher
Schweizer Meister im Rollkunstlaufen und
in seiner Sportart einer der wenigen
Schweizer mit internationalem Format. Im
Gespräch erzählt er, wie er zum Rollsport
gekommen ist: Seine Mutter – es ist die
besagte Trainerin – war in jungen Jahren
selbst eine Spitzenläuferin. «Ich wurde mit
ENERGIESPAREN MIT SZU-ANSCHLUSS
Im Sihlbogen, in unmittelbarer Nähe zur
Station Leimbach, entstehen 200 Wohnungen im Sinn der «2000-Watt-Gesellschaft». Seite 4/5
ASTRONOMIE MIT RIESENSCHRITTEN
Ohne Eile fünf Milliarden Kilometer in
zwei Stunden. Der Planetenweg auf dem
Uetliberg macht’s möglich. Seite 6/7
TIPPS MIT GESCHMACK
Weisswürste in München, Fondue auf
der Felsenegg und ein Vorgeschmack
auf Sihlcity – hin&weg verrät, wie Sie
dazu kommen. Seite 8
Angst davor, Sport zu treiben. Es ist mir
ein Anliegen, sie auf spielerische Art
zu motivieren.» Gegenwärtig absolviert
Raphael Egli ein Zusatzstudium in Geografie, um seine beruflichen Möglichkeiten
als Lehrer zu erweitern.
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hin&weg Unterwegs mit der SZU
Planetenputzen im Auftrag der SZU
Aber es birgt auch Gefahren, wenn das
Geld im Sport eine grosse Rolle spielt. Die
Missgunst unter den Sportlern ist grösser,
im Rollsport ist die Atmosphäre viel familiärer. Zudem schränken Medien und
Sponsoren die persönliche Freiheit stark
ein.» Raphael Egli liebt am Rollsport vor
allem die Vielseitigkeit. Nebst Kraft, tänzerischer Begabung und Technik ist auch
Kreativität gefordert. Seine Kürprogramme übt er jeweils mit einem Trainer in
Deutschland, bringt aber viel Eigenes mit
ein. «Ich könnte nicht einfach stur ein vorgegebenes Programm einstudieren», erklärt er, «ich muss in eine Rolle schlüpfen
können.» Sein aktuelles Programm ist
Charlie Chaplin gewidmet.
Raphael Egli hebt ab
Rollschuhen an den Füssen geboren»,
meint der 26-Jährige augenzwinkernd.
Hohes Niveau, wenig Geld
Rollkunstlauf ist nördlich der Alpen eine
Randsportart, anders als in Italien, Spanien oder in Südamerika. Dort geniesst das
virtuose Springen und Kurven auf acht
Rädern seit Jahrzehnten eine ungebroche-
ne Popularität. Die technischen Elemente
des Rollkunstlaufs sind weitgehend die
des Eiskunstlaufs, und auch das Leistungsniveau der beiden Sportarten ist vergleichbar. Wer international mithalten
will, muss auch im Rollsport sämtliche
Sprünge mindestens dreifach springen.
Doch es gibt einen gewichtigen Unterschied: Rollkunstlauf ist keine olympische
Disziplin. Selbst internationale Spitzenläu2
fer können deshalb kaum von ihrem
Sport leben.
Sportlehrer aus
Leidenschaft
In eine Rolle schlüpfen
Ob er sich noch nie überlegt habe, die
falsche Sportart gewählt zu haben? «Doch,
auch schon», gesteht Raphael Egli. «Auf
meinem Level würde ich im Fussball oder
Tennis vielleicht gutes Geld verdienen.
Zwanzig Stunden trainiert Raphael Egli
wöchentlich, im Sommer können’s auch
ein paar Stunden mehr sein. Doch sein
Leben besteht nicht nur aus Rollschuhlaufen. Der Adliswiler ist ausgebildeter Turnund Sportlehrer und unterrichtet Primar-
klassen. Wenn er begeistert erzählt, wie
wichtig es ihm ist, den Kindern Freude an
der Bewegung zu vermitteln, glaubt man
ihm aufs Wort: «Viele Kinder bewegen
sich zu wenig. Die Eltern bringen sie mit
dem Auto zur Schule und überall gibt es
Rolltreppen. Und viele von ihnen haben
Raphael Egli ist durch den Rollsport
viel herumgekommen. Aber aus Adliswil
wegziehen? Nein, dazu ist er zu sehr im
Sihltal verwurzelt. Hier hat er seine
Freunde und seine Familie. Zudem ist er
Mitglied der Feuerwehr Adliswil und seit
kurzem auch der Ortspartei der CVP.
