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Diplomate - was bedeutet das eigentlich? Ein Diplomate hat die

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Diplomate - was bedeutet das eigentlich?
Ein Diplomate hat die bestmögliche Ausbildung in seinem Fachgebiet in Europa absolviert. Ziel der
Ausbildung ist eine Spezialisierung auf höchstem und international vergleichbarem Niveau. Nach
abgeschlossenem Veterinärstudium muss ein Jahr Basisausbildung erfolgen (Internship). Darauf folgt
eine mindestens dreijährige Ausbildung (Residency) unter der Betreuung eines Diplomates der
entsprechenden Spezialisierung. Während dieser Zeit eignet sich der Resident Spezialkenntnisse und
Erfahrung in den verschiedenen Bereichen an. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, d.h. der
vorgeschriebene Tätigkeitskatalog gut dokumentiert vorliegt und die festgelegte Zahl an
Veröffentlichungen publiziert wurde, kann die Prüfung vor einem internationalen Prüfungskomitee
abgelegt werden. Die Vorbereitung dafür erfordert meist ein weiteres Jahr.
Derzeit an der Pferdeklinik der Vetmeduni Vienna tätige Diplomates:
Abteilung Geburtshilfe, Gynäkologie, Andrologie und Besamung:
Ao.Univ.-Prof. Dr.med.vet. Christine Aurich, Dipl.ECAR
O.Univ.-Prof. Dr.med.vet. Joerg Aurich, Dipl.ECAR
Dr.med.vet. Katharina Deichsel, Dipl.ECAR
Dr.med.vet. Franziska Palm, Dipl.ECAR
Dr.med.vet. Juliane Kuhl, Dipl.ECAR
Abteilung Großtierchirurgie und Orthopädie:
Dr. Karsten Velde, Dipl.ACVS
Dr. Rhea Haralambus, Dipl.ECVS
Abteilung Interne Medizin Pferde:
Univ.-Prof. Dr.med.vet. Rene Van Den Hoven, Dipl.ECEIM
Dr. Sonja Berger, Dipl.ECEIM
Diplomate ECVS
Das European College of Veterinary Surgeons existiert seit 1991 und wurde nach dem Vorbild des
American College of Veterinary Surgeons gegründet. Das Ziel des Colleges ist die Aus- und
Weiterbildung für Groß- bzw. Kleintierchirurgen auf dem letzten Stand der Wissenschaft. Den
zentralen Aspekt hierfür bildet die Residency, ein streng definiertes praktisches
Ausbildungsprogramm. Um einen Resident ausbilden zu können, muss die entsprechende Institution
bestimmte Anforderungen erfüllen. Jedes Programm wird von einem Diplomate (s.g. Supervisor)
geleitet, der für die Ausbildung des Residents und die Einhaltung der Richtlinien verantwortlich ist. Je
nach Spezialisierung (Groß- oder Kleintier) sind die Anforderungen klar definiert. Eine bestimmte
Anzahl von chirurgischen Eingriffen (unter der Supervision eines Diplomate), Publikationen in
internationalen Fachzeitschriften, sowie Präsentationen bei Kongressen sind unter anderem
vorgeschrieben.
Nur unter der Voraussetzung, dass alle Anforderungen erfüllt sind, wird der Resident nach einer
Ausbildungszeit von mindestens 3 Jahren zur Prüfung zugelassen (s.g. board exam). Diese findet
einmal jährlich für alle Residents aus europäischen Programmen gemeinsam statt und besteht aus 3
Teilen. Dabei wird das praktisch orientierte Wissen in zwei Teilen durch fallbezogene Fragen
ermittelt. Die chirurgisch relevanten wissenschaftlichen Artikel aus mehreren Fachjournalen werden
mittels „multiple choice“ Fragen geprüft. Nach Bestehen aller 3 Teile darf der Titel „Diplomate ECVS“
(Dipl. ECVS; DECVS) geführt werden. Um den Titel zu behalten und ein aktives Mitglied des Colleges
zu bleiben, muss jeder Diplomate alle 5 Jahre einen Nachweis seiner praktischen und
wissenschaftlichen Tätigkeiten erbringen, die nach einem Punkteschlüssel bewertet werden.
Derzeit gibt es knapp 500 Diplomates des ECVS (ca. 300 im Fach Kleintiere, 200 im Fach Großtiere),
jährlich kommen etwa 15-20 neue hinzu.
Diplomate Curriculum Rhea Haralambus, Dr. med. vet. et scient., Dipl. ECVS
1995-2001
Studium der Veterinärmedizin an der Vetmeduni Vienna
2003-2004
Rotating Internship an der Pferdeklinik der Vetmeduni Vienna
2007- 2010
ECVS Standard Residency Programm an der
Pferdeklinik der Vetsuisse Fakultät Bern, Schweiz
Supervision Caroline Tessier, DMV, DACVS, DECVS
Februar 2012
Board exam
Diplomate ECAR
Das European College of Animal Reproduction (ECAR) organisiert und koordiniert eine fachspezifische
Weiterbildung in der Reproduktionsmedizin, die an ausgewählten Institutionen (meist Universitäten)
in Europa absolviert werden kann.
Die üblicherweise dreijährige Ausbildung in Form einer Residency setzt zunächst eine einjährige
Basisausbildung (Internship oder vergleichbare Tätigkeit) nach dem Studium voraus. Während der
Residency spezialisiert man sich weiter und wählt einen Schwerpunkt– in meinem Fall ist das alles
rund um die Fortpflanzung beim Pferd, aber auch eine andere Spezialisierung z.B. auf dem Sektor der
Kleintierreproduktion oder Biotechnologie ist möglich. Die Besonderheit an der Vetmeduni in Wien
ist, dass man während der Ausbildung nicht nur intensiv Gelegenheit hat, sich mit seinem
Schwerpunkt vertraut zu machen, sondern eben auch Kleintier- und Nutztierpatienten sieht und
damit einen sehr breit gefächerten praktischen und theoretischen Zugang bekommt. Einmal jährlich
findet zentral für ganz Europa – letztes Jahr in Lyon, diemal in Budapest- eine Prüfung statt. Die
Besonderheit im Gegensatz zu einem Fachtierarzt ist neben dieser europaweit einheitlichen Prüfung,
dass auch danach in regelmäßigen Abständen der Beweis erbracht werden muss, dass man sich noch
auf dem neuesten Stand der Wissenschaft in seinem Fachgebiet befindet. Damit soll garantiert
werden, dass der „Spezialist“ auch in 10 Jahren noch einer ist. Derzeit gibt es knapp 200 European
Specialists in Animal Reproduction, davon 8 in Österreich.
Diplomate Curriculum Juliane Kuhl, Dr. med. vet., Dipl. ECAR
2001-2007
Studium der Veterinärmedizin an der LMU München
2007-2008
Internship an der Abteilung für Geburtshilfe, Gynäkologie, Andrologie und
Besamung der Vetmeduni Vienna
Seit 2008
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung für Geburtshilfe,
Gynäkologie, Andrologie und Besamung der Vetmeduni Vienna
2009 – 2010
Betreuung von Stutenbesamung und Embryotransfer am Brandenburgischen
Haupt- & Landgestüt Neustadt/Dosse über das Graf-Lehndorff-Institut
November 2011
Board exam
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