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aus der Gemeinde Tun, was wir können - St. Remigius in Viersen

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Pfarrbrief 4 / 2004
Adveniat – Sternsinger - Caritas
Weihnachten – Neujahr – Termine
aus der Gemeinde
Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Freunde der Remigius-Gemeinde,
Tun, was wir können
Im Jahr 1981 lernte ich einen alten Benediktinerbruder in Rom kennen. Er betreute die Gäste aus aller
Welt, die für eine Zeit Aufnahme fanden in S. Anselmo auf dem Aventinshügel. Jeden Morgen fuhr
Bruder Heimrad mit seiner alten Vespa in die Stadt
und steckte dabei von seinem knapp bemessenen
Taschengeld 1000 Lire ein. Er schenkte sie dem
ersten Bedürftigen, den er auf seiner Fahrt in die
Stadt traf. Einem Menschen wenigstens, so sagte
er, will ich am Tag zeigen, was Gottes Fürsorge und
Liebe mir bedeuten.
Gelebte Spiritualität: tun, was ich kann.
Aus solchem Geist lebt auch bei
uns die vielfach verborgene, aber
wirksame Zuwendung in Familie,
Nachbarschaft, Gemeinschaft, die
auch beim Fremden nicht Halt
macht. Wer einem Menschen dieser
Gesinnung begegnet, spürt das
selbstlose Geschenk – eine Faszi- Zum Motto der Sternsingeraktion
nation, die für uns Christen einen 2005
Namen trägt: der menschgewordeDass Kinder „eine Stimme haben“
ne Gottessohn Jesus Christus.
wird ganz deutlich, wenn die SternWieder bereiten wir uns auf das singer zu Beginn eines jeden Jahres
Fest seiner Geburt vor und wün- den Segen Gottes und ihre Lieder in
schen uns die Zeit, innezuhalten die Häuser und Wohnungen unserer
und auf das Tragende und Wesent- Gemeinde tragen. Sie zeigen, dass
liche unseres Lebens schauen zu man mit der eigenen Stimme anderen
dürfen. Dabei waren und sind Kon- Menschen eine Freude machen kann
templation und Aktion, das In-sich- – aber auch, dass die eigenen Stimkehren und das Tun zwei Seiten ei- me dazu da ist, um auf etwas aufner Münze, die das menschliche merksam zu machen, in diesem Fall
auf die Not vieler Kinder in der Welt.
Leben bereichern.
Kinder haben eine
Stimme
Dek mii sitti riak rong
Zu beidem lade ich Sie ein: Besinnung suchen in den adventlichen
und weihnachtlichen Gottesdiensten
unserer Gemeinde und agieren in
der Unterstützung tätiger Nächstenliebe, wenn die Frauen und Männer
der Caritas und zu Beginn des Neuen Jahres die Sternsinger um eine
Gabe für Menschen in Not bitten:
Tun, was wir können.
Ich wünsche Ihnen eine besinnliche
In Thailand, dem Beispielland der
und aktive Zeit.
Sternsingeraktion 2005, haben viele
Kinder keine Möglichkeit, ihre Rechte
Ihr Pastor
durchzusetzen. Vor allem in ländlichen Gebieten herrscht große Armut.
Viele Kleinbauern verfügen nicht mehr
über genügend Land, um sich selbst
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zu versorgen und sind hoch verschuldet. Da es kaum Arbeitsplätze
außerhalb des Agrarsektors gibt,
reicht das Einkommen der Eltern oft
nicht aus, um die Familie zu ernähren. So sehen sich viele Eltern gezwungen, ihre Kinder auf die Suche
nach Arbeit in die Stadt zu schicken. Meist arbeiten sie dort als
Händler oder Handlanger. Andere
verkaufen ihre Söhne oder Töchter
an Kleinunternehmer, die durch
Kinderarbeit mit ihren Billigerzeugnissen auf dem Weltmarkt konkurrieren können.
wie wir uns in unserem alltäglichen
Leben für die Verwirklichung von Kinderrechten einsetzen können. Eine
davon ist der „Faire Handel“. Fairer
Handel ermöglicht Produzenten in
den Entwicklungsländern eine menschenwürdige Existenz. Durch gerechtere Handelsbeziehungen. Dies
bedeutet z. B., dass Herstellern von
Produkten in Ländern der Dritten Welt
gerechte Preise – wesentlich höher
als die im Weltmarkt üblichen – gezahlt werden. So werden die Lebensbedingungen der Menschen in den
Ländern des Südens verbessert und
langfristig ungerechte Wirtschaftsstrukturen abgebaut. Eltern verdienen
dann genug Geld, um ihre Familien zu
ernähren und können gleichzeitig in
die Zukunft ihrer Kinder finanzieren.