«Ich hege keine grossen politischen Ambitionen», erklärt er, «aber ich finde es nicht
sehr schlau, ständig über die da oben zu
motzen und sich gleichzeitig aus der
Verantwortung zu stehlen.» Am Sihltal
mag Raphael Egli die Nähe zum See und
zum Uetliberg. Der Zürcher Hausberg ist
eines seiner Trainingsgelände. Auf dem
Biketrail oder zu Fuss mit seiner Hündin
Enja hält er sich konditionell auf der
Höhe. Und quasi im Vorbeigehen erledigt
er dabei noch einen wichtigen Job im
Auftrag der SZU: Er kontrolliert und reinigt die Planeten des Uetliberger Planetenwegs.
Schnuppertraining
beim RC Adliswil
Wollten Sie oder Ihre Kinder schon
immer mal unter fachkundiger Leitung
richtig Rollschuh laufen lernen? Interessierte können beim Rollsport-Club
Adliswil jeden Montag zwischen 16.45
und 18.15 Uhr ein Schnuppertraining
absolvieren. Alter und Können spielen
keine Rolle. Die Teilnahme ist gratis
und Rollschuhe stellt der Club zur Verfügung. Trainingsort ist die Halle 4 der
Sportanlage Tüfi.
Anmeldung und Rollschuhreservation: Gaby Egli, Telefon 044 710 13 42.
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Weitere Informationen zum
RC Adliswil:
www.rollsportclub-adliswil.ch
100 m
SPORTANLAGE TÜFI
SOODOBERLEIMBACH
S4
ADLISWIL
ZÜRICH
BRUNAU
2
500 m
Technik
bei der SZU
S4
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hin&weg Unterwegs mit der SZU
ZÜRICH
MANEGG
Wohlig warme Weichen
SIHLBOGEN
ZÜRICH
LEIMBACH
Die Architekten des Siegerprojekts
sind. Sparpotenzial liegt auch in der Bauweise der Häuser. Je kompakter die Bauten
sind, desto kleiner ist der Wärmeverlust
beim Heizen. Ein weiterer Faktor ist die
Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr: Busse und Bahnen verbrauchen pro
Person bedeutend weniger Energie als der
private Autoverkehr.
Stadt- und naturnah zugleich
Mehr als eine grüne Utopie
ZVV-Abo im Mietzins inbegriffen Im
Sihlbogen entsteht ab 2008 eine Siedlung mit 200 Wohnungen. Das Projekt hat Pioniercharakter, denn es richtet sich ganz nach den Nachhaltigkeitszielen der «2000Watt-Gesellschaft». Möglich macht’s die SZU-Station
Leimbach – sie liegt in unmittelbarer Nähe.
Stellen Sie sich vor, eine vierköpfige Familie würde ihre Wohnung mit 400 Glühbirnen beleuchten, ohne Unterbruch, Tag und
Nacht. Verschwendete Energie? Klar, keine
Frage. Aber es entspricht genau der Energie, die eine durchschnittliche Schweizer
Familie kontinuierlich verbraucht: 24 000
Watt. Pro Person sind das 6000 Watt, das
Dreifache des weltweiten Durchschnitts.
Der überwiegende Teil dieser Energie
stammt nicht aus der Steckdose, sondern
aus fossilen Brennstoffen. Früher oder später gehen diese zur Neige – abgesehen
davon, dass unter ihrer Verbrennung Luft
und Klima leiden.
2000-Watt-Gesellschaft
Es ist nichts Neues: Mit dem Energieverbrauch kann es nicht ewig so weitergehen.
Im Rahmen des Forschungsprojekts Novatlantis der ETH Zürich wurde deshalb ein
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besonders ehrgeiziges Ziel formuliert, das
auch der Bundesrat in seine Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen hat: Der Energieverbrauch soll in der Schweiz in absehbarer Zeit um zwei Drittel reduziert werden. Vision ist eine «2000-Watt-Gesellschaft». Zurück zur Natur also? Müssen wir
wieder in Höhlen hausen, im Winter frieren und zu Fuss zur Arbeit gehen? Keine
Angst, die Strategie ist raffinierter. Wie
Berechnungen der ETH-Wissenschaftler
zeigen, kann diese Energie gespart werden,
ohne dass es der Lebensqualität an den
Kragen geht. Eine grosse Rolle spielt dabei,
wie und wo die Wohnhäuser gebaut werden. In den Mauern und Böden unserer
Häuser steckt eine Menge grauer Energie.
