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Helmut Spitzley Was bringt eine Arbeitszeitverlängerung? - Zum iaw

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Helmut Spitzley
Was bringt eine
Arbeitszeitverlängerung?
Hannover 6. März 2006
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 101/2005
Inhalt:
1. Arbeitszeit und Beschäftigung
2. Gesundheit
3. Kinder und Familie
4. Politik
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 102/2005
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 103/2005
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
W 001/2005
Vorsicht: Statistischer Trick!
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 014/2004
Tarifverträge in Europa
Durchschnittliche tarifvertraglich vereinbarte
Wochenarbeitszeiten 2003
39
39
38,5
38
38
37,7
37,5
37,2
37
37
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
Frankreich
Niederlande
Dänemark
Großbritanni
en
Finnland
Deutschland
Italien
Belgien
Spanien
Potugal
Irland
35
FC 015/2004
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 003/2004
Gewšhnliche Jahresarbeitszeiten
abhŠngig von
Vollzeit-BeschŠftigter,
2002 (in Stunden)
Gewöhnliche
Jahresarbeitszeit
Vollzeitbeschäftigten,
2002 (in Stunden)
Land
UK
1962
EL
1855
IR
1824
ESP
1820
B
1806
POR
1792
S
1788
AUT
1778
D
1760
FIN
1747
DK
1732
NOR
1731
NL
1716
IT
1695
FR
1680
Quelle: Eigene Berechnungen von S. Schief (IAT, 2004)
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 103/2005
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 002/2004
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 011/2004
Arbeitskämpfe international
So viele Arbeitstage gingen im Durchschnitt der Jahre 1992 bis 2001
je 1000 Beschäftigte durch Streiks und Aussperrungen verloren
98
Irland
97
Norwegen
2
Schweiz
116
Finnland
88
Australien
2
Österreich
117
Italien
169
Dänemark
87
Frankreich
48
USA
2
Japan
32
Belgien
184
Kanada
30
Schweden
17
Niederlande
26
Portugal
22
UK
9
Deutschland
Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, iwd 24.4.03; Ursprungsdaten ILO, OECD
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 020/2004
Steigerung der
Arbeitsproduktivität
höher als
Wirtschaftswachstum
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 104/2005
Erwerbsbeteiligung von Frauen im Alter von 25 bis 49
in Deutschland
90
78
80
70
65
57
60
50
45
40
30
36
39
40
3
1920
4
1930
43
47
48
24
20
10
0
1
1900
2
1910
5
1940
6
1950
7
1960
8
1970
9
1980
10
1990
11
1999
Quelle: Pott-Buter (1993); für 1999 Statistisches Bundesamt nach Bosch u.a. (2001), S. 18
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 105/2005
Tabelle VII – 10:
Anteil der Beschäftigten mit gesundheitlichen
Beschwerden nach tatsächlicher Arbeitszeit
(in v.H.)
Alle
Beschäftigten
35 – 40
über 40
Rückenschmerzen
42
39
46
Kopfschmerzen
27
26
28
Nervosität
21
18
27
Psychische Erschöpfung
17
14
22
Niedergeschlagenheit
17
14
19
Schlafstörungen
16
13
20
Magenschmerzen
11
9
13
Herz-, Kreislaufprobleme
10
9
12
Quelle:
Bauer, F. u.a. (2004): Arbeitszeit 2003. Köln: ISO, S. 177
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 006/2004
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC AZ 2004
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 006/2005
Kinderlose Frauen des Jahrgangs 1960 in Prozent
Frankreich
10
Spanien
11
Norwegen
11
Italien
15
Irland
15
USA
19
Gro§britanien
19
26
Deutschland
Quelle: BMFSFJ, Eurostat, Stat. Bundesamt (FR 21.5.2004)
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 107/2005
Frage:
„Wieviele Stunden pro Woche möchten
Sie arbeiten - vorausgesetzt, dass Sie (und
Ihr/re Partner/in) ihre Arbeitszeit frei wählen
könnten und wenn Sie daran denken Ihren
Lebensunterhalt verdienen (zu) müssen?“
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC T 019/2002
Antwort:
35 v.H. gaben an, dass ihre tatsächliche
Arbeitszeit ihren Wünschen entspricht.
11 v.H. würden gerne länger arbeiten,
als sie es im Moment tun, während
49 v.H. ihre Arbeitszeit verkürzen möchten.
(Bielenski 1999)
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC T 020/2002
Per Saldo möchten alle derzeit Beschäftigten
ihre Wochenarbeitszeit um 5 Stunden pro
Woche reduzieren.
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC T 021/2002
Ergebnisse - Arbeitnehmerkammer Mitgliederbefragung - Januar 2004
Die Frage „Arbeitszeit“ ist eng verknüpft mit dem Thema Arbeitslosigkeit. Ein Modell zur
Reduzierung von Arbeitslosigkeit heißt „Arbeit für alle - mit 30 Stunden pro Woche“
(ohne Lohnausgleich). Würden Sie bei diesem Modell mitmachen?
Basis: Alle Befragte/n n=700
Alle Befragten
64,1
weiblich
mŠnnlich
Ja in
Prozent
67,6
61,6
18-25 Jahre
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
74,4
FC 108/2005
Elemente eines neuen
Arbeitszeitstandards
• Schutz vor überlangen Arbeitszeiten:
Begrenzung der Arbeitszeit nach oben
• Wahlmöglichkeit für kürzere
Arbeitszeiten
• Neue „Normalarbeitszeit“:
Senkung der durchschnittlichen Vollzeit
• Begrenzung der Arbeitszeit nach unten
(IAT 2001)
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC A0/2004
Folgerungen für Politik
1. Dokumentation von Arbeitszeit sicherstellen
(Arbeitszeitkonten mit Leitplanken und Haltegriffen, Ampelkonten mit
Freizeitausgleich, Zugriffsrechte für Beschäftigte)
2. Keine Verlängerung von Arbeitszeit
(auch wenn dafür Konzessionen an anderer Stelle gemacht werden müssen)
3. Beschäftigungssichernde Arbeitszeitabsenkung
(TVBeschäftigungssicherung!)
4. Beschäftigungsbrücken erhalten und ausbauen: z.B. Altersteilzeit
5. Einstellungskorridore für Einsteiger mit kürzeren Arbeitszeiten:
z.B. 3/4 Stellen
6. Individuell kürzere Arbeitszeiten fördern: Möglichkeiten zu
Teilzeit und Auszeiten verbessern
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC 109/2005
Alternative Zukünfte
Alternative A:
Hohe Erwerbslosigkeit und gleichzeitige
Überforderung von bestimmten Personengruppen durch Arbeitszeitverlängerung
Alternative B:
Neuverteilung von Arbeit und Einkommen
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
FC A 02/2002
Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft, Prof. Dr. Helmut Spitzley
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