Eine besonders schlimme Form der
Kinderarbeit ist die Schuldknechtschaft, die leider nicht nur in Thailand weit verbreitet ist. Dabei übergibt die Familie ihr Kind gegen Vorauszahlung einem Arbeitgeber. Oft Es gibt viel, was wir tun können,
ist es unmöglich, die Schulden zu- um den Stimmen aller Kinder auf
der ganzen Welt Gehör zu verschafrück zu zahlen oder abzuarbeiten.
fen. Ein deutliches Zeichen setzt
Besonders menschenverachtende die Sternsingeraktion.
Formen der Ausbeutung von Kindern sind Prostitution und Kinderhandel. Kinder sind für skrupellose
Menschenhändler begehrte Ware,
denn mit ihnen lässt sich schnell Umwandlung in der KinderGeld verdienen.
tagesstätte St. Hildegardis
❉❅❁❄❆❇❈❊❋❉❅❁❄❆
Was können wir tun ?
Um allen Kindern eine menschenwürdige Zukunft zu ermöglichen,
müssen die Regierungen der Welt
alle
in
der
UNKinderrechtskonvention verbrieften
Rechte umsetzen.
Zum 23. August wurden in der KiTa
St. Hildegardis einschneidende strukturelle und räumliche Veränderungen
vorgenommen. Diesen war während
der Sommerferien eine großzügige
Umbaumaßnahme vorausgegangen.
Um mehr Spielraum für weniger Kin-
Es gibt jedoch auch Möglichkeiten,
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der zu schaffen, wurde die bisher 4- Interessierte können gerne telefonisch
gruppige Einrichtung mit großer al- einen Besuchstermin mit uns vereintersgemischter Gruppe ( hier wur- baren.
den auch Schulkinder betreut ) in
W. Hollmann-Schmidt
eine 3-Gruppen-Einrichtung mit 2
Kindergartenleiterin
Kindergartengruppen und 1 „kleinen
altersgemischten Gruppe“ umgewandelt. So bietet sich jetzt auch in
unserer KiTa die Möglichkeit, 7
Kinder im Alter von 4 Monaten Weihnachten nur
bis 3 Jahren gemeinsam mit 8 Tamit (Ochs und) Esel
gesstättenkindern im Alter von 3 bis
6 Jahren ganztägig zu betreuen.
❉❅❁❄❆❇❈❊❋ ❉❅❁❄❆
Alle Gruppen verfügen über ausreichende Nebenräume, allen Kindern
steht neben dem Mehrzweckraum
mit vielfältigen Aktionsmöglichkeiten
jetzt auch ein Mal- und Matschraum
zur Verfügung.
Die kleine altersgemischte Gruppe
bietet unter Berücksichtigung der in
solchen Gruppen besonders strengen Sicherheitsvorkehrungen ausreichend Krabbel- und Kriechmöglichkeiten, Schlaf- und Kuschelecken, eine großzügige, komfortable Wickelkommode und einen gemütlichen Schlafraum.
Der „Tag der Offenen Tür“ am
Samstag, den 25.9.04, wurde von
vielen Besuchern gerne genutzt, um
sich über die pädagogische Arbeit
in dieser Gruppe zu informieren.
Nach nunmehr 10-wöchiger Erfahrung mit der „kleinen altersgemischten Gruppe“ scheinen sich sowohl
Mitarbeiterinnen als auch Eltern,
insbesondere aber die Kinder, mit
dieser Betreuungsform sehr gut angefreundet zu haben.
Seite 4 Pfarrbrief 4 / 2004
– Wie geht das ?
( nicht nur für Erwachsene )
Liebe Gemeinde,
die folgenden Gedanken möchte ich - als
„stille Botschaft“ eines Kirchenmusikers –
besonders den Menschen schenken, - die
in dieser Zeit auf der Suche nach „Heilendem“ sind, wo es doch oft unbemerkt und
ganz in ihrer Nähe zu finden ist. Auch den
Menschen, die sich in ihrer Kindheit mit
den Hirten auf den Weg gemacht haben,
doch Bethlehem nicht gefunden haben.
In der Hl. Schrift nehmen Kriege, Rache,
Vergeltung, Vernichtung, Mord und Totschlag einen breiten Raum ein. Das kann
bei der Lektüre lähmend und erdrückend
sein. ( Und was ist heute ? ) Ich bin kein
Exeget, um zu erklären, warum dies alles
dennoch heilige Worte sind. Und dann
stoßen Sie auf die Schriftstelle aus dem
Buch Jesaja im AT:
Dann werden die Augen der Blinden aufgetan, die Ohren der Tauben öffnen sich. Dann springt der
Lahme wie ein Hirsch, die Zunge
des Stummen jubelt. Die vom Herrn
Befreiten kehren heim.