Also gilt es, darauf zu achten, wie viel Energie die Herstellung der Baumaterialien
braucht und wie lang die Transportwege
Eine der ersten Wohnbauten im Geist der
«2000-Watt-Gesellschaft» entsteht ab 2008
auf dem Areal Sihlbogen in Leimbach. Bauherrin ist die Baugenossenschaft Zurlinden. Urs Frei, Präsident der Baugenossenschaft, betont: «Wir sind eine Unternehmergenossenschaft und keine grünen Utopisten. Aber der bewusste Umgang mit den
Energieressourcen geht uns alle an.» Insgesamt entstehen 200 Wohnungen, von der
kleinen Alterswohnung bis hin zur 4,5-Zimmer-Wohnung. Vorgesehen ist auch ein
Gewerbezentrum. Als Zielpublikum sieht
die Baugenossenschaft Personen, die zu
einem vernünftigen Preis energiebewusst
und zentrumsnah wohnen wollen. Die
Miete einer 4,5-Zimmer-Wohnung soll 1850
Franken betragen. Im Mietzins inbegriffen
ist ein ZVV-Abonnement. Mit diesem ungewöhnlichen Angebot möchte man gezielt
Mieter ohne Auto ansprechen. Urs Frei:
«Die Lage bei der Station Leimbach ist
ideal. Von hier aus ist man mit der S4 in
zwölf Minuten am Hauptbahnhof.» Ein CarSharing-Standort ist Teil des Projekts.
Gegenwärtig kämpft die Bauherrschaft
noch für eine flexiblere Handhabung der
Parkplatzverordnung. Diese Verordnung
schreibt für jede Wohnung mindestens
einen Parkplatz vor – selbst dann, wenn
der Ort durch den öffentlichen Verkehr
sehr gut erschlossen ist.
Überzeugendes
Siegerprojekt
Wie die Überbauung einmal aussieht, steht
bereits fest. Im Projektwettbewerb machte
das Projekt LIHSL des Architekturbüros
Dachtler Partner AG aus Horgen das Rennen. LIHSL überzeugte durch die hervorragende Energiebilanz und seine städtebauliche Qualität. Der Juryentscheid war
einstimmig.
Weitere Informationen zum Projekt und
zur 2000-Watt-Gesellschaft finden Sie
unter www.sihlbogen.ch beziehungsweise
www.novatlantis.ch.
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Ein Schienennetz muss auch im Winter einwandfrei funktionieren. Doch
bei tiefen Temperaturen kommt es vor,
dass die beweglichen Teile einer Weiche – die so genannten Weichenzungen – an den Schienen festfrieren oder
durch Schnee blockiert werden. In diesem Zustand ist die Weiche nicht mehr
bedienbar. Um dies zu verhindern,
sind bei heutigen Schienensystemen
Weichenheizungen installiert – auch
bei der SZU. Pro Weiche braucht es
mindestens zwei Heizstäbe mit je einer
Länge von 3 bis 6 Metern. Wird die
Heizung durch das Personal eingeschaltet, erhitzen sich die Heizstäbe
auf über 100 Grad Celsius: Das Eis und
der Schnee im Bereich der Weichenzunge schmelzen. Weichenheizungen
sind bei der SZU seit über zwanzig Jahren in Betrieb. Bevor es Heizsysteme
dieser Art gab, musste jede Weiche
durch das Bahnpersonal freigeschaufelt und mit Bunsenbrennern enteist
werden – eine mühsame und zeitaufwändige Arbeit.
250 m
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1
–
5
Wer die Sonne sucht, findet sie auf dem
Uetliberg selbst bei Nacht. Ausgehend von
der SZU-Station Uetliberg erreicht man sie
nach wenigen Minuten. Sie hat einen
Durchmesser von anderthalb Metern und
ist der Ausgangspunkt des Planetenwegs.
Doch bevor wir den Weg zu den äussersten
Regionen des Sonnensystems unter die
Füsse nehmen, machen wir uns kurz
bewusst, über welch wunderbare Fähigkeit
wir hier oben verfügen: Mit jedem Schritt
legen wir eine Million Kilometer zurück.
Nach einer halben Minute – gerade mal 58
Millionen Kilometer Richtung Albis – treffen wir auch schon auf den ersten Plane-
ten: den Merkur. Nur wenig später sind
wir bei der Venus. Der Planet der Liebe
liegt an einer Weggabelung. Ob das eine
tiefere Bedeutung hat? Links ginge es zum
Uto Kulm. Wir widerstehen der Versuchung und entscheiden uns für die Erde.