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Hier entdeckt man eine biblische Oase, sie kurz darauf wieder verließ. So wollte er
in der man wieder atmen kann. Eine eines Tages von dem Alten wissen, was
adventliche Zufluchtstätte.
er denn in der Kirche tue. Der antwortete:
„Ich gehe hinein, um zu beten.“ Als der
Fliehen Sie in diesen Tagen hin und Pfarrer verwundert meinte, er verweile nie
wieder Lärm, Getöse und oft genug lange genug in der Kirche, um wirklich bekrankmachende Betriebsamkeit. Entde- ten zu können, meinte der Besucher: „Ich
cken Sie unauffällige, unscheinbare Ni- kann kein langes Gebet sprechen, aber
ich komme jeden Tag um zwölf und sage
schen – ganz im Schatten des Alltags.
Meine Absicht ist es, in „geschützter `Jesus, hier ist Johannes`. Dann warte ich
Umgebung“ biblische Tiefe und Weite, eine Minute, und er hört mich.
Stille, Geborgenheit, ja Freude und Heiterkeit erfahrbar zu machen. Sie werden
irgendwann bemerken, dass Sie auf der Einige Zeit später musste Johannes ins
Suche nach sich selbst sind. Und wenn Krankenhaus. Ärzte und Schwestern stellSie sich gefunden haben, seien Sie ten bald fest, dass er auf die anderen Patienten einen heilsamen Einfluss hatte.
ganz bei sich selbst.
Die Nörgler nörgelten weniger, und die
Die folgenden, kleinen Episoden könn- Traurigen konnten auch mal lachen. „Joten eine Atmosphäre schaffen, die all Ih- hannes“, bemerkte die Stationsschwester
re Sinne erfasst, die auch verborgene irgendwann zu ihm, „die Männer sagen,
Verbindungslinien zu dem oben zitierten du hast diese Veränderung bewirkt. Immer
bist du gelassen, fast heiter.“ „Schwester“,
Jesaja-Text erkennen lassen.
Eingeleitet werden sie durch die Initien meinte Johannes, „dafür kann ich nichts.
der Einzugsgesänge der 4 Adventsonn- Das kommt durch meinen Besucher.“
Doch niemand hatte bei ihm je Besuch
tage.
Initial gezündet erhalten diese kleine gesehen. Er hatte keine Verwandten und
„Alltagsgeschichten“ eine andere Lesart: auch keine engeren Freunde. „Dein BesuBei wachsendem Licht lassen sie cher“, fragte die Schwester, „wann kommt
menschliche
Wärme
spüren. der denn?“ „Jeden Mittag um zwölf. Er tritt
Menschwerdung in uns und um uns ein, steht am Fußende meines Bettes und
herum auf die Menschwerdung Gottes sagt ´Johannes, hier ist Jesus´“.
hin.
ADVENTUS I
Wir entzünden die Kerze
ADVENTUS II
„Ad te levavi“ Wir entzünden die Kerze
„Populus Sion“
Zu dir erhebe
ich meine Seele
Nach einer alten Erzählung : Dem Pfarrer einer Stadt im Süddeutschen fiel ein
alter, bescheiden wirkender Mann auf,
der jeden Mittag die Kirche betrat und
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Volk von Sion, siehe, der Herr wird
Kommen
Pfarrbüro
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Ich habe an dich gedacht
als ich in den Bus stieg
und ich gab dem Fahrer
30 Cent und verlangte
zwei Fahrscheine
bevor ich bemerkte, dass ich
allein war.
meinde - als Könige verkleidet – als
Sternsinger auf den Weg. Sie erzählen in ihren Liedern von der Geburt
Jesu vor mehr als 200 Jahren, von
seiner Liebe und Menschenfreundlichkeit.
Sie erinnern dabei an die Weisen aus
dem Morgenland, die dem Stern folg(R. Brautigan)
ten, um das neugeborene Kind zu suchen und ihre Schätze darzubringen.
ADVENTUS III
Wir entzünden die Kerze „Gaudete“ Die Sternsinger wollen in die Häuser
und Wohnungen unserer Gemeinde
Im Salzburger Land übrigens rosafarben gestaltet
gehen, um Ihnen für das neue Jahr
den Frieden zu wünschen. Deshalb
werden sie auch – auf Wunsch – mit
Kreide einen alten Segensspruch an
die Tür schreiben:
Freuet euch !
Feldpostbrief aus dem 2. Weltkrieg:
Weihnachten fällt aus
1. Josef ist bei der Wehrmacht.
2. Maria ist beim Roten Kreuz.
3. Die Weisen aus dem
Morgenlande bekamen kei
ne Einreiseerlaubnis .
4. Der Stern von Bethlehem
darf wegen Verdunkelung
nicht mehr scheinen.
20 C+M+B 05
Christus Mansionem Benedicat
Christus segne dieses Haus.
Die Sternsinger leisten mit ihrem Besuch einen Beitrag für Frieden und
Gerechtigkeit auf der einen Erde. Sie
helfen an vielen Stellen, wo sonst
niemand hilft. Sie um eine Spende für
hungernde, kranke und heimatlose
Kinder in Asien, Afrika, Ozeanien, Lateinamerika und Osteuropa.
Fortsetzung Seite 10
❉❅❁❄❆❇❈❊❋ ❉❅❁❉
20
C+M+B
05
Das Leitwort der diesjährigen Aktion
Kinder haben eine Stimme
dek mii sitti riak rong
Unsere Sternsinger freuen sich auf
einen Besuch bei Ihnen und danAm Mittwoch, 5.1.2005 von 10 bis ken schon jetzt herzlich für die
17 Uhr machen sich wieder viele freundliche Aufnahme.
Mädchen und Jungen unserer GeSeite 6 Pfarrbrief 4 / 2004
Pfarrbüro
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Termine
Termine
wir gemeinsam im Remigiushaus.
5.1.05
Mittw. 10.00 – 17.00 h
Die Sternsinger kommen
Termine
Öffnungszeiten
des Pfarrbüros
ab 1.1.2005
28.11. 1. Advent 15.00 Uhr
im Marienheim
Altenfest der Kaiser-Karl u.
St. Sebastianus Bruderschaft
für alle Pfarrangehö rigen, die
über 65 Jahre alt sind
Mo.: 9 – 12 h, 15 – 17 h
Di.: 15 – 17 h
Mi.: 9 – 12 h, 15 – 17 h
Do.: 9 – 12 h, 15 – 17 h
Fr.: 9 – 12 h
20.11. bis 11.12.
Pfarr-Caritas-Haussammlung
Helfen bewegt
Vorankündigungen / Vormerken:
Wir legen Ihnen diese Haus
Unser PFARRFEST
sammlung ans Herz, weil damit
wird am 18. und 19. Juni 2005
die Arbeit der Pfarr-Caritas fistattfinden.
nanziell abgesichert wird.
Wer von den Sammler(innen)
der Caritas nicht angetroffen
Tänze aus Israel:
wird, kann persönlich im Pfarrnächster Workshop12.3.05
büro seine Spende abgeben
10.00 – 17.00 h im Remigius
oder
haus
auf das Konto 59 318 618 bei
18.00 Mitgestaltung
der SK KR ( BLZ 320 500 00 )
der Abendmesse
Stichwort „Caritas“ überweisen.
( Auf Wunsch kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt
Hinweis:
werden. )
Ab nächster Pfarrbriefausgabe
gibt es - 2 mal im Jahr - ein
29.11. – 3.12. Morgenmeditation
Sonderblatt. Es informiert
in der Adventszeit
über
jeden Morgen 6.00 h
die Arbeit der GvG
in der Remigiuskirche.
Gemeinschaft von Gemeinden
Im Anschluss daran frühstücken
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Pfarrbüro
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Gottesdiens
Gottesdienste
Sonntag, 26.12.2004
2. Weihnachtstag
in der
Weihnachts-Oktav
Gemeindemesse
08.00 h
11.00 h
Gemeindemesse,
mitgestaltet vom Kirchenchor
Donnerstag, 16. 12. 2004
19.00 h
Bußgottesdienst
19.00 h
Gemeindemesse,
mitgestaltet von „Song Remi“
Freitag, 31.12.2004
Freitag, 24.12.2004,
Heiligabend
14.30 h Wortgottesdienst für
Familien mit Vorschulkindern
Messe
zum Jahresabschluss
mitgestaltet vom Kirchenchor
18.00 h
15.30 h
Vormette
16.00 h Messe am Heiligabend
für Familien mit Schulkindern
17.30 h
Vormette
18.00 h
Christmette,
mitgestaltet vom Kirchenchor
Christmette
24.00 h
Samstag, 25.12.2004
1. Weihnachtstag
08.00 h
Gemeindemesse
11.00 h
Gemeindemesse,
mit Choralgesängen
18.00 h
Vespergottesdienst
zum Weihnachtsfest
19.00 h
Gemeindemesse
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Pfarrbüro
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Kirchenmusi
KirchenmusiK
an
Weihnachten 2004
Sonntag, 05.12.2004
17.00 h
Orgelkonzert
mit Stephan Emil Wehr
Köln / Viersen
Werke von César Franck und Petr Eben sowie weitere Werke tschechischer Komponisten
24.12.2004
18.00 h,
I
H
R
E
W
E
I
H
N
A
C
H
T
S
S
P
E
N
D
E
Heiligabend
J. Albrechtsberger
Missa in D
J. S. Bach
Vom Himmel hoch
25.12.2004
11.00 h
1.Weihnachtstag
Missa „puer natus“
Im Mittelpunkt der diesjährigen Weihnachtskampagne
steht Kolumbien, ein von
Gewalt und politischen Unruhen zerissenes Land, das
wie kaum eine Nation in Latein amerika auf internatio
nale Solidarität angewiesen
ist.
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Deutsche Weihnachtslieder
25.12.2004
11.00 h 2. Weihnachtstag
A. Bruckner
Messe C-Dur
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5. Das Kind ist wegen Flieger
alarm evakuiert worden.
6. Die Krippe befindet sich bei
der NSV.
7. Heu und Stroh hat die
Wehrmacht beschlagnahmt.
8. Im Stall liegt die Flak.
9. Die Hirten sind eingezogen
und die Engel nach Küpper
kommandiert.
10. Wegen dem Esel allein
lohnt es sich nicht.
nach eigener Maßgabe seine Lebensgestaltung, materiell vermeintlich gut abgesichert. Alle Beziehungen zu Freunden und
Bekannten wurden abgebrochen. Viele
Jahre war er wie vom Erdboden verschwunden. Das kennen wir aus einer anderen Geschichte. Um es kurz zu machen:
Als er vor dem körperlichen und seelischen Ruin stand und die Sinnlosigkeit
seines bisherigen Lebens erkannte, bat er
einen früheren Freund um Hilfe. „Siehst
du eine Möglichkeit, meinem Vater ein
versteckte Botschaft zukommen lassen,
die die Bitte um Versöhnung erkennen
( entnommen einem alternativen
lässt. Eine weiße Schleife am Birnbaum
Adventskalender )
vor meinem Elternhaus könnte ein Signal
der väterlichen Bereitschaft sein.“
ADVENTUS IV
Kurz darauf trafen sich die beiden ehemaWir entzünden die Kerze
ligen Freunde an einer Stelle, weitab vom
„Rorate caeli“Heimatdorf. Unerkannt zogen sie in der
Dunkelheit los. Am Ortseingang blieb der
„Heimkehrer“ zurück – aus Angst vor einer
großen Enttäuschung. Sein Freund zog allein weiter, eine Viertelstunde, eine halbe
Stunde verging – es dauerte und dauerte.
Tauet Himmel, von oben,
Endlich kam er zurück.
iihr Wolken, regnet den Gerechten!
„Hast du eine weiße Schleife gesehen?“
Die weiße Schleife
Ein junger Mann probte den Aufstand
und Querstand in seiner Familie. Das
Zusammenleben wurde von Tag zu Tag
unerträglicher.
Versöhnungsversuche
blieben erfolglos. Schließlich war der
häusliche Friede zerstört. Daraufhin griff
sein Vater zur letzten Waffe und warf
den Burschen kurzerhand aus dem
Haus: „Nimm deine Siebensachen und
verschwinde! Lass dich hier niemals
mehr sehen!“ Wut und Zorn auf der einen Seite, Überheblichkeit und Leichtsinn auf der anderen. Die Tür war endgültig zugeschlagen – beide von Blindheit geschlagen. Der junge Mann organisierte fortan, weitab von zu Hause,
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– „Nein!“
Die Nacht ist vorgedrungen,
der Tag ist nicht mehr fern,
„Hunderte!“ sagte der Freund
So
sei nun
Lob gesungen
dem hellen Morgenstern.
Auch wer zur Nacht geweinet,
der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet auch
deine Angst und Pein.
( Gotteslob Lied 111)
Dieser Mensch ist „angekommen“ und hat
sein Bethlehem, „Haus des Brotes“
( Übersetzung des Wortes Bethlehem ),
Pfarrbüro
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wiedergefunden.
Wegen dem Esel allein
lohnt es sich nicht
heißt es am Ende des Feldpostbriefes.
Wir stehen vor einer leeren Krippe, allein gelassen mit einem Esel. Lohnt es
sich wirklich nicht ? Wie wäre es, wenn
wir die ganze Inszenierung auf den Kopf
stellten und mit Ochs und Esel beginnen
? Nach und nach finden sich die biblischen Gestalten aus dem Alten und
Neuen Testament ein, von den Propheten bis hin zu den Orientalen, den Weisen. Da könnte uns okzidental ein ganz
anderes Licht aufgehen.
Ich habe darüber mit einigen Kirchenbesuchern gesprochen – mit unterschiedlichen Reaktionen.
Eine Frau, die jahrelang unter kommunistischer Diktatur hatte leben und arbeiten
müssen, reagierte abweisend: „Für mich
unvorstellbar!“ Eine sehr ernst zu nehmende Kritik, für die ich sehr dankbar bin.
Darauf konnte ich nur antworten: „Ich habe „ihm“ keinen Platz an der Krippe gegeben – aber wieder erkannt habe ich „ihn“.
In diesem sonderbaren Hirten sehe ich
mehr als einen Doppelgänger. Deshalb ist
die Krippe in unserer Kirche, die nicht
einmal Ochs und Esel hat, für mich eine
der eindrucksvollsten Weihnachtsbotschaften geworden.
„Gaudete – Freuet euch!“
Kurzer Szenenwechsel (mit Brü-
Unzählige aus „allen Völkern und Stämmen“ sind unterwegs. „Blinde und Lahme,
Die Krippe in unserer Remigiuskirche Taube und Stumme“, Gesunde und Kranbeherbergt einen seltsamen Zeitgenos- ke, Arme und Reiche. Ich sehe drei mildtätige, vorweihnachtliche heilige „Lichtgessen.
talten“:
Martin – Elisabeth – Nikolaus. Und
schließlich Josef, den Mann aus dem Geschlechte Davids, der in Gottes Heilsplan
keine „Randfigur“ darstellt.
chen):
Lenin an
der
Krippe
???
Es hat lang gedauert, bis mir diese sonderbare „Krippen-Konstellation“ aufgefallen ist.
„Treffen in Bethlehem“
Alle wollen dabei sein, Sie und ich auch,
gewiss „er“ auch. Wird das ein Gedränge
im Bannstrahl der Botschaft der Engel:
„Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erde
Friede den Menschen, die guten Willens
sind ... “ Ein unbeschreibliches Geschehen.
Jetzt kann der HEILIGE kommen :
Et incarnatus est de Spiritu Sanctu
ex Maria Virgine,
et homo factus est.
Ganz am Rande der großen Profangeschichte schafft Gott die Mitte der
Seite 11 Pfarrbrief 4 / 2004
Pfarrbüro
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Menschheitsgeschichte.“ ( A. Heisinger)
Nicht für eine „Geschlossene Gesellschaft“.
Schließt Gott jemand aus ?
Ausgeschlossen!
Darum!
Freue dich, du Stadt Bethlehem!
Freue dich, du Stadt Viersen!
Freue dich, du kleine Stadt Remigius !
Stellen Sie einen dürren Barbarazweig
(4. 12. ) in ein wassergefülltes Gefäß.
An Weihnachten wird er grünen.
Ich wünsche von Herzen, dass Sie in
diesem winzigen Wunder ein wenig
Hoffnung für Ihr Leben erahnen können.
gelegt. Pastor von Holtum bat damals
Herrn Josef Smets, Schulamtsdirektor a.
D., sich dieses Problems anzunehmen.
Herr Smets hat diese Aufgabe bereitwillig
übernommen, sicherlich nicht ahnend,
welch umfangreiche Arbeit ihm da bevorstand. Nur mit großer Energie und noch
größerem Engagement gelang es ihm,
teilweise unter Mitarbeit von ebenfalls interessierten Pfarrangehörigen, die vorgefundenen Archivalien zu sichten und eine
aktualisierte Findliste zu erstellen.
Viersen, im Advent 2004
Hans Wilhelm Hoff
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Wechsel im Pfarrarchiv
Aus dem Archiv von St. Remigius
Ein Beitrag zur Geschichte
unserer Pfarrei
Die Pfarre St. Remigius, die seit dem
Ende des 12. Jh. nachweisbar ist, verfügt über ein ausgedehntes und weit zurückreichendes Archiv. Diverse Darstellungen haben die Geschichte von St.
Remigius in Viersen zum Gegenstand
und können als Hintergrund für die Bedeutung des Archivs betrachtet werden.