Nach nur 41 Schritten ist unser Heimatplanet greifbar. Aber wie lächerlich: Kleiner
als eine Kirsche ist sie, die Erde! Schnell
weiter, bevor uns allzu bewusst wird, wie
winzig und verloren sie durchs Weltall torkelt. Doch auch beim Mars ist uns nicht
richtig wohl. Der Mars ist der Planet des
Krieges, und davon haben wir auf der Erde
weiss Gott genug.
6
LAF
URANUS
UETLIBERG
Der Planetenweg auf dem Uetliberg verkleinert astronomische Dimensionen auf Menschenmass und führt durch eine einmalige Landschaft. Warum also länger warten? Auf zu einer Entdeckungsreise durch
unser Sonnensystem!
2 Auf dem Weg zum Saturn
SATURN
KULM
2
1
Mit Millionenmeilenstiefeln
3 Melancholie auf der Baldern
Zu viele Planeten auf zu engem Raum, denken wir. Wir gönnen uns einen stärkenden
Trunk im Uto Staffel, unmittelbar beim
Jupiter. Von nun an sind die Abstände
grosszügiger. Zum Saturn brauchen wir
schon fast zwanzig Minuten. Man atmet
unbeschwerter und stellt fest, wie romantisch der Wald hier ist. Als wir den Uranus
passieren, sind wir schon mehr als eine
Stunde unterwegs. Zu unserer Rechten
lichtet sich der Wald und gibt den Blick frei
auf weite Wiesen und sanfte Hügel. Zwischenhalt beim ehemaligen Gasthaus
Baldern. Glaubt man dem Schild an der
Türe, soll hier schon bald wieder Leben einkehren. Es ist zu hoffen, denn plötzlich
SIHL
ADLISWIL
06
hin&weg Unterwegs mit der SZU
1 Eine Sonne, die immer scheint
S4
Bilder siehe unten
S10
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JUPITER
MARS
ERDE
VENUS
MERKUR
SONNE
4 Gesellige Runde mit Aussicht
gemahnen die überwachsenen Steine auf
der gegenüberliegenden Wegseite an Grabmäler einer ausserirdischen Religion. Ob
hier die Ahnen der Neptuniker liegen? Die
Wahrheit ist profaner. Es sind verwaiste
Betonstützen von Tischen und Bänken.
Auf dem Weg zum Neptun treffen wir auf
den Pluto. Die Überraschung sitzt. Ist
nicht der kleinste Planet – der ja nach
neusten Erkenntnissen nicht einmal mehr
zur Planetenfamilie gehört – auch der äusserste? Doch, das ist er. Aber am innersten
Punkt seiner Umlaufbahn steht er der
Sonne etwas näher als Neptun. Sein sonnenfernster Punkt hingegen liegt 45 Minu-
4
NEPTUN
FELSENEGG
PLUTO
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PLUTO
(In Sonnennähe)
5 Ausblick von der Felsenegg
PLUTO
(In mittlerer
Entfernung)
BUCHENEGG
Der Andromedanebel
ten von hier, auf der Buchenegg. In der
mittleren Entfernung kreuzt er das Gasthaus Felsenegg, wo es hausgemachten
Apfelstrudel und eine atemberaubende
Aussicht gibt. Auf dem Uetliberger Planetenweg ist der Pluto also gleich dreimal
vertreten. Als hätte man geahnt, dass der
kleine Nachzügler dereinst um den Familienanschluss kämpfen muss.
Nach gut zwei Stunden Fussmarsch besteigen wir auf der Felsenegg die Luftseilbahn
nach Adliswil. Schon bald bewegen wir uns
wieder mit irdischer Langsamkeit. Pro
Schritt einen Meter.
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Die Astronomische
Gesellschaft Urania
Der Planetenweg auf dem Uetliberg
wird durch die Astronomische Gesellschaft Urania Zürich betreut. Die Sternwarte der Gesellschaft wird gegenwärtig
einer Renovation unterzogen und ist
im Mai 2007 wieder für das Publikum
zugänglich. Ebenfalls ab nächstem Frühling plant die Gesellschaft Urania astronomische Wanderungen unter fachkundiger Leitung auf dem Uetliberg.
Informationen zur Gesellschaft und zur
Sternwarte unter http://urania.holla.li
beziehungsweise
http://urania.astronomie.ch
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Seele and Geist
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