Nach einer Phase eher geringen Interesses an einer adäquaten Behandlung
der Bestände wurde unter Pastor Manfred von Holtum anfangs der 90er Jahre
wieder ein stärkerer Akzent auf Bearbeitung und Archivierung der Materialien
Seite 12 Pfarrbrief 4 / 2004
So wurde erstmals eine Möglichkeit geschaffen, das gesamte Material leichter
zugänglich zu machen und zu zeigen, über welche Schätze die Pfarre St. Remigius verfügt – so z. B. über Taufbücher, die
fast lückenlos bis 1607 zurückreichen. Bei
den Eheschließungen und Sterbefällen
gehen die Aufzeichnungen bis ins ausgehende 17. Jh. bzw. beginnende 18. Jh. zurück.
Beim Neubau des Pfarrzentrums wurde
die Bedeutung des Pfarrarchivs entsprechend berücksichtigt. Dechant Stephan
Geddens besonderer Wunsch war es, eigene Räumlichkeiten für das Archiv einzuplanen, die dann auch erstellt werden
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konnten. Auf diese Weise wurden alle
Materialiensachgerecht und umfassend
aufbereitet und für Interessierte zugänglich gemacht. Es würde an dieser Stelle
viel zu weit führen, die einzelnen Sachgruppen, geschweige denn die gesamten Bestände aufzuführen. Vielleicht wäre das ein Thema für eine spezielle
Veröffentlichung.
Ende 2003 wurde ich von Herrn Smets
und Dechant Gedden um die Weiterführung des Archivs gebeten. Dieser Bitte
bin ich gerne nachgekommen. Nach einer Übergansphase soll nun mit Ende
2004 die Arbeit ganz in meine Verantwortung übergehen, ein Vorgang, der
mich sehr interessiert, zumal ich mich
auch dazu in gewisser Weise verpflichtet fühlte.
IN der einjährigen Zusammenarbeit mit
Herrn Smets, der dankenswerter Weise
nach wie vor helfend zur Seite stehen
will, habe ich erkennen können, welch
immense Arbeit er bei der Erstellung
und Neuordnung des Archivs geleistet
hat. Es ziemt sich, ihm an dieser Stelle,
auch im Namen der Pfarre, dafür herzlich zu danken.
Warum liegt Weihnachten
am 25. Dezember ?
Wie bei vielen großen Gestalten der
antiken Welt ist auch bei Jesus der
genaue Geburtstag unbekannt. Die
ersten christlichen Jahrhunderte haben sich für den Geburtstag Jesu überhaupt nicht interessiert.
Das älteste der vier Evangelien ( Markus ) hat auch keine Erzählung aus
der Kindheit und Jugend Jesu. Es beginnt mit dem Wirken des erwachsenen Jesus. Für die ersten christlichen
Generationen stand das Wirken die
Botschaft Jesu im Mittelpunkt des Interesses, sein Sterben am Kreuz und
die Botschaft seiner Auferstehung.
Eine Kindheitsgeschichte findet sich
nur im Lukas- und MatthäusEvangelium.
In der ersten Zeit gab es also viele
Gemeinden, in denen Erzählungen
aus der Kindheit Jesu nicht bekannt
waren. In den ersten christlichen
Jahrhunderten wurde auch kein
Heinz Boukes Weihnachtsfest gefeiert. Das Hauptfest der Christen war Ostern, das Fest
der Überwindung des Todes.
P.S. Pfarrangehörige, die über für das
Archiv interessantes Material verfügen Wie kam es also zur Feier des Weih( Photos, Zeitungen, etc ) möchte ich
nachtsfestes am 25. Dezember ?
hiermit bitten, diese gegebenenfalls
dem Archiv zu überlassen.
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Seite 13 Pfarrbrief 4 / 2004
Um das Jahr 275 hatte der Kaiser Aurelian im Rom das Fest der Geburt
des Lichtes, des unbesiegbaren Sonnengottes, zum Staatsfeiertag erhoben. Die Christen legten ganz bewusst auf diesen Termin -
Pfarrbüro
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den 25. Dezember – die Feier der
Geburt Jesu. Damit brachten sie ihre Überzeugung zum Ausdruck,
dass Jesus das
eigentliche Licht der Welt sei. Dieser Termin hat sich dann schnell
- vor allem im germanischen Bereich - durchgesetzt, weil man auf
diese Weise auch das altgermanische Fest der Wintersonnenwende
mit christlichem Inhalt füllen konnte.
Wüste“ und aus dem „Alltag“ – von
der Ernte, einer neuen Freundschaft
oder einem besonders schönen Tag.
Erstaunlich ist immer wieder die Vielfältigkeit der Musik:
stehen bei einem Tanz orientalische
Klänge im Vordergrund, beschwingen
beim nächsten Walzerrhythmen. „Zu
dieser Musik zu tanzen tut einfach der
Seele gut.“, so eine Teilnehmerin –
stellvertretend für alle.
Geleitet wurde der Workshop wieder
von der Tanzlehrerin Waltraud Gehr( Vgl: F-J Ortkemper „Was Christen ke, die in mehreren kath. Pfarrgean Weihnachten feiern“, Kath. Bi- meinden in Oberhausen und Mülheim
belwerk Stuttgart )
Tänze aus Israel unterrichtet. Ihre
Tanzgruppen gestalten dort Messen
mit und sind bereits bei den Duisburger Tanztagen aufgetreten.
Für alle, die „Tänze aus Israel“
kennen lernen möchten: Der nächste Workshop findet statt am
❉❅❁❄❆❇❈❊❋ ❉❅❁
Tänze aus Israel
Workshop „Tänze aus Israel“ – im
September
zum
dritten
Mal!
18 Teilnehmerinnen kamen ins Remigiushaus gekommen, um neue
Tanzschritte auszuprobieren, alte
aufzufrischen oder erstmals kennen
zu lernen. Nicht Konzentration auf
die Schrittfolge, sondern Freude an
der Musik, an Bewegung und am
Miteinander standen im Vordergrund, das konnte man an den lachenden Gesichtern ablesen.
Wir lernten Tänze, die Geschichten
aus der Bibel erzählen wie die „Jakobsleiter“ oder den „Zug durch die
Seite 14 Pfarrbrief 4 / 2004
Samstag, den 12. März 2005 von
10,00 bis 17.00 Uhr im Remigiushaus.
Am gleichen Abend werden wir die
Abendmesse in St. Remigius mitgestalten. Wir freuen uns auf viele Anregungen und Meinungen zu dieser
Form der Gottesdienstgestaltung.
Übrigens: Für die Pausen bringt jede
Teilnehmerin etwas für ein gemeinsames Buffet mit, so dass neben dem
Tanzen auch Zeit für Gespräche und
Kennenlernen bleibt.
Jutta Schürkamp
Tanzleiterin
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Seite 15 Pfarrbrief 4 / 2004
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Geänderter Verteilmodus
beim Pfarrbrief:
Nicht nur den Pfarrbrief
( unter „Aktuelles“ )
sondern auch viele andere interessante Informationen über und
aus unserer Pfarre finden Sie
im INTERNET
www.st-remigius.de
Im kommenden Jahr wird nur noch
der Oster- und Weihnachtsbrief wie
bisher verteilt. Die Pfarrbriefe vor
den Sommerferien und im Herbst
werden nur noch in der Kirche zum
Mitnehmen ausgelegt.
und das alles in Farbe !
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Liebe Leser des Pfarrbriefes,
unser Team hat in der jetzigen Zusammensetzung ein Jahr lang gearbeitet
und viel Freude dabei gehabt – u.a. an
der neuen Gestaltung.
Was uns bisher ein wenig fehlt, ist ein
Echo auf den Inhalt oder die Gestaltung
Und auch gelegentlich der eine oder andere Beitrag von Pfarr- oder Verbandsmitgliedern.
Das wünschen wir uns für´s neue Jahr.
Ihnen wünschen wir Frieden, Zufriedenheit und Gesundheit für das Jahr 2005
Was Weihnachten ist ?
Nichts anderes als dies:
Gott spricht:
Mensch,
in deiner Haut
möchte ich stecken.
Ihr Pfarrbriefteam
Der nächste Pfarrbrief erscheint Mitte Februar 05 u. a. zu den Themen
Fastenzeit – Ostern – Weißer Sonntag
Jahresrückblick – Messdienerfahrt - ...
Abgabeschluss für Beiträge: Ende Januar 2005
Beiträge und Anregungen bitte an ein Mitglied der Pfarrbrief-Redaktion
Frau Irma Reinartz,
Schlehdornweg 9, .: 1 62 08
email: reinartz@online-club.de
Frau Jongmanns,
Altenh. Maria Hilf,
2 656,
email: info@MariaHilf-Viersen.de
Frau B. Lanwerd,
C.-v.-Ossietzky-Str. 4,
914 007
email: blanwerd@web.de
Herr Michael Grundmann
Hofstr. 51,
1 09 40
email: MiGrundmann@web.de
Seite 16 Pfarrbrief 4 / 2004
Pfarrbüro
93 14 0
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Kategorie
Seele and Geist